weil wir uns hinter unserem Führer von ganzem Herzen zu einem aufrichtigen und ehrlichen Frieden bekennen, einem Frieden unter freien und gleichberechtigten Nationen, so frei und gleichberechtigt wie jene Athleten unter dem heiligen Feuer, das die Läufer vom alten Olympia über Berg und Ebene zu uns herantragen.
Die Völker können wahrhaft olympische Freude und Herzlichkeit gebrauchen. Es ist nicht das neue Deutschland, das Schatten und Wolken über dieses oder jenes Land getrieben hat, zumal das neue Deutschland als obersten Grundsatz verfolgt, andere Völker nicht m ihrem Lebensrecht und ihrem Lebenswillen zu stören. Auf einer Olympiade soll sich zeigen und erweisen, daß es nicht die räumliche Ausdehnung allein ist, die ein Volk groß und stark macht, sondern daß Größe und Stärke, daß innere und äußere Freiheit, daß seelischer und geistiger Gehalt auch da vereint sein können, wo ein Volk auf engem Lebensraum zusammengedrängt ist. Nicht nur, weil es der olympische Geist so verlangt, sieht das deutsche Volk die Wettkämpfer antreten, um denen Dank und Preis zu sagen, die das um ihrer Leistung willen verdienen, das deutsche Volk will darüber hinaus in echt sportlichem Geist aus dem Gefühl heraus, daß es immer nur auf die Leistung ankommt, alle Wettkämpfer, ganz einerlei woher sie kommen, mit gleichem Maßstab messen.
Als vor Beginn der Olympiade die für den Wettkampf auserwählten Mannschaften in der Reichshauptstadt eintrafen, wurden sie ohne jede Ausnahme mit Begeisterung und Herzlichkeit begrüßt, die die Gewähr dafür bieten, daß jede Mannschaft, wenn sie ihr Bestes hergibt und leistet, auch Beifall und Zustimmung findet, wie sie dem Sieger gebühren. Wie die olympische Fackel über Grenzen hinweg nach der Reichshauptstadt getragen werden mußte, so soll auch der olympische Geist, der Geist des friedlichen Wettspiels der Völker, über die XI. Olympiade hinweg die Völker selbst einander näherbringen. Wenn es schon ein Wettkampf der Völker sein muß, dann ein Wettkampf, der dem Aufstieg der Völker gilt, dem Friede n , der F r e i h e i t und der V e r st ä n d i g u n g.
Keine Bevingunq.
London, 31. Juli. (DNB.) Der arbeiterpartei- liche Abgeordnete Fletcher fragte am Donnerstag den Außenminister im Unterhaus, ob an die Einladung an Deutschland an einer Fünfmächtekonferenz irgendwelche Bedingungen geknüpft worden seien. Anstelle Edens antwortete Unterstaatssekretär Lord Cran- b o r n e, daß an die Einladung an Deutschland keine Bedingungen geknüpft worden seien.
Italien wartet ab.
Rom, 30. Juli. (DNB.) In der Frage der Teilnahme Italiens an der im Herbst geplanten Funserkonfe.renz ist, wie von unterrichteter Seite verlautet, noch keine Entscheidung gefallen. Auch sei eine Entscheidung in der allernächsten Zeit nicht zu erwarten.
Oer italienische Propagandaminifter in Berlin.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Einer Einladung von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels zur Teilnahme an den Olympischen Spielen folgend, traf am Donnerstagabend der italienische Propagandaminister Dino Alfieri in Berlin ein. In seiner Begleitung befand sich der Direktor der Filrn- abteilung im italienischen Propagandaministerlum Fre d d i.
Zur Begrüßung hatten sich von deutscher Seite Staatssekretär Funk in Vertretung des Reichspropagandaministers, ferner ein Vertreter des Chefs des Protokolls im Auftrag des Reichsaußenministers und der Präsident des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, Staatssekretär a. D. L e w a l d , auf dem Anhalter Bahnhof einqefunden. Außerdem waren der ltaliemsche Botschafter A t t o l i c o , Botschaftsrat Graf M a - gistrati und mehrere andere Mitglieder der italienischen Botschaft, der Präsident des itaUem- schen Olympia-Komitees, General Vaccaro, Der
Ortsgruppenleiter des Berliner Fascio und zahlreiche Mitglieder der italienischen Kolonie anwesend.
Staatssekretär Funk hieß den italienischen Gast im Namen des Propagandaministers herzlich willkommen und übermittelte ihm die besten Wünsche des Reichspropagandaministers und der Reichsregierung für seinen Aufenthalt in Berlin. Minister Alfieri, der etwa fünf bis sechs Tage in der Reichshauptstadt verbringen wird, dankte für die herzliche Begrüßung und den Empfang
Neubesetzung
englischer Negierungspol?en.
London, 30. Juli. (DNB.) Die Neubesetzung einiger Posten innerhalb der englischen Regierung, die vor kurzem angekündigt wurde, ist heute vollzogen worden.
Mit Zustimmung des Königs wurde der parla- mentarische Sekretär des Landwirtschaftsmimste. riums Ramsbotham zum Pensionsmini- st e r ernannt. Der bisherige Unterstaatssekretär für die Kolonien Lord Plymouth wurde auf den Posten des parlamentarischen Unterstaatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten berufen. Diesen Posten hatte bisher Lord Stanhope inne, der nach dem Rücktritt des Kolonialministers Thomas zum Kommissar für öffentliche Arbeiten ernannt worden war. Zum Unterstaatssekretär für die Kolonien wurde Lord de la Warr ernannt, der bisher das Erziehungsministerium im Oberhaus vertrat. Lord Ferersham wurde zum parlamentarischen Sekretär des Landwirtschaftsministeriums ernannt. Der bisherige parlamentarische Sekretär des Gesundheitsministeriums Shakespear wurde auf die gleiche Stelle im Erziehungsmini st erium berufen. Sein Nachfolger im Gesundheitsministerium ist der Unterhausabgeordnete Spear Hudson.
Die Ernennungen werden erst am 1. September wirksam. Sie wurden durch das Ausscheiden des Kolonialministers Thomas sowie durch die Tatsache notwendig, daß das Landwirtschaftsmimste» rium und das Auswärtige Amt bisher keinen Vertreter im Oberhaus hatten.
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186. Jahrgang
Hreitag, 31. Juli 1936
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Wietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugsprels:
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Oer Rus an die Welt.
Freie Männer, keine Sklaven kämpften im alten Griechenland um den Lorbeer von Olympia. Darin log das bahnbrechende Neue dieser Spiele im Ltertum, die ein Volk einten, das in sich so spalten war wie das heutige Europa. Und das weite war dies: Gerungen wurde nicht um Geld inb Trophäen, sondern um die Ehre, der Beste iiwesen zu sein. Zutiefst verwurzelt in der Gemein- siaft der Heimatgemeinde gewann der Lorbeer- tüger von Olympia erst seine eigentliche Weihe j rch den Sieg für die Vaterstadt, die dem Sieger z Ehren die Mauer einriß und ihm ein Denkmal tote. So gewaltig schien diese Idee der friedlichen S^rtretung der Staaten durch ihre besten Kämpfer, d'ß zur Durchführung dieses Wettkampfes aller Ävist im Lande ruhte und sich auf dem heiligen fcben Menschen trafen, die sonst eine fast tradi- ibmell erbitterte Feindschaft trennte. Mit diesen Kämpfen untrennbar verknüpft war die Ideedes siedens, der Ruf an das allen Gemeinsame.
Der Führer des neuen Deutschland hat sich in a.en seinen Reden vor der Nation immer wieder leidenschaftlich zu den allen gebildeten Abendlän- iarn gemeinsamen Idealen der euro- siiischen Kultur bekannt. Es war stets em iniges Bejahen, das zwangsläufig aus berech- t-item Stolz auf die kulturellen Großtaten des iier alles geliebten eignen Volkstums entspringen rußte. Nicht von ungefähr vereinten in der parallel tufenben „Deutschland-Ausstellung die Schöpfer t'fer wunderbaren Schau in einer Ehrenhalle die justen derer, die den deutschen Genuis für alle iten verkörpern und zugleich damit untrennbar tm Genius der abendländischen Kultur, rnl sie aus unserem Volkstum erwachsend und ii ihm denkend und lebend zugleich allen anderen Mkern unendlich viel gaben, um von ihnen wieder zu empfangen. Nicht umsonst ist noch bei kei- nm olympischen Wettkämpfen die alte Idee des bumit verbundenen g e i st i g e n Wettbewerbs sl stark in die Tat umgesetzt worden wie auf die- fun, die unter dem Protektorat des Nationalsozia- liimus stehen, dem alle feine Gegner mit Dor- HD e Feindseligkeit gegen alles Geistige und gegen a.ie Kultur vorzuwerfen sich bemühten. Auch diese
। I ststellung müssen wir treffen!
Wir sahen nicht umsonst ein ganz wesentliches K-nnzeichen der klassischen Olympiakämpfe in dem Hingen von gleichen und freien Männern und Staaten miteinander. Dies schied diese Spiele grund- liglich von den Veranstaltungen der orientalischen ? -jpotien des Altertums. Niemals war die abend- «indische Kultur in größerer Gefahr, als wenn der Ersuch gemacht wurde, wesentliche Träger dieser Mur zu Unfreien zu machen. Jene Feinde der VS allen gemeinsamen Ideale konnten darum nicht hndern, daß die deutsche Mannschaft bereits 1928 jiit denen der andern Nationen in das Stadion von Amsterdam einzog und daß heute diese weltver- hibenben Wettspiele im Stadion von Berlin statt- f »den. Kann man aber einem Volke, das man moralisch wieder rehabilitiert hat und das durch men beispiellosen Aufstieg in den letzten drei Jah- m wieder mit Erfolg den ihm zustehenden Platz i der Gemeinde der Völker errungen hat noch jenes Maß an politischer Freiheit versagen, auf das e: Anspruch erheben muß? .
Dieses nationalsozialistifche Deutschland kämpft in b:?fem friedlichen und edlen Wettstreit — zur Ehre bs Vaterlandes wie es im Schwur heißt — unter glichen Bedingungen mit allen anderen, die sich z üch ihm zu dem Geiste dieser Spiele bekennen. (F. wäre diesem neuen Deutschland niemals einge- jcUen, seine Weltanschauung als trennende Schran- hn zu benutzen und mit der Absicht, diese allen ge- irnnfame Kultur zu zerstören, so etwas zu unter« nchmen, wie den jetzt inmitten des spanischen Bur- iiTfrieaes erstickten Versuch einer „Arbeiterolym- pinöe" in Barcelona. Könnte es überhaupt em besse- re>5 Kriterium für das Zugehörigkeitsgefuhl zur °l»ndländischen Kultur geben und zu jenen Ideen ki' es geordneten Gemeinschaftslebens aller Volker ni der Grundlage des gleichen Rechtes, als die !>c!spiellose Hingabe, mit der das neue Deutschland )i Organisation dieser Wettspiele in die Hand ge-
Oie Weltpresse bei Neichsmim'sier Or. Goebbels.
Oie Olympiade ein Fest des Friedens und eine Brücke zur Begegnung aller Nationen.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Am Donnerstagabend empfing der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels vor Beginn der Olympischen Spiele in den Räumen des Zoo die namhaftesten Vertreter der Presse, des Films, des Rundfunks und der Bildberichterstat- tung, die aus allen Teilen der Welt, aus dem Reich und aus Berlin gekommen waren.
Unter den mehr als 1200 Teilnehmern an dem großen Empfang fah man auch viele hervorragende Persönlichkeiten des deutschen und des internationalen Sportlebens und der Staats- und Parteidienststellen. Es waren anwesend sämtliche Mitglieder des IOK. mit ihrem Präsidenten Graf d e Baillet-Latour und ihrem Senior Dr. Willam May Garland an der Spitze, die Männer des Organisation - Komitees für die XI. Olympischen Spiele mit dem Präsidenten des OK. Staatssekretär a.D. Dr. Lewald, sowie die Präsidenten der nationalen Olympischen Ausschüsse und der internationalen Sportverbände. Unter den ausländischen Gästen sah man weiter u. a. Sir Robert V a n s i t - tart und den ehemaligen französischen Kriegsmarineminister Pietry. Von deutscher Seite waren zugegen Reichsminister Rust, Reichsleiter Bo uhler, Botschafter von Ribbentrop, Staatssekretär Funk, Staatskommissar Dr. Lippert, Generaldirektor Dr. Dorpmüller, Gau- leiterstellvertreter G ö r l i tz e r und der stellvertretende Pressechef der Reichsregierung Ministerialrat Berndt. Aus der großen Zahl der deutschen und ausländischen Journalisten seien der Präsident des internationalen Sportpresseverbandes Boin (Belgien), der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse SA.-Gruppenführer Weiß und der Leiter des Reichsausschusses der Sportschriftleiter Dr. B o l l m a n n genannt.
Staatssekretär Funk begrüßt die Gaste.
Der Pressechef der Reichsregierung Staatssekretär Funk begrüßte die Gäste mit folgender Ansprache:
„Als Pressechef der Reichsregierung begrüße ich die aus Anlaß der XI. Olympischen Spiele hier versammelten 1200 Pressevertreter, Bild-, Rundfunk- und Filmberichterstatter aus allen Teilen der I Welt auf das herzlichste.
Noch nie hak die Welk eine derartige Zusammenkunft der internationalen Presse gesehen. Sie sind nach der Reichshauptstadt des nationalsozialistischen Deutschlands nicht zu politischen Auseinandersetzungen gekommen, sondern um die ganze Welt das Fest der Jugend, der Schönheit und des Friedens miterleben zu lassen und um ein Schrift- und Bilddokument von dieser einzigartigen Feier der Völker der Nachwelt zu überliefern.
Wir haben alles nur Mögliche und Erdenkliche getan, um Ihnen Ihre Arbeit zu erleichtern und zu einem Genuß zu gestalten. Lassen Sie die Drähte
spielen, die Ihnen zur Verfügung stehen, und erfüllen Sie die oberste Pflicht eines jeden Berichterstatters: Verkünden Sie der Welt die Wahrheit! In diesem Sinne wünsche ich Ihrer verantwortungsvollen Arbeit vollen Erfolg.
Ansprache von Gras de Baillet-Latour.
Die Rede von Staatssekretär Funk wurde ebenso wie die weiteren Reden des Abends sofort, nachdem sie gehalten war, in englischer und französischer Übersetzung wiedergegeben. Dann ergriff Graf de Baillet-Latour das Wort zu einer kurzen französischen Ansprache. Er beglückwünschte
die Presse zu der Arbeit, die sie in Unterstützung des Organisationsausschusses für die Olympischen Spiele geleistet hat. Auf seinen weiten Reisen durch die Kontinente habe er die Spuren dieser Arbeit angetroffen. Er habe gesehen, wie sie dafür gesorgt haben, daß die wahren Ziele, die mit den Olympischen Spielen verfolgt werden, überallhin verbreitet worden feien. Dadurch, daß die Weltpresse diese Arbeit geleistet habe, habe sie nach Berlin sehr viele Zuschauer geführt, die, wenn sie einmal diesen Spielen beigewohnt haben werden, von dem olympischen Geist erfaßt als wertvolle Mitarbeiter und Träger der olympischen Idee in der Zukunft wirken würden. Auf diese Weise habe die Presse sich ein großes Verdienst um die Jugend der Welt erworben, und er danke ihnen allen dafür.
Aeichsmimster Dr. Goebbels
begrüßte die Vertreter der Weltmacht Presse im Namen des Führers und der deutschen Reichs- regierung auf das herzlichste. Er wies sie darauf hin, daß Deutschland große und wahrhaft monumentale Vorbereitungen für die Durchführung der Olympischen Spiele getroffen und den Männern von Presse, Rundfunk und Film jede nur mögliche Erleichterung gewährt habe. „Sie sollen hier in Berlin als willkommene Gäste empfangen und bewirtet werden", so sagte Dr. Goebbels, „und niemandem von Ihnen wird seine Uebergeugung verwehrt. Es liegt nun nichts näher, als zu erwarten, daß, wenn Deutschland die Uederzeugung seiner Gäste respektiert, auch die Gäste die Üeberzeugung des jungen Deutschlands respektie - r e- n."
Aus der Erinnerung an seine eigene journalistische Tätigkeit sprach Reichsminister Dr. Goebbels zu den Männern der Weltpresse über die innere Befriedigung und die Freude, die die Aufgabe, Mitbildner der öffentlichen Meinung zu fein, bedeute.
Die Presse krage die ungeheuer schwere Verantwortung. daß ihr scharfes Instrument in den Dienst der Wohlfahrt und des Friedens aller
Völker gestellt werde.
Diese Verantwortung sei bei allen Journalisten, sei es in demokratisch-liberalen Ländern, sei es in autoritativ regierten Ländern, dieselbe.
Reichsminister Dr. Goebbels verwahrte sich mit Nachdruck gegen den Vorwurf, daß Deutschland die Absicht habe, mit den Olympischen Spielen Propaganda für seinen Staat zu betreiben.
„Ich kann Sie versichern, daß das nicht der Fall ist. Wenn es der Fall wäre, würde ich es vermutlich wissen! (Heiterkeit.) Deutschland will allerdings sich seinen Gästen selbstverständlich von der besten Seite zeigen. Das gebietet uns die Höflichkeit, hat jedoch mit politischer Propaganda nichts zu tun. Wir möchten, daß Sie Deutschland so sehen, wie es ist, und
wir haben nicht die Absicht, Ihnen Potemkinsche Dörfer vor Augen zu führen!"
Reichsminister Dr. Goebbels forderte die ausländischen Journalisten auf, das deutsche Volk bei seiner Arbeit und bei seinen Festesfreuden zu beobachten. Sie würden dann wahrscheinlich an den lachenden Gesichtern feststellen, daß das deutsche Volk in den letzten drei Jahren besser und glücklicher geworden sei.
Reichsminister Dr. Goebbels ging nun auf den Einwand ein, daß die deutsche Presse nicht mehr ihrer Meinung entsprechend schreiben dürfe. Er erinnerte insbesondere die ausländischen Gäste daran, in welchem Zustand der Nationalsozialismus den deutschen Staat übernehmen mutzte, und führte ihnen vor Augen, daß Deutschland Wertvolleres und Besseres zu tun hatte, als eine uneingeschränkte öffentliche Meinung am Ende in eine geiftige Anarchie ausmünden zu lassen. Der Minister rief die deutschen Journalisten als Zeugen dafür auf, daß
die Presse heute in Deutschland wieder große nationale Interessen und Aufgaben zu erfüllen habe, und daß die Männer der deutschen Presse stolz und dankbar seien, an dieser nationalen
Aufgabe mitzuarbeiten.
Im weiteren Verlaufe seiner Rede erklärte Reichsminister Dr. Goebbels, daß die Achtung vor der Meinung des anderen auch die Pflicht des anderen zur Achtung der Meinung des Partners in sich berge. „Nur auf diese Weise", so erklärte Dr. Goebbels unter lebhafter Zustimmung der in« und ausländischen Zuhörer, „kommen wir auf die Dauer zu einem
Weltpressefrieden, der die Voraussetzung zu einem politischen Weltfrieden sein muß."
Reichsminister Dr. Goebbels bezeichnete die Männer der Weltmacht Presse als die Vorhut der vielen Hunderttausende von Gästen, die nach Deutschland strömen. Er gab dem stolzen Glück des ganzen deutschen Volkes Ausdruck,
nmmen hat?
Düne Viermillionenstadt und em 67-Mlllwnen- 8Hk vereinen sich in diesen Tagen des olympischen siedens, um der Welt ein Beispiel von Gast- liqiteit und Sportgeist zu geben, um bei allen bvenschaftlichen Wünschen für den Sieg der eige- nm Farben in rückhaltloser Anerkennung neidlos fern Besten den verdienten Beifall zu spenden. T r haben nicht nur durch die Initiative des F u y- nrs selbst Bauten und Anlagen für diese Wett- ipsle geschaffen, wie sie die Welt noch nicht gesehen ki , sondern haben auch das ganze Volk m emem Nutze geistig auf dieses Ereignis vorbereitet, wie 15 sicherlich bislang noch niemals der Fall war. Mes Volk ist stolz auf das, was es «n Schon- ielen feinen Gästen zu bieten vermag stolz auf Ijnie wiedergewonnene Sicherheit, auf feine Dro- rinq, auf den Frieden im eigenen Lande und die Kifolge in der Bekämpfung sozialer Mißstände. Unmittelbar vor den Olympischen Spielen hat es in ganzen Welt in dem Kongreß für Freizeit und ■ Polung zu zeigen versucht, was es an sich selbst Ar: eitet, um seinen Angehörigen em Höchstmaß an Mtur, an Lebenshaltung und Gesundheit zu ff Dir haben die Jugend der Welt prüfenweil Wi- ihr eine sichere friedliche Kampfstatte bereiten Äb nten, eine Stätte friedlicher Be^gnung aller ■ilter, die gleich uns guten Willens sin^ an Wei Sicherung der uns allen gememfamen ©utei ■yuarbeiten. Wir haben niemanden ausdeschloL ■r es fei denn, daß er sich selbst aus« M-jsse. Wir haben die Jugend der Welt gerufen,


