Ausgabe 
30.9.1936
 
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Nr. 229 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Mittwoch, 50. September 1956

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langen Aermeln. Die Raffungen am Gürtel und an dem den Raglanärmeln angeschnittenen Passen­teile sind vorne in der Mitte eingelesen. Der in vier Bahnen geschnittene Rock fällt von der Allste ab stark glockig.

Das schwarze Moirekleid (Mitte) mit der glockigen dreiviertellangen T u n i k hat stark

n Lange.

)ie Bilder: ns Thyriot; . Anzeigen- Inhalt der 1.36 : 9350. Ms-Buch- sämtlich in

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Das Gespräch mit der mir befreundeten Haus­bau bewies mir, daß man sich nicht nur durch Ue Zeitung, sondern auch einmal über die Zeitung recht anregend unterhalten kann. Und rar allen Dingen: ich werde mir ab morgen auch (ineRenaissance" anlegen.

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Aus dunkelblauem Taft mit feinem Karo aus Goldfäden äst das Modell rechts. Zu der schlichten Schnittform des Kleides paffen gut die neuartig gerafften dreiviertellangen Aermel und der gerüschte Kragen. Eine Schleife und ein Gürtel aus dicker Goldkordel sind der einzige Ausputz. H.

Prachtvoll die Renaissance...!" erwidere ch.Natürlich, so manches wertvolle Zeitungs- v'latt, das sonst der Vergessenheit anheimgefallen wäre, erlebt nun in Ihrem Familienkreise seine Verdiente Wiedergeburt, indem es noch einmal iachgelesen werden kann. Sie haben ja zu Hrer Zeitung beinahe persönliche Beziehungen", Vaune ich anerkennend.

sGewiß, irgendwie gehört unsere Zeitung mit im unser Leben, hat teil an unserer Lebensauf- ijgssung und ergänzt unsere Weltanschauung. Wir Hnd unsere Zeitung sind allzeit getreue Kame-

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der drei heute gezeigten Nachmittagskleider.

Das lila Samtkleid links ist ohne allen Aufputz gearbeitet, es erhält seine Wirkung ledig­lich durch die Ra ffungen am Halsaus­schnitt, am Gürtel und den weiten dreiviertel

Keulenärmel, die auf der hochgeschlagenen Aufschläge können auch klappt getragen werden. Dann ergänzt ein_____

aus weißem, plissiertem Tüll den festlichen Anzug. Zwei große silberne Filigranknöpfe halten Auf­schläge und Gürtel.

Was sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

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^ausfrau, verläßt für eine Minute das Zimmer und kehrt mit einer großen Mappe zurück. Sie I blättert in den sauber mit Zeitungsausschnitten Ibeklebten Seiten und lächelt:Bitte, hier haben n iwir schon dieFerien vom Du", die Sie mir : iwünschen. Auch ich habe den Artikel gelesen und Ifanb ihn hervorragend. Und, schauen Sie, in Lieser Mappe werden alle Schilderungen, die für \ nm5 über den Tag hinaus Wert , haben, aufbewahrt, j Ws ist so unterhaltend, an langen Winterabenden } «eine ausdrucksvolle Betrachtung, eine besonders [( ggute Reisebeschreibung oder ein feinempiundenes \ Wedicht nochmals zu lesen oder im Familienkreise { Dorzulesen. Mein Mann und ich, und neuerdings , nutf) die Kinder, haben die Gewohnheit, das uns )lDesonders Zusagende anzukreuzen und Erika hat h 3as Amt übernommen, das Bezeichnete auszu- * chneiden und einzuordnen. Mein Mann hat diese ! Mappe, aus der so viele inhaltreiche Zeitungs­artikel wieder auftauchen, dieRenaissance" ge- 1 mannt"

Sine Hausfrau hat das Wort.

Lehrreiches und nachdenkliches Thema.

Besuchen Sie häufiger ein Theater, ein Kon­zert oder ein Kino?" fragte ich im Laufe unseres Gesprächs die vielbeschäftigte kinderreiche Haus­frau, die mich zu einer Kaffeeplauderstunde ein­geladen hatte.

Selten!" gestand sie.Meine Zeit und auch offen gesagt mein Geldbeutel reichen oft nicht dazu aus. Leider komme ich auch nicht so häufig dazu, ein Buch zu lesen, wie ich es möchte. Aber darum verzichte ich bei weitem nicht auf t geistiges Leben und Einblicke in alle Zeitvor- gänge. Unsere Zeitung nämlich hat einen ganz vortrefflichen unterhaltenden Teil, der immer mit einem guten Roman versorgt ist. Sehen Sie sich festlesen, das gibt es da nicht; der Fort- fetzungsroman unterbricht rechtzeitig das Lese­fieber, und die knappe Frühstücksstunde, die ich ' mir gönne, reicht dann gerade noch für eine der | hübschen Skizzen oder auch noch für ein fein­sinniges lyrisches Gedicht aus."

ii Die Hausfrau bietet mir nochmals von ihrem prächtigen Königskuchen an und verrät, das Re­zept zu diesem Genuß der Frauenseite ihrer Zei­tung entnommen zu haben.

Uebrigens", fährt sie fort, sich an den Aus­gangspunkt unserer Unterhaltung, an meine Frage erinnernd:über Theater-, Kino- und Konzertaufführungen, über neuerschienene Bücher und Vorträge lese ich ja reglmäßig in unserer Zeitung sehr ausführliche Berichte, die über alle Darbietungen, von denen man spricht, einen Ueberblick verschaffen.

Und der Herr Gemahl?" frage ich, ist wohl beim Zeitungslesen ausfüllend mit Politik, Sport, Technik beschäftigt?"

Nicht ausschließlich", läßt mich die Hausfrau wissen,auch für meinen Mann ist der unter­haltende Teil wesentlich. Zum Beispiel ein span­nender Kriminalroman, eine bebilderte Serie : über historische Geschehnisse und vornehmlich Reise- !' beschreibungen fesseln ihn sehr stark. Lange aller­dings geben die Kinder am Abendtisch keine Ruhe. Aber dann veranstaltet mein Mann unter Zu­hilfenahme der Zeitung ein allgemeines Kreuz­worträtselraten, das unsere geographischen und geschichtlichen Kenntnisse herrlich auifrischt und gleichzeitig den Kindern, die sich begeistert beteili­gen, viel Wissenswertes bringt. Die beiden Kleinen 1 haben manchmal an einem Pusselspiel Freude, dagegen interessieren sich Gerd und Erika mehr für Nachrichten aus dem Lagerleben."

Ich habe einmal", erwidere ich,eine sehr sinnreiche Betrachtung mit der Ueberschrift:Ferien vom Du" gelesen. Diese feingeistige Schilderung fällt mir eben ein, da ich Sie so sehr von Ihrer Familie beansprucht sehe. Schade, daß ich diesen

Fußbodenpflege muß gelernt fein.

Don Brigitte Lühr

Fuhbodenpflege muß gelernt sein, der gute Wille tut es nicht allein! Man muß wissen, was dem Boden gut tut es ist dieselbe Sache wie beim malle up" der Frau. Nicht jede Haut verträgt denselben Creme, nicht jeder Fußboden darf gleich behandelt werden.

Es genügt für die gestrichenen und lak- Eierten Fußböden nicht, wenn man sie immer nur feucht aufwischt. Allmählich bekommen sie dann einen grauen Schimmer und werden stumpf. Schädlich ist es, wenn man dem Aufwischwasser scharfe Seifen oder gar Soda zusetzt, denn dann ist bald von der Farbe und dem Lack nicht mehr viel vorhanden. Gestrichene Böden reinigt man am besten folgendermaßen: jeden Tag wird feucht nicht naß aufgewischt und dann mit einem Wolltuch gründlich trocken gerieben. Man darf die Feuchtigkeit nicht auftrocknen lassen, sondern muß selbst so lange reiben, bis alles Wasser verschwun­den ist. Man kann in dem Aufwaschwasser etwas milde Seife auflösen und muß dann mit klarem Wasser nachspülen. Jede Woche einmal muß der gestrichene Boden für den lackierten gilt das­selbe mit einer dünnen Schicht Bohnerwachs überzogen und dann mit dem Bohnerbesen blank gerieben werden, vorher wird der Boden strich­weise mit Terpentin gereinigt

Parkettfußböden müssen besonders sorg­fältig behandelt werden, dann lohnen sie es auch durch ihren schönen tiefen Glanz. Man denke nur an das Parkett alter Schlösser, das schon viele Jahrzehnte alt ist und unter der sorgfältigen Pflege jedes Jahr schöner wird. Parkettfußböden dürfen nie naß gereinigt werden, denn dann wird man sie nie wieder glänzend bekommen, außerdem hin­

terläßt Wasser auf dem Eichenholz oft dunkle Flecke, die nur sehr schwer wieder fortzubekom­men sind. Für die Fugen des Parketts ist bas nasse Reinigen ebenfalls schädlich, da sich die Fu­gen verbreitern und die Hölzer verziehen. Also: der Scheuerlappen hat beim Parkettfußboden nichts zu suchen! Wer sich keinen Bohnerapparat leisten kann, der bleibe ruhig bei der altbewährten Stahlwolle, sie reinigt das Perkett ausgezeichnet es genügt, wenn dies zweimal im Jahr geschieht! Rach Abreiben mit Stahlwolle bürstet man sorg­fältig den Staub ab und reinigt bann das Par­kett mit Terpentin oder Terpentinersatz. Vor allen Dingen muß man immer wieder reine Lappen neh­men, damit man den Schmutz nicht wieder hinein­reibt. Dann wird das Parkett gewachst.

Fliesen, wie man sie in der Küche und dem Badezimmer kennt, sind am leichtesten zu behan­deln. Man scheuert sie einfach mit Wasser und Seife! Irgendeine Nachbehandlung ist nicht nötig. Sind die Fliesen allerdings sehr schmutzig, oder zeigen sie einen bräunlichen Schimmer, dann ist es sehr gut. wenn man sie mit Salzsäure und einer scharfen Bürste vorbehandelt. Manche Hausfrauen überziehen die Fliesen auch mit einer Wachsschicht. Sie werden allerdings dann nicht so schnell schmutzig aber dafür so glatt, daß leicht ein Unglück passieren kann!

In den Schlafzimmern hat sich Linoleum besonders gut bewährt, weil dieser Fußbodenbelag sehr hygienisch ist. Man muß aber verstehen, mit Linoleum umzugehen, damit es nicht grau wird. Man wischt es feucht auf mit lauwarmem Seifen­wasser, dem man pro Eimer einen Eßlöffel Ter­pentin zugesetzt hat. Dann wachst man den Boden leicht ein mit farblosem Wachs und bohnert, wenn das Wachs eingezogen ist, gründlich nach. Man braucht nicht jeden Tag zu wachsen einmal in der Woche genügt vollkommen.

Stellt mir das?"

Don Ilse Mahl.

Meinst du, daß mir Lila steht? Soll ich mir eine kurze oder eine dreiviertellange Jacke machen lassen? Wie würde dir ein schwarzes Samtkleid an nir gefallen?" Auf solche Fragen muß in diesen Tagen jeder Mann gefaßt sein und er wird gut daran tun, wenn er sich ein paar Schaufenster an- sieht und sich einige Antworten zurechtlegt, denn nichts wirkt entmutigenber auf bie Frauen, als wenn sie nur immer zur Antwort bekommen:Das . weitz noch boch nicht, Liebling, ich kann mir bas e-nfach nicht vorstellen! Du wirst schon bas aus» fachen, was bir steht unb was mir gefallt."

, Aber so leicht ist bas für bie Frauen tm allge­meinen nicht. Wohl haben sie ihren persönlichen Stil, wohl wissen sie einigermaßen, was sie kleibst unb baß sie bie Auswahl am besten allein treffen. Trotz aller Erfahrungen besteht aber angesichts ber sulle des Gebotenen zu Beginn jeder Jahreszeit iie gefährliche Verlockung, die mühsam erworbenen Grundsätze der letzten Jahre aufzugeben und sich lit ein Kleidungsstück zu vernarren, das vielleicht tu Schaufenster oder im Modenheftfabelhaft" omssieht, aber ihnen niemals stehen würde.

Selbst bei größter Selbsterkenntnis und Ehrlich- liit fällt es vielen Frauen schwer, den neuen Mo­dellen, Geweben und Farben gegenüber standhaft $1 bleiben und das Gesehene ganz sachlich zu der ebenen Person in Beziehung zu setzen. Sie glau- |6*n, sie müssen den gelben Pullover aus dem |M)aurenfter unbedingt haben, obwohl sie die Ser«

Aus dem Reiche der $rau

Die Frau in der ASV.

Der Führer hat einmal zum Ausdruck gebracht, daß er den Erfolg seines Ringens letzten Endes, den Frauen verdanke. Sie hielten chm die Treue besonders dann, als der klügelnde Verstand so vie­ler Männer das Ziel nicht mehr sah. Das lebens» echte Gefühl der Frau glaubte unentwegt an den Sieg der Idee, ihr opferte sie sich selbst, und so half sie an entscheidender Stelle mit, den Sieg zu er» ringen. Weil die Frau jetzt die Wiedergeburt ber Mutter selbst miterlebte, weil sie mieber Frau und Mutter sein konnte, stand sie auch in der Zeit des Aufbaus nicht abseits, als es darum ging, den Bestand des Volkes durch die Mitarbeit der Frau auch im kleinsten zu sichern. Sie trat da­her entweder in die Frauenschaft ein, in die NSV. oder auch in beide Organisationen. So stand sie wieder in vorderster Front, als es galt zu helfen.

Als die NSV. das erste Winterhilfswerk durch­führte, gab es kein Vorbild für diese das ganze Volk umfassende Opfertat. Jeder Gau improvisierte gewissermaßen neben den allgemein durchzuführen­den Aufgaben bestimmte Hilfsaktionen, die zusätz­lich geleistet wurden, und für die nicht der Ver­stand, sondern das Herz verantwortlich zeichnete. So richteten manche Städte neben den Kleider­kammern, wo sich die Berge eintreffender Wäsche und Kleidungsstücke türmten, Nähstuben ein, zur Ausbesserung und Umarbeit. Hier waren Künst­lerinnen ihres Faches tätig, aus Altem Neues und Schönes entstehen zu lassen. Weil diese Arbeit ehrenamtlich durchgeführt wurde, konnten die für die Umarbeit sonst notwendig werdenden Ausgaben für andere Zwecke freigemacht werden. Schenken dürfen, war seit je die besondere Freude der Frau. Bei der Anfertigung so manchen Stückes wird den fleißigen Helferinnen der NSV. das frohe Lächeln eines Kindes oder einer Mutter vorge­schwebt haben, die eine mollige Kleidung vielleicht schon Jahre entbehrt hatten. Und dann die vielen Hausbesuche bei in Not befindlichen Familien. Das Auge der erfahrenen Frau sieht in diesen Fällen gleich, wo die Hilfe einzusetzen hat. Es kann ja auch gar nicht anders sein. Undenkbar, daß eine Frau ihre geheimsten Sorgen einem Mann anoer- troiion könnte. Deshalb ft°hen die Frauen in bitter NSV.-Arbeit auf wichtigstem Posten. Wer sollte bie Pfundspenden im Winterhilfswerk umtüten unb verteilen, die Kleidung aussuchen für die Kinder, wenn es nicht die liebende Sorge einer Frau wäre, die aus ihrer Welt heraus das Richtige träfe. Es steht fest: Das Winterhilfswerk des deut­schen Volkes würde den vom Ausland so stark be­wunderten Erfolg nicht gehabt haben, wenn sich die deutsche Frau dieser Einrichtung verschlossen haben würde, wenn sie- das Eintopfgericht nicht innegehalten, überhaupt nicht so tatkräftig mitge­arbeitet hätte.

In ber Arbeit besHilfswerkes für Mut­ter unb K i n b" hatte bie Frau als Kinbergärt- nerin, als NS.-Schwester unb als Beraterin in ben von ber NSV. eingerichteten Beratungsstellen Ge­legenheit, an ber Gesunbheitsfürsorge bes Volkes an verantwortlicher Stelle mitzuhelfen. Wenn mehr als IVr Millionen Kinber verschickt würben unb zum ersten Male in ihrem Leben glückliche Ferien verleben bürsten, bann war es roieberum bie Frau des Dauses, welche die Hauvtarbeit von ihrem kleinen Besuch hatte. Sie hat auch hier ein Band geschlungen um Millionen von Volksgenos­sen, hat Arbeit übernommen, weil sie Dank ab­tragen wollte an den Führer, der der Frau unb_ bamit ber Familie roieber bie Lebensrechte zurückgab, bie ber jübische Marxismus nur mit Füßen treten konnte. So steht bie Frau in ber NSV -Arbeit an entfrbeibenber Stelle. Jnbem sie für bie beutsche Familie arbeitet, hilft sie an ber Gestaltung ber Zukunft bes Volkes mit Eine Mah­nung für alle, die noch nicht die Freude der Mit­arbeit gespürt haben. W. R.

Den Honig nicht vergessen!

Honig ist der aromatische Saft, den bie Arbeits­bienen aus ben verschiebensten Blüten aufsaugen, im Maaen verarbeiten unb ihn in bie aus Wachs bestehenden Waben mieber entleeren. Der Ge­schmack, bas Aussehen unb ber Duft bes Honigs Achten sich ganz nach seiner Herkunft. Von ben bekanntesten unb beliebtesten Honigsorten seien ge­nannt: Heibehonig, Linbenblüten-, Tannen-, Aka­zien- unb Apfelblütenhonig.

!Der Honia ist flüssiger Sonnenschein", sagt ein Spruch. In ber Tat kann man bem Honig viel gesundheitliche Kraft zusprechen. Er ist eines ber wertvollsten Nähr- unb Heilmittel, bie wir über» Haupt besitzen. Er besteht zu etwa 70 v. H. aus Zucker. Da ber Zucker ein kräftiger Triebstoff unse- rer Muskelkraft ist, so kann auch ber Honig als gutes Kräftigungsmittel für bie menschlichen 'Mus­keln bienen unb ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Er ist leicht verbaulich unb wirb ohne Rückstanb so­fort in bie Blutbahn aufgenommen. Durch bie im Honig enthaltenen Säuren werben Darm- unb Nierentätigkeit angeregt, ber Körper wirb baburch vor unnötiger Belastung unb Verunreinigung schäb- lkcher Stoffe bewahrt. Kranke Nerven werben be- ruhigt. Ein Glas lauwarmes ober auch kaltes Honigwasser vor bem Schlafengehen getrunken, ist ein ebenso angenehmes wie harmloses Schlafmittel das bei leicht nervösen Menschen gute Dienste tut Die Magennerven werden durch Honigwasser an- geregt, darum sollten Leute, die an Appetitlosigkeit leiben, mehrmals am Tage etwas Honiqwasser trinken, um der Körperschwäche vorzubeugen

Den Fieberkranken löscht Honigwasser ben Dürft unb wirb auch von anberen Kranken ohne De- schwerben vertragen. Ein ideales Heilmittel ist ber Homg bei Husten unb Heiserkeit. Mehrmals am Tage einen Eßlöffel voll heißen Honigs eingenom-

Wunber unb läßt bie Beschwerben bald Derfdjmuiben. Honigmilch ist ebenfalls schleimlösend. Em Eßlöffel Honig und ein Teelöffel geklärte Butter werden mit einem Viertelliter heißer Milch übergossen. Das Getränk wird umgerührt unb heiß getrunken.

Für Kinber ist ber Honig keine Süßigkeit wie lebe anbere, er ist nicht nur eine schöne' Leckerei, sondern ist aud) ihrem Wachstum förderlich uni) macht sie gleichzeitig gegen ansteckende Krankheiten widerstandsfähiger. Darum sollte jede Hausfrau, die auf das Wohl ihrer Familie bedacht ist, dem Honig mehr Beachtung schenken unb ihn mehr als bisher verwenden.

käuferin daran erinnert, daß er dick macht oder das Blond der Haaretotschlägt". Sie wollen den lose geschnittenen weiten Mantel, der ihre Figur noch kürzer macht und sie glauben, auf Aermel, die die Schultern verbreitern, und plissierte Rüschen nicht verzichten zu können. Die Hageren kommen plötzlich auf den Einfall, enganliegende Wollkleider und Pullover zu verlangen und Frauen mit schlech­ter Hautfarbe verlassen das Geschäft, wenn die Ver­käuferin zu behaupten wagt, daß diese oder jene Farbe ungünstig sei.

Im Gegensatz zu diesen Frauen, die auf einmal glauben, alles alles, was die Mode auf den Markt wirft, sei für sie geschaffen, und die nicht den Mut haben, aus kluger Selbsterkenntnis heraus einmal eine Mode nicht mitzumachen, sie einfach zu über­schlagen und abzuwarten, was bie nächste bringt, steht bie aroße Zahl ber allzu Skeptischen. Sie besuchen jeoe Mobenschau, wenn es sein muß, bis tief in bie Nacht hinein, sie stehen in ben Schnitt-

mustergeschäften Schlange, bis ein Stuhl am Al­bumtisch frei wirb, sie kennen so ziemlich jeben Stoffballen ber in Frage kommenben Geschäfte, unb am Schluß erklären sie mutlos, baß für sie nichts dabei sei.

Im Grunde leiden sie an derselben Krankheit wie die zu rasch Entschlossenen: an schlechter Dor­stellungsgabe. Sie übersehen leicht die feststehende Grundform eines Kleides und lassen sich durch einen schnell zu ändernden Ausputz täuschen, sie haben keinen Blick für die Verwendungsmöglichkeit und Verarbeitung eines Stoffes, und das Ergebnis ist immer wieder eine Enttäuschung. Diesen Frauen kann man nur vorschlagen, sich sachgemäß beraten zu lassen und die Finger von eigenen Experimenten zu lassen, um Zeit und Geld zu sparen.

Das Wichtigste aber ist der kritische, sachliche Blick in den Spiegel, zu dem mir alle fähig sein sollten. Er hilft uns, aus der Fülle des Gebotenen das aus­zusuchen, mas unserem Stil am meisten entspricht.

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