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Nr.W vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerrtag, ZV. April 1936

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Segen der Handarbeit

Unter den flinken Händen der Tabakarbeiterin entsteht Zigarre um Zigarre. (Sämtliche Aufnahmen: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Letzte Station der Bierbrauerei: am Abfüllgerät.

So wächst eine Mauer heran!

Und neben den öffentlichen Bauten wurde schnell die Unternehmungsfreude der p r i o a t e n Bau­herren wieder geweckt. Kluge und weitsichtige Maßnahmen der Regierung und der Gemeindever­waltungen gaben auch auf diesem Gebiete der Wirtschaft wertvollen Anreiz und kräftig fordernde Belebung. Es entstanden auf den verschiedensten

Randgebieten unserer Stadt ganz neue Wohnvier­tel mit einer großen Zahl von Häusern, daneben wurde manche Baulücke innerhalb der bebauten Straßenzüge durch einen Neubau ausgefüllt, an anderen Stellen wurden Stockwerke aufgesetzt oder freigewordene Geschäftsbauten zu Wohnräumen umgebaut. In Verbindung mit der Schaffung neuer Stadtviertel wurden Straßenbauten in einem

wurde.

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Wie ein belebender frischer Wind, so wirkte sich der Befehl des Führers zum Kampf gegen die Gelhel der Arbeitslosigkeit auch für die B a u w l r t s ch a s t und ihre verwandten Zweige aus. Der Hauseigen­tümer, der jahrelang an seinem Hause keme Repara­turen hatte machen lassen können, sah sich durch die großzügige Förderung vom Reich und von den Ge­meinden wieder in der Lage, Arbeiten an seinem

Hause in Auftrag zu ge­ben. Den Jnstandsetzungs- arbeiten am Hausbesitz folgte rasch die Inangriff­nahme von Neubauten. Die großen öffentlichen Bauten, die auch für die Wirtschaftsbelebung in un­serer engeren Heimat sehr bedeutsam wurden, nah­men Hunderte von Ar­beitskräften in Anspruch. Da wurde mit Eifer aus- geschachtet, dann wurde bald das Regiment der Männer mit Maurerkelle und Wasserwaage wirk­sam: in den Ziegeleien rauchten wieher die Schlote und rollten täglich Tau­sende von Mauersteinen hinein und heraus aus den Brennöfen: in den Sand- und Kiesgruben herrschte größte Emsigkeit des Schaffens: aus den Wäldern rollten gewal-

Der Spengler an einem Meisterwerk: Formensinn und handwerkliche Geschicklichkeit verbinden sich.

Es ist eine der größten Taten Adolf Hitlers und seiner nationalsozialistischen Bewegung, dem Arbei­ter der Faust im Urteil der deutschen Volksgenossen d i e achtunggebietende Stellung verschafft zu haben, die in seiner vollwertigen Eingliederung in die deutsche Volksgemeinschaft zum Ausdruck kommt und auf die er schon immer Anspruch gehabt hat.,.Wer mir warm empfindenden Herzen im Schaffenspro­

schaffenden Arbeiterin am Tabaktisch, auf dem sie mit geübten Händen Zi­garre um Zigarre wickelt und in die Form legt, um damit einen Teil der Arbeit zu vollbringen, die von anderen Kame­radinnen bis zur Voll­endung des Erzeugnisses fortgesetzt wird. Der Se­gen der Arbeit für den einzelnen schaffendenMen- schen, wie auch für die Gesamtheit unseres Vol­kes wurde uns dergestalt immer wieder eindrucks­voll sichtbar und ließ uns einen bedeutsamen Teil des großen deutschen Wun­ders erkennen, das in und durch den Führer Adolf Hitler unserer Dolks- gesamtheit mit dem na­tionalsozialistischen Er­neuerungswerk geschenkt

habt, Betriebe aller Art in unserer engeren Hei­mat in Augenschein zu nehmen: unsere Leser ha­ben wir durch Wort und Bilder in unseren Spal­ten an diesen Rundgängen durch die Betriebe im Geiste teilnehmen lassen. Was das gedruckte Wort und auch das anschau­lichste Bild den Volks­genossen aber nicht ver­mitteln konnten, das wurde uns immer wieder ein wunderbares und be­glückendes Erlebnis: die tiefe Freude der schaffenden Men­schen an ihrer Ar- beit, das Leuchten der Augen, wenn wir mit den deutschen Brüdern und Schwestern auch über den hohen ideellen Gewinn ihres wiedergefundenen Arbeitsplatzes sprachen, die verständnisvolle Dank­arbeit für den Willen und die Taten des Führers,

tige Ladungen von Bau­holz zu den Werkplätzen der Zimmerer, um dort ihre Form zu finden für den Neubau und dann em Teil des Bauwerks zu sein, den die Männer der Zimmermannsaxt und des Winkels auf dem Mauer­werk in luftiger Höhe errichten. Dann kamen auch die vielen Handwerksmeister und Gesellen zum Werk, die beim Innenausbau in vielfältiger Weise die Kunst des Handwerks einfügen in den Bau.

der mit seinem großartigen und unermüdlichen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit alle die vielen Arbeits­und Brotstellen wieder erschlossen hat und sie zu sichern unablässig bereit ist! Diesen erfreulichen Widerhall der Taten unseres Führers fanden wir bei dem Manne an der Maschine, am Werkstück und auf der Baustelle oder dergleichen genau so wie bei der still und beglückt

Der Wagner bei seiner Arbeit; er steht mit Schmieden und Schlossern in einer Front.

Arbeit vor aller Augen: Momentbild von der Asphaltierung des Stadtpost-Vorplatzes.

Groß ist das Heer der Volksgenossen im Dienste der eisenverarbeitenden Industrie. Am Spezialbohrer.

zeß des Alltags wirkt, weiß diese Großtat, des Füh­rers am deutschen Arbeiter der Faust ln vollem Maße zu würdigen. Denn ihm ist es mcht unbe­kannt, wie sehr das geistige Werk angewiesen ist auf die Verwirklichung durch die Arbeit der Faust; es waren früher vielfach unberechtigte Vorurteile und wohl auch ein gewisser Mangel an psychologischem Denken und Einfühlungsvermögen in die Gedankenwelt des Mannes der schwieligen Hand, die damals zu der leider falschen Beurtei­lung des handarbeitenden Menschen führten. Wir alle schätzen uns als Glieder der deutschen Volks­gemeinschaft nun aber glücklich, daß durch den er­folgreichen Kampf Adolf Hitlers dieser Spaltpilz in'unserem Volkskörper ausgemerzt ist und an seiner Stelle der hohe Gedanke der Gemein­schaft in der Arbeit und im Leben des Volkes feine befruchtende Kraft ausstrahlt.

Unsere Stadt Gießen hat den Vorzug, Heimstätte der Arbeit des Geistes und auch der Arbeit der Faust zu sein. Die harmonische Vereinigung der beiden tragenden Säulen unseres Gemeinschafts­lebens strahlt in vielfältiger Art auch in unsere ländliche Umgebung aus, die an den Fruchten die­ses Schaffens reichen Anteil hat. Man denke nur an die Beziehungen zwischen unseren Universitäts­kliniken und der Bevölkerung unserer Provinz: man erinnere sich der häufigen Studien- und Vortrag^ fahrten der Angehörigen unserer Universität nach den verschiedensten Gegenden unserer engeren Hei­mat: man halte sich auch vor Augen daß viele junge Menschen aus den kleinen Städten und den Dörfern unserer Provinz ihre geistige Fortbildung und Berufsvollendung sowohl an der Unioerfitat, als auch an anderen Lehrstatten unserer Stadt Gießen finden: und man erinnere sich nicht zuletzt der wirtschaftlichen Fäden, die hier Stadt und Land in vielfältiger Weise miteinander verbinden.

Formklinkersteine werden mit der Hand nachgearbeitet.

Der NationaleFeiertagdesdeutschen Volkes, den wir am morgigen 1. Mai auch in Gießen gemeinsam wieder festlich begehen werden, läßt uns die Gemeinschaft der schaf- fendendeutschenMenschenin ihrer großen Bedeutung für die Nation und auch für unser engeres Heimatgebiet erneut erkennen. Mit beson­derer Freude halten wir uns an diesem festlichen Tage vor Augen, daß dank der großzügigen Maß- nahmen des Führers insbesondere für den hand- arbeitenden deutschen Volksgenossen wieder Schas- fensmöglichkeiten in weitem Ausmaße vorhanden sind. Wer erinnert sich nicht noch mit Grauen jener Monate und Jahre vor der Machtübernahme, als auch in unserer Stadt und in den Heimarbeitsstätten unserer benachbarten Dörfer die Arbeitsgelegenheiten von Tag zu Tag immer geringer wurden, die ar­beitswilligen Menschen vor den Stempelstellen des Arbeitsamtes und auf den Straßen standen. Dann endlich kam im Jahre 1933 mit der Machtübernahme durch den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die große Wende, die auch unserem Heimat­gebiet mit dem neuen politischen und sozialen Geist zugleich neue wirtschaftliche Kraft brachte. Und seit­dem geht es auch bei uns im Leben der schaffens­frohen Menschen wieder* kräftig bergauf!

In den Betrieben rauchen wieder die Schlote, surren unermüdlich die Räder der Transmissionen,

Ausmaße durchgeführt, wie mir es vor der Arbeits­schlacht des Führers viele Jahre lang nicht mehr er­lebt hatten. Man gehe jetzt nur einmal durch die Bezirke des Ostens oder des Nordostens unserer Stadt, man sehe sich auch einmal im Südviertel, ebenso jenseits der Lahn inSachsenhausen" um; man lenke seine Schritte aber auch hinaus nach den Bezirken, in denen unsere Gießener Stadtgrenzen die Gemarkungen der Vororte berühren. Ueberall wird man ein gewaltig verändertes Stadtbild sehen.

Nahezu gleichen Schritt mit der regen Wohnungs­bautätigkeit in Gießen hielt das Schaffen der Man- ner vom Bau in unseren unmittelbar angrenzen, den Nachbarorten. Während z. B. Heuchel­heim mit seinen Häusern immer stärker an Gießen heranrückt, hat die Gemeinde W i e s e ck an der Marburger Straße bereits den Anschluß an die Häuserreihen auf Gießener Grund hecgestellt. Dort merkt mancher nun wohl nicht mehr, ob er bei feinem Spaziergang noch den Gießener Boden tritt, oder sich bereits auf Wiesecker Gelände befindet.

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Nun lassen die schaffenden deutschen Menschen des handarbeitenden Wirkens am morgigen Ratio- nalen Feiertag des deutschen Volkes einmal ihre unermüdlichen Arme und Hände ruhen. Sie wer- den diesen Ehrentag des deutschen Arbeiters mcht nur als einen Tag des Ausspannens für ihre kör­perliche Kraft ansehen, sondern ihn, seinem hohen Sinn entsprechend, zum Anlaß nehmen, auf ihr Werk im Verlaufe der letzten Jahre Rückschau zu halten und sich dabei den reichen Segen der Arbeit zu vergegenwärtigen, der ihr Dasein und die Ge- meinschaft des Volkes, dank der großen Taten unseres Wegbereiters und Führers Adolf Hitler, wie­der ix reicher Weise erfüllt.

Aus einer mechanischen Kleiderfabrik: Mit der Motor chere werden viele Teile des Werkstückes gleichzeitig ausgeschnitten.

arbeiten die Maschinen, können sich schaffensfreu­dige Männer und Frauen emsig regen. Daneben bietet sich auch im stillen Arbeitssaale, beispielsweise einer Zigarrenfabrik, vielen...Volksgenossen und Dolksgenossinnen dankbar begrüßte. Gelegenheit zum Verdienst des täglichen Brotes Wir haben im Ver­laufe der letzten Jahre vielfach Gelegenheit ge-