Ausgabe 
30.3.1936
 
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Vorläufiges Ergebnis aus den 35 Wahlkreisen

Eine Gonniagsrede Flandins

l a n d i n im

ahlkreis Ve-

h

Der Widerhall im Ausland

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herein für felbstoerstän

gehalten

des- dem

Heute abend Kackelzug.

Am heutigen Montagabend 20 Uhr beginnend: Großer Fackelzug der Partei und ihrer Gliederun­gen. Aufstellung: SA., Ludwigsplah, Spitze Garten- strahe, Hitler-Jugend Stephanstraße, Spitze Garten­straße, politische Leiter und Derkscharen Bergstraße, Spitze Gartenstraße.

Marschmusik: Spielmannszug und Musikzug der SA., Spielmannszugd er Fanfaren des Jung­volks.

Marfchstrahen: Ludwigplah ab, Ludwigstraße, Vleichstraße, hindenburgwall, Horst-Messet-Dall, Bahnhofstraße, Neustadt, Mernerwall, Malltor- skrahe, Kirchstrahe, Schutstrahe, Sonnenstraße, Sel- tersweg, hindenburgwall. Neuen Baue, Sonnen- strahe, Vrandplah zum Landgraf-Philipp-Platz. Hier Aufmarsch vor dem Kriegerdenkmal.

Fackeln werden am Ludwigsplah verteilt.

Ansprache des Kreisleiters. Nach der Ansprache Auflösung des Fackelzuges.

Kreisleitung Detterau der NSDAP.

Dreister Raubüberfall auf der Strohe JerusalemHaifa.

Kurz vor Nablus, etwa 25 Kilometer nördlich von Jerusalem, hielten am hellichten Tage drei Maskierte und bewaffnete Räuber durch einen quer über die Straße Jerusalem-Haifa errichteten Steinwall zehn Autobusse, Lastwagen und Privat­kraftwagen auf. Allen Reisenden wurden die Pässe und Wertgegenstände fowis das Geld abgenommen.

Aboch n mit Verüb 1 Genua ge, m italienischen >fer der Wahl, Zahl Deutsch« egen, unkt Ockholm, $dm >m Hasen oor

Paris, 29. Märg. (DNB.) Der außenpolitische Teil der Rede, die Außenminister Fl französischen Rundfunk von seinem W

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Geplänkel seien drei mandschurische Rei­ter getötet worden, während die beiden ande­ren sich zurückgezogen hätten. Der Kommissar wies den japanischen Botschafter darauf hin, daß sich die Ueberfälle auf die Sowjetgrenze neuerlich mehrten.

Kunst und Wissenschaft.

40 Jahre heimalpflege.

Am 1. April 1936 blickt der Friedberger Geschichtsverein auf sein 40jähriges B e st e h e n zurück. Er ist der Begründer des Wet­terauer Museums nebst Stadtarchiv und Stadt­bibliothek (Haagstraße 16), Herausgeber der Fried­berger Geschichtsblätter sowie zahlreicher Sonder- Veröffentlichungen und hat durch sein zielbewußtes Schaffen auf allen Gebieten der Heimatpflege be­wiesen, was in einer Kleinstadt für Wissenschaft, Volksbildung und bodenständige Kultur geleistet werden kann, wenn Stadtverwaltung und Bürger-, schäft verständnisvoll und opferwillig Hand in Hand gehen.

Japan, das Göllerland."

Im Insel-Verlag zu Leipzig erscheint demnächst Tsuneyoshi Tsudzumi: Japan, das Göt­te r l a n d. (In Leinen etwa 5 Mk.) Der Verfasser des rühmlichst bekannten WerkesDie Kunst Ja- pans" unternimmt in diesem neuen, von ihm wie­derum in deutscher Sprache geschriebenen Buch den Versuch, das alte und das neue Japan einmal in den richtigen Zusammenhang zu setzen. In sehr ein­dringlicher Weise legt Profesior Tsudzumi an Hand einer Reihe von höchst interessanten Einzeltotsachen dar, daß die shintoistische Weltanschauung die Grund­lage war für die Entfaltung der eigenartigen Kultur Japans. Der Shintoismus mit seinem Ahnen- und Götterkultus erscheint dem Verfasser als eine Art Ariadne-Faden, um in dem Labyrinth verwirrender Aeußerlichkeiten zu dem Kernpunkt des japanischen Volkstums vorzudringen. Wie zeitgemäß angesichts der jüngsten Ereignisse in Japan das Buch des be­kannten japanischen Gelehrten ist, braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden.

Aus aller Welt.

Große Deutsche Rundfunkausslellung" nach den Olympischen Spielen.

Ein mitreisender Polizist wurde nach heftigem Widerstand verwundet. Lediglich der Wagen des türkischen Konsuls blieb verschont. Der ganze Ueberfall dauerte eine Viertelstunde. Die Polizei hat die Verfolgung mit Polizeihunden ausgenom­men.

Schrecklicher Tod eines Kindes.

Ein kleines Mädchen in Höhe bei Herchen (Sieg) trank in einem unbewachten Augenblick aus einer Flasche S a l m i a k g e i st. Obwohl rasch ein Arzt 3ur Stelle war, waren die inneren Verbrennungen derart stark, daß die bedauernswerte Kleine nicht mehr gerettet werden konnte. Unter schrecklichen Schmerzen starb das Kind.

Flugzeug-Südamerika-Dienst jetzt von Frankfurt aus.

Die Südamerikalinie der Lufthansa wird mit Beginn des Sommerflugplans ihren Aus­gangspunkt von Frankfurt a. M. nehmen und nicht mehr wie bisher von Stuttgart. Diese Tatsache dürfte besonders von der rhein-mainischen Wirtschaft begrüßt werden.

habe. Das Wahlergebnis habe aber die Tatsache unterstrichen, daß das deutsche Volk voll und ganz die PolitikHitlers für Frei­heit und Frieden unterstütze. Die Blätter bringen ausführliche Meldungen über den Verlauf der Wahlen und besonders über den Begeisterungs­sturm am Sonntagabend vor der Reichskanzlei.

DieTimes" schreibt: Niemand, der die deutschen Gefühle kennt, kann daran zweifeln, daß Hitler selbstverständlich die begeisterte Unter­st ützung der großen Massen seiner Landsleute für die Wiederbesehung des Rhein­landes und für sein Angebot einer Dauerregelung besitzt.Daily Mail" sagt: Niemals in der Ge­schichte ist die Handlung eines Führers mit sol­cher Einstimmigkeit ratifiziert worden, wie bei der gestrigen Reichstagswahl,Daily Expreß"

erklärt: Hitler habe einen nie erwarteten Triumph erzielt. Noch nie habe irgend ein Mann in Deutschland eine so große Stimmenzahl erhalten. Die fünf Millionen, die vor 18 Monaten noch gegen Hitter gestimmt hätten, seien jetzt auf eine halbe Million herabgesunken. Die liberale News C h r o n i c l e" schreibt: das Wahlergeb­nis zeige ohne Zweifel, daß die gesamte deutsche Nation in ihrer flammenden Bekräftigung des deut­schen Gleichberechtigungsanspruches hinter Hitler stehe.

Im übrigen legen die Blätter allgemein das Hauptgewicht darauf, daß der Führer, nachdem das deutsche Volk seine Politik einstimmig bestätigt habe, nun in der Lage sein sollte, einenBei­trag" in Form eines Gegenvorschlages an die Locarno-Mächte zu leisten, ohne daß die Presse aber im klaren darüber ist, worin dieser Beitrag bestehen solle, lieber den Eindruck des Wahlsieges schreibt der Berliner Reuter-Bericht­erstatter: Die ParoleHitler ist Deutschland" sei durch die Abstimmung bestätigt worden. Mit 98,8 v. H. habe Hiller den höchsten Prozentsatz in allen Wahlen seit der Machtergreifung er­zielt. Das Wahlergebnis bedeute ein überwäl­tigendes Ja für die Kündigung des Locarno- Verttages, die Wiederbesetzung des Rheinlandes und das Angebot eines 25jährigen Friedens für Westeuropa. Hitlers persönlicher Erfolg sei mehr als ein Triumph. Den Beweis dafür hätte die Begeisterungsstürme am Sonntagabend geliefert, als der Führer mehrere Male auf dem Balkon der Reichskanzlei erschien.

Das pariser Echo.

Hitler hat ganz Deutschland erobert."

Paris, 29. März. (DNB.)Deutschland stimmt für seinen Führer", überschreibt der Ber­liner Berichterstatter desParis S o i r" seinen Bericht über den Wahltag in Berlin. Die Abend­presse veröffentlicht auf der ersten Seite spalten­lange Berichte über den Wahltag in Deutschland und zahlreiche funktelegraphisch übermittelte Bilder von einzelnen Szenen. Die Berichterstatter können sich des ungeheuren Eindrucks der freudigen Geschlossenheit und der Disziplin des deutschen Volkes nicht erwehren. Niemals ist eine Wahl von einer so ausgezeich­neten Organisation unterstützt worden", meldet Ha- vas in seinen dis ins einzelne gehenden Berichten. Die Sonderberichterstatter desJntransigeant" schreiben, der Wahltag habe die Formeneines Volksfestes angenommen. Eine Tatsache müsse man feststellen und immer wiederholen:Hitler hat Deutschland erobert, ganz Deutsch- l a n d". Es muß aber gesagt werden, daß die Pariser Heimatredakteure zahlreiche Versuche ma­chen, in ihren Kommentaren die sachlichen und ob­jektiven Berichte ihrer Berliner Vertreter zu ver­drehen oder abzuschwächen.

Erste Stimmen aus Dänemark.

Das größte Vertrauensvotum, das je gesehen wurde."

Kopenhagen, 30. März. (DNB. Funkspruch.) ,^)iller erzielt einen neuen Rekord" undHitler erhielt 99 v. H.", so überschreiben die Kopenhage­ner Blätter ihre Berichte über das Wahlergebnis. In derBerlingske Trdende" wird u. a. festgestellt, daß Hitler das größte Vertrauensvotum erhalten hatte, das man je gesehen habe.Da­gens Nyheder" spricht von der machtvollen Zustim­mung des deutschen Volkes zur Wiederbesetzung des Rheinlandes und von einem überwältigenden Wahl­bild. Nach einem Hinweis darauf, daß Deutschland vor der Machtergreifung einen so friedlichen Wahl- tag niemals erlebt habe, hebt der Berliner Bericht­erstatter des Blattes u. a. hervor, er habe sich mit eigenen Augen davon überzeugen können, daß die Wahlhandlung frei und g e - heim vor sich gegangen sei. AuchPolitiken" be­tont, daß der Wahlsieg des Führers größer als bei irgendeiner früheren Wahl gewesen sei. Ausdrück­lich wird in den Berichten auch der Jubel der Berliner über das Wahlergebnis ge­schildert.

Ein Kommentar zu dem Wahlergebnis findet sich bisher nur in der konservativenBerlingske Ti- dende", deren außenpolitischer Hauptschriftleiter dem neuen Deutschland gegenüber nicht gerade freund­lich gesinnt ist. Aber auch er muß feststellen, daß das Wahlergebnis einen Weltrekord darstelle, der nicht zu schlagen sei. Deutschland habe, so heißt es weiter, mit einer beispiellosen «Stirn- menzahl Hitlers Recht für Wiederbesetzuna des Rheinlandes bestätigt.

Starker Eindruck in England.

Erste Pressestimmen zum Wahlsieg des Führers. i

London, 30. März. (DNB. Funkspr.) Das überwältigende Bekenntnis des deutschen Volkes für den Führer hat nicht verfehlt, starken Eindruck auf die englische Oeffentlichkeit zu machen. Die Morgenblätter versuchen allerdings, diesen Eindruck etwas abzuschwächen, indem sie erklären, daß man das so gut wie einstimmige Eraebnis von vorn-

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Sowjetrussisch-japanische

Grenz-Awischenfälle.

Moskau, 28. März. (DNB. Funkspruch.) Der Botschafter der Sowjetunion in Japan, Jurenew, erhob beim japanischen Außenminister Hirota Protest wegen einer Grenzüberschreitung japanischer bewaffneter Abteilungen und eines angeblichen Ueberf alles auf Sowjetgrenzpatrouillen. Der japa­nische Botschafter in Moskau erklärte dem stellver­tretenden Außenkommissar Stomonjakow, daß nicht japanische Abteilungen die Sowjetgrenze über­schritten hätten. Vielmehr seien sie auf man­dschurischem Gebiet von der Sowjet» feite grundlos beschossen worden, woraus sich ein Kampf entwickelt habe, in dessen Verlauf die japanischen Abteilungen jedoch die Grenze nicht überschritten hätten. Stomonjakow lehnte den japa­nischen Protest als völlig unbegründet ab. Er er­klärte, daß die Leichen zweier Angehöriger der japanischen Armee, die bei dem Zusammenstoß ge­fallen waren, auf Sowjetgebiet, 250 Meter von der Grenze entfernt, aufgefunden worden seien. Stomonjakow protestierte roeaen eines neuen Zwi­schenfalles. Am 27. März seien fünf bewaffnete Reiter aus der Mandschurei auf die der Sowjet­union gehörende Insel im Fluß Argun eingebun­den und hätten die aus drei Rotarmisten bestehende Sowjetgrenzpatrouille üb er fallen. Bei dem

Nach der Einäscherung der Opfer der bereits ge­meldeten Flugzeugkatastrophe in Mexiko werden die Aschenurnen mit dem Hapagdampfer 3 b e r i a", auf dem die Reisegesellschaft am 19. März in Veracruz ankam, in die Heimat gebracht werden. Die deutsche Kolonie in Mexiko-Stadt setzte die Fahnen auf Halbmast. Die mexikanischen Mili­tärflieger, aus deren Reihen der Pilot des Un- siücksflugzeuges hervorgegangen ist, versuchten in )er Presse die Schuld an dem Unglück dem ame­rikanischen zweiten Piloten zuzuschieben, der an­geblich zur Zeit der Katastrophe das Steuer führte. Laut Regierunasverordnung müssen Piloten Mexi­kaner von Geburt fein, weswegen die bisherigen amerikanischen Verkehrsflieger die Leitung an Me­xikaner abgeben mußten und nur noch als Beglei­ter fliegen dürfen. Als Ursache des Unglücks scheint estzustehen, daß der Pilot auf Wunsch der Fluggäste die vorgesehene Strecke verließ, um eine Befi d)- tigung der Vulkane zu ermöglichen. Dabei ist er vermutlich zu tief geflogen, so daß der Apparat Baumkronen streifte und abstürzte. Ein Mitglied der Reisegesellschaft, Doktor Ellen- k a m p, der gleichfalls nach Guatemala fliegen wollte, erhielt keinen Platz mehr und mußte ' wegen zurückbleiben. Auf diese Weise ist er sicheren Tode entgangen.

Zusammenstoß in pennsylvanien.

Unweit von Jeanette (Pennsylvania, USA.) stieß bei der Station Manor der PittsburgPhiladel­phia-Expreß der Pennsylvania-Eisenbahn mit einem Güterzug zusammen. Die Lokomotive, der Tender und mehrere Schlafwagen entgleisten. Bisher wurden drei Tote und mehrere Schwerver­letzte, von denen zwei im Sterben liegen, aus den Trümmern hervorgezogen.

Grohfeuer zerstört japanische knnstjeidensabrik.

In der Kunstseidenfabrik«Showa" bei Fukushima nördlich von Tokio brach ein Großfeuer aus. Das Feuer zerstörte die Fabrikanlagen fast voll­kommen. Bier Menschen kamen dabei ums Le­ben, 20 wurden schwer verletzt. Der Schaden wird auf fünf Millionen Yen beziffert. Die Showa" wurde erst vor zwei Jahren mit einem Kapital von 10 Millionen Yen begründet. Sie be­schäftigt 2000 Arbeiter.

Vier Bergleute tödlich verunglückt.

Auf der Gräfin-Johanna-Schachtanlage in Bob» rek-Karf bei Beuthen ereignete sich ein schwerer Unfall. Unter Tage gingen große Gesteinsmassen Zu Bruch, wobei vier Bergleute verschüttet wurden. Sie konnten nur noch als Leichen ge­borgen werden.

Auch ein Barometer der Lebenskultur.

NSK. Die Möbelindustrie ist immer mehr SU einem Barometer der Lebenshaltung der großen Verbraucherschaft geworden. Die bevölkerungspoli- tischen Maßnahmen der Reichsregierung, besonders die Einführung der Ehestandsdarlehen, haben die Mobelumsatze ungewöhnlich stark geför- e..r t. Setzt man die wertmäßigen Umsätze in den Mobelfachgeschaften für positiv, so ergibt sich, daß der Derkaufswert 1935 um 25 v. H. höher liegt als 1932. Diese Zahlen geben nur einen Eindruck ?on den Wertumsätzen: da die Preise für Möbel 1 m 21 b f i n f e n begriffen sind, sind die mengen­mäßigen Umsätze noch viel erheblicher gestiegen. Interessant ist, daß die Möbelumsätze die gleiche Entwicklung zeigen, wie die Ziffern des ge­samten Einkommens aus Lohn und Gehalt.

Der Kampf um die Voraussetzungen für verstärkte Familiengründung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und das wachsende Selb st vertrau en einer wieder berufsbejahendc n, ar- beitsfreudigen Bevölkerung wirkt sich nicht nur im polittschen Leben aus. Es erfaßt alle Lebensgebiete eines Volkes so klettern auch die Statisttken der Schränke, Tische, Betten, Stuhle ufro., welche das Volk kaufen konnte, wieder in die freie­ren Höhen eines gefunden Wohlstandes.

Äelaq aus am Sonntagabend hielt, enthält scharfe Ausfälle gegen Deutschland, die sich stellenweise zu Gehässigkeiten steigern und in denen die Friedensliebe des Führers angezweifelt wird.

Seitdem Deutschland den Locarnopakt verleug­nete, so führte Flandin unter anderem aus, habe Reichskanzler Hitler seine Ansprachen und Aufrufe für den neuen Frieden immer wiederholt, den er der Welt zum Ausgleich bieten wolle. Er, Flandin, habe im Namen der Regierung erklärt, daß Frank­reich nach der Wiederherstellung der Achtung des internationalen Gesetzes z u jeder Verhand­lung bereit sei, die geeignet wäre, den Frieden zu festigen. Aber die Grundlage dieser Re­gelung müßte natürlich bestimmt und e r n ft z u nehmen fein. Man hätte hoffen können, daß Reichskanzler Hitler durch feine Kommentare das Unbestimmte in feinen anfänglichen Vorschlä­gen verbessern würde. Der Führer habe dies aber leider nicht getan. Welchen Wert werde morgen ein Vertrag haben, so frage er sich, wenn Deutsch­land sich das Recht vorbehalte, ihn im Namen der ewigen Moral und des Lebensrechts" des deutschen Volkes zu verleugnen?

Weiterhin müsse man die Frage stellen, wer solle morgen hinsichtlich eines neuen Vertrages mit Deutschland unabhängiger und unparteiischer Rich­ter sein, den Deutschland anerkenne, dessen Entschei-

DieGroße Deutsche Rundfunkaus­stellung Berlin 193 6" findet in der Zeit vom 28. August bis 6. September statt. Dieser Termin liegt besonders günstig im Hinblick auf die Hundert­tausende von Besuchern der Olympischen Spiele, die erwartungsgemäß noch einige Zeit nach Schluß der Olympiade in Deutschland bleiben werden. So kann damit gerechnet werden, daß die riesjährige Rundfunkausstellung, die einen umfas- enden Ueberblick über den hohen Stand der beut- chen Sende- und Empfänger-Technik des Rund- unks und des Fernsehens geben wird, einen be- onders großen Besuch mit stark internationalem Einschlag erwarten kann.

Ein deutscher Maschinist bei Veracruz ertrunken.

Wie diePrensa" aus Veracruz meldet, wurde der Maschinist des deutschen DampfersRio", Hel- much Koch, beim Schwimmen am Strande von Veracruz von dem sogenanntenTodesstrudel" er» aßt und in die Tiefe gerissen. Dieser Stru- >el,Poza de la muerte" genannt, forderte bereits hunderte von Toten.

Die mexikanische Flugzeugkatastrophe.

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itten keine @t> Sie versammel en BereinskM iftensammlmiz sien beteiligten utfchen Zeitn» des Unterfdß pferSteuben' > Aegypten MX) Volksgeipi- Defterrcid ab. Auch i lksgenossen am ngehörigen b in Bern. Ä Riefenstahl s ch n e r.

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düngen es sich unterwerfe? Wenn Reichskanzler Hitler es mit feinen Friedensbeteuerungen aufrich­tig meine, so müsse er unbedingt feine Gedanken hinsichtlich der Bestimmung des Lebensrechtes des deutschen Volkes unb der Gleichberechtigung näher bestimmen.

Diesen Ausführungen, die augenscheinlich von dem Wunsche getragen wurden, propagandistisch auf die französischen Wählermassen zu wirken, fügte Flandin einige Schlußbetrachtungen über die Frie­densliebe des französischen Volkes an, das ebenso wie das deutsche Volk von der Notwendigkeit überzeugt sei, für Europa den Frieden auf festen und dauerhaften Grundlagen zu organisieren. Er sei sogar davon überzeugt, daß die Franzosen sich nicht einen zeitlich oder räumlich begrenzten Frieden vorstellen, der da und dort und zeitweise die Kriegsdrohung wieder aufkommen lassen würde. Wenn Reichskanzler Hitler zu einer allgemeinen vorbehaltlosen und rückhaltlosen Auseinandersetzung bereit sei, möge er auf diese Fragen and» warten und sich im Angesicht seines Volkes nicht durch unbestimmte Reden, sondern durch täte- goriscke und beftimmte Erklärungen aussprecyen. Frankreichs Ziel sei die Vermehrung der kollektiven Kräfte, die in den Dienst des Rechts und der internationalen Gerechtigkeit gestellt wer­den und die Verminderung der Kräfte, die zum Nutzen dieses ober jenes Imperialismus verwendet werden könnten.

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grauer . Luther ^Mfen q n { <9ener & ' die keim re Pflicht z. d-r Soft,,

Ratibm "ele heutig unb aus bem u.o.

Harrar von italienischen Fliegern bombardiert.

Die ehemalige Residenz der Abessinier zerstört.

A d d i s A b e b a , 29. März. (DNB.) Arn «Sonn­tag um 8 Uhr belegten italienische Bombengeschwa­der, die seit dem 2. Dezember zur offenen Stadt erklärte alte Residenz Harrar mit Bomben. Har­rar soll nach abessinischen Meldungen vollstän­dig zerstört worden sein. Neben dem Sender sind auch die französische Rotkreuz-Sta­tion und die französische Kirche sowie die kop­tische Kirche dem Bombenangriff zum Opfer ge­fallen. Die abessinischen Zeltlazarette sollen von mehreren Bomben getroffen worden sein. Zwei Bombeneinschläge sollen in unmittelbarer Nähe der schwedischen Roten-Kreuz-Station festgestellt wor­den sein. Heber die Zahl der Opfer an Toten unb Verwundeten liegen bisher keine Meldungen vor. An dem Angriff sollen 35 Flugzeuge beteiligt ge­wesen fein, die auf die Stadt Bomben abgeworfen und ein heftiges Maschinengewehrfeuer abgegeben haben. Gleichzeitig sollen auch 14 italienische Flug­zeuge die Stadt Dschidschiga mit Bomben be­legt haben.

Wahlkreis

Zahl der Stimm­berechtigten

Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen

Un­gültige Stimmen

Gültige Stimmen für den Kreisvorschlag der NSDAP.

Zahl

v. H.

Zahl

v.H.

1

Ostpreußen.........

1 454 696

1 442 997

99,2

3 669

1 439 328

99,7

2

Berlin-West .........

1 545 796

1 512 810

97,9

23 171

1 489 639

98,5

3

Berlin-Ost.........

1 684 858

1 656 574

98,3

29 682

1 626 892

98,2

4

Potsdam..........

1 059 678

1 053 726

99,4

8 909

1044 817

99,2

5

Frankfurt a. d. Oder.....

1 115 756

1 108 641

99,4

6 339

1 102 302

99,4

6

Pommern.........

1 273 299

1 261 267

99,1

9 167

1 252 100

99,3

7

Breslau..........

1 294 399

1 274 308

98,4

23 099

1 251 209

98,2

8

Liegnitz..........

838 157

829 870

99,0

10 797

819 073

98,7

9

Oppeln..........

916 485

901 237

98,3

10 567

890 670

98,8

10

Magdeburg ........

1 480 788

1 177 282

99,4

13 244

1 164 038

98,9

11

Merseburg.........

1 014 077

1 005 356

99,1

13 499

991 857

98,7

12

Thüringen.........

1 602 728

1 595 094

99,5

16 006

1 579 088

99,0

13

Schleswig-Holstein.....

1 158 005

1 135 569

98,1

23 080

1 112 489

98,0

14

Weser-Ems.........

1 087 511

1 071 ^66

98,5

15 662

1 055 704

98,5

15

Osthannover ........

752 966

739 104

98,2

9 716

729 388

98,7

16

Südhannover-Braunschweig. .

1 436 513

1 422 012

99,0

11 419

1 410 593

99,2

17

Westfalen-Nord.......

1 724 287

1 706 265

99,0

26 192

1 680 073

98,5

18

Westfalen-Süd.......

1 776 580

1 749 722

98,5

20 394

1 729 328

98,8

19

Hessen-Nassau........

1 766 791

1 746 636

98,9

16 867

1 729 769

99,0

20

Köln-Aachen........

1 592 782

1 578 498

99,1

14 947

1 563 551

99,1

21

Koblenz-Trier........

854 600

853 461

99,9

5 892

847 569

99,3

22

Düsseldorf-Ost.......

1 552 555

1 535 308

99,0

7 758

1 527 550

99,5

23

Düiseldors-West.......

1 298 139

1 287 777

99,2

6 532

1 281 245

99,5

24

Oberbaucrn-Schwaben....

1 858 107

1 847 188

99,4

17 274

1 829 914

99,1

25

Niederbayern........

871 880

868 263

99,6

7 207

861 056

99,2

26

Franken..........

1 759 459

1 750 720

99,5

9 599

1 741 121

99,5

27

Rheinpfalz-Saar......

1 176 684

1 175 539

99,9

1435

1 174 104

99,9

28

Dresden-Bautzen......

1 376 248

1 357 093

99,3

26 020

1 331 073

98,1

29

Leipzig..........

971 089

959 403

98,8

24 719

934 684

97,4

30

Ehemnitz-Zwickau......

1 354 610

1 336 440

98,7

28 679

1 307 761

98,0

31

Württemberg........

1 908 157

1 900 556

99,6

16 331

1 884 225

99,1

32

Baden...........

1 630 595

1 604 538

98,1

26 410

1 578 128

98,4

33 Hessen-Darmstadt......

982 373

971 104

98,9

15 887

955 217

98,4

34 Hamburg....... .

899 897

878 487

97,6

37 177

841 310

95,8

35 Mecklenburg........

665 557

660 726

99,3

5 680

655 046

99,1