Kunst und Dichtung möglich. So durchblutet sie auch das Leben einer neuen Wissenschaft, aber sie erseht darum nicht die Wissenschaft, so wenig sie die anderen Formen des menschlichen
Geistes beseitigt.
Die Freiheit und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Erkenntnis liegt in der eigentümlichen Weise, in der sie der Wrklichkeit auf den Grund geht. Unsere Einsicht in die Volksgebundenheit der Wissenschaft ist die Feststellung einer Tatsache, nicht eine Forderung, die wir von außen an sie heranbrinaen. Wir verdrängen nicht das Gesetz der Wissenschaft durch das Gesetz der Politik. Gewiß stellen wir auch Forderungen an den Träger der Wissenschaft selbst. Er soll sich auch als Forscher der Verantwortung gegenüber seinem Volke bewußt bleiben, aber das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die von jedem anderen Glieds dieses Volkes in gleicher Weise gilt. Der Nationalsozialismus ist nicht gekommen, um der Wissenschaft Vorschriften zu machen und sie ihrer Unabhängigkeit zu berauben, sondern er hat ihr eine neue Grundlage gegeben, aus der sie gerade die Kraft ihrer Selbstgewißheit schöpfen kann. Der nationalsozialistische Staat scheut gewiß auch nicht davor zurück, die Wissenschaft zur Lösung seiner Probleme mit heranzuziehen. Das Entscheidende auf diesem Gebiete liegt aber nicht in diesen tech
nischen Zwecksetzungen, sondern darin, daß der Nationalsozialismus mit seiner Schau des Menschen nicht nur befruchtend auf die einzelnen Disziplinen wirkt, sondern daß er der Wissenschaft den verlorenen Einheitspunkt wieder gibt, von dem aus sie in Freiheit ihr neues Gebäude errichten kann. Wir verlangen nicht vom Gelehrten, daß er die Schöpfungen des nationalsozialistischen Staates verherrliche. Wir sehen allerdings auch nicht seine Aufgabe darin, als Richter über die politische Tat ihr nachträglich die wissenschaftliche Weihe und Rechtfertigung zu geben von einer Grundlage aus, die nicht die des politischen Handelns ist. Wir lehnen eine verordnete Wissenschaft ab, aber wir dulden auch den politisierenden Gelehrten nicht.
Daraus wird wohl deutlich, daß der Nationalsozialismus nicht die wahre Objektivität der Wissenschaft angreift, daß er vielmehr in ihr gerade die Bedingung ihres Eigenlebens erblickt. Der Nationalsozialismus ist so felsenfest von der Richtigkeit feiner elementaren Entdeckungen für alle Gebiete des geistigen Lebens überzeugt, daß er es nicht nötig hat, die Wissenschaft zu reglementieren. Die nationalfozialistische Staatsführung hat seit dem Iahre 1933 durch eine Reihe institutioneller Wahnahmen an den Hochschulen
Veraltetes und Ueberständiges beseitigt und neuen Entwicklungen Raum gegeben. Aber sie weih sich frei von dem Irrtum, dah die neue Blüte der Wissenschaft durch organisatorische Wahnahmen bewirkt werden könne. Dies ist so wenig möglich, wie auf diese Weise "die Hochschulkrise überwunden werden kann. Eine wirkliche Wendung des wissenschaftlichen Lebens kann auch nach unserer Ueberzeugung nur von der Idee der Wissenschaft Herkommen. Die Reform der Wissenschaft kommt nicht aus ihren neuen Aufgaben oder neuen praktischen Leistungen, sondern aus ihrer R e u b e g r ü n d u n g in einer lebendigen Idee des Wenschen. Die alte Idee der Wissenschaft, gegründet auf den Glauben an den herrfchaftsanspruch des abstrakten Intellekts, ist dahin. Die neue Wissenschaft unterscheidet sich zutiefst von dem Lrkennungsbegriff, der seine Würde in der Zeitlosigkeit seines Wahrheitsstrebens erblickt. Die wahre Autonomie und Freiheit der Wissenschaft liegt darin, geistigesOrganderimVolkeleben- d i g e n Kräfte zu sein und sie in Gehorsam gegenüber dem Gesetz der Wahrheit darzustellen.
Das Ausland huldigt dem Genius deulscher Wissenschaft.
Der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Aemhaus
gab einen historischen Rückblick auf die Entwicklung von Stadt und Universität. Beide seien durch die Jahrhunderte zu untrennbarer Einheit zusammengewachsen. Dieser Einheit wurde die Aufgabe gestellt, Pflegestätte deutschen Geistes und Mittler dieses Geistes zur Welt 3U sein. Möge aus der Besinnung und Prüfung, die auch an diesem festlichen Tage vonnöten ist, für die kommende Zeit eine vertiefte Lebens- und Arbeitsgemeinschaft erwachsen zwischen Universität und Stadt, in der alles, was wir mit Stolz unser gemeinsames Eigen nennen, geweiht sein soll dem Gehorsam gegenüber dem gleichen Lebensgesetz und damit dem Dienst an unserem Volk und seinem großen Führer.
Im Namen der Heidelberger Studentenschaft und des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes überbrachte Studentenschaftsführer Erwin Kreutzer die Glückwünsche. Dann leitete Beethovens Leonoren-Ouvertüre hinüber zu den zahlreichen Ansprachen. Der Rektor der Universität Frankfurt Professor Dr. Platzhoff überbrachte die Glückwünsche sämtlicher deutscher Hochschulen und der Technischen Hochschule Danzig.
Die Abordnungen aus dem Auslande
feierten Heidelberg als den geistigen Mittelpunkt Deutschlands, als die Pflegestätte hoher geistiger
Güter seit Jahrhunderten. Aus diesen Ansprachen wurde deutlich, wie menschheitsverbin- dend und befruchtend die wissenschaftliche Arbeit dieser ältesten Universität des Reiches auf Forschung und Wissenschaft anderer Länder, ja der ganzen Welt gewirkt hat. Mit den Wünschen für die Universität wurden die Wünsche lür das deutsche Volk verbunden; mehrere Ansprachen hoben die Verdienste des Nationalsozialismus und seines weisen Führers für die deutW und nordische Kultur hervor. Professor Dr. H i l g e n r e i n e r, der Rektor der Deutschen Universität Prag, legte ein Gelöbnis der Treue zum heißgeliebten deutschen Volke ab. 4500 Hörer an den deutschen Universitäten und 2700 Hörer an den Techniken von Prag * und Brünn seien ein beredtes Zeugnis davon, daß die Millionen Sudetendeutschen kein dürrer, sondern ein lebensfrischer Ast am Baum des deutschen Volkes sind. Prof. Dr. Blayney (USA.) begrüßte „in alter Treue und Dankbarkeit" die gastgebende Universität Heidelberg „als ehemaliger Frontkämpfer gegen das Land, das ich in der Vergangenheit so hoch verehrt und geliebt habe, nehme ich hier mit größter Freude öffentlich die uns gestern in so rührender Weise über den stillen Gräbern der Toten verschiedener Länder hingestreckte offene Freundes- und Friedenshand des neuen, aufblühenden Deutschen Reiches gerne dankend und herzlich entgegen". (Brausender Beifall.) Professor Dr. Bohle (Südafrika) übermittelte die Glückwünsche der Ausländsdeutschen. Prof. M e n g= hien sprach im Namen aller österreichischen Hochschulen. Exzellenz Dr. Francisci (Rom) überbrachte die Glückwünsche der italienischen Regierung. Professor T s a n g -w a n , der Vertreter Chinas, brachte eine prachtvolle rotseidene
Fahne mit großem goldgesticktem Hakenkreuz dar. Der griechische Unioersitätsdelegierte Professor Dr. Kalitsunakis verband mit seinen Glückwünschen den Hinweis auf die demnächstige 100- jährige Jubelfeier der Universität Athen, die nach deutschem Vorbild gegründet sei und allen Grund habe, der Universität Heidelberg für die Förderung und Befruchtung durch deutsches Geisteswissen dankbar zu sein.
Stürmischer Beifall fand der Vertreter der ungarischen Hochschulen, Professor Dr. Thieme- mann (Budapest), als er mit dem Deutschen Gruß vortrat. Heidelbergs Jubiläumfest sei Ungarns Fest, Deutschlands Stolz. „Mit festem Vertrauen glauben wir daran, daß eine von der deutschen Wissenschaft gestaltete Zukunft eine solche in Gerechtigkeit und Frieden sein wird. Wir wünschen die Weltgeltung und Weltwirkung der deutschen Wissenschaft." (Wiederholt stürmischer Beifall.) — Professor Dr. Takahashi von der Kaiserlichen Universität Tokio drückte die Hoffnung aus, daß sich die geistigen Beziehungen zwischen Heidelberg und den Hochschulen Japans immer mehr vertiefen und inniger gestalten möchten. — Reichsarbeitsminister Seldte überreichte der Universität als Festgabe eine Denkschrift, in der ein Bericht über die dreieinhalbjährige Arbeit seines Ministeriums gegeben wird. — Nach der Ueberreichung weirecer zahlreicher Glückwunschschreiben dankte Rektor Dr. Groh für die vielen herzlichen Wünsche.
Mit dem Vorspiel zu den Meistersingern unter der meisterhaften Stabführung von Professor Hermann Abendroth, an das sich das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied anschlossen, fand der erste Festakt sein Ende.
elementaren Bestandteile erschlossen haben. — Pro- fessor Dr. S. Pienkowski an der Universität Warschau, den in die Tiefe dringenden Erforscher der Fluoreszenzstrahlung und den Freund deutscher Wissenschaft. — Professor Dr. Rolf N e o a n l i n n a an der Universität Helsingfors, den großen Meister der Mathematik, der durch seine tiefen Untersuchung qen des Zusammenhanges von Wertverteilung und Riemannscher Fläche der klassischen Funktionstheo- rie neue fruchtbare Gebiete erschloß. — Professor Dr. Raimund von Klebelsberg an der Universität Innsbruck, den Erforscher und Künder des Werdens heimatlichen Bodens und den Förderer mutiger naturwissenschaftlicher Expeditionen in allen Weltteilen.
Staats- u. Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät.
Se. Exzellenz Dr. Bälint H o m a n , königlich ungarischen Kultusminister, den Neugestalter der allgemeinen und wirtschaftlichen Geschichte Ungarns, den verständnisvollen Kenner der deutschen Wissenschaft und des deutschen Staates. — Dr. Luiz Cabral Oliveira de Moncada, Professor der Wirtschaftsrechte an der Universität Coimbra, den verdienstvollen Gestalter der Methodenlehre und Geschichte des Rechts seines Landes, den hervorragenden Vertreter Portugals in internationaler wissenschaftlicher Organisation und Zusammenarbeit. — Henry K. Janssen. Reading Pa., den deutschstämmigen Pionier, der in seiner zweiten Heimat durch eigene Kraft bedeutende Industrien begründen half, den hochfinnigen Freund Deutschlands, den Förderer unserer Hochschule. — S. Exzellenz Dr. Otto von Franges, Senator, Professor der Agrarwissenschaften an der Universität Zagreb, den tatkräftigen Förderer des Bauernstandes Jugoslawiens in wissenschaftlicher Führung und Schulung, den Planer eines gesunden Gütertausches zwischen mittel- und osteuropäischen Er- zeugungsgebieten. -4 S. Exzellenz Wang Ching. Wei, früheren Ministerpräsidenten der Republik China, den Kämpfer für die soziale Neugestaltung Chinas, den einsatzbereiten Patrioten, den hoben- und volksverbundenen Staatsmann. — S. Exzellenz Dr. Ram6n S. Castillo, Justiz- und Unterrichtsminister der Republik Argentinien, den bedeutenden Rechtslehrer argentinischer Hochschulen, den angesehenen Richter, der als Staatsminister die Lebensgüter seines Volkes insbesondere in Schule und Unterricht verantwortlich verwaltet. — Dr. phil. Heinrich Ritter von Srbik, Professor der Geschichte an der Universität Wien, den großen Darsteller österreichischer Vergangenheit,"' den eindrucksvollen Lehrer, den Künder der deutschen Sendung seines Landes. — S. Exzellenz Ismet I n ö n ü, Ministerpräsident der Türkischen Republik, den großen Soldaten, den Mitbegründer der modernen Türkei, der in treuer Gefolgschaft feines Staatsoberhauptes einer beispiellosen kulturellen Erneuerung feines Volkes den Weg bahnte.
Kunst und Wissenschaft.
Der Adlerfchild des Reiches für Geheimen Rat Professor Dr. krehl.
Der Führer hat aus Anlaß des 550jährigen Jubiläums der Heidelberger Universität dem Ge°
Die Ehrenpromotionen in Heidelberg.
Heimen Rat Professor Dr. Ludolf Krehl in Anerkennung seiner Verdienste den Adler sch ild des Reiches verliehen. — Krehl, 1861 als Sohn des Orientalisten Ludolf Krehl in Leipzig geboren.
Heidelberg, 30. Juni. (DNB.) Aus Anlaß des Unioersitätsjubiläums wurden am Dienstagvormittag folgende Ehrenpromotionen vorgenommen:
Theologische Fakultät.
Prof. Dr. Nikolaos L o u v a r i s, Kultusminister, Athen, den Künder deutschen Geisteslebens in seinem Volke und den gelehrten Interpreten des Paulus. Pfarrer Gerhard May, Cilli (Jugoslawien), den charaktervollen Vertreter Volksdeutscher Gemeindearbeit, den die Beziehungen von Christentum und politischer Wirklichkeit maßgeblich erhellenden Theologen, den wissenschaftlich wie organisatorisch bewährten Mitarbeiter der ökumenischen Bewegung.
Juristische Fakultät.
Dr. h. c. Ferdinand Thun, Reading, Pennsylvania, den treuen Sohn feiner Heimat, den Zeugen deutschen Unternehmergeistes, den Mittler deutsch- amerikanischer Kulturbeziehungen, den hochherzigen Freund der Universität Heidelberg. — William May G a r l a n d , Los Angeles, California, den warmen und tatkräftigen Freund Deutschlands, den Förderer friedlichen Wettstreites zwischen den Völkern. — Seme Exzellenz Dr. Giovanni Rovelli, Sektions- Präsidenten am Kassationsgerichtshof in Rom, den hervorragenden Richter und Gelehrten, den Ge- stalter des Gerechtigkeit, Strenge und Menschlichkeit vorbildlich verbindenden italienischen Strafvollzugs. — S. Exzellenz Senator Dr. Mariano D'A m e l i o, Erstem Präsidenten des Kassationsgerichts Rom, den höchsten Richter eines in Geschichte und Gegen- wart durch feine Rechtskultur ausgezeichneten Vol- den einsichtigen, den Zielen der deutschen Rechtserneuerung aufgeschlossenen Kenner oerqlei- chender Rechtswissenschaft. — S. Exzellenz Pro- fessor Dr. Peitro de Francisci, Rektor der Königlichen Universität Rom, den berufenen Vertreter der Wissenschaft und des Rechtslebens feines Landes, den weitblickenden Förderer der Zufam- gleichberechtigter, ihrer eigenständigen Rechtskultur bewußter Völker. — S. Exzellenz Pro- fessor Dr. Carlos Saaoedra Lamas, Minister des Auswärtigen der Republik Argentinien, Buenos Aires, den angesehenen Rechtsgelehrten und erfolgreichen Staatsmann, dessen Wirken getragen ist von tiebe zur Heimat und Achtung vor fremdem Volks- tum- — S. Exzellenz Professor Dr. Matsukichi K o - v a ma Präsidenten der Hosei Universität in Tokio, Den bedeutenden, um Rechtsbildung und Rechts- ^ben Japans hochverdienten Juristen, den mit deut- Aer Wissenschaft und Kultur nahe verbundenen Gelehrten. — S. Magnifizenz Dr. C h o u Lou, Trenor der Universität Kanton, den hervorragenden Staatsmann, den ausgezeichneten Kenner der klassi- NL &^ratur feines Volkes, den feinsinnigen Dichter und melfeihgen Schriftsteller, den verstäub- msDoüen Freund Deutschlands.
Medizinische Fakultät.
«Prof. Hermann Lundborg, Professor der Me- ?y.m/n.rUPjala' 'hrem ehemaligen Schüler, einen der fäopferifcfjften Rasseforscher und Erbbiologen Schwedens. Prof. Hamilton Laughlin Prof der Medizm am Carnegie-Jnftitut in Cold Spring Harbour, den erfolgreichen Bahnbrecher praktischer
Erbgesundheitspflege und den weitschauenden Rasfe- politikerAmerikas. Prof. Marinos Gerulanvs, Prof. d. Chir. in Athen, den großen Arzt, den steten Förderer deutsch-griechischer wissenschaftlicher Neigung und sie dankt ihm für feine Treue zu Deutschland. Prof. Otto Naegeli, Prof, der Medizin in Zürich, den Begründer einer wissenschaftlichen Lehre von den Blutkrankheiten und treuen Freund Deutschlands. Prof. Iris Ava, Professor emeritus der kaiserlich-japanischen Universität in Tokio, den ehemaligen Schüler deutscher Wissenschaft, den ausgezeichneten japanischen Arzt und Forscher, den tätigen Vizepräsidenten des deutsch-japanischen Vereins und den verdienstvollen Mittler zwischen deutscher und japanischer Wissenschaft. Prof. Alfred Vogt, Professor der Augenheilkunde, Zürich, den warmen Verehrer deutscher Wissenschaft, den verdienten Strahlenforscher und den Fortbildner der Untersuchungsmittel des gesunden und kranken Auges. Prof. Dr. Läon Cardenal Pujals, Prof, der Chirurgie und Rektor der Universität Madrid, einen der hervorragendsten Chirurgen Spaniens, der kraftvoll die Verbindung zwischen deutscher und spanischer Chirurgie gefördert hat.
philosophische Fakultät.
Professor Dr. Jean Sibelius in Helsingfors, dem Schöpfer und Altmeister finnischer Musik, der den Mythos seines Volkes in unvergänglichen Tondichtungen verkündet. — Professor Dr. Sigurd Erixon in Stockholm, den Kenner germanischnordischer Volkskunde und den Leiter vorbildlicher, volks- und lebensnaher Museumsarbeit. — Prof' Dr. Michail Arnaudow, Rektor der Universität Sofia, in ihm den gelehrten Kenner bulgarischen Volkstums und den feinsinnigen Uebersetzer der Werke Goethes. — Professor Dr. Bosch Gim- pera, Rektor der Universität Barcelona, den bahnbrechenden Erforscher der Vorgeschichte Spaniens, der durch Verbindung von Ausgrabunqs- arbeit und literarischer Quellenkritik weltgeschichtlich bedeutende Ergebnisse erzielte, und den verständ- msvollen Freund des deutschen Volkes. — Erwin tl" Hermannstadt, den hervorragenden Dichter Siebenbürgens und den Vorkämpfer für Festigung und Ansehen des Auslandsdeutschtums — Berner v. Heid en stam in Ovralid, Schweden ^nr^n06en Urschen Dichter, den kraftvollen Darsteller nvrbisch-germanlschen Wesens und den verständnisvollen Freund Deutschlands. — Gunnar Srf in Fredsholm, Dänemark, den gortbüber des isländischen Prosastils und den warmen Freund des deutschen Volkes. — Professor Dr 3unpro Takakusu in Tokio, den gelehrten Ken- n£r buddhistischen Ueberlieferung und ihrer oft- asiatischen Entwicklung und den ftörbem beuHdt KÄ, Kulturbeziehungen. - Professor Dr.
c? el an d e r in Stockholm, den hervorragen- npHf?nh»-er bf?Ut^cr Spache und Kultur und den mÄondnisoollen Freund des deutschen Volkes. L ^>»0 K'rsopp Lake in Harvard (USA.) öen bedeutenden Gelehrten, den Mittler bcutfdi' ftäÄ Wissenschaftsbeziehung unb ben oen T)r (Thr?f?nnh deutscher Kultur. — Prof,
norh; G tOr?^ Martin IN Concepcion, Chile den h r?r h 9?cn, Ä und Gelehrten und den Für" rnrnF-Jr65 ^eut^tums in feiner Heimat — ^rofeffor Dr. Gustavo Cordeiro Ramos in Lissa
bon (Portugal), den hervorragenden Förderer von Erziehung und Unterricht und den verständnisvollen Kenner und Freund deutscher Kultur.
Naturwissenschaftlich- Mathematische Fakultät.
Professor Dr. Gustav Somppa an der Techni- Ken Hochschule Helsingfors, den hervorragenden Chemiker und Experimentator auf dem Gebiete der Terpene, der als erster den Kampfer synthetisch gewonnen und sein ganzes Leben hindurch in unzertrennlicher Verbindung mit der deutschen Chemie gestanden hat. — Professor Dr. ^.yinalb Ald- ? V * h Daly an der Harvard Uniuc-silät Cambridge (USA.), den großzügigen Erforscher unseres Planeten, den vielseitigen Anreger und Förderer geologischer und petrographischer Wissenschaft. — Professor Dr. Enrico Fermi an der Universität Utom, den hervorragenden Forscher, dessen Unter- suchungen die Kenntnis der Eigenschaften der Materie als einer korpuskularen Gesamtheit wesentlich vertieft und neue Wege des Eindringens in ihre
wurde 1899 Professor in Marburg und wirkte später in Greifswald, Tübingen und Straßburg. Seit 1907 lehrt Krehl, ein hervorragender Internist, in Heidelberg; er lieferte bedeutende klinische Arbeiten und bereicherte die physiologischen Grundlagen der Pathologie durch umfassende Forschungen.
Der Maler Karl Schelb f.
Ganz plötzlich ist nach kurzem Leiden der bekannte Pfebde- und Tiermaler Karl Scheid in Darmstadt g e ft o r b e n. Der frühere Kavallerie- ofsizier blieb nach dem Kriege seiner Vorliebe für P^rbe treu und er war als Pferdemaler weithin bekannt. Seine Bilder vom Turf haben viele Freunde gefunden; feine Zeichnungen nicht minder. Scheld ist nur 41 Jahre alt geworden und die Zahl seiner trauernden Reiter- und Malerfreunde ist groß. — In den Ausstellungen des Oberhefsifchen Kunstvereins in Gießen sind häufig Arbeiten von Karl Scheld gezeigt worden.
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