Ausgabe 
30.9.1936
 
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Mittwoch, ZV. September 1936

186. Jahrgang

Ur. 229 Erstes Blatt

Alter Kulturraum um den Bückeberg

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/a mehr.

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Sollingplatten wie seit Jahrhunderten im Lande? Und edles Schnitzwerk im Hausgebälk stand, wie manches Beispiel zeigt, einst in hoher Gunst. Die Schlösser und steinernen Stadtbauten sind Zeugen der orginalen Weserrenaissance, die im reich ge­schmückten Mauerwerk, an Giebeln und Gestmlen Ornamente zeigen, deren Sinn noch mäst erforscht ist und der vielleicht in vergangene Jahrtausende zurückreicht. Ueberall wird Al a t t d e u t s ch ge­sprochen, und Aussehen und Wesen der meist bäuerlichen Bevölkerung hat sich trotz Radio und Motorengebrumm im Kerne nicht geändert. Dies sinnvolle' Bewahren gibt dem Raum des Landes um den Bückeberg von innen heraus sein Gepräge. Für uns aber handelt es sich nicht um ein törich­tes Rachahmen überlieferter Formen, sondern um seelisches und geistiges Festhalten am gewordenen Volkstum und um sinnvolles Hineinziehen des

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Reuen und Guten. .

Geist deutschen Volkstums und deutscher Land­schaft. Man sollte es nicht glauben, daß seine Flammenschrift am deutschen Kulturschilde ver­dunkelt war. Heute sind die Schatten verweht, und der alte Sinn darf wieder klar und fordernd leuch­ten. Richt nur hier im alten Kulturraum des Lan­des um den Bückeberg, sondern in allen deutschen Landschaften. In diesem Geist deutschen Volkstums und deutscher Landschaft wieder zu erstarken, das ist eine der Bedeutungen des deutschen Erntedank­festes und wahrlich nicht seine geringste.

Bernhard Flernes.

Hymne an die deutsche Erde.

Ausschneiden, zum Bückeberg mitnehmen!

DRB. Kirchohsen. Beim diesjährigen Ernte- danktag wird anläßlich des Staatsaktes auf dem Bückeberg von einem gemischten Chor in Stärke von etwa 400 Männern und Frauen dieHymne an die deutsche Erde" Worte von Heinrich A n a ck e r, Musik Ernst Hanfstaengl vorgetragen. Der Text lautet:

Sei gepriesen, deutsche Erde, die uns Frucht getragen!

Immer neu dein Wunder werde bis zu fernsten Tagen; aus den schweren goldnen Aehren flechten wir die Krone hohe Freude winkt uns heut' der Müh' zum Lohne."

Alle Besucher des Staatsaktes auf dem Bückeberg werden gebeten, bei der Wiederholung des Liedes diesen Text m i t z u s i n g e n.

Kriegs- und Arbeitsopfer auf dem Bückeberg.

Erscheint tüglich, außer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl, Monatr-vezugspretr.

Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25

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enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Gießen

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DRB. Kirchohsen. Die Organisationsleitung des Erntedanktages 1936 teilt mit, daß für die Kriegs- und A r b e i t s o p f e r d e r G a u e Südhannover-Braunfchweig und W e st- falen-Rord 7 00 Sitzplätze auf dem Bucke- berq vorgesehen sind. An die Kriegs- und Arbeits- opfer die er Gaue sind entsprechende Ausweise aus- qegeben worden. Auf Grund der räumlichen Be­schränkung ist es unmöglich, weitere Sitzplätze für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Organisationsleitung bittet deshalb alle Kriegs- und Arbeitsopfer sowie alle sonst Körperbehinderten nur dann zum Bückeberg zu kommen, wenn sie unbedingt m a r s ch f ä h l g sind.

Jugend Sendboten des Friedens! Diese große Reise unserer Hitlerjungen ist nicht die erste ihrer Art gewesen, viele wenn auch in kleinerem Rahmen sind ihr schon vorangegangen, weitere werden folgen. Es ist die alte Erfahrung, daß Völker dann einander näher zu kommen pflegen, wenn sie persönliche Verbindung mitein­ander aufnehmen, wenn der eine den anderen kennenlernt, Einblick erhält in die Wesensart des anderen Volkes, über das er bislang sich vielfach völlig falsche Vorstellungen gemacht hatte. Wir haben es, um nur ein Beispiel herauszugreifen, gerade an den Besuchen deutscher Frontkamp. f e r - Abordnungen in Ländern, die uns im Welt­kriege als Feinde gegenüberstanden, und umgekehrt an den Besuchen von Frontkämpfer-Abordnungen anderer Länder bei uns immer wieder von neuem erleben können, daß diese besondere Art der per­sönlichen Fühlungnahme viel dazu beigetragen hat, noch bestehende Vorurteile zu beseitigen und durch Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen beizu­tragen zu der friedlichen Verständigung der Volker.

Höhenwettrekord eines englischen Fliegeroffiziers.

Bei Versuchen mit einem Bristol-Flugzeug, das mit einem Pegasus-Motor ausgerüstet war, ist es dem englischen Fliegeroffizier S w a i n gelungen, einen neuen Höhenweltrekord aufzustellen. Er erreichte eine Höhe von 15 230 Meter und überbot damit den alten, von dem Franzosen Detrö ge- bastenen Rekord um über 380 Meter. An Bord des Flugzeuges befanden sich zwei versiegelte Barother. mographen, deren Aufzeichnungen später in dem Physikalischen Landesinstitut in Teddington nach, geprüft werden sollen.

guten Klang. _,

Das alles mag der flüchtigen Schau genügen. Aber wer das Weserbergland vor sich hat, soll wissen, daß es mit einem gelegentlichen Hmein- staunen nicht genug ist, daß sich vielmehr ein ge­sättigter, alter Kulturraum um den Bückeberg dehnt, daß also hier Werte liegen, deren ausstrahlende Kraft dem nationalsozialistischen Men­schen d-s Dritten Reiches nicht gleichgültig bleiben dar . Man hat von den E x t e r n st e i n e n gehört, diesen monumentalen Zeugen aus deutschem Ur­raum, deren wahre Bedeutung erst in unseren Tagen von den Forschern ins Licht allgemeinen Interesses gerückt worden ist, und so haben sich diesem wahrhaft völkischen Gebiet wieder ine Blicke zugewandt. Es ist erstaunlich, was da alles noch im Dunkel der Vergangenheit ruht. Das meiste ist noch nicht eindeutig vor unserer Schau. Aber was schon erhellt worden ist, genügt, um erkennen zu lassen, daß unsere lange als Barbaren angesproche­nen Altvorderen sowohl weltanschaulich wie schöp­ferisch auf einer viel höheren Kulturstufe standen, als die zünftige Geschichtswissenschaft bisher ange­nommen hat. Und wenn aus dem Rebel der deut- chen Frühgeschichte die Namen Hermann und Widukind sich plastisch abheben und gerade in unserer Landschaft lebendig geblieben sind, so mögen wir bedenken, daß wahrscheinlich schon viele Jahr­hunderte vorher hier eine erhebliche Kulturhohe be­standen hat, von der wir kaum etwas wußten.

Nur aus Sagen und Märchen, aus alten Brai^ dien, heimlichen Aberglauben, aus Lied, Spruch und Namen weht noch der Duft vergangener Zel­ten An solchen Resten ist das Bergland an der Weser reich, und die Brüder Grimm haben im südlichen Weserbergland und an dessen Grenzen viel die es alten Kulturgutes geborgen. Noch rol­len bei Lüdge die feurigen Osterräder zu Tale und auf den Höhen glühen am Osterabend die Feuer von Berg zu Berg. In den Dörfern gibt es die alten Thingplätze, Dorfbrunnen und Gerneinde- anger, und der Brauch der Spmnftuben reichte noch bis in unsere Tage. Im Bückeburger Lande ; sind die alten Volkstrachten lebendig wie je, : und mancherorts werden dörfliche Feste nach alt- . überliefertem Brauch gefeiert. Liegen nicht die i Dörfer mit ihren hellen Fachwerkwanden und

Don diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, muß es als überaus begrüßenswert empfunden werden, wenn die Hitler-Jugend, in der die gesamte deutsche Jugend ihren organisatorischen Zusammenschlutz ge­funden hat, gerade diefer A u s l a n d s a r b e l r ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendet. Wie für jeden Volksgenossen, so ist es naturgemäß erst recht für die Heranwachsende Generation, die dereinst ein­mal berufen sein wird, führende Stellungen einzu- nehmen, von besonderer Wichtigkeit, wenn sie einen Einblick in die Lebensverhältnisse anderer Volker gewinnt. Dabei erscheint uns noch eine Feststellung bedeutsam: solche Reisen pflegen naturgemäß ge­rade bei jungen Menschen, die für die sich ihnen bietenden Eindrücke besonders empfänglich sind, oft Anlaß zu Vergleichen zwischen dem eigenen und dem besuchten Lande zu geben. Mit anderen Wor­ten- es wird kaum ein Staat Abordnungen ferner Jugend in ein anderes Land schicken, wenn er selbst für diese seine Jugend nichts übrig hat,' weil er dann immer fürchten muß, daß sie in anderen Ländern bessere und schönere Eindrücke empfangt, als sie sich ihr daheim bieten. Es liegt nahe, dabei an die Sowjetunion zu denken, die das russische Volk hermetisch von der Außenwelt abzuriegeln pflegt und es wohl kaum zulassen würde, daß 450 junge Russen auf ein paar Wochen nach Deutsch­land kämen, weil diese Jungen dann bestimmt nicht mehr als überzeugte und begeisterte Anhänger des Räte-Systems heimkehren würden.

Wenn wir also unsere Jugend in die Welt schicken, um ihr zu zeigen, wie es bei anderen Völkern und in anderen Ländern zugeht, dann bringen wir da­mit zum Ausdruck, daß wir nichts zu fürchten und zu verbergen haben. Die deutsche Jugend aber, die in fremde Länder kommt, weiß, mit welchem Ver­trauen ihr Vaterland auf sie blickt, und ist sich der Verantwortung, die auf ihr ruht, vollauf bewußt. Jeder einzelne diefer deutschen Jungen ist, wenn er in ein anderes Land kommt, sich darüber klar, daß der Eindruck, den er und seine Kameraden bei seinen ausländischen Gastgebern hinterlassen, von diesen als Wertmesser für das ganze Polk an­gesehen wird

Bei all den Reisen deutscher Jungen in das Aus­land erst jüngst fuhren Hunderte von deutschen Jungen nach England, und das Reiseziel Hambur- ger Jungvolkführer war Portugal konnten wir feftfteUen, daß diese jungen Deutschen überall mit gleicher Herzlichkeit empfangen und daß auf Grund ihres Auftretens die entsprechenden Rückschlüsse auf das neue Deutschland gezogen wurden. Es sind

beitsausschüsse und Arbeitskammern hätten an der Gestaltung der neuen Ordnung entscheidenden An­teil. Pg. Schröder betonte, daß in unserer Zeit der schaffende Mensch der Stirn und der Faust sein Leben lang in seinem Berufe neu geschult werden müsse, damit er der fortschreitenden Ent­wickelung folgen könne. Eine gut organisierte Be­rufsberatung und reformierte Lehrausbüdung feien die Voraussetzungen dieser fördernden Berufserzie- hung, die sich nie in den alten Gleisen schulmeister­licher Theorie bewegen dürfe, sondern neue F amen der Pädagogik und der Methodik geschaffen habe. In der Schaffung eines Typs von Menschenführern und Lehrausbildern liege die höchste Aufgabe der fördernden Berufs-

erziehung. Begabtenauslese und Begabtenförderung mußten jedem Befähigten die Möglichkeit zu sozia­lem Aufstieg geben. Pg. Diplom-Kaufmann G. M e f s a r i u s hob hervor, daß die Gauarbeits- schulen der DAF. die Zentren der fördernden Be- rufserziehung feien. Das persönliche Füh­rungsbeispiel in diesen Arbeitsschulen stelle die wichtigste Voraussetzung eines nationalsoziali­stischen Berufserziehungslebens dar. Die Lehrkraft selbst habe der erste Schüler der Lehrgemeinschaft zu sein. Die selbstbewußte L e i st u n g s p e r- s ö n l i ch k e i t, die ihre Kraft aus der Kamerad­schaft des Betriebes nehme, fei das letzte Ziel dieser Ausbildung.

Berechnungen meist über Dreißig. Die Kinder freu- diqkeit ist in diesem vorgerückten Alter natürlich nicht mehr sehr groß, und viele Manner, die sich während der langen Studienjahre an das Jung­gesellenleben gewöhnt haben, können sich überhaupt nicht mehr zur Ehe entschließen.

Diese ganze Entwicklung mochte noch hingehen in einer Zeit, da der Besuch der Hochschule oft we­niger durch die Fähigkeiten des Betreffenden als durch feine Herkunft und den väterlichen Geldbeu­tel bestimmt war. Heute, da wir danach streben, wirklich nur die Besten unserer Jugend den aka­demischen Berufen zuzuführen, ist das Problem noch viel ernster geworden. Weil es aber der natio­nalsozialistischen Erziehung nicht.mehr allem auf die Menge des zu erlernenden Wissensstoffes, son­dern mehr auf die Fähigkeit, Wesentliches vom Un­wesentlichen zu unterscheiden, ankommt, so darf die Verkürzung der Schulzeit als ein erster Schritt zur Ueberwindung dieses erbbiologischen Mankos der Zustimmung aller Einsichtigen gewiß sein. t. V.

Sie ReWlMW de« Amtes für Semfserziehimg.

Berlin, 29. Sept. (DRB.) Auf der Reichs- arbeitstaqung des Amtes für Berufserziehung und Betriebsfuhrung sprach Diplomingenieur Brem- horst überDie Voraussetzungen für die Neuord­nung der Berufserziehung". Er erklärte, daß diese Voraussetzungen durck) die Erkenntnis der im deut­schen Volk liegenden Fähigkeiten und Anlagen, durch die wirtschaftlichen Möglichkeiten für ihren Einsatz und durch die Art ihrer Entwicklung und Förderung gegeben seien. Das wichtigste Mittel zur Erreichung des gesteckten Zieles fei eine allgemein einzuführende Grundlehre, die auch alsbald Wirklichkeit werden soll. Pg. Dettmer erklärte u a., daß die B e t r i e b s g e m e l n s ch a f t die Grundlage unserer neuen Ordnung m der Berufs­erziehung sei. Sie und die überbetrieblichen Ar-

Ausbildungsreform.

Die programmatischen Ausführungen des Reichs- organifationsleiters Dr. Ley und des Reichser- ziehungsminifters Dr. Rust auf der Arbeitstagung des Amtes für Berufserziehung und Betriebsfüh­rung können kaum unterschätzt werden und werden über die wenigen Bemerkungen hinaus, die jetzt und hier zum Thema gemacht werden können, noch lange Zeit alle interessierten Kreise bewegen. Heben wir zunächst das Gemeinsame in die­sen Erklärungen hervor, in denen Dr. Ley die Ausbildung des Handarbeiters und der Reichserziehungsminister Rust die Ausbil­dung des Kopfarbeiters behandelt hat. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist: daß bei gestei­gerter Ausbildungsintensität und angesichts der Ansprüche von Arbeitsdienst und Wehrpflicht die Ausbildungszeit gegenüber den im Augen­blick noch geltenden Terminen grundsätzlich verkürzt werden soll. Damit wird sowohl die Gründung einer selbständigen, ausreichenden Exi­stenz als auch die Heirat in einem nicht zu späten Zeitpunkt unseres jugendlichen Nachwuchses mög­lich. Beiden Erklärungen ist ferner gemeinsam, daß sie von einer Gesamtheit des Leistungsvermögens ausgehen, zu dem die schulmäßige Ausbildung

Wenn sich am 4. Oktober die deutschen Volks­genossen zum Erntedanktag um den Führer scharen, dessen Worte zu den Hunderttausenden sprechen und hinaus ins Reich und weit in die Welt hallen, dann wird mancher der Zugereisten in den Stunden vor und nach dem Höhepunkt des Festes feine Blicke in die Landschaft wandern lassen, die sich um den Bückeberg breitet. Zu den Füßen des Berges fließt die Weser, im Norden über Hameln hebt sich der Süntel, im Osten riegeln 6 6 e den unb Dbensburg den Blick gegen den felsigen Ith ab, westlich schaut man ins Lipperland und aus dem bergigen, waldreichen Südraum kommt die Weser. Man weiß, daß in diesem Weserbergland die alten Städte Münden, Bodenwerder, Höxter- Corvey, Holzminden, Rinteln, Lemgo, Göttingen, Einbeck u. a. liegen. Diele Dörfer haben in Talern, auf Höhen und an Hängen Platz gefunden, und die Zahl der alten Burgen und Schlösser ist nicht gering. Waldgebirge erheblichen Umfangs bergen Rot- und Schwarzwild, und ihre stille und einsame Schönheit ist auch kein Mangel, und die Schönheit überrascht manchen Fremden. Zahlreiche Erholungs­stätten und Heilbäder, wie Pyrmont, Memderg, Nenndorf, Eilsen, Salzusley und Oeynhausen, haben

Sendboten desInedens

Um ein schönes und großes Erlebnis reicher sind 450 Hitlerjungen aus dem gastfreundlichen Italien heimaekehrt, wo ihnen nicht nur von dem Duce, den Behörden und Führern der Fafchi- fti eben Jugendorganisation, sondern darüber hin­aus von der ganzen Bevölkerung em Empfang bereitet worden ist, der von jener Herzlichkeit ge­tragen war, die man nur wirklich willkommenen Gästen entgegenzubringen pflegt. Diesen deutschen Jungen, die als Repräsentanten des Dritten Reiches der an sie ergangenen Einladung Folge geleistet hatten hat diese Reise Eindrücke vermittelt, welche sie gewiß ihr ganzes Leben nicht vergessen werden.

durch diese Besuche wertvolle und freundschaftliche Beziehungen angeknüpft worden, die auch nicht, wie es sonst so oft nach kurzer Zeit der Fall zu sein pflegt, eingeschlafen sind, sondern weiter bestehen. Es gibt heute Tausende deutscher Jungen und Mäd­chen, die mit Angehörigen fremder Völker, die sie besucht haben, auch noch nach Jahren in Verbin­dung bleiben.

Ganz besonders freudig wird es von der Hitler« Jugend naturgemäß begrüßt, wenn auch die Ju­gend der anderen Völker nach Deutschland kommt. Wir haben auch hier die Entwicklung ver­folgen können, daß anfängliches Mißtrauen, bei dem nicht zuletzt die Hetze einer gewissen Auslands­presse die Schuld trug, bald geschwunden ist und daß die Jugend anderer Völker, die bei uns zu Gaste weilt, gar rasch zu der Erkenntnis kam, daß ebenso wie das ganze deutsche Volk aiich die deutsche Jugend keinen anderen Wunsch hat, als mit allen Volkern in Frieden zusammen zu leben. Und deshalb ist diese Auslandsarbeit der Hitler-Jugend, die schon so viele reiche Früchte getragen hat, ein wertvoller Beitrag auf dem Weg der Verständi gung und friedlichen Zusammenarbeit der Völker, und wir können auf Grund der bisherigen Er­fahrungen der Gewißheit Ausdruck geben, daß diese Arbeit auch weiterhin von Erfolg gekrönt sein wird.

führen soll.

Für weite Kreise haben die Ausführungen des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley ein besonderes Interesse, wobei sein Hinweis wichtig ist, daß er sich in allen Fragen der Berufserziehung mit dem Reichserziehungsminister Rust einig wisse. Seine in der letzten Zeit wiederholt abgewandelte Formu­lierung, daß Eisen und Holz als wichtigste Werkstoffe die w e s e n t li ch st e n E r z i e h u n g s- mitteldes Handwerkers sind, ist unbedingt richtig. Bekanntlich sind schon seit längerer Zelt Be­strebungen im Gange, jenen Jugendlichen, die feine eigentliche Lehrstelle erhalten konnten, m Hilss- furfen wenigstens die allernötigste Vertrautheit nut den Werkstoffen Holz und Eisen zu vermitteln. Jetzt greift Dr. Ley über diese behelfsmäßige Ern- richtung hinaus, indem er die Hoffnung ausspricht, daß die Arbeit an Eifen und Holz zurDerkur- zung der Lehrzeiten schon in das letzte Schuljahr gelegt werden könne. Daran schließt sich eine handwerkliche Grundlehre von zwei Jahren, worauf eine Ausbildung m Lehrwerkstätten erfolgt. Die Leistungsfähigkeit des Lehrlings fall künftig nicht allein terminmäßig geprüft, sondern in dauernder Kontrolle jederzeit feststellbar wer­den so daß auch eine vorzeitige Freisprechung zum Gesellen erfolgen kann. Hier wird der Ehrgeiz an- gerufen und ein persönliches Moment: von hoher Bedeutung in den Erziehungsplan gestellt Folge­richtig wird dieses persönliche Moment aber auch für höhere Altersstufen fefta eh alten. Leistungs- lämpfe zwischen Meistern und Wiedereinführung der Meisterschule sind die Stichworte. Damit soll auch die Bürgschaft , geschaffen werden, daß der Meister zu einer wirklichen Lehrlingsausbildung, o äuriner erzieherischen Leistung selbst sahig

Reichserzi^hungsminstter Rust teilte mit, daß bereits 00m nächsten Ostern °n » u r d . ° h ° h ° r - n S ch u len (°m,chU°b»ch^»ndschule> d . e 6^^ wird, und daß auf UMMg^bszwe? Semester etUfbhrtn^irb Le praktisch sieben bis höchstens ^kÄnatkumfabten.Damit^erden die technischen

Reichserziehungsministers nnro um ben

rUnr^nn f/it fahren vor allem aber in den letzten gen. Schon feit Aahr , n darauf hingewiesen mOnhatenha^Tbeaabtne "ge unb fleißige junge worden, ba6 ber begabte, ;^natürlichen Anlagen Deutsche, der auf Gruno jem $ b h in ben für einen führenden 9ßll 0 n b p m i f ch e s Stu - weiften f ur ein ber langen Aus-

b tum Dorbefhmmt icpetni, i °^rdem 30. Le- bildungszeit kaum Aussicht h , Hausstand zu bensiahr zu herra en, e Er­

gründen und Kinder aufzuz y putschen Volk, das eigenfchaften gehen dadurchBedingungen in wegen feiner mangelhaften Leven ° l sein

ganz besonderem Maße e^n L st^^g^^^^ be5 muß, verloren. Nach dem f ber Nation am Weltkrieges, bet- gerat ! bw ^ein Kind

wenigsten verschonte, fonnen ^twren bleibt, weil "eichte"- bas nu h Erbeigenschaften, aber J&T d°°n"Le^sianzi°lle'n Mitteln aus- ^Di-^löäte Familiengründung in den akademi- I^n Berufen die schon im Kaiserreich und in der NnubM zu einer starken Verminderung der wert- «Ule unseres Volkes beitrug, drohte

EinMhrung der Arbeitsdienstpslicht und "ad> b'riiS Milit-irdienstpslicht ein- weitere der ,?wei>ahrlg n M Die Zusammenrechnung Verzögerung zu \ m Mannes, der vor der

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Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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