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Der Führer wählt in Berlin. — (Scherl-M.)
Rom, 29. März.
mit seiner Gattin, herzlich von der Menge begrüßt und gaben ihre Stimmen ab. Im Schein der Jupiterlampen sprach der Reichsaußenminister einige Worte für den Tonfilm: ,Lch bin überzeugt, daß das deutsche Volk hundertprozentig mit einstimmigem Ja für Deutschland und für den Führer eintreten wird." Einige Minuten sväter wählten Reichsjustizminister Dr. G u e r t n e r und seine Gattin. Um 10 Uhr gibt eine 86jährige Frau ihre Stimme ab. Sie wird gerade von einem Polizei-
beamten und einem politischen Leiter hinaufgeführt in dem Augenblick, als Reichsminister Dr. G o e b -
lichen Gefühl, eine einzige Gemeinschaft zu sein, in diesen herrlichen, verheißungsvollen Morgen hineinschaut.
Bald setzt zu den mehr als 2000 Wahllokalen eine wahre Völkerwanderung ein. Bereits lange vor 9 Uhr haben sich die gewissenhaften Frühaufsteher eingefunden, wohl jeder mit dem stillen Ehrgeiz, heute unbedingt erster zu sein, der seine Stimme dem Führer gibt. Bei Wahlbeginn stehen lange Menschenschlangen vor den Wahllokalen bis weit auf die Straße hinaus. Der Wahlvorgang wickelt sich mit erstaunlicher Schnelligkeit ab. Innerhalb einer knappen Viertelstunde werden rund 30 Personen abgefertigt.
Dr. Goebbels begrüßt ein altes Mütterchen. (Scherl.-M.)
Oer Wahltag in der Reichshauytstadt
Schon in früher Morgenstunde eine wahre Völkerwanderung.
Rege Wahlbeteiligung der Reichsdeutschen im Ausland
Zn den Grenzorten und auf deutschen Schiffen.
die Straße hinaus, wo ihm wieder die Menschenmauern zujubeln.
Die Geduld und Ausdauer der harrenden Menge vor dem Wahllokal in der Jägerstraße wurde mehrfach belohnt. Kurz nach 10.30 Uhr erschien Reichsinnenmlnister Dr. Frick mit seiner Gattin zu Fuß im „Fürst Bismarck", um die Wahlpflicht abzuleisten. Wieder rollte der Filmstreifen für die Wochenschau ab und hielt des Ministers Worte est: „Jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau setzen sich heute für Deutschlands Ehre und Deutschlands Frieden ein." Um die gleiche Zeit erfüllten auch die Staatsekretäre Lammers und Meißner ihre Wahlpflicht. Eine halbe Stunde später wählt der per- önliche Adjutant des Führers, Obergruppenführer Brückner. Der Außerordentliche Gesandte des Reiches für Oesterreich, von Papen, und seine Gattin wählten um 11.30 Uhr im Ministerwahllokal. Punkt 12 Uhr übergibt der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, dem die Menschenmenge herzlich zujubelt, seinen Wahlschein dem Wahlvorsteher. Diele Hände strecken sich ihm voll Dankbarkeit entgegen, als er das Wahlzimmer verläßt. Für jeden hat er ein freundliches Wort, für jeden einen Händedruck. Reichsminister K e r r l wählte im zuständigen Wahllokal seines Wohnbezirkes in Spandau, während Reichsminister Frhr. von Eltz-Rübenach und seine Gattin in der Taubenstraße abstimmten.
Ein Teil der engsten Mitarbeiter des Führers weilt noch von ihren großen Wahlreisen im Reich. Ministerpräsident Göring wählte in Weimar,
3n Schlesien.
In Oberschlesien hatten sich schon lange vor Beginn des Wahlaktes zahlreiche Volksgenossen vor den Wahllokalen eingesunden. Von 9 Uhr bis zur Mittagszeit drängten sich überall die Wähler zur Urne, um dem Führer ihre Stimme zu geben. Ueberall sah man am Sonntagsrock der Männer oder am Umschlagtuch der oberschlefischen Frauen- tracht das Abstimmungszeichen. In B e u t h e n stimmte eine große Anzahl von Volksgenossen aus Ostoberschlesien, aus dem T e s ch e n e r Gebiet aus der Woiwodschaft Kielce, die keine Mühe und Kosten gescheut hatten, ihre Pflicht zu tun. Herzlich war auch der Empfang der Volksgenossen aus der Tschechoslowakei und Ungarn im Grenzort Annaberg (Kr. Ratibor). Auch aus dem Kreise R y b n i k kamen viele deutsche Brüder und Schwestern nach Summin und aus dem Kreise Lublinitz nach Kreuzburg-O.S.
Der Sieg hallt durch den Aether!
Don unserem römischen E.-Korrespondenten.
Reichsarbeitsminister S e l d t e in Magdeburg, Reichsernährungsminister D a r r 6 in Schlesien, Reichserziehungsminister Rust in Hannover. Reichsminister Gras von Schwerin-Krosigk gab seine Stimme in der Thiel-Allee in Zehlendorf ab, während Reichsbankpräsident Dr. Schacht in Dahlem zur Wahlurne ging. Stabschef Lutze ging in Dahlem zur Wahlurne. Reichsführer-SS. Himmler und Korpsführer Hühnlein, die erst heute früh mit dem Führer von Köln aus in der Reichshauptstadt eingetroffen waren, wählten hier auf Stimmschein. Reichsleiter Rosenberg wurde bei seiner Wahl in der Tiergartenstraße schnell erkannt und gefeiert. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wählte auf der Ordensburg Vogelsang in der Eifel, der Erbauer der Reichsautobahnen, Generalinspektor Dr. Todt, in München. Der Bischof von Berlin, Graf von Preysina, wählte gegen Mittag in der Französischen Straße im Lokal „Zum Rochus".
Oie Wahl im Reich.
Berlin, 29. März. (DRB.) Der Wahltag ist im ganzen Reich in der gleichen Weise verlaufen. Die Meldungen aus allen Teilen besagen übereinstimmend, daß bei schönstem Frühlingswetter der Wahltag unter regster Teilnahme der Bevölkerung vor sich geht. Der Andrang zur Wahlurne setzte bei Oesfnung der Wahllokale schlagartig ein. Ueberall bildeten sich Schlangen, aber das Wahlgeschäft vollzog sich reibungslos und ohne Stockungen. Die Stimmabgabe auf dem Lande war in vielen Fällen bereits um die Mittagszeit beendet. Aus den Städten wird berichtet, daß um 12 Uhr weit mehr als die Hälfte der Wähler ihre Wahlpflicht erfüllt hatte.
b e l s mit seiner Gattin, jubelnd begrüßt, vor dem Wahllokal eintrifft. Er war unmittelbar vom Potsdamer Bahnhof, aus Köln eintreffend, nach feinem zuständigen Wahllokal gefahren. Stumm drückt er der alten Frau, die trotz ihres Gebrechens ihrer Pflicht Genüge leistet, dankend die Hand. Der Vorsitzende verkündet mit lauter Stimme: Es wählen jetzt Reichsminister Dr. Goebbels und Frau auf Rr. 646 und 647. Wieder flammen Jupiterlampen auf. Auf die Bitte des Tonfilmoperateurs, einige Worte für die Wochenschau zu sprechen, antwortet der Minister: „Der Führer hat gestern alles gefegt; ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen. Aber ich bin der festen Ueberzeugung, daß das deutsche Volk einmütig hinter d e m Führer steht." Heilrufe begleiten den Eroberer von Berlin auf
Berlin, 29. März. (DRB.) Ein prachtvoller Frühlingshimmel lacht über der Reichshauptstadt. Wahltag-Festtag. Die Berliner wurden schon frühzeitig aus den Betten getrieben. Seit 7 Uhr klingt Marschmusik durch die in vollem Fahnenschmuck stehenden Straßen. Heller Liedersang schallt, Trommelwirbel tönt auf, Fanfaren schmettern und rufen. Ueberall sind die Gliederungen der SA., SS., des RSKK., der politischen Organisationen, der HI. und anderer RS.-Gliederungen unterwegs, appellieren noch einmal an Pflicht und Gewissen, rütteln auch den letzten Saumseligen wach. Eine belebende, glückhafte Stimmung beherrscht die Stadt, die in dem Bewußtsein ihrer Berufung und dem untrüg-
lungen-Halle fand am Abend eine von freudiger Begeisterung erfüllte Wiedersehensfeier statt.
Strahlender Sonnenschein liegt über H a m b urg und der ganzen Wasierkante und erhöht die festliche Stimmung, die jeden einzelnen an diesem Tag der Freude und des Dankes beseelt. Schlag 9 Uhr beginnt die Wahlhandlung, und trotz des großen Andranges, der überall gerade in den ersten Morgenstunden einsetzt, wickelt sich die Wahl mit bemerkenswerter Schnelligkett ab. Stark ist auch der Z u st r o m ber Seeleute zu den im Hafen eingerichteten besonderen Wahllokalen. Viele, deren Schiffe im Laufe der letzten Woche den Hafen verlassen haben, konnten schon an den Vortagen ihre Stimme abgeben, und zu 100 v. H. haben die deutschen Schiffsbesatzungen freudig ihre Pflicht erfüllt.
Das deutsche Saarvolk wählt.
Zum erstenmal seit mehr als 17 Jahren dürfen die Saardeutschen wieder ihre Stimme für eine deutsche Volksvertretung abgeben. Am frühen Morgen fand heute im festlich geschmückten Saarbrücken in allen Stadtteilen ein großes 1 Wecken durch Signalbomben statt. Dann setzten sich die Musikzüge der Gliederungen der Partei in |
angehörige nach Deutschland. Eine größere Abordnung der deutschen Kolonie i n R o m mit Vertretern der beiden Botschaften ist nach Genua ge. reist, um dort auf dem einzigen in den italienischen Gewässern weilenden deutschen Dampfer der Wahlpflicht nachzukommen. Eine große Zahl Deutsche aus Schweden und Norwegen, unter ihnen der deutsche Gesandte in Stockholm, Prinz zu Wied, haben ihrer Wahlpflicht im Hafen von Saßnitz genügt.
Die Deutschen in Brasilien hatten keine Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben. Sie versammelten sich zu Tausenden in den deutschen Vereinshäusern und veranstalteten eine Unterschriftensammlung, an der sich 4200 deutsche Volksgenossen beteiligten. Auch bei den Schristteitungen der deutschen Zeitungen trafen aus dem Innern des Landes Unterschriftensammlungen ein. Auf dem Dampfer „Steuden" stimmten 1190 Reichsdeutsche aus Aegypten ab. 38 Stimmen waren ungültig. 3000 Volksgenossen aus der Schweiz und aus Oesterreich gaben ihre Stimme in Lindau ab. Auch i n Lörrach stimmten über 1000 Volksgenossen aus der Schweiz, darunter auch die Angehörigen des Konsulats und der Gesandtschaft in Bern. In Konstanz wählten auch Leni R i e f e n st a h l und der Olympiasieger Gussi L a n t s ch n e r.
Nach Leer kamen in vier großen mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Kraftwagen etwa 100 Hollanddeutsche aus Groningen, um ihre Treue zum Führer zu beweisen.
In Aachen trafen aus Brüssel, Antwerpen und Lüttich 500 Reichsdeutsche ein. Den ganzen Sonntag über brachten die Auslands^ge sowie Autobusse und Lastwagen weitere Gruppen heran. Sogar aus England waren Wähler eingetroffen. Man sah manchen alten Mann und manches altes Mütterchen, die schon ein Menschenalter drüben leben und jetzt in die alte Heimat geeilt sind.
Die Deutschen Rumäniens wählten an Bord des deutschen Dampfers „Alimnia" vor dem Hafen von C o n st a n z a. Unter allen Teilnehmern herrschte außerordentliche Begeisterung. Die rumänischen Behörden hatten alles zur Erleichterung der Wahlhandlung getan. Die in Jugoslawien wohnhaften Reichsdeutschen wählten auf dem Dampfer „Erik Larson". Aus Belgrad waren 79 Reichsdeutsche in 18stündiger Bahnfahrt an die Küste geeilt. Ihnen schlossen sich unterwegs die Deutschen aus Kroatien und Bosnien an. Die Deutschen Istanbuls sowie einige deutsche Volksgenossen aus Ankara und Jsmtt gingen zur Wahl an Bord des Dampfers „Milos . Der Dampfer I kreuzte fünf Stunden auf dem Schwarzen Meer. Trotz Kälte und stürmischen Wetters herrschte große Begeisterung.
Bewegung. Es schlossen sich Standkonzerte auf allen Platzen der Stadt an. Schon vor 8 Uhr sammelten sich die Menschen in dichten Scharen vor den Wahllokalen. Jeder will der erste fein, wenn es heißt, dem Führer die Stimme xu geben. Gegen 12.30 Uhr erschien d a s L u f t s ch i f f „Hindenburg" über der Stadt. In kurzem Abstand folgte „Graf Zeppelin". Don den Luftschiffen wurden Fallschirme mit langen Hakenkreuxfahnen und Flugzetteln abgeworfen. Ueberall standen die Menschen auf den Straßen und jubelten den Luft- schiffen zu.
3n Aord und Süd.
In der Hauptstadt der Bewegung wurde der Wahltag, ein schöner sonniger Frühlingstag, mit einem dröhnenden Salutschießen und einem Großen Wecken eingeleitet. Der Wahlakt begann zum ersten Mal in München schon um 7 Uhr, um auch alle Ausflügler zu erfassen, und es geigte sich in der Tat, daß zwischen 7 und 8 Uhr früh schon eine erstaunlich große Zahl von Wählern zur Urne ging. Um die Mittagsstunde trug die weitaus größte Zahl der Straßenpassanten bereits das Abstimmungszeichen.
In der Grenzstadt Passau erhielt der Wahttag seine besondere Note durch die Ankunft von 3600 Reichsdeutschen in vier Sonderzügen aus Oe st erreich. Sie wurden am Samstag mit klingendem Spiel empfangen und von der Einwohnerschaft herzlich begrüßt. In der Nibe-
B e r l i n, 29. März. (DNB.) Die Reichsdeutschen im Ausland haben sich mit der gleichen Begeisterung an der heutigen Wahl beteiligt wie die Heimat. Aus allen Teilen der Welt sind Nachrichten eingelaufen, die von der einmütigen Stimmung der Ausländsdeutschen Kunde geben. Vielfach sind unter großen Opfern an Geld und Zeit weite Reisen von vielen hundert Kilometer gemacht worden, um den Stimmzettel für Adolf Hitler abzugeben. Aus anderen Orten, wo eine Wahl nicht ermöglicht werden konnte, sind telegraphische Treuekundgebungen eingelaufen, so von den Deutschen aus Tientsin und aus Singapur. Auch die Deutschen in Moskau mußten ihre Absicht der Teilnahme an der Reichstagswahl aufgeben, da die Schiffahrt in Leningrad, wohin sie sich begeben wollten, noch nicht eröffnet ist.
Die Deutschen aus der ganzen Mandschurei versammelten sich auf einem Rikmers- Dampfer in Saiten und stimmten mit 100 Prozent für Adolf Hitler. Bei der Bekanntgabe des Resultats wurde die Wacht am Rhein gesungen, was auf die zahlreich vertretenen japanischen Journalisten einen tiefen Eindruck machte. Die Deutschen in Griechenland und aus einigen benachbarten Ländern, etwa 800 an der Zahl, stimmten a u f dem Levante - Dampfer „A r t a" ab. Noch am Abend vorher hatten sie die Führerrede aus Köln gehört und das Niederländische Dankgebet ergriffen mitgefungen. Die Deutschen aus Mexiko und einigen angrenzenden Staaten suchten die nächstgelegenen Häfen auf, um a u f deutschen Dampfern ihre Stimme abzugeben. Aus Guatemala war allein ein Sonderzug mit 250 deutschen Wählern in Bewegung gesetzt worden.
Die in der Tschechoslowakei ansässigen Reichsdeutschen, unter ihnen die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft, begaben sich geschlossen über die Grenze, um ihrer Wahlpflicht zu genügen. Die reichsdeutschen Wähler aus Warschau fuhren nach A 11 e n ft e i n, wo sie ihrer Wahlpflicht genügten. Am Reichsehrenmal in Hohenstein legten sie einen Kranz nieder. Die deutschen Staatsangehörigen aus Posen und Pommerellen beteiligten sich an der Wahl in einer bisher nie erreichten Zahl. Die Wahlhandlung der in Danzig wohnenden Reichsdeutschen an Bord des Seedienstschiffes „Preußen" begann bereits um 8 Uhr morgens. Bei dem ungeheuren Andrang der Wähler mußte das Schiff sechs Fahrten in See unternehmen.
Ein stattlicher Teil der deutschen Kolonie i n P a- r i s fuhr am Sonntag früh mit der Eisenbahn nach Saarbrücken, um dort seine Stimmen für Adolf Hitler abzugeben. Außerdem brachte ein Flugzeug der Lufthansa weitere 20 deutsche Staats-
glauben wollten! Verstehen Sie nun den SinU dieses „Wahlkampfes"?
Ja, nun verstehe er. Manchmal will auch das, was selbstverständlich scheint, mit Domglocken und Fanfaren in die Ohren hineingehämmert fein, damit es sitze.
... Jetzt also — hören Sie! — der Führer auf der Lokomotive — Nein, das will nun wieder keiner glauben. Es muß eine dicke Bertha fein, eine noch dickere, eine Riefenmonstrummammutbertha, was soll denn Krupp sonst anders machen, he? Na, schön, vielleicht ist die dicke Bertha auf die Lokomotive montiert, die ihrerseits wieder an einem Zeppelin hängt. —
Die beiden kreuzenden Zeppeline geistern durch die Zeitungen der ganzen Welt. Das ist das neue Deutschland! I wo, es ist immer das alte, man muß es nur zu führen und feine Fehler auszumerzen wissen! uiä, das Ei des Kolumbus ...
Worte fliegen hin und her, Meinungen, Jrrmei* nungen, dann halten sie wieder den Atem an. Aus« landsdeutsche, Freunde und Feinde, Ausländer, die kein Wort Deutsch verstehen, ist auch nicht nötig, wo ein solches Volk jubelt und betet ...
Mit Fernrohren haben die Emigranten Tag und Nacht nach den Rissen am Hitlerturrn ausgefpäht, die sich nun doch einmal zeigen müssen. Heute sind sie ganz klein geworden, gebrochene Linien zeigen sich oa und dort, gewiß, aber nun schlagen sie über* einander, es werden lauter Hakenkreuze draus, es steigt eine einzige, mächtige Fahne aus der glühen* den Morgenröte, es kreist das unvergängliche Son* nenrad — Deutschland, Deutschland über alles!
Was der Kaiser bei Kriegsbeginn vergebens er* hoffte, ein einfacher Mann aus dem Volke hat es wahrgemacht: keine Parteien mehr, es gibt nut noch Deutsche.
Der Sieg hallt durch den Aether.
Das war ein Sieg!
Goebbels muh die Schlacht geleitet haben wie ein Feldherr. Und nun das Wunder des hallenden Aethers: Die Sirenen der deutschen Arbeitsstätten, man hört fie heulen in Rom und Moskau, es dröhnen die Glocken der deutschen Dome über den eiserstarrten Gipfeln der Alpen und über der morgenroten Mandelblüte Siziliens, die ehernen Zungen, sie sprechen und zeugen für Deutschlands Größe, wo in Bukarest der Piccolo verstohlen am Kasten dreht, so daß plötzlich der blöde Jazz abbricht und wie eine Brandungswelle das wogende Geläute in die Tanzdiele heremftürmt; die Masten der Schiffe, manche deuten auf das Kreuz des Südens, fangen auf einmal an xu summen, zu fingen, zu beten: der jubelnde Aufschrei eines Volkes von sechzig, von siebenundsechzig Millionen, die hundert werden im gleichen Augenblick: denn jetzt fallen die Stimmen der Ausländsdeutschen ein, am Tiber, an der Wolga, am Rio be la Plata: Herr, mach uns frei!
Hallen die Anden? Macht sich der Samum auf, brechen die Blitze am Atlas? Volkes Stimme ist Gottes Stimme, dieser Urgewalt eines inbrünstigen Bekenntnisses vermag sich kein Sterblicher zu entziehen. Da ist er, der unheimliche, vielen unverständliche Mythos! Das ist die unerschöpflich wirkende deutsche Erde, an die wir uns nur gläubig werfen müssen, wenn wir im Unglück sind, um neue Kraft zu gewinnen.
Eine Schlacht gegen die Feinde im Innern des Landes? Ach nein, die ist längst geschlagen. Ein Sieg über das deutsche Volk? Warum nicht gar, verehrter fremder Freund: Hitler hat die Schlacht denen unter euch angeboten, die noch nicht
Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Köln, der Stätte des letzten großen Appells an das deutsche Volk, gab der Führer im Abstim - mungslokal des Potsdamer Bahnhofs, das im Wartesaal 3. Klasse eingerichtet worden war, seine Stimme ab. Mit ihm wühlten im gleichen Wahllokal Reichsminister Dr. Frank, Reichspressechef Dr. Dietrich und Brigadeführer Schaub. — Als der Führer und seine Begleitung im Wahllokal erschienen, wurden sie vom Wahlvorsteher und den Beisitzern mit erhobener Rechten begrüßt. Der Führer und seine Begleitung überreichten bann ihre Stimmscheine und vollzogen ihre Wahlpflicht. Nach der Wahlhandlung verabschiedet sich der Führer von den Wahlbeamten mit einem Händedruck und verließ dann unter den Heilrufen der Reisenden, die zufällig Zeugen dieses Augenblicks waren, den Potsdamer Bahnhof.
Wo die Minister wahlien.
Zu beiden Seiten des liebevoll ausgeschmückten Ausgangs des Restaurants „Fürst Bismarck" in der Jägerstraße, dem zuständigen Wahllokal für die Minister, staute sich schon gegen 8 Uhr eine große Menschenmenge. Als einer der ersten erschien kurz nach 9 Uhr Reichsminister des Aeußeren, Freiherr v. Neurath,
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