Ausgabe 
1.7.1931
 
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Krauengruppe Gießen des VOA.

3m Coole des Hotels Hindenburg fand dieser Tage die Gründungsfeier derFrauengruppe der Ortsgruppe Sieben deS Vereins für das Deutschtum im Ausland statt.

Frau Prof. Eger begrüßte die Erschienenen, die den Saal bis Aum letzten Platz füllten, und führte ihnen vor Augen, daß der VDA. wohl keiner Mutter mehr untefomü sein dürfte, sind doch die meisten Mütter schon durch ihre Kinder, die den 3ugendgruppen des DDA. angeboren, mit ihm und seinem Wirten vertraut. Sodann dankte der Vorsitzende der DDL. Ortsgruppe Gie­ßen. Prof. Dr. Th. Mayer, der Vorrednerin, daß sie die Leitung der neuen Gruppe übernommen habe, und ermahnte die Zuhörer, stets der großen Schwierigkeiten der Ausländsdeutschen eingedenk zu sein, die nur zu bestehen seien, wenn sie die Gewißheit hätten, daß die Brüter im Reich fest zu ihnen stehen. Deswegen müßten die Ceitgc- danken de« DDA. Gemeingut aller DolkSschich- ten werden. Hierauf sprach die Vorsitzende der Frauenortsgruppen des Landesverbandes Hessen des DDA.. Frau Dr. Koepke (Darmstadt), die Hoffnung aus. daß die neue Gruppe bald der älteren Darmstädter und der Mainzer Frauen­ortsgruppe an Wirksamkeit und Erfolg gleich­kommen möchte.

Dem D o r ft a n d der neuen Ortsgruppe ge­hören an: 1. Vorsitzende Frau Prof. Eger, 2. Vorsitzende Frau Dr. Hamm. Stellvertreterin­nen Frau Dir. Kalbfleisch und Frau Fabri­kant^ K r e u t e r, Schriftführerinnen Frau Prof. Mayer und Frau Prof. Frölich, Schatzmeiste­rinnen Frau Dr. S z u b i n s k i und Frau Will.

Weiter brachte Frau Dr. Koepke der Ver­sammlung noch ein Begrüßungsschreiben des Staatsrates Block zur Kenntnis, der verhindert war. persönlich anwesend au sein.

Runmehr schilderte Frau Stadtverordnete PleimeS-Lülemeher (Frankfurt)

die große Rot, das unendliche heimatweh des Ausländsdeutschen

imb wieS auf da« Denkmal in Döberih hin, das nicht Menschen gilt, sondern dem .deutschen Land in fremder Hand". 40 Millionen Deutsche leben jenseits der Reichsgrenzew davon 10 Millionen erst seit dem Friedensschluh. Diese verstreuten Volksteile zu stärken und zu halten, ist die Aus­gabe des DDA. Wehe der deutschen Minderheit, deren Kinder durch fremdsprachige Schulen ge­gangen sind, die nicht mehr deutsche Bücher, deutsche Zeitungen lesen können, denen aus frem­der Literatur, fremden Zeitungen ein verzerrtes Weltbild entgcgengrinst. Dann tut sich ein Riß auf zwischen Ellern, die noch deutsch, undKindern. die nicht mehr deutsch bewußt sind und bald halt­los und würdelos im fremden Dolkstum unter­sinken. Ganze Dörfer und Städte sind schon unter äußerem Druck verlorengegangen. Das deutsche Wort wird verfolgt, die deutsche Aufschrift auch dort, wo jeder Stein von deutscher Vergangenheit redet, getilgt. Deutsche Advents- und Weihnachts­feiern müssen hinter verschlossenen Türen ge­halten. in ständiger Sorge vor Lauschern muß jedes Wort gehütet werden. Zwang überall. 3n Pommerellen müssen 20 000 deutsche Kinder in polnische Schulen gehen, Tausende gehen ihrem Volke verloren. Wenn in einer Gemeinde nicht 40 deutsche Schüler sind, werden die deutschen Schulen gesperrt. Damit aber weniger Schüler sind, werden die Gemeinden selbst geteilt, und wo keine deutschen Klassen bestehen, ist es ver­boten, deutschen Unterricht zu erteilen. Eine Leh­rerin, die im Kindergottesdienst in der deutschen Sprache unterweist, kommt ins Gefängnis.

Hier ist

die einzige Rettung bei den deutschen Müttern selber,

ihnen kann auch die grausamste Gesetzgebung nicht verwehren, ihre Kinder in der eigenen Sprache zu unterweisen, ilnb so müssen diese Mütter zu aller Not und Sorge, zu allem Kampf tum des Lebens Rotdurst noch die große Mühe auf sich nehmen, ihren Kindern wenigstens einen Teil dessen zu geben, was unseren glücklichen Kindern die Schule gibt.

Ebenso und noch ärger ist es in Südtir o l. Italienische Schulen für deutsche Kinder, die in der fremden Sprache dem Unterricht nicht folgen können, nichts lernen können, wo begabte, auf­geweckte Kinder zu Analphabeten erniedrigt wer­den. wo auf Sem Schulhof, in den Pausen und so­gar im Spiel jedes deutsche Wort verboten ist und das ganze Land so von Spionen wimmelt, daß die gequälte Bevölkerung sich nicht einmal dem deutschen Gast aufzuschließen wagt. Aber nirgends auch wächst so zähes und bewußtes Deutschtum als in solcher Bedrängnis, nur der, der um jedes deutsche Wort kämpfen muß, weiß erst, was es heißt, deutsch zu fein. Aber Unter-

stühung braucht er in jeter ftorm, nicht nur ma­teriell, sondern in gleichem Maße auch moralisch.

Die Deutschen draußen müssen wissen, daß man sie Im Reich nicht vergißt. Alle, alle Deutschen im Reich gehören in den DDA^ der nicht ein verein, sondern eine volksorganisotion ist. wie ja auch olle draußen gleich leiden müssen.

Hier ist die Arbeit für die Frau auf ihrem ureigensten Gebiet gegeben, sie soll ihren Kin­dern die richtige Einstellung zu diesen Dingen geben und den bedrängten Müttern im Fein­des! .-.d in ihrem Kampfe Helsen. Ausländsdeut­schen Mädchen aller Stände muß der Aufent­halt im Reich, in beutfchen Familien, die Aus­bildung in Fachschulen, Dauernhochschulen. Kin­dergärten ufw. möglich gemacht werden, sie sollen als klare, ^ielbewuhte Iugendfüh- rerinnen wieder zurückgehen in die bedrängte Heimat. Bücher sind nötig, Zeitschriften, der Aus­ländsdeutsche hungert nach deutschem Schrifttum, persönliche Beziehungen müssen geschassen wer­den. Die Sprachinseln unserer Ausländsdeutschen sind wie die Halligen im Meer, ständig von der Flut bedroht, und doch ein Bollwerk für die Küste selbst, und wenn wir sie schützen, schützen wir uns selbst! Ties ergriffen und im Innersten gepackt, lauschten alle Zuhörerinnen der Rednerin.

Rach ihr schilderte noch Dir. T r e u t das Der-

* 'S) i e Reichsindexziffer f ü r die Le­benshaltungskosten im Juni. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung, Bekleidung undsonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichs- amt« für den Durchschnitt des Monats Juni auf 137,8 gegenüber 137,3 im Vormonat. Sie ist so­mit um 0,4 v. H. gestiegen. Die Indexziffer für Ernährung hat sich um 0,8 v. H. auf 130,9 erhöht, die Indexziffer für Wohnung ist mit 131,6 un­verändert geblieben. Zurückgegangen find di: Indexziffern für Heizung und Beleuchtung um 0,3 v. H. auf 145,4, für Bekleidung um 0,4 v. H. auf 139.9, fürsonstiger Bedarf" um 0,3 v. H auf 184,4.

Der Aktienindex. Der vom Statisti­schen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 22. bi« 27. Juni auf 79,1 gegenüber 73,1 in der Vor­woche, und zwar in der Gruppe» Bergbau und Schwerindustrie auf 74,1 (66,2), Gruppe verarbei­tende Industrie auf 69,2 (63,5), und Gruppe Han­del und Verkehr auf 100,8 (96,1).

40-Stundenwoche bet den Adler- werken. Die Adlerwerke in Frankfurt a. M. haben etwa 130 Angestellten vorsorglich zum 1. August gekündigt. Außerdem ist beabsichtigt, die Arbeitszeit durch Ausfall der Samstags­arbeit auf 40 Stunden wöchentlich zu verringern. Die Verwaltung der Adlerwerke hat sich zu diesen- Maßnahmen veranlaßt gesehen, da der Absatz unter dem Druck der allgemeinen Wirt­schaftskrise zurückgegangen ist.

AG. für Zellstoff- und Papier- fabrikativn Aschaffenburg^ Die GV. genehmigte einstimmig den Abschluß für 1930 und beschloß die Ausschüttung einer Dividende von 6 (12) Prozent aus dem erzielten Reingewinn von 1.58 Mill. Mk. Heber die Aussichten für das lau­fende Geschäftsjahr könnten, so wurde erklärt, noch keine genauen Angaben gemacht werden, da die Weltmarktlage vollkommen undurchsichtig sei. Das Werk sei in Papier sehr gut beschäftigt, auch hätten sich die Papierpreise etwas erhöht. In Zellulose werde jedoch nach den Bestimmungen des Zellstoff-Syndikats eingeschränkt gearbeitet.

- Zell stoss- Fabrik A.G. Wald Hof. Mannheim-Waldhof. 3n der gestrigen Generalversammlung wurden die Anträge der Verwaltung genehmigt und beschlossen, aus dem Reingewinn von 2 654 311 Marl 6 Prozent Divi­dende auf die Stammaktien und 7 bzw. 6 Pro­zent auf die Vorzugsaktien zu verteilen, sowie 385 811 Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

Rheinische Elektrizitäts-A. -G., Mannheim. Die G -V. genehmigte einstimmig die Bilanz unb beschloß, aus dem Reingewinn von 1 372 286 (1 504 506) Mark eine von 10 auf 9 Prozent ermäßigte Dividende auf die Stamm­aktien zu verteilen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 1. 3uli. (WTB. Draht- bericht.) Tendenz: schwächer. Die Hartnäckig­keit Frankreichs in den amerikanisch-sran- | zösischcn Verhandlungen bildete auch an ter

hältni« der Deutschamerikaner zu ihrem Mutterland, wie sehr sie dafür tätig find, wieviel wir ihnen zu verdanken haben, wenn allmählich in der öffentlichen Meinung Amerikas ein Um- fchwung zu unteren Gunsten eingetrefen ist. wie­viel Pionier- und Propagandaarbeit sie für un­sere Industrie, unteren Handel leisten. Sie haben tapfer den Kamps gegen die Kriegsschuldlüge aus­genommen. in mühsamer Aufbauarbeit das deut­sche Ansehen wieder hergestellt. Sie find stark und bedürfen nicht unterer Hilfe, wohl aber un­terer Freundschaft, die ihnen

die Verbindung mH dem Mutterland sein und in ihnen die Liebe zur allen Heimat ivochhatlen soll.

Rach diesen eindrucksvollen Worten schloß der Dorsihente die Versammlung, in welcher sich un­ter dem Eindruck des Gehörten alle anwesen- denFrauenalSMitgliederderneuen Gruppe c in trugen. Damit ist ein Anfang gemacht, ein vielversprechender, aber doch eben nur ein Anfang, und viel bleibt noch zu tun, viele müssen noch geworben werden Mögen alle Be­sucherinnen dieser Rotwendigkeit eingedenk bleiben und die Worte im Harzen behalten, mit welchen Frau PleimeS-Cülemeyer ihre Ausfüh­rungen beendigte und mit welchen die Fahne der Frankfurter Iugendgruppe in Aachen geweiht wurde:

Wir glauben daran, daß ein Volk nie vergeht. Solange der Bruder zum Bruder steht.

Solange wir einig, zu n Schutze bereit.

Ist unfer das Leben, ist unser die Zeit."

heutigen Börse das HauptverstimmungS- m o m e n t. Hinzu kam die abermal« matte ge­strige Reuyorker Börse und die immer noch an­gespannte Situation am Geldmarkt. Die Ten­denz neigte infolgedessen weiter zur Schwäche, zumal es an Anregungen sehUe. Die Melduiig. daß Hoover evtl, einen neuen Plan Vorleger, will, wirkte keinesfalls günstig, da man sich da­mit keine internationale Verständigung ver­spricht. besonders im Hinblick auf Frankreich. DaS Geschäft war ziemlich gering, da einerseits in­folge der Kreditsperre der Banken von der Kundschaft keine Orders Vorlagen und ander­seits die Spekulation im Zusammenhang mit den heute wieder beginnenden Pariser Verhandlungen eine abwartende Haltung einnahm. Da jedoch von der Baissepartei einige Abgaben erfolgten und die Aufnahmeneigung nur gering war. er­gaben sich durchweg Kursabschwächungen von 1 chis 2 Prozent. Eine gewisse Widerstands­kraft war indessen nicht zu verkennen, da ander­seits auch etwas Rachfrage bestand. Es eröff­neten I.-G -Farben 2 Prozent. Elektrowerte 1.75 bis 2,5 Prozent, Demberg 2.25 Prozent, Salzdetfurth 2,5 und Reichsbank 3 Proz. schwä­cher. Am Montanmarkt ergaben sich Kursverluste bis 1,25 Proz. Von Schiffahrtswerten büßten Rordd. Lloyd 1,75 und Hapag etwa 2,5 Proz. ein. Bankaktien neigten um Bruchteile eines Prozentes nach unten. Von Einzelwerten blieben Scheide­anstall, Daimler und Chemische Industrie Mainz gut behauptet. Karstadt zogen erneut um etwa 1 Proz. an. Der Anleihemarkt lag zu Beginn der Börse vollkommen geschäflslos. Psandbrie e ziem­lich unverändert. Reichsschuldbuchsorderungen 1 Proz. schwächer. Im Verlaufe herrschte starke Lustlosigkeit, da wenig Reigung zum Ein­gehen von Reuengagements bestand. Die Kurse wiesen geringfügige Schwankungen auf. Am Geld­markt war noch keine Entspannung festzustellen. Die Rachfrage für Tagesgeld hielt unverändert an, so daß der Satz auf 8 Proz. belassen wurde. Am Devisenmarkt war eine Befestigung für Auslanddevi sen zu verzeichnen. Es sollen wieder stärkere Devisenanforderun- g e n eingetreten sein. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfund 20,4960, London gegen Reuyork 4,8637, gegen Paris 124,26, gegen Mai­land 92,91, gegen Madrid 50,25, gegen Schweiz 25,1175 fester, gegen Holland 12,09.

Berliner Börse.

Berlin, 1. Juli. Die heutige Börse eröffnete bei ziemlich ruhigem Geschäft wieder in etwas schwächerer Haltung. Die Hngewißheit hinsichtlich der Pariser Verhandlungen, die auf heute 15 Hhr vertagt wurden, drückte natürlich auf die (Stim­mung, und eine Meldung aus Washington, wo­nach Präsident Hoover im Falle einer Richt­einigung mit den Franzosen sich mit dem Gedan­ken trägt, für Deutschland eine Sonder- a f t i o n einzuleiten, konnte nicht anregend wirken. Das schwache Reuyork, die Lage des Dividenden­marktes und die diesbezüglichen Auslassungen an der Börse wurden lebhaft diskutiert, da nach dem Hltimo die Dividendenabschläge noch nicht nach­gelassen haben. Hinzu kommen auch heute wenig

Wirtschaft.

günstige Abschlüsse von Gesellschaften, unb auch die meisten Auslandsbörsen eröffneten eher zu nichtigeren Kursen, konnten fich aber im Verlaufe etwa« erholen. Die ersten Kurse wiesen Rück­gänge von 1 bi» 2.5 Prozent auf. Die Speku­lation nahm in geringem Umfange Deckungen vor, zumal auch von außen her verschiedentlich Kaus- orders ringetroffen waren. Stärker abgeschwächt waren Aschersleben auf die mitgeteilte Stillegung eine» Werkes, ebenso Schubert fr Salzer auf Mel­dungen über stärkere Hmsahrückgänge. Erstere verloren 4.5 Prozent, letztere 6.5 Prozent bet Minus-Minus-Rotiz. Etwa» fester lagen nur Konti Gummi, Ilse, Rheinstahl, Harpener, di« b>» 1.5 Prozent anzrehen konnten. Exklusive Divi­dende notiert wurden Dynamit Röbel und Ober­koks Deutsche Anleihen neigten zur Schwäche. Reubesitz aber etwa» fester. Von Ausländem, die kaum verändert waren, schwächten sich 4,5prvzen- tige Mexikaner bei Minus-MinuS-Rotiz ab. Die Geldiätze blieben unverändert. ReichSschuldbuch- forberungen waren bi» 1 Prozent schwächer. Ren­ten ebenfalls eher nachgebend. Im Verlause war die Tendenz zunächst weiter schwächer, dann konnte sich eine leichte Erholung durchsetzen, die Stim­mung blieb aber nervös.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M . l.Iuli. S» wurden no­tiert: Weizen 295 Mk.. Roggen 260, Hafer (int) 195 bis 200 pro Tonne: Weizenmehl (füvd. Spezial 0 ) 39.25 bi« 40.50. Roggenmehl 33,50 biS 35. Weizenkleie 10 bi« 10,10. Roggenkleie 11,25 bi« 11,50 Mk. pro Doppelzentner. Tendenz: Roggen und 'Roggenmehl fest, sonst» ruhig

Schweinemarlt in Gießen.

Aus dem heutigen Schweinem<rrkt in Gießen standen 166 Stück Ferkel zum Verkauf. ES kosteten bi« 6 Wochen alte Fer.el 1012 Mk., 6 bi» 8 Wochen alte 12-18 Mk.. 8 bis 13 Wochen alte 18 -25 Mk. Tendenz: mäßig. Ueberftanb.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

3 Krofdorf, 29. Juni. Aus der letzten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung ist fol­gendes zu berichten: Karl Seim hier erhält von dem Gemeindegelände in der Hintergasse ein 5 Ar großes Baugrundstück zum Preise von 60 Psg. je Quadratmeter unter der Bedingung, daß der Dau des Hauses innerhalb 2 Jahren ausgeführt wird. Man nahm Kenntnis von der Mitteilung der Rhein. Provinzial-Feueroersicherungeanstalt zu Düsseldorf über die Gewährung eines Zuschusses zur Be­schaffung von Ausrüstungsgegenständen für die hiesige Freiwillige Feuerwehr. An die anderen in der Gemeinde interessierten Feuer- Versicherungsanstalten soll ein gleicher Antrag ge­stellt werden.

Kreis Biedenkopf.

Hartenrod, 30. Juni. Am Samstag und Sonntag fand im nahen Endbach die Feier des 10jährigen Bestehen« de« Land- heimes der K l i n g e r - Obe rre a 1 schu l e statt. Am Samstagabend glänzte da« Dors In festlichem Licht und ein Fackelzua bewegte sich durch die Straßen. Auf der Anhöhe in unmittel­barer Rähe des Heimes loderte ein große« Feuer, um das sich die Festteilnehmer scharten und ge­meinsam das Deutschlandlied sangen. Zugleich wurde ein Feuerwerk abgebrannt. Am Sonntag­morgen fand ein Konzert statt. Im Anschluß daran wurde der eigentliche Festakt abgehalten, der unter der Mitwirkung des Posaunenchore«, des Männergesangvereines und des Kinderchore« einen schönen Verlauf nahm. Der Rachmittag war mit allgemeinen Belustigungen ausgefüllt, die durch die Darbietungen der Schuler und einzelne Vorträge eine bef entere Bereicherung erfuhren.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 30. Juni. Ein An­gestellter einer hiesigen Dankfirma ist nach Unterschlagung von 2 0 5 0 0 Mk. flüchtig gegangen. Er hatte einen Scheck über 500 Mk. in einen solchen über 20 500 Mk. gefälscht und den Betrag bei ter Reichsbank erhoben. Der etwa 30 Jahre alte Defraudant soll sich nach Berlin begeben haben.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloßen.

Anzei^enausträge sind lediglich an die Geschäftss!eile zu richten.

.'für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o.H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

firanfhm a. DI.

Berlin

Lch'- 1-uvr-

CrdMufc- für#

Anfang. Rur»

für«

flurt

Datum

30.6.

1.7.

30.6.

1.7.

6% Deundie mcKfieanietbc v. 1921

78.75

78.75

7% Deutsche WcidiMnleibe v. 1929

95,75

95.9

5*4% younQ.9lntf(he Don 1930 Scutldie AnI..AI>loI.-2ckuld ml!

69.5

69.5

51,1

Slutiol.-Scditcn.......

51,75

51.9

THfll. ohne Äuolof.-Rechte . . 8% Hell, yolliftaat von 1929

5,4

5,35

89

5,3

<rilck,abll>. 102%)......

Lberhefien Provinz-Anleihe mii

89

Auslos.-Rechlcn.......

Deutsche Äomm. Lammetabl.

49,5

Anleihe Lene 1......

8% Srantf. Hvv.-Bank Soldpfe

49.8

49,5

15 unkündbar bi» r.35 ....

7% ,"rran!f. Hvo.-Bank «oldpfe

98

unkündbar bl» 1936 Lene 16 4S% irranff. Hyp.-Bank Ciqu..

92

-

Pfandbriefe.........

4%% Rheinische Hyp^Bank-Liqu.

87,975

_

8% Pr. Land, rpfandbriefan stall.

Pfandbriefe?H. 19......

100

100

7% Pr. Landerpfandbriefanstalt,

Pfandbriefe R. 10......

95,5

-

95,5

1

4% Oeverreichffchc Soidrente . .

4.20% cesterreichifche Lilbcrrente

I9J

1,2

4% Ungarische «oldrente ....

4% Ungarische Ttaatsrentc v. 1910

17,1

14

14,75

4V-% deSgl. von 1913.....

14,65

6% abgest. Soldmexikaner von SS

9,75

9,75

9,75

4% Türkische Zollanleibe von 1911

2,65

2,8

2,7

4% Türkische Bagdadbahn-Änleih, Serie l...........

>

2,8

4% deSgl. Serie 11......

2,8

2.8

2,75

5% Rumün. vereint«. Rente v. 1903

7,3

7.45

4>r°öRamLn.vcrctnh.Renicv.lS13

15,25

4% Rumänische vercinh. Rente

5,9

6.05

234% L Slnawliet.......

13,9

13,9

13,8

;tranrnin a. 271.

Dertin

Sranfrun a. »i.

Berlin

Banknoten.

«.-chluß» !ur<

i^chluß- lur«

Anfang» mur#

1-Ubr-

Slnfanq, ftur«

Serlin, 30 3unl

«eld

-Brief____

Rur«

tut»

Rur»

lurd

.lmerikanische

Noten . . .

4,214

4,234

Belgtsche Noten.....

58,55

58.79

Datum

30.6.

1.7.

30-6-

1.7.

Datum

30.6.

1.7.

30.6.

1.7.

TSnische Noten.....

Englische Roten .....

112,48

20,49

112.92

20,57

Hamburg-Amerika Pake,

52

49.75

48.5

Riedeck Montan......

-

irranzösische Noten....

16/47

16,53

Hamburg.Lüdam. Dampfschiff

Vdnja Dampfschiff ....

. 0

. (1

105

80

79

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Ctatri yiinen......16',

45,5

20

45,9

20,9

45

19,4

Holländische Noten....

jialienütht Noten ....

169,31

22,10

169.99

22.18

Norddeutscher Llovd .... Ha», für Bertebriwesen fflt

53

51,25

52 ,13

47,75

50,75

48,5

Sollwerte Aschereleben . . . flaltrorrtv tifflertgtln . . . Kaliwerke Salzdetfurth . . .

I. G. Yarben-Indufkrte . . .

Beretn. chem. Industrie Iran!»

10

10

128

131

130,5

127

132

122,75

129.5

txorwegiiwe oroien........

Teuifch-cesterreich, i 100 Schilling

112,48

59,07

112.92

59.31

Berliner HandelSgeicllfchaft . 8

Commerz, und Privat-Bank . 7

Tarmftäbttr und Nanonaldanl 8

Deutsche Bank und

Dtrconto^stesellschaft... 6

106,5

101

110,5

101

100,75

106.75

101

110,13

101

106.25

103.75

108,5

101

15

12

202

136,25

199,5

134,25

200,5

135,4

198,5

135,9

mumanume oralen .... Lchwrdtfche Noten.... Lchwetzer Noten.....

Lvanische Noten.....

Ungarische Noten . . . .,

2,49 112,88

81,47 40,72 73,25

2,51

113.32 81,79 40.88 73,55

Dresdner Bank......

Rcichtbank........

6

12

101

100.5

135

101

138

101

135,5

furi O.YQ.. -......

S chei de anstatt r. ......

Aoldschmidt........

10

. 0

125,5

40,5

51,5

>25.5

40,5

40,25

Deal

enmartt Berlin Frankfurt

a. M.

a.tt.a...........

Bergmann........

Glrtir. LieferungtgeseAchast.

Licht und straft......

. 7

95,75

94

94

68,5

110,75

114.5

94^5

Rülgerswerte.......

Metallgesellschaft......

42 61,75

43

60

43

30. Juni

I.Jull

10

10

114

109,75

113,4

Philipp Heizmann ..... Zementwerk Heidelberg. . . Zementwerk starltzabk. . . . Vaytz & Frey rag.....

SchulthetS Pahenhvfer . . . K!a (Mge meine stunstfeide) tzemberg.........

Zellstoff Waldhös.....

Zellstoff ÄfchasfenLurg . . . Tessaucr Olas.......

Taimler Motoren.....

Deutsche Linoleum .... Lrenstein & stoppel .... Leonhard Lieg......

Lvenska.........

. 8

78.5

79

77,75

Amtlich« Meld

Notierung »de?

Amtlich« Geld

Notierung »rief

Fellen & CMuiHeaumc.... Gesellschaft für Elektrische

Unremedmunaen .... Slbemische Llcktchiläl . . . Set liefert & Co.......

Llernens & Collie.....

Lahmeoer S Lo.......

Buderus.........

TcutlGe ErdSI ......

Gelsenkirchener......

Harvencr....... .

Hoesch Eisen........

alle Bergbau.......

Llücknerwerke.......

6H

9 . 9

11 14

12

. 4

. 6 . 8 . 0 . 6

10 . 6

75

109,5

128

158

112,5

67,5

73

60

151

52,5

107,25

124,75

156

72,5

75,75

108,13 109 126 157

112,75

43

66

72,75

59

55.9 148

52,5

107 107,25 124,75 155.75

42,25 65,75

72

59,5

55 149,5 51,5

. 7

. 0

15 0 0

. 9

; 6 . 0 . 8

57

85

25,4

80 90,5

25^5

87

240

III 111Sl1111

S S

133

80,25 91 71

66

121,25 25

65

40,75 87,5

Illi 1 1 1 1 1

Helstngsorß . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . CMo . . . . stop endogen. Stockholm . London. . . Buenos Sire« Neuvork . . Brüste! . . . Italien. . . Pari« . . .

10,591 59,175

12.473

73.42 3.050

169,33 112,69

112,71

112.86 20.472

1,355 4.209 58,61

22,025 16,474

10,611

59,295 12,493

73,56 3,056

169,67 112,91

112,93 113.08

20,512

1,359 4,217

58.73

22,065 16,514

10,593

59,18

12,471

73,42

3,047

169,33

112,69

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112,86

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