Heute wird das Ehrenmal von Laboe geweiht
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keiten völlig blockiert, Taufende von Kraftwagen faßen mehrere Stunden lang fest, ohne die Möglichkeit zu haben, aus den engen Straßen der Innenstadt einen Ausweg zu finden.
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England wünscht keine Gonderverhandlungen mit Italien
Das Beileid dee NS.-Neichstags- fraktion rum Tode Litzmanns.
Berlin, 29. Mai. (DNB.) Reichsminister Df, Frick hat als Führer der NS.-Reichstagsfraktioi, dem Obergruppenführer L i tz m a n n zum Tode der Generals Pg. L i tz m a n n folgendes Beileidstel^ gramm geschickt:
„Lieber Parteigenosse Litzmann! Die Reichstags, fraktion der NSDAP, steht tief erschüttert an der Bahre ihres ältesten treubewährten Mitgliedes. Als Führer deutscher Soldaten im Weltkrieg und als Kämpfer für Adolf Hitler hat unser alter Partei- genösse General Litzmann dem deutschen Volke leidenschaftlich gedient und ist in seiner schlichten Treue ein Vorbild für viele geworden. Wir Nationalsozialisten des Deutschen Reichstages gedenken seiner in Liebe und Verehrung und werden ihn niemals vergessen. Im Namen der NS.-Reichstags» fraktion und im eigenen Namen spreche ich Ihnen und den übrigen Hinterbliebenen mein herzliches Beileid aus. Dr. F r i ck."
Die Lohnzahlung an Feiertagen.
Ludwigshafen, 29. Mai. (DNB.) In einer Großkundgebung im Hindenburgpark in Ludwigshafen behandelte in einer großen Rede Gauleiter B ü r f e I den Anspruch des Arbeiters auf Lohnzahlung für die öffentlichen Feiertage. Es handle sich nicht um eine Erhöhung des Lebensstandards, sondern um dessen Erhaltung und um die Verwirklichung eines sozialen Rechts. Die jahrelangen Bemühungen Gauleiter Bürkels in dieser Frage fanden ihren Erfolg in einer Erklärung d e s Kammer- z i e n r a t s Dr. Röchling, die dieser als Führer der Bezirksgruppe Saarpfalz der Reichsgruppe Industrie in der Kundgebung abgab und in der öie Mitglieder der Bezirksgruppe aufgerufen werden, bereits den Pfingstmontag als ersten Feiertag zu bezahlen. Soweit Betriebe beim besten Wollen zu einer solchen Regelung nicht in der Lage sind, wird empfohlen, durch Einlegung von Vor- und Nacharbeit einen Lohnausfull für ihre Gefolgschaftsmitglieder zu vermeiden.
Das Berliner Baugrubenungsück vor Gerickt.
Mailand, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Turiner „Gazzetta del Popolo" nimmt zu der .... terredung Mussolinis mit dem Vertreter des ..Daily Telegraph" Stellung. Das Blatt meint, England müsse die Lage aus vielen Gründen mit größerer Verantwortlichkeit als andere Staaten betrachten. Es habe mehr als andere zu verlieren. Die Ausbreitung des Kommunismus in Frankreich,
London, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach der Unterredung zwischen Eden und Grandi ist die Frage der englisch-italienischen Beziehungen in den Vordergrund der politischen Betrachtungen gerückt. „Daily Telegraph" meint, man sei sich klar, daß Italien auf keine Sonderverhandlungen mit England hoffen könne. Dagegen habe Grandi den Wunsch durchblicken lassen, die englische Regierung möge auf der Genfer Ratssitzung im Juni mit der Forderung nach Aufhebung der Sühnemaßnahmen führend vorangehen. In der gestrigen Kabinettssitzung seien keine neuen Beschlüsse über die Sühne- maßnahmen oder die zukünftigen Beziehungen zu Italien gefaßt worden.
Nach Auffassung von „News Chronicle" wird die englische Stellungnahme wesentlich von dem Standpunkt der neuen französischen Regierung abhängen. Einstweilen werde sich England mit einer Fortsetzung der Sühnemaßnahmen bis zum September, d. h. bis zur Vollversammlung des Völkerbundes, zufrieden geben. Unwahrscheinlich sei es, daß Italien aus dem Völkerbund austreten oder zum Austritt gezwungen würde. Grandi habe nichts derartiges erwähnt. Das Blatt stellt fest, daß die englandfeindliche Rundfunkpropaganda Italiens im nahen Osten und die italienischen Presseangriffe gegen England andauerten.
Italiens elnziaes Interesse iss der Friede.
Neue Feuergefechte zwischen Arabern und englischen Truppen.
London, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach Meldungen aus Jerusalem kam es am Freitag zu neuen Zusammenstößen zwischen britischen Truppen und arabischen Aufständischen. In Er- Ramle, im Norden von Judäa, wurden englische Soldaten, die das Postamt bewachten, von Arabern beschossen und mit Handgranaten angegriffen. Die Soldaten erwiderten das Feuer und verletzten einige Araber. Auch in Ras-el-Ain bei Jaffa Farn es zu einem Feuergefecht zwischen Arabern und englischen Truppen des Eisenbahnschutzes. Die Polizei ist inzwischen mit Tränengasbomben ausgerüstet worden. In Alexandrien steht außer einem weiteren Infanterie- Bataillon auch eine motorisierte Abteilung der 8. Husaren in Bereitschaft. Am Freitag sind in Palästina zum ersten Male keine arabischen Zeitungen erschienen. Die Araberführung ist seit Tagen auffallend schweigsam. Es verlautet, daß London auf schnelle Unterdrückung des Aufruhrs dringe. Offenbar wird von allen beteiligten Parteien hinter den Kulissen nach einem vermittelnden Ausweg ohne Prestigeverlust mit dem Ziel einer Round-Table-Konferenz in London gesucht.
Am Vorabend.
Der Ehrentag der jungen deutschen Kriegsmarine hat nach den Flottenübungen und der Parade in der Kieler Bucht mit einem großen Zapfen- streich am Freitagabend seinen würdigen Abschluß gefunden. Ganz Kiel und seine Gäste waren auf den Beinen. Jrn Mittelpunkt des Interesses stand das Hindenburgufer und der Hasen mit der im Lichterschein liegenden Flotte, die S ch e i n werfe r s p i e l e vorführte. Mitten im Hafen lag der Aviso „Grill e", auf dem der Führer weilte. Zwei Scheinwerfer strahlten den Führerstander an. Auf dem Wasser glitten zwischen zahlreichen Motorbarkassen mit Lampions geschmückte Boote der Kieler Rudervereine vorüber. Ein großes Konzert der Kriegsmarine bei Fackelschein löste bei den Massen jubelnde Begeisterung aus.
Kurz vor 23 Uhr nahmen auf den im Hafen liegenden Kriegsschiffen die Mannschaften mit Fackeln Paradeaufstellung an der Reeling — ein prachtvolles Bild. Beim Zapfenstreich standen die Massen in andächtigem Schweigen, und als am Schluß das Deutschlandlied -und das Horst-Weffel- Lied erklangen, reckten spontan die Tausende den Arm zum deutschen Gruß. Eine scharfe Kommandostimme durchschnitt die fast atemlose Stille und meldete dem Führer auf der „Grille", daß der große Zapfenstreich beendet sei. Obwohl dann plötzlich strömender Regen einsetzte, konnte die gute Stimmung der Bevöskerung nicht getrübt werden.
Der WechelM.
Kiel, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Augen ganz Deutschlands richten sich heute auf die großen
Kunst und Wissenschaft.
Ausstellung im haus der Kunst in Berlin.
Vom 25 Juli bis zum 13. September 1936 findet im Haufe der Kunst, Berlin, Königsplatz 4, und in )en der Ausstellungsleitung Berlin noch zur 23er- ugung stehenden Räumen eine Ausstellung von Werken lebender Künstler statt. Die Ausstellung umfaßt Werke der Plafttk Malerei und Graphik. Da die Ausstellung in die Zeit Der Olympiade fällt und ein starker Zustrom von Besuchern nach Berlin zu erwarten ist, ist es unumgänglich, daß die an der Ausstellung sich be- teiligenden Künstler mit ihren besten Werken her- vortreten. Die Anmeldung der Kunstwerke kann nur auf den betreffenden Ausstellungsvordrucken vorgenommen werden, die für 50 Pf. von der Ge- schäftsstelle, Ausstellungsleitung, Berlin NW 40, Zlm Komgsplatz 4, zu beziehen sind. Gegen Voreinsendung von 55 Pf. auch durch die Post. Die Aus- ab 5. Juni von vorgenannter Adresse zu erhalten. Die Anmeldung der Kunst- werke hat daraufhin Anfang Juni zu erfolgen. Mes Nähere ist in den Ausstellungsbestimmungen
Eine deutsche Himalaja-Stiftung.
Der Reichssportführer von Tschammer und O st e n und die Leiter der bisherigen deutschen Himalaia-Unternehmungen Karl Bauer und Fritz Bechtold haben eine rechtsfähige Stiftung mit dem Sitz in München errichtet, die den Namen „Deutsche H i m a l a j a - S t i f t u n g" führt. Der Stiftung sind von den Gründern bereits narrt* haste Geldmittel zur Verfügung gestellt worden. Zum Vorstand der Stiftung hat der Reichssportführer Fritz Bechtold bestellt. Die Aufsicht über
Kein anderes Volk der Welt hat so die Macht des freudigen Gottesgeistes erlebt, wie unser Volk.
Dann wollen wir aber auch nicht vergessen, daß das nicht bloß unser eigener Geist gewesen ist, sondern Gottes Geist, der uns geschenkt worden ist. Und das ist dieses Festes größte und herrlichste Freude, wenn er auch zu jedem von uns kommt und sein Herz froh und fröhlich macht.
Feierliche Krönungs- proklamoiion in London.
London, 29. Mai. (DNB.) Nach den Regeln einer Jahrhunderte alten Ueberlieferung wurde an vier historischen Plätzen Londons, die auf den 12. Mai nächsten Jahres angesetzte Krönung König Eduards VIII. feierlich verkündet. Auf dem Vorhof des St. James-Palastes hatten sich große Menschenmassen angesammelt, als von dem mit purpurnen Tüchern verhängten Balkon des Palastes die Proklamation Seiner Majestät von dem Wappenkönig, in dessen Begleitung sich die in der Tracht des 16. Jahrhundert gekleideten Wappenherolde befanden, verlesen wurde. Anschließend erfolgte ein Umzug durch die Stadt. An der Spitze ritt eine Eskorte her Gardekavallerie. Stabstrompeter und Wappenträger, sowie Herolde in roten und goldenen Hofkutschen schlossen sich an. Am Eharmg Croß wurde die Proklamation zum zweiten Male verkündet. Im Temple Bar, wo die Londoner Gerichtsbarkeit ihren Sitz hat, war eine quer ®tra&e gelegte Sperre das äußere Sinnbild für Die Hoheitsrechte der City von London. Nach der formalen Zulassung der Herolde begab sich der Wappenkomg zur Chancery Lane und schließlich Sir • bnrf Königlichen Börse im Herzen
rRrnp? wo m Anwesenheit des Lordmayors die Proklamation vor einer unübersehbaren Menschen- menge zum letzten Mal verkündet wurde. Der Londoner Straßenverkehr war während der Feierlich-
Neue Revolution in Paraguay?
B u e n o s 21 i r e s , 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nachrichten von der Grenze berichten, daß die Lage in Paraguan sich ernst gestaltet hat. Man scheint dort den Ausbruch einer neuen Revolution zu befürchten. Eine Meldung der Associated Preß behauptet, die Revolution gegen den Präsidenten Rafael Franco fei bereits a u 5 = gebrochen. Die Aufständischen hätten die Truppen Francos auf ihrem Marsch nach Asuncion b e - siegt. Die Führer der angeblichen Revolte seien zivile und militärische Freunde des Generals Jose Felix E st igarribia, der im Chacokrieg drei Jahre lang Oberkommandierender war. Präsident Franco war am 17. Februar dieses Jahres durch Revolution gegen den damaligen Präsidenten Ayala ans Ruder gekommen. Damals mußte auch General Esttgarribia flüchten.
innerer Genugtuung blicken wir Deutsche auf das Mahnmal, das uns für die Zukunft die Verpflichtung auferlegt, das Vermächtnis der Helden zu wahren. Der Führer selbst wird am Ehrentisch der unterirdischen Weihehalle den ersten Kranz unter dem Salut der Flotte, der den 34 836 toten Kameraden
P a r i s, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) In einer großen Pariser Sporthalle fand eine Massenversammlung im Zeichen des 25. Jahrestages der Gründung der Frauen-Jnternationale statt. Der Sozialistenführer L6on Blum hielt unter Hochrufen feierlichen Einzug in die Halle. Als er aber das Wort ergreifen wollte, machten sich zunächst starke kommunftifche Elemente mit Rufen „Ueberall Sowjet!" bemerkbar, die durch neues Einsetzen der Mu- sitkapelle übertönt und beruhigt werden mußten. L6on Blum brachte sein Bedauern zum Ausdruck über die Weigerung der „kommunistischen Kameraden", die Regierungsverantwortung mit den Sozialisten zu teilen. „Es wird der Wille der Regierung von morgen sein, mit unseren kommunistischen Kameraden in genau so engem Vertrauen, Freiwilligkeit und Freiheit zusammenzuleben, als ob sie mit uns Seite an Seite an gemeinsamem Tisch säßen. Wir sind, ob wir wollen ober nicht, in Glück und Unglück vereint.. Unser Erfolg wird auch der des gesamten Proletariats sein. Unser Scheitern würde das Scheitern des ganzen Proletariats bedeuten in allen seinen Formen und seinen Organisationen, so- wohl in politischer als auch in korporativer Hinsicht- Es wäre ein Irrtum, sich einzubilden, daß es gerade die Kommunisten wären, die aus unseren Fehlern und Fehlschläge Vorteile ziehen könnten. Em Scheitern der Volksfront-Regierung würde unabänderlich ein Anwachsen des Faschismus nach sich ziehen. ' ’
Dann ist das Pfingstfest recht begangen, Indem es uns gen Himmel weist, Wir fingen, wie die Väter fangen, Und rühmen deinen heil'gen Geist. j
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Belgien und Spanien fei ebenfalls ein Tatsache, an der ein Weltreich wie das britische nicht mit einem Lächeln Vorbeigehen könne. Die Aufhebung der Sühnemaßnahmen bedeute, daß in Europa jene Möglichkeiten zu Verhandlungen wieder hergestellt werden würden, zu denen Italien mit versönlichem Geiste bereit sei.
Es sei unsinnig anzunehmen, daß Italien daran denke, sich an den kleinen Staaten zu rächen, die in die Sanktionspolitik hineingerissen worden seien. Italien, das innerhalb von 25 Jahren aus drei Kriegen, durch welche das türkische, österreichisch- ungarische und das ätiopische Kaiserreich zerstört worden seien, als Sieger hervorgegangen sei, treibe keine Politik der Sympathien, der Antt- pathien oder des Hasses. Italien verfolge die Politik der eigenen Interessen und diese bestünden derzeit und noch für 50 Jahre darin, das reiche und für die Zukunft soviel versprechende abessinische Gebiet auf die Höhe zu bringen. Jeder politische Mensch müsse verstehen, daß Italien heute ein einziges Interesse habe, nämlich den Frieden, der allein eine ruhige und ersprießliche Arbeit des Fortschritts in Abessinien ermögliche. Ohne Rückkehr zu normalen Beziehungen zwischen Italien und England sei das Hineingleiten in den Krieg unvermeidlich. Ein Konflikt würde so viele Kräfte und Länder verwickeln, daß die Folgen im vorhinein gar nicht abzuschätzen wären. Der Hinweis des Duce, daß Italien 8 Millionen Mann unter Waffen stellen könne, fei keine Phrase, sondern eine Tatsache.
Wo derNe^us m London wohnen wird.
London, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der arabische Finanzmann Sir Elly K a d o o r i e hat dem Negus für feinen Aufenthalt in London eine palastartige Wohnung im Londoner Westend zur Verfügung gestellt. Das Haus, das seinerzeit auch von König Feisal vom Irak benutzt worden war, befindet sich neben der Londoner abessinischen Gesandtschaft.
Oie „Schwarze Leg on".
N e u y o r k, 29. Mai. (DNB.) Der in Detroit von den Behörden des Staates Michigan gegen die Mörder des Arbeiters Poole und damit gegen die ganze Geheimorganisation der „Schwarzen Legion" eingeleitete Prozeß scheint sich zu einer Staatsangelegenheit zu entwickeln. Im Repräsentantenhaus wurde unter der Behauptung, die Mitglieder der Legion hätten die Bundesgesetze verletzt, die Bundesgeheimpolizei zum Einschreiten aufgefordert, da nur diese imstande sei, die über die ganzen Vereinigten Staaten laufenden Fäden der Geheimorganisation bloßzulegen. Da die „Schwarze Legion" den Juden und Katholiken ausgesprochen feindlich gegenübersteht, wird sie von der gesamten Presse des Landes als eine Bande von Mordorennern bingestellt. Die Legion scheint gut bewaffnet zu fein. Bei der Durchsuchung von Wohnungen der bisher verhafteten Mitglieder wurden stets Waffen gefunden. Ein Mitglied soll erklärt haben, die Legion könne im Falle eines kommunistischen Aufstandes innerhalb von 24 Stunden in ganz Amerika mobilisiert werden. Sie erstrebe die Diktatur. Aus den beschlagnahmten Mitgliederlisten geht hervor, daß die Legionäre allen Volksschichten entstammen. Ihre Mitglieder sind in Regierungsstellen, ja selbst in großer Zahl unter der Polizei zu finden. Der im Staate Ohio lebende Kommandeur der Legion, Affinger, erklärte, die Gesamt- mitgliederzahl der „Schwarzen Legion" belaufe sich auf über sechs Millionen, die über alle Staaten der Union verteilt fei. Effinger bezeichnete alle Geschichten von nächtlichen Auspeitschungen, Todesdrohungen, geheimen Fehmemorden usw. als gemeine Lügen, die ausgestreut würden, um die Leaion zu diskreditieren. Die Legion trete für Recht und Ordnung ein. Ihre Hauptaufgabe fei der Kampf gegen den Kommunismus und andere unamerikanische Erscheinungen sowie die Erhaltung der amerikanischen Ideale.
(Sm finnischer Kommunisten- Prozeß.
Ein Zeuge auf die sowjetrussische Gesandtschaft verschleppt?
Helsingsors, 29. Mai. (DNB.) Den finnischen Rotgardisten A n t i k a i n e n , der später sowjetrussischer Offizier war, hat das finnische Gericht zu lebenslänglichem Zuchtbaus verurteilt. Er hatte während des karelischen Aufstandes im Jahre 1922 den finnischen Weißgardisten Marjoniemi bei lebendigem Leibe in dem Lagerfeuer der damals von ihm befehligten Roten Finnisch-Russischen Garde verbrannt. Im Gerichtsverfahren traten auch einige eigens aus Sowjetrußland von den Bolschewisten herangeholte und dort instruierte „Entlastungszeugen" zugunsten Antikainens auf. Einer dieser sowjetrussischen Zeugen, M a t j e j e w , gab ZU, die Hilferufe des verbrannten Opfers gehört zu haben. Dieser, Vorfall war um so aufsehenerregender, als Matjejew seine Familie als Geisel in der Hand der Bolschewiken wußte. Am Freitagmittag verschwand nun plötzlich Matjejew in Helsingsors. Er befindet sich i n der sowjet- russischen Gesandtschaft. Die Gesandtschaft erklärt, Matjejew habe sich dort eingefunden und mitgeteilt, daß er freiwillig nach Rußend zurück kehr en wolle. Man schenkt dieser Erklärung der Bolschewiken aber keinen Glau- ben, sondern ist überzeugt, daß Matjejew in eine Falle gelockt worden sei.
Leon Blum und die Kommunisten.
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immer r Ml ooo ©freit enöe in Paris.
Paris, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Arn späten Abend des Freitag kündigte zwar eine amtliche Meldung die Beendigung des Metall- arbeiterftreifs in den Pariser Vororten und die Wiederaufnahme der Arbeit für den Dienstag nach Pfingsten an, aber durch das Uebergrei- fen auf andere Betriebszweige scheint sich die Streikbewegung in Paris in ihrer Stärke doch erhalten zu haben. In 41 Werken befinden sich 40 820 Arbeiter im Ausstand, darunter allein bei Citroen 10 000 Arbeiter, erst für Samstag sollen neue Verhandlungen über die teilweise stark auseinandergehenden Einzelforderungen der Belegschaften Klarheit in die Lage bringen.
Die kommunistische „Humanitö" und der „Popu- laire", das Blatt des kommenden Regierungschefs Leon Blum, frohlocken über den bereits von der
Arbeiterschaft errungenen Teilsieg und über die Haltung der bürgerlichen Presse, die der „disziplinierten neuen Form des Kampfes der Arbeiter um ihre Rechte" fassungslos gegenüber gestanden habe. Der kommunistische Senator Cachin meint in der „Humanitö", der ruhige Verlauf des Massenstreiks beweise, daß die Linksregierung von morgen in keiner Weise revolutionären Charakter trage.
Der „Ami du Peuple" schreibt, über den Streik und die politische Lage: Man befinde sich bereits in voller Verwirrung und Anarchie. Anarchie in der Regierung, da sie keine Verantwortung mehr habe, Anarchie in der sozialen Frage, da man die Forderungen der Arbeiter mit den grundsätzlichen Rechten des Eigentums vermischen, Anarchie bei den Arbeitgebern, die ihre Vorrechte mißbrauchten und mit den normalen Vesitzrechten verwechselten.
24 Tote bei einem Kampf mit Polizei in Spanien.
M a b r i b, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) In den, Dorfe Neste in der Provinz Albacete sind in einem schweren Feuergefecht zwischen der Polizei und der marxistischen Bevölkerung 22 Einwohner und 2 Beamte der Polizeitruppe Guardia CioiL g e t o t e t unö über 100 Personen zum Teil schwer verletzt worden. Den Anlaß zu den blutigen Auseinandersetzungen hatte die polizeiliche Räumung eines Landgutes gegeben, das einem ehemaligen Abgeordneten der radikalen Partei gehörte unb von linksextremen Elementen überfallen unb in Besitz genommen worben war. Die Polizeibeamten verhafteten bie Täter, stießen iber bei ber Absicht, sie in bie Strafanstalt zu über« uhrcn, auf den bewaffneten Widerstand ber marxistischen Einwohner von Peste. Die Beamten verschanzten sich barauf in ber Poli- Zeiwache unb oerteibigten sich gegen mehrere 100 marxistische Angreifer.
5n ber letzten Sitzung bes Berliner Bauunglücks- Prozesses würbe eine Reihe von Arbeitern al; Zeugen vernommen, die an der Katastrophenstelle tätig waren. Der 58jährige Schachtarbeiter Willi Borchert bekundet, daß er beobachtet habe, wir im Baggerloch des öfteren Wasser gestanden Jjabe. Drei Wochen vor dem Einsturz habe er einen Trä- ger gesehen, der oben gebogen und an seinem unteren Ende auf der Sohle der Baugrube geborsten war. Als er einen Vorarbeiter, dessen Namen er nicht mehr weiß, darauf aufmerksam machte, fuhr ihn dieser barsch an mit den Worten: „Schipp' doch zu, Mensch, das braucht keiner zu V2 “ .Nach Auffassung des Zeugen ist der Schachtmeister D Ü m ck e nicht an einem Herzschlag gestorben. (Was gestern von einem Zeugen als Vermutung ausgesprochen worden war.) Er habe be- obachtet, daß Dümcke von der einstürzenden Wand in die Tiefe gerissen wurde. — Der nächste Zeuge, der 31 Jahre alte Willi Böttcher, ist noch beim Bau der Nord-Süd-Bahn beschäftigt: er bekundet, daß mehrere gebrauchte U-Eisen eingebaut wurden, die eine ganze Anzahl von Bohrlöchern aufroiefen.
®s wurden noch einige Vermefsungsbeamte der Reichsbahn gehört. Einer dieser Zeugen hat ebenso wie der Zeuge Bettge starke Erschütterungcch durch den Straßenverkehr in der Baugrube roabr- genommen, als er einen Tag vor der Katasttovhe die Höhenlage nachmessen wollte, die die Berlinische Baugesellschaft angegeben hatte. Infolge dieser Er- schutterungen sei es ihm nicht möglich 'gewesen, mit Der Libelle zu arbeiten. Er hat die Messungen mit Dem Bandmaß vornehmen müssen.
Die Verhandlung wurde bis nach Pfingsten
Feierlichkeiten in Laboe. Das deutsche Marine- Ehrenmal, aus dem Opfergeist alter Kampfkameradschaft zur See entstanden, wird durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, seiner Bestimmung übergeben. Es soll ein ewiges Mahnmal deutschen Heldentums zur See sein. Mit dem großen Tage von Laboe wird sich die Skagerrakschlacht verewigen, bei der in Hingabe bis zum letzten zwei Nationen ritterlich die Klingen kreuzten. Die tiefen Wunden, die der Krieg schuf, sind inzwischen vernarbt, und unter der zielbewußten Führung Adolf Hitlers find wir wieder aufgestiegen zu einem nach innen und außen freien Volk, das dem Gegner von einst versöhnend die Hand für alle Zeiten geboten hat.
Der Bau des Ehrenmals wurde in einer Zeit tiefer innerer Zerrissenheit und äußerer Unfreiheit in Angriff genommen. Der Führer der deutschen Hochseestreitkräfte in der Skagerrakschlacht, Admiral Scheer, dem es nicht vergönnt ist, diesen großen Tag der Einweihung im geeinten Deutschland mit zu erleben, sprach bei der Grundsteinlegung im Jahre 1927 die prophetischen Worte:
„Für deutsche Seemannsehr', für Deutschlands schmimmernd' Wehr für beider Wiederkehr!"
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