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m 101 Erstes Blatt • 186. Zahrgang Donnerstag, 30. April 1936
Eichener Anzeiger
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wie wir als Einheit zu-
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) Brief, tibebriefe
Leuchte, scheine, goldne Sonne Ue er dieses freie Land- Felder, Walder, Städte hülle 3n dein Helles Lichtgewand. Laß die weiten Aecker reifen Und die kleinen Gärten blühn, Leuchte hell m b;e Fabriken, Wo wir uns im Schatten mühn: Leuchte, goldne Sonne, scheine, Spende deines Segens Kraft Bruder- deine Hand! Hier meine! Aideitsdrüder, uns vereine Eine heilge Leidenschaft.
Leuchte, scheine, goldne Sonne, Unserm Vormaisch in die Welt, Uns, die nun im Anfang stehn, Keine Macht noch Feffel hält. Ane, Junge! Neue Menschen! Werkbeglückt einander nahn, Menschen, keinem andern Geiste Als der Liebe untertan
Drum, mein Hammer, schwing und Halle, Läute Frieden, Hammerschlag!
Nuf mit deinem Stahlgeiange Stadtvolk, Landvolk, Brüder alle, In den großen Arbeitstag
Tausend laute Näder brausen, Städte tönen, stromentlang Ziehn die schwerbeladnen Schiffe, Braust der Eisenbahn Gesang. Zn Millionen Menschenherzen Zieht der Glaube freudig ein-. Was des Volkes Hände schaffen, Soll des Volkes Eigen sein. Land und Freiheit unser Eigen, Menschenwürde unser Necht! Kraft soll sich der Schwachheit neigen. Brüderlich einander zeigen-, seiner Herr und keiner Knecht.
Maifeier.
Von Wilhelm Michel.
S.
> Wege an :ger zurück, merita und liegen der-
und seinem Schaffen passen. Wir, wir Wirkende der, Faust und des Schädels. Es ist eine unendliche Weche in uns. Du aber sorgst wiederum umher, denkst an die Vorbereitungen zum Mahl und überschlägst schon die Anzahl der Stunden, die du am Nachmittag zur Bewältigung der unbedingt zu erledigenden Vorrichtungen notwendig hast. Du Fleißige, du nimmer Rastlose. Trotzdem — sieh zu, daß auch du deine Seele der ungeheuren Bedeutung dieses Tages öffnest, sieh zu, daß auch bei bir eine frohe und wundersame Weihe Einzug hält.
Du fühlst selbstverständlich mit deinem Manne, und du willst bestimmt nicht abseits stehen, wenn er die Hände ineinanderlegt und sich in stillen Betrachtungen versenkt oder wenn er seinen Alltagsrock auszieht und sich aufmacht, an Aufmärschen oder öffentlichen Feiern teilzunehmen.
Wenn es irgend geht — komme auch du mit. Mache dich frei von dem sonstigen Kleinkram im Haushalt und sei glücklich in erhabener Ruhe. Der Tag der Arbeit ist für jeden eingerichtet, der zu seinem Volke, zu seinem Vaterlande und zu einem deutschen Werk steht. Und du — das tust du doch. Du beweist es in jeder Stunde, die ein Gott deinem
Leben schenkt.
Auch du bist ein Arbeiter, auch du em großer Sorger, auch du trägst ein deutsches Herz in deiner Brust.
Darum denke daran, mit uns in gleicher Andacht und innerer Erleuchtung zu feiern.
und die Bürger.
Er selber vermochte für sich keinen rechten Sinn zu finden, und so blieb ein bitterer Nachgeschmack.
Da brach der Krieg aus. Und im gleichen Augenblick drehte sich die innere Welt um. Alles, was bisher absolut und unverrückbar war, war mit einem Schlage in Frage gestellt. Der Mobilmachungsbefehl hatte alles mobil gemacht. Es gab nichts Festes mehr. Es gab nur eines: Deutschland.
Und während mein Leidens- und Kampfkamerad Friedrich Wolf da draußen mitten in unserer verschwitzten und verdreckten Kolonne marschierte, wurde ihm klar, daß der eine von uns ein Metallarbeiter, der zweite ein Oberlehrer, der dritte Handlungsgehilfe, der andere Forsteleve, der nächste ein Packer, der Mann vor ihm ein Koch und der Mann hinter ihm ein Rechtsanwalt war und daß hier lauter Menschen marschierten, die alle „arbeiteten". Er selber gehörte auch dazu. Augenblicklich verrichteten sie alle zusammen ein und dieselbe Arbeit. Man konnte das ruhig „Arbeit" nennen.
Sie marschierten durch einen Wald, über eine Brücke, zwischen Feldern, und plötzlich — der Donner vor ihnen wurde immer lauter, und di-» erfahrenen Wege füllten sich unruhiger —, plötzlich fühlte er mit jeder Muskel seines Körpers und mit jeder Regung seiner Seele: hier fließen alle diele Arbeiter zusammen in einen ungeheuren, vielfältigen und dennoch einheitlichen Körper, der „Heer" oder „Krieg" oder „Nation" hieß mb ber „Arbeit" war.
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Wsrie an die dmische Fran
n Z. H. L>r-ach.
Arbeit würbe von ber früheren Maifeier verstanden als glücklose Fron des einzelnen. Heute zieht sie durch die Straßen als das gemeinsame Werk der Nation. Durch das luftige Gegitter der Berufsgrenzen grüßen sich alle Tätigen und erkennen einander als Helfer an einem Dienst, der unabsehbar weit herkommt und tiefer verwurzelt ist als unser bewußtes Planen und Handeln, der Lebenswille der Nation hat jeden einzelnen von uns an seinen bestimmten Arbeitsplatz gestellt.
Daß das sichtbares und greifbares Erlebnis wird, ist der Grund der herzhaften, breiten Freude, die heute unsere Maifeier durchwärmt. Denn Freude ist die unmittelbare Antwort unseres Herzens auf jedes Erlebnis, das uns ernsthaft aus der Vereinzelung in die großen, echten Zusammenhänge hm- überhebt.
Tu dich auf, du Tor der Halle, Sonne, breche Hell hinein. Wollt ihr, werkende Maschinen, Neuen Volkes Helfer fein? Euer Nattern, euer Dröhnen Klingt wie freudig Iu-Geschrei. Kampf ist Arbeit, Arbeit Liebe, Kämpfend schaffen wir uns frei! Hoch der Bergmann, der verloren T im Schacht die Kohlen haut, Dee mit Dyn mos, Motoren, Kraft aus fernem Leib geboren, Unire neue Welt eibaut.
ein deutscher Graf über Nacht aus seinen gewaff- neten Lehnsmännern rings um sein Schloß zog. Die Mauer der nationalen Arbeit stellt sich uns dar in diesem Zug, eine engmaschige Kette von Wirkung an Wirkung, unentbehrlichste Rüstung in einer Zeit in der es immer wichtiger wird, daß ein Volk sich nicht nur aus dem Waffenfelde behauptet, sondern in unablässiger schöpferischer Ausstrahlung sein Wesen ruhig und nachdrücklich in die Welt stellt, es festmacht in werttragender Leistung. Von den andern her leben, auf die andern hin leben, sei es in friedlicher, sei es in kriegerischer Einstellung — das ist keine Daseinsnorm für em Volk von innerer Größe. Ein solches Volk kann nur zur Richtschnur nehmen: Aus sich s e l b st leben! Aus eignen Kräften und aus der mächtigen Mitgift des Schöpfers! Dieses Aus-sich-selbst- leben ist es, was der Tag der nationalen Arbeit sinnfällig vor Augen stellt.
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Arbeit — Nation.
Von Franz Schauwecker.
Die Menschen, welche die Grenze zweier Zeitalter bewußt überschreiten, sind selten. Einer von ihnen war 1917 in meiner Kompanie. Er hieß Friedrich Wolf. Damals — 1917 — legte ber Krieg die Axt an biß Wurzel ber Dinge.
Dieser Wolf war abseits unb ein wenig hilflos. Er hatte vor bem Kriege eine Macht in Deutschland gesehen, ohne davon innerlich ergriffen zu werden, und er sah diese Macht im Sinken. Er hatte das bedrohliche Gefühl, daß hier etwas nicht mehr stimmte. Aber was sollte man tun? Darauf sand er keine Antwort. Niemand konnte ihm antworten. u
Ueberall vernahm er das Wort „der Arbeiter . Nun — was war das? Das war der Handarber- ter Aber — dachte er, und er sagte mir das des öfteren im Unterstand — aber arbeite ich denn nicht? Wie?! Faulenze ich?! Was?! Arbeitet man nur am Schraubstock, an der Drehbank, an der Bessemerbirne, am Setzkasten? Ist Arbeit unzertrennlich von der Hand? Was ist das „Arbeit ? Ich studiere, ich bemühe mich redlich um allerhand, 3um Beispiel um den Begriff des „Gesetzes", um den Sinn ber Hohenzollern, um die Aufqcwe Preußens. Ich haue mich burch viele Schwierigkeiten hinburch, um bis Orbnung zu erfassen, die durch die Bilber Dürers bargestellt wird. Ist das nicht „Ar- beit"? Gilt das nicht? Die typischen Arbeiter sagen: „Das ist nicht Arbeit, sondern das ist Luxus ber Kapitalistensöhne." Schön ober unschön. Unb meine Stanbesgenossen, bie bie Arbeiter .Klassengenossen", nennen, sagen mir, bas sei im Grunbe Quatsch und nur wegen gewisser Examensmöglichkeiten aus Karrieregründen wichtig, unb eigentlich lachen sie darüber, baß man sich mit solchen Dingen herum- schlägt. Ich aber habe seitbem immer bas Gefühl — Gefühle sinb billig wie Brombeeren unb kostbar wie Golb —, als ob bas alles nicht richtig fei, was bie einen meinen unb was die anbern behaupten. Sie haben alle beibe unrecht: bie Arbeiter
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Er hörte bas deutlich aus dem Getravpel der zahllosen Stiefel heraus: hier geht ein Wille und ein Können unbeirrbar und mächtig auf ein be-
Volk an der Arbeit
Von Heinrich Lersch
!e dermal, 'samt Aig,
Maifeier einst und jetzt — kein sprechenderes Zeichen gibt es für das, was die deutsche Lebens- , wende beseitigt und was sie gebracht hat.
Auch bet der Maifeier vergangener Zeiten ging es um die Arbeit. Aber in welchem Sinne! Es ging um die Arbeit als um etwas, das Haß und Feindschaft stiftet und das Volk zerreißt. Es ging um bie Arbeit als um einen Hetzruf im Klassenkampf. „Wir arbeiten", schrien bie roten Fahnen burch die Gassen, „ihr aber faulenzt unb beutet unsere Arbeit aus! Was Volk! Was Bruber unb Bruder- blut! Wir haben Gemeinschaft nur mit ben Sklaven, die diesseits und jenseits ber Grenzen unter bie gleiche Fron geknechtet sinb! Unb gemeinsam mit ihnen geht es gegen euch!" .
Ein Drohung unversöhnlichen Hasses, eine An- tünbigunq von Bruberkrieg unb Volkszertrümmerung, wälzte sich bie Schlange ber Maibemon- stranten burch bie Straßen ber ©labte. Nicht ber deutsche Mensch, nicht ber beutsche Arbeiter war es, der da marschierte, sondern — so stand es auf den Fahnen — etwas Sächliches, Fremdes und schauerlich Unwirkliches, das keine Heimat kannte, kein Vaterland, das weder Vater noch Mutter, weder Ueberlieferungen noch Bindungen hatte und am allerwenigsten Blut: das Gespenst „Proletariat"; ein Haufe, ein Quantum „internationales Proletariat".
Wenn heute am Nationalfeiertag unter bem Ruf „Tag ber Arbeit" bie Millionen marschieren, gegrüßt von Fahnenjubel unb winkenben Hauben, vom Zuruf ber Väter, Mütter unb Kinber, bie bie Straßen säumen, so lebt barüber ein neuer, unvergleichlich geroanbelter Geist. Es ist b i e A r b e 11 als volksverbinbende Gewalt, bie ben Tag beherrscht. Es ist bie Verbrüderung aller im Zeichen des gemeinsamen Ringens um die nationale Lebensgestaltung. <
Die alte Maifeier kannte die Arbeit als Fluch, und ihr höchstes Wort war die stumpfsinnige Drohung: „Alle Räder stehen still, wenn dem starker Arm es will." In unsere Maifeier aber ist vor allem eingesenkt das freudige Bekenntniszur A r b e i t a l s zu dem, was allein Öen Menschen ebelt unb vollwertig macht. Nicht Arbeit als Fron, fonbern Arbeit als bas Glück, am ftänbigen Lebensaufbau bes Volkes tätigen Anteil nehmen zu bürfen. Hoch über bem Aufmarsch vom 1. Mai steht — nicht in Worten, aber von allen begriffen — die Einsicht, daß Kultur nicht ein dinglicher Besitz ist, den ein Volk „hat und auf dem es ausruhen kann, sondern em unablässiges, gemeinsames Ringen gegen das Rohe unb Ungestaltete, bas ewig vor ben Toren ber Kultur lauert. Kultur ist nicht eine Sache, Kultu r i st Werk! Sie -ist ständiges Anstemmen und Sich- Ermannen, ständiges Roden und Jäten, ständiges
stimmtes Ziel los, wie die Handgriffe am Teil einer Maschine, wie die Farbstriche an einem Gemälde, wie die Materialsammlungen in einer Bibliothek zu einem bestimmten Ziel streben.
Unb da — während wir um eine Waldecke bogen und auf eine Anhöhe tarnen und hinuntersahen in das weite Tal unter uns — da erblickten wir die zusammen die Schlacht, in bie wir hinein sollten. Wir alle: bie Kaufleute, bie Dreher, die Maurer, die Studenten, die Kuhknechte, die Juristen, die Lehrer und die Ackerbürger.
Es gab keinen Unterschied mehr angesichts dieser gewaltigen Kampfbahn, auf der die Nation antrat, um die Entscheidung zu fuchen. Ich fühlte mich nicht mehr als ich, und wahrscheinlich fühlte sich Friedrich Wolf nicht mehr als Friedrich Wolf, fühlte sich Müller nicht mehr als Müller. Jeder war mit einem Schritt einer von Millionen. Jeder bewegte sich unwiderstehlich mit allen anderen auf ein und dasselbe Ziel los: auf die Nation. Alle Arbeit war in der riesigen Bewegung dieses allgemeinen und gemeinsamen Vorstoßes zusammengefaßt. Wer sich ausschloß, war fahnenflüchtig, und desertierte. Der schied aus und verschwand aus einer Gemeinschaft des Kampfes, die endgültig band.
Wir hörten die Einschläge der Granaten, das eintönige Gerummel der Beschießungen rundum. Wir sahen einen düsteren, den ganzen Horizont um-
Deutschland grüßt den schaffenden deuffchen Menschen
Pflanzen und Bauen. .
Arbeit und nationale Kultur leuchten am 1. Mm vor uns auf als ein Begriff! In diesem Begriff sind Handarbeit und Geistesarbeit rechtmäßig und zu höchster gegenseitiger Ehre verschwistert.
Ein anderer Herzgedanke unserer Maifeier liegt darin, daß jeder Schaffende, jeder Werktätige e i n Stück Vvlksgeist und Vvlksart auswirkt. Es ist nicht die Arbeit schlechthin, die unser l.Mai feiert. Es ist der schaffende deutsche Mensch, es ift das Wirken aus deutschem Geist unb Geblüt. Maschinen leisten Arbeit, und was sie leisten, ist in I Grönland unb Uruguay, am Kongo unb aus Sachalin dasselbe. Maschinen arbeiten aud) bei ; uns, aber am Tag der nationalen Arbeit meinen mir' bie beseelte Lebensgestaltung aus deutschen Willens- unb ß e b e n s t r i e b e n. Wir lassen an biesem Tag nicht Traktoren durch bie Gassen rattern, sondern an ihm soll sich ber chof- send- Mensch unseres Blutes und Geutes chuk- sals, unserer Werktreue unb unseres Pflicht- «ff I.Mm stellt di- Arbeit in ihrer Gliederung dar. Klar g-W-den h-b-n 5)anbarbeiter unb bie Geistesarbeiter, bie Werk acmeidrfiaften unb bie Gewerbe Donemanber ab. Ab?r der große Gedanke der Einreihung überleuchtet die Scheidung und läßt..wie Sonnenstrahl den höheren Sinn in sie einstromen. Fahnen hinter Fahnen Gruppen hinter Gruppen Gewerbe hinter Gewerben - aber es bleibt n cht bei diesem Hintereinander und Vorüber! Plötzlich faßt uns etwas Tieferes an, eine Begeisterung, in der wir wissen: Dies ist das Heer, mit dem wir d^e große Dauerschlacht um unser deutsches Dasein fragen! Jede Berufsgruppe als eine Spezialwaffe ange- setzt gegen eine bestimmte Gefahr, ,edes Gewerbe die Verkörverung einer besonderen Sorge uno Vorausschau, jede Werkfahne ^n. Feldzeichen unter dem ein Können, ein Wissen, eme Sch achtreserve von geschulter Arbeit m einen bedrohten Front abschnitt einrückt! Wohin das Auge mi> enblvse
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™ U hu supirhühmn des Hauses, du, der I Seligkeit, wie sie uns nur selten an weltlichen ..... Mu ter du Beschützerin 0es H 'Wohnung! Feiertagen zu eigen ift, begehen wir wiederum den auf gute Geftt der n den RaE ^rn^in i Tag ber Nationalen Arbeit und fühlen so richtig,
galtet unb w , - Teilhaberin unseres so tief unb einbrucksvoll, wie wir als Einheit zu-
und Ratgeberin, bu, I Schmer-' cimnber gehören unb zu dem Boden ber Heimat
Strebens und Wirkes, du, bie Trösterin m ^a)mer (k^on nnfbn Wir wir Wirkenbe ber
zen unb bie tapfere Anipornerm. wenn wir ner- 3a|de«°aud) bu ben 1. Mai unb begehe ihn als einen Festtag höchster Orbnung. Siehe, bu bist ber unermüdlichste Arbeiter, ben es aus ber Welt gib Immer hast bu deine Hände zu regen, immer zu tun. Ist für bie Küche gesorgt, so beginnt bie Ar- beit im ©arten ober auf bem jßlb, die Instand. Haltung der Kleider unb Wäsche bas Strumpf - stopfen unb bas Aufräumen. Der helle Tag konnte zwanzig Stunden zählen, bu wußtest sie auszu- füllen mit einer umsichtigen Sorgfalt und nut emem Schaffen, das keine Grenzen kennt
Bist bu nicht mit beiner Liebe zur Heimat bie treueste Behüterin der Sitte und Ueberlieferung. Erziehst bu nicht bie Kinber im Glauben an Gott, an bie Schönheit ber Erde, an die hohe Sendung deines Volkes unb an die Derklärtheit, Sie in ledern künstlerisch vollendeten Werk ^? Gehst du nicht zu den Kranken in der Nachbarschaft und in deinem Bekanntenkreise unb bietest ihnen beine Hilfe an. Wendest bu nicht dein Mitleid denen zu, die bedürftig und arm sind? Spendest du nicht dort, wo ^Du/deutsche^Frau, die Aufgaben deren Erledigung auf deinen Schultern lastet, sind endlos vielfältig. Und doch bewältigst du sie mit emer Hingabe, die Bewunderung und Dankbarkeit erheischt.
Du stehst als erster deutscher Schaffer m unserer Achtung und Ehre. Wir Männer jubeln, mit einer


