S.jf.-tfportf
Die
Wirtschaft
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL
Berlin
$ronflurt a.
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Banknoten.
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io;
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Schluß- kurs
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VfB -Reichsbahn Gießen.
Kirchhain auf dem Watdfportplah.
SchlM AbeLid- bösle
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Auch der zweite Trainingstag zum „Großen Bergpreis" im Freiburger Schauinsland brachte neue Rekordfahrten. Großes Bedauern rief die Nachricht hervor, daß der Rekordhalter und Berg- meister 5)ans Stuck am Sonntag seinen Auto-Union wegen der wieder aufgebrochenen chandverletzung nicht steuern kann. Der Wagen wird Ernst von Delius anvertraut, der sich schnell damit zurechtfand und als beste Fahrzeit 7:56,8, d. h. über 90 km/st. Der weitaus Schnellste war jedoch wieder Bernd Rosemeyer, der seinen Auto-Union mit unnachahmlicher Bravour steuerte und mit 7:46,4 gleich 92,6 km/st seine Dortags-Bestleistungen übertraf. Brivio hatte mit seinem Alfa Romeo noch einige Schwierigkeiten und kam erst an die 86- krn/st-Grenze heran. In der Mittelklasse übertraf der Engländer Tonge mit ERA. als Einziger die 80 Kilometer In der Klaffe der kleinen Rennwagen blieb Kohlrausch mit MM. unanfechtbar.
Mit einem als Sportwagen aufgemachten Alfa- Romeo-Monoposto überbot Farina mit 86,67 km/st den seit dem Jahre 1931 von Caracciola mit 81,29 km/st gehaltenen Klaffen-Rekord.
Wieder Auto-klnion gegen Alfa-Nomeo
12 Rennwagen im ..Großen Preis von Italien".
Der letzte „Große Preis" in Europa, der in diesem Jahre zur Entscheidung gelangt, ist der von Italien, der am 13. September auf der Bahn von Monza ausgefahren wird. Nach dem großen Erfolg von Pescara wird es auch hier wieder zu einem großen Zweikampf zwischen der Auto-Union und Atta-Romeo, da bisher von Mercedes noch keine Meldungen vorliegen, kommen.
Die Auto-Union hat vier Wagen genannt, für die als Fahrer Barzi, Stuck, Rosemeyer und wahrscheinlich Ernst von Delius in Frage kommen. Das Mailänder Werk tritt mit der gleichen Anzahl in den Wettbewerb, dazu kommen zwei
Kohlgemüsen. Nachfrage vollkommen ungenügend. Preise für Bohnen und Tomaten weiter gefallen. Starke Ueberstände. U. a. notierten: Blumenkohl I 20 bis 30, II 15 bis 18, III 5 bis 12, Buschbohnen 4 bis 6, Stangenbohnen 7 bis 10, Wachs-(Busch-) Bohnen 6 bis 8 Stangen- (Wachs-) Bohnen 8 bis 10, Eskarol 3 bis 5, Salatgurken 6 bis 10, Einmachgurken Essig 0,35 bis 0,70, Salz 0,80 bis 1,10, Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3,10 bis 3,30, Kohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat 3 bis 10, Lauch 3 bis 5, Pfifferlinge 20 bis 23, Rettich 3 bis 10, Römischkohl 4 bis 5, Rotkraut VA bis 4, Sellerie 8 bis 25, Spinat 8 bis 10, Tomaten la 7 bis 8, I 4 bis 6, II 2 bis 3, Weißkraut 2% bis 3, Wirsing 3 bis 4, Zwiebeln (Gärtner) 5,00, Pfälzer und Sachsen 4,80 bis 5,00.
Ob ft und Südfrüchte: Aepfel und Birnen sowie Zwetschen gut angeboten, Mirabellen merk- lich abnehmend. Nachfrage nach gutem Obst gut, im übrigen schleppend. Preise für Pfirsiche und Zwetschen nachgebend. U. a. notierten: Aepfel: Alexander 12 bis 16, I 12 bis 20, Lebe! 12 bis 15, Goldparmänen (ital.) 26 bis 30, Falläpfel 4 bis 5, Kochäpfel 7 bis 10, Birnen I 20 bis 25, II 12 bis 18, Kochbirnen 7 bis 10, Klapps I 18 bis 22, II 14 bis 16, William I 20 bis 25, II 15 bis 18, Brombeeren 20 bis 22, Mirabellen I 28 bis 32, II 22 bis 25, Pfirsiche 20 bis 35, ital. 30 bis 40, Preißel- beeren 22 bis 30, Reineklauden 12 bis 18, Trauben ital. 25 bis 28, 16 bis 20 jugosl., Zwetschen 12 bis 15, Bananen 12^-kg-Kiste netto Kam. 4,50 bis 5,00, Westind. 6,50 bis 7,00, Bras. u. Kanar. 5,00 bis 5,50.
4% Oefterretd)t|(he Goldrente...
4,20% Oesterretchijche SUberrente 4% Unoartfdje Woldrente .......
4% Unflnrifdie Staattirente v. 1910 *Vi% bedfil. von 1913.........
6% cbgefl. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleiht Serie 1....................
,25 ',75 !,25
113
100
mit einem Spitzenereignis allerersten Ranges zu Wort, mit dem Spiel „Schalke — Nürnberg", der mit großer Spannung erwarteten Begegnung zwi- chen den deutschen Meistern der letzten beiden Spieliahre, die sich zulekt in der Vorendrunde zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft gegenüberstan- den, wo der „Club" die mit großen Hoffnungen gestarteten und von Tausenden als Favorit erklärten „Knappen" aus dem weiteren Wettbewerb aus- chattete und sich dann im Endspiel gegen Düsseldorf die „Deutsche" holte. Dieses Spiel dürfte einer der Höhepunkte des sportlichen Programms werden.
Auch die Reiter kommen zu Wort. Bei einem solchen Zusammentreffen der besten Vertreter zahlreicher Sportarten dürfen natürlich auch unsere lOOprozentigen Olympiasieger, unsere Reiter, nicht fehlen. In einem Kanonen-Jagdspringen, an dem etwa 15 bis 20 der besten deutschen Reiter mit den erfolgreichsten Springpferden teilnehmen, wird den Massen die Bekanntschaft mit unserer hervorragenden Streitmacht der Reiter vermittelt.
Rosemeyer auf Nekord-Iagd.
..Großer Bergpreis" ohne Stuck.
Die Gießener 2. Mannschaft hat immer noch nicht ihre Spielstärke wiedergefunden. Sie tritt in neuer Besetzung auf den Plan. Ob diese sich gegen die Sportfreunde aus Wetzlar durchzuschen vermag, ist fraglich. Die entscheidende Rolle dieses Spieles liegt bei' dem Gießener Sturm, der in den seitherigen Spielen überhaupt keine Durchschlagskraft zeigte.
VfB. A. h. — Kurhessen Marburg 2L H.
Da das vorsonntägliche für Marburg vereinbarte Spiel nicht zustandekam, so fährt diesen Sonntag die Mannschaft zu dem Gastgeber. Die A.-H.-Mann- schaft von Marburg ist sehr spielstark.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
lufpo Raunheim — 1900 Liga.
Die Blau-Weißen haben für Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen den vorjährigen Meister des Bezirks, Turn- und Sportverein Naunheim, abgeschlossen. Nach einem Unentschieden im vergangenen Jahre war es 1900 noch nicht vergönnt, trotz stärk- ster Mannschaftsaufstellungen, in Naunheim zu einem Siege zu kommen. Auch diesmal wird es nicht dazu kommen, denn die Blau-Weißen müssen wiederum mit zahlreichem Ersatz antreten, während die Gastgeber wohl die stärkste Vertretung mit Docter, Hattert, Keusch usw. zur Stelle haben werden.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Morgen fährt die erste Mannschaft nach Friedberg, um das fällige Rückspiel zu erledigen. Wie im Vorspiel, so wird auch im Rückspiel die technische und taktische Ueberlegenheit der DfB.er aus Friedberg ausschlaggebend sein.
Die neuaufgestellte zweite Mannschaft beteiligt sich bei den Pokalspielen in Lich. Da sie als spielstark bezeichnet werden muß, kann man mit Ruhe dem Ausgang der Kämpfe entgegen sehen.
Schatte oegerr „Güib".
Das Spiel der Meister beim Reichsparteitag.
Das große Sportfest, das die NSG. „Kraft durch Freude^ anläßlich des Reichsparteitages am 12. September als Volksfest im Nürnberger Stadion- gelönde aufzieht, ist selbstverständlich nicht ohne j Fußballspiel zu denken. Der Fußball kommt sogar
109,6,5
C9
[3
8,185
0,4 IM
222,50 (225,50).
Renten blieben sehr ruhig, Altbesitz kamen mit unv. 113, Reichsbahn-VA. mit 123 (122,90) zur Notiz. Späte Schuldbuchforderungen, Zinsvergütungsscheine und zertif. Dollar-Bonds lagen behauptet, Kommunal-Umschuldung etwas leichter mit 88 (88,05). Industrie-Obligationen bröckelten etwa 0,25 v. H. ab. Goldpfandbriefe unverändert, auch Liquidationswerte und Stadtanleihen, Meininger Liquid, fester mit 101,35 (101). Rhein. Hyp. Bank KO 94,75 (95). Auslandsrenten lagen ruhig bei behaupteten Kursen.
Im Freiverkehr wurden bewertet: Adlerwerke 113, Pokorny 112, Ufa 61,50 (62), Growag 83, Kali Wintershall 121,50, Dyckerhoff Gement 135 (134,50).
Abendbörse knapp behauptet.
Auch die Abendbörse war nahezu geschäftslos. Die Kulisse übte weiterhin Zurückhaltung, die Kundschaft fehlte mit Aufträgen. Bei denkbar kleinsten Umsätzen blieben die Aktienkurse in den meisten Fällen nur knapp behauptet. Gegen den Berliner Schluß bröckelten die Kurse etwa 0,25 bis 0,75 v. H. ab, Metallgesellschaft um 1,25 v. H. auf 133. IG. Farben konnten sich mit 160,75 (160,65) ebenso wie Kunstseide AKU. mit 60,50 (60,25) gut behaupten. Der Rentenmarkt lag still. Don Stadtanleihen gingen 4,50 v. H. Darmstadt von 28 auf 94,50 (95) zurück.
U. a. notierten: 4,50 v. H. Darmstadt von 28 94,50, Reichsbahn-VA. 123, 4 v. H. Oesterr. Ein- heits-(Juli-)Rente 1,80, 4 v. H. Rumänen 5,40, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 230, Adca 84, Commerzbank 100, DD.-Bank 100, Dresdner Bank 100, Buderus 110,50, Mannesmann 106,50, Hoesch 107, Rheinstahl 135,50, Verein. Stahl 106,50, Otaoi Minen 31,75, AKU. 60,50, AEG. 37,50, BMW. 135,25, Bekula 152, Bemberg 83,50, Chem. Albert 117, Conti Gummi 175,25, Daimler 122,50, Deutsche Erdöl 124,50, Scheideanstalt 273, Deutsche Linoleum 168, Licht 8- Kraft 147,65, IG. Farben 160,75, Geffürel 135, Goldschmidt 115,50, Holzmann 124,50, Iunghans 98,25, Muag 118,50, Metallgesellschaft 133, Moenus 94, Rütgerswerke E 130,50, Schuckert 151, Westdeutsche Kaufhof 52,75, Südd. Zucker 209, AG. für Verkehr 115, Nordd. Lloyd 14,50.
Frankfurter Obst- und Gemüfemackt.
Frankfurt a. M., 28. August. Ueberrnäßiges Angebot von allen G e m ü f e arten, besonders aber von Blumenkohl, Bohnen, Gurken, Tomaten und
—
Ein Auto für 1450 RM.
Fwd. Die Adam Opel AG., Rüsselsheim, hat den Preis für den kleinen Typ ihrer Produktion, den „P 4", ab 1. September 1936 um 200 Mark oder 12 v. H. auf 1450 Mark gesenkt. Diese Preissenkung, mit der erstmalig die 1500-Mark- Grenze unterschritten wird, bedeutet abermals einen Schritt vorwärts auf dem Wege zur Motorisierung immer breiterer Volksschichten. Die Vorgeschichte des billigen Opel-P-4-Wagens beginnt mit dem „Laubfrosch", der mit feinem für die damalige Zeit (1924) sehr niedrigen Preis von 5250 Mark den ersten in großen Serien hergestellten Gebrauchswagen darstellte. Langsam sind dann die Preise gefallen. Bis 1929 war der Preis bereits auf zwei Drittel, auf 3500 Mark, bis 1934 auf ein Drittel, auf 1850 Mark, gesenkt worden. Im November 1935 fiel die Preiskurve abermal auf 1650 Mark, um nun ab 1. September 1936 den bisher unerreicht niedrigen Stand von 1450 Mark für die Normallimousine zu erreichen.
Nbein-Mainische Börse.
Mittagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 28. Aug. Auf kleine Rückkäufe der Kundschaft war die Börse am Akti e n- markt etwas erholt, doch war die Kursentwicklung noch uneinheitlich und vielfach von Zufallsausträgen abhängig. Die kürzlichen Betrachtungen des Instituts für Konjunkturforschung blieben auf die Unternehmungslust des berufsmäßigen Börsenhandels weiterhin nicht ohne Einfluß. Das Geschäft bewegte sich in denkbar engsten Grenzen und die Zahl der zur Erstnotierung gekommenen Papiere war sehr gering. Ueberwiegend erholt waren Montanwerte, Mannesmann 107,50 (106), Hoesch 107,25 (106) Verein. Stahlwerke 107 (106), Rheinstahl 135 (134), Klöckner 110,90 (110) und Buderus 110,50 (110). Die Farben-Aktie lag mit 160,40 (160) nur mäßig höher, ebenso Scheideanstalt mit 273 (272,50). Arn Elektromarkt wurden vorerst nur RWE. mit unv. 130,25 notiert. Daimler Motoren erholten sich um 1,65 auf 123,40 und Westdeutsche Kaufhof um 0,75 v. H. auf 53. Reichsbank und Jul. Berger lagen unverändert. Etwas schwacher notierten Deutscher Eisenhandel mit 130 (13!,25), Deut ch-Atlanten-Teleqraf mit 116 (117,75) auch Aku mit 60,50 (60,65) waren nur knapp gehalten. Die Geschäftsstille hielt auch später an und im allgemeinen wiesen die Kurse kaum Veränderungen auf, IG. Farben lagen etwas hoher mst 161 nacy
16?)er fRentenmarft lag ruhig bssi gut be- haupteten Kursen. Altbesitz etwas hoher mit ca. ^InFolgPber anhaltenden Geschäfslos^gkeit bröckelten die Kurse am Aktienmarkts überwiegend etwas ab, insbesondere am Montan^arkt ergaben
setzung des Dorsonntags.
VfB.-R. II — Sportfreunde Wetzlar II.
___Gäste gehören der Bezirksklasse der Gruppe Marburg an und spielen einen ganz auf Erfolg eingestellten Fußball. Bei dieser Spielweise kommt ihnen besonders die körperliche Verfassung der einzelnen Spieler zustatten. Aus diesem Grunde werden die Gießener gut daran tun, von Beginn an auf Sieg zu spielen, denn nur fo können sie sich vor einer Ueberraschung bewahren. Die bis jetzt nach der Sperre erzielten Resultate lassen erkennen, daß die Gießener ihre vor der Sperre zu Tage getretene Krisis langsam aber stetig überwinden. Die Mannschaft spielt mit geringen Umänderungen auf dem rechten Flügel in der Be-
Namen zu nennen — nicht anders ergangen wie fpäter dem Hildesheimer Leo von Klenze, oder dem Rheinländer Friedrich Gärtner: sie wurzelten im bayerischen Erdreich und wurden Münchner in der Münchner Luft. Den Zauberhauch spürt jeder, der sich mit Behagen vollschaut an den Münchner Künsten.
Brauche ich noch an den Abend solcher Tage zu erinnern? Es gibt in diesen Wochen eine Fülle festlicher Veranstaltungen in der Münchner Stadt: Richard-Wagner- und Mozart-Festspiele, Marionet- ten-Festspiele und Kunstausellungen, das Schach- Olympia und internationale Sportveranstaltungen. Landet man am Ende eines erlebnisreichen Tages zu später Stunde beim „bayerischen Dvnisl" und lernt die morgendliche Weißwurst richtig, ohne Messer, essen, dann findet der Gast aus Halle, Berlin, Mecklenburg oder England ganz von selber die Antwort auf die Frage „Warum nach München?"
Mit dem „(Släferncn" an Rhein und Mosel.
Der neue „gläserne" Aussichtstriebwagen, den die Reichsbahn seit kurzem für Rhein- und Moselfahr- ten eingestellt hat, erfreut sich bei den Besuchern des Rheins lebhaften Zuspruchs. In neun festliegenden Fahrten, die jeweils im Hauptbahnhof Koblenz beginnen und enden und unter Einschaltung der längeren Aufenthaltszeiten einen volle Tag beanspruchen, erschließt der „Glä- ferne" mit feinen Fahrten eins der schönsten deutschen Landschaftsgebiete. Die Rundfahrten führen in die Eifel, entlang der Mosel nach Trier, in den Westerwald und an die Lahn, an die Nahe (Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein) und in den Hunsrück, an den Mittelrhein und über Rüdesheim durch den sonnigen Rheingau zu den weltberühmten Taunusbädern Schmalbach und Wiesbaden.
hier, das ist das letzte Geheimnis der Stadt, kann er nach Herzenslust Mensch fein.
Der gemütvolle, nicht etwa nur „gemütliche" Geist umfließt gemächlich und sicher die Vorstellung vom Leben, und er gibt auch den Sehenswürdigkeiten, also dem Körperlichen der Stadt, ein besonderes Raumbild. Wenn einer vom Nachtzug, aus dem hohen Norden kommend, über den Stachus zum Karlstor schlendert und gleich von der Neuhauser- straße aus die tupfergrünen Hauben auf den Türmen der Frauenkirche auftauchen sieht, dann bekommt er das erste Gefühl für den heimeligen Aufbau der Münchner Stadt. Freilich, zur künstlerisch wissenden Begründung seiner ersten Ahnung muß er schon die paar Schritte hinübergehen zum Dom oder unter guter Führung einen langen Blick tun in die hohe Halle der Michaeliskirche. Auch das „Alte Rathaus", das sich vor einiger Zeit innen und außen frisch und zukunftsfroh erneuert hat, ist eines Besuches wert. Man lernt an ihm und in feinen tänzerischen Gestalten aus der Hand des Erasmus Grasser das alte bürgerliche München kennen, das, ins 20. Jahrhundert übersetzt, uns ein paar Häuserzeilen weiter am Viktualienmarkt handfest und unmißverständlich begegnet. Von hier oder vom Marienplatz aus sind immer nur Minuten zu gehen: zum Max-Josephs-Platz mit den Münch- ner Theatern oder zum Odeonsplatz mit feiner weihevollen Feldherrnhalle. Auch ein Stück neue Zeit, das Haus der Deutschen Kunst, ist auf einem kleinen Spaziergang zum Englischen Garten leicht zu finden.
Das Bild der Stadt rundet sich unversehens, sobald einen der freie Nachmittag ins Isartal, nach Nymphenburg oder zum Schleißheimer Schloß führt. Bayerische Landschaft und Bayerisches Barock gehören zusammen; denn bei allem Einfluß von außen, bei allen französischen und italienischen Namen, ist die Kunst in Bayern aus dem heimatlichen Boden herausgewachsen. Es ist den Savoyern, den Cuvilli^s, oder Moreti — um wahllos ein paar
sich Rückgänge von 0,25—0,75 v. H. IG. Farben 160,50 nach 161. Die erst später zur Notiz gekommenen Werte lagen überwiegend etwas fester, fo Muag mit 118,65 (117), Geffürel, Schuckert und Cement Heidelberg mit je plus 1 v. H. Hanfwerke Füssen nach Pause und Geldstreichung 87,75 (85,50). Etwas schwächer lagen Deutsche Linoleum mit 168,13 (169,50) und Rhein. Braunkohlen mit
/
Die hinter den
Frankfurter Vuttergroßniarkt.
F r a n k f u r t a. M., 28. Aug. Die Anlieferungen blieben infolge höherer Anforderungen für den Trinkmilchverbrauch hinter den Erwartungen zu« rück. Um die lebhafte Nachfrage des Konsums zufriedenzustellen, mußten zusätzliche Mengen aus den Kühlhausbeständen entnommen werden. Es notierten in Reichsmark per 50 Kilo frei Frankfurt a. SDt (Grohhandelsverkaufspreife an den Kleinhandel); Deutsche Markenbutter 148, Dt. j. Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 125. Holl. Butter 148. Fette: Schmalz wird ebenfalls seitens der Reichsstelle abgegeben, da durch die schwächere Beschickung von lebenden Schweinen zu den Viehmärkten eine leichte Verknappung eingetreten ist.
Frankfurter Eiergrohmarkt.
F r a n k f u r t a. M., 28. Aug. Die Zufuhren von Eiern haben in der abgelaufenen Woche keinen nennenswerten Rückgang erfahren. Bei stetiger Nachfrage kann der Bedarf befriedigt werden. Es stehen sowohl Inland- wie auch Auslandeier zur Verfügung. Außerdem setzt die Legetätigkeit der Jung- Hennen vereinzelt ein. Gefragt werden zwar in der Hauptsache frische Eier, doch werden auch Kühlhauseier, die ausreichend angeboten find, wegen ihres billigen Preises und ihrer verhältnismäßig guten Qualität gerne ausgenommen. Es notierten in Rpf. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsver- faufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier (Frischware) S 12% bis 13, A ll’/< bis 12, I B IO8/* bis 11, C 10 bis 10/«, D 9 bis 9'/,.
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Schluß!. Mittag- börsc
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
„.h.n hi. fifihP her ,uleht betoloffenen Dividend- an. - Reichsbankdiskon, 4 V.H, Lombardzinssutz 5 o. S).
Datum
5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5y.% Young-Anleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mü Auslos.-Rechten ............
<y,% Deutsche ReichSpostschahan Weisungen von 1934, I
*y2% ehern. 8% Hessischer Bolls ffraat 1929 trückzahlb. 102%) • •
*i/2% ehem.8% Hessische Landes Hanl Darmstadt Gold N. 12...
5y2% ehem. 4 -/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.
41/1% ehem. 8% Darmst. Komm LandeSb.Goldschuldverschr R.«
Oberhessen Provinz-Anlethe mti Auslos.'Rechten .......- - - - -
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4'/r% ehem.8% Franks. HyP.-Ban' Goldpse. 15 unkündbar bis 193j
sy,% ehem. 414% Franks. Hyp Bank-Ltqu.-Psandbriese......
6y,% ehem. 4 */,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse. • •
4%% ehem. 8% Pr. LandeSpfand> brlefanftalt, Pfandbriefe R 19
4y.% ehem. 7% Pr. Landespsand
vrtefanst., Gold Komm. Lbl. 20 Eteuergutich.BerrecknungSk. 84-88
a angeführten
11 UIC VI
Jranfturt a.M. |
Berlin
Franlfur
Schluß- kurs
a.M.
öchlußk. Abend- börse
3er
Schluß- lurs
in
Schloßt. Mittag« dörsc
Schluß- kurs
Schlußi. Abendbörse
Schluß- kurs
Schluß'. Mittag- böne
Datum
4% vesgi. Serie U ............
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4y»%Rumän.vereinh.Rentev.l9i3
4% Rumänische vercinh. Rente . 2y4% Anatolier .............
Hamburg-Amertka-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. o
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Prlvat-Bank ... 4
Deutsche Bank und Disconko-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
Reichabank ................ l'£
A.E.G...................... 0
Clektr. LieferungSgefellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilieaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ ß
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co............... 6
Steinen« K Halske............ k
Lahmeyer & Co......... •••• 7
Buderus ...................
Deutsche Erdöl ..............<
Harpener................. 2'/
Hoesch Eisen—Köln-Neuefsen ..
Ilse Bergbau ............... (
nlfe Bergbau Genüsse........ 1
Klöcknerwerke ............... 1
ManneSmann-Röhren........
27.8.
6,75
5,4 43,25
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100,25 183,5
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110,5
124,9
129,5
107,65
163
134,5 111
106,7K
Datum
ManSselder Bergbau....... 6%
Kokswerke .................. 6
Rheinische Braunkohlen .....1*2
Rheinstahl ........ ■ 4
Bereinigte Stahlwerke...... 8yi
Olavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%
I. G. Yarben.Jndustrte.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................6
Rütgerswerke ............... 6
Metallgesellschaft............. b
Philipp Holzmann........... 4
Zementwerk Heidelberg ...... <
Cementwerk Karlstadt.........6
Schultheis Pahenhoser .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 6
Zellstoff Waldhos ............ 6
Zellstoff Aschaffenburg .......<
Dessauer Ga» ...............7
Daimler Motoren............9
Deutsche Linoleum...........
Orenstein « Koppel ..........
Westdeutsche Kaufhof.........
Accumulatoren-Fabnk....... i
Conti-Gummi.............. 11
Mainkraftwerke Höchst a.9R....J Süddeutscher Zucker ........
27.8.
150,25
225,5
134
106
121
120
173
160
272,5
116
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143
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60,65
84,25
146
119,25
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169,5
52,25
389
—
176,5
I 34,13
95
>| 208
28-8
150
222,5
135,5
106,5
31,75
119
160,75
273
115,5
130,5
133
124,5
144
156
60,5
83,5
145
118,5
122,5
168
52,75
388
175,25
I 34
94,5
I 209
27.8
150
130,25
225
134,25
106,25
31,25
121
120,25
172
160,5
116
128,5 132,75
124,25
105,25
60
83,75
146
118
108,25
121,5
170
83,13
52,4
390
176
1 **
28-8
150
130,75
222
136,25
106,65
31,5
119
173
160,65
115,5
130,75
134,25
124,75
105,5
60,25
83
144
118
106,9
122,25
168
84,4
53
386
175
1 *
1 210,5
27.August
28.August
Amttiche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld | Briet
uueno» Ulm
0,695
0,699
0,695
0,699
Brüssel ....
42,02
42,10
41,99
42,10
Rio de Jan.
0,146
0,148
0,146
0,148
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,88
56,00
55,83
55,95
Danzig ....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,515
12,545
12,505
12,535
HeliingforS.
5,519
5,531
5,514
5,526
Paris .....
16,375
16,415
16,38
16,42
Holland ...
168,90
169,24
168,99
169,33
Italien ....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan......
0,732
0,734
0,732
0,734
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
OSlo..... :
62,90
63,02
62,85
62,97
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ...
11,37
11,39
11,36
11,38
Stockholm...
64,53
64,65
64,48
64,60
Schweiz ...
81,07
81,23
81,10
81,26
Spanien...
30,87
30,93
30,87
30,93
Prag......
10,27
10,29
10,27
10,29
Budapest ..
—
——
——
Reuyock ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Berlin, 28-August
tfrlef
Amerikanische Noten..............
2,44
2,46
Belgische Noten..................
41,84
42,00
Dänische Noten .................
55,63
55,85
Englische Noten .................
12,47
12,51
Französische Noten...............
16,33
16,39
Holländische Noten...............
168,57
169,25
Italienische Noten................
——
——
62,63
62,89
Deuttch Oesterreich, & 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
——1
Schwedische Noten...............
64,26
64,52
80,92
81,24
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ................
30^54
30j6fl


