Ausgabe 
30.9.1936
 
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bischen gemaßregelt und die Streikenden zur Arbeit zurückgekehrt sein würden werde sich die Möglichkheit ergeben, über die arabi­schen Beschwerden zu verhandeln.

Die (Schweizer Heeresreform.

Basel, 29. Sept. (DNB.) Der Ständerat begann mit der Beratung der neuen Truppenord - nung. Nach den Ausführungen des Kommissions­referenten Schöpfer ist der Zweck der neuen Truppenordnung der, bei den engen Raumoerhält- nissen das Land schneller abwehrbereit zu machen. Dazu diene die Verstärkung der Flugzeuge und Flugabwehrwaffe, ein erhöhter Grenzschutz, Ausbau der regiona- len Rekrutierung, sowie die Verlegung wich­tiger Mobilmachungsplätze, u. a. Basel und' Genf ins Innere des Landes Trotz aller Maßnahmen werde man um einen ständigen Grenzschutz nicht herumkommen. Sache des Bundesrates werde es sein, die Grenzschutztruppen so zu organisieren, daß die Verfassung, die das M i l i z s y st e m vor- schreibe, nicht gestört werde. Eine solche Truppe von etwa 6000 Mann, welche die Grenzfestungs- werke besetzt halte, koste viel Geld, doch sei die Finanzfrage sekundärer Natur. Der zweite Punkt der neuen Truppenordnung sei die Vereinfachung und Beschleunigung des Aufmarsches Die rechtzeitige Abwehrbereitschaft erfordere rasche, ' vielleicht vorzeitige Mobilmachung. Besonderes Ge­wicht werde auf die Aufklärungstruppen gelegt. Noch nicht gelöst sei die Frage der Mo­torisierung. Sie müsse gelöst werden, auch wenn dies den Bahnen nicht besonders sympathisch sei. Die neue Truppenordnung werde das Schwei­zer Wehrwesen einen gewaltigen Schritt vorwärts- bringen. Es dürfe indessen nicht der letzte Schritt sein.

Stalin wirbt um neue Parteimitglieder.

Moskau, 30. Sept. (DNB.) Der Zentralaus­schuß der Kommunistischen Partei veröffentlicht eine langatmige Erklärung, in der unter Hinweis auf die vorangegangene Parteisäuberung bekanntgegeben wird, daß vom 1. November d. I. ab die Auf­nahme neuer Mitglieder in die Kom- munistische Partei beginnt. Die Erklärung enthält bemerkenswerte Enthüllungen über die bis­herige Aufnahmepraxis der kommunistischen Partei­organisationen. Es erweist sich, daß die Aufnahme jft gruppenweise und ohne Kontrolle der Angaben der aufgenommenen neuen Mit­glieder erfolgte, ja, daß sogar massenweise Ausnahmen in Abwesenheit vorgekommen ; ind. In den weiteren Richtlinien ist es von In­teresse,^ daß der Mitgliederbestand der Partei hauptsächlich aus städtischen Proletarie r- k reisen aufgefüllt werden soll, während 'las Bauerntum erst in zweiter Linie

Frage kommt, weiterhin daß die Mitglieder der Mmunistischen Jugendverbände ebenso wie ile anderen Kandidaten Prüfungen unterwor- en werden sollen.

Wie amtlich mitgeteilt wird, ist jetzt auch Jago­das Gehilfe im Volkskommissariat des Innern, )er bisherige stellvertretende Volkskommissar P r o- 'ofjew, seine Postens enthoben und zum stellvertretenden Postkommissar ernannt worden. Der bisherige stellvertretende Postkommissar Schu­kow wird in ein anderes Amt versetzt. Zum neuen stellvertretenden Znnenkommissar wurde Moses D a° oidson-Bärmann ernannt.

iZurück zum Petroleumkocher "

NSG. Die MoskauerPrawda" (Nr. 240) beklagt sich über die schlechte Instandsetzung der in den meisten Häusern von Moskau außer- 'ordentlich verwahrlosten Heizungsanlagen und bringt hierfür folgende für das bolschewistische Bauwesen charakteristische Beispiele:Die 500 Ein­wohner des Hauses Nr. 7 in der Warsonofjewsker Straße sehen mit Besorgnis dem herannahenden Winter entgegen. Die Oefen sind baufällig geworden, und die Dampfheizung, die schon seit zwei Jahreninstand" gesetzt wird, befindet sich in einem abscheulichen Zustande. Im ver­gangenen Jahre nahmen die Mieter Zuflucht zum Petroleumkocher und mußten in ihren Wohnungen Mäntel tragen. Wenn die Wohnungsverwaltung des Moskauer Stadtsowjets nicht sofort die notwendigen Maßnahmen ergreifen, dann wird sich dasselbe Bild auch in diesem Jahre wiederholen. Die Instand­setzung des Hauses Nr. 18 in der Fuhrmanngasse geht ebenfalls schlecht vor sich. Diese zwei Häuser bilden keine Ausnahme ..."

Sowjet-Einmaleins

Moskau, 22. Sept. (DNB.) Wie diePrawda" berichtet, sind in den westlichen Provinzen von der dortigen Abteilung des Volksbildungskommissariats hefte heraugegeben worden, bei denen eine be­sondere Neuerung für die Abcschützen d a s E i n - maleins a u f dem Einband abgedruckt ift Das Bildungskommissariat glaubt damit den Schülern eine besondere Freude zu bereiten. Diese neue Erfindung des Kommissariats, auf Grund deren

die Schüler leichter als Einmaleins erlernen sollen, sieht so aus: 6 X7-72, 6 X8-78, 6 X9-84, 3X8-19, 9X5-43. Von diesen Heften wurden Hunderttausende hergestellt, die, wie das Blatt sagt, in ganzen Wagenladungen bereits an die verschiedenen Verkaufsstellen verteilt wurden. Um den Unsinn komplett zu machen, ist unter diesem famosen Einmaleins die Erklärung abgedruckt, daß der Druck mit Genehmigung der zuständigen provin­ziellen Regierungsausschüsse erfolgt ist.

Alkohol und Verkehrsunfälle.

Blutuntersuchungen für das ganze Reich angeordnet.

Berlin, 29. Sept. (DNB.) Der Reichs- und Preußische Minister des Innern hat im Rahmen des polizeiärztlichen Aufgabenkreises di e Blut- Untersuchung auf Alkohol bei Verkehrs­unfällen für die gesamte staatliche Polizei angeord­net. Die Blutuntersuchung war zunächst versuchs­weise im Bereich der Polizeiverwaltung Berlin ein­

geführt worden. Auf Grund der hierbei gemachten Erfahrungen hat sich der Minister entschlossen, die Blutuntersuchung allgemein für die an einem V e r k e h r s u n f a l l beteiligten Personen anzuordnen, bei denen begründe­ter Verdacht alkoholischer Beeinflus­sung besteht.

Für die Alkoholbestimmung im Blut wird die Mikro-Methode des schwedischen Arztes Professor Dr. E. M. P. W i d m a r k als zuverlässig bezeich­net. Das Blut wird möglichst sofort nach dem Unfall durch einen kleinen Stich in das Ohrläppchen oder die Fingerspitze entnommen und in besonders vorbereiteten Glaskapillaren aufgefangen. Das Widmarksche Verfahren hat sich bewährt und seine gesetzliche Grundlage durch den § 8In der Straf- vrozeßordnung erhalten. Als ein besonderer Wert der Widmarkschen Methode wird der Umstand be­zeichnet, daß nicht nur die alkoholische Beeinflus­sung, sondern auch die Nüchternheit nach­gewiesen werden kann, was zur Entlastung eines Angeschuldigten von entscheidender Bedeutung sein kann.

Schwierigkeiten für dieWährungsvorlage im französischen Senat.

Paris, 29. Sept. (DNB.) Die Kammer hat die Währungsvorlage in ihrer Gesamtheit mit 350 zu 221 Stimmen angenommen. Die Regierung hatte die Vertrauensfrage nicht gestellt. Der F i - nanzausschußdes Senats nahm am Diens­tagnachmittag die Erklärung des Finanzministers über die Frankenabwertuna entgegen. Der Minister verteidigte den von der Kammer angenommenen Wortlaut der Regierungsvorlage, indem er ver­sicherte, daß die Frankenabwertung in keiner Weise geeignet sei, eine neue Teuerung hervorzurufen. Der Ausschuß stellte jedoch fest, daß die Franken­entwertung eine vollendete Tatsache sei, deren Verantwortung der Regierung za- falle. Unter diesen Umständen könne sich der Aus­schuß den technischen Verfügungen des Gesetzes nur beugen. Gewisse Artikel wurden vom Ausschuß a b - geändert, und der Berichterstatter des Aus­schusses wurde beauftragt, mit großer Entschieden­heit daran zu erinnern, daß ein Erfolg der gesam­ten Operation von einer entschlossenen Rückkehr zum finanziellen Gleichgewicht und der vollen Wiederherstellung der sozia­len Ordnung abhänge. Alle diejenigen Artikel der Vorlage wurden vom Ausschuß abgetrennt, die gewissen sozialen Schichten Vorteile bieten könn­ten in der Auffassung, daß diese Artikel i m Staatshaushalt ihren Platz hätten.

Die Anpassung der Schweiz.

Der Nationalrat stimmt den Währungs- beschlüsien zu.

B em, 30. Sept (DNB. Funkspruch.) Nach 13- stündiger Aussprache hat der schweizerische N a t i o n a l r a t in der Nacht zum Mittwoch kurz nach Mitternacht mit 99 gegen 60 Stim­men von dem Bericht der Bundesregierung über die Anpassung der schweizerischen Währung z u - stimmend Kenntnis genommen, lieber den Goldverkehr der Schweiz erklärte Bundes­präsident Meyer, nach den Beschlüssen des Bun­desrates ist grundsätzlich der Goldverkehr frei. Die Schweiz will den Devisen der Großstaaten in einem 21 b ft a n b von 10 Prozent folgen. Das Gold soll die Richtlinie für die schweizerische Devisenbildung sein. Die Schweiz wolle sich nicht fest an den Kurs einer anderen V a -

l u t a binden. Die Angleichung an die englische, amerikanische und französische Devise erfolge nur insoweit, als diese gegenüber dem Gold Stabilität beweisen. Aus dem Goldgewinn schaffe die Schweiz einen Ausgleichsfonds zur Stützung der Währung. Dieser Fonds werde erst aufgehoben, wenn wieder reguläre Verhältnisse eingetreten seien.

Der Postanweisungs-, Postüberweisungs-, Postauf­trag-, Nachnahme- und Gebührenzettelverkehr zwi­schen Deutschland und der Schweiz ist in beiden Richtungen bis auf weiteres eingestellt worden.

Der plan einer Mhrungslonferenz.

Paris, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Trotz eines in Genf ausgegebenen Dementis, daß kein englisch-französischer Vorschlag für eine Kon­ferenz zur Abschaffung der Zollkon- tingente und Währungskontrollen in Aussicht genommen ist, bleibenEcho de Paris" undOeuvre" bei ihren Behauptungen, daß man tatsächlick einen solchen Plan erwogen habe. Im letzten Augenblick seien aber den E n gländern einige Bedenken gekommen. Jetzt, so meldet Oeuvre" aus Genf, knüpft die englische Regierung an den Zusammentritt einer solchen Konferenz in Basel die Bedingung, daß Frankreich zuvor die Zollschranken und Kontingente beseitigen soll, die für englische Waren nach der englischen Abwertung geschaffen wor­den seien. Die Engländer wiesen darauf hin, daß sie von Frankreich einige Zugeständnisse erwarte­ten, nachdem sie durch den Beitritt zum Währungs­abkommen ein weiteres Abgleiten des Franken ver­hindert hätten.

Oie Türkei im Sterling-Block.

Istanbul, 29. Sept. (DNB.) Die Türkische Zentralbank teilt mit, daß nach der Abwertung des französischen Franken bis auf weiteres das Pfund Sterling bei Kursberechnungen als Grundlage zu dienen habe. Der Kurs des englischen Pfundes ist zunächst auf 6,35 bis 6,38 Türkpfund für ein Pfund Sterling festgesetzt worden.

Aus aller Well.

Oer Führer und Or. Goebbels an den Internationalen Autorenkongreß.

Der Internationale Autorenkongreß in Berlin richtete an den Führer folgendes Be­grüßungstelegramm:

Dem mächtigen Schirmherrn der Kunst im Deut­schen Reich, in dessen Hauptstadt der 11. Kongreß der Confederation Internationale des Socfetes dAu- teurs et Compositeurs eben seinen Anfang nimmt, entbieten dessen Teilnehmer ehrerbietigen Gruß und tiefen Dank für die Förderung ihrer 2lrbeit, die dem edelsten Schaffen der Welt gewidmet ist.

Dino A l f i e r i, Präsident"

Der Führer antwortete mit folgendem Tele­gramm:

Ihrer Exzellenz und den Teilnehmern am 11. Internationalen Autorenkongreß spreche ich für die mir entbotenen Grüße meinen herzlichen Dank aus. Ich erwidere sie mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Verlauf der Tagung.

Adolf H i 11 e r."

An Reichsminister Dr. Goebbels richtete der Kongreß folgendes Telegramm:

Die unter Ihrer Schirmherrschaft eben zu ihrer 11. Arbeitstagung zusammengetreteneConfederation Internationale des Socfefes dAuteurs et Composi­teurs sendet Ihnen ergebenste Grüße und dankt Ihnen aus vollem Herzen für die Uebernohme des Protektorats über den Kongreß, dessen Arbeit dem Blühen und Gedeihen der Kunst aller Völker ge­widmet sein wird. Dino Alfieri, Präsident"

Reichsminister Dr. Goebbels antwortete mit folgendem Telegramm:

Ich danke sehr herzlich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße, erwidere sie bestens und wünsche dem Kongreß einen besonders erfolgreichen Verlaus im Interesse der Kunst und Kultur aller beteiligten Völker. Reichsminister Dr. G o e b b e l s."

Schneefälle in den Bergen.

Zum erstenmal in diesem Herbst waren, wie die Bad Tölzer Lokalpresse berichtet, am Montag früh die Gaisacher Vorberge bis zum Tal beschneit. Auch auf dem Blomberg liegt Schnee, und zwar 9 cm. Das Grün der Matten ist verschwunden. Es hat bis in bedenkliche Nähe des Tales herunter einem blendenden und dicht liegenden Schneeweiß Platz

machen müssen. Kinder vergnügen sich bereits mit Rodeln.

Aus Benediktbeuren wird gemeldet: Die Schnee­grenze ist in den letzten Nächten auf 800 bi» 900 m heruntergerückt. Die Bergwälder der Vorberge stehen in tiefem Weiß. Graue, schwer auf ihnen lastende Schneewolken geben der Landschaft schon jetzt das Gepräge.

Vom Führer begnadigt.

Der Führer und Reichskanzler hat die von dem Schwurgericht in Saarbrücken gegen die 1910 ge­borene Auguste Köhl wegen Mordes an ihren beiden unehelichen Kindern ausgesprochene Todes­strafe im Gnadenwege in lebenslange Zucht» hausstrafe umgewandelt. Die etwas schwach­sinnige Verurteilte, die bisher gut beleumundet und ihren Kindern zugetan war, ist von dem Vater der Kinder, von dem sie geheiratet zu werden hoffte, im Stich gelassen worden und dadurch in wirtschaftliche und seelische Bedrängnis geraten. Sie hatte Grund zu glauben, die Kinder ständen der Heirat mit einem anderen Manne im Wege und fand in ihrer Ver­zweiflung keinen anderen Ausweg.

Lin Mörder hingerichlek.

Die Justizpressestelle in Kassel teilt mit: Am Mittwoch, 30. September 1936, ift in Kassel-Wehl» heiden der am 24. März 1907 geborene Hermann Fischeraus Korbach h i n g e r i d) t e t worden, der am 22. Juni 1936 vorn Schwurgericht in Kassel wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Fiflyer hat am 1. April 1936 im Berndorfer Forst die 22jährige Luise Stracke aus Berndorf e r m er­be t, um fid) der Strafverfolgung wegen eines an ihr begangenen Notzuchtverbrechens' zu entziehen.

Sozialdemokratischer Stadtverordneter in Danzig wegen Körperverletzung verurteilt.

Das Danziger Schöffengericht verurteilte den sozialdemokratischen Danziger Stadtverordneten Emil S t r a p h e l wegen gefährlicher Körperver­letzung zu zwei Jahren Gefängnis. Stra­phel hatte den Angestellten des nationalsozialistischen Danziger Vorposten" Felix Schulz auf der Straße in bestialischer Weise niederge stochen, weil er sich von dem Schulz bei der Verteilung sozialdemokratischer Hetzschriften beobachtet fühlte. Schulz wurde lebensgefährlich verletzt. Während Schulz ins Krankenhaus übergeführt wurde, er­griff der sozialdemokratische Messerstecher und Stadtverordnete die Flucht. Er wurde jedoch später von der Polizei gestellt und in Untersuchungshaft genommen.

Sechs Schwerverletzte bei einem Autobusunglück.

Auf der Eifenbahnstrecke SandeJever ereignete sich ein schwerer Autobusunfall. Ein voll­besetzter Autobus durchbrach die Eisenbahnschranke in der Nähe von Sande-Busch und fuhr mit voller Wucht gegen das Schrankenwärterhäuschen und die Lokomotive des von Jever kommenden Frühzuges. Der Kraftwagen wurde schwer, die Lokomotive des Zuges leicht beschädigt. Sechs Autobusinsassen wur­den schwer, 15 leicht verletzt. Die Verletzten wurden dem Werft-Krankenhaus Wilhelmshaven zugeführt. Es herrschte Nebel, die Uebersicht war aber noch ausreichend. Bahnzeichen und Baken waren in Ordnung, die Ueberroeglampen brannten.

Lastkraftwagen in den Rhein gestürzt.

Bei Boppard ereignete sich ein Kraftwagen­unglück. Ein Lastkraftwagen mit Anhänger aus Köln fuhr aus noch unbekannten Gründen plötz­lich auf die linke Seite, durchschlug das starke Eisen­geländer und stürzte die 10 Meter hohe Böschung in den Rhein hinab. Der Lastkraftwagen und der Anhänger überschlugen sich mehrfach. Der 23 Jahre alte Kraftwagenführer Nelles aus Köln war sofort tot. Ein Beifahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. Ein kleiner Junge, der mit dem Lastwagen in die Ferien fahren wollte, blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Die Bergung der Leiche des Fahrers gestaltete sich außerordenllich schwierig. Erst nach stundenlanger Arbeit gelang es, die eingeklemmte Leiche mit Hilfe eines Schweiß, apparats aus dem vollkommen zertrümmerten Wa­gen herauszuholen.

Doppelgiftmord bei Bonn.

Im August 1935 starben innerhalb von 14 Tagen im Beueler Krankenhaus die 39jährige Ehefrau B r o ö e f f e r und im Krankenhaus zu Kessenich der 40jährige Kriegsverletzte Johannesberg aus Pützchen bei Bonn, die beide in hinfälligem Zustand eingeliefert worden waren. In den letzten Wochen verstärkte sich der Verdacht, daß die Ehe- frau Brodesser und Johannesberg durch Gift ums Leben gebracht worden waren. Die Behörden stell- ten eingehende Ermittlungen an. Aus Grundige, nchtsärztlicher Nachforschungen kam man zu der Ueberzeugung, daß die Leiche der Frau Brodesser einen Giftstoff enthalten müsse, der geruchlos, ge» schmacklos und farblos ist. Auf Grund der weiteren Feststellung, daß Brodesser und Frau Johannes- berg schon vor dem Tode ihrer Ehegatten enge Be- Ziehungen unterhalten hatten, wurden die 'beiden jetzt unter dem dringenden Verdach des Gift­mordes festgenommen, und die Leichen beider Ehegatten ausgegraben. Bei den Leichen wurden einwandfrei erhebliche Mengen des vermuteten Giftstoffes festgestellt. Die beiden Festgenommenen

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