Ausgabe 
29.9.1936
 
Einzelbild herunterladen

nisteriums

Gemeinschastsempfang in allen Betrieben. Einleitungsansprache Or. Leys.

*

mit der um

DZD. Netzt dienassessoren Amtsblatt

bensbedingungen zur Zeit des zaristischen Ruß­lands anzugleichen und verwies dann auf die 21b»

lieber das Ausmaß des Nahrungsmittelverderbs machen wir uns meist keine Vorstellungen. Der Verderb und vermeidbare Schwund au f dem Wege ^um Verbraucher hat im einzelnen etwa folgenden Wert: bei Kartoffeln 185 Mill. RM., Gemüse 79 Mill. RM., Obst 136 Mill. RM., Getreide 135 Mill. RM., Fleisch 110 Mill. RM., MUch und Milcherzeugnissen 57 Mill. RM., Eiern 24 Mill. RM., sonstigem 25 Mill. RM. Das ergibt eine Gesamtsumme von 751 Mill. RM.

Dazu kommt der Verderb und vermeidbare Schwund beim Verbraucher, also in priva­ten, gewerblichen und öffentlichen Küchen und den dazu gehörigen Vorratsräumen mit etwa 750 Mill. RM. Rund 3 v. H. des Verbrauchswerts der Nah­rungsmittel gehen in den Händen der Verbraucher durch Verderb oder vermeidbaren Schwund ver­loren. Bei den privaten Küchen wird sogar mit ei­nem Verderb und vermeidbaren Schwund von 5 bis 8 v. H., bei den gewerblichen Küchen von 0,5 bis 1 v. H. gerechnet. Insgesamt gehen in Deutsch­land jährlich etwa f ü r IV- Milliarden Reichsmark Nahrungsgüter verloren. Man kann nicht hoffen, daß diese Verluste von 1,5 Milliarden RM. vollständig beseitigt werden, aber wenn es nur gelingt, den derzeitigen Verderb um 20 bis 30 v. H. zu vermindern, so wird da­mit unsere Einfuhr um mehrere Hun­dert Mill. RM. entlastet. Wir können mehr Güter einführen, hie sich in Deutschland nicht her- stellen lassen. So ist der Kampf gegen den Verderb auch ein Beitrag zu dem vom Führer in Nürnberg bekanntgegebenen neuen Vierjahresplan. Es gilt in Zukunft nicht nur die Erzeugung zu steigern, sondern auch das Erzeugte spar­sam zu verwenden.

Ganz Deutschland hörte die Proklamation des Führers

Oer Staat gewährleistet den Rechtsschutz des geistigen Schaffens.

Eröffnung des XI. Internationalen Autorenkongreffes in Berlin. Gemein­same Ziele deutscher und italienischer Kulturarbeit.

öffentlich aufgeführt werden darf, wenn der Veran­stalter die Aufführungsrechte erworben hat.

Die nationalsozialistische Staatsführung nimmt darüber hinaus eine grundlegende Neuge - staltung des gesamten Urheberrechtes vor. Der nationalsozialistische Staat hat mit dem Reichskulturkammergesetz dem künstleri­schen Schaffen eine völlig neue weltanschauliche, politische, rechtliche und organisatorische Grundlage gegeben. Es wurde ein Kulturstand geschaffen, dem eine staatspolitische Aufgabe gegeben wurde.

heule lebt in Deutschland der Künstler wieder im Volk und mit dem Volk. Die Kunst ist in die Willensführung des Volkes und Staates eingeschlossen. Der Künstler hat feine hohe Mission als eine skaatpolitische Aufgabe zu erfüllen. Die ganze Kraft und der ganze Wille der autoritären Slaatsführung wird für die Kunst und für den Künstler eingesetzt. Der Staat führt die Künstler, aber er liebt sie auch! Die Regierung kommt zu den Künstlern und die Künstler kommen zur Regierung. Das verschafft dem Künstler eine echte Popularität, eine wahre Volksverbundenheit.

Daß der geistig schaffende Mensch nicht um die »rächte seiner Arbeit gebracht wird, ist der hohe -sinn und Zweck auch Ihrer Organisation.

Daß hie Ergebnisse der Arbeiten Ihres Kon­gresses in dem von mir dargelegten Sinne wirk- >am werde mögen, ist die zuversichtliche Erwartung und der aufrichtige Wunsch der Reichsregierung. DeritalienischeMinistersürpreffe und Propaganda, Exzellenz Dino Alsieri, sagte in seiner Ansprache u. a. folgendes' Unsere Charatter^durck, besonders bedeutungsvollen ^yararter durch die Teilnahme hoher Verlönlicki- kelten der Welt und durch die Gegenwart der Ver- treter der deutschen Reichsregierung. Mein Gruß gilt -n Herz icher Dankbarkeit für die uns bereitete freundliche Aufnahme zunächst der Reichsregieruna I besonders Herrn Staatssekretär Funk. Wir Auto-«

Volkes, die Vorzüge des Flachbaues gegenüber der Mietkaserne, das Eigenheim gegenüber der Mietwohnung. Dabei wies der Redner jedoch dar­auf hin, daß immer ein großer Teil der Wohnun­gen Mietwohnungen bleiben werde, auf absehbare Zeit sicher noch der größere Teil. Aus diesem Grunde sei die Gestaltung des Mietverhältnisses von größter Bedeutung für die Entwicklung der Volksgemein­schaft. Jeder Mieter und Vermieter trage in der rechten Ausgestaltung ihrer gegenseitigen Bezie­hungen eine große Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft.

Relchsnumster Dr. Goebbels wieder in Berlin.

Budapest, 28. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels nahm auf dem Rückflug von Athen in Saloniki eine Zwischenlandung vor, um die dortige deutsche Kolonie zu begrüßen, die ihm einen freudigen Empfang bereitete. Mittags trafen Reichs­minister Goebbels und Frau zu einer mehrstündigen Zwischenlandung in Budapest ein. Zur Begrü­ßung hatten sich der ungarische Kultusminister H o - man, der deutsche Gesandte von Mackensen und der Ortsgruppenleiter der NSDAP., G r a e b , eingefunden. In der Gesandtschaft fand ein Früh- tück statt, an dem auch der stellvertretende Mini- terpräsident Daranyi teilnahm. Anschließend be- ichtigte der Reichsminister die Schönheiten der un­garischen Hauptstadt und begab sich sodann in die reichsdeutsche Schule. Die Ortsgruppe der NSDAP.

Die Erhaltung der Lebensrnittel wird auch dem Einzelnen Nutzen bringen. Unsere Wirtschaftspolitik Zwingt die Lebensmittelverteiler, sich mit einer be­scheidenen Handelsspanne zu begnügen. Diese mäßige Handelsspanne wird für das einzelne Le­bensmittelgeschäft um so eher tragbar sein, je mehr Aufmerksamkeit man den Waren widmet. Ebenso wird es jede Hausfrau an ihrem Wirtschaftsgeld merken, wenn sie mit größter Sorgfalt alle Reste verwertet und den Verderb verhindert. Entscheidend ober ist niemals der Eigennutz des Einzelnen, son­dern die Bedeutung dieses Kampfes für das Volk und seine Wirtschaft.

Die Aktion darf nicht nur wirtschaftlich betrachtet werden, man muß auch an ihre ethische Seite den­ken. Die Verstädterung hat vielfach die natürlichen Bindungen zwischen Blut und Boden zerrissen. Die Achtung und Ehrfurcht vor dem täglichen Brot ist unserem Volk vielfach ver­loren gegangen. Wenn man an diese Zusammen­hänge denkt, dann wird auch verständlich, warum die Werbung für den Kampf gegen den Verderb gerade kurze Zeit vor dem Erntedanktag des deutschen Volkes eröffnet wird. Wer sich klar ist, daß Kampf dem Verderb auch bedeutet, in unserem Volk wieder die Achtung vor dem täglichen Brot zu wecken und zu verstärken, der versteht auch den tiefen Sinn der Parole:Der Erntedank des deut­schen Volkes heißt Kampf dem Verderb!"

0er Reichsarbeitsdienst.

Erlaß des Führers über Dienstzeit und Stärke.

Berlin, 29. Sept. (DNB.) Im Reichsgesetz­blatt vom 28. September 1936 wird ein Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Dauer der Dienstzeit des Reichsarbeitsdien- stes unddie Stärke des Reichsarbeits- d i e n ft e s und des Arbeitsdienstes für d i e weibliche Jugend vom 26. September ver­öffentlicht. Danach beträgt in Ergänzung des Reichs­arbeitsdienstgesetzes vom 26. Juni 1935 die Dienst- 3eit im Reichsarbeitsdienst für alle arbeitsdienst- fähigen Wehrpflichtigen ein halbes Jahr. Die Stärke des Reichsarbeitsdienstes ist innerhalb der Zeit vom Oktober 1936 bis Anfang Oktober 1937 auf 230000 Mann (einschließlich Stammperso­nal), in der Zeit bis Anfang Oktober 1938 a u f 2 7 5 0 0 0 Mann (einschließlich Stammpersonal), m der Zeit bis Anfang Oktober 1939 auf 300000 Mann (einschließlich Stammpersonal) zu erhöhen. Der vorläufig auf freiwilligen Eintritt be­ruhende Arbeitsdienst für Die weibliche Äugend soll planmäßig zur Vorbereitung der Arbeitsdienstpflicht weiter entwickelt werden. Die Stärke des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend ist in der Zeit vom April 1937 bis März 1938 auf 25000 Arbeitsmaiden (einschließ­lich Stammpersonal) zu erhöhen.

Volk und Wohnung." Reichstagung des Bundes Deutscher Mieter­vereine.

Dresden 28. Sept. (DNB.) Die gesetzlich an- erkannte Spitzenoertretung der deutschen Mieter­schaft, der Bund deutscher Mietervereine e. D., ver­anstaltete in Dresden eine Reichstagung. Bundesttih- rer Herrmann bezeichnete es als besondere Auf- gäbe, dort helfend und fördernd einzugreifen, wo es im Interesse der Erhaltung und Förderung der Hausgemeinschaft und der Behebung von Notstän­den im Wohnungswesen notwendig ist. Der Bund hatte durch praktische Arbeit gezeigt, daß das Ver­hältnis zwischen Vermieter und Mieter kein gegen­sätzliches sei, wenn jeder Teil seine Pflichten erfülle und sein Interesse dem Allgemeininteresse unter­ordne. Ministerialrat Dr. Ebel (Berlin), Ab­teilungsdirigent im Reichsarbeitsministerium, sprach über den neuen Mieterschutz. Die große Masse gerade der minderbemittelten Schichten der Mieterschaft sei durch die neuen Maßnahmen der Reichsregierung gegen ungerechtfertigte Miet­steigerungen und Kündigungen geschützt. Das Ausmaß dieses Schutzes sei vielfach bei den Mie­tern nicht genügend bekannt. Es fei Aufgabe der Mieterorganisationen, hier aufklärend zu wirken.

Ministerialrat Dr. Knoll (Berlin), Hauptabtei­lungsleiter im Reichsarbeitsministerium, legte die Maßnahmen der Reichsregierung zur Schaffung neuen W o hnraumes dar, die Errichtung von Kleinsiedlungen, bei denen der städtische Ar­beiter durch eine hinreichend große Landzulage die Möglichkeit hat, durch Gartenbau und Kleinvieh­zucht einen wesentlichen Teil des Ernährungsbedarfs seiner Familie selbst zu schaffen; den Bau von Volkswohnungen für solche Familien, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen keine Kleinsiedlung erhalten können; die Schaffung von Wohnungen für ländliche Handwer- k e r und namentlich von Heuerlingsstellen für Landarbeiter, wodurch zugleich der ge­fährlichen Landflucht vorgebeugt und den ländlichen Arbeitern die Möglichkeit eines Aufsteigens zur Selbständigkeit gegeben werden soll. Besonders be­tonte der Vortragende die Lebensnotwendigkeit der Kleinsiedlung für den Fortbestand des deutschen I

Berlin, 28. Sept. (DNB.) Das ganze schaf- ende Deutschland hörte am Montagnachmittag in Gemeinschastsempfängen die historische Pro kla- mation des Führers, Die Gauleiter Wag­ner (München) auf dem Reichs Parteitag Der Ehre am 9. September verlesen hatte. Beamte, Ange- tellte unD Arbeiter hatten sich mit Dem Betriebs- ührer an Der Spitze in Den Fabrikhallen und Werk­stätten, in Kontoren, Sitzungssälen und Arbeits­zimmern versammelt, die Gesamcheit der deutschen Werktätigen der Stirn und der Faust. In Der ReichshauptstaDt sind nach Schätzungen Der Deut- chen Arbeitsfront, Deren Funkwarte umfassenDe Vorbereitungen für diesen Gemeinschaftsempfang getroffen haben, gut 80 v. H. der Werktätigen, D. h. alle dienstlich Abkömmlichen, zu diesem großen Appell zusammengekommen.

Vor Übertragung der Proklamation selbst sprach der Reichsleiter Der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley. Anknüpfend an Die Fertigstellung Des tausendsten Kilometers Der Deutschen Reichsauto­bahnen stellte er in packenden unD mitreißenden Worten den Zuständen, Die bei Der Machtüber­nahme in Deutschland anzutreffen waren, die Er­rungenschaften gegenüber, die das Zroße Aufbau­werk Des Führers inzwischen mit sich gebracht haben. Und nun verkündet Der Führer bereits für Die nächsten vier Jahre einen Plan, Der noch g e - w a l t i g e r ist als Der erste. Was Dank marxisti- cher Hetze vor vier Jahren von vielen noch be­zweifelt wurde heute besteht kein Zweifel mehr darüber. Daß der Führer auch dieses neue Pro­gramm in Die Tat umsetzen wird. Nicht Lohn­erhöhung wird Den Arbeiter besser stellen, son­dern Produktionserhöhung. Schafft mehr Werte, mehr Nahrungsmittel, mehr Kleidung, mehr Wohnungen, mit einem Wort Dinge, Die Dem schaffenden Menschen ein besseres Leben garantieren.

Dr. Ley sprach bann von Den Verhältnissen in Sowjetrußland, wo es Dem Bolschewismus bis heute auch nicht annähernd gelungen sei, Den Lebensstandard des Arbeiters und Bauern den Le-

Berlin, 28. Sept. (DNB.) In Berlin wurde der 11. Internationale Kongreß der Autoren eröffnet, der unter der Schirmherrschaft des Reichsministers für Volksaufklärung und Pro­paganda Dr. Goebbels steht. Zahlreiche Dele­gierte aus 15 Ländern nehmen an dieser Tagung teil. Unter den zahlreichen Persönlichkeiten des kulturellen Schaffens Der ganzen Welt bemerkte man neben Dem Präsidenten Des Kongresses, Mini­ster Alfieri, Den Chef Der Rechtsabteilung Des italienif eben Außenministeriums Giannini, eine Veihe von Vertretern Der Deutschen Reichsregie- nmg, an ihrer Spitze Reichsjustizminister Dr. Gurtner und Staatssekretär Funk.

Staatssekretär Funk

führte in seiner Ansprache u. a. aus- ho^r^Äee9ierun9 entbietet Ihnen durch mich herzliche Willkommensgrüße und Die besten Wünsche iihnon insbesondere übermittle ich

bes Schirmherrn Des Kongresses, des Reichsrnmisters Dr. Goebbels, der am FreitagabenD zu Ihnen sprechen wirD.

Die Reichsreglerung nimmt an den Verhand­lungen dieses Kongresses lebhaften Anteil, zu­mal fein Gegenstand, der Rechtsschutz des g e i st i g e n S ch a f f e n s, in der Gesetzgebung des nationalsozialistischen Staates eine hervor- ragende Stellung einnimmt. Bereits im ersten 3abr der nationalsozialistischen Staatsführung wurde von uns das Gesetz über Vermittlung von Rlusikaufführungsrechten erlassen, durch das einem höchst verworrenen, die Kompo­nisten schwer schädigenden Zustand ein Ende bereitet wurde.

Das Gesetz führte für Die gewerbsmäßige Ver­mittlung von Aufführungsrechten an Werken Der Tonkunst einen G en e h mi gun g s z w a n g ein; die Genehmigung wirD vom PropaganDaministe- rium ausgesprochen. Die beiDen deutschen Gesell­schaften Gema und GDT. waren nunmehr gezwun­gen, sich zu einigen. Sie schlossen sich in der Stagma" zusammen. Durch Das Gesetz wirD Dafür gesorgt, Daß geschützte Musik nur noch Dann

eine solche Menge von Kräften zu vereini­gen. Dir sind entschlossen, von Diesen Kräften Ge­brauch zu machen. So enthielt Denn Das Manifest,

2Ius allen diesen Gründen hat der Erste Deutsche Reifebürotab in Frankfurt nicht nur eine begrenzte sachliche Bedeutung, son­dern auf ihm wurden Die Interessen Des ganzen reiselustigen Volkes vertreten. Der nationalsozia- listische Staat hat Diesen Unternehmungen, Die eine sa überaus wichtige Vermittlungsfunktton zwischen ,dem Reisepublikum einerseits unD Dem Gaststätten- unD Verkehrsgewerbe andrerseits erfüllen, gleich nach Der Machtergreifung sein besonDeres Augen­merk geschenkt. Er hat ihre iDeelle und wirtschaft­liche BeDeutung gleichermaßen erkannt und auch für Die großen nationalpolitischen Ziele eingesetzt. Nach. Dem früher Die Einzelreise ganz im Vorder- grunD Des Verkehrs stanD, fetzte sich Die Gesell- schaftsreise nach Dem Weltkriege zuerst in Den angelsächsischen Ländern und Dann auch in Deutschland immer mehr Durch. So schossen in- folgedessen Die Reisebüros in Den letzten Jahren wie Pilze aus der Erde, und es konnte nicht aus- bleiben, daß auch Unternehmungen dabei waren, Die mehr Wert aufs VerDienen als auf Den Kunden­dienst legten. Von diesen Elementen wurde Die Be- rufsgruppe Der Reisebüros radikal gesäubert, so Daß heute jeder Reiselustige die Gewähr hat, feinem Geldbeutel entsprechend bedient und nicht übervor­teilt $u werden. Mit gutem Gewissen können wir uns jetzt den Zaubermitteln Der Reiseführer und Reiseverführer hingeben und uns ihrer hilfreichen Dienste versichern. E.V.

Wertung des französischen Franken. Wie im No- vemberstaat bei uns, so habe es auch in Frank- Der gegenwärtig in Berlin tagende Statoren- reich zunächst so ausgesehen, als ob durch eine kongreß ist in mehrfacher Hinsicht von meittragen- Flut von neuen Gesetzen über Lohnerhöhung, Ur- der Bedeutung. Das lebhafte Interesse, das die laubsregelung, Arbeitszeitverkürzung usw. ein Pa- Reichsregierung, insbesondere Der Reichsminister raDies anbrechen wollte. Aber genau wie bei uns für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. G o e b - sei nun Durch Das jüdische Taschenspie - bels, an Den Verhandlungen nimmt, kennzeichnet lerkunststück Der Inflation geraDe die hinreichend, wie sehr Das heutige Deutschland an breite Massedes Volkesaufsfchwerste allen Fragen Des geistigen und künstlerischen Schaf- i n Mitleidenschaft gezogen worden. Der fens Anteil nimmt, und wie sehr es vor allem auch Jude bleibe sich überall gleich, und hier wie dort oen Schutz Des geistigen Schassens und Dem Rechts- fei er Der Feind des ehrlichen und wahrhaften anspruch des Künstlers unD Des geistigen Arbeiters Sozialismus. überhaupt feine, tätige Aufmerksamkeit zuwenDet.

Nachdem Dr. Ley dann das Wesen einer echten Daß der italienische Propagandaminister als Vor- Reoolution dahin gekennzeichnet hatte, daß sie, fitzender Den Kongreß leitet, Darf als ein Zeichen statt Die äußere Form zu verändern, die M e n - Pf5 ausgesprochenen, auf ein gemeinsames Ziel ge- schen selb st erneuere, fuhr er u. a. fort: sichteten Kulturwillens in beiden Nationen und Die Kraft des Glaubens ist es gewesen, ihrer in der gesamten Kulturwelt vorbildlichen Die diesen neuen deutschen Menschen geschaffen hat. Entschlossenheit gewertet werden, mit allem Nach- 2ldolf Hitler siegte, weil er, als alles zu- druck dem geistigen und künstlerischen Schassen jeden sammenbrach, als einzigster an D e u t s ch l a n dj "ur denkbaren Rechtsschutz an die Seite zu stellen, und an das deutsche Volk glaubte. Sein So Darf man in Dem Berliner Kongreß eine er- Glaube hatBerge versetzt, Hot ein ganzes steuliche Dokumentierung iDeetter unD praktischer Volk verwandelt. Deutschland wird unbesiegbar fein, Gemeinschaftsarbeit auf kulturellem Gebiet er- solange dieser Quell Des Glaubens in unserem blicken; Die bereits angefünDigte Rebe von Reichs- Volke vorhanden sein wird. Aus diesem Glauben Minister Dr. Goebbels verdient im Hinblick auf kommt unsere Gemeinschaft, unsere Kraft und unsere fein.e internationale Zusammensetzung die erhöhte Freude. Es ist eine Gemeinschaft, Die nicht auf Den Aufmerksamkeit aller am geistigen Leben in Deutsch- Profit sieht, eine Kraft, Die Die Sorgen des Mit- i?ud und einer friedlichen Zusammenarbeit Der Menschen teilt, und eine edle und wahre Freude, Kulturnationen innerlich Beteiligten.

die immer Da ist, wo Idealen nachgestrebt wird. Der Führer war ein Arbeiter wie Du, hat selbst

abJ\ bat- fiCx bÄeflt ®ie k»n°r anderen Nation liegt das W ° n d ° r n Durch feinen Glauben. So glauben wir, Daß Der unD Reifen Dem Deutschen im Wut s,

g«, d^Achtunkunddie Lebens'mägUchlesf'in der

Das sie auch veranlaßt, zur Erweiterung ihres Ge- sichtskreises fremDe Länder und Städte aufzusuchen. Es ist auf diese Fernfehnsucht, Die vor allem ein Erbteil aller germanischen Völker ist unD Die sich unter den neuzeitlichen Lebensformen gleichzeitig mit Dem praktischen Ziel Der Urlaubserholung ver- binbet, mit zurückzuführen, daß die Mittler Des modernen Reiseverkehrs, Die Reisebüros, eine fast magische Anziehungskraft auf Die Menschen unserer Zeit auszuüben scheinen. Die oielverspre- chenDen, buntfarbigen Plakate an Den Anschlag- foulen unD in den Schaufenstern locken unmiDer- stehlich, mit den berufenen Agenten Des Reifeglücks 'm nähere Beziehungen zu treten, und nur allzu gerne läßt man sich von Der erregenden Atmosphäre ber Reisebüros gefangennehmen, Die eine seltsame Mischung von nüchternster Zweckmäßigkeit und träumerischer Romantik sind. Man verlangt von dem Mann hinter Dem Schalter ganz sachlich eine Fahrkarte nach Tuntenhausen oder eine Auskunft über Die schnellste Reisemöglickkeit nach Istanbul und bebt Doch innerlich vor gespannter Erwartung auf Das große Erlebnis. Dies Doppelgesicht, welches Das Reisebüro Dem Publikum zukehrt, ist nicht zu­fällig entstanden, sondern es entspricht auch Der doppelten Aufgabe, Die Dieses Gewerbe zu erfüllen hat. Die Reisebüros sollen nicht nur Fahrkarten verkaufen, fonDern sie sollen auch PropaganDisten ihrer Idee, sie sollen FörDerer unD Lenker Des Reise­verkehrs sein.

ist es gelungen, Die Not ber Stu- gelang, einigermaßen zu beheben. Im gen. W Des Reichserziehungsmi-l , v __ ..... . . . ______

. , lesen wir. Daß im Schuljahr 1935/36 das nach Dem Beschluß Des Kongresses von

an Den preußischen höheren Schulen einschließlich Sevilla Den Regierungen Die Forderungen

der NS-Anstalten 459 statt 200 Studienassessoren der Autoren unterbreiten sollte. Das,

unD -innen angestellt werden konnten. Die Anwär- woraus Die Autoren in unserer Zeit sozialen Um-

terlifte ist im letzten Jahr nur um 50 Mann ge- druchs nicht verzichten können:

wachsen gegenüber 567 im Vorjahr und 731 im 1. Das Zusammenfällen ber geistigen Urheber-

Jahre 1933/34. Nur 200 ober 5 Prozent aller schäft mit Der physischen Person Des Schöpfers;

Assessoren waren unbeschäftigt Es 2. das Rechl des Aulars auf fein

-» ms: -ü1 y.?> <-

unterzubringen. Heute beträgt Das Durchschnitts- $caf Gbwmmmlell.« Diese GrunDsahe sind

alter Der Stellenanwärter 33 Jahre, leiDer immer nun unfcrc »»Verfassung. Dir finD bereit, zu

noch viel zu hoch, wenn man sich überlegt, Daß ihrer VerteiDigung unsere ganze Energie in Die

Diese AkaDerniker Doch auch einmal heiraten sollen. Waagschale zu werfen.

Schlimmer noch als bei Den Assessoren liegen Die Zahlreiche wichtige Fragen roerDen auf Dieser Anstellungsverhältnisse bei Den Asse sso rinn en, Tagung besprochen werben; ich möchte befonDers Die mit 1741 erheblich mehr sind als Die 1610 fest Die wichtige Frage her Autorenrechte in Der angestellten Studienrätinnen. Wie Die Assessorinnen Filmproduktion hervorheben. Die sittliche unterzubringen finD, kann angesichts Des geplanten unD wirtschaftliche GrunDlage Des Autorenrechts Umbaus Der höheren MäDchenschulbildung noch läßt keine Ausnahmen zu, unD in Dieser Hinsicht nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. | haben wir volles Vertrauen zu Der Klugheit unD

her Rechtlichkeit bes beutschen Gesetzgebers.

Wenn wir, so schloß Minister Alfieri, klar unb zielbewußt an ber geistigen Entwickelung ar­beiten, bie jebe Nation burchmacht, wenn wir immer vernünftiger bie Regelung ber wirtschaftlichen Grunblagen ber Geistesbeziehungen ber Staaten förbern, bie oft bie Grenzen bes streng Gesetzmäßi­gen überschreiten, so werben wir am Horizont ben festen Willen gewahr, überall bie Ehre und ben Frieben ber Völker gegen blinbe Zer­störungssucht zu schützen."

An bie Eröffnungssitzung schloß sich sogleich bie erste Arbeitstagung.

unb Die deutsche Kolonie begrüßten Dr. Goebbels f ren werden nie vergessen, was Sie Herrn Dr. stürmischer Freude. Kurz nach 16 Uhr erfolgte Goebbels verdanken, Der uns klug, entschlossen Rückflug nach Berlin, wo her Minister unb kraftvoll b-eiftanb, wie wir es alle an ihm 19.30 Uhr eintraf. kennen.

, .. , - - Vor zehn Jahren umfaßte der Verband nur die

UCuCrOltCrtC otuoicttoffcnorcn dramatischen Autoren. Aber unsere Familie wuchs,

imdffit? bis sie schließlich alle Autoren in vier Verbänden

uniergevraaji. erfaßte. Wir können stolz darauf fein, daß es