Ausgabe 
31.7.1936
 
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Sie ^iegierungsvertreter der einzelnen Länder

wurden, deutschen deutschen Büchern,

sind seht die treuesten Diener der Nation. Das war die Tat unseres Sozialismus, der sich nicht so sehr io sondern in Taten dokumentiert. Veil

des arbeitenden Menschen aufzusütten. Dazu dient uns die Freude, heute ist das ganze deutsche Volk von dieser Kraft und dieser Freude erfüllt. Ls ist wieder zu seinem Land zurück- gesührt worden und hat wieder den Weg zur Heimat gefunden. Millionen Menschen, die sonst im zermalmenden Wirtschaftsprozetz zwangsläufig zu Bolschewisten und Anarchisten

das Wort zu einer Ansprache. Er sprach in warmen Worten hoher Bewunderung über den Empfang, der allen ausländischen Gästen in Berlin zuteil wurde, über den festlichen Blumenschmuck in allen Straßen, über die spontane Begeisterung der Be­völkerung, aber gleichzeitig auch über die Modul- sierung der Technik, über das Wunderwerk der Präzision, das die Vorbereitungen zu den Olym­pischen Spielen darstellen. Er erinnerte an den greisen Wiedererwecker der olympischen Idee, Pierre de Coubertin, dessen Gedanke nach 40 Jah­ren nun in Berlin eine so ideale Verkörperung

Festakt des IOK. an den Stufen des Pergamon-Altars.

Auf Einladung des Reichsinnenministers Dr. Frick fand am Mittwochabend im Pergamon-Museum in Berlin an den Stufen des herrlichen Pergamon-Altars eine eindrucksvolle Feier zu Ehren des Inter- nationalen Olympischen Komitees statt, hier ist eine Tanzgruppe vor dem Pergamon-Altar.

(Presse-Bild-Zentrale-M.)

eierlichen Schlußsitzung

Auch diese letzte Sitzung war in ihrem ganzen Verlauf von höchster Begeisterung getragen. Der Stimmung des ganzen Kongresses gab Professor Galvez (Chile) Ausdruck, als er erklärte, er be­trachte es als eine besondere Ehre, neben Dr. Ley itsen zu dürfen, der seine ganze Kraft zum Wohle )er Jugend der Welt, der Zukunft Deutschlands und zum Weltfrieden einsetzte.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley richtete herz­liche Dankesworte an alle Mitarbeiter sowie an die Stadt Hamburg. Unter begeisterter Zustimmung und Händeklatschen wurde dann die D an k a d r e s s e des Kongresses an Deutschland und seinen Führer verlesen. Mit der gleichen Begeisterung wurde das Danktelegramm an den Schirmherrn des Kongresses, Reichsminister Rudolf Heß, und an den abwesen­den amerikanischen Abordnungsführer Kirby an­genommen.

Es folgte die Verlesung zahlreicher Entschließun­gen und der Generalentschließung, sowie die-. Mit­teilung von der

Errichtung desInternationalen Zentralkomi­tees für Freude und Arbeit" und des Inter­nationalen Forschungsinstituts.

Mit Händeklatschen und lauten Beifallsgrüßen nahm der Kongreß zur Kenntnis, daß Dr. Ley elbst die Leitung des Internationalen Zentralbüros übernimmt und daß der nächste Kongreß be­reits 1938 inRom stattfindet. Der italienische Der-

H a m b u r g, 30. Juli. (DRB.) Der W e l t k o n - , r e ß für Freizeit u n d E r h o l u n g been­dete am Donnerstag seine Beratungen mit einer

fänden.

(Eine schöne französische Idee und eine wun­dervolle deutsche Durchführung ist das nicht ein Symbol, ist das nicht ein Trost für die

Zukunft? (Lebhafter Beifall.)

Wenn Coubertin den Geist sähe, in dem die Olympischen Spiele wieder stattfinden, dann wäre er sicher sehr glücklich.

Der Redner erinnerte daran, was der Reichs­sportführer bei der Begrüßung der Sieger der Olympischen Winterspiele 1936 gesagt habe, daß es nämlich keine Sieger und Besiegten unter ihnen gebe, sondern nur Sieger, die die Schwäche und die Kleinlichkeit besiegt hätten und zu starken Man­nern gereift seien.

Wenn Reichsminister Dr. Goebbels von dem guten Willen gesprochen habe, den man zeigen müsse, dann könne er bei der Sportpresse sicher sein, daß diese guten Willens sei, denn sie sei von jeher an Zusammenhalten und Zusammen­arbeit gewöhnt, wenn die Sportpresse zu ent­scheiden hätte, dann würden nicht mehr Kano­nen donnern, sondern längst überall Friedens­zweige sichtbar sein. (Lebhafter Beifall.)

Nachdem Bo in den Dank an alle diejenigen ausgesprochen hatte, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele mttgewirkt hätten, sagte er, daß die Sportpresse gewissermaßen den ersten Olympischen Rekord aufgestellt habe, in­dem sie in einer Stärke von 1200 Journalisten er­schienen sei. (Beifall.) Zum Schluß erinnerte Bom an das Wort des Führers, daß der Sport etwas Ritterliches sei und den besten Fähigkeiten und Qualitäten des Menschen zum Durchbruch verhelfe.

Nach den Ansprachen blieben die in- und auslän­dischen Journalisten noch lange als Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels in den schonen Rau­men des Zoo bei angeregtem Meinungsaustausch beisammen.

Das Volk steht im Mittelpunkt aller Dinge.

Reichsmmlster Dr. Goebbels spricht aus dem Freizeit-Weltkongreß in Hamburg. DasGlück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stühe unserer Natron."

Wort. Mit begeisterten Worten pries der chi­lenische Vertreter Professor Dr. Galvez die Arbeit dieses Kongresses, der von internationaler Eintracht beherrscht gewesen sei. Mit Freude hätten die ausländischen Teilnehmer die kraftvolle Wieder­erstehung des Deutschen Reiches festgestellt, ebenso das ehrliche und mannhafte Be st reben Deutschlands, dem Weltfrieden zu dienen.

B o n v o i z i n (Frankreich) drückte die Gefühle aus, die die französische Abordnung beherrsch^ Die Franzosen kehrten mit sehr optimisti­schen Ansichten über die Möglichkeit einer Verständigung in ihr Vaterland zurück.

Dr. Ley gab der Auffassung des ganzen Kon­gresses Ausdruck, als er daraufhin erklärte, er empfinde, daß von diesen Tagen eine ganz große Wirkung ausgehe.

In den gleichen herzlichen Worten drückte der

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daß es die ganze Welk bei sich aufn eh- Ni e n und bewirten könne. In hinreißenden Worten sprach Dr. Goebbels über die schöne Auf­gabe der Journalisten, allen Völkern von den Kämp­fen der Jugend zu berichten.Ungezählte Millionen werden durch Ihre Augen und Ihre Herzen", so rief er ihnen zu,an diesen Kämpfen teilnehmen. Unge­zählte Millionen in der ganzen Welt werden Deutsch­land mit Ihren Augen sehen. Ich halte es deshalb für richtig, daß wir Männer von der öffentlichen Meinung es uns zu ernstem Vorsatz machen, daß wir nach all dem Unglück, das in den vergangenen Jahrzehnten über die ganze Welt hereingebrochen ist, in Zukunft mehr vom Glück als von den Sorgen der Völker sprechen. Dadurch helfen wir mit am Glück der Völker. Das Glück der Völker aber ist der politische, wirtschaftliche und kameradschaftliche Friede unter uns allen." Reichsminister Dr. Goeb­bels schloß mit dem Wunsche, daß

diese Olympiade in der Tal ein wahrhaftes Fest des Friedens fein möge, daß sie mithelfen möge, das Glück der Völker zu fördern, der Wohlfahrt aller zu dienen und eine Brücke zu bauen, auf der alle Rationen sich irgendwo begegnen.

Die Ansprache des Reichsministers Dr. Goeb­bels wurde von den in- und ausländischen Zu­hörern mehrfach durch lebhafte Zustimmungskund­gebungen unterbrochen. Am Schluß dankte lang­anhaltender Beifall der Männer der Presse dem Reichsminister für seine Ausführungen.

Im Anschluß hieran ergriff der Präsident des Internationalen Sportpresseverbandes

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treter Puccetti dankte tief bewegt für die Jta- zuteil gewordene Ehrung. Darauf nahmen

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Vertreter Englands die Ueberzeugung aus, daß Deutschland an der Erhaltung des Friedens arbeite.

Der Vertreter Nordamerikas erklärte, er werde nach seiner Rückkehr nach Amerika alles tun, um seinen Mitbürgern das wirkliche Deutsch­land zu schildern.

Polens Vertreter gab dem Wunsch Ausdruck, daß das Symbol des Kongresses, die Friedens­taube, bald über allen Ländern fliegen werde.

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Dr. Goebbels,

Führers herrsche Kapitalismus, wenn das Volk der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Gelde diene.

Sozialismus dagegen", so erklärte Dr. Goebbels, unter begeisterter Zustimmung der Zuhörer,bedeutet, daß das Geld zum Dienst an der Wirtschaft und dis Wirtschaft zum Dien st am Volke ge­zwungen wird. Das Volk steht im Mit­telpunkt aller Dinge, und des Volkes edelstes und kostbarstes Gut find die Menschen! Deshalb ist es nach un­serer Meinung nicht damit getan, daß man sich nur um die kranken kümmert, man muß viel­mehr für die Gesunden sorgen, damit es in Zu­kunft weniger kranke gibt Darum bauen wir nicht allein Krankenhäuser, sondern auch Volks- erholungsstätten, nicht nur Sanatorien, sondern auch Sportplätze und Theater, um die seelische, geistige und leibliche Gesundheit des Volkes zu erhalten und zu fördern."

Die Stabilität des Staates ruht nicht zuerst auf der Menge der Kanonen, sondern auf der Menge der Herzen, die ihm gehören. Das Glück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stütze unserer Nation. Wehe den Staats­männern, die nur Macht besitzen und sich nur auf d i e Macht berufen können!"

Schauen Sie in die Gesichter der deutschen Men­schen!" so rief Reichsminister Dr. Goebbels den ausländischen Gästen zu,und Sie wissen, was sich in Deutschland geändert hat. Sie brauchen keine Theater, Autostraßen, Sportplätze und Monumen­talbauten Sie brauchen sich nur die Menschen in Deutschland anzusehen, und Sie wissen, daß Deutschland schöner und glücklicher geworden ist!"

Reichsminister Dr. Goebbels ging nun auf die durch die NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude" geschaffeneorganisierte Freizeit" des schaf­fenden deutschen Menschen ein, die eine der wich­tigsten Einzelleistungen des großen nationalsozia­listischen Aufbauwerkes sei.

Wir haben die Freizeit, mit der Freude ver­mählt und beide als Geschenk des national­sozialistischen Staates den breiten Massen zu treuen Händen übergeben. Gerade das heutige wirtschaftliche Leben beansprucht Kräfte, und so haben wir uns bemüht, die Kraftreserven

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Deutschland sollte das Opfer diesesFriedensschlus- es" sein, der über unser Land Wirtschaftskrise, Ar­beitslosigkeit und inneren Zerfall aebrächt habe. Nun habe der deutsche Arbeiter allerdings Zeit im Ueberrnaß gehabt; es fehlte ihm aber an Arbeit und Entlohnung, um an den Glückschätzen des Lebens Anteil nehmen zu können. Mer diese Er­scheinung fei nicht auf Deutschland beschränkt ge­blieben, sondern hätte wie eine fressende Krankheit ganz Europa ergriffen. Die Schwere der Zeit habe die Menschen härter und sentimentalitätsloser, aber auch wahrer, echter und ehrlicher gemacht. Don diesem seelischen Erneuerungsprozeß sei das deutsche Volk, gerade weil es am meisten gelitten habe, am ersten und tiefsten erfaßt worden. Da der National­sozialismus der Meinung sei, daß jedes Unglück, das Menschen als Urheber hat, nur durch Erneue­rung der Menschen geändert werden könne, habe man in Deutschland zunächst damit begonnen.

Wir haben nicht die Technik, die Wirtschaft und die Rationalisierung unseres Lebens ver­neint", so fuhr der Minister fort,sondern sie tapfer bejaht mit dem unbeirrbaren Entschluß: wirtschaft, Technik und Rationali­sierung nicht zu Tyrannen über die Men­schen zu erheben, sondern sie zu Dienern der Menschen zu machen. Das moderne wirtschaftliche Leben erfordert den Menschen ganz und gar und als Aequivalent dafür muß dem Menschen Freizeit und Erholung gegeben werden, nicht aus Mitleid und Erbarmen, son­dern auf Grund der Vernunft einer höheren staatlichen Rotwendigkeit und einer höheren staatlichen Moral."

In mitreißenden Worten sprach Dr. Goebbels von den Elementen einer neuen stählernen Roman­tik unserer Zeit, die in den monumentalen Stahl­gerüsten, in riesigen Brückenbauten, in Tausenden von Kilometer neuer Straßen, im Singen und Sum­men der Maschinen und Sirenen ihren Ausdruck fänden. Das fei keine blumige Romantik einer ver­gangenen schwärmerischen Zeit, sondern eine Roman­tik, die ihre Urelemente aus dem Donnern der Ka­nonen des großen Krieges empfangen habe. Das schönste Ergebnis dieser neuen revolutionären Erschei­nung seidieinnereBeseelungdesMaschi- nenz eit alters. Die Maschine habe die Arbeit der Menschen auf vielen Gebieten des menschlichen Lebens leichter und einfacher gemacht; aber nur eine kleine dünne Oberschicht sei früher in den Genuß 1 ihrer Errungenschaften gekommen. Demgegenüber stünde unsere Forderung, daß möglichst viele ! Menschen des arbeitenden Volkes - mit an diesem Genuß teil hätten und damit der » Maschine ihr unheilvoller und verderblicher Cha- ; ratter genommen werde. Nicht das Vorhandensein t von Kapital und Maschinen an sich sei verderblich, i sondern nur ihre verantwortungslose Anwendung - durch eine kleine hauchdünne Oberschicht gegen das Wohl des Volkes. Nach einem Wort des

Ham Schlußsit Erholum Teilnehn Weltlono Führe"

Es mi grefo bun nem Wr der dem K Mts MpW otboltn i FortM bens- u nutzbrin fpenbenl beohach!

Reichsmimfler

vorn Kongreß mit lebhaftem Händeklatschen und türmischen Heilrufen begrüßt sprach sodann zu den Kongreßteilnehmern. Der Minister riß mit seinen Ausführungen den ganzen Kongreß immer wieder zu stärksten Beifallskundgebungen hin. Noch nie­mals hat bisher ein deutscher Reichsminister vor einer Versammlung so vieler Nationen gesprochen, wie heute Dr. Goebbels. Nach minutenlanger tie- er Stille niemand wollte sich die Worte ent­gehen lassen, mit denen Dr. Goebbels aufzeigte, was Deutschland ist und was es will klang dann immer wieder anhaltender Beifall auf. Er ührte in feiner Ansprache etwa folgendes aus:

Richard D e h m e l hat in einem Gedicht vor dem Großen Kriege der echifchen und sozialen Not des deutschen Arbeiters einmal erschütternden Aus­druck gegeben; er klagte damals, daß der Arbeiter ein Bett und ein Kind und Regen und Wind habe, daß ihm nur eines fehle, um so frei und glücklich wie der Vogel zu sein: nur Zeit! Dieses Gedicht ist im damaligen bürgerlich-kapitalistischen Deutsch­land als eine wahre Sensation ausgenommen wor­den; es war geboren aus einer skeptischen Derzicht- timmung heraus." lieber diese Verzichtstimmung ei der Große Krieg hereingebrochen, den die ganze Tulturmenschheit verloren und der Europa um Jahrzehnte zurückgeworfen habe.

Einer der verhängnisvollsten Fehlschlüsse des diesem Kriege folgenden sogenannten Friedens sei es gewesen, daß man glaubte, das Glück einer Gruppe von Völkern dadurch sichern zu können, daß man andere Völker in das tiefste

Unglück stürzte.

wir diesen praktischen Sozialismus verwirklich, ten, sind alle deutschen Sozialisten zu uns gekommen!

Freilich wollen wir den Besitz nicht abschaffen, sondern ihn so verbreitern, daß ein ganzes Volk daran Anteil hat. Wir haben die Ar, beit mit einem neuen Ethos erfüllt, dem Ar bei. ter den Weg zur Nation geöffnet und damit in Deutschland in der Tat die Volksge« m e i n s ch a f t geschaffen. Es ist vielleicht das be. glückendfte Gefühl für die arbeitenden Menschen in Deutschland, zu wissen, daß an der Führung des Staates Arbeiter oder Arbeiterkinder weitgehend mitbeteiligt sind.

Der Reichsminister wandte sich nun den Auf. gaben d e s Weltkongresses für Frei, zeit und Erholung zu. Er sprach die Hoffnung aus, daß alle die Grundsätze und An« schauungen, die hier von fachmännischer Seite behandelt worden seien, nun überall den Willen zur Tat wecken möchten.

Ungezählte Menschen hätten auf diesen Kon- greh geschaut und jeder gute Entschluß werde ungezählten Millionen, und zwar gerade denen, die der Wohlfahrt am meisten bedürfen, uner­meßliches Glück bringen.

Dr. Goebbels sprach den Kongreßvertretern den Dank des Führers und der Reichs« regierung dafür aus, daß sie sich dieser edlen Friedensarbeit, die des Schweißes der Besten wert sei gewidmet hätten. Er rief die Delegierten und alle, denen das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, zu einem friedlichen Wettstreit zur Wohlfahrt der Menschen auf. Die Völker könnten nur glücklich sein, wenn es den Staatsmänyern gelinge, den Frieden z u erhalten, und die äußerste Stütze des Friedens sei die soziale Wohl« fahrt der Menschen.

Reichsminister Dr. Goebbels schloß unter dem begeisterten Beifall der in- und ausländischen Zu­hörer mit dem Appell an die Delegierten, als Pioniere des Friedens und des Glückes ihrer Völker zu arbeiten, zu leben und zu kämpfen.

Begeisterter Dank des Kongresses.

Als der Minister feine große Rede schloß, erhoben sich alle Kongreßteilnehmer von ihren Plätzen. In das Händeklatschen und die Beifallsrufe der Aus­länder tönten die Heilrufe der deutschen Tagungs­teilnehmer. Der Kongreß dankte dem Minister mit einer so eindrucksvollen Kundgebung, wie sie auf einer internationalen Zusammenkunft sicher noch nicht erlebt wurde. Hunderte von Blumen, die die Brüstung der Ränge schmückten, wurden von den begeisterten Menschen abgerissen und dem Minister zugeworfen.

Auf Aufforderung des Vizepräsidenten Profes­sor Galvez erhoben sich dann noch einmal alle Kongreßteilnehmer von den Plätzen, um auf diese Weise der deutschen Reichsregierung und ihrem Sprecher Reichsminister Dr. Goeb­bels zu danken.

Dann sprach nochmals im Namen aller auslän­dischen Vertretungen Constinowitsch (Jugo­slawien) der deutschen Regierung, dem Kongreß und der Stadt Hamburg Dank und Anerkennung aus.

Mittelmeerfahrt König Eduards.

L o n b o n, 30. Juli. An Stelle der aufgegebenen Erholungsreise nach Süd frankreich wird K ö n i g Eduard VIII. von England, wie am Don­nerstag amtlich mitgeteilt wirb, in etwa zehn Ta­gen eine mehrwöchige Fahrt an Bord einer Segel­nacht an ber Dalmatinischen Küste und im östlichen Mittelmeer unternehmen. Vor­aussichtlich wirb ber König in Dubrowmk (Ra- qusa) an Bord gehen, doch ist ber genaue Reiseweg noch nicht bekannt. Die Segelyacht wirb von zwei britischen Zerstörern begleitet werben. Es ist Vor­sorge getroffen worben, daß ber König wahrend ber Zeit seiner Abwesenheit von Englanb bie lau­fenden Staatsgeschäfte erledigen kann.

Frauenwahlrecht in Frankreich.

Mit488gegen eine Stimme bon derKannner beschlossen.

Paris, 30.Juli. (DNB.) Die französische Kammer, die am Donnerstagvormittag zu einer Sitzung zusammengetreten war, um über dieWah V- rechtsr esorm zu beraten, vertagte nach kurzer Aussprache die Weiterbehandlung dieser Frage mit 322 gegen 233 Stimmen auf eine spätere Sitzung. Anschließend beschäftigte sich die Kammer mit eini­gen Regierungsvorlagen zur Unterstützung ber klei­nen Unternehmer unb Kaufleute.

Kurz vor Schluß ber Vormittagssitzung bean­tragte Louis Marin überraschend im Namen von 50 anderen Abgeordneten die sofortige Aussprache über die Frauenwahlrechtsvorlage. Durch Handaufheben entschloß sich die Kammer, dem Wunsche Marins stattzugeben. Da niemand das Wort verlangte, schritt man gleich zur Abstim­mung, und in seltener Einmütigkeit mit 488 g e - gen eine Stimme nahm die Kammer den Ge­setzesvorschlag an, der den Frauen in Frank­reich das gleiche aktive und passive Wahlrecht wie den Männern zu­erkennt.

Unmittelbar nach der Abstimmung versuchte Marin einen weiteren Ueberraschungsvorstoh und verlangte die sofortige Aussprache über die Außerkraftsetzung der noch in Kraft be­findlichen Notverordnungen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Kammer verlangte die Vertagung dieses Antrages, da die Regierung erst hierzu Stellung nehmen müsse. Unter heftigem Lärm und Zwischenrufen wurde der Antrag Ma­rins auf einen späteren Termin verschoben.