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Der Werdegang der Physiologie in Gießen
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Berlin
Sranffurt a. M.
börse >Ur* bdrfe
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A.E.G.
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Norddeutscher Lloyd .........
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und DiSconto, Gesellschaft................
Dresdner Bank Retchsbank ................
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Anregung erlauben, die Deutsche Physiologisch« Gesellschaft möge mit dem Verein, der sich jetzt Deutscher Naturkundeverein nennt, in nähere Verbindung treten und bei dem entsprechenden Reichsministerium die Beteiligung der Physiologen an der Ausbildung der Lehrer der 2Hit-
lelschulen in Physiologie anregen, dann wird die Physiologie noch mehr volksverbunden sein als sie es jetzt ist, und die Physiologen erhallen vielleicht zukünftig eine Einladung zu einer Olympiade, stellt doch diese geradezu ein großzügiges physiologisches Experiment dar.
Deutsche Linoleum Orenstetn & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade....................
Accumulatoren-Jabrik .
Tonst.Gummi..............
Srttzner..................-
Malnkrastwerke Höchst a.M.» Süddeutscher Zuck«......
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 1 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y,% Doung-Anleihe von 1930 .. 1 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii
Auslos.-Rechten ............
<y2% Deutsche Relchspostschatzan Weisungen von 1934, I
*y2% ehem. 8% Hessischer Bolls- staat 1929 trückzahlb. 102%) ...
4'/»% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold N. 12....
6%% ehem. 4K% Heis. Landes Hypothekenbank DarmstadtLigu.
<y.% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.b Oberhessen Provinz-Anleihe mb
Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4%% ehemL% Franks. Hyp.-Dan!
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1985 5y,% ehem. 4«/2% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
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4yt% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4y,% ehem. 7% Pr. Landespsand briesanst., Gold Komm. £61.20
Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38
4% Oesterreichische Goldrente...
4,20% Oesterreichische Eilberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
ßen noch heute viele Geschichten. . I
Don weiteren Dozenten wirkten zu Eckards Zei- । ten am Anatomisch-physiologischen Institut u. a. der 1 Anatom H. Weicker, später in Halle, der Gy- i näkologe Kehrer, später in Heidelberg, und der ' Anatom B. Henneberg, einer der späteren Inhaber des Lehrstuhls.
Weitere Nachfolger Eckhards auf dem Lehrstuhl der Physiologie waren im Jahr 1905 O. Frank, 1908 S. Garten, 1916 W. Trendelenburg, 1917 K. Bürter. Als weitere Dozenten wirkten während dieser Zeit am Institut I. Seemann, W Sülze und R. Fe ul gen.
Immer dringender machte sich das Bedürfnis geltend, der physioloaischen Chemie an einer Universität, die diese Wissenschaft geradezu geboren hatte, eine selbständige Wirkungsstätte zu verschaffen und weiterhin das nicht mehr ausreichende alte physiologische Institut in der Senckenbergstraße durch ein neues zu ersetzen. Im Jahre 1922 konnte ich endlich den Neubau erreichen, dessen Fertigstellung bei den ungünstigen Zeitverhältnissen aber erst 1927 erfolgte.
Schon 1925 wurde im alten Institut eine besondere Abteilung für Physiologische Chemie eingerichtet und zum Abteilungsvorsteher R. Reuigen, der sich hier im Jahre 1919 habilitert hatte, ernannt. Die Stelle wurde im Jahr 1923 in eine planmäßige außerordentliche Professur umgewandelt und Feulgen im Jahr 1927 zum persönlichen Ordl- narius befördert. Im Jahr 1931 wurde die Abteilung zu einem selbständigen physiologisch-chemischen Institut erhoben und Feulgen zum Direktor bestellt. Als Dozent wirkte an diesem Institut seit 1932 M. Behrens.
Die Schilderung des Werdegangs der Physiologie in Gießen wäre aber unvollständig, wenn nicht der regen Beziehungen gedacht würde, die zur De- terinär-medizinischen Fakultät bestehen; diese B^ie- hungen haben sich für die Erweiterung des Gesichtskreises des Physiologen und für vergleichende Untersuchungen als besonders fruchtbar erwiesen. Der Unterricht in Physiologie wurde früher von den Mitgliedern dieser Fakultät selbst, oder von Mitgliedern der Medizinischen Fakultät erteilt, neuerdings hören die Studierenden der Veterinärmedizin die gleichen Vorlesungen und besuchen die gleichen Hebungen wie die Humanmediziner. Der Physiologe der Medizinischen Fakultät ist auch Mitglied der , Veterinär-medizinischen Promotionsfakultät. In großzügiger Weise wird hier in der tierärztlichen : Prüfung „Angewandte Physiologie" vom Physio-
Schulthei» Patzenhoser Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg .... Dessauer Gas .............
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Auf die Zeit der Naturphilosophie folgte bte Zelt der exakten N a t u r w i s s e n s ch a f t e n , als deren Vertreter Justus Liebig in Gießen austrttt, ein Hessenkind aus Darmstadt. Er hatte gerade das 21. Lebensjahr vollendet, als er hier im Jahre 1824 die außerordentliche Professur für Chemie übernahm; nach anderthalb Jahren war er Ordinarius, tm Sinne Ostwalds ein Romantiker. Hier hat er das erste Unterrichtslaboratorium der Chemie in Deutschland gegründet und, wie Ostwald sich ausdrückt, die ganze Kulturwelt mit Professoren der Chemie versorgt. 28 Jahre hat er in Gießen gewirkt und ferne größten wissenschaftlichen Taten hier vollbracht.
In Gießen standen sich in W i l b r a n d und Sie« b i g zwei Welten gegenüber, die des Naturphilosophen und des Experimentalchemikers; als Mitglieder der gleichen Universität wirkten sie wohl nebeneinander, aber nicht miteinander.
Von weiteren Dozenten am Anatomisch-Physiologischen Institut seien noch K. H, K. H o f f m a n n, der später Botaniker wird, und HA. B a r d e lebe n , der bekannte Chirurg, genannt.
Nachfolger Milbrands wurde auf Vorschlag Liebigs Th. L. W. Bischoff aus Hannover, der sich durch seine entwicklungsgeschichtlichen Arbeiten lehr bekannt gemacht hatte. Hier in Gießen baute Bischoff ein großzügiges, zum Teil schon von Milbrand geplantes Anatomisch - physiologisches Institut, das seinesgleichen in Deutschland nicht hatte und das heute noch als Anatomisches und Zoologisches Institut dient, in einer besonderen Schrift, die ich ihnen hier vorlege, hat er es genauer beschrieben. Eine der reichsten Sammlungen über Entwicklungsgeschichte wurde in dem Institut aufgebaut. Besonders bekannt geworden ist seine hier durchgeführte Bestimmung der Gesamtblutmenge des Menschen.
Als Liebig 1852 dem Ruf nach München folgte, zog er Bischoff im Jahre 1855 nach, der dort zusammen mit Carl Voit als seinem Assistenten arbeitete, an den er später die Physiologie abtrat, während er selbst sich mit Anthropologie. Darwinscher Abstammunaslehre, Anatomie und Anthropoiden und Großhirnstudien befaßte. Im Jahre 1878 trat er vom Amt zurück.
Bischoff, der durch Liebig so gefördert , wurde und 30 Jahre lang in persönlichem Ver- . kehr mit ihm stand, hat diesem großen Mann ein bedeutsames Denkmal in einer Schrift „lieber den Einfluß des Freiherrn Justus von Liebig auf die Entwicklung der Physiologie" errichtet, die ich hier vorweise, in der er Mißverständnisse, die Liebigs Schriften hervorgerufen haben, zu beseitigen sucht. Eigentümlich sei es auch gewesen, daß keiner der
schaftlich gehaltvolle sein, wobei auf kurze Vorträge, aber ausgiebige Vorweisungen besonderer Wert gelegt wird. Bei den 82 Vorträgen und Vorweisungen, die die Tagesordnung vorsieht, und nur 3 Tagen, die uns zur Verfügung stehen, bitte ich namens des Vorstandes unsere verehrten Gaste, es uns nicht zu verdenken, wenn wir von besonderen Begrüßungsansprachen absehen; wir danken aber Regierung, Universität, Fakultät und Stadt herzlichst für die Gastfreundschaft, die sie den Mitgliedern und Gästen der Deutschen Physioloaischen Gesellschaft gewährt hat und freuen uns, auch Kollegen aus dem Ausland begrüßen zu können.
Bei unserer letzten Tagung in Göttingen hat unter erster Vorsitzender Herr Rein in kaum zu übertreffender Weise dargelegt, was unsere Physiologie in heutiger Zeit sein will, wie sie, weit entfernt von Scholastik und Stubengelehrsamkeit, ihr Heil nur sieht in der klaren Fragestellung und der sauberen Durchführung des Versuchs auf ^xakt naturwissenschaftlicher Grundlage, wie ihr Wirkungsraum nicht das enge Laboratorium, sondern die weite Welt ist. Auch sei es bei der Vielseitigkeit der Physiologie nur Gemeinschaftsarbeit, die zu einem großen Ziel führen könne, wobei er besonders an die Männer der Klinik, an die Aerzte, die biologische Medizin treiben, an die Vertreter der exakten Naturwissenschaften und an Die Techniker denkt, die die Umweltkräfte so wunderbar gebändigt und der Menschheit nutzbar gemacht haben, die aber auch ihrerseits die Eleganz bewundern können, mit der die Natur im Lebensgeschehen technische Probleme löst. Er meinte ferner, daß Die Wissenschaft Physiologie sich nicht auf das eigene Volk beschränken dürfe, sondern bei Wahrung aller Eigenart Die physiologischen Probleme anzusassen, doch die Beziehungen zu möglichst verschiedenen anderen Nationen pflegen und von ihnen lernen müsse. Aus Den so gewonnenen physiologischen Erkenntnissen entsprieße aber nicht eine mechanistische unD nur anthropomorphe Weltanschauung, Dem wiDerspreche Die UnergrünDlickkeit und ungeheure Vielseitigkeit des Lebens. Und wie nur Da, wo Kräftegefälle, wo Verschiedenheiten und Spannungen herrschen, das Leben möglich sei, so müsse das Anstreben non Gleichheit n-rderbl.ch wirken In- nerste Berufung sei es endlich, Die uns m Forschung und Lehre zu unserer Arbeit treibe, und ferner unser Gewissen, das uns Dabei leite. Vor Der C habenheit Des Lebensgeschehens vergehe dem Forscher und Lehrer Der Physiologie jegliche Selbstherrlichkeit.
Wie sehr diese damals in Göttingen gesprochenen Worte v»n Herzen tarnen und zu Herzen gingen unD mit Den GeDanken übereinstimmten, Die ich mir selbst in Dieser Beziehung gemacht hatte, ging aus der sympathischen Reaktion hervor, Die ich beim Zuhörern aus meinem Herzen als positiv motrope unD posiUv chronotrope Wirkung verspürte.
logen geprüft wahrend in der ärztlichen Prüfung der Wechselbalg „pathologische Physiologie" eine unerfreuliche Rolle spielt.
Dann gab Der ReDner seinen Hörern m großen Züaen eine Beschreibung von Den Einrichtungen des Gießener Physiologischen Instituts er knüpfte Daran den Wunsch, daß Die Tagungsteilnehmer ihre Erwartungen voll erfüllt sehen möchten unD dankte chließlich Den Optischen Werken von E. Lei tz in Wetzlar für Die Bereitstellung eines besonDers leistungsfähigen Projektionsapparats für diese Tagung, sowie allen seinen Helfern bei Deren Vorbereitung. M .. „ ,
Am Schlüsse seiner mit starkem Beifall auf genommene Ansprache sagte er: Nietzsche hat einmal Das Wort ausgesprochen: „Ein Deutscher ist 3U großen Dingen fähig, aber es ist unwahrscheinlich, datz er sie ausführt". Dieses Wort hat unser Reichskanzler Adolf Hitler widerlegt, indem er aller Welt zeigte, wie auch das schier Unmögliche möglich gemacht werden kann. Möge das uns em Leitstern fein für unsere Forschungen zur Aufklärung der Rätsel der so wunderbaren lebenden Substanz. Uns aber möge hier bei Den jetzt beginnenden wissen- 0 schaftlichen VerhcmDlungen Der olympische , beseelen, Der in Berlin so große und schone,, Triumphe gefeiert hat.
Pünktlich zur | Hnioerjität5ipor mina, zu her ne । Wehrmacht unt I e'maelo । 8 So bot \\fy \wc - Aus ben Xeno -Teil sehr span uum das grol Äugend lager Kämpfen ftar War etwas t machdeni sich Kraft der So, ■ Das Progr *var sehr abwi p der Hitler-? Ifiung der Zug -ordentlich ang^ 5!e Wettkämpsi Helligkeit al Kauer immer 8°K gab. Dü Zuschauer wurd Mn Verlauf d
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damals lebenden Physiologen, auch Ludwig und Eckhard in dem nahen Marburg nicht, unmittelbare Schüler von Liebig gewesen seien, alle Physiologen hätten sich Der Physik oder Dem neu- aufgezogenen Gestirn, Der Mikroskopie, zugewanot. Bischoffs Schrift schließt in bezug auf Liebig mit Den Morten: „Die Menschheit unD Die Wissenschaft merDen nie Dankbar genug für Das Geschenk eines olchen Geistes sein können." .
Nachfolger Bischoffs auf dem Lehrstuhl Der Anatomie wurde K. W. L. Bru ch aus Mainz, Der aus Basel hierher berufen, aber geisteskrank rourDe.
Auf ihn folgte Bischoffs Prosettor EckharD. Er wurde 1882 in Homberg an Der Efze, im ehemaligen Kurfürstentum Hessen, geboren. In Marburg trieb er Gymnasialstudien und erwarb sich Dort auch Die nötigen Mittel zum Lebensunterhalt Durch Privatunterricht. Von 1845 bis 1849 studierte er zuerst in Marburg, Dann in Berlin. Nach Marburg zurückgekehrt, würbe er provisorischer Pro- fetter am Anatomischen Institut. Im Jahre 1849 iedelte er nach Gießen zu Bischoff über wo er Nachfolger Bardelebens wurde unD sich habilitierte. 1855 wurde er außerordentlicher Professor und gleich Darauf, als Bischoff nach München ging, OrDinarius Der Physiologie. Nach Der Pensionierung Des schon genannten Anatomen Bruch wurden die Ordinariate Der Anatomie und Physiologie unter Eckhard wieder vereinigt. Von 1855 bis 1891 vertrat EckharD beide Fächer, von Da an Physiologie allein, Die eine besonDere Anstalt in Der Senckenbergstraße erhielt. Den anatomischen Lehrstuhl übernahm R. K. E. Bonnet aus Augsburg, später in Bonn a. Rh. Bis zu seinem 84. Lebensjahr harrte Eckhard in seinem Amt aus, 1905 starb er und ist auf Dem Neuen Friedhof begraben. EckharD hat in Gießen eine sehr erfolgreiche Tätigkeit als Forscher unD Lehrer ausgeübt, auf Die ich in Diesem Kreise nicht näher einzugehen brauche, lieber Den alten Geheimrat Eckhard, der seines einfachen, leutseligen Wesens und Derben Witzes wegen bei jung und alt sehr beliebt war, erzählt man sich in Gie-
PhUipp Hol»mann 4
ßemeniroen Heidelberg 7
ttementroerf Karlstadt.........6|
Der Redner gab hierauf seinen Zuhörern in großen Umrissen ein Bild von der ^uDschaftlichen Umgebung unserer Stadt und verwies hinsichtlich der Stadt Gießen auf das Führerheft des Verkehrs- Vereins. Er erinnerte Dann kurz an Die ®runDung Der Universität Gießen im Jahre 1607 und schilderte anschließend den Werdegang d e r P h Y - siologie auf der Universität Gieße n. In diesem Zusammenhang feiner Ansprache sagte %Un dem Jahrhundert Der GrünDung der Uni- versität und ihrer Facultas medica gab es eine Physiologie als selbständiges Fach noch nicht. In den Vorlesungsverzeichnissen fand ich das Wort Physiologie zuerst in einer Ankündigung Des Pro- fessors Hleronimus R ö t e l aus Dem Wintersemester 1664/65. — Die Physiologie wurDe Damals unD biß zum EnDe Des 18. JahrhunDerts in Der fcho- lastischen Weise betrieben. .
Auch zu Beginn Des 19. Jahrhunderts ist em be- sonderer Vertreter Der Physiologie in Der MeDizi- Nischen Fakultät noch nicht oorhanDen, es tritt aber Physiologie als befonDeres Fach Doch stärker hervor, nur steht sie unter Dem Einfluß Der Natur- Philosophie unD wird meist vom Anatomen gelehrt. Das war auch der Fall bei Dem damaligen Anatomen I. B. W i l D b r a n D , einem Westfalen, Der ein sehr vielseitiger unD weitbekannter Gelehrter war. Er war ein FreunD Goethes und Anhänger seiner Farbenlehre. Von Der Chemie nahm er an, Daß sie Der Physiologie nur Täuschungen bereiten würde, und warnte vor einer chemischen Analyse Der Körperflüssigkeiten, weil diese dadurch ja zerstört, getötet würden. Auffallend war geradezu seine Sucht, in allen Naturvorgänaen Polarität zu sehen. Er hat viele Bücher geschrieben und mit A. Rit- q e n ein „Gemälde der organischen Natur in ihrer Verbreitung auf der Erde" herausgegeben. Das Goethe A. v. Humboldt und Blumenbach gewid-
Hhein-Mainische Börse.
Aktien schwach.
Frankfurt a.M., 29.Aug. Den vorbörslichen Erwartungen entsprechend lag Die Wochenschluh- borse am Aktienmarkt schwächer. Es lag einiges Angebot Der Kundschaft und Der Kulisse vor, Das zwar keinen allzu großen Umfang hatte, bei Der herrschenDen Zurückhaltung aber nur schwer Aufnahme fanD. Die Erhöhung Der Körperschafts- teuer blieb auf Die Kursgestaltung nicht ohne Em- luß. Die ersten Notierungen setzten Durchschnsttlich 2 v.H. unter gestern abend ein. Am Montanmartt gingen Mannesmann auf 103,50 (106,50), Verein. Stahlwerke auf 103,75 (106,50), Rheinstahl auf 132,75 (135,50) unD Hoesch auf 104,90 (107) zu- rück; Harpener blieben zu 128 behauptet. Am Chemiemarkt ermäßigten sich JG.-Farben auf 158,50 (160,75), ScheiDeanftalt auf 271,50 (273) und Deutsche ErDol auf 122 (124,50). Von Elektro- aftien verloren Elektr. Lieferungen 2,25 v. H., Schuckert 2,50 v. H. unD Siemens 3,50 v. H. Stärker geDrückt waren ferner Daimler Motoren mit 118,50 (122,50), Zellstoff Aschaffenburg mit 115,65 (118,50) unD Muag mit 116 (118,50). Reichsbank ließen 1,50 v. H. auf 182,50 und Rheinmetall 1 o. H. auf 141 nach. Schiffahrtsaktien bröckelten 0,25 v. H. ab. Nach den ersten Notierungen bröckelten Die Kurse zumeist weiter etwas ab, später zeigte sich etwas WiDerstanDskraft.
Der R e n t e n m a r 11 lag fester, hatte aber nur kleines Geschäft. Altbesitzanleihe gewannen 0,50 v. H. auf 113,50, Kommunal-UmscbulDung 0,13 v. H. auf etwa 88,13, Zinsvergütungsscheine 93,15 und Städte-Altbesitz 113,75.
Im Verlaufe bröckelten Die Aktienkurse bei kleinem Geschäft wieDer etwas ab. Mannesmann 103 nach 103,50, Verein. Stahl 103 nach 103,75, JG.-Farben 158 nach 158,50, Rheinmetall 140,75 nach 141, Deutscher Eisenhandel 130 nach 130,25. Die erst später notierten Papiere lagen durchschnittlich 2 bis 3 v. H. niedriger, so Gesfürel, Licht und Kraft, Buderus, Klöckner, Mansfelder und Westdeutsche Kaufhof.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 31. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 266 Rinder (31 Ochsen, 55 Bullen, 144 Kühe, 36 Färsen), 419 Kälber, 66 Schafe, 1068 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, ; Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, • Kälber 60 bis 92, Härnrnel 50 bis 56, Schafe 48 i bis 52, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: i Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber leb- - haft, Härnrnel und Schafe flott.
Hamburg-Amerika-Pakei .....O
Hamdurg-Südam. Dampfschiss. O
Buderus -
Deutsche Erdöl *
Harpener................. 2yz
Hoelck Eisen—Köln-Neuessen .. 8
Ilse Bergbau ...............«
yl|e Bergbau Genüsse 6
Klöcknerwrrle ...............8
Mannes mann-Röhreu 8
Wirtschaft.
Papierfabrik Oberschmitten, W.Lk Z.Moufang AG.
Steigerung des Auslandsabsatzes.
Fwd. Die Gesellschaft (Aktienkapital 900 000 RM.) konnte im Geschäftsjahr 1935 eine lebhafte Nach- frage verzeichnen. Der Auslandsabsatz erfuhr eine weitere Echöhung. Der Bruttoertrag stieg auf 1,01 (0,7) Mill. RM. Nach Abschreibungen von 0,11 (0,1) Mill. RM. wird ein kleiner Gewinn von rund 1000 RM. (im Vorjahr 6830 RM. Verlust) ausgewiesen, um Den sich Der bestehenDe Derlustvor- trag auf 15 486 RM. verringert. Dieser wirD aus Den sonstigen Reserven geDeckt, Die ^ann 426 880 Reichsmark betragen. Im laufenDen Geschäftsjahre ei Die Beschäftigung bis jetzt gut.
Datum
ManSseiver Bergbau....... 6%
Kokswcrke .................. 6
Rheinische Braunkohlen 12
Rheinstahi.................. 4
Bereinigte Stahlwerke 8 V»
Otavi Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben k>
Kaliwerke Westeregeln 5
Kaliwerke Salzdetfurth ?y,
I. O. Farben-Jndustrie 7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt 6
Rütgerswerke 6
Metallgesellschaft 5
Stilen & Guilleaume 4
esellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität 6
Rhein. Wests. Elektr. 6
Schuckert L Co............... 6
Siemens L Halske 8
Lahmeyer L Eo 7
Den Darlegungen von Herrn Re l n rnocht ich nur noch weniges hinzufügen. Die Physiologie hat allen GrunD, sich mit Den Ergebnissen Der neuen Physik auseinanderzusetzen, geraten Doch Die Physiker bei ihren Verlegungen immer mehr auf das Gebiet Der Physiologie. Wenn Herr H eisen- berg sagt: „Die moderne Atomphysik handelt nicht vom Wesen und Bau Der Atome, sondern von Den Vorgängen, Die wir beim Beobachten Der Atome wahrnehmen", Herr Planck aber Dem gegenüber- stellt' Es gibt eine reale von uns unabhängige Außenwelt" und Herr Bohr hinzufügt: „Es ist fein optisches Instrument denkbar, das für feinen Zweck leistungsfähiger wäre als Das Auge Da ein Netzhautelement ja, wie Herr Trendelenburg Dargetan hat, gerade durch ein Quant erregt wird — so muß man Herrn 3or Dan •hedpt geben, Der es ausgesprochen hat: „Die Biologie wirD heute immer deutlicher zu einem zentralen Feld anderes Denkens." Wir können uns demnach nur besonders freuen, daß unsere vielseitige Physiologie auch in Dieser Beziehung noch allerlei zu sagen hat.
Bei Der großen Bedeutung, die so Der Biologie zugemessen wirD, müssen wir Physiologen es bedauern, Daß wir viel zu wenig dazu herangezogen werden, physiologische Kenntnisse weiteren Kreisen als nur Medizinern zu vermitteln. Ich denke dabei besonders an die Lehrer Der Mittelschulen, Die Physiologie Des Menschen vorzutragen haben, aber ihre Ausbildung meist nicht bei der zuständigen Stelle, dem Physiologen, erfahren. Noch vor dem Krieg ist Der Deutsche Lehrerverein für NaturkunDe, Der Damals fast 40 000 Mitglieder zählte, in Tübingen an mich herangetreten, er wollte für seine Mitglieder ein Werk „MenschenkunDe" verlegen, ich selbst sollte Die Physiologie übernehmen unD Die nötigen Mitarbeiter für Die anderen Fächer gewinnen. Das ist zum Teil geschehen, aber Der große Krieg machte sich störenD geltenD.
Ich möchte mir daher jetzt, da viele Dinge durch die politische Bewegung in Fluh geraten sind und physiologische Kenntnisse zum Verteil von Volk und Land gefordert werden, die
124,5 1 121 ,25 | 124,75 I
144 142,5 -
1561 156 1 -I
Berlin, 29-August
Amerllangche ‘Jtoien..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .....
Englische Noten
Französische Noten .........
Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten • •
Deutsch Lesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten .......
Schweizer Noten.............
Spanische Noten ..
Ungarische Noten ••••••••••••»•••
August
i Notierung Brief 0,700 42,11 0,148 3,053 56,00 46,90
12,545 5,531 16,42
169,27 16,61 0,734 5,666 63,02 49,05 11,39 64,65
81,26 30,93 10,28
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Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
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Datum
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4% vesgi. Serre h ............
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5% Numan, vereint). Rente v. 1903
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4y,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13
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Frankrurt a.M.
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Amtliche Geld
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Buenos tim
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Brüssel....
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Rio de Jan.
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Kopenhagen
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HelstngforS.
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Jugoslawien
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LSlo..... :
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Wien......
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Schweiz ...
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Banknoten
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l.
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Ule 5 s i’ jSWfc
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St


