Ausgabe 
30.10.1936
 
Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

3840 (4044), f) 3038 (3038). Schweine al) bis 23 Mark pro Stück gezahlt. Der Handel 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55, (55), I lebhaft, es verblieb nur geringer Ueberstano,

Oer Prozeß Rocker in Mainz

Ten-

106, zum

nicht notiert. Marktverlauf: lebhaft.

Schwelnemarkt in Homberg.

Homberg, 29. Oft Der Schweine­rn a r k t am Kalten Markt war mit 411 Ferkeln beschickt. Es wurden für 6 bis 8 Wochen alte Fer­kel 10 bis 15 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 18 bis 20 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 23 Mark pro Stück gezahlt. Der Handel war

Der kostbarste Edelstein der deutschen Station ist das Herz, das in kameradschaftlicher Verbunden­heit schlägt. SA., $5. und NSSS. sammeln am 31. Oktober und 1. November für das WhW. Wer das Ldelsteinabzeichen des WHW. von den SA.-, SS- und NSKS.-Vlännern erwirbt, zeigt seine Liebe zu Volk und Nation!

war durchweg etwas fester.

Im Freiverkehr Adlerwerke 105 bis Waytz & Freytag 127 bis 138. Tagesgeld Ultimo etwas gefragt mit 2,75 (2,50) v. H.

Abendbörfe fest.

Die Abendbörse brachte in Fortsetzung der

c) 55 (53), d) 51 (51). Marktverlauf: Rinder, Käl­ber und Schweine wurden zugeteilt. Hammel und Schafe langsam, Ueberstand.

Großmarkt für Fleisch- und Fettwaren. Be­schickung: 616 Viertel Rindfleisch, 878 halbe Schweine, 114 ganze Kälber, 22 Hammel, 32 Klein­vieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm m JlJJc.: Ochsensleisch a) 80. Kuhfleisch a) 77, b) 65. Färsen- fleisch a) 80. Kalbfleisch a) 107, b) 96, c) 82.

lesen und von dem künftigen Glück mit ihrem Lieb­haber. Der vierten ^Gefangenen gegenüber

waren Maschinenaktien gesucht, Muag 131,75 (129,50), Daimler 127 (124,25), Moenus und BMW. gewannen bis 1 v. H. Kräftige Erhöhungen ergaben sich für Montanwerte, Buderus 125,90 (122,50), Hoesch 119 (116,25), Klöckner 128,25 (126,25), Rheinstahl 156,25 (153,75), Verein. Stahl 125,40 bis 126,13 (124,13), Mannesmann 119,50 (118) und Harpener 158 (156,50). Elektroaktien er­öffneten vorwiegend 1 bis 2 v. H. höher, auch Zell­stoffaktien erfuhren Erhöhungen von 2 bis 3 v. H. Von Kunstseidenwerten Bemberg auf 117,75 bis 118,25 (114,50) und Aku auf 91,13 (89,50) befestigt. Von Einzelwerten stiegen Zement Heidelberg aus 160 bis 159,75 (158,25), Holzmann auf 136,50 bis 138,75 (135), AG. für Verkehrswesen auf 124,75 bis 125 (123,50) und Westdeutsche Kaufhof auf 63,25 bis 63,65, sowie Otavi Minen auf 44,25 bis 44,75 (43,50). Knapp gehalten lagen Reichsbank, Rhein­metall und Schiffahrtswerte.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitzanleihe bei lebhafteren Umsätzen auf 119,40 (119) an, ferner 6proz. zertif. Dollar-Preußen auf 78,75 (78,25), im übrigen lagen die variablen Werte gut behauptet. Auslandsrenten waren etwas erholt, 4proz. Ungarn Gold 13,10 (12,75), 1914er Ungarn 10,65 (10), 5proz. innere Mexikaner 6,25 (5,90), 5proz. Gold­mexikaner 15,50, 4proz. Rumänen 6,65.

Im Verlaufe unterlagen die Kurse am A k tien- markt kleinen Schwankungen, das Geschäft blieb verhältnismäßig klein. Gegen den Anfang ergaben sich zumeist weitere Erhöhungen von 0,50 bis 1 d. H., die aber später nicht immer behauptet blieben. Lebhaft waren Mannesmann mit 120,25 nach 119,50. Otavi Minen fliegen bis 45,25 nach 44,75, AG. für Verkehr 125,75 nach 125, Aku 90,75 bis 91,25 nach 91,13, Verein. Stahl 126,25 bis 126 bis 126,50 nach 126,13. Zellstoff Waldhof kamen mit 173 (169,75) zur Notiz. Am Kaffamarkt lagen Großbankaktien fest. DD.-Bank 110 (108,25), Dresdner Bank 108,50 (107,50), Commerz- bank 107,50 (106,50). Memeler Zellstoff weiter gestrichen Brief, die Taxe ermäßigte sich auf 75 nach 80 (l. K. 86).

Am Rentenmarkt gingen Kommunal-Um- schuldung auf 90,35 bis 90,25 zurück, auch Altbesitz nur knapp gehalten, ebenso zertif. Dollar-Bonds. Der Pfandbriefmarkt brachte nur bei Liquidations­werten kleine Abweichungen. Stadtanleihen wenig verändert, fest 4,5proz. Baden von 1924 und 1926 mit je 93,50 (93). Von Provinzanleihen Oberhessen 130 (129). Ams Auslandsrentenmarkt schwankten Ungarn Gold zwischen 13 bis 13,30, die Haltung

waren aber Bemberg mit 117,50 (119). IG, Farben unverändert 178,75. Höher lagen hauptsächlich Mon­tan- und Elektrowerte, auch Holzmann weiter fest mit 139 (138,25). Am Kaffamarkt waren Filial- Großbanken weiter gesucht und fest, DD.-Bank 111 (110), Dresdner Bank 109 (108,50), Commerz­bank 107,75 (107,50), nach dem Kurs blieben sie mit 108 gefragt. Effektenbank ebenfalls weiter höher mit 86 (85,25), auch andere Bankaktien gewannen etwa 0,50 v. H. Dresdner Schnellpressen auf den Dividendenausfall angeboten, Laxe 74 (1. K. 78). Heimische Renten lagen ruhig, auch Auslands­renten ziemlich still, jedoch noch etwas fester,

Frankfurter SchlactNviehmarkt.

prägte künstlerische Tradition geschaffen werden; die Leistungsschau unseres Gaues wird mit denen an­derer Gaue sich zu messen haben; die so gewonnene künstlerische Auslese wird ihre Krönung dann im neuen Hause der Deutschen Kunst in München finden.

Die Ausstellung umfaßt 300 Arbeiten vorwie­gend Malerei und Plastik, die aus insgesamt 1500 Eingängen ausgewählt worden sind; und zwar sind hier Künstler aus dem gesamten (Saugebiet mit ihren Arbeiten vertreten. Die Ausstellung wird von der Eröffnung am Sonntag bis zum 30. November in Frankfurt und anschließend in Mainz, Darmstadt und Wiesbaden gezeigt werden, um zuletzt in fest­licher Ausgestaltung in Gießen (im Frühjahr kommenden Jahres) ihren Abschluß zu finden.

Die Dorbesichtigung entsprach durchaus dem Ge­samtbilde, das nach den grundsätzlichen Ausführun­gen von Landesleiter Dr. Liefer Über Anlage und thematischen Aufbau zu erwarten war: diese Lei­stungsschau ist in der Tat In vielen und sehr unter­schiedlichen Einzelzügen ein Spiegelbild dessen, was sich in den letzten drei Jahren an innerer Umwer­tung und äußerem Ausbau in Deutschland voll­zogen hat. Die Themen und Motive häufen sich, bieten sich an aus den verschiedensten Lebensgebieten und Daseinsformen. Die Landschaft beispielsweise, die einen verhältnismäßigen breiten Raum ein­nimmt, hat, bei aller Abwandlung im einzelnen, gleichsam ein neues, ein eigenes und irgendwie be­zeichnendes Gesicht erhalten: es ist typisch deutsche Landschaft, unsere engere Heimat natürlich im Be­sonderen, wie sie sich gerade in unserem (Sau in so vielfältiger, anmutiger und anregender Schönheit dem Auge des Künstlers darbietet; es ist die Land­schaft als Bauernland, mit Aussaat und Ernte und schwerer, fruchtbringender Arbeit gesegnet; Siedlungslandschaft, Werklandschaft, Landschaft der deutschen Industrie und Technik, insonderheit, um ein ganz neu erschlossenes Thema herauszugreifen, der durch unser Gebiet führenden Reichsautobahn-

Frankfurt a. M., 29. DEL Auftrieb: Rinder 134 (gegen 85 am letzten Donnerstagsmarkt, darunter 3 (11) Ochsen, 8 (1) Bullen, 96 (48) Kühe, 27 (25) Färsen. Kälber 470 (458), Hämmel und Schafe 286 (145), Schweine 350 (339). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Bullen a) 43 (am 22. Okt.). Kühe a) 4043 (4143), b) 3539 (3539), c) 2733 (3133), d) 25 (). Färsen a) 44 (44). Kälber a) 65 (65), b) 55 (55), c) 40 (40), d) 40 (40). Hämmel b2) 4950 (4850), c) 4648 (4547). Schafe e)

straßen. . . i

Aehnliches gilt von den figürlichen und Bildnis- , Themen, die hier bearbeitet wurden: Gestalt und ' Antlitz des neuen deutschen Menschen in seiner Viel- falt und Eigenart beginnen sich im künstlerischen ( Ausdruck unverwechselbar zu formen: die führenden Männer der Bewegung, der Bauer, der Arbeiter, ( der Soldat ... welch eine Fülle neuer Eindrücke, Anregungen und Möglichkeiten. Andere Themen­kreise, die sich besonders vielfältig und fruchtbar auf das künstlerische Schaffen im Gau ausgewirkt haben, boten beispielsweise die Wehrmacht, der Arbeits­dienst, Leibesübung und Sport, oder das Theater unserer Zeit . . . Wir glauben mit solchem Gesamteindruck, wie er sich beim ersten Rundgang darbot, eher eine Vorstellung vom Charakter und der inneren Haltung dieser großen und repräsen­tativen Ausstellung geben zu können als mit einer möglichst gründlichen Aufzählung der einzelnen Werke, was im Hinblick auf deren Menge ohnehin ein aussichtsloses Unternehmen fein würde. Über­dies wird später noch eingehend und in Einzelheiten darüber zu berichten fein, wenn die Ausstellung zu uns nach Gießen kommt.

Don Künstlern aus unserer Gegend, die meist von den Ausstellungen des Dberhessischen Kunstver­eins her bekannt sind, fanden wir Bourcarde mit dem feinen Modell zur großen Figur eines Gleßersl-Ärbeiters, (3 ün geriet) mit feiner mar­kanten Büste des Führers, Seit6 an mit ein paar prächtigen Heffenköpfen, Sigurd Lange mit einer schönen, lebendig gegliederten Landschaft, Margret Kranz mit einigen ihrer zarten Blumenstücke, Frida B e st mit einer Frontkämpfersiedlung.

Wir nennen ferner von besonders bemerkenswert erscheinenden, durch Motiv oder Gestaltung hervor­stechenden Arbeiten (soweit dies ohne Katalog mög­lich ist) eine Porträtplastik des Dramatikers Fried­rich Bethge von Louise Schmidt, eine eigenartig realistische Arbeitergruppe von Kratz-Hanow, die Gruppe der Aepfelweintrinker von R. Wer­ner, den von starkem Symbolgehalt getragenen Drachentöter von Dovpe, eine Reihe feiner Bild­nisplastiken von Hub, ein großes Frankfurter Stadtbild mit Dorn von Engelhard, die Stein­brucharbeiter von Kuhfittich und Gils, eine Autobahnlandschaft von Dörrbecker und eine originelle Kinoergruppe von S t s i a u f. Ein kraftvolles, erdgebundenes Bild ist die ruhende Schnitterin von Mauermeyer. Dielmann zeigt ein klares, durchgearbeitetes Männerbildnis, Bode eine Impression vom Römerberg-Feftspiel. Ausgezeichnet die Plastik der startenden Läuferin von R. M. Werner, der vergeistigte Kopf des Schauspielers Robert Taube von Petraschke und die markante Porträtbüste Stefan Georges von Glenz; nicht zu vergessen auch der wuchtige, ganz unkonventionelle Luther-Kopf von Mergehenn. An Barlach erinnernd, aber dabei von ausgeprägter Eigenart die große HolzfigurAlte Frau" von Harold Winter. Die Bildnisse des Gauleiters Sprenger und des Bauernführers Wagner von Vlehmeyer und Bonde, sowie die ergreifende große FigurengruppeDer letzte Gruß" von Diel­mann mögen den U eb erb lick beschließen. hth.

denz von heute mittag am Aktienmarkt vor­wiegend weitere Erhöhungen, sie hielten sich jedoch in bescheidenen Grenzen und waren auch mangels

meint ist der Mann der Vogler.) DerOnkel Ehr- Hard", erklärte Frau Vogler damals im Gefängnis, fei ein junger Mann mit Vornamen Heinz. Er habe schon seinen Doktor und sei Apotheker. Frau Rocker wüßte ganz bestimmt, wer dieser Ehrhard fei.

Der Vorsitzende versucht erneut, Frau Rocker zu einem Geständnis zu bewegen. Auch jetzt be­streitet die Angeklagte, irgend etwas von dem Onkel Ehrhard" zu wissen. Der Vorsitzende halt ihr ihre eigenen Aussagen vor dem Untersuchungs­richter vor und weist auf die Widersprüche hin/ und auf die belastenden Aussagen aus ihrem eige^ nen Munde. Die Angeklagte erklärt,sie sei so durcheinander gewesen. Sie gibt zu, daß sie die Vogler in dem Glauben gelassen habe, es handele sich bei den Tabletten um Gift, um die Vogler los zu werden. Ursprünglich hat die Angeklagte je­doch bestritten, der Frau Vogler überhaupt etwas gegeben zu haben.

Dann wird die Vernehmung der Zeugin Schneider fortgesetzt, die Aussagen über ihre Beziehungen zu Frau Vogler macht. »Alsdann spricht sie von dem Geständnis der Vogler, das sie kurz nach der Haussuchung in Heller Verzweiflung der Zeugin gegenüber angelegt hat. Frau Vogler gab damals an, sie habe ihrem Mann und dem Georg Rattengift aufs Butterbrot geschmiert; auch dem Seitz habe sie Gift gegeben. Don diesem haoe das Gift gestammt, doch er sei tot und könne nichts mehr erzählen. Anderntags jedoch habe die Vogler der Zeugin gegenüber ihre Aussage widerrufen.

Der Vorsitzende kommt auf das aus dem Vogler-Prozeß bereits bekannteTotbeten" zu sprechen. Die Zeugin Schneider gibt an, auf dasTotbeten lediglich deshalb eingegangen zu sein, weil sie der Vogler nicht getraut habe und feststellen wollte, was sie eigentlich vorhabe. Sie selbst glaube nicht an dasTotbeten". Die Zeugin Schneider bleibt unvereidigt, da sie der Begünsti­gung der Vogler und der Rocker verdächtig ist.

Als letzter Zeuge der heutigen Verhandlung wird der Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Dr. Christ, vernommen, der die wesentlichen Momente der Untersuchung erläuterte. Seiner Meinung nach besteht die Möglichkeit, daß die Vogler tatsächlich den Ehrhard nicht kennt. Die Rocker dagegen müsse unter allen Umständen wissen, wer es ist. Man sehe die Person des Ehrhard immer in der Ferne wie durch einen Nebel. Die Fäden, die zu ihm hinfüh­ren, rißen immer ab in dem Moment, wo sie zur Frau Rocker bzw. zu dem Müller führen. Der Untersuchungsrichter nimmt an, daß es sich bei dem Onkel Ehrhard" um den Chemiker Müller han­delt. Die Rocker habe zuerst behauptet, nicht ge­wußt zu haben, daß die Vogler ihren Mann ver­giften wollte; später habe sie das Gegenteil be­hauptet. Solche Widersprüche konnte der Unter­suchungsrichter noch mehr nachweisen.

Gegen Schluß der heutigen Verhandlung gab Frau'R o cker ohne weiteres zu, daß sie, wenn sie gewußt hätte, daß sie noch einmal verhaftet werden würde, nach England geflüchtet fei.

Die Bemühungen des Vorsitzenden, den Schleier um die Person des Ehrhard zu lüften, mißlangen auch jetzt. Trotz alles guten Zuredens, die Ange­klagte möge in ihrem eigenen Interesse ein Ge­ständnis ablegen, blieb sie beim Leugnen. Die - Verhandlung wurde dann auf Freitag vertagt.

LPD. Mainz, 29. Okt. Arn dritten Verhcmd- lungstag im Prozeß gegen Frau Rocker wurde die Beweisaufnahme mit der Zeugenvernehmung der Hilfsauffeherin E f ch fortgesetzt, die In der Ge- fängnisabteiltung bei Frau Vogler ihren Dienst versah und im wesentlichen dieselben Zeugenaus­sagen machte, wie sie bereits im Vogler-Prozeß niedergelegt wurden. In ihrer höchsten Verzweif­lung wandte sich Frau Vogler an die Zeugin Esch und beauftragte sie, Briefe für sie zu befördern. Frau Vogler fei äußerst befriedigt gewesen, zu hören, daß die jetzige Angeklagte, Frau Rocker, damals noch nicht vernommen worden war. Die Rocker wisse verschiedenes von ihr, worüber sie unbedingt schweigen müsse. Sie könne durch die Rocker jedes Pulver, auch das stärkste bekommen, und zwar von demOnkel Ehrhard". Als die Zeu­gin der Frau Vogler, um noch mehd aus ihr her­auszubekommen, erklärte, daß Frau Rocker doch schon vernommen worden sei und alles gestanden habe, erklärte die Frau Vogler erregt:Wenn die Rocker spricht, kommt sie ins Zuchthaus!" Denn sie habe ihr kleine brauneVerkalkungstabletten" gegeben, mit denen sie Frau Vogler ihren Mann vergiftet habe.

Der Vorsitzende versucht erneut, die Ange­klagte Rocker angesichts dieser Zeugenaussage zu einem Geständnis zu bewegen, jedoch vergebens.

Als nächste Zeugin wird die Krankenpflegerin Schneider aus Mainz vernommen, die anfäng­lich zögernd ihre Aussage macht und dann bittet, die Oeffentlichkeit auszuschließen, da sie verschiede­nes, was sie im Vogler-Prozeß verschwiegen, heute sagen wolle. Das Gericht beschließt, daß die Zeugin außerhalb des Gerichtssaales zunächst von einem Kriminalbeamten vernommen wird.

Dann werden vier Gefängnisinsassen als Zeugen vernommen, die teils nacheinander, teils zusammen in der Zelle mit Frau Vogler zusammen waren. Die erste Zeugin, die wegen eines Todes­falles aus der Haft beurlaubt werden sollte, wurde von Frau Vogler beauftragt, einen Kuchen mit Gift zu backen und sich an Verwandte von ihr in Frankfurt zu wenden. Auch sollte sie für Frau Vogler der jetzt angeflagten Frau Rocker einen Zettel zuschmuggeln. Die zweite Zeugin sagt aus, Frau Vogler habe ihr gegenüber erklärt, die Angeklagte Rocker hätte ihr eines Tages die Karten geschlagen, wobei dieGelbe Blume", das Gift­zeichen, aufgetaucht fei. Frau Rocker habe darauf­hin gesagt, ihr Mann gehe durch Gift um die Ecke, und sie würde mit dem Holzhauer glücklich werden. Die Rocker habe die Tabletten von demOnkel Ehrhard" erhalten, der Apotheker sei. Die dritte Zeugin konnte beobachten, wie eines Tages Frau Vogler mit dem Taschentuch einen Selbstmordver­such verübte, indem sie sich damit derart am Hals würgte, daß sie bereits blau im Gesicht war. Als die Zeugin damals der Vogler versprach, ihr beim Selbstmord behilflich zu fein, habe ihr die Vogler ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sie gab zu, ihren Mann sowohl als auch ihren Stiefsohn Georg, den Keim und den Seitz vergiftet zu haben. Die Rocker sei allein daran Schuld, denn sie habe immer aus den Karten von dem Tod ihres Mannes ge-

Anträge auf Erhöhung des Fleischkontingents

Fwd. Die Canbesbauern|d)aft Hessen-Nassau teilt mit: Bereits vor einiger Zeit wurde angeordnet, daß Anträge von Metzgern auf Erhöhung des Fleisch­kontingents zuerst der zuständigen Metzgerinnung vorgelegt werden müssen, bevor sie an den Viehwirt- schaftsverband Hessen-Nassau eingereicht werden. Da sich in letzter Zeit die Zahl der unmittelbaren An­träge von Metzgern an den Viehwirtschaftsverband häufen, sei noch einmal daran erinnert, daß Antrag­steller, die ihre zuständige Innung übergehen, nicht Damit rechnen können, daß ihre Angelegenheit be­arbeitet und erledigt wird.

Hhein-Mainische Börse.

Fest.

Frankfurt a. M., 29. Okt. Die Ausführungen über den Dierjahresplan, der eine weitere Lei- ftungssteigerung für die deutsche Wirtschaft vorsieht, hinterließen an der Börse einen starken Eindruck. Die Haltung war durchweg fest, wenngleich die Um­satztätigkeit noch fein größeres Ausmaß annahm, da Angebot vielfach fehlte. Es lagen einige Publi­kumskäufe vor, auch auf Sperrmarkkonto erfolgten Anschaffungen.

Die Aktienkurse bratyten durchschnittliche Erhöhungen von 1 'bis 2 v. H. Im Vordergrund standen solche Werte, die zusätzliche Aufträge er­halten dürften. So fetzten chemische Werte 2 bis 3 v. H. höher ein, JG.-Farben 178,40, Goldschmidt 128,25, Rütgerswerke 140,50, Metellgefellschaft 152,25 bis 153, Deutsche Erdöl 147,65. Ferner

Angebots von nicht sehr lebhaften Umsätzen be­gleitet. Gegen die höchsten Mittagskurse stellten sich v----- _ ----- _ , M v

meist Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Metall- äußerte Frau Vogler, die Rocker habe eines Tages gesellschaft gewannen 2 v. H. auf 155, schwächer l zu ihr gesagt:Schaff' ihn doch um die Eck'!" (Ge-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. 211.

Berlin

Frankfurt a. M.

Serun

Frankturt a. M.

6*6-

rurd bärfe börse

29-10.

119,2

119,25

119

99,9

100,3

99,9

197

98,65

98,75

98,75

87

97

97

175,5

178,9

100,5

100,5

93

93

129

130

129,75

138,5

122,75

123

122,75

122,75

97

97

Banknoten.

100,4

100,4

100,75

101

100,65

101

97,5

97,5

97,5

31

I 32,25 - 31,5

- 99,25 -

>1 206 I 208,25 I 207 I

31,13

Süddeutscher Zucker

1O|

208

12,75

10,13

10,4

101,5

97,13

103,13

9

5

6

6

239,5 153,75 124,13

43,6

144,75

135,5 196

175,5

279

125

138

150,5

62,75 435 205 175

127,75

168,5

237,5

156,5

127

45,4

145

139

160,5

153

63,65 424

207

176

124,75

138,50

149,5

31,5

3,15

13,4

10,4

10,25

15,13

129,5

141

153

o 5 ß 0

7 0

8

o

9

12

11

95

109,8

Schluß­kurs

97,5

95

109,9

178,75

279

129,5

140,5

155

91

117,5

173

145

95

109,8

95

109,9

89,5

114,5

169,75

143

124,25

168

160 141,25

237

156,5

126,75

45,4

145

139 199,75

102,25

90,65

119

172

145,5

110

126,75 168,5 94,13

63,4

420

207 174,25

Schluß­kurs

103,13

90,4

115,75

169

143,5

109

125

168

92,5

62,75

425

205

175,13

3,1

13,35

10,5

10,65

15,5

Grttzner................ ... 01

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

4% Oesterreichische Goldrente...

4,20% Oesterreichtsche Silberrentr 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische StaatSrente v. 1910 414% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.....................

I. G. Farben-Jnbustrte

Scheideanstalt........

Goldschmidt

Rütgerswerke

Metallgesellschaft

3,25

12,9

9,9

10

14,5

4| 135 I

7 158,25 e| 158 |

Philipp Holzmann ....

Zementwerk Heidelberg

Eemenlwerk Karlstadt..

29 10-

161,5

28 10

101,5

97,9

102,9

119,4

SchultbetS Patzenhofer Aku tAllgemeine Kunstseide) Bemberg.................

Zellstoff Waldhof .

Zellstoff Aschaffenburg ....

Dessauer Gas .............

Daimler Motoren .

Deutsche Linoleum .

Orenstcin S Koppel ......

Westdeutsche Kaufhof Chade................

Accumulatoren-Fabrü Conti-Gummi............

28.10

T59- 139,5 238,5 153,5 123,9 43,25 144,75

136 196

Datum

ManSfeider Bergbau ...... 6%

Kokswerke ........... 6

Rbetnische Braunkohlen 12

Rhetnstabl .................. 4

Bereinigte Stahlwerke ..... 8 /t

Otavi Minen ....... 0

Kaliwerke Aschersleben 5

Kaliwerke Westeregeln 6

Kaliwerke Salzdetfurth 7%

2810-

101,4

97,9

103

Schluß). Mittag. börse

29-10.

28-10.

158,5

Datum :

5% Deutsche Retchsanieihe v. 1927

4% Deutsche Reichsani. von 1934 By3%Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mV

Auslos.Rechten ............

4%% Deutsche Retchöpostschatzau Weisungen von 1934, l.......

414% ehem. 8% Hessischer BolkS- staat 1929 trückzahlb. 102%) ...

4y?% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12....

6%% ehem. 4f4% Hess- Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

4!4% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverichr. R-6

Oberhessen Provinz-Anleihe mti

Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leche Serie 1 mV Auslos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bi» 1935

BZ4% ehem. 4*/«% Franks. Hyp.

Bank-Ltqu^Pfandbriese......

614% ehem. 4-/-% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

4%% ehem. 8% Pr. Landespfand.

oriefanstalt, Pfandbriefe R 19

4'/,% ehem. 7% Pr. Landespfand

briesanst., Gold Komm. Obl. 20

Steuergutich.BerrechnungSk. 84-88

Echlußt. Abend- börle

29-10.

101,5

97,9

103

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurS

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußt. Mittag- börte

Datum

28.10-

29 10

28-10

29-10-

4% oesgt. Sene n ............

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

7,7

7,7

7,7

8

4H%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .

11,25

11,3

11,4

11,4

6,65

7

6,6

7

2*4% Anatolier.............

40

40

40,13

Hamburg-Amertka-Paket .....0

16,13

15,75

16

15,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

39,5

39,5

Norddeutscher Llond .........0

16

15,9

15,9

15,75

*21.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0

123,5

126

123,25

125,9

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

126,25

126

127

Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Dtsconto«

106,5

107,75

106

107,5

Gesellschaft................ 4

108,25

111

108

110

Dresdner Bank.............. 4

107,5

109

107,25

108,5

ReichSbank ................1-

193,25

193

194

193

21.(5.®...................... 0

40,25

40,75

39,9

40,4

Bekula.....................8

166,75

166,5

166,9

167

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

133

135,5

133

135

Licht unv Kraft ............. 7

160,5

160,5

160,5

160,75

Felten & Guilleaume......... 4

137,5

139,25

137

139,75

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

143,25

144

142,75

143,75

Rheinische Elektrizität ........ 6

137

W»

137

135,5

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

138,75

140,25

138,65

140,25

Echuckert S Co............... 6

161,5

163

161,25

163,13

Siemens L Halske............ 8

204,25

207

205

208

LahmeyerLEo. ............. 7

154

138,65

153,5

122,5

126

124,25

126,25

Deutsche Erdöl .............. 4

145,75

148

146,25

147,65

Harpener................. 2*4

156,5

158,5

156,5

158,75

Hoesch EisenKblnFsteuessen ,. 8

116,25

120,5

117,25

120

Ilse Bergbau ...............6

w

201

202

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

152

152,5

152

152,5

Klöcknsrwerke ............... 3

126,25

129,4

126,25

129

Mannes mann-Rühren........ 8

118

120,75

118,4

120,5

28 .Oktober

29 Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Ariel

Buenos mitt

0,691

0,695

0,691

0,695

Brüssel ....

41,93

42,01

41,93

42,01

Rio de Jan.

0,145

0,147

0,144

0,146

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

54,34

54,44

54,34

54,44

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,17

12,20

12,17

12,20

HelitngsorS..

Paris .....

5,375

11,575

5,385

11,595

5,375

11,58

5,385

11,60

Holland ...

134,43

134,69

134,62

134,88

Italien....

13,09

13,11

13,09

13,11

3aDon .....

0,711

0,713

0,711

0,713

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,16

61,28

61,16

61,28

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,055

11,075

11,055

11,075

Stockholm..

62,75

62,87

62,75

62,87

Schweiz ...

57,19

57,31

57,17

57,29

Spanien...

22,73

22,77

22,73

22,77

Prag......

Budapest ..

8,771

8,789

8,771

8,789

»

JZeuQod ...

2,489

2,493

2,489

2,493

Berlin,29.Oktober

Mb

Ärief

'Amerikanische Roten..............

2,451

2,471

Belgische Roten..................

41,80

41,96

54,18

54,

12,145

12-185

Französische Roten...............

11,53

11,57

Holländische Roten...............

134,28

134,82

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

61,00

61,24

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten ...............

Schwedische Noten...............

62,58

62,84

Schweizer Noten.................

67,02

57,24

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

«WW»