Ausgabe 
1.9.1931
 
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minder vollständiger Mangel des Pigments die Fär­bung des Gefieders nicht möglich werden ließ.

Kreis Büdingen.

Nidda, 31. Aug. Seit heute hat die hie­sige MöbelfabrikvonC. Ringshausen, Inhaber Fritz Rcuning, ihren Betrieb wie­der voll ausgenommen und dadurch den zahlreichen Schreinern von hier, die bisher feierten, Berdienstmöglichkeit geboten.

* Kohden. 30. Aug. Die für heute bestimmte Beigeordnetenwahl in unserer Gemeinde brauchte nicht voraenommen zu werden, da nur e i n Wahlvorschlag dafür eingereicht war. Dieser schlug den seitherigen Beigeordneten Heinrich Uhl IV. zu dem Ehrenamte vor. Er ist demnach aus weitere neun Fahre zum Beigeordneten unserer Gemeinde gewählt.

oo Hirzenhain, 31. Äug. Mit großer Span­nung sah man dem Ausgang der gestrigen zweiten Bürgermei st erwähl entgegen. Bei reger Wahlbeteiligung erhielten Heinrich B i l m e t e r 249 Stimmen. Philipp Hambach 148 Stimmen. Otto Henche 27 Stimmen. Heinrich Bilmeter ist somit durch Stimmenmehrheit zum Bürger­mei st er gewählt.

Kreis Schotten.

Ober-Schmitten. 31. Aug. Bei der gestrigen Bürgermei st erwähl, die eine leb­hafte Beteiligung auslöste (90 v. H.), wurde der seitherige Bürgermeister Mantel mit 195 Stim­men wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Beigeordneter Schnabel, erhielt 137 Stimmen.

Kreis Wetzlar

H ö r n s h e i m, 31. Aug. Der hiesige Ziegen- zuchtoerein feiert am 12. September sein zwan­zigstes Stiftungsfest, mit dem er eine Vereins- Ziegenschau verbinden will.

Sparerbund und Volksrechipariei.

Man berichtet uns: Die Ortsgruppen Gießen des Hypothekengläubiger- und Sparer­schuhverbandes (Sparerbund) und der Volks- rechtpartei hielten imPfälzer Hof" eine gut­besuchte ' Mitgliederversammlung ab, in welcher der Borsitzende, Herr Reiber, über die zur Zeit aktuelle Frage der Hauszinssteuer referierte.

Rach Pressemeldungen plant die RerchSregrerung deren Beseitigung oder Abänderung und beab­sichtigt dagegen die Eintragung von erstrangigen Zwangshypotheken im dreifachen Betrage der Friedensmieten auf den gesamten deutschen Haus­und Grundbesitz. Der bei Ausführung dieses Planes sich ergebende, hoch in die Milliarden gehende Betrag ist als Unterlage gedacht für die Beschaffung langfristiger Auslandkredite. Durch solche Maßnahmen der Reichsregierung würden die verhängnisvollen Folgen der bis­herigen Ausland-Anleihewirtschaft nur noch wei­ter verschärft werden. Eine Verpfändung des deutschen Haus- und Grundbesitzes an das Aus­land wäre im höchsten Maße bedenklich und bedauerlich, ganz abgesehen davon, daß es sich bei den Beträgen der Hauszinsteuer unstreitig um nichts anderes handelt, als um die durch das so­genannte Aufwertungsgesetz enteigneten Vermö- genserträge der alten Hypothekengläubiger. In Eingaben an die Reichsregierung und an die Hessische Regierung soll, wie die Versammlung einstimmig beschloß, Protest gegen diese Pläne eingelegt und gefordert werden, daß die Führer der Sparer- und Bolksrechtbewegung von der Reichsregierung gehört und daß deren Bor­schläge einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Anschließend referierte Herr Lorenz über die politische Lage und über die bevor­stehenden hessischen Landtagswahlen, wobei er zunächst die ganz unter dem Einfluß der politi­schen Linken stehende Außenpolitik in bezug auf Kreditaufnahme und viel zu weit gehende Er­füllungsbereitschaft einer Kritik unterzog. Die Arbeitslosigkeit sei nicht zum geringen Teil auf diese Außenpolitik zurückzuführen. Die sehr scharf zu verurteilende Kapitalflucht nach dem Ausland, sowie die ganze Bolksnot könnten nur bekämpft werden durch Pflege und Förderung der inlän­dischen Kapitawilduna und durch Wiederherstel­lung des Bertrauens des deutschen Mittelstandes, toOffii nur eine besonnene nationale Befreiungs­politik der Berantwortung und der Bernunft ver­helfen könne. So müsse auch bei der bevorstehen­den hessischen Landtagswahl der Kampf im In­teresse einer Reichspolitik des Rechts und der Freiheit geführt werden.

Wirtschaft.

Oiskonisenkung.

Der Zenlralausschuß der Reichsbank einberufen.

Der Zentralausschuß der Reichs­bank ist für heute, Dienstag, 16 Uhr einberufen. Wie WTB.-Handelsdienst dazu erfährt, erwartet man in Bankkreisen eine Ermäßigung des Diskonts auf 8 Prozent und des Lom­bardsatzes auf 1 0 Prozent.

Oie Oevisenablieferung.

Rach der dritten Durchführungsverordnung vom 29. August sind die Devisen- und G o l d b e - st ä n d e bis zum 5. September 1931 an die Reichsbank, oder die Devisenbanken abzuliefern. Die Ausfüllung irgendwelcher Formulare ist hier­zu nicht erforderlich, vielmehr erfolgt die Abfer­tigung der Einreicher Zug um Zug. Lediglich dann, wenn ein Ablieferungspflichtiger die Entscheidung der Reichsbank anruft, ihm die Devisen zu volks­wirtschaftlich gerechtfertigten Zwecken zu über­lassen. sind die bei den Danken erhältlichen Vor­drucke zu benutzen. Für die bis zum 5. September 1931 zu erstattende Anzeige des die Freigrenze von . 1000 Mark übersteigenden Besitzes an ausländi- ' schen Zahlungsmitteln, Forderungen in auslänüi- - scher Währung, ausländischen Wertpapieren und

feinem oder legiertem Golde (roh oder gemünzt), sowie außer Kurs gesetzte Goldmünzen sind rote Dordrucke vorgesehen, die von der Reichsbank und allen Kreditinstituten kostenlos abgegeben werden.

Oie Leipziger Herbstmesse.

WTB. Bei der Leipziger Messe hat am Sonntag der Hauptverkehr eingesetzt. Das geschäft­liche Interesse der Kundschaft konzentriert sich auf absatzfähige, preiswerte Gebrauchs, wäre. Dagegen wird alles, was unter den Begriff von entbehrlichen Luxus fällt, kaum beachtet. In allen Branchen von Gebrauchswaren hat sich ein ver- hältnismäßig lebhafter Verkehr entwickelt. Auf der T e x t i l m e s s e sind die Aussteller, die gute und preiswerte Neuheiten gebracht haben mit den erteil­ten Aufträgen teilweise zufrieden. Auch Stapelware wird bestellt, was bezeichnend für die Tatsache ist, daß die Lager des Einzelhandels Ziemlich geräumt sein müssen, und daß man sich für das Weihnachts- iieschäft wieder ekndecken muß. Noch mehr trifft das ür die M ö b e l m e s s e zu, wo sich ein ziemlich lottes Geschäft entwickelt hat da viele von den Banken und Sparkassen abgehobene Guthaben in den letzten Wochen in Möbelbestellungen angelegt worden sind. Großes Interesse herrscht in den Hallen der B o u m e s s e und der maschinellen

Kleinindustrie für alle praktischen und preis­werten Neuerungen. Auch hier war der Besuch am ersten Tage schon recht lebhaft.

Der Berkehr in allen Messehäusern hielt auch am Montag gut an. Bei der großen Dauer dieser Herbstmesse beginnt das in allen Branchen, be­sonders an praktischen Neuheiten, interessierte Ausland nach einer allgemeinen Orientierung am Sonntag jetzt mit seinen Bestellungen, die im wesentlichen besser a u s f a l l e n, als erwartet wurde. Auf der Textilmesfe hält das Interesse für Herbst- und Winterwaren an. Schwächer ist der Geschäftsgang in der Porzellan­industrie und in der keramischen Branche, wenn auch praktische und gefällige Neuheiten Interesse finden. Die Glasindustrie erklärt sich vom Eingang der Bestellungen durchaus befriedigt. Das Geschäft in der Spielwarenindustrre konzentriert sich ausschließlich auf preiswerte Neuheiten und bereits gut eingeführte Muster.

*

* Anfechtungsklage gegen d i e Ge­ne r a l v e r s a m m l u n g s b e s ch l ü s s e der Dresdner Bank. Rechtsanwalt Dr. Fried - mann (Berlin) wird, demTag" zufolge, die Richtigkeits- und Anfechtungsklage gegen die Hauptversammlungsbeschlüsse der Dresdner Dank stellen. Gr will seine Klage auf zivil- und staats­rechtliche Einwände stützen.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

Banknoten.

ZI. August

1 .September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

Bries

Geld

Bries

Heisings or« .

10,59

10,61

10,59

10,61

Wien....

59,17

59,29

59,16

59,28

Prag . . .

92,468

12,488

12,468

12,488

Budapest . .

73,43

73,57

73,43

73,57

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,74

170,08

169,74

170,03

Oslo....

112,54

112,76

112,54

112,76

Kopenhagen.

112,54

112,76

112,63

112,85

Stockholm .

112,63

112,85

112,63

112,85

London. . .

20,463

20,503

20,461

20,501

Buenos Aires

1,204

1,208

1,178

1,182

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,216

Brüssel. . .

58,69

58,81

58,66

58,78

Italien. . .

22,03

22,07

22,03

22,07

Paris . . .

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz . .

81,92

82,08

81,92

82,08

Spanien . .

38,16

38,24

37,16

37,24

Danzig. . .

81,80

81,96

81,80

81,96

Japan . . .

2,078

2,082

2,071

2,082

Mio de Ian..

0,256

0,258

0,254

0,256

Jugoslawien.

7,413

7,427

7,413

7,427

Lissabon . .

18,55

18,59

18,53

18,57

Berlin, ZI .Auaust__________

Amerikanische No reu ....... Belgische Noten ..« Dänische Noten ....... Englische Noten.....

Französische Noten ....... Holländische Noten........ Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten. ........ Spanische Noten. ........ Ungarische Noten ........

Geiss

4,20

68,63

112,30

20,408

16,465

169,31

22,06

112,30

59,07

2,46

112,39

81,74

37,82

72,85

Brief

4,22 58,77

112,74 20,488 16,525 169,99

22,14 112,74

59,31

2,48 112,83

82,06 37,98

73,15

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. Olt., 29. Aug. Die Preise am Frankfurter Markt blieben, von geringfügigen Schwankungen abgesehen, gegen die Borwoche gut behauptet, so daß man die Tendenz als stetig bezeichnen kann. Inwieweit Veränderungen nach der einen oder anderen Seite in der nächsten Zeit eintreten können, hängt einmal von der weiteren allgemeinen Wirtschaftslage und zum andern von den Zufuhren ab, die indessen auch vom Auslande weiter zurückgehen dürften. Eine Geschäftsbelebung war im Hinblick auf das Mo­natsende noch nicht zu verzeichnen. Lediglich in den billigen Sorten werden die notwendigsten Käufe vorgeiwmmen. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt: Bulgaren 8,50

bis 9,00, Jugoslawen 8,50 bis 9,00, Rumänen 8,00 bis 8,50, Russen 8,00 bis 8,50, Polen 8,00 bis 8,50, Holländer 9,00 bis 12,00, Dänen 9,00 bis 12 00, Flandern 10,00 bis 11,00, Bayern 9 25 bis 9,75, Deutsche Frischeier 9,25 bis 12,00. In- und ausländische Mittel- und Schmutzeier 6,5 bis 7 Pfennig.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Ayr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Gewinnauvzug

6. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Prcuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II_____________

18. Ziehungstag 29. August 1931

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

4 Gewinne ju 10000 M. 212001 239374

4 Gewinne jn 5000 M. 8640 345512

10 Gewinne zu 3000 M. 53099 78203 84704

357545 381383

54 Gewinne zu 2000 W. 4179 29960 45559 53474 66041 72653 78045 86910 140815 163067 159637 178602 184999 247825 248561 254588 266715

269004 284466 313894 326041 338736 344946

362207 396658 397133 399351

108 Gewinn, ,u 1000 M. 18593 23010 36245 36529 41986 51285 53812 56520 61553 66873 67736 75443 76277 79498 80581 82990 85025 89847 92254 97013 99669 114338 119190 119512 124900 132104 136436 136601 145538 148098 169621

166032 212900 220765 240533 286971 287625

290284 294874 296467 300308 302305 302523

325351 333260 336811 339677 356892 356695

376768 378375 382275 387242 387913

208 Gewinne zu 500 W. 725 7920 9293 13343 21142 23779 27880 30714 33622 34837 35670 38135

38668 40189 61100 55174 57824 58062 83025

64463 66400 67339 74334 77724 79463 94889

94931 95424 98545 113041 119117 121040 129151

137737 143896 147301 148320 154636 166579

160304 162526 164938 170571 176107 177510

177640 178208 180603 180868 187110 189621

190777 191147 193881 194671 195165 200492

204078 232058 232687 234164 235832 236291

236935 241875 242591 249205 249769 263651

254426 261955 273982 288034 288036 288339

289669 289729 289754 293826 294764 304140

305893 319076 321818 323312 327206 328004

330266 334187 336473 337952 341697 348818

355499 362581 363011 363987 365786 366681

372653 379395 383536 383690 388627

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

4 Gewinne,u 10000 W. 168266 326050

16 Gewinne zu 5000 M. 83228 205237 229186 238123 289057 348703 372033

24 Gewinne zu 3000 M. 48246 122687 208967 213648 222236 255841 288347 303415 309000 318303

42 Gewinne zu 2000 M. 38078 49182 144321 149107 149798 150947 185424

203112 238339 271930 305263 312532 316707 342633 352349 361065 376480

225273

185093 301806

118192

196639

312664

382532

84 Gewinne jn 1000 W. 17490 19479 20755 42470 45838 53887 58783 68139 70292 80296 88342 90596 110980 111747 115964 135000 142176

151452 163364 153496 166818 179390 223272

230604 233245 233249 258320 265780 270997

276381 292431 295844 297885 301066 309450

311989 337363 363546 365036 382433 388981

398323

126 Gewinne zu 500 M. 8852 12954 16343 16670 42059 53194 53879 59364 63573 71089 74134 75376 91400 92449 93318 109682 112391 116384 120391 146289 149615 156301 166164 172886

175442 175668 176161 181731 190957 194924

199347 206191 213425 218293 226179 235761

238180 238512 254301 258125 263002 269633

277363 289135 294300 299108 299837 314204

314389 315207 329154 332481 335340 335779

338297 338644 339733 341276 347268 365276

371073 383488 392110

Im Gewtnnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 50000, 14 zu je 25000, 78 zu je 10000, 180 zu je 5000, 378 zu je 8000, 1126 zu je 2000, 2170 zu je 1000, 8500 zu je 500, 10594 zu je 400 Mark.

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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 28. Auaust 1931 bei der Firma Verlag von Riekammers Adreßbüchern. Gesellschaft mit beschrankter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Der Sitz der Gesellschaft ist nach Leipzig verlegt. Die Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Lange und Hans Beck sind ausgeschieden. Zu Ge­schäftsführern find bestellt: a) Kaufmann Friedrich Andrist in Leipzig, b) Kaufmann Max Dietrich in Leipzig. Durch Beschluß der Gesellschafteroersammlung vom 7. Juli 1931 wurde § 10 des Gesellschaftevertrages geändert. 5691D

Gießen, den 29. August 1931.

Hessisches Amtsgericht.

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