eine Art von Aenderung oder Verschiebung der Voungplanzahlungen zu suchen. Diese dringende Frage wird sicher in Chequers erörtert werden. Die französischen Besorgnisse vor einem Zusammenbruch der Reparationen mühten die Möglichkeiten einer freundschaftlichen Regelung leichter gestalten.
tSann wird endlich der Vorhang über der bitteren Komödie der Kriegsschulden niedergehen?
Einen anderen Ton schlägt der politische Korrespondent des Blattes an, der britische Zugeständnisse für unwahrscheinlich hält. Er bemerkt, die Zubilligung eines Moratoriums oder anderer Zugeständnisse würde für England sehr schwer sein. Der Premierminister und seine Kollegen würden in dein Reparationspunkt sehr fest fein.
Ruch „Observer" betont „die ernsten Schwierigkeiten Deutschlands". Der diplomatische Kor^ respondent des Blattes führt aus: Die deutschen Minister hätten eine Erklärung vorbereitet, „die wahrscheinlich einen tiefen Eindruck auf Macdonald und Henderson machen werde". Die Hauptfrage, deren Beantwortung Brüning Macdonald und Henderson überlassen werde, scheine folgende zu sein: Nachdem die deutschen Verpflichtungen unter dem Voung- plan automatisch infolge des allgemeinen Fallens der Preise um einen 'beträchtlichen Prozentsatz erhöht -worden sind und es klarerweise unwahrscheinlich sei, daß zwischen Juni und Oktober die deutsche Regierung in der Lage sein werde, ihre vollen Verpflichtungen ohne finanzielle Hilfe in der einen oder anderen Gestalt zu erfüllen — sei es dann praktische Politik von seilen der Kriegsgläubiger Deutschlands, einerseits Deutschland an die erhöhten Verpflichtungen zu halten und anderseits sich dem einzig vorhandenen Mittel, die deutsche Zahlungsfähigkeit zu vergrößern, zu widersetzen? Der Korrespondent bemerkt, diese letztere Frage beziehe sich auf die geplante
österreichisch-deutsche Zollunion.
Die besondere Schwierigkeit, die für die britische Regierung aus einer derartigen Frage entstehen werde, sei auf die Tatsache zurückzufühven, daß die Rußenpolitik der britischen Regierung die Herabsetzung der Zolltarife als Bedingung für das allgemeine Wiederaufleben des Handels fordere. Uni) trotzdem habe die geplante Beseitigung der Zolltarife zwischen Oesterreich und Deutschland noch nicht von der britischen amtlichen Meinung irgendeine überzeugende Anerkennung ihrer Zusammenhänge mit der von Henderson selbst dargelegten Politik erhalten. Der Korrespondent schließt: Bei dem gegenwärtigen Rnlaß erkennen die meisten realistisch urteilenden Leute, daß
die deulschen Schwierigketten kaum übertrieben werden können.
und daß Dr. Brüning, ein Staatsmann von Mut und Weitblick, eher als irgendein anderer neben den deutschen den allgemeinen Interessen Europas dienen werde.
Oie englischen Verirrter in Chequers.
London, 1. Juni. (TU.) „Sunday Dispatch" meldet, daß außer dem Außenminister H e n d e r - so n und dem Ersten Lord der Admiralität Alexander auch der Kriegsmini st er Tom Shaw und der Handelsmini st er Graham bei den Besprechungen Macdonalds mit Reichskanzler Brüning und Außenminister C u r t i u s in Chequers anwesend sein werden.
Eine Art Oawesausschuß für Europa?
London, I.Juni. (TU.) Die „Sunday Times" weiß von der Einsetzung einer Art Dawesausschusses zu melden, der sich aus Wirtschaft- I e rn zusammensetzen werde. Die Aufgabe des Ausschusses werde darin bestehen, die allgemeine Wirtschaftslage in Europa zu untersuchen und p r a k - tische Schritte zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu ziehen. Dementsprechend werde man den Aufgabenkrei» des Ausschusses soweit wie möglich ziehen.
Oer Sozialdemokratische Parteitag.
L « i p z i g , 31. Mai. (WTB.) Die Eröffnungs- feievlichkeiten des Sozialdemokratischen Parteitages begannen mit einer Massenkundgebung auf dem Meß-Platz. An- und Abmarsch nahmen viele Stunden in Anspruch. Die Zahl der Teilnehmer wird auf 100 000 geschäht. Reichstagsabgeordneter Lipinski eröffnete die Kundgebung. B o u g e t (Paris) erklärte unter lebhaftem Beifall, daß, wenn die Abrustungs» konferenz die Befriedung der Welt nicht bringen sollte, diese Frage den Hauptgegenstand bei den nächsten Wahlen in Frankreich bilden werde. Der Präsident der Sozialistischen Arbeiterinternationale, Vandervelde (Brüssel), bekundete das Verständnis der Internationale für die gegenwärtige Politik der Sozialdemokratie. Weiterhin trat er für eine gerechte Lösung der Reparativnsfrage ein. Rach ihm sprachen Austerlitz (Oesterreich) und Vertreter der tschechoslowakischen Sozialdemokratie.
In der Eröffnungssitzung sprach der Parteivorsihende Wels, der nach einer Gedächtniskundgebung für Hermann Müller das Hauptthema des Parteitages, den Kampf gegen den Faschismus, behandelte. Wenn der Nationalsozialismus versuchen sollte, die von ihm verkündete reaktionäre Gewaltherrschaft über das deutsche Volk zu errichten, dann werde die deutsche Arbeiterklasse den Kampf zu führen wissen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln. „Es war nicht etwa Furcht vor den Prahlereien der Nationalsozialisten", so fuhr Wels fort, „die unsere taktische Haltung nach dem 14. September veranlaßten, sondern es entsprach durchaus den Grundsätzen der Sozialdemokratischen Partei, daß jeder Versuch unternommen werden muh, um die schweren wirtschaftlichen und politischen Probleme auf friedliche Weise zu lösen.
Die Politik der Regierung Brüning ist nicht unsere Politik.
Wir haben niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß wir jede Verantwortung für ihre Handlungen ablehnen müssen. Es ist das Verdienst der Sozialdemokratie, wenn es gelungen ist, die Angriffe des Unternehmertums auf die Sozialgesetzgebung im allgemeinen bis
her abzuschlagen. Zur Reparativnsfrage erklärte der Redner, es müsse alles getan wer- den, um eine
weitere Herabsetzung und schließliche Beseitigung der Reparationslasten
herbeizuführen. ,,
Der Parteitag wählte dann zu Vorslhenden des Parteitages den Parteivorsihenden Wels und den Abgeordneten Lipinski, ferner unter stürmischem Beifall, zum Ehrenvorsitzenden den Junior der Partei, Bock, Gotha.
Um die Nachfolge Hermann Müllers.
Leipzig, 1. Juni. (TU.) Im Reichsparteiausschuß der Sozialdemokratischen Partei ist anläßlich des Parteitages auch die Frage der Besetzung des P a r t e i v o r s i tz e s, der nach dem Ableben Hermann Müllers freigeworden ist, erörtert worden. Der Parteiausschuh hat es abgelehnt, von sich aus einen Vorschlag zu machen. Als Anwärter wird jedoch vielfach der Abgeordnete Hans Vogel (Franken) der zur Zeit Beisitzer im Parteivorstand ist, genannt.
Rücktritt des österreichischen Justizm'nisters.
Wien, 30. Mai. (WTB.) Der österreichische Justizminister Dr. S ch ü r f f ist von s e i n e m Ä m t z u r ü ck g e t r e t e n. Die Verhandlungen, die gestern und heute zwischen Bundeskanzler Dr. E n d e r und der Großdeutschen Dolkspartei geführt wurden, haben dazu geführt, daß dieser Rücktritt ohne unmittelbare Wirkungen auf die Gesamtsituation des Kabinetts bleiben wird. Die wirtschaftliche Lage und die Uebernahme der Staats-
Dr. Schürff
der Justizminister des österreichischen Kabinetts.
garantie für die der Kreditanstalt gewährten Kredite lassen es wünschenswert erscheinen, daß eine Aen- derung in der Regierung im gegenwärtigen Augenblick nicht eintritt. Vizekanzler Dr. Schober, der ebenfalls zuerst daran gedacht hat, aus dem Kabinett auszuscheiden, wurde von der Großdeutschen Partei ersucht, diese Absicht nicht mehr auszuführen. Die Großdeutschen werden für alle Teile des Er- sparungsproaramms ihre Stimme geben, mit Ausnahme des Gesetzes über die Kürzung der Beamtengehälter.
topfen aus den Fenstern und mit Stroßenkot beworfen. Bei einem Ueberfall der Kommunisten, die sich meist in Stärke von 200 bis 300 Mann gesammelt hatten, wurden mehrere Stahlhelmleute leicht und einer durch Stichverletzungen im Rücken und im Gesicht schwer verletzt. In der Tauentzienstraße wurde der Bauarbeiter Wierzewsky aus Hindenburg überfallen. Er flüchtete, wurde aber niedergeschlagen und mußte mit einer Kopfverletzung in das Krankenhaus eingeliefert werden. Die Angreifer waren K o m m u n i st e n , die eine Uniform trugen, die der Stahlhelmuniform ähnlich war. Sie waren mit einer braunen Hose, Windjacke und einem schwarzweißroten Binder bekleidet. Insgesamt wurden bisher 33 Personen 4n das Polizeigefängnis eingeliefert, unter ihnen einer wegen Mordverdachts und neun wegen Landfriedensbruches.
Eine vorbereitete Aktion.
Breslau, I.Juni. (SH.) Bei dem Mord * an dem Stahlhelmmann Gustav Müller in der Nacht zum Sonntag handelt es sich nach den Feststellungen der Polizei um eine vorbereitete Akt ibn. In dem Hauptversammlungs- k)kal res Antifaschistischen Kampfbundes stand am Samstag der Stahlhelmtag zur Debatte. Der Stachlhebn sollte eine sog. Abreibung erhalten. Nach Mitterckckcht erhielt der Bund die Nachricht von dem Kommen einer etwa 120 Mann starken Stahlhelmgruppe. Die Mitglieder des Antifaschistischen Kampfbundes stürzten aus dem Lokal und fielen den Stahlhelmleuten in denNücken. Gleichzeitig wurden Schüsse abgefeuert. Als der Stahlhelmmann Müller stürzte, fielen mehrere - Kampfbundmitglieder über ihn her und mißhandelten ihn auf gröbste Weise.' Darauf flohen sie und entkamen im Dunkeln. Als sich
Der Stahlhelm-Aufmarsch in Breslau
wieder mit vorbildlicher Treue zu unserer Idee persönliche Opfer und Entbehrungen auf euch genommen, um für die Kraft und das Recht des Stahl- Helms zu zeugen. Ihr steht hier im Zentrum eines schwer umkämpften Grenzlandes.
wir fordern an dieser Stelle, daß kein Mittel der Innen- und Außenpolitik unbenutzt bleibt, das geeignet ist, der bedrängten Ostmark wirksame Hilfe und Kräftigung zu bringen. Unser Kampf um Preußen, den wir mit dem Volksbegehren begonnen haben uyd den wir mit dem Volksentscheid durchführen werden, ist eine wirksamere Osthilfe als all die Pflästerchen, mit denen man bisher die Nöte der Ostmark zu verkleistern versucht hat.
Aus alter Welt.
Piccard und Kipfer in Augsburg.
Au gsb urg, 31.Mai. (WTB.) Prof. Piccard und Dr. Kipfer trafen heute um 19.40Uhr im Kraftwagen aus Dbergurgl hier ein. Trotz des strömenden Regens hatten sich in den Zufahrtsstraßen und vor dem Hotel Tausende von Menschen angesammelt, die in begeisterte Hochrufe ausbrachen. Als sich die Forscher am Balkonfenster des Hotels zeigten, gab die Menge erneut ihrer Freude Aus-- druck. Im Vestibül des Hotels „Bayerischer Hof" begrüßte Oberbürgermeister Dr. Bohl die beiden Höhenforscher herzlich.
Dem Sonderberichterstatter der „Neuen Augsburger Zeitung" antwortete Piccard auf die Frage, ob er noch einen Flug in die Stra- t o s p h ä r e unternehmen wolle, mit einem bestimmten Nein. Er habe Frau und mehrere Kinder: er habe jetzt erkannt, daß der Flug doch weit gefährlicher gewesen sei, als er angenommen hatte. Piccard äußerte die Ansicht, daß der Luft- verkehr in der Stratosphäre sehr vorteilhaft sein werde, daß er aber mit den heutigen Mitteln sich nicht über einer Höhe von 16 Kilometer hinaus bewegen könne.
Do X auf den Kap verdischen Inseln gelandet.
Praia, 30. Mai. Das Flugboot Do X ist um 15.25 Uhr hier gelandet.
Oie Wetterlage.
Skagerrak-Gedenkfeier.
Breslau, 31. Mai. Als zweite große Der- anftaltung des 12. Reichsfron tsvlöatentages des Stahlhelm fand am Samstag im Breslauer Stadion unter starker Beteiligung der Bevölkerung die Stahlhelm-Skagerrak-Feier statt. Etwa 50 000 Personen hatten in dem weiten Rund des Stadions Platz genommen. Dabei hielt der zweite Dundesführer
Oberstleutnant a. O. Oüsterberg.
eine Ansprache, in der er u. a. sagte:
Am Vorabend der 15. Wiederkehr des Siegestages der deutschen Flotte vor dem Skagerrak gedenken wir in Ehrfurcht der Gefallenen. Cs ist ein Gebot geschichtlicher Wahrheit, in diesem Zusammenhang des in Verbannung lebenden deutschen Kaisers ehrend zu gedenken, der sich den Ausbau der deutschen Flotte als Lebensaufgabe gestellt hatte. In der entscheidungsvoll- sten Stunde versagten sich Teile der Flotte dem Datevlande. Keine irdische Strafe kann dieses ungeheure Verbrechen sühnen. Unsere Flotte ging kampflos vn britische Hände über. Ihre freiwillige Versenkung hat diesen Schandfleck getilgt. Heute streiten wir für eine Verstärkung der deutschen Land- und Luftstreitkräfte, aber auch der deutschen Flotte. Der Stahlhelm tritt für die Wiedergewinnung der deutschen Wehrhoheit ein.
wenn ein Staat den moralischen Anspruch hat, von Sicherheit zu reden, so ist es Deutschland. Den vertraglichen Bindungen zum Trotz haben die angeblichen Siegerstaaten nicht ab-, sondern ausgerüstet.
Im Westen ist ein Viertel unseres Vaterlandes noch heute unter einer Bewachung durch fremde Mächte. Im Osten lauern die Polen auf die Möglichkeit, weitere deutsche Gebiete an sich zu reißen. Die Verstärkung der deutschen Wehrmacht gibt uns Schutz der uns gebliebenen Grenzen, vermindert die Arbeitslosigkeit, führt Industrie und Landwirtschaft zu fruchtbringenden Aufträgen, zur Wiederbelebung sterbender deutscher Städte durch Garnisonen und fördert schließlich die Volksgesundheit und Volkserziehung. Allen Völkern der Welt wird das Selbstbestlmmungsrecht zugebilligt, nur dem deutschen nicht. Deutschland und Oesterreich werden als Nationen zweiter Klasse behandelt.
Niemals hat die Dell eine so verlogene Siegerdiplomatie wie heute im Zeichen des Völkerbundes gesehen.
Aber wir kennen auch die Schwächen unserer Be- drücker. Heute kämpft England selbst um seine Zukunft. Die Vorherrschaft Frankreichs ist zu Ende, wenn Afrika zu erwachen beginnt. Die dreieinhalb Millionen Sudetendeutschen in der T s ch e- choslowakei bleiben trotz aller Unterdrückung ihrem Deutschtum treu. Die Polen sollten aus ihrer Geschichte erkennen, daß sowohl der russische Riese, als auch Deutschland zum Erstarken kommen. Der polnische Staat ist kein Nationalstaat. Deutschlands Stunde wird kommen, wenn wir zu Deutsch- land zurückfinden und ihm treu bleiben. Nur aus dem innersten Deutschtum heraus hat sich allen Unterdrückten zum Trotz der Kern einer neuen deutschen Nation gebildet.
Deutscher Nationalismus will nur gleichberechtigtes Deutschtum unter den Völkern.
Der im Stahlhelm herrschende Geist ist der Geist des deutschen Zukunftsstaates. Kampf ist die Losung unserer Zeit, bis der nationale G e - danke die Vorherrschaft auf allen Gebieten unteres Volks- und Staatslebens zurückgewonnen hat, bis Deutschland wieder frei i st.
Appel! der 140 000 Stahlhelmer
Am Sonntagnachmittag fand auf der Brückenau der Appell des 12. Reichsfrontsoldatentages statt, zu dem etwa 140000 Stahlhelmer aufmarschiert waren. Nachdem die Kapelle den Choral „Wir treten zum Beten" gespielt hatte, ergriff Divisionspfarrer a. D. Dr. Hoinka das Wort zu einer Ansprache, die besonders dem Gedächtnis der Gefallenen gewidmet war. Nach dem Lied „Großer Gott, wir loben dich" hielt Superintendent N o t h eine Rede, die gleichfalls dem Gedenken an die Gefallenen galt. Unter den Klängen „Ich hatt' einen Kameraden" verharrte die Menge sodann einige Minuten in Schweigen, woraus der
erste Bundesführer Seldie
das Wort zu einer Rede ergriff. In dieser heißt es u. a.: Mit gleicher Zahl und Geschlossenheit wie vor acht Monaten in Koblenz seid ihr heute in der Hauptstadt des bedrohten schlesischen Landes auf- marschiert. Trotz aller wirtschaftlichen Nöte habt ihr
Unser Kampf ist ein guter Kampf. Er gilt der Freiheit und der Ehre und dem Wohlergehen unseres deutschen Vaterlandes. Wir werden nie die Grenzziehung von Versailles anerkennen. Wir haben nie verkannt: das deutsche Recht, die deutsche Notwendigkeit, das deutsche Ziel!
Nach dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes erfolgte die Weihe von 25 neuen Fahnen durch den
zweite Bundesführer Oüsterberg
In feiner Weiherede erklärte der Redner, daß der Stahlhelm, sein Freiheitsziel vor Augen, unabhängig und unbeirrt seinen ihm vom Schicksal vorgeschriebenen Weg gehe. Seit 12 Jahren bemühe sich der Stahlhelm, den Geist der Frontsoldaten in seinen Reihen lebendig zu erhalten und auf die Äugend zu übertragen. Die Flagge unserer stolzen und siegreichen Kriegsschiffe habe der Stahlhelm wieder zu Ehren gebracht. Der Redner schloß seine Ansprache mit dem Wunsch, daß diese neuen Fahnen allen denen voranwehen müßten, die
stets bereit seien, mit her; und Hand sich für das Vaterland einzusehen.
Düsterberg übergab sodann die geweihten Fahnen den schlesischen Stahlhelmgruppen mit dem Weihespruch: Vorwärts für Ehr und Wehr.
Nach der Fahnenweihe schritten die Bundesführer die Front der aufmarschierten Stahlhelmzüge ab, worauf bann der Vorbeimarsch der 140 000 Stahlhelmer erfolgte.
Treugelöbnis an Hindenburg.
Breslau, 31. Mai. (TH.) Die BundeSfüh- rer des Stahlhelm haben anläßlich des 12. Reichs-Frontsoldatentages in Breslau folgendes Telegramm an das Ehrenmitglied des Stahlhelms. den GeneralfeldmarschaU von Hindenburg, gerichtet:
„Die zum 12. Reichs-Frontsoldatentag in Breslau versammelten Frontsoldaten übersenden ihrem hochverehrten Ehrenmitglied, Generalfeldmarschall und Reichspräsident von Hindenburg in Treue die ausrichttgsten Grüße aus der Ostmark."
Generalfeldmarschall von Hindenburg dankte mit folgendem Antworttelegramm: „Herzlichen Dank für freundliches Meingedenken und allen Frontsoldaten meine kameradschaftlichen Grüße."
Sperre des Rundfunks für den Stahlhelm.
Breslau, 30. Mai. (CNB. Gig. Meldung.) Der vorgesehene H ö r b e r i ch t der Schlesischen Funk- stunde über den Stahlhelmtag, der bereits in bas Programm ber Funkstunbe ausgenommen worben war unb auf bie übrigen beutschen Senber übertragen werben sollte, ist auf Weisung ber Berliner Zentralstelle nicht genehmigt worben.
Ueberfälle durch Kommunisten
Breslau, 31. Mai. (TU.) In ber Nacht zum Sonntag wurden im Anschluß an die Skagerrakfeier des Stahlhelms an zahlreichen Stellen ber Stabt kleinere Stahlhelmgruppen unb einzelne Stahlhelmer sowie anbere Personen von Kommuni st en überfallen. Bei einem Ueberfall auf eine Gruppe von Stahlhelmleuten in ber Mehlgasse würbe ber Stahlhelm- mann Gustav Müller aus Grünberg durch einen Bauch- unb Wirbelsäulenschuß löblich verletzt. Bisher finb, wie ber Polizeibericht melbet, sechs Personen, bie sich an bem Ueberfall beteiligt haben unb von benen nach ben bisherigen Festste!- lungen einige ber KPD. angeboren, f e ft g e n o m • men. Der Regierungspräsident hat auf bie Ergreifung ber Täter eine Belohnung in Höhe von 1000 Mark ausgesetzt. In zahlreichen anberen Fällen würben Stahlhelmfahrzeuge mit Steinwürfen überschüttet. Oft würben auch bie Polizisten beschimpft. Sie würben überall mit einem Steinhagel empfangen, mit Blumen
O wolkenlos O neuer. <> han> DedeckL 9 wolkig. • bedeckt. • Regee,
* Sehnet cGrauoelrt ■ Nebel K<iewitter.(g)Windstille-O-' 5«hf «eichte- o$i massige» sodsoowest q stürmische» «ordWesK öle Piene fliegen mit dem Winde. Pie 00 den Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mit gleichet» tu» Mecresniveau umgerechneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Die Rinne tiefen Druckes, bie sich gestern quer über Deutschlanb erstreckte, unb beren Störungs- gelylbe unbeständiges Wetter teilweise mit starkem Regen brachten, Hat sich mehr nörblich verlagert. Wir liegen nunmehr in bem Bereich ber Sübseite, so baß bei meist westlichen Winben unter bauernber Zufuhr ozeanischer Luftmassen ber Witterungscharak- ter vorerst wechselhaft bleibt, Dabei treten oorüber- gehenbe Reaenschauer auf, bie teilweise geroitter» Hafter Art finb. Da ber Luftbruck jeboch bauernd änfteiat, ist für später mit einer Wetterberuhigung zu rechnen.
Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkiges Wetter mit Aufheiterung, mäßig warm, vereinzelte Regenschauer, teils gewitterhafter Art.
Lufttemperaturen am 31. Mai: mittags 19,6 Grad Celsius, abends 15,2 Grad; am 1. Juni: morgens 14,8 Grad. Maximum 20,6 Grab, Minimum 12,6 Grad.
der mißhandelte Stahlhelmer aufzurichten versuchte, gab einer von den Geflüchteten aus dem Hinterhalt weitere Schüsse auf Müller ab. Auf der Suche nach dem Täter wurde der erwerbslose Landwirt F. aus Breslau festgenommen. Der Verhaftete hatte eine Pistole , gleichen Kalibers bei sich wie die, aus der die . verhängnisvollen Schüsse abgegeben worben t waren. F. gibt auch zu, Schüsse abgefeuert zu i haben. In der Angelegenheit sind bisher neun Festnahmen erfolgt. Fast alle Verhafteten sind Mitglieder des Kampfbundes, einer der Kommunistischen Partei nahestehenden Organisation.
sau
151
ydlStW
Jan rtoyj
Toi
ö
M2 pari
25
NordoyaE// _.7»'
<1, 16-
Oslo
‘rankt.
2E1
do<
Wien I 22$ _
vyr »im Klägern
■mont Genf v QAft
rshavn "2—ZTZZ-
rV» O DerllnV
ZZ2K Bären
~X*-CTfuhä Ui-----M
Hills de
fließ W 3*2 Sie L ^cht die X« Ä fiJj eben IW
»5 formier e ® -chrank H gMtun' U* iinbe, die M Die ©eit fiel oor schreck. nNidjerwe' bie man »u verbraucht-
Frei von den Freibad wie bie Ze, bis zum a[l' verschaffen den wenigste in dem Sinn zeichnet ha
Frei van man mußun (5 wäre, wei gast abwers möchte wie ' dir einem u dar wenig i Sa find ab wir uns ft Derbahrthei anderer Ri besser ging mancher Ei Menschheit (id) auf bie nunfi burfy wen bet, um Balten. Ab jnt denkt, i eigenen Stal
Nachdem .Das Schick schluß gebt: tigen Ausgi Derössentlicl uns in feine unb feine § sichen Jahre und Feriens neue Roman
und führt ! in das $a: an den blai baradiesische durde und Ziel so mant 3n diesem und beliebte zu den Diel und gesühli Men uni haben.
Kate Lin einen in 6 palen Gesel ’n überaus Schicksale i] strömten He »ensgeschicht« ichtvermütiae M - Sn liebten Julie ™ Freuden vo dürfen “’m ftunmunc mmen und j ^mmerlettür
X q q p e °°ld°rheima r Hchtspielf Garnison „ Aug r> Ü L^ieb. tni^lPiel l'A-, Das iß, Abe - ur S3 hauptda, 'Mieterin ö5,M(unt r>sK «Ä k,'0en 2fn-
K- M"de zu Rittner L
Sinien j.ni) c fiiiein pi®omn k J^igen My


