Mitglied -er DAF. oder nicht?
Deshalb heißt es nicht „Zwang oder freiwillige Mitgliedschaft der DAF.", sondern „Für oder wider die Volksgemeinschaft".
Die Kreiswaltung Gießen der Deut- fchen Arbeitsfront bittet um Veröffentlichung der folgenden Ausführunben:
In den letzten Wochen haben sich einige Zeitungen und Zeitschriften mit dem angeblichen Problem der Mitgliedschaft zur Deutschen Arbeitsfront beschäftigt. Die Tatsache allein, daß diese Stellen die freiwillige oder eine gezwungene Mitgliedschaft als Grundlage über Erörterungen setzen, zeigt, daß sie weder das Wesen noch das Ziel der Arbeitsfront begriffen haben. Denn die Mitgliedschaft zur Arbeitsfront ist kein Problem und keine Frage, die zur Diskussion steht, sondern eine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine Forderung unserer innenpolitischen Zielsetzung, woran nicht herumgedeutelt werden kann. Jeder, der das dritte Reich bejaht, der die historischen Aufaaben der jetziaen Generation erfühlt oder versteht, jeder, der Den gigantischen Kampf des Führers um ein ewiges Deutschland miterlebt, muß wissen, daß der Kern dieses Kampfes die Erfüllung ist und der Bestand des Dritten Reiches von der Schicksalsgemeinschaft des deutschen Volkes getragen wird. Und zwar nicht nur von einem Gesichtswinkel aus oder einem Standpunkt aus gesehen, sondern von der breiten Ebene unseres politischen Totalitätsanspruches.
In seiner Verordnung vom 24. Oktober 1934 sagt der Führer über die DAF.: „Die DAF. ist die Organisation der schaffenden Deutschen der Stirn und der Faust. Die Mitgliedschaft bei der DAF. wird durch die Mitgliedschaft bei einer beruflichen, sozialpolitischen, wirtschaftlichen ober weltanschaulichen Organisation nicht ersetzt. Das Ziel der DAF. ist die Bildung einer wirklichen Volks- und Leistungsgemeinschaft aller Deutschen. Sie hat dafür au sorgen, daß jeder einzelne seinen Platz im wirtschaftlichen Leben der Ration in der geistigen und körperlichen Verfassung einnehmen kann, die ihn zur höchsten Leistung befähigt und damit den größten Nutzen für die Volksgemeinschaft gewährleistet. Die DAF. hat den Arbeitsfrieden dadurch zu sichern, daß bei den Betriebsführern das Verständnis für die berechtigten Ansprüche ihrer Gefolgschaft, bei der Gefolgschaft das Verständnis für die Lage und die Möglichkeiten ihres Betriebes geschaffen wird. Durch die Selbsthilfeeinrichtung der DAF. soll jedem ihrer Mitglieder die Erhaltung seiner Existenz im Falle der Not gewährleistet werden, um den befähigten Volksgenossen den Aufstieg zu ebnen oder ihm zu einer selbständigen Existenz, wenn möglich auf eigenem Grund und Boden, zu verhelfen."
Ist dies die Zielsetzung eines privaten Verbandes, einer Gewerkschaft, oder ist das die sozialpolitische Marschroute für ein starkes und stolzes Volk, das sein Lebensrecht durch eigene Kraft erkämpfen will? Liegt nicht in diesem Auftrag die Verwirklichung aroeier großartiger Ideen, die die kommenden Jahrzehnte beherrschen werden, die Idee der Gemeinschaft und die der Leistung? Der Führer verordnete, daß die DAF. die Organisation der schaffenden Deutschen ist! Ausgenommen sind somit nur die Faulenzer und Nichtstuer, die nichts für die Nation leisten. Sie wird durch keine sonstige Mitgliedschaft, nicht einmal durch eine weltanschauliche ersetzt. Das bedeutet, daß jeder, der zur Bildung einer Leistungs- und Volksgemeinschaft beitragen will, in die DAF. gehört. Und hierzu berufen sind alle Deutschen, ohne Ausnahme!
Eine Volksgemeinschaft wird nicht durch einen Teil der deutschen Menschen gebildet, sondern durch alle. Eine Leistungsgemeinschaft umfaßt nicht nur eine Berufsschicht, einen Stand oder eine gewisse Anzahl von Volksgenossen, die durch ein arteigenes Wirken zusammengehören, sondern alle Stände, Schichten und Berufe. Hierzu gehören ebenso die Angehörigen der Freien Berufe als die Angestellten, die Werkmeister und die Ingenieure, die Bergarbeiter, die Landarbeiter, der Arzt, die Krankenschwester und der Patient ohne Rücksicht auf seinen Beruf, der Kommerzienrat, der Generaldirektor und der Handwerker, der ungelernte Arbeiter und der Lehrling. Welcher schaffende Deutsche will sich freiwillig von dieser Zielsetzung ausschließen?
Niemand, der sein Vaterland liebt und bereit ist, an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. Oder glaubt jemand ernstlich, daß er auf die Gemeinschaft verzichten und als Eigenbrödler fein Dasein fristen kann? Denn mehr als vegetieren kann er nicht! Die Zeiten der liberalistischen Ichsucht sind vorbei, wo alle gegen einen und einer gegen alle kämpfte! Er wird unbarmherzig durch den im Aufbruch befindlichen Gedanken der Gemeinschaft niedergetrampelt. Kein Titel und keine Stellung wird ihn hiergegen schützen. Der Trieb, der nur Rechte forderte, ist zurückgedrängt durch die Ethik der Pflichterfüllung all-r gegen alle.
Das sollte jeder, der den Nationalsozialismus noch nicht begriffen hat, ernstlich bedenken. Von dieser Zielsetzung aus gesehen, wird jeder zustimmen, daß die Mitgliedschaft zur DAF nur eine freiwillige
fein kann, denn das Bekenntnis zur Volksgemeinschaft schließt Pflichten in sich gegenüber Volk und Staat, die nur freiwillig übernommen werden können. Diejenigen, die die Gemeinschaft verneinen ober sich außerhalb biefer Gemeinschaft als Gegner stellen, können unb bürfen wir niemals zwingen, in ihr aufzugehen. Denn baburch würbe ber Gebaute ber Volks- unb ßeiftungsgemeinfdjaft gesprengt unb zu einer Geste ohne Bekennermut unb ohne Opferwille herabsinken.
Deshalb ist es verstänblich, baß sich Hanbwerker, Künstler, Aerzte, Rechtsanwälte unb Wirtschaftsführer zur Leistungsgemeinschaft bekennen: deshalb ist es verstänblich, baß Unternehmer, bie positiv zum Staat stehen, nur Mitarbeiter nehmen, bie bereit finb, am Aufbau unb an ber Erhaltung ber Gemeinschaft mitzuwirken; beshalb ist es verständ- lich, baß bas Arbeitsgericht bie Klage eines Gefolg- fchaftsmannes abwies, ber wegen Nichtzugehörigkeit zur DAF. entlassen worben war. Denn wer bie Gemeinschaft ablehnt, wirb auch durch diese Gemeinschaft verworfen.
Der hohe Wert der freiwillig erfolgten Eingliederung und der freiwillig übernommenen Pflichterfüllung ist gerade der Kern der Gemeinschaft.
Fachschaft der Weinverteiler
im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau.
LPD. Frankfurt a. M., 30. Jan. Zur Zeit wird der Aufbau der Fachschaft der Weinoerteiler im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau durchgeführt. Zu diesem Zweck hat der Garten- und Weinwirtschaftsoerband Hessen-Nassau, Abteilung Wein, Frankfurt a. M., Arndtstraße 28, allen ihm bekannten Weinverteilern des Gebiets in den letzten Tagen einen Fragebogen zugehen lassen, der von diesen auszufüllen und bis spätestens 8. Febr. 1936 wieder zurückzusenden ist. Weinoerteiler, denen ein solcber Fragebogen nicht zugegangen ist, müssen diesen sofort bei der genannten Stelle anfordern. Zu den Weinoerteilern zählen alle Unternehmen, die als Eigenhändler (Groß- und Kleinhändler), Vermittler unb felbftänbige Weinvertreter gewerbsmäßig Umsätze in Weinbauerzeugnissen tätigen. Wer bie Anmeldung unterläßt, kann nicht bamit rechnen, später noch als Mitglieb ber Fachschaft ber Weinverteiler ausgenommen zu werben unb setzt sich der Gefahr der Untersagung der Berufs- ausübung aus.
Wirtschaft.
Oie Induftrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
84: Neue Ausfuhrverbrauchsscheine der lieber» wachungsstelle für unedle Metalle ab 1. Febr. 1936.
85: Aenderungen im Post- und Telegraphenverkehr mit Litauen und dem Memelgebiet.
86: Der Außenhandel der Niederlande in 1935.
Rhein-Mainische Börse.
Mitlagsbörse fest.
Frankfurt a. M., 30. Ian. Die Börse verkehrte am Aktienmarkt in fester Haltung und brachte bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen überwiegend Kurserhöhungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Der Abschluß ber Siemens & Halske mit 8 (i. V. 7) und bie Wiederaufnahme ber Divi- benbenzahluna mit 5 v. H. bei Siemens-Schuckert gab ber Börse Anregung. Vorbörslich galten Siemens 179,50 nach 177,50 unb Schuckert 132,50 nach 130, währenb zum amtlichen Beginn die Kurse gegen gestern mit 177,65 bzw. 131 nur mäßig höher lagen. Es lagen jedoch einige Limite vor, die zur Ausführung tarnen, nach deren Erledigung vermochten Schuckert, bei denen man mit 6 (i. V. 4) v. H. Dividende rechnet, auf 132,50 anzuziehen. Lebhaft waren außerdem AEG. mit 38, 38,40, 38,13 (37,40), bie übrigen Elektrowerte lagen still unb voll behauptet. IG. Farben hatten mit 152,25 (151,25) größeres Geschäft, ferner stiegen Scheibeanstalt auf 213 (212,50). Montanaktien lagen ruhig unb kaum oeränbert, später zogen sie leicht an. Rheinstahl 113 (112,75), Mannesmann 84 bis 84,40 (84), Stahlverein 81,40 bis 81,50 (81,50), Hoesch unoeränbert 88. Kali Aschersleben gaben 1 v. H. auf 128 nach. Lebhaftes Geschäft hatten auf Divi- denbenhoffnungen Daimler Motoren mit 99,25 bis 100 (98,40), BMW. 123 (122,50). Eßlingen Maschinen bröckelten weiter ab auf 88,50 (89). Deutscher Eisenhanbel setzten ihre Befestigung auf die Wahrscheinlichkeit einer Dividendenerhöhung aus 6 (i. V. 4) v.H. auf 116,75 (115,75) fort, Metallgesellschaft gewannen 0,50 v.H. auf 118. Kunstseide AKU. zunächst ohne Notiz, später 53,75 (53,50). Sonst eröffneten u. a.: Reichsbank 184,75 (184,25), Brau- dank 116 (116,75), AG. für Verkehr 105,50 (105), Allgemeine Lokal & Kraft 122,75 (121,50), Holzmann 96,90 (96), Westdeutsche Kaufhof 33,90 (33,50) unb Norddeutscher Lloyb 16,75 (17,50). Nach ben ersten Notierungen war bie Haltung allgemein nach oben gerichtet und meist ergaben sich leichte Erhöhungen.
Der Rentenmarkt lag still aber freundlich. Altbesitz 110 (109.75), Kommunal-Umschuldung unv. 87,15, Zinsvergütungsscheine etwa 92,90, späte Schuldbuchforderungen 96,50. Von fremden Werten Ungarn etwas höher, 4 v. H. Gold 9,13 (9,05), 1913er 8,97 (8,75).
Im Verlaufe ließ das Geschäft am Aktienmarkt stark nach und auch die Kurse gingen zum größten Teil um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. zurück. Siemens 176 nach 177,65, Schuckert 132 nach 132,50. Daimler konnten sich mit 100 gut behaupten. Aku, IG -Far- ben, Montanwerte und Westdeutsche Kaufhof waren rückläufig. Zellstoffaktien blieben gut behauptet. Von Auslandwerten Chade D 285,50 (284). Am Kassa- marft kamen Gebr. Roeder nach Briefstreichung auf
Basis der gestrigen Schätzung mit 91 (letzter Kurs 103) wieder zur Notiz. Ausgehend von AEG. wurde die Haltung im weiteren Verlauf erneut fest. Es ergaben sich meist Erhöhungen von 0,50 o. H. Siemens blieben aber unerholt.
Renten lagen ebenfalls sehr still, aber gut behauptet. Späte Schuldbuchforderungen 96,65, Zinsvergütung 93. Der Pfandbriefmarkt brachte nur bei Liquidationspfandbriefen kleine Aenderungen. 5,5 Rheinische Liquidation 101,50 (101,90), 5,5 Psälz. Liquidation 101,25 (101,50). Stadtanleihen lagen im allgemeinen behauptet, etwas leichter Frankfurter. Auslandrenten lagen still: 5proz. äußere Mexikaner 13,50 (13,50), 3proz .inere 5 (5), Anatolier 37,75 (37,75).
Im Freiverkehr erhöhten sich Growag auf 80 (79), Kleyer etwa 100 bis 101 (100,50). — Tagesgeld zum Ultimo weiter gefragt und 3 (2,75) v. H.
Adendbörfe weiter fest.
In Fortsetzung der Tendenz des Mittagsverkehrs ergaben sich heute abend bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen weitere durchschnittliche Gewinne von 0,50 v. H. Es lagen Kauforders der Kundschaft vor, daneben schritt die Kulisse zu weiteren Käufen. Besonders Daimler Motoren blieben beachtet mit 100,75 bis 101 (100,50), ferner Vereinigte Stahlwerke mit 82 bis 82,25 (81,75), IG. Farben mit 153,25 (153) und AEG. mit 39 (38,75) .Höher lagen außerdem Scheideanstalt mit 214 (213), Moenus Maschinen mit 83,25 (82,50), Iunghans mit 86,50 bis 86,75 (86), Deutsche Eisenhandel mit 117,25 (116,75), Mainkraft mit 91 (89,75) Holzmann mit 97 (96,50) und Zellstoffaktien. Etwas niedriger lagen Südd. Zucker mit 197 (198). Valutapaiere hatten ebenfalls feste Haltung, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 178 (176), 3,5 v. H. dergl. 169 (167), Anatolier 38 (37,75), woraus sich auch die relativ behauptete Haltung der AKU.-Aktie mit 53,25 (53,50) trotz des erneut schwachen Amsterdams erklärt. Am Rentenmarkt hatten Reichsaltbesitzanleihe zu 110 (109,90) größeres Geschäft, im übrigen lag der Rentenmarkt ruhig und unverändert. Von fremden Werten notierten 5 v. H. innere Mexikaner mit 5,65 bis 5,70 (5,60) und 3 v. H. innere mit 5,13 (5).
U. a. notierten: Altbesitz 110, 5 v. H. Stahlverein 98,50, 4,5 v. H. Stahlverein 92,25, 6 o. H. Siemens Debentures 159, 4 v. H. Rumänen 5,15, 4 v. H. SBB. 178, 3,5 v. H. SBB. 169, 5 v. H. Mexikaner innere 5,65 bis 5,70, 3 v. H. innere 5,13, Braubank 117, Commerzbank 87,25, DD-Bank 85,50, Dresdner Bank 68,75, Harpener 113, Rheinstahl 113, Verein. Stahlwerke 82 bis 82,25, AKU. 53,25, AEG. 39, Bekula 139, Chade A bis C E 290, D, E 285, IG. Chemie volle 169,75, Daimler 100,75 bis 101, Eisenhandel 117,25, Erdöl 109,25, Scheideanstalt 214, Linoleum 146, IG. Farben 153,25, Ges- fürel 131, Holzmann 97, Mainkraft 91.
Frankfurter Schlack; tviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Jan. Auftrieb: 45 (gegen 19 am letzten Donnerstagmarkt) Rinder, darunter 2 Ochsen , 43 Kühe, Kälber 632 (860), Schafe 113 (108), Schweine 460 (497). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber andere a) 58 bis 64 (am 23. 1. 57 bis 68), b) 48 bis 56 (46 bis 56), c) 38 bis 47 (36 bis 45), d) 28 bis 37 (24 bis 35); Lämmer und Hämmel b2) Weidemast 50 (50 bis 51), c) mittlere 48 bis 49 (48 bis 49); Schafe e) beste 44 bis 46 (—), f) mittlere 39 bis 43 (—); Schweine al) 57 (57), a2) 57
(57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51) Markt- verlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt, lieber« stand: 19 Rinder, darunter 2 Ochsen und 17 Kühe.
Großhandelspreise für F l eis ch u n ö für Fettwaren. Beschickung des Fleischgrotz« marktes: 675 Viertel Rindfleisch, 97 ganze Kalber, 22 ganze Hämmel, 492 halbe Schweine, vier Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75 (am 27. 1. 72 bis 74); Bullenfleisch b) 74 bis 77; Kuh- fleisch b) 68 bis 74, c) 72 bis 74; Kalbfleisch b) 74 bis 80 (84 bis 94), c) 66 bis 74 (74 bis 84); Hammelfleisch b) 90 bis 95; Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktverlauf mittelmäßig.
Kirche und (Schule.
Landkreis Gießen.
3 Leihgestern, 30. Ian. Unser dritter G e - meindeabend am Sonntag stand unter dem Thema: „Kann ein Deutscher ein Christ sein" und war für jeden ein unvergeßliches Erlebnis. Keiner war berufener, diese Frage zu beantworten, die im vergangenen Jahr der Führer der Deutschen Glaubensbewegung Prof. Hauer im verneinenden Sinn gestellt hatte, als Pfarrer P r o b ft in Frankfurt-Oberrad. Mit Hauer in der Missionsanstalt in Basel einst zusammen ausgebildet, später in Indien unmittelbar in dessen Nachbarschaft als
Im Zeichen der Treue sammeln SA, SS, NSKK. und NSDS1B. für das Dinler- hilfswerk am 1. und 2. Februar. Zeige Deine Treue durch Dein Opfer!
Missionar tätig, konnte er den einstigen Christen in seinem Gebetsleben schildern, aber auch die Linien aufzeichnen, die den Vorkämpfern der Deutschen Glaubensbewegung in seine heutige Stellung gegen das Christentum geführt haben. Waren Bismarck, Freiherr vom Stein, Ernst Moritz Arndt, General von Ziethen, dessen 150. Todestag auf den 26. Januar fiel, keine Deutschen, weil sie Christen waren? Pfarrer Probst vertrat den Satz, und er begründete ihn in tiefgehender, innerlich packenden Weise: ein Deutscher kann nicht nur, sondern er muß ein Christ sein, weil er nur als solcher, sich feiner höchsten Verantwortung bewußt, in Sturm und Not hinter Volk und Führer feinen Mann steht. Die Gemeinde — das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt — folgte in atemloser Spannung den l’^ftünbigen, mitreißenden Ausführungen, die von Liedern Der Gemeinde und des Kirchengefangvereins unter Leitung von Oberrealschullehrer Blaß- Gießen umrahmt waren. Das kurze Schlußwort des Ortspfarrers ließ als schönsten Dank für den Redner die Mahnung an die Gemeinde ergehen, im Geisteskampf der Gegenwart die von heiligem Ernst und einer heiligen Begeisterung getragenen Worte in sich nachwirken, und allezeit zu einem tapferen und freudigen Bekenntnis werden zu lassen; denn nur damit leisteten wir dem Vaterland und feinem Führer und Kanzler den besten Dienst.
> Holzheim, 28. Jan. Die kirchliche Statistik vom Jahre 1935 weist folgende Zahlen auf: 34 Kinder wurden getauft (22 Knaben, 12 Mädchen), konfirmiert wurden 24 Kinder (11 Knaben, 13 Mädchen), 11 Paare wurden getraut, 22 Sterbefälle traten ein (14 männliche, 8 weibliche). 1489 Personen nahmen am hl. Abendmahl teil; es find dies 127 v. H.
Rundsunkproaramm.
Samstag, 1. Februar.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag — HI.-Sport. 10.15: Schulfunk. 10.45: Gaunachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht: 15.15: HJ.-Funk. 16: Der frohe Samstag- Nachmittag. 18: „Mit den fliegenden Fahnen ..." Das Volk singt feine Geschichte. 18.20: Stegreifsendung. 18.30: Wir schalten ein! 18.40: Die Wochenschau des Zeitfunks. 19: Unterhaltungskonzert. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Die große Sünderin. Operette in 3 Akten. 22: Nach- richten, Nachrichten aus dem Sendebezirk, Wetterbericht. 22.30: . . und morgen ist Sonntag. Ein frohes Wochenende mit Charlotte Gleisberg und dem Funkorchester. 24 bis 2: Nachtmusik.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deich loffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Jronnun o. 2)1.
Berlin
Schluß- kurS
Schlupf. Abendbörse
Schlußkurs
Gchlußk. mittag« börse
Oatum
29.1
30 1
29.1
30 1.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,5
100,5
100,5
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98
98
98
98
bV»°/o Doung-Anlcihe von 1930 ..
103,4
103,4
103,5
103
Deutsche Anl.-MlöI.«Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
<‘/i% Deutsche ReichSpostschatzan
109,75
110
109,9
110
to«i|unflen von 1934, I.......
6% etcm.8% Hess. Volksstaat 1929
99,85
99,85
99,9
(rückzahlb. 102%)............
*Vi% el>em.8% Hessische Landes
97,75
—
—
97,75
banl Tarmstavt Gold R. 12....
96,4
96,4
96,4
6y,% ehern. 4^% Hess. Landes-
Hypothekenbank DarmstadlLioui
101,1
101,05
4%% ehern. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldjchuldverlchr R.ü
93
93
Oberhessen Provinz-Anleihe mil
Ausloi.-Rechten .............
Deutsche Komm. Eammelabl. An-
119,5
—
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113,7
113,65
113,7
113,65
4Yi% ehk-m.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
6*4% ehern. 4yt% Franks. Hyp.
Bank-Ltgu.«Psandbriese.......
6%% ehern 4y,% Rheinische Hhp.-Bank-Liyu.-Goldpfe. ...
4^i% ehern. 8% Pr. LandeSpfand-
101,7
101,7
—
—
101,9
101,5
101,65
101,75
briesanslalt, Psandbriese R. 19
97
97
97
97
4%% ebcm. 7% Pr. Landcspsand-
briesanst., Gold Komm. Lbl.VI
97
97
97
108,5
Steuergutfch.Berrechnungsk. 84-38
108,5
I 108,5
108^5
4% Oefterrelchische Goldrente....
—
_
_
—
4,20% Oesterreichische SÜberreste
1,2
1,2
9,13
1,25
—
4% Ungarische Goldrente.......
9,05
9,05
9,1
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,8
8,9
8,85
8,9
4*4% desgl. von 1913..........
8,9
8,975
9
9,10
6% abgest. Goldmexikaner von 99
13,5
13,5
13,6
13,5
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie l....................
9,4
9,65
9,7
—
Sranffurf a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börle
Datum
29 1
30-1
29-1.
30.1
4% desgl. Serie II ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!4A»Rumän.vereinh.Rentev.l91S
4% Rumänische vereinh. Rente .. 2y<% Anatolier ..............
Hamburg-Amerita-Paket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Prival-Bank ... o Deutsche Bant und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank........ 0
Reichsbank ................ 12
'11.6.®.......................
Bekula.................... 10
Elektr. LieferungSgefelllchaft... 6 Licht und Kraft ........... ey.
Felten & Guilleaume......... 4
Gefellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ «
Rhein. Wests. Elettr..........«
Schuckert S Eo................
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Eo..............7
Buderus ................... 4
Deutsche Erdöl ...............
Harpener....................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. B
Ilse Bergbau ...............g
Ilse Bergbau Genüsse........ 6
Klöcknerwerke ............... 3
Mannesmann-Röhren........0
9,4
6,4
9,15
5,15
37,75
16
17,5
105
116
87,13
85,5 86,75 184,25
37,4
139
115
132,75
114
131,25
128
130
177,5
128
98 108,5 '13,5
88
159
129
84,75 84
9,65
6,5
9,2
5,15
38
16
17
106
117
87,25
85,5 86,75
39
139 116,13 133,25 114,25
131
129,13 132,25
176
129
97,75 109,25
113
88,5 160,5
129,25 85,25
84,64
6,5 9,35
5,2
37,9
16,25
17,65
104,75
117
87,13
85.5 86,75 184,9
37,13
138,9
115
133
113,9
131
128,25 129,75 177,25
128
97,75 108,25
113,5
88 160,25 129,13
84,5
84
9,2 5,15
37,75
16,13
27
16,9
105,5 117,5
87,25
85,5
86,75
185,75
38,75
139,13
115,75
133 113,75 130,75
129,4
132,25 176,65
128,25
97,75
108,75
112,75
88,5
129,4
85,25
84,75
Sranffurt a. M.
Berlin
Schluß« kurs
Echlußf. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. mittag« börse
Datum
29-1
30-1
29.1
30 1.
Manöfelder Bergbau.......
.. 6
_
127
127
127
Kokswerke.......
.. 6
——
—
120
120,25
Rheinische Braunkohlen ....
12
218,5
219,5
219
219,75
Rheinstahl ...............
.. 4
112,75
113
112,65
113,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. O
81,5
82,25
81,4
81,75
Otavi Minen .............
.. 0
18,13
18,25
18,25
18,25
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
129
128
128
128
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
120
—
120,25
121,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
iy.
—
194
193,5
194
$. G. Farben-Jndustrie.....
.. ?
151,25
153,25
151,25
153
Scheideanstalt.............
.. 9
212,5
214
——
Goldschmidt ..............
.. 5
112,65
112
112
112
Rütgerswcrke .............
.. 6
120,65
120,4
120
121
Metallgesellschaft...........
.. 4
117,5
118
117
118
Philipp HoHmann.........
Hemeniwerk Heidelberg ....
.. 4
96
97
96,5
96,5
.. 7
124,5
123,75
-
Sementwerk Karlstadt.......
.. 6
128
128
-
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
97,9
97,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
53,5
53,25
54,4
53,5
Bemberg.................
.. 6
93,25
—
93,25
93
Zellstoff Waldhos ..........
. 5
119,5
121
119,5
120,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
82,5
84
82,75
84
Dessauer Gas .............
.. 7
—
122,25
121
Daimler Motoren..........
.. O
98,4
101
98,5
100,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
145
146
144,75
145,5
Orenstein & Koppel ........
. O
—
—
79,75
79,25
Westdeutsche Kaufhof.......
. O
33,5
33,25
33,13
33
Chade....................
7V.
287,5
290
288
290,75
Accumulaioren-Fabrik......
12
174,5
—
173,75
Eonti «Gummi.............
. 8
165
165,5
165
165,5
Sritzner..................
- 0
26,65
-
27
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
89,75
91
-
Süddeutscher Zucker .......
10
198
197
-
198
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt a. 21L
29.Januar
30.Januar
Amtliche Notierung
Amtliche
Notierung
iveiv
Bries
Geld
1 Bries
Buenos Lire.
0,680
0,684
0,680
0,684
Brüssel ....
41,91
41,9!
41,91
41,99
>Rfo de Ian.
0,138
0,140
0,138
0,140
Sofia ......
3,047
3,05-
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,85
54,95
54,89
54,99
Danzig-----
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,285
12,315
12,29
12,32
HelsingforS..
5,415
5,425
5,415
5,425
Paris ......
16,39
16,4c
16,38
16,42
Holland ....
168,61
168,95
168,53
168,87
Italien.....
19,85
19,8$
19,80
19,84
Japan ......
0,717
0,71$
0,717
0,719
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Lslo..... :
61,67
61,7$
61,71
61,83
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,15
11,17
11,15
11,17
Stockholm...
63,33
63,45
63,37
63,49
Schweiz ...
80,84
81,0C
80,82
80,98
■spanten...
33,97
34,03
33,97
34,03
Prag.......
Budapest ...
10,28
10,30
10,27
10,29
Reuyork ...
2,465
2,469
2,458
2,462
Banknoten
_________Berlin, 30 Januar
Seid
Brie?
Amerikanische Noten.......
2,41
2,43
Belgische Noten...........
41,76
41,92
Dänische Nolen ..........
54,63
54,85
Englische Noten ..........
12,255
12,295
Französische Noten........
16,33
16,39
Holländische Noten ........
Italienische Noten.........
Norwegische Noten .......
61,50
61,74
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling
Rumänische Noten........
——
Schwedische Noten........
63,15
63,41
Schweizer Noten..........
80,64
80,96
Spanische Noten..........
33,63
33'77
Ungarische Noten.........


