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sind seht die treuesten Diener der Nation. Das war die Tat unseres Sozialismus, der sich nicht so sehr io sondern in Taten dokumentiert. Veil
des arbeitenden Menschen aufzusütten. Dazu dient uns die Freude, heute ist das ganze deutsche Volk von dieser Kraft und dieser Freude erfüllt. Ls ist wieder zu seinem Land zurück- gesührt worden und hat wieder den Weg zur Heimat gefunden. Millionen Menschen, die sonst im zermalmenden Wirtschaftsprozetz zwangsläufig zu Bolschewisten und Anarchisten
das Wort zu einer Ansprache. Er sprach in warmen Worten hoher Bewunderung über den Empfang, der allen ausländischen Gästen in Berlin zuteil wurde, über den festlichen Blumenschmuck in allen Straßen, über die spontane Begeisterung der Bevölkerung, aber gleichzeitig auch über die Modul- sierung der Technik, über das Wunderwerk der Präzision, das die Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen darstellen. Er erinnerte an den greisen Wiedererwecker der olympischen Idee, Pierre de Coubertin, dessen Gedanke nach 40 Jahren nun in Berlin eine so ideale Verkörperung
Festakt des IOK. an den Stufen des Pergamon-Altars.
Auf Einladung des Reichsinnenministers Dr. Frick fand am Mittwochabend im Pergamon-Museum in Berlin an den Stufen des herrlichen Pergamon-Altars eine eindrucksvolle Feier zu Ehren des Inter- nationalen Olympischen Komitees statt, hier ist eine Tanzgruppe vor dem Pergamon-Altar.
(Presse-Bild-Zentrale-M.)
eierlichen Schlußsitzung
Auch diese letzte Sitzung war in ihrem ganzen Verlauf von höchster Begeisterung getragen. Der Stimmung des ganzen Kongresses gab Professor Galvez (Chile) Ausdruck, als er erklärte, er betrachte es als eine besondere Ehre, neben Dr. Ley itsen zu dürfen, der seine ganze Kraft zum Wohle )er Jugend der Welt, der Zukunft Deutschlands und zum Weltfrieden einsetzte.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley richtete herzliche Dankesworte an alle Mitarbeiter sowie an die Stadt Hamburg. Unter begeisterter Zustimmung und Händeklatschen wurde dann die D an k a d r e s s e des Kongresses an Deutschland und seinen Führer verlesen. Mit der gleichen Begeisterung wurde das Danktelegramm an den Schirmherrn des Kongresses, Reichsminister Rudolf Heß, und an den abwesenden amerikanischen Abordnungsführer Kirby angenommen.
Es folgte die Verlesung zahlreicher Entschließungen und der Generalentschließung, sowie die-. Mitteilung von der
Errichtung des „Internationalen Zentralkomitees für Freude und Arbeit" und des Internationalen Forschungsinstituts.
Mit Händeklatschen und lauten Beifallsgrüßen nahm der Kongreß zur Kenntnis, daß Dr. Ley elbst die Leitung des Internationalen Zentralbüros übernimmt und daß der nächste Kongreß bereits 1938 inRom stattfindet. Der italienische Der-
H a m b u r g, 30. Juli. (DRB.) Der W e l t k o n - , r e ß für Freizeit u n d E r h o l u n g beendete am Donnerstag seine Beratungen mit einer
fänden.
„(Eine schöne französische Idee und eine wundervolle deutsche Durchführung — ist das nicht ein Symbol, ist das nicht ein Trost für die
Zukunft? (Lebhafter Beifall.)
Wenn Coubertin den Geist sähe, in dem die Olympischen Spiele wieder stattfinden, dann wäre er sicher sehr glücklich.
Der Redner erinnerte daran, was der Reichssportführer bei der Begrüßung der Sieger der Olympischen Winterspiele 1936 gesagt habe, daß es nämlich keine Sieger und Besiegten unter ihnen gebe, sondern nur Sieger, die die Schwäche und die Kleinlichkeit besiegt hätten und zu starken Mannern gereift seien.
Wenn Reichsminister Dr. Goebbels von dem guten Willen gesprochen habe, den man zeigen müsse, dann könne er bei der Sportpresse sicher sein, daß diese guten Willens sei, denn sie sei von jeher an Zusammenhalten und Zusammenarbeit gewöhnt, wenn die Sportpresse zu entscheiden hätte, dann würden nicht mehr Kanonen donnern, sondern längst überall Friedenszweige sichtbar sein. (Lebhafter Beifall.)
Nachdem Bo in den Dank an alle diejenigen ausgesprochen hatte, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele mttgewirkt hätten, sagte er, daß die Sportpresse gewissermaßen den ersten Olympischen Rekord aufgestellt habe, indem sie in einer Stärke von 1200 Journalisten erschienen sei. (Beifall.) Zum Schluß erinnerte Bom an das Wort des Führers, daß der Sport etwas Ritterliches sei und den besten Fähigkeiten und Qualitäten des Menschen zum Durchbruch verhelfe.
Nach den Ansprachen blieben die in- und ausländischen Journalisten noch lange als Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels in den schonen Raumen des Zoo bei angeregtem Meinungsaustausch beisammen.
Das Volk steht im Mittelpunkt aller Dinge.
Reichsmmlster Dr. Goebbels spricht aus dem Freizeit-Weltkongreß in Hamburg. Das „Glück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stühe unserer Natron."
Wort. Mit begeisterten Worten pries der chilenische Vertreter Professor Dr. Galvez die Arbeit dieses Kongresses, der von internationaler Eintracht beherrscht gewesen sei. Mit Freude hätten die ausländischen Teilnehmer die kraftvolle Wiedererstehung des Deutschen Reiches festgestellt, ebenso das ehrliche und mannhafte Be st reben Deutschlands, dem Weltfrieden zu dienen.
B o n v o i z i n (Frankreich) drückte die Gefühle aus, die die französische Abordnung beherrsch^ Die Franzosen kehrten mit sehr optimistischen Ansichten über die Möglichkeit einer Verständigung in ihr Vaterland zurück.
Dr. Ley gab der Auffassung des ganzen Kongresses Ausdruck, als er daraufhin erklärte, er empfinde, daß von diesen Tagen eine ganz große Wirkung ausgehe.
In den gleichen herzlichen Worten drückte der
Höbe
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daß es die ganze Welk bei sich aufn eh- Ni e n und bewirten könne. In hinreißenden Worten sprach Dr. Goebbels über die schöne Aufgabe der Journalisten, allen Völkern von den Kämpfen der Jugend zu berichten. „Ungezählte Millionen werden durch Ihre Augen und Ihre Herzen", so rief er ihnen zu, „an diesen Kämpfen teilnehmen. Ungezählte Millionen in der ganzen Welt werden Deutschland mit Ihren Augen sehen. Ich halte es deshalb für richtig, daß wir Männer von der öffentlichen Meinung es uns zu ernstem Vorsatz machen, daß wir nach all dem Unglück, das in den vergangenen Jahrzehnten über die ganze Welt hereingebrochen ist, in Zukunft mehr vom Glück als von den Sorgen der Völker sprechen. Dadurch helfen wir mit am Glück der Völker. Das Glück der Völker aber ist der politische, wirtschaftliche und kameradschaftliche Friede unter uns allen." Reichsminister Dr. Goebbels schloß mit dem Wunsche, daß
diese Olympiade in der Tal ein wahrhaftes Fest des Friedens fein möge, daß sie mithelfen möge, das Glück der Völker zu fördern, der Wohlfahrt aller zu dienen und eine Brücke zu bauen, auf der alle Rationen sich irgendwo begegnen.
Die Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels wurde von den in- und ausländischen Zuhörern mehrfach durch lebhafte Zustimmungskundgebungen unterbrochen. Am Schluß dankte langanhaltender Beifall der Männer der Presse dem Reichsminister für seine Ausführungen.
Im Anschluß hieran ergriff der Präsident des Internationalen Sportpresseverbandes
Voin (Belgien)
treter Puccetti dankte tief bewegt für die Jta- zuteil gewordene Ehrung. Darauf nahmen
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Vertreter Englands die Ueberzeugung aus, daß Deutschland an der Erhaltung des Friedens arbeite.
Der Vertreter Nordamerikas erklärte, er werde nach seiner Rückkehr nach Amerika alles tun, um seinen Mitbürgern das wirkliche Deutschland zu schildern.
Polens Vertreter gab dem Wunsch Ausdruck, daß das Symbol des Kongresses, die Friedenstaube, bald über allen Ländern fliegen werde.
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Dr. Goebbels,
Führers herrsche Kapitalismus, wenn das Volk der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Gelde diene.
„Sozialismus dagegen", so erklärte Dr. Goebbels, unter begeisterter Zustimmung der Zuhörer, „bedeutet, daß das Geld zum Dienst an der Wirtschaft und dis Wirtschaft zum Dien st am Volke gezwungen wird. Das Volk steht im Mittelpunkt aller Dinge, und des Volkes edelstes und kostbarstes Gut find die Menschen! Deshalb ist es nach unserer Meinung nicht damit getan, daß man sich nur um die kranken kümmert, man muß vielmehr für die Gesunden sorgen, damit es in Zukunft weniger kranke gibt Darum bauen wir nicht allein Krankenhäuser, sondern auch Volks- erholungsstätten, nicht nur Sanatorien, sondern auch Sportplätze und Theater, um die seelische, geistige und leibliche Gesundheit des Volkes zu erhalten und zu fördern."
„Die Stabilität des Staates ruht nicht zuerst auf der Menge der Kanonen, sondern auf der Menge der Herzen, die ihm gehören. Das Glück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stütze unserer Nation. Wehe den Staatsmännern, die nur Macht besitzen und sich nur auf d i e Macht berufen können!"
„Schauen Sie in die Gesichter der deutschen Menschen!" so rief Reichsminister Dr. Goebbels den ausländischen Gästen zu, „und Sie wissen, was sich in Deutschland geändert hat. Sie brauchen keine Theater, Autostraßen, Sportplätze und Monumentalbauten — Sie brauchen sich nur die Menschen in Deutschland anzusehen, und Sie wissen, daß Deutschland schöner und glücklicher geworden ist!"
Reichsminister Dr. Goebbels ging nun auf die durch die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" geschaffene „organisierte Freizeit" des schaffenden deutschen Menschen ein, die eine der wichtigsten Einzelleistungen des großen nationalsozialistischen Aufbauwerkes sei.
„Wir haben die Freizeit, mit der Freude vermählt und beide als Geschenk des nationalsozialistischen Staates den breiten Massen zu treuen Händen übergeben. Gerade das heutige wirtschaftliche Leben beansprucht Kräfte, und so haben wir uns bemüht, die Kraftreserven
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Deutschland sollte das Opfer dieses „Friedensschlus- es" sein, der über unser Land Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und inneren Zerfall aebrächt habe. Nun habe der deutsche Arbeiter allerdings Zeit im Ueberrnaß gehabt; es fehlte ihm aber an Arbeit und Entlohnung, um an den Glückschätzen des Lebens Anteil nehmen zu können. Mer diese Erscheinung fei nicht auf Deutschland beschränkt geblieben, sondern hätte wie eine fressende Krankheit ganz Europa ergriffen. Die Schwere der Zeit habe die Menschen härter und sentimentalitätsloser, aber auch wahrer, echter und ehrlicher gemacht. Don diesem seelischen Erneuerungsprozeß sei das deutsche Volk, gerade weil es am meisten gelitten habe, am ersten und tiefsten erfaßt worden. Da der Nationalsozialismus der Meinung sei, daß jedes Unglück, das Menschen als Urheber hat, nur durch Erneuerung der Menschen geändert werden könne, habe man in Deutschland zunächst damit begonnen.
„Wir haben nicht die Technik, die Wirtschaft und die Rationalisierung unseres Lebens verneint", so fuhr der Minister fort, „sondern sie tapfer bejaht mit dem unbeirrbaren Entschluß: wirtschaft, Technik und Rationalisierung nicht zu Tyrannen über die Menschen zu erheben, sondern sie zu Dienern der Menschen zu machen. Das moderne wirtschaftliche Leben erfordert den Menschen ganz und gar und als Aequivalent dafür muß dem Menschen Freizeit und Erholung gegeben werden, nicht aus Mitleid und Erbarmen, sondern auf Grund der Vernunft einer höheren staatlichen Rotwendigkeit und einer höheren staatlichen Moral."
In mitreißenden Worten sprach Dr. Goebbels von den Elementen einer neuen stählernen Romantik unserer Zeit, die in den monumentalen Stahlgerüsten, in riesigen Brückenbauten, in Tausenden von Kilometer neuer Straßen, im Singen und Summen der Maschinen und Sirenen ihren Ausdruck fänden. Das fei keine blumige Romantik einer vergangenen schwärmerischen Zeit, sondern eine Romantik, die ihre Urelemente aus dem Donnern der Kanonen des großen Krieges empfangen habe. Das schönste Ergebnis dieser neuen revolutionären Erscheinung seidieinnereBeseelungdesMaschi- nenz eit alters. Die Maschine habe die Arbeit der Menschen auf vielen Gebieten des menschlichen Lebens leichter und einfacher gemacht; aber nur eine kleine dünne Oberschicht sei früher in den Genuß 1 ihrer Errungenschaften gekommen. Demgegenüber । stünde unsere Forderung, daß möglichst viele ! Menschen des arbeitenden Volkes - mit an diesem Genuß teil hätten und damit der » Maschine ihr unheilvoller und verderblicher Cha- ; ratter genommen werde. Nicht das Vorhandensein t von Kapital und Maschinen an sich sei verderblich, i sondern nur ihre verantwortungslose Anwendung - durch eine kleine hauchdünne Oberschicht gegen das Wohl des Volkes. Nach einem Wort des
Ham Schlußsit Erholum Teilnehn Weltlono Führe"
„Es mi grefo bun nem Wr der dem K Mts MpW otboltn i FortM bens- u nutzbrin fpenbenl beohach!
Reichsmimfler
vorn Kongreß mit lebhaftem Händeklatschen und türmischen Heilrufen begrüßt sprach sodann zu den Kongreßteilnehmern. Der Minister riß mit seinen Ausführungen den ganzen Kongreß immer wieder zu stärksten Beifallskundgebungen hin. Noch niemals hat bisher ein deutscher Reichsminister vor einer Versammlung so vieler Nationen gesprochen, wie heute Dr. Goebbels. Nach minutenlanger tie- er Stille — niemand wollte sich die Worte entgehen lassen, mit denen Dr. Goebbels aufzeigte, was Deutschland ist und was es will — klang dann immer wieder anhaltender Beifall auf. Er ührte in feiner Ansprache etwa folgendes aus:
„Richard D e h m e l hat in einem Gedicht vor dem Großen Kriege der echifchen und sozialen Not des deutschen Arbeiters einmal erschütternden Ausdruck gegeben; er klagte damals, daß der Arbeiter ein Bett und ein Kind und Regen und Wind habe, daß ihm nur eines fehle, um so frei und glücklich wie der Vogel zu sein: nur Zeit! — Dieses Gedicht ist im damaligen bürgerlich-kapitalistischen Deutschland als eine wahre Sensation ausgenommen worden; es war geboren aus einer skeptischen Derzicht- timmung heraus." lieber diese Verzichtstimmung ei der Große Krieg hereingebrochen, den die ganze Tulturmenschheit verloren und der Europa um Jahrzehnte zurückgeworfen habe.
Einer der verhängnisvollsten Fehlschlüsse des diesem Kriege folgenden sogenannten Friedens sei es gewesen, daß man glaubte, das Glück einer Gruppe von Völkern dadurch sichern zu können, daß man andere Völker in das tiefste
Unglück stürzte.
wir diesen praktischen Sozialismus verwirklich, ten, sind alle deutschen Sozialisten zu uns gekommen!
Freilich wollen wir den Besitz nicht abschaffen, sondern ihn so verbreitern, daß ein ganzes Volk daran Anteil hat. Wir haben die Ar, beit mit einem neuen Ethos erfüllt, dem Ar bei. ter den Weg zur Nation geöffnet und damit in Deutschland in der Tat die Volksge« m e i n s ch a f t geschaffen. Es ist vielleicht das be. glückendfte Gefühl für die arbeitenden Menschen in Deutschland, zu wissen, daß an der Führung des Staates Arbeiter oder Arbeiterkinder weitgehend mitbeteiligt sind.
Der Reichsminister wandte sich nun den Auf. gaben d e s Weltkongresses für Frei, zeit und Erholung zu. Er sprach die Hoffnung aus, daß alle die Grundsätze und An« schauungen, die hier von fachmännischer Seite behandelt worden seien, nun überall den Willen zur Tat wecken möchten.
Ungezählte Menschen hätten auf diesen Kon- greh geschaut und jeder gute Entschluß werde ungezählten Millionen, und zwar gerade denen, die der Wohlfahrt am meisten bedürfen, unermeßliches Glück bringen.
Dr. Goebbels sprach den Kongreßvertretern den Dank des Führers und der Reichs« regierung dafür aus, daß sie sich dieser edlen Friedensarbeit, die des Schweißes der Besten wert sei gewidmet hätten. Er rief die Delegierten und alle, denen das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, zu einem friedlichen Wettstreit zur Wohlfahrt der Menschen auf. Die Völker könnten nur glücklich sein, wenn es den Staatsmänyern gelinge, den Frieden z u erhalten, und die äußerste Stütze des Friedens sei die soziale Wohl« fahrt der Menschen.
Reichsminister Dr. Goebbels schloß unter dem begeisterten Beifall der in- und ausländischen Zuhörer mit dem Appell an die Delegierten, als Pioniere des Friedens und des Glückes ihrer Völker zu arbeiten, zu leben und zu kämpfen.
Begeisterter Dank des Kongresses.
Als der Minister feine große Rede schloß, erhoben sich alle Kongreßteilnehmer von ihren Plätzen. In das Händeklatschen und die Beifallsrufe der Ausländer tönten die Heilrufe der deutschen Tagungsteilnehmer. Der Kongreß dankte dem Minister mit einer so eindrucksvollen Kundgebung, wie sie auf einer internationalen Zusammenkunft sicher noch nicht erlebt wurde. Hunderte von Blumen, die die Brüstung der Ränge schmückten, wurden von den begeisterten Menschen abgerissen und dem Minister zugeworfen.
Auf Aufforderung des Vizepräsidenten Professor Galvez erhoben sich dann noch einmal alle Kongreßteilnehmer von den Plätzen, um auf diese Weise der deutschen Reichsregierung und ihrem Sprecher Reichsminister Dr. Goebbels zu danken.
Dann sprach nochmals im Namen aller ausländischen Vertretungen Constinowitsch (Jugoslawien) der deutschen Regierung, dem Kongreß und der Stadt Hamburg Dank und Anerkennung aus.
Mittelmeerfahrt König Eduards.
L o n b o n, 30. Juli. An Stelle der aufgegebenen Erholungsreise nach Süd frankreich wird K ö n i g Eduard VIII. von England, wie am Donnerstag amtlich mitgeteilt wirb, in etwa zehn Tagen eine mehrwöchige Fahrt an Bord einer Segelnacht an ber Dalmatinischen Küste und im östlichen Mittelmeer unternehmen. Voraussichtlich wirb ber König in Dubrowmk (Ra- qusa) an Bord gehen, doch ist ber genaue Reiseweg noch nicht bekannt. Die Segelyacht wirb von zwei britischen Zerstörern begleitet werben. Es ist Vorsorge getroffen worben, daß ber König wahrend ber Zeit seiner Abwesenheit von Englanb bie laufenden Staatsgeschäfte erledigen kann.
Frauenwahlrecht in Frankreich.
Mit488gegen eine Stimme bon derKannner beschlossen.
Paris, 30.Juli. (DNB.) Die französische Kammer, die am Donnerstagvormittag zu einer Sitzung zusammengetreten war, um über dieWah V- rechtsr esorm zu beraten, vertagte nach kurzer Aussprache die Weiterbehandlung dieser Frage mit 322 gegen 233 Stimmen auf eine spätere Sitzung. Anschließend beschäftigte sich die Kammer mit einigen Regierungsvorlagen zur Unterstützung ber kleinen Unternehmer unb Kaufleute.
Kurz vor Schluß ber Vormittagssitzung beantragte Louis Marin überraschend im Namen von 50 anderen Abgeordneten die sofortige Aussprache über die Frauenwahlrechtsvorlage. Durch Handaufheben entschloß sich die Kammer, dem Wunsche Marins stattzugeben. Da niemand das Wort verlangte, schritt man gleich zur Abstimmung, und in seltener Einmütigkeit mit 488 g e - gen eine Stimme nahm die Kammer den Gesetzesvorschlag an, der den Frauen in Frankreich das gleiche aktive und passive Wahlrecht wie den Männern zuerkennt.
Unmittelbar nach der Abstimmung versuchte Marin einen weiteren Ueberraschungsvorstoh und verlangte die sofortige Aussprache über die Außerkraftsetzung der noch in Kraft befindlichen Notverordnungen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Kammer verlangte die Vertagung dieses Antrages, da die Regierung erst hierzu Stellung nehmen müsse. Unter heftigem Lärm und Zwischenrufen wurde der Antrag Marins auf einen späteren Termin verschoben.


