Ausgabe 
30.12.1936
 
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Stadion gegen VfB. Marburg und Tuspo Fritzlar überlegen gewonnenen Jugendklubkampf sowie in der bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft erreichten Punktzahl wider. Ueberragendes Können wurde von dem B-Jugendlichen G o ß an den Tag gelegt. Mit seiner Kugelstoßleistung von 14,65 Meter wurde ihm der Gaubestenwimpel zuteil.

Die FrauenAbleilung

trat wettkampfmäßig nur wenig in Erscheinung, machte aber dann ihre Sache recht gut. Der größte Erfolg war der Sieg in der Anlagenstaffel, wo Mto. und VfB.-Reichsbahn Gießen den 1900erinnen den Vortritt lassen mußten. Auch die Leistungen in der Deutschen Vereinsmeisterschaft können als ansprechend bezeichnet werden.

Iußball der Gauliga Hessen.

Hanau wieder in Fulda.

Nachdem Hessens Gaumeister, Hanau 93, in Fulda schon der diesmal sehr schwachen Borussia unterlag, müßte sie eigentlich den wesentlich besseren Germa­nen ebenfalls unterliegen. Eine solche Niederlage würde den Verlust des dritten Platzes und damit des Anschlusses an die Spitze bedeuten. Wir glauben deshalb, daß sich Hanau mächtig anstrengen wird, doch erscheint uns hier ein Punktgewinn der Ein­heimischen wahrscheinlicher als ein Hanauer Sieg. Der Spielverein Kassel, nächstHessen" Bad Hers­feld immer noch ungeschlagen, steht vielleicht vor seiner ersten Niederlage, denn der VfB. Friedberg ist besser, als sein Tabellenstand zeigt und hat sich gerade gegen die Spitzenmannschaften des Gaues bisher ausgezeichnet geschlagen. In Wachenbuchen ist eine Wiederholung des Vorspielergebnisses beim Spiel gegen Kassel 03 (1:1) durchaus möglich. Be­sondere Bedeutung hat dieses Treffen für keinen der beiden Vereine.

Kurze Sportnotizen.

Stadtrat Otto Holzhüter hat ans An­laß seiner Berufung zum Führer des Deutschen Radsport-Verbandes eine Amnestie erlassen, die allen Amateuren und Berufsfahrern, die gegen die sportlichen Regeln und die Wettfahrbestimmungen verstoßen haben, mit Wirkung vom 1. Februar 1937 Straffreiheit gewährt.

*

Der Berliner S C. schlug in seinem zweiten Eishockeyspiel um den Spenglerpokal in Davos die Mannschaft der Universität Cambridge verdient mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) und trifft nunmehr im Kampf um den dritten Platz am Mittwoch auf den Züri­cher SC., der die Universität Oxford 11:1 besiegte.

Lin Volk in Leibesübungen."

Oer Reichssportführer zum neuen Jahr.

Das Olympiajahr 1936 geht zu Ende. Im Sil­oestergeläut schwingt der gewichtige Klang der Olympiaglocke mit, die eines der schönsten Wunder des Nationalsozialismus mit ihrer hallenden Stimme einläutete und abschloß: Deutschlands überwältigen­den Sieg bei den Spielen.

Für die Welt war dieser Sieg ein vielbestauntes Wunder, für uns Deutsche die beglückende Bestäti­gung, daß die Einheit des Willens und die Einheit des handelns die Quellen unserer Kraft sind.

Der Erfolg war uns kein Anlaß zu rasten, er war uns Ansporn zu neuem handeln: Im Deut­schen Reichsbund für Leibesübungen wurde die letzte organisatorische Einheit hergestellt; seine Vereine wurden zu Zellen einer Gemeinschaft ausgebaut, die volkspolitisch notwendig sind und ein unentbehrliches Stück Leibeserziehung zu leisten haben. Alle Organisationen des Staates und der Partei sind auf dem Wege, die Leibeserziehung als einen untrennbaren Bestandteil der Gesamter­ziehung ihrer Arbeit einzugliedern. Das Sportamt Kraft durch Freude" geht in die Betriebe, um Freude und Glück echter Leibesübungen auch an den letzten Schaffenden heranzutragen. Durch das Gesetz des Führers vom 1.12.1936 über die Er­ziehung der deutschen Jugend wird die Ausbrei­tung der Leibesübungen auf die ganze

deutsche Jugend praktisch verwirklicht. Damit ist ein Fundament von früher unvorstellbarer Breite geschaffen. Auf ihm wird sich in Generationen ein­mal auch der sportliche Leistungsgedanke zu kaum geahnter höhe entwickeln dürfen und können.

Leuchtend steht endlich vor dem deutschen Volk als Fernziel die Aufgabe, die der Führer selbst ge­geben hat: ein Olympia deutscher Prägung für das ganze deutsche Volk zu schaffen.

Niemals stand in seinem Leben das deutsche Volk so nahe vor dem Ziel aller Freunde deutscher Lei­besübungen: ein Volk in Leibesübungen zu schaffen. Wir greifen mit Händen, die die Kraft der national­sozialistischen Erneuerung des Reiches stark macht, nach der Krone dieses Zieles. Wir wissen, daß wir damit an den Fundamenten des Dritten Reiches bauen helfen.

Kameraden! Jeder von uns, der müde werden will, denke an das große Ziel! Uns, unserer Gene­ration kann der Wurf gelingen, den so viele Ge­schlechter, so viele wackere Männer vor uns gern getan hätten:

Ein Volk zu schaffen, dem Leibesübung all­gemein, Höchstleistung einzelner und Höchst­leistung aller Selbstverständlichkeit ist."

Aus aller Welt.

Kindesmord in München.

Am 5. Dezember erschien bei einer Wöchnerin in der Münchener Frauenklinik eine Frau, um angeb­lich das Kind der Wöchnerin zur Verbringung an einen Kostplatz abzuholen. Da wegen der Unter­bringung des fünf Tage alten Kindes tatsächlich Verhandlungen schwebten, händigte die Mutter der Frau das Kind ohne Bedenken aus. Erst nach eini­gen Tagen, als über den Verbleib des Kindes keine Nachricht einging, wurde die Polizei verständigt. Die Nachforschungen ergaben, daß das Kind einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Vater des Kindes, der 29 Jahre alte Richard Waldmann aus Kaufbeuren, hatte das Kind durch seine Geliebte, die 27 Jahre alte Rosa M ü l- l e r aus Brandel, aus der Welt schaffen lassen. Die Müller brachte das Kind in der geschilderten Weise

in ihre Gewalt und steckte es in einer Hauseinfahrt in einen zu diesem Zwecke bereits mitgebrachten Koffer, wo es erstickte. Die Leiche wurde zwei Tage später von Waldmann, wahrscheinlich durch Verbrennen, beseitigt. Waldmann wollte sich ver­mutlich durch die Ermordung des Kindes der Un­terhaltspflicht entziehen, während die Müller an­scheinend ein Hindernis für die erhoffte Eheschlie­ßung beseitigen wollte. Die Müller ist in haft und hat im wesentlichen ein Geständnis abgelegt. Wald­mann wurde am ersten Weihnachtsfeiertag in Zürich festgenommen. Die Auslieferungsverhand­lungen sind im Gange. Die beiden Täter werden sich wegen Mordes zu verantworten haben.

Schrecklicher Tod eines Kindes.

In Freudenburg bei Trier wollten zwei Kinder die Kerzen des Weihnachtsbaumes anzünden. Weil

die Eltern die Streichhölzer versteckt hatten, hasst, sie sich mit einem Papier, das sie im Ofen ent^r beten. Ein fünfjähriger Junge hatte schon eine Ker-, angesteckt, aber als er sich zu einer zweiten aH reckte, fing das Hemdchen Feuer und brannte hetz auf. Der Junge lief zum Vater in die Scheune, bc die Flammen sofort erstickte und das Kind jn Krankenhaus brachte. Dort ist es feinen schwere» Verletzungen erlegen.

Der Sohn eines südamerikanischen Gesandten von Banditen entführt.

Von dem Banditenunwesen in Amerika, das bs sonders in immer wieder vorkommenden (Ent Führungen zutage tritt, ist jetzt sogar die milie eines ausländischen Diplomaten in Neuvot betroffen worden. Der Gesandte von Ecuador, Ab saro, erstattete im amerikanischen Staatssekreta. riat Anzeige, daß sein ISjähriger Sohn Olmeda jn der Weihnachtsnacht von drei bewaffneten BaM ten entführt worden sei. Die Banditen verschleppt^ den jungen Alfaro in einem Auto und raubten iijn, Geld und Wertsachen. Sie zwangen ihn, Morphium Zigaretten zu rauchen und fragten ihn über fein»

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Familie aus. Erst nach fünf Stunden wurde D(i meda Alfaro wieder von den Banditen freigelassens Der Polizei ist es bis jetzt noch nicht gelungen, dir Entführer des Diplomatensohnes ausfindig machen.

Norwegischer Dampfer mil 16 Mann gesunken.

Fischer fanden südlich von Strömstad in der Nähz der schwedischen Westküste Schifsstrümmeo und Rettungsgürtel des norwegischen Dampfers Vorma". Der Dampfer war auf der Fahrt von England nach Sundsvall in einen Sturm geraten unb verschollen. Er hatte. eine Besatzung von 16 Mann an Bord gehabt.

Drei schlafende Kinder vor dem Erstickungskod gerettet.

Am zweiten Weihnachtstag brach in Kreuznach in einem Hause ein Zimmerbrand aus. Ein Ofen war überhitzt worden. Dadurch fingen Windeln, die zum Trocknen aufgehängt waren, Feuer und setzten auch die übrige Einrichtung in Brand. Drei kleine Kinder, die in der Nähe schliefen, drohten in dem Qualm zu ersticken. Ein Feuerwehrmann entdeckte durch Zufall die Gefahr, drang in die Woh­nung ein und rettete die drei Kinder.

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