Ausgabe 
30.11.1936
 
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über

ganz besonders für ihre einsatzbereite Tätigkeit.

Dann fuhr (Boring fort:Für die deutschen Bauern muß es ein stolzes Gefühl der Dankbar­keit für den Führer und die Bewegung sein, daß sie nun auf dem Platz stehen, auf dem sie heute sind. Daß sie diese Stellung sich in der Zukunft er- holten und daß sie im Frieden ihren Pflug führen können, verdanken sie der starken W e h r m a ch t, die vom Führer geschaffen, heute das Reich schützt. Das mag sich jeder gesagt sein lassen:So schwach wie 19 14 sind mir heute nicht mehr, kein schwaches Parlament der zerrissenen Parteien­herrschaft lähmt heute noch die Kraft des deutschen Volkes. So sind wir außenpolitisch wieder zu einer starken Macht geworden, zu einer Macht, auf die Freunde und Feinde gleichermaßen schauen."

im Rahmen des Vierjahresplanes noch zwei weitere Aufgaben der Lösung zugeführt werden sollen: Die Verwertung der städtischen Abwäs­ser zu Berieselungszwecken und die land­wirtschaftliche Nutzbarmachung von Gelände, das bisher zum Beispiel als brachliegender Bau­platz oder Jndustriegelände der land­wirtschaftlichen Erzeugung verloren geht.

Die zweite Aufgabengruppe innerhalb der Erzeu­gungsschlacht umfaßt alle Maßnahmen, die auf eine Steigerung der Intensität abzielen. Wir stehen durchaus noch am Anfang einer mög­lichen Erzeugungssteigerung und die bisher erzielten Leistungen sollen zu weiteren, noch größeren Lei­stungen anspornen. Als erstes ist die künstliche Düngung noch stärker zu forcieren und noch zweckmäßiger durchzuführen, indem man zur Voll­düngung übergeht, unter besonderer Berücksichti­gung des K a l k b e d a r f s des Bodens. Durch das Früchtpfandrecht ist jeder Bauer in der Lage, die benötigte Düngermenge in ausreichendem Maße zu beziehen. Es ist vorgesehen, um Rückschläge bei schlechten Ernten zu vermeiden, wiederum die Reichsgaranti» beim Düngerbezug einzuführen. Die zweite Aufgabe in dieser Gruppe ist stärkste Ausdehnung des Zwischen­fruchtbaues und Bau von Grünfutter»

mung fest, zu hoch, um zu glauben, daß er ein schmutziges Angebot, wie es darin liegt, für ein Zurückhalten der Ware höhere Preise zu bekommen, annimmt. Ich bin überzeugt, daß das geschloffene deutsche Bauerntum einen Schädling, der dies dennoch wagen sollte, selbst ausmerzen wird. Darum, deutsche Bauern, appelliere i ch an eure Ehre, an eure Beranfroorfung unb an euerpflichtbewuhtsein als deutsche Bolksgenossen. (Erneuter Beifall.) Sollte es noch eiiMelne Schädlinge geben, die nur auf ihren eigmn Borteil bedacht sind, so müht ihr zur Selb st Hilfe schreiten. Wer sich an dem heiligsten Gut der Ration, an dem Brot­getreide für das deutsche Bolk, vergreift, ist ein Landesverräter und muh ver­nichtet werden.

An die Bauernführer richtete der Mini­sterpräsident den Appell, sich stets ihrer Verant­wortung als Bauernführer bewußt zu bleiben. Zum Reichsnährstand habe er die größte Zuversicht, da er feine Führung feit Jahren kenne und wisse, wer ihn geschaffen und welchen Charak­ter dieser Mann habe. Unter stürmischem Bei­fall der Massen dankte der Ministerpräsident in erster Linie dem Reichsbouernführer D a r r 6 und dem Reichsobmann Meinberg sowie seinem jetzigen engen Mitarbeiter Staatssekretär Backe

In blindem Vertrauen zum Führer und in tiefem Glauben an die ewigen Gesetze wollen rmr uns würdig erweisen, daß wir in dieser großen herr­lichen "Zeit leben dürfen, die so Unaeheures gestal- tet und die für unseres Volkes Zukunft schafft. Das Vertrauen zum Führer ist die Ba- fis, auf der wir alle bauen und schaf­fen, und darum, deutsche Bauern, geht an die neue Arbeit mit gleichem Mut, mit noch festerer Überzeugung, mit noch größerer Leidenschaft, er- greift den Pflug mit eurer starken Faust, damit das deutsche Volk i'm Frieden sein Brot essen kann. Deutschland ist unüberuwindlich, solange es einig ist, und Deutschland wird solange einig blei­ben, als das Siegeszeichen des Hakenkreuzes über Deutschland weht."

durchsetzen können. Ilm diese Dinge mit einem Wort abzufertigen, möchte ich erklären: Ich kenne den Reichsnährstand und ich kenne seinen Führer. Ich habe zu ihm das Bertrauen, daß er diesen Kampf durchführen wird, denn der Reichsnährstand ist eine der festesten Grundlagen unserer Wirtschaft, und ich werde niemals erlauben, daß an seinem Gefüge auch nur das Geringste geändert wird. (Stürmischer Beifall.) Ich weih, dah ohne das deutsche Bauerntum, ohne seinen bereitwilligen

Einsatz der Sieg nicht denkbar ist.

Die Verhältnisse der Bauern sind nicht im eige­nen Interesse, sondern als ein im ganzen Volk wurzelnder Teil im Gesamtinteresse des Reiches geordnet worden; denn es ist national­sozialistisches Fundamentalgesetz, daß Volk und Reich nur dann leben können, wenn sein Urstand, sein Bauernvolk, in Ordnung ist. Der National­sozialismus hat von Anfang an erklärt, daß ohne die Idee auch das Materielle nicht geordnet werden kann. Die Idee ist die leidenschaftliche Kraft, die die Menschen stählt, das Materielle ist lediglich die Grundlage für das Technische, für das tägliche Le­ben. Wenn derTanzumdas goldeneKalb wieder beginnt, dann mögen vielleicht für einige materielle Vorteile herausspringen, aber die Allge­meinheit versinkt in Not und Elend.

Ich achte den deutschen Bauern, stellte Mi­nisterpräsident Göring unter jubelnder Zuslim-

Gewaltige See- und Lustausröstung der Sowjets

Vielsagende Zahlen auf dem Moskauer Rätekongreß.

Die Aufgabe des Reichsnährstands im Vierjahresplan

Staatssekretär Backe gibt Richtlinien für die praktische Arbeit.

sogenannteDemokratisierung" der Sow- jetunion von europäischer Seite keineswegs so an- gesehen werden dürfe, als ob Sowjetrußland nun­mehr gleichsam alsverlorener Sohn" zur Demo­kratie in europäischer Form zurückkehren werde. Pathetisch rief er aus, daß der Rätekongreh zweifellos feine Gefühle teile, wenn er das s p a- nischeVolk" seinerheißen Anteilnahme und seines Entzückens über den heldenhaften Wider­stand gegen den Faschismus" versichere. Ueber die bekannte Tatsache der sowjetrussischen Umtriebe in Spanien glaubte sich der Volkskommissar mit eini­gen billigen jüdischen Witzen Hinwegsetzen zu kön­nen. Größere Beachtung verdient die Begründung Litwinow-Finkelsteins für das starke Interesse der Sowjetunion für die Vorgänge in Spanien. Wenn die Pläne der spanischen Nationalisten gelängen, so führte er aus, wäre keine Garantie mehr dafür vorhanden, daß sich ähnliche Vorgänge nicht auch auf anderen Schauplätzen wiederholten. Zum deutsch-japanischen Abkommen übergehend leugnete Litwinow natürlich dessen eigentlichen Charakter und nahm es zum Anlaß, seine bekannten Pläne der k o l l e k t i o e n S i ch e r- h e i t empfehlend in Erinnerung zu rufen. Er schloß mit der Versicherung, daß die Sowjetreale- rung, die sich weitgehender Sympathie erfreue (r), keinen Grund habe, ihre Politik zu ändern.

Reue Kämvfe vor Madrid.

Salamanca, 30. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Heeresbericht gibt bekannt, daß die Karnpftätm- feit vor Madrid wieder aufgenommen wurde. Die Front der Bolschewisten wurde westlichvonMa- drid in nördlicher Richtung d u r ch - brachen. Dabei wurden das Dorf Pozuelo de Alar- con und die diesen Ort beherrschenden Höhen, die vom Feind stark befestigt waren, eingenommen. Die Bolschewisten haben allein bei dem Angriff einer ein­zigen Kolonne der nationalen Truppen über 400 Tote und 100 (Befangene verloren. In der Nacht zum Sonntag haben ßuftftreitträfte der natio­nalen Regierung bie Häfen von Alicante und Cartagena mit zahlreichen schweren Bom­ben belegt. Obwohl bolschewistische Jagdflieger und Kriegsschiffe den Bombenangriff zu stören versuchten, wurden sichtbare Erfolge erzielt. Nationale Flug­zeuge bombardierten ferner die Eisenbahnstationen Pedro Abal el Carpio und Montoro (etwa 40 km östlich von Cordoba), wo die in der Nähe der Bahn­höfe haltenden Züge beschädigt wurden. Außerdem warfen nationale Flugzeuge über dem Kloster Santa Maria de la Cabeza bei Andujar (70 km nordöstlich von Cordoba) 4 0 Z e nt n e r L e b e n s m i 11 e l av, wo sich etwa 500 nationale Spanier feit Monaten heldenhaft gegen die bolschewistischen Angreifer ve * teibigen.

Moskau, 28. Nov. (DNB.) Der Oberkomman­dierende der sowjetrussischen Seestreitkräfte, Flottenflaggmann ersten Rangens" Orlow, machte auf dem Rätekongreß bemerkenswerte Aus­führungen über die gewaltigen Aufrüstungs - maßnahmen Moskaus auf dem Gebiete der Seestreitkräfte. Ohne die Zahl der neuen Schiffe, die streng geheim gehalten wird, zu nennen, drückte er den Zuwachs der Sowjetflotte im Ver­gleich zum Jahre 1933 i n Verhältniszah- l e n aus Danach wurde die Unterseeboots­waffe um 715 v. H., die Marinefliegerei um 510 v. H., die Schlachtschiffe um 300 v. H., bie Ma- rineluftabwehr-Artillerie um 100 v. H. unb die Küstenartillerie um 75 v. H. im Verhältnis zum Stand des Jahres 1933 verstärkt. Wie Orlow wei­ter betonte, plant die Sowjetregierung in der näch­sten Zeit ein weiteres gewaltiges Flot­tenbauprogramm zu verwirklichen, das Schiffe aller Klaffen und von höch­ster technischer Konstruktion umfasse.

Wie der Fliegergeneral Kripin mitteilte, habe die sowjetrussische Luftwaffe in den ersten zehn Monaten des Jahres 1936 im Verhältnis zu der- selben Zeit des Vorjahres einen Zuwachs um 9 0 v. H. zu verzeichnen, während die Erzeugung von Flugzeugmotoren um 146 v. H. gestie­gen sei. Einzelne Flugzeugfabriken hätten, allein in diesem Zeitraum, ihre Produktion um das Drei­fache gesteigert. Im ganzen betrage bie Ver­mehrung der Bestände der Sowjetluftwaffe seit den letzten vier Jahren 3 3 5 v. H. (!) Zu dieser Mit- teilung des sowjetrussischen Generals ist zu bemer- ken, baß bie sowjetrussische Militärfliegerei b e reits im Jahre 1932 mehrere taufenb kampfähnliche Flugzeuge zu verzeichnen hatte. Die Geschwindigkeit der roten Kampf­flugzeuge betrage heute bereits 450 Stun­denkilometer und werde in kurze Zeit a u f 6 0 0 Stundenkilometer gefteigert wer­den. Die Zahl der aktiven Piloten würde, wie Kri­pin weiter erklärte, in allernächster Zeit auf 100 000 gebracht werden. Eine einzige Fliegerschule z. B., in der nur Jungkommunisten ausgebildet wurden, habe bereits, allein in diesem Jahre, 8 0 0 0 P i - loten gestellt.

Ltwinow-Mkelstein hetzt.

Am Samstagabend hielt der sowjetrussifche Außen­kommissar Litwinow-Finkelstein von der Tribüne des Rätekongresses aus eine Rede, bie sich durch ihre hetzerischen Ausfälle gegen den Faschismus unb die Politik Deutschlanbs, Italiens und Japans auszeichnete. Der Redner machte zunächst die bemerkenswerte Feststellung, baß bie mit so viel Reklameauswand angekündigte

Goslar, 29. Nov. (DNB.) Die Beratungen des Führerkorps des Reichsnährstandes wurden am Samstagvormittag fortgesetzt.

Der Staatssekretär im Reichsernährungsministe­rium Herbert Backe, Leiter der Geschäftsgruppe Ernährung bei dem Beauftragten für den Vierjah­resplan Ministerpräsident Generaloberst Göring, führte u. a. aus: Wenn das Volk in feiner Existenz gesichert werden soll, so müssen bie Versäumnisse der letzten hundert Jahre nachgeholt werden. Wir müssen dort anknüpfen, wo das organische Wachs­tum einer geschlossenen Volkswirtschaft durch die liberale Entwicklung unterbrochen wurde. Dabei ist das Tempo des Ausbaues eigener Rohstoff- und Nahrungsquellen durch den Zusammenbruch der Weltwirtschaft diktiert. Deshalb wird der Aufbau­plan auf vier Jahre zusammenqedrängt. Deutschland tritt wiederum unter die Gesetze einer geschloffe­nen Volkswirtschaft. Damit werden wieder die Grundlagen wirksam, die vor Beginn des Libera­lismus für die deutsche Volkswirtschaft maßgebend waren. Diese Grundlagen find: Mehrerzeugung auf dem heimischen Raum, Vorratswirtschaft und eine neue Haltung des volkswirtschaftenden Menschen gegenüber der Wirtschaft. Mit diesen drei Aufqa- benkomplexen ist der Rahmen des Vierjahresplanes abgesteckt.

Die erste Aufgabengruppe innerhalb der Erzeu­gungsschlacht sind die Maßnahmen, bie geeignet sind, trotz der geringen landwirtschaftlichen Nutzungs­fläche diese Fläche zu erweitern. Im Rahmen des Vierjahresplanes sind in dieser Richtung folgende Maßnahmen vorgesehen: Eine stärkere Akti­vierung der Melioration, insbesondere im Hinblick auf einen baldigen Nutzeffekt. Der Acker- örainung müssen zugeführt werden allein vier Mil­lionen Hektar, der Grünlandentwässerung 3,5 Mil­lionen Hektar, daneben wird auch der Bewässerung größere Bedeutung zukommen. Diese Aufgaben sind die 'vordringlichsten, da hier der Nutzeffekt sehr viel schneller und nachhaltiger eintreten wird, als bei Neulandkultivierungen. Die zweite Maßnahme, die eine gewisse Mehrgewinnung von Land zur Folge hat, ist die Flurbereinigung. Noch 3,7 Mil­lionen Hektar Nutzfläche sind nicht zusammengelegt, wodurch nicht nur Boden durch die vielen Grenz­raine verloren geht, sondern der zweckmäßige und rentable Arbeitseinsatz insbesondere durch Maschi­nen leidet. Es wird darauf ankommen, die Praxis der Zusammenlegung soweit zu vereinfachen, wie es irgendmoglich ist, wobei in Kauf zu nehmen ist, daß dabei vielleicht nicht immer ein hundertprozen­tiger Ausgleich der verschiedenen Interessen statt­findet. Das Bauerntum in den Flurbereinigungs­gebieten muß das nötige Verständnis hierfür auf­bringen und den Behörden die Arbeit weitgehend erleichtern. Eine dritte Aufgabe ist die Umwand­lung eines Teiles von Wiesen- unb Ackerland. Es ist ein Unding, daß die Grün­landfläche Deutschlands, Wiesen und Weiden, die beinahe 30 v. H. der ackerbaulich benutzten Fläche betragen, nur mit 10 v. H. an Gesamtertrag der Landwirtschaft beteiligt find. Die Entwicklung der Landwirtschaft ist im letzten Jahrhundert in erster Linie dem Ackerbau zugutegekommen, wo die Er­träge in dieser Zeit fast um das Doppelte gestei­gert wurden. Die Erträge aus Grünland sind jedoch höchstens um ein Drittel größer geworden. Es steht fest, daß namentlich durch den Zwischenfrucht­bau erheblich mehr Futtermengen aus dem Acker gewonnen werden können als bei einseitiger Nutzung als Grünland. Na nun einmal Deutschland nur über einen beschränkten landwirtschaftlichen Nutzungsraum verfügt, wird es darauf ankommen, die ergiebigere Kulturart auf Kosten der weniger ergiebigen auszudehnen. Praktisch liegt in einem teilweisen Umbruch der Wiesen die einzige Möglichkeit einer wesentlichen Flächenausdehnung intensiverer Kulturen. Am Rande sei bemerkt, daß

Die Rohstoff- und ErnährungsgrundlagK Deutsch, lands wird in dieser Übergangszeit zweifellos zu manchen Spannungen unb zu manchen Verknappun» gen führen. Solche Spannungen können nur über, wunden werden, wenn wir alle den Weg zuder neuen Haltung finden. Man sagt, daß der Weltkrieg verloren ging, weil die Ernährung des deutschen Volkes von einem Kriegsjahr zum ande­ren immer mangelhafter wurde. Es will mir schei­nen, baß nicht der absolute Mangel auf dem Er. nährungsgebiet die Ursache des damaligen Zusam- menbruches war, sondern die mangelnde sitt» l i ch e Haltung weiter Kreise des deutschen Vol- kes gegenüber der Volksgemeinschaft. Kein noch so gut ausgeklügeltes und organisiertes Verteilungs- syftem ist in der Lage, auch nur annähernd so gerecht jedem das Seine zukommen zu lassen, wie eine der Gemeinschaft Rechnung tragende Haltung jedes einzelnen Volksgenossen.

Wenn bei der jetzigen Devisennot der Führer dir Forderung aufstellte, daß dem sozial THnberbemif. teilen der Bezug der billigen Fette gesichert werden soll, so nicht deshalb, weil er darin etwa eine or­ganische Lösung einer Verknappungserscheinung sieht, sondern, weil die notwendige Haltung des Volkes gegenüber solchen Erscheinungen noch nicht vorhanden ist. Sie zu erzeugen ist vielleicht die größte Aufgabe des Vierjahresplanes.

Britisches Nahrunasmittelamt

London, 28. Nov. (DNB.) Jrn Rahmen des Aufrüstungsprogramms hat die britische Regierung bie Gründung eines Nahrungsmittelamtes beschlossen. Seine Aufgabe wird sein, die Zufuhr unb Verteilung von Lebens- und Futtermitteln als Vorbereitung für einen Ernstfall zu organisieren und zu überwachen. Das Nahrungsmittelamt soll eng mit dem Minister für Verteidigung Zusammenarbeiten. Leiter des Anües, das seinen Sitz im Wirtschaftsministerium erhält, wird der zweite Sekretär des Landwirtschafts- minifteriums, Fr en ch, fein. Er hat einem Vertre- ter desDailn Telegraph" erklärt, daß bie Schaf­fung biefes Amtes gegenwärtig keine Aende- rung der Politik bedeute. Pläne unb Vorbe­reitungen für bie Lebensmittelversorgung und -Ver­teilung im Kriegsfälle seien schon bauernd geprüft unb erörtert worben. Die Schaffung des neuen Am­tes fei nur ber Beweis bafür, daß man ernstlich ent­schlossen sei, diese Pläne unb Vorbereitungen so schnell wie möglich zu E n b e zu führen.

Der Leiter des Nahrungsmittelamtes ist während des Krieges Generalsekretär des Lebensmittelbezugs, amtes gewesen. Heute versuche man, feine damals- gen Erfahrungen für ähnliche Pläne auszunutzen. Daily Telegraph" weist darauf hin, daß in einem künftigen Kriege bie Lebensmittelversorgung in England noch gefährdeter erscheinen müsse, denn neben dem U-Boot trete in großem Um­fange als neue Waffe das Flugzeug. Beide zu­sammen könnten den Lebensmitteltransport ernst- lich gefährden.

DieMorning Post" schreibt, baß bie Regierung im Zusammenhang mit ber Schaffung einer N a h - rungsmittelreferoe alles tun werde, bamit bie Lebensmittelpre i s e badurch nicht in die Höhe getrieben würden. Pläne zur Vergröße­rung der landwirtschaftlichen Erzeugung Englands habe die Regierung abgelehnt, da eine hierfür not­wendige Politik eine beträchtliche Preissteigerung und ernste Verknappung wichtiger Lebensmittel mit sich bringen müsse. Für den Kriegsfall habe bas Landwirtschaftsministerium einen Plan zur Lei­stungssteigerung ber einheimischen L anbwirtschaft ausgearbeitet. Die Regierung wende aber ihr Haupt­augenmerk der Tatsache zu, baß die Flotte in ben Stanb gesetzt werben müsse, bie englischen Haupthandelswege auch während bes Krieges offen z u halten.

b e h ä l t e r n zur Verwertung der anfallenden Grünfuttermasfen. Silobau ist in Bezug auf bie Baumaterialien als vordringlich erklärt. Ich verweise auf die Frage ber Süßlupine, die insbesondere für die mageren Böden des Ostens die Lagepflanze von entscheidender Bedeutung ist. Bereits 1938 wird soviel Saatgut zur Verfügung stehen, daß ber An­bau von Lupinen verboten werden kann.

Die dritte Aufgabe in dieser Gruppe ist eine bessere Pflege unb Ausnutzung des Grünlandes. Neben einer zweckentsprechenden Unterteilung der Weiden ist es dringend notwendig, bie Bewirtschaftung ber Weiden' auf dieselbe Höhe zu bringen wie bie Bewirtschaftung bes Ackers. Dasselbe gilt für bie Wiesen. Die Parole muß heißen:Mehr unb vor allen Dingen besseres Heu auf geringerer Fläche." Viertens ist einem verstärkten unb zweckentsprechenden Obst- unb Gemüsebau entsprechend ihrer volkswirtschaft­lichen Bedeutung mehr Beachtung als bisher zu schenken. Es wird in Zukunft unnachsichtlich gegen Leute eingeschritten werden, die glauben, ihre An­bauflächen je nach ben Preisen einmal vergrö­ßern, einmal verringern zu können. Ferner ist aus sozialen (Brünben ber kleine ober Klein st betrieb in den dazu geeigneten Gebie­ten auf diese intensivsten Gärtnereikulturen ange­wiesen. Es ist unsittlich, wenn große Betriebe nicht die Kulturarten bauen, die sie entsprechend ihrer Größe bauen sollen, sondern durch spekulativen An­bau von Gemüse die Grundlage ben Kleinst- unb Spezialbetrieben entziehen. Schließlich finb bort, wo auch in größeren Betrieben Volksgemüsebau auf stabiler (Brunblage schon seit langen Jahren betrie­ben wirb, biejenigen Gemüsearten anzubauen, die sich am besten konservieren lassen.

bauen, um bamit ber schon jetzt überlasteten Bauersfrau die Bewältigung ber neuen Aufgaben zu erleichtern. Ferner ist ein verstärkter Bau von Lanbarbeiterwohnungen vorge­sehen. Es wirb barauf ankommen, biß moto­rische und elektrische Kraft auch in Klein- betrieben ftärler nutzbar zu machen. Gerade hierin liegen bie Entlastungsmöglichkeiten ber Bauernbetriebe und namentlich der Bauersfrau. Leider steht ber Anwendung aller dieser Maschinen bisher der hohe Strompreis entgegen. Es ist deshalb vorgesehen, diese Schwierigkeiten zu be­seitigen.

Es gibt heute in Deutschland noch Leute, die sich zu Ratgebern aufwerfen, unb die bas Pro­blem ber Erzeugungssteigerung allein mit einer Erhöhung der Preise lösen wollen. Diese vergessen, daß die Ankurbelung bes Eigennutzes durch Preiserhöhung zwar die Erzeugungssteigerung anregt, sie gleichzeitig aber drosselt, indem die Ausnahme des Mehrerzeugten durch erhöhte Preise für weile Schichten des Volkes unmöglich ge- macht wird. Der Bierjahresplan wird für das deutsche Bolk gemacht und nicht nur für einen Teil: die Produzenten. Ls ist gerade das Ziel des Bierjahresplanes, die Bedarfs­deckung des gesamten deutschen Bottes zu ge­währleisten. Die Mehrleistung, die das Bauern­tum und die gesamte deutsche Landwirtschaft im Rahmen des Bierjahresplanes zu vollbringen haben, kann deshalb nur aus einer national­sozialistischen Haltung heraus vollbracht werden. Wir erstreben den Bauern, der alle seine An- Krengungen auf eine Erhöhung der Erzen- gungskrast seines Bottes richtet, auch wenn er damit feinen Eigennutz hinter das Wohl der Ge­meinschaft stellt.

Das schwierigste Problem in ber deutschen Er­nährung ist bas Fe ttp ro b le m. Denn hier decken wir unseren Eigenbedarf erst zu 55 v. H, ba ber Anbau von Oelfrüchten in Deutschlanb fast völlig erloschen war unb erst feit ber Erzeugungsschlacht roieber etwas angewachsen ist. Es ist richtig, den R a p s b a u bort, wo geeignete Böben finb unb wo er einen sicheren Ertrag verspricht, weiter aus» zubehnen. Der Anbau kann verbreifacht werben, wenn bamit auch eine geringere Fläche für andere Kulturen in Kauf genommen werben muß. Denn ber Bezug von Delfaaten ist für Deutschlanb des­halb am schwierigsten, weil er Barbevisen erforbert. Es wirb barauf ankommen, die Kartoffelan­bau fl ä ch e zu erweitern, wo bie Voraussetzungen bafür gegeben finb. Ebenso ben Futterrüben­anbau auf Kosten des Runkelbaues.

Die brüte Gruppe umfaßt alle Maßnahmen, über sparsamere Verwenbung des Erzeug - t e n eine Leiftungssteigerungzu zu bewirken. Es ist an sich kein Problem, bei genügenden Futtermitteln mehr Fleisch, mehr Milch, mehr Eier usw. zu er­zeugen. Die Billigkeit des Futtergetreides und der Oelkuchen auf dem Weltmarkt hat bereits vor dem Kriege zu einer erheblichen Futterabhängigkeit Deutschlands vom Auslande geführt. Die Aufgabe in dieser Gruppe beruht daher darin, mit weni­ger Futter ei ne höhere Leistung zu er­zielen. Daher ist es wichtigste Aufgabe der Tierzucht, den guten Futteroerwerter herauszuzüchten und diese Zuchttiere der allgemeinen Tierhaltung nutz­bar zu machen. Damit die Befruchtung der Landes- tierzucht durch bie Hochzucht ftattfinben kann, müssen bie Preise für Gebrauchszuchttiere mit den Einnahmen der breiten Massen bes Bauerntums in Einklang gebracht werben. Die zweite Maß­nahme ist burch eine rationelle Fütterung zu erreichen. Alle Maßnahmen einer zweckmäßigen Verwertung des Futters müssen noch weiter aus- gebaut werben. Besonderer Wert ist auf eine r e ft« lose Verwendung aller anfallenben Futtermittel zu legen. Hier spielt das Pro­blem der Kartoffeleinsäuerung eine ent­scheidende Rolle. 2,3 Millionen Tonnen Kartoffeln werden noch alljährlich trotz des Futtermangels größ­tenteils in Treibstoff verwandelt. Jedes Jahr wird einer gewissen Anzahl von Betrieben das Brennrecht genommen. Zu verantworten ist der Brennereibetrieb nur dort, wo bei seinem Wegfall die Böden nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wer­den können. Da etwa ein Drittel des gesamten Fett- bedarfs leider nur gegen Bardevisen zu beziehen ist, ist es nicht zu verantworten, daß der F e 11 v e r - brauch pro Kopf der Bevölkerung heute noch um 24 o. H. höher liegt als 1913. Der Konsum von Fetten kann auf dem Lande ohne jeden Scha­den eingeschränkt werden. Es ist die Pflicht einer jeden Bauersfrau, während des Vierjahresplanes alle Wege zur Fettersparnis zu gehen. Ebenso kann der Fleischverbruauch auf dem Lande durch Mehrverbrauch von Fischen verringert wer­den. Es liegt auf der Hand, daß bie neuen Auf­gaben einen erweiterten Einsatz von Ar­beitskräften erforbern.

Ein nennenswerter Arbeitseinsatz steht heute nur im Arbeitsdienst bereit Dieser Ernteeinsatz genügt jedoch nicht. Nach dem Vorschlag des Reichsarbeits­führers ist daher der sich in der Praxis glänzend bewährte weibliche Arbeitsdienst auszu-

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