Einzelbild herunterladen

Jt Die deutsche flrbcihjfront

n.9.=0cmcinr(haftKraft öurdi frcuöc

Aus her Provmzialhauptstavt

Schützt die Singvögel!

In meiner Hand halte ich einen Stieglitz. Die stecknadelkopfgroßen Augensterne des Vögleins sind erloschen. Das farbenprächtige Gefieder ist zerzaust. Müde hängen die bunten Schwingen am Leibe. Grell leuchten ihre gelben Spiegel auf. Das schwarz- weißrote Köpfchen neigt sich traurig zur Seite. Die verkrampften Zehen lassen den schmerzvollen Todes­kampf ahnen. Der Schnabel ist leicht geöffnet. Wen klagt der tote Sänger an? Etwa uns Menschen? Der frohe Geselle man nennt ihn den Bruder Studio der Dogelwelt ist das Opfer eines heim­tückischen Uebersalls geworden. Ein räuberischer Kater überfiel ihn, als er gerade sein lustiges Stieglit stickelit" in die schöne Frühlingswelt schmetterte. Allerdings konnte der blutgierige Mör­der seines Raubes nicht froh werden. Kinder jagten ihm die Beute wieder ab. Was nutzte das aber? Das Vöglein war tot. Es wird auch nicht das letzte fein, das auf diese Weise umkommt.

Können wir Menschen derartigen Vogelmord ver­hindern? Gewiß! Wir können und müssen es. Dazu verpflichtet uns das Vogelschutzgesetz. Zwar gibt es Gefahren für die Vogelwelt, die wir nicht so ohne weiteres beseitigen können. Ich denke hier z. B. an die Starkstromleitungen. Aber auch aus diesem Gebiet sind schon manche segensreiche Ein­richtungen getroffen worden, die eine Massen­vernichtung unserer gefiederten Sänger unmöglich machen.

Daß die Katzen zu den gefährlichsten Gegnern der Singvögel gehören, ist allgemein bekannt. Es gibt zwar immer noch Menschen, die hartnäckig diese Tatsache abstreiten und ihreLieblinge" in Schutz nehmen. Ich gebe gerne zu, daß manche Katzen eine löbliche Ausnahme bilden und von Vogelsang nichts wissen. Vergessen wir jedoch nicht, daß sie zur Familie der Raubtiere gehören. Auch wenn wir sie heute als Haustiere schätzen, müssen wir eingestehen, daß zu gegebener Zeit ihre angeborene Raubtier­natur immer wieder durchbricht. Man beobachte nur einmal eine Katze, wenn sie auf ihre Beute lauert, sich zum Sprunge duckt oder mit einem Mäuschen spielt. Gleicht ihr Tun und Treiben in diesen Mo­menten nicht demjenigen eines jungen Löwen oder Tigers? Oder wer hat nicht schon einmal erlebt, daß seine Katze in einem unvorhergesehenen Augen­blick'nach ihm mit der Tatze schlug? Ich glaube, diese unumstößlichen Tatsachen muß auch der hartnäckigste Katzenfreund zugeben. Natürlich wird eine Haus­katze, die dick und fett gefüttert ist, und sich die meiste Zeit auf dem Sofa oder einem sonstigen weichen Plätzchen herumdrückt, niemals in Ver- suchung kommen, auf Vogelraub auszugehen. Das hat sie auch gar nicht nötig, da Futtermangel für sie niemals in Frage kommt. Außerdem ist sie viel zu bequem dazu. Diese Katzenkategorie trifft mit­hin mein Vorwurf nicht. Ich meine vielmehr jene Katzen, die aus Hunger oder Raubgier Vögel über­fallen. Daß das vorkommt, wird wohl niemand ab­streiten wollen. Bei derartigen Fällen muß der Vogelliebhaber und Naturfreund einschreiten. Am besten verständigt er sich in Liebe und Güte mit dem Katzenbesitzer und rät ihm, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, daß sein Tier ein für allemal den Vogelraub aufgibt. Zwei Möglichkeiten bieten sich hier dem Katzenliebhaber. Zunächst muß er seinen Schützling regelmäßig füttern und darf ihn nicht überall herumoagabundieren lassen. Eine Katze, die in gewissen Abständen ihr Futter erhält, verspürt schon von sich aus keine Lust, auf Baum­stücken, Wiesen und Feldern herumzustreichen. Sie wird also, wenn wir es einmal so ausdrücken wol­len, häuslich. Weiterhin muß der Katzenbesitzer feine Katze so erziehen, daß sie vom Vogelfang zurück- fchreckt. Gerade so gut wie er sie durch Verscheuchen und Schläge davon abhält,, die Küken oder Gäns- chen zu überfallen, genau so gut kann er ihr den Vogelfang abgewöhnen. Man glaubt gar nicht, wie gelehrig Dieses Tier ist. Eine drohende Armbewe­gung, ja sogar ein strammer Blick genügt schon bald, das Uebel abzustellen. Im Laufe der Zeit schläft dann die Neigung zum Vogelraub ganz ein. Man darf eben die Mühe nicht scheuen und muß sich auch um sein Tier kümmern. Als Eigentümer ist man dazu unbedingt verpflichtet. Jedenfalls ist die Erhal­tung der heimischen Singvögel von großer Bedeu­tung für unsere Volksernähruna, da sie die Garan­ten des deutschen Obstbaues sind.

Ein weiterer Störenfried ist der Sperling. Man kann ihn gerade nicht als ausgesprochenen Gegner bezeichnen. An und für sich ist er sogar nützlich. Unter den kleineren Vögeln zählt er zu denjenigen, die am meisten auf den Boden kommen. Dadurch stiftet er in den Gemüsegärten, auf den Rüben- und Kartoffelfeldern manchen Nutzen, zu­mal hier die Höhlenbrüter selten hinkommen. In den Obstgärten und Anlagen aber richtet er mit­unter Schaden an, da er unter den Höhlenbrütern durch sein zudringliches Wesen große Störung ver­ursacht. Frech sucht er sich in ihre Nester zu schmug­geln, besonders dann, wenn es ihm an Nistgelegen­heiten fehlt. Oft ruht er nicht eher, bis er sich in den Besitz des fremden Nestes gesetzt hat. Die jun­gen Schwälbchen oder Rotschwänzchen wirft er kurzerhand zum Nest hinaus. Daß sich nach einem solchen Vorfall die vergrämten Eltern verziehen, versteht sich von selbst, ganz abgesehen von der ver­nichteten wertvollen Brut. Wie läßt sich diesem Uebel steuern? Manche Vogelschutzbestrebungen zielen dar­auf hinaus, das Ueberhandnehmen des Sperlings gewaltsam zu verhindern. Da der Geschlechtstrieb des Sperlings stark entwickelt ist, empfiehlt man den Abschuß der weiblichen Tiere. Diese sind aber so schon in der Minderheit. Wenn dann durch Ab­schießen noch eine gewisse Zahl wegfiele, würden die überlebenden Weibchen durch die zahlreichen Männ­chen derart beunruhigt, daß nur wenige von ihnen zum Brüten kämen. Weiterhin wird empfohlen, die starke Vermehrung der Sperlinge dadurch zu ver­hüten, daß man die Nistgelegenheiten verringert. Zu diesem Zweck sollen alle Schlupfwinkel an Wohnhäusern und Stallungen verstopft werden, da­mit der Vogel nicht zum Brüten kommen kann. Daß man damit zugleich die Nistplätze der Schwal­ben und anderer Vögel vermindert, wird anschei­nend übersehen. Sowohl der Abschuß der weiblichen Tiere, als auch die Dezimierung der Nistgelegen­heiten ist nach meiner Ansicht zu verwerfen. Es gibt schließlich noch andere Mittel, um die Sing­vögel zu schützen. Vor allen Dingen gilt es, aus­reichende Nistgelegenheiten für sie zu beschaffen, in­dem man Nistkästen aufhängt. Deren Flugloch darf nur so groß sein, daß es zum Durchschlüpfen für Stare und Sperlinge nicht mehr ausreicht. Um den Sperling in den Gärten und Obstanlagen von den Nistkästen abzuhalten, hängt man diese nicht höher als zwei bis drei Meter. Manche Vögel (die Meisen zum Beispiel) stören sich an der niedrigen Nist­gelegenheit nicht, der Sperling jedoch meidet sie. Allerdings muß man darauf bedacht sein, daß die Höhlen katzensicher angebracht sind. Man befestigt

fität Mrburg Ausscheiden be

denen Prosess

heilen in der Gießen beauf

** Ein Wilhelm W a endet am Fr stiger Frische

SM-

S.Ä

|d abl)°

S-«!. fei'5 Das »unb «Ä, d4

MN Q unt

3» Ä un

Ab 1-111(11 j

»» Univer Pressestelle der teilt: Prof. Dr. Würg ist c

Wssenscha Mch worbe UniverM ®if (LeM für wurde Prof. 1

$1« iS

Rn'** SS s

Sgl ?.«?

SSÄ nicht n* « Minen oes Men von lag. Zusätzlich sowie ber Gep halb des Haus trachtet unb ai

NSLB.

Fachschaft Volksschule.

Der Bezirk Gießen-Land vom NSLB. hielt am gestrigen Mittwoch im Hotel Köhler seine erste Versammlung im neuen Schuljayre ab. Der Vorsitzende, Lehrer Dr. Reibt (Heuchelheim), be­grüßte die zahlreich Erschienenen. Sodann hielt er einen ausführlichen und tiefschürfenden Vortrag über neuzeitliche Schulreform. In seinen Ausführungen ging er davon aus, daß der Natio­nalsozialismus auf der ganzen Linie Sieger sei, dem habe sich die neue Schule unterzuordnen. Daß die Schule und die Ansichten über die Erziehung in der Schule in der Vergangenheit so verworren und aus­einandergehend gewesen seien, beruhe zum größten Teile auch auf den politischen Verhältnissen, den Parteien usw., die früher herrschten. Wenn der Führer verlange, daß jeder Deutsche im Geiste des Nationalsozialismus erzogen werde, bann müsse das geschehen. Daß diese Erziehung zum nationalsozia­listischen Menschen möglich sei, beweise das Ergeb­nis der Wahl am 29. März. Nach einem geschieht- lichen Ueberblick über die verschiedenen Kulturzeiten, den Humanismus, die Zeit der Aufklärung usw. befaßte sich Dr. R e i d t mit den Reformplänen, die zur Zeit zur Aussprache stehen. Die heutige Er­ziehung der Jugend gründe sich auf fünf Säulen: die Familie, den Berufsstand, die politischen Er­ziehungseinrichtungen (Jungvolk, BDM., HI., SA., Partei), die Schule und die religiösen Perbände, zur Volksgemeinschaft, zum deutschen Menschen, Alle müßten als Grundlage und Ziel die Erziehung zur Volksgemeinschaft, zum deutschen Menschen, der politisch und weltanschaulich ganz im National­sozialismus stehe, haben. Anschließend wurden Ein­zelfragen, wie Ganzheitsunterricht, Schulgattungen usw. behandelt. Daß die Schulreform nur Schritt für Schritt vor sich gehen dürfe, wie es auch der verstorbene Führer des NSLB., Hans Sch e mm, gefordert habe, wurde besonders betont.

Nach dem Äortrag, der mit viel Beifall ausge­nommen wurde, folgte eine Aussprache, in der Rektor Siegfried (Großen-Linden), besonders auf die Frage der Landschulheime der Volks­schulen (Jugendherbergen) einging. Rektor Sieg­fried konnte hier aus Erfahrung zahlreiche Rat­schläge geben, da die Schule Großen-Linden im vorigen Jahre zehn Tage in Herchenhain verbracht hatte. Die Zahl der Schulen, die in diesem Jahre mit den oberen Klassen solche Jugendherbergen auf­suchen wollen, hat sich bedeutend vergrößert.

Mit Dankesworten und dreifachem Sieg-Heil! auf den Führer schloß Dr. Reibt die sehr an- regenb verlaufene Versammlung. B.

Evangelische Männervereinigung der Petrusgemeinbe Gießen.

Von ber Evangelischen Männervereinigung ber Petrusgemeinbe wirb uns berichtet:

In ber Reihe ber von ber Petrusgemeinbe ver­anstalteten Gemeinbeabenbe sprach Stubienrat Pfar­rer Dr. Unverzagt am Sonntagabenb über bas Thema:Unsere Technik Segen ob et Fluch?", ein Vortragsgegenstanb, ber gerabe ar£ aesichts bes bevorstehenben Tages der nationalen Arbeit besonberes Interesse beanspruchen barf.

Ausgehenb von ber Entwicklung ber Arbeit irt ben letzten Jahrzehnten, bie mehr unb mehr bis Hanbarbeit bes Menschen verbrängt hat zu Gun­sten ber alles beherrschenben Maschine, gab der Redner ein anschauliches Bild von den Vor- und Nachteilen, die die ungeheure Entwicklung ber Tech­nik für bie Menschheit gebracht hat. Die Vorteile, wie wir sie etwa sehen in ber neuzeitlichen Art ber Verstänbigung, in bem Verkehrsfortschritt, auf bem Gebiete bes Gesunbheitswesens usw. verbienen zweifellos große Anerkennung. Man sagt mit Recht: Wir sinb reicher geworben burch diese Errungen­schaften, wir sind unabhängiger geworden, was ge­rade auf dem Gebiete der Wehrhaftmachung uns besonders zugute kommt, und durch die modernen medizinischen und operativen Hilfsmittel werden viel mehr Menschen vor bem Tobe gerettet.

Es werben jeboch auch Bebenken gegen bie Ent­wicklung geltenb gemacht, bie nicht außer Acht ge­lassen werben bürfen. Die große Arbeitslosigkeit, wie sie bas Zeitalter ber Maschine in ber vergangenen Zeit mit sich gebracht hat, rebet eine allzu beut« lrche Sprache von ber wirtschaftlichen unb seelischen Not bes Menschen. Die zahllosen Verkehrsunfälle, wie sie immer roieber in ber Statistik zutagetreten, und durch die das kann man wohl sagen bas Gerettetwerden von Menschen mit Hilfe der moder­nen ärztlichen Wissenschaft wieder aufgewogen wird, geben zu ernsten Bedenken Anlaß. Man behauptet auch nicht mit Unrecht, bie Technik entfleibet den Menschen feiner Würde, sie stempelt ihn zur blo­ßen Nummer. Durch sie empfängt er Langeweile, Unlust und Interesselosigkeit bei der Arbeit. Die Menschen suchen möglichst schnell von der Arbeits­stelle fortzukommen, um Zerstreuung unb Abwechs­lung zu finben. Ein sinnloser Vergnügungstaumel ist bann mmtHt bie Folge, ber Mensch wirb ober­flächlich unb kommt aus einer Hast in bie andere. Wenn noch eingewendet wird, die Entwicklung ber Technik zerstört Gemütswerte, macht Menschen burch bas stetige Vorwärtsbrängen, bas in ber Pro- buftion begrünbet liegt, pietätlos, sie fördert bie Ueberheblichkeit unb bamit ben Hochmut, weil ber Mensch so viel erreicht, sie bas spürt man be« sonbers bei ber Jnbustrie entwurzelt bie Men­schen in ber Großstadt, was wir erlebt haben, dann sind das Bedenken, die nicht einfach beiseite gescho­ben werden können. Was ist hiergegen zu tun?

Der Redner gab hierauf die Antwort. Nicht, daß wir etwa die Errungenschaften rückgängig machen ober überhaupt bie Entwicklung ber Technik zurück­schrauben könnten, bas hieße unserem Volke einen schlechten Dienst erweisen, jeboch bie Arbeit regu­lieren, bas ist uns in bie Hanb gegeben. Was soll geantwortet werben auf bie Frage: Fluch ober Segen ber Technik? Vieles braucht nicht so zu sein, wie es ist. Mißstänbe, wie bie Arbeitslosigkeit, kön­nen beseitigt werben. Das lehrt uns ber heutige Staat. Das Hasten ist nicht nötig, wenn bie Men- mit ber ihnen gegebenen Zeit haushälterischer ver­fahren. Arbeitsunlust läßt sich beheben burch Ver­kürzung ber Arbeitszeit. Don ber Arbeit am lau- fenben Banb nach amerikanischem Muster ist brin« genb abzuraten. Doch bei bem Uebel ber Arbeits­unlust wirb es meistens auf bie Einstellung bes Menschen zur Arbeit ankommen. Die Menschen de- Rätselhafte Erkrankungen Bei vielen Krankhei.

.f ten wie Herzmuskel»

und Nierenentzündungen, Gelenkrheumatismus usw., läßt sich oft schwer die Ursache feststellen. Nur durch Zufall stellt sich dann häufig heraus, daß die Zähne der eigentliche Krankheitsherd sind. Kranke Zähne vergiften nämlich den Körper, sobald durch sie Krankheitserreger in den Blut­kreislauf gelangen. Beweist dies nicht, wie gefährlich es ist, wenn man die Pflege der Zähne vernachlässigt? Jeden Abend und Morgen Ehlorodont das sollte deshalb für alle, ob jung oder all, zur Selbstverständlichkeit werden!

sie am besten auf einer Stange unb steckt diese In ben Boben.

Außer ber Katze und bem Sperling gibt es noch zahlreiche anbere Feinbe ber Singvögel: Krähe, El­ster, Eichelhäher unb verschiebens Raubvögel. Auch der Fuchs hat manches Vogelleben auf Dem Ge­wissen. Besonders den Bodenbrütern wird er ge­fährlich. Hier wehrend und hindernd einzugreifen, »st Sache des Jägers und Försters. Treten die ge­nannten Tiere in großen Mengen auf, dann ist ihre Zahl zu verringern. Unter keinen Umständen sollen sie ganz ausgerottet werden. Das wäre ver­kehrt, da ja auch diese Tiere in gewissem Sinn Nutzen stiften.

Aber nicht nur bie Tiere schäbigen bie Dogelwelt, sonbern auch ohne baß er es freilich beabsichtigt ber Mensch. So wurden z. B. durch bie Feld- bereinigungen viele Hecken umgelegt. Nicht immer war bies unbebingt notmenbig. Durch bie Beseiti­gung ber Hecken an Rainen unb Wegrändern büßte nicht nur bas Lanbschastsbilb an Schönheit ein, son­bern es gingen auch zahlreiche Nistplätze verloren. Der entftanbene Schaben muß nun burch Neuanlage von Vogelschutzgehölzen roieber ausgemerzt werben. Der heutige Bauer hat ja für biefe Maßnahmen großes Derstänbnis. Er weiß auch, baß er auf feinen Aeckern unb Wiesen bie größte Rücksicht auf bie verschiebensten Bobenbrüter nehmen muß.

Vor allen Dingen aber gilt es, unsere Schul« j u g e n b von ber großen Bebeutung ber heimischen Singvögel für unseren Garten- unb Obstbau zu überzeugen. Der Deutsch- unb Naturgeschichtsunter­richt bietet bazu bie beste Möglichkeit. Auch Unter­richtsgänge können biesem Ziele bienen. Schon ben ABC-Schützen ist einzuschärfen, baß sie bie Hecken unb Nistplätze meiben müssen unb noch nicht ein­

Mfingen des SDB.

Dir machen bie Gießener Bevölkerung nochmals auf bas heule Donnerstag abend auf allen größe­ren Plätzen unserer Sfabf staltfindenbe ZUaifingen des BDM. aufmerksam.

Kreisleitung Detterau der NSDAP.

Glockengeläute am 1. Mai.

Eine Anordnung der Landeskirche Nassau-Hessen.

Der Landeskirchenausschuß ber Evangelischen Lanbeskirche Nassau-Hessen teilt mit:

Wir orbnen auf biesem Wege an, baß am Na­tionalen Feiertag bes deutschen Volkes am 1. Mai frühmorgens von 7 Uhr bis 7.15 Uhr bie Glocken läuten." .

Deutsche Arbeitsfront.

Verwaltungsstelle 19.

PlakatenGedenkblätler für 1. Mai zum Aushang sind am Donnerstag, 30. April, zum Preise von 20 Pfennig Schanzenstraße 18, Zimmer 15, zu haben.

Erlaubte Beschäftigung am 1. Mai.

Don der P 0 lizeibirektion Gießen wirb uns mitgeteut:

Am Freitag, 1. Mai, ist ber Vertrieb unb Ver­kauf von Zeitungen auf öffentlichen Straßen, Plätzen unb anberen öffentlichen Orten wahrenb bes ganzen Tages zulässig.

Zur rechtzeitigen Herstellung ber Morgenausgabe bes 2. Mai ist Die Beschäftigung von Arbeitern m

Programm für -en IMai in Gießen.

Donnerstag, 30. April.

1618 Uhr: hissen der Fahnen auf den öffentlichen Gebäuden, in den Betrieben, an den Häusern und Wohnungen.

?0 Uhr: Maisingen des BDM.

Freitag/ l.Dlai.

7.158 Uhr (morgens): Wecken durch Hitler-Jugend und Jungvolk.

8.30 Uhr: Jugendkundgebung auf dem Oswaldsgarten.

11.15 Uhr: Sämtliche Betriebe find angetreten.

Marschgruppe I: im hitlerwall, Spitze SS.-Standarte.

Marschgruppe II: in der Ludwigstraße, Spitze Ecke Ludwigstraße und Bleichstraße.

11.30 Uhr: Abmarsch beibet Marschgruppen zum Oswaldsgarten.

12 Uhr: Kundgebung auf dem Oswaldsgarten, Übertragung des Staatsaktes aus Berlin.

Es spricht der Führer.

Nach Beendigung dieser Kundgebung finden die einzelnen Kameradschastsseiern der Betriebe statt. Wir erwarten von allen Betrieben, daß sie eine Feier durch­führen. Den genauen Zeitpunkt bestimmt der Betriebsführer.

Im übrigen verweisen wir auf die bereits veröffentlichten allgemeinen Richt­linien für den 1. Mai, die Anordnungen und die Marschordnung für den Umzug.

Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

mal bie Vöglein ober ihre Eier angreifen bürfen. Die Neugierbe unb eine gewisse Grausamkeit bie mehr ober weniger jebem Kinbe eigen ist wirb zwar einzelne Schüler immer roieber zu Nestplün- berungen verleiten. Im Laufe ber Zeit werben aber auch sie ben Nutzen ber Singvögel erkennen unb einsehen, baß Vogelschutz zugleich Heimat- schütz ist. Für bie Erwachsenen aber gilt heute mehr ben je bie Parole: Schützt bie Sing­vögel! Legt Vogelschutzgehölze an!

Sgn.

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

NSG.Kraft burch Freube": 20 bis 21 Uhr unb 21 bis 22 Uhr fröhliche Gymnastik unb Spiele (nur für Frauen) im Lyzeum. Stabttheater: 20 bis 22.30 UhrSchwarze Husaren". Gloria-Palast, Seltersweg:Der mübe Theobor". Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Die Entführung". Ober- hessischer Kunstverein (Turmhaus am Branbplatz): 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Werken von Fritz Heibingsfelb (Danzig) unb P. A. Bockstiegel (Bres­ben).

Tageskalender für Freitag (1. Mai).

NSDAP., Kreisleitung Wetterau: Feier bes 1. Mai laut Bekanntmachung ber Kreisleitung. Gloria-Palast, Seltersweg:Der mübe Theobor". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Entführung".

Stabttheater Gießen.

Heute von 20 bis 22.30 Uhr bie Operette Schwarze Husaren" (nach einem Lustspiel von Leo Lenz) von W. W. Goetze. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: ber Jntenbant. Die Vorstellung gilt als 28. Vorstellung im Frei­tag-Abonnement, Da bie Freitagoorstellung wegen bes Nationalfeiertages auf Donnerstag voroerlegt würbe. Freitag, 1. Mai, ist bas Theater ge­schloffen!

Das Maienblasen.

Auch in biesem Jahre soll roieber bas vor meh­reren Jahren von Amtsgerichtsrat Gros nach bem Alsfelber Dorbilb ins Leben gerufene Maienblasen vom Turm ber Johannes- ozw. Stabtkirche aus ftattfinben, ba bie Wieberbelebung bieser alten Sitte hier viel Anklang gefunben hat. Es kommen außer bekannten Dolksliebern noch Choräle aus einem alten Choralbuch, bas einst in bem Besitz eines Turmwächters unb Stabtmusikanten war, zur Darbietung. Das Maienblasen beginnt infolge bes Nationalen Feiertages bes beutschen Volkes am 30. April unb wirb bann an jebem Mittwoch unb Samstag ab 19 Uhr ausgeführt.

Donnerstag, 3 0. April, auf bem Turme berJohanneskirche:

1. Lobe ben Herren, ben mächtigen König ber Ehren, Stralfunb 1645;

2. Schäfers Sonntagslieb (Das ist ber Tag bes Herrn), von Kreutzer;

3. Der Mai ist gekommen, Dolkslieb, von I. Lyra 1843.

Samstag, 2. Mai, auf bem Turme ber Stabtkirche:

1. Ein feste Burg ist unser Gott;

2. Abenbchor ausDas Nachtlager von Granada", von Kreutzer;

3. MailiebDrauß ist alles so prächtig", von Silcher.

ben Zeitungsbruckereien am 1. Mai von 18 Uhr ab gestattet.

Die Herstellung unb ber Verkauf von Grünschmuck in Labengeschäften unb im Strahenhanbel sind am 1. Mai währenb ber Morgenstunben zugelassen. Gleichzeitig ist bie Beschäftigung von Arbeitnehmern bei Herstellung, Anbringung unb Verkauf von Grün- schmuck in gewerblichen Betrieben für ben 1. Mai währenb ber Morgenstunben gestattet.

Oie Kameradschastsabende am 1. Mai.

Von ber Kreiswaltung ber Deutschen Arbeitsfront wirb uns mitgeteilt, baß von ben Gastwirten be­rechtigte Klage barüber geführt wirb, baß Betriebe ihre Karnerabschafts-Abenbe am 1. Mai in nicht vollkonzessionierten Räumen von Vereinshäusern unb bgl. abhalten wollen.

Dies bebeutet eine schwere Schäbigung bes selb- ftänbigen Gaststättengewerbes, ba ber Gewinn aus berartigen Veranstaltungen bem Verein usw. zu­gute kommt unb bamit Dem felbftänbigen Gewerbe vorenthalten bleibt.

Die Kreiswaltung ber Deutschen Arbeitsfront er» wartet von allen Betriebsführern, bie ähnliches ge­plant haben, soviel Einsicht, baß sie ihre Kamerab- jchaftsabenbe nur in oollkonzessionierten Gaststätten abhalten. Es stehen allein im Ort Gießen noch sehr viele Gaststätten zur Verfügung, bie weit über 100 Personen unterbringen können. Die Gastwirte sinb selbstoerstänblich bereit, währenb bes Kamerab- schastsabenbs ihr Lokal für ben sonstigen Verkehr zu schließen.

Frühere Polizeistunde am Montag.

Die Polizeibirektion Gießen teilt uns mit:

Um ben Angestellten, Arbeitern unb Betriebs­führern bes Gaststättengewerbes Gelegenheit zu geben, ben Tag ber nationalen Arbeit nachträg- lich gemeinsam zu feiern, wirb am Montag, 4. Mai, bie Polizeistunbe für alle Gast- unb Schankstätten, ausschließlich ber Bahnhofswirtschaft, auf 23 Uhr festgesetzt. Die Polizeibeamten sinb angewiesen, Darauf zu achten, bah bieser Termin pünktlich ein­gehalten wirb.

heibelbergfahrl am 10. Mal.

Anmeldungen für ben Sonderzug nach Heibel- berg nehmen sämtliche Ortswarte ber NSG.Kraft burch Freube" entgegen. Der Fahrpreis beträgt 4,20 Mark mit Schloßbesichtigung. Der Sonberzug wird von bem Kreis Gießen-Friedberg burchge- führt unb hält an allen Stationen bis Vilbel, so Daß allen Teilnehmern bie Möglichkeit gegeben ist, an bieser schönen Frühlingsfahrt teilzunehmen. Anmelbeschluß ist ber 5. Mai.

Gportamt »Krast durch Freude-.

heute folgende Kurse:

Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen: Von 20 bis 21 unb von 21 bis 22 Uhr Lyzeum, Dammstraße 26.

Am 1. Mai fallen sämtliche Sportkurse aus.