Ausgabe 
31.1.1936
 
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öeoeutung des historischen 30. Januar gleichen Stunde waren in allen Gauen

Die Alte Garde der SA. huldigt dem Führer

Die Wiederholung -es historischen Fackelzugs vom Tage -er Machtergreifung

Der ersteSA-Rus" vor dem Führer

an lebe

Goebbels den mar- und HI.

Schon Stunden vor Beginn des Marsches der Alten Garde, der symbolischen Wiederholung des Fackelzuges vom 30. Januar 1933, ist der weite Wilhelmsplatz schwarz von Volksgenossen, die Kopf an Kopf die Marschkolonnen erwarten. Tief gestaf- elt flauen sich begeisterte Massen auch in den an­regenden Straßen. Die Erwartung der Zehntau­ende bricht immer wieder durch. Um besser sehen zu können, sind viele Jungen auf Bäume geklettert. Marschlieder erklingen und werden mitgesungen.

Eiserne Zucht und vorbildliche Vorarbeit haben es zuwege gebracht, daß die Riesenschlange der Zwölferreihen, die sich vom Brandenburger Tor die ganze Charlottenburger Chaussee über' den Gro­ßen Stern hinweg bis fast zum Knie hinschlängelte, um 19.30 Uhr stand. Kurz vor 20 Uhr meldete der Aufmarschleiter, Briqadesührer Michaelis, dem Stabschef Lutze:35 000 Mann zum Fackelzug angetreten!" Zwischen den beiden Fackelreihen, die das Ehrenspalier bilden, entzündet sich ein breiter brennender Strom, der sich in unabsehbarer Länge nach dem Westen hinzieht.

Unter lautloser Stille sprach Dr. Goebbels zu den Kindern weiter von den großen Ereignissen, die !$ an Jenem historischen 30. Januar des Jahres 1933 abspielten, zu einer Zeit, als noch die rote Internationale durch die Straßen des Beusselkietz marschierte und die Zukunft trostlos vor uns lag. Dieser Tag hat eine völlige Umwälzung emgekitet. Wenn ihr, meine Jungen und Mädel heute Soldaten durch die Straßen ziehen seht,' so lernt begreifen, daß sie unser Volk und unsere Arbeit, die bis dahin jeder Willkür preisgegeben waren, schützen sollen, und daß die Wlederaufrichkung unserer Wehrmacht eines der wichtigsten Ereignisse der nationalsozialistischen Re­volution ist. Deutschland ist wieder ein selbst-

Voller Spannung und Aufmerksamkeit verfolgten die Kinder mit blanken Augen die weiteren Aus- ührungen, die Dr. Goebbels dann über den Kampf des Führers und seine Verbundenheit mit dem Volke machte.

Es ist dem Führer nicht leicht geworden, das Reich zu erobern, und niemals wäre ihm das gelungen, wäre er nichl selbst ein Kind

von Trommeln und Pfeifen und der Marschmusik in dem Orkan des Jubels, der den Führer um- brandet, nichts mehr zu hören. Erst nach Minuten dringen die Klänge der Kapelle wieder durch. Die Garde kommt. Mit brausenden Heilrufen und erhobener Rechten werden die Standarten und die Sturmfahnen gegrüßt.

Der Schein der sprühenden Fackeln wirft fein 2'cht an die Hauserwände und auf die Gesichter der in unzähligen Kämpfen erprobten politischen Sol- baten unferes 011^61:5. Fest und hart schallt der wchritt der Tausende in Zwölferreiyen schnur- geraöe ausaerichtet marschierender SA.-Männer auf dem Asphalt. Im Hinblick auf die endlosen Kolonnen kennt die Begeisterung der Massen keine Grenzern Immer wieder brechen Jubelstürme aus.

Der Stabschef hat die Marschkolonnen ver­lassen und erscheint auf dem Balkon, wo er d e m Obersten S2l.-Fiihrer den Fackelzug meldet. Um den Führer haben sich feine engsten Mitarbeiter geschart, darunter der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, Ministerpräsident SA.- Odergruppenführer General Göring, der Ber- lmer Gauleiter Dr. G o e b b e l s , der Reichsführer- S>2. Himmler, Reichskriegsminister General­oberst von Blomberg, der Reichsbauernführer SS.-Obergruppenführer Darr6, der Reichsin- nenminifter Dr. Frick, Reichswirtfchaftsminister Dr. Schacht.

In endloser feuriger Kette ziehen die Fackeln vorüber, jede Gruppe ein beschlossener Block, von immer neuem Beifall umtost. Prachtvolle und für die einzelnen Gruppen charakteristische Märsche be­gleiten den begeisterten Zug. Jedesmal, wenn die Lichtkegel der Filmoperateure am Balkon der

bewußter, stolzer, aufrechter und souveräner Staat geworden; viele Früchte unserer Arbeit werden erst reifen, wenn ihr groß genug seid, sie zu pflücken und wenn chr so er­zogen seid, daß wir das Schicksal des Reiches ge­trost in eure Hände legen können. Durch Arbeit und Kampf die Sicherheit und Zukunft der Nation zu festigen, das ist die bleibende Aufgabe jeder lebenden Generation."

Der heutige Tag, an dem nicht nur die SA. mar- ichiere, und nicht nur die Kinder sich in den Schu­rn zu einer festlichen Stunde versammelten, son­dern der auch durch Sonderspenden des Winter­hilfswerks ein Festtag der Armen fei, er* fülle uns mit Erinnerung an die zurückliegenden örei Jahre der Arbeit, des Kampfes und der Sorge.

Wöge einwahrhafledler, national­sozialistischer G e i st in den deutschen Schulen Einzug halten und den Lehrern die Kraft geben, der Jugend die Größe unserer Zeit zum Bewußtsein zu bringen. Jn diesem Sinne grüßen wir ans jungem Herzen in Liebe und Verehrung unseren Führer. Er ist das Symbol unserer Kraft, unserer Einigkeit und Stärke, er ist Deutsch­land, feine Hoffnung und feine Zukunft. Darum soll in dieser Stunde aus Willionen deutscher Kinderherzen der Wunsch und das innige Gebet zum Himmel emporsteigen: Lang lebe der Füh­

rer und ewig währe unser Reich!

des Volkes gewesen. Die Ihr Jungen, so hat auch er einmal in einer deutschen Schule gesessen, und wie Ihr, so hat auch er die Rot des Lebens kennengelernt. Gerade weil er fein Volk und das Leben kannte und liebte, hat er selbst, aus der Tiefe des Vol­kes emporgestiegen, auch die Kraft gesunden, dieses Volk für eine große, neue Staatsidee zu gewinnen.

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Als der Minister geendet hatte, stürzte mit einem Schlage die ganze Schuljugend nach vorn und um­ringte jubelnd Dr. Goebbels. Es war ergreifend, - anzusehen, wie jedes dieser Kinder aus einem der ärmsten Viertel der Reichshauptstadt die Hände des Ministers zu erfassen und zu drücken suchte, um so feiner Begeisterung für das neue Reich Ausdruck . ZU geben. Die Einwohnerschaft der Rostocker Straße hatte sich zu vielen Tausenden unten ver­sammelt und begrüßte den Minister mit begeifer­ten Heilrufen. Auch auf der ganzen Fahrt vom Beusselkietz zum Ministerium wurde Dr. * '

immer wieder von der Bevölkerung und schierenden Abteilungen der SA.,' SS. freudig begrüßt.

Reichsminister Dr. Goebbels spricht zur deutschen Zugend.

tlnfer (Staat hat aus festen Grün- gebaut, weil er in -er Liebe -es ganzen Volkes verankert ist.

und das uns heilig und teuer ist jetzt in der Zeit der Erfolge: Unser Deutsches Reich, un­ser deutsches Volk und unsere einzige nationalsozialistische Bewegung: Sieg- Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! (Bis ins Innerste be­wegt stimmten die 30 000 alten SA.-Kämpfer be­geistert das Lied an:Deutschland, Deutschland über alles!")

Ammer wieder brausen begeisterte Heilrufe auf, als der Führer die Kampfparole für die kommende Zeit verkündet, die unverändert bleibt, bis das ganze deutsche Volk vom Glauben, Vertrauen und Zuversicht zur Idee der Bewegung erfüllt ist. Das erneute Bekenntnis des Führers zu einem Frieden in Ehren löst einen unbeschreiblichen Jubelfturm aus. Das Gelöbnis, ohne Furcht und ohne Scheu für das deutsche Volk einzutreten, mit Stolz jedes,

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reißend« LiedVolk ans Gewehr". Ein paar Takte Schrittwirbel und dann erklingt in mächtigen Akkorden Horst W-,,els F r e i h e i t s l i ° d. Erneutes Locken der Trommeln und Pfeifen geht dem Schlußlied voran, dem Gelöbnis:Durch Groß-Berlin marschieren mir, für Adolf Hitler kämpfen wir".

S2l.-Rus ist verklungen. Kaum sind die Ehrensturme und Musikzüge abmarschiert, da ist für die begeisterte Menge kein Halten mehr. Die Absperrungen können die Massen nicht mehr zurück» haltem die bis an die Reichskanzlei Vordringen und unaufhörlich ihren Führer zu sehen verlangen. Un­beschreiblich ist das Bild dieses Menschengewoges das nicht wankt und weicht, jubelt und singt und nicht aufhören will, den Führer zu rufen. Ihren unentwegten Bitten wird auch Erfüllung. Noch ein­mal tritt d e r Führer mit dem Berliner ®au- (eiter auf den Balkon. Er grüßt nach allen Seiten und dankt damit der begeisterten Menge. Singend Ziehen die Formationen in ihre Standquartiere aber nur ganz allmählich verliert sich die Menge'

VomKaiferhos" herüber ziehen zwei Ehren­sturme der Standarte 4 zur Reichskanzlei unter Öen Klängen des Nibelungen-Marsches, gefolgt von den Spielmanns- und Musikzügen der Berliner Brigaden 28, 29, und 30. Während die Berliner Standarten und Sturmfahnen vor dem Portal der Reichskanzlei aufmarschieren, bilden Spielmanns- und Musikzüge ein offenes Rechteck. An- und abfchwellender Trommelwirbel künden den großen S A. - R u f an. Nach dem Kreuz- ritter-Fanfarenmarsch singt die Menge Ernst Moritz Arndts FreiheitsliedDer Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine' Knechte". Die Ehrenstürme stimmen unter gedämpf­ter Begleitung die schönsten Kampflieder der Bewegung an. Dann leitet dumpfer Trommel­wirbel zum Lied vom guten Kameraden über. Feierlich und getragen klingt die alte Weise über den Platz und erinnert an die, die auch heute im Geiste wieder mitmarschiert sind. Nach dem Locken setzt der schneidige Parademarsch der Langen Kerls" ein. Mit den Ehrenstürmen singen zugleich auch die Zehntausende das mit-

Deutschland wirb die Zeit des November 1918 nidyt mehr erleben Es kann jeder die Hoffnung aufgeben, dieses Rad der Weltgeschichte noch ein­mal zurückdrehen zu können.

Die Stunde, in der wir uns hier versammeln, ift eine Stunde der Erinnerung. Sie ist aber auch eine Stunde des Gelöbnisses für die Zukunft. Wir wissen alle, was uns stark macht. &5 war nicht eine mechanische Organisation, es war nicht ein äußeres Lippenbekenntnis, sonder es war bie Kraft, die i n der Idee unserer Bewe­gung liegt, die Kraft, die sich übertragen hat auf tausende und hunderttausende von Herzen. Die einen nennen es Verstand, andere heißen es Instinkt, wir beißen es Glauben, Vertrauen, Zuver­sicht. Wir wissen, daß der Nationalsozialist nicht geboren wird, sondern daß er erzogen wird, daß er sich selbst erziehen muß. Wir wissen, daß Ge­burt und Herkunft uns eher zerreißen als vereinen. Aber wir fühlen es, daß wir ein Volk sind und den Weg zueinander finden müssen. Und so, wie diese alte Garde in langen Kämpfen den Weg zu einander gefunden hat, und aus dem ganzen Deutschen Reiche heute hier vereint steht, so muß auch in der Zukunft jeder einzelne Deut­sche diesen Weg der Erziehung neh­men, um zum aufrichtigen und wirklichen N a - tionalsozialisten zu werden. Das ist die größte Parole, die uns unentwegt vor Augen zu stehen hat.

Solange diese Bewegung rein und aufrichtig Ihrem Ziele nachstrebt, wird Deutschland stark sein und stark bleiben! Wir haben daher die Ideale aus der Zeit des Kampfes um die Dacht sortzupflanzen in die Zeit der großen Erfüllung. Eine junge Generation nach der anderen muh diesen Geist in sich ausnehmen. Und was heute noch nicht ganz gelingt, es wird sich später vollenden. Allmählich wird doch e i n Volk entstehen, eines Sinnes, eines Geistes, eines Willens, einer Tatkraft. Wir werden den Menschen für die Zukunst bilden, den unser Volk benötigt im Kamps um seine Selbstbehauptung.

Der JNarsch durch das Vraudenburger Tor.

Am Brandenburger Tor ist nach dem erlösen­den:Sie kommen!" die Spannung bis zum Ber- ten gestiegen. Dann ziehen die braunen Kolon­nen heran und marschieren unter den Klängen von Preußens Gloria" durch den breiten Mi'ttelgang des Tores hindurch. Musikinspizient und Führer des Musikzuges Berlin-Brandenburg, Standartenführer F uh sei, führt, wie vor drei Jahren, den Fackel­zug an. Ihm folgen die Musikzüge der Gruppen Franken und Mitte. An der Spitze der Kolonnen marschiert Stabschef Lutze, hinter ihm die Amts­chefs und in Zwölferreihen die zV.-Führer des Stabes der obersten SA.-Führung.

Jubel begrüßt und umbrandet von immer neuen Heilrufen folgen die 44 Standarten und über 350 Fahnen, unter ihnen meistens Blutfahnen aus dem Weiche. Wieder kommen Spielmannszüge und Musikzüge, dann die alten Kämpfer der ein­zelnen Gruppen. An dem Blau der Spiegel und den Litzenfarben erkennt man die Gruppe Hoch- wnd, unter denen allein 50 Blutordensträger sind. JJlan sieht die Gruppe Kurpfalz in jatzdgrünen lucugen.

Vor her Reichskanzlei.

in?°m>?cr Reichskanzlei harrt inzwischen die rie- ige Menge auf das Nahen des Zuges. Laut- L^chermuslk vertreibt den Wartenden bk Zeit bis zum Hf" beF ersten Bataillone der Alten Garde. brüfrfhi1»6 q " .Äsendes schwarzes Meer. Plötzlich ?°utsprechermusik ab. Trommeln und n?en- G,e werden abgelöst von dem chneidigen Armeemarsch, mit dem der Musikzug b Vyslw'Rrandenburg einschwenkt.

3rn gleichen Augenblick hat der Führer den Balkon der Reichskanzlei betreten. Und nun ist

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Im Mittelpunkt der Schulfeiern im ganzen Reich stand eine Feier­stunde in Öer 216. und 222. Volksschule am Beusselkietz in Moabit, auf der ©au= leiter Dr. Goebbels zur deutschen Jugend über Sinn und Bedeutung des historischen 30. Januar sprach. Zur gleichen Stunde waren in allen Gauen Deutschlands die deutschen Jungen und Mädel in ihren Schulen zum Gemeinschaftsempfang versammelt. Auf dem Schulhof, auf den Fluren und Treppen bis hinauf zu der einfachen, in schlich­tem Festschmuck stehenden Aula bildeten HI., Jung­volk und BDM. Spalier. Jubelnde Heilrufe er­tönten, als Dr. Goebbels mit seiner Begleitung er­schien. Nach einem Sprechchor der HI. und einer kurzen Begrüßungsansprache des Rektors nahm der Gauleiter das Wort zu seiner Rede an die deutsche Jugend.

Der Minister hob eingangs hervor, daß der Tag der Machtübernahme durch den Führer nicht etwa ein (Ereignis nur für die erwachsene Generation, sondern ein Geschehnis von weittragender Bedeu­tung gerade auch für die deutsche Ju­gend sei. Darum sei es auch kein Zufall, daß er an diesem dritten Jahrestage zur Jugend spreche und gerade eine Schule in einem der ärm­sten Stadtviertel Berlins ausgesucht habe. Es sym­bolisiere sich in diesem Tage der Machtübernahme die seit Jahrhunderten ersehnte innere Ein­heit und Geschlossenheit unseres Volkes. Das Bismarck-Reich, so stolz und machtvoll es auch gewesen sei, habe schließlich doch nur eine Einheit der Fürsten bedeutet, während das Volk in Klassen zerfallen sei. Das nationalsozialistische Reich hin- ge^en habe d i e innere Vermählung d e r Führung mit dem gesamten Volke ge­bracht. Diele Patrioten hätten sich darum bemüht, das Bismarck-Reich wieder zurückzubringen, aber was in der Geschichte einmal vergangen sei, das komme nicht wieder.

Dabei hat die deutsche Jugend von Anfang zu ihm gehalten, niemals schwankend in der Li und in der inneren Verbundenheit zu ihm. Das ist um so ergreifender, als es uns trotz allem Be- muhen noch nicht möglich gewesen ist, alle die Sicherheit der Arbeit und des täglichen Brotes zu gewährleisten. Gerade Ihr, die Ihr vor mir sitzt, feiö ja von den Sorgen des täglichen Lebens nicht verschont geblieben. Ihr gehört nicht zu den Glück­lichen, die in Palästen geboren wurden, Ihr kommt aus den Hutten der Armut. Aber gerade darum H*63 ®ahrf)aft ergreifend und tröstlich für uns, daß Ihr zusammen mit Euren Eltern in heiliger Liebe und innerer Begeisterung zu Führer und k e i cf) steht. Wenn Eure Väter und Müter am heutigen Morgen in diesem armen Stadtviertel alle Fenster und Balkone mit den Fahnen des Reiches geschmückt haben, und wenn sie den Vertretern des Reiches zujubelten, so kann man wohl sagen, daß dieser Staat auf einem feften Grund baut und es versteht, feine Säulen in d e r Liebe des ganzen Volkes zu veran- k e r n.'

Reichskanzlei haften, von dem der Führer seine ältesten Mitkämpfer um die deutsche Erneuerung grüßt, brausen neue Begeisterungswellen zu ihm hinauf. Schon ziehen die Gruppen der alten Kämp­fer eine geschlagene Stunde vorüber und noch ist kein Ende des Zuges abzusehen. So marschieren Hochländer und Pommern, Westfalen und Schlesier Sachsen und Franken, so zieht das ganze Deutschland an seinem Führer vorüber. Die alten Kampfer der einzelnen SA.-Gruppen werden geführt von den Gruppenführern. Am Schluß des rZackelzuges marschieren die Berliner alten Kampfer unter Obergruppenführer von I a - g o w. Es folgen N S K K., P o l i t i f ch e L e i t e r, HI. und SS. Freudig grüßt die Menge alte be- kannte Oberführer mit Zuruf ihrer Namen, be- anders Oberführer Fiedler, der jetzt in West- deutschland Dienst tut.

Die Massen, die während des mehrstündigen Vorbeimarsches nicht müde wurden, den Weqbe- reitern des Dritten Reiches, den tapferen und opfer­bereiten Gefolgsmännern des Führers für ihren Kampf um das neue Deutschland zu danken, wen- öen nun wieder all ihre Liebe und Verehrung oem Führer zu. Sein dankender Gruß löst neuen Jubel aus. Irgendwo in dem unübersehbaren Menschenmeer wird das Deutschlandlied angeftimmt in öas alle entblößten Hauptes einfallen. Dann schleudern die Scheinwerfer grelle Lichtbündel von der Reichskanzlei herüber zum Propaganda- Ministerium. Hell erleuchtet find die großen Fenster. Der Führer grüßt vom Balkon der Reichskanzlei herüber die Angehörigen sei- ner toten Kameraden. Die Menge nimmt diese Ehrung mit großer Begeisterung auf.

auch das schwerste Opfer zu bringen, Im Stampf nicht zu erlahmen, bekräftigt das Sieg-Heil auf Reich, Volk und nationalsozialistische Bewegung. Entblößten Hauptes fingen die Zehntausende das Lied der Deutschen.

Dann ermahnt Stabschef Lutze die alte Garde, die Worte des Führers tief in ihre Herzen zu senken und mit hinauszunehmen in ihre Heimat­stürme und den Kampf in unwandelbarer Treue zum Führer fortzusetzen. Das Versprechen bekräftigt ein jubelndes Sieg-Heil. Mit dem alten Freiheits­lied Horst Wessels ist der Appell beendet. Noch einmal nimmt der Führer den Weg durch die Reihen der alten Mitkämpfer, der Garde, die die Bewegung zum Siege geführt hat und ihre Zu­kunft verbürgt.

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Wir wollen zugleich aber auch, fo wie wir im Inneren stets den Frieden in unserem Volke gepre­digt haben, ein friedliebendes Element un ter den anderen Völkern fein. Wir können das nicht oft genug wiederholen. Wir suchen den Frieden, weil wir ihn lieben! Allein wir stehen Zur Ehre, weil wir ohne sie nicht leben wollen! (Brausende Heilrufe.) 14 Jahre lang vor der Macht­übernahme haben wir zu diesem Bekenntnis gestan­den! Drei Jahre lang erfüllen wir es nun in un­serem Volke im Besitze der Macht. Und wir werben in der Zukunft nicht von etwas lassen, was uns nunmehr 17 Jahre lang der Inhalt unseres ganzen Lebens war! Das muß die Welt wissen. Deutschland wird friedliebend sein, wie nur ein Volk friedliebend fein kann, wenn diesem deutschen Volk nicht an feine Ehre getastet wird. Wer uns glaubt, als Sklaven be- handeln zu können, wird fühlen, daß es das stör­rischste Volk ist, das es auf der Welt geben kann, [o wie wir Nationalsozialisten störrisch und wider­spenstig waren den Geistern gegenüber, die im In­nern Deutschlands geglaubt haben, uns knebeln oder mißhandeln zu können! (Tosende Heilrufe.) Sie ha­ben das Gegenteil erreicht und konnten doch nicht die Entwicklung verhindern. Wir wollen hoffen, daß in der Welt ein allgemeines Verständnis für die Rechte aller Völker immer mehr Platz greifen möge. Es wird dies die erste Voraussetzung sein, um einen wirklichen inneren tiefen Frieden über die Völker zu senken.

So stehen wir heute drei Jahre nach der INachtübernahme am Abschluß einer ganz kurzen Periode der nationalsoziatisiischen Regierung. Was erreicht wurde, ist gewaltig! Roch nie­mals in der deutschen Geschichte ist in drei Jahren auch nur annäherndes ge­leistet worden. Ich glaube, man wird De­zennien und manchesmal vielleicht Jahrhun­derte nehmen müssen, um ähnlich umwäl- zende Ergebnisse seststellen zu können, wie in diesen drei Jahren nationalsozialistischer Regie­rung. And dabei haben wir nicht eine glorreiche Erbschaft übernommen, sondern eine durch und durch verkommene. Heute können wir mit Stotz uns als Deutsche wieder vor der Welt sehen lassen. Dem deutschen Volke ist gerade in diesem letzten Jahre unseres Regimes auch die Ehre vor der Welt zurückgegeben worden. Wir find nicht mehr wehrlose Heloten, sondern sind freie und selb st bewußteW elt - bürget geworden.

Mit Stolz können wir diese drei Jahre an unse­ren Augen vorüberziehen lassen. Sie sind zugleich eine Verpflichtung für die Zukunft. Auch in den kommenden Jahren wird die Arbeit nicht geringer werden. Es gibt einzelne Menschen, die glauben, dem Nationalsozialismus einen Schlag versetzen zu können, indem sie sagen: Ja, aber es erfordert ja auc9 £Ke5 Opfer. Ja, meine würdigen Kleinbür- ßer, Opfer hat unser Kampf ununterbrochen gefordert. Das habt nur ihr nicht erlebt. (Stürmische Heilrufe.) Ihr bildet euch vielleicht ein, daß dieses gütige Deutschland geworden ift, weil ihr keine Opfer gebracht habt! Nein! Weil wir Opfer brin- aen konnten und bringen wollten, deshalb ift dieses . Eeutfdjlanö gefommen! Wenn also jemand uns er- ' flart:Auch die Zukunft wird also Opfer erfor- ' öem , dann sagen mir:Jawohl!" Der National­sozialismus ist keine Lehre der Trägheit, sondern , GMürt« St. rQ ?h5 Kampfes. Keine Lehre des ' (Slurfs, des Zufalls, sondern eine Lehre der Ar- i beitÄ e'ne Lehre des Ringens und damit auch ~ne Lehre der Opfer. Das haben mir vor dem ' Kampfe so gehalten, und in diesen drei Jahren war es nicht anders, und in der Zukunft . wird es s o bleiben!

(Eines nur ist entscheidend: Seit Jahrtausenden hat unser Volk für seinen Lebensweg und seinen 1 Lebenskampf Opfer bringen müssen. Nichts ist ihm geschenkt worden, aber nur zu oft sind ! die Opfer umsonst gewesen. Diese Garantie kann heute die Bewegung dem deutschen Volke geben: was du deutsches Volk an Opfern bringst, wird nicht mehr vergeblich lein, sondern aus diesen Opfern wird für dich immer ein neues Leben gewonnen wer­den. (Begeisterte Heilrufe.) And so wollen wir männlich an diesem Tage unser altes Kampf­bekenntnis ablegen: Ohne Furcht und ohne Scheu einzutreten für unser Volk, für die Be­wegung, die dieses Volk führt! Ohne Furcht und ohne Scheu jeden Kampf aufzunehmen, der uns aufgezwungen wird, und ohne Furcht und ' ohne Scheu die Entschlüsse zu treffen, die ge­

troffen werden müssen. Das hak uns zum heu­

tigen Tage geführt, und das wird uns in eine

große Zukunft hineinbegleiten.

So möchte ich euch, meine alten Mitkämpfer, denn an diesem Tage der Erinnerung hier in des Reiches Hauptstadt grüßen, indem ich euch danke für all d i e Treue und all den Glauben und all die Opfer, die ihr in langen Jahren gebracht habt für mich, für unser Volk und damit letzten Endes f ü r D e u t s ch l a n d. Und ich möchte euch bitten, mit mir wieder den Kampfruf auszu- stoßen auf das, was uns das höchste ist auf dieser Welt, für das wir einst kämpften und stritten und siegten, das mir nicht vergessen haben in der Zeit der Niederlage, das mir liebten in der Zeit der Not, das mir vergötterten in der Zeit der Schmach