Ausgabe 
31.12.1936
 
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Auswahlsendung

Schält man eine Auswahstendung auf vorherige Bestellung, so braucht man kein Stück davon abzunehmen, wenn man «ich nicht zur Abnahme verpflichtet hat, man muß aber die Sendung sorgfältig behandeln und au[ eigene Kosten wieder zurücksen­den. Die Stücke der Auswahlsen­dung kann man anprobieren, darf sie aber nicht länger benutzen, sie auch nicht imHause tragen, sonst muß man sie behalten und bezahlen.

Abliegen- Abhängen

ein Verfahren, das Fleisch mürber und schmackhafter macht Die Locke­rung des Fleisches wird durch eine Art MilchsSuregarung bewirkt. Rindfleisch muß 3-4 Tage abhängen, Kalbfleisch 2-3 Tage.Schweinefleifch I-2 Tage. Wild, das man dabei im Fell beläßt benötigt zum Mürbe­werden eine wesentlich längere Seit.

Abgeben

ein guter Brauch derKameradschaft- lichkeit, der heute schon bei den Pimpfen geübt wird. Wer zuviel hat oder ein Paket erhält, gibt dem anderen ab, d. h. er teilt mit ihnen. Klemen Kindern ist das Abgeben oft schwer beizubringen. Am besten hilft gütliches Zureden.

Erdbeeren

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im August mit Abstand von 30-40cm in nahrhaftem Boden anpflanzen Während der Blütezeit gründlich wässern. Früchte bei der Reife durch Unterlegen (Holzwolle) gegsnFäul- ms schützen. Ernte erfolgt nicht in Sonnenhitze Nach vier fahren An­lagen erneuern.

Brustfellentzündung

Erkrankung der den Drustraumund die Lungen umkleidenden Haut, be­ginnt meist schleichend, nur leiten mit Schüttelfrost und Fieber. Macht sich bemerkbar durch Stechen in der Brust, auch Seitenstechen, geringer Auswurf, Mattigkeit und wenig Appetit vielfach liegt auch Tuber­kulose oder Lungenentzündung vor Nur ärztliche Behandlung.

Das Reich der Frau ist das Heim. Hier schaltet und waltet sie nach eigenem Ermessen. Ihr ausgedehnter Wirkungskreis verlangt außerordentliche Kenntnisse in vielen Dingen. Aber im Haushalt, in Fragen der Ehe, in der Kindererziehung, in Miet« angelegenheiten, bei Krankheiten, in der Pflege des Gartens und des Haustieres gibt es soviel unbekannte Einzelheiten, daß auch die Hausfrau einmal einen Rat braucht. Auch die beste Hausfrau kann nicht alles wissen. Auf diesen Gebieten wollen wir allen unseren Hausfrauen und allen Mädchen, die doch auch einmal den Haushalt führen und Mutter werden wollen, helfen.

Damm einmal gui aufgepaßi!

Durch Fachleute ist ein neues großes Rachschlagebuch hergestellt worden, das auf 600 Seiten rund 5000 Fragen des täglichen Lebens behandelt.

Dieses interessante Buch kann jede Hausfrau vollständig kostenlos erwerben!

(erscheint unter dem Titel:

Täglich veröffentlichen wir aus diesem Nachschlagebuch eine Doppel-Seite im Anzeigenteil unserer Zeitung. Dieses Blatt ist mit einem Hefirand versehen, wie es aus nebenstehender Musierseite ersichtlich ist. Hausfrauen und Töchter schneiden täglich die Doppel-Seite sauber aus und heften sie in die beiliegende Hestmappe ein. Um das (Nutzesten zu erleichtern, beginnen wir mit der letzten Seite des Luches, so daß das täglich neu ausgeschnittene Blatt immer oben aufgelegt werden muß. Nach geraumer Zeit hat dann jede Sammlerin das Sud) der 5000 Fragen ,I.W.A.«3<6 weiß alles" vollständig kostenlos in Händen. Das Lochen der Seiten zum (Nutzesten in die Mappe geschieht am einfachsten, indem man mit einem spitzen Gegenstand die beiden schwarzen Punkte auf dem Hefirand vorsichtig durchsticht.

Oie Veröffentlichung der I.V/A.-Seiten beginnt in der Ausgabe des Gießener Anzeigers vom 2.Januar 4937 und wird täglich fortgesetzt.

Daß alle Hausfrauen und Töchter von dieser neuartigen Möglichkeit der kosten­losen Bereicherung ihres Wissens weitgehendsten Gebrauch machen möchten, ist unser Wunsch.

Verlag des Gießener Anzeigers.

Jedermann kann bei der Geschäftsstelle, den Äoienfrauen oder Vertriebsstellen einen Hefter kostenlos erhalten

Hier abschneiden!

Zinkfarben

Lampenfüßen, die später bron­ziert oder verkupfert werden, verarbeitet.

Zinkfarben, aus gemahlenerZink- blende hergestellte, beständige Oel- und Wasserfarben.

Zinkfieber, siehe Eießersieber.

Zinksalbe ist eine weiße Salbe, die vielfach Verwendung findet. Bei manchen Hautkrankheiten, bei Entzündungen und Furun­keln leistet sie gute Dienste.

Zinn, weiches, silberweißes Me­tall, das sich an der Lust nicht verändert, das zu Geräten, zum Verzinnen und zu Staniol ge­walzt als Spiegelbelag und zu Verpackungen dient. Zinn ijt u. a. in Bronze enthalten. Alte Zinngefäße reibt man in war­mem Master mit Zinnkraut ab und trocknet sie mit weichen Tüchern. Weißblech, mit Zinn überzogenes Blech, verzinnte Pfannen usw. lasten sich mit warmem Sodawasser reinigen.

Zinnguh, aus Zinn gegossene Geschirre. Teller. Kannen. Leuch­ter usw., wird neuerdings rote» bet hergestellt. Alte Zinnsachen sind immer schön und sind gut als Eßzimmerschmuck zu verwen­den. Manche Zinnsachen sind künstlerisch wertvoll

Zinnie, besonders schöne Sorn- metblume; im April warm vor­gezogen. im Mai gepflanzt. Es gibt klein- und großblumige, niedrige und hohe Sorten. Die kleinen (Liliput-) Zinnien und die großen dahlienblütigen sRie- len-) Zinnien sind zur Beet-

Ziselieren

Pflanzung und als Schnittblu- men «ehr geeignet.

Zinnkraut, auch Schachtelhalm u. Katzenschwanz genannt, wächst auf feuchten Wiesen Schutthau­fen usw. Bekannte Heilpflanze, im Haushalt zum Scheuern von Zinnzeug und Weißblechgeräten benützt

Zinnpest, Veränderung d. Zinns, das starker Kälte ausgesetzt worden ist. Einzelne Stellen treiben wie Wucherungen auf, bis das Zinn zu einer bröckligen Maste zerfällt. Zinnpest kann durch Berühren auf gesundes Zinn übertragen werden Das beste Gegenmittel gegen Zinn­pest sind warme Raume oder Behandlung mit warmem Master. Zinsen für Darlehen oder ge­stundeten Kaufpreis braucht man nur bezahlen, wenn dies vereinbart ist oder wenn man eine fällige Schuld trotz Mah­nung nicht rechtzeitig bezahlt. Die Höhe der Zinsen richtet sich nach Vereinbarung, mangels einer solchen sind 4 Prozent zu zahlen. Kaufleute können 5 Pro­zent verlangen. Vereinbarung von Wucherzinsen ist nichtig. S. Darlehen.

Zipperlein, siehe Eicht.

Zirkular, entbehrliches lateini­sches Fremdwort für Rundschrei­ben, Runderlaß. Laufzettel. Zirkulieren ist kreisen, umlaufen. Ziselieren, franz., Bedeutung: sticheln, die Verzierung von Me­tallen mit feinen Ornamenten, die mit Grabsticheln. Feilen und Schleifmitteln herausgearbeitet werden.