Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Aus den preußischen Nachbargebieten

auch das Interesse der Allgemeinheit berührt, indem dadurch eine zweckmäßige Bewirtschaftung der Hausgrundstücke, eines wichtigen Teiles des Natio­nalvermögens, ermöglicht wird. Es kommt hinzu, daß nach dem Mietvertrag bei Beeinträchtigung des vertragsmäßigen Gebrauchs der Räume durch Mängel dem Mieter ein Anspruch auf Mietminde­rung gegen den Vermieter nur zusteht, wenn die­ser die Beeinträchtigung arglistig verschuldet hat, und daß nach ihm dem Vermieter ausdrücklich ge-

Danziger Hitlerjugend in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 28. Juli. Eine Gruppe von 2 5 0 Hitlerjungen aus Danzig rft in der verflossenen Nacht in Frankfurt a. M. einge­troffen. Sie verbrachten bereits acht Tage im Rhein-Main-Gebiet, die sie als Gäste unserer HF. im Zeltlager in Bad Schmalbach ver­lebten. Dort wurden sie auch von Gauleiter Sprenger herzlich begrüßt und hatten beste Ge­legenheit, die gute Kameradschaft her HI. unseres Gaues kennenzulernen. Ueberall, wo sie bisher hin­kamen, war die Aufnahme eine äußerst herzliche. Den heutigen Tag verbrachten die Jungen mit einer Besichtigung der Altstadt und des Weltflughafens, wo sie die Zeppelin-Landung erleben wollten, die aber heute nicht stattfand. Den stärksten Eindruck auf unsere jungen Gäste aus Danzig hat der Rhein gemacht; sie besuchten dort die Jugendherbergen auf Burg Stahleck und in Rüdesheim. Am Mittwochvormittag fährt die ge­samte im Rhein-Main-Gebiet weilende Gruppe von fast 1000 Hitlerjungen den Rhein hinab nach Düssel­dorf und von dort zur Schlageter-Gedächt- n i s st ä t t e. Die Führung in Frankfurt a. M. wurde von Frankfurter Hitlerjungen übernommen.

Heute abend wurden die 250 Danziger Hitler­jungen im Bürgersaal des Römers von der Stadt feierlich begrüßt. Stadtrat Bickendorf richtete herzliche Willkommensworte an die jungen Gäste aus der Ostmark und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sie auch die alte Kaiserstadt Frank­furt zum Ziel ihrer Reise auserkoren hätten. Er wünschte ihnen weiter vergnügte und lehrreiche Fahrt.

Bneftauben als Olymvia-Berkünder.

300 Tauben aus dem Rhein-TNain-Gebiel starten.

LPD. Frankfurt a. M., 28. Juli. Anläßlich der Eröffnung der Olympischen Spiele wird am

Noch ein Todesopfer.

Das Autounglück

am Eifenbahnübergang SelzenUndenheim.

LPD. M a i n z , 28. Juli. Der Unfall auf dem un­beschrankten Eisenbahnübergang bei Kilometer 12 der Strecke SelzenUndenheim, bei dem ein Personen­auto von der Lokomotive eines Personenzuges erfaßt

Schweres Unglück in einer Vraunkohlengrube

Bier Arbeiter durch Kohlenoxydgas getötet, drei weitere schwer vergiftet.

stattet ist, bauliche Veränderungen, Jnstandhal- tungsarbcitcn und Ausbesserungen in und am Hause vorzunehmen. Für Arglist des Beklagten ist nichts dargetan. Auch das Vorbringen des Klä­gers, die Küchengerüche und der ßärm bildeten eine ständige Belästigung für ihn, rechtfertigt nicht einen Minderungsanspruch. Die Klage und somrt auch die Berufung des Klägers ist deshalb unbe­gründet. (Vgl. Urteil des Kammergerichts vom 7. Januar 1935.)

Der Freiverkehr lag still. Adlerwerke 115,50 (116), Auto-Union 135 (136), NEU. 146 (145), Po. korny 109,50 (109), Growag 83,50 (84). Tagesgeld unv. 3 v. H.

Abendbörse gut behauptet.

Bei wieder nur sehr kleinen Umsätzen nahm die Abendbörse einen gut behaupteten Verlauf. Die Kursabweichungen gegen den Berliner Schluß be­trugen nur Bruchteile eines Prozentes, schwächer lagen aber Conti Gummi mit 187 (189,25). Für Montanwerte zeigte sich kleine Nachfrage, so daß vielfach leichte Erhöhungen eintraten. IG. Farben bei kleinem Umsatz schwankend mit 170 bis 169,90 bis 170 (170,13), Kunstseide AKU. etwas niedriger mit 57,75 (58,13). Am Einheitsmarkt bröckelten Commerzbank noch etwas ab auf 101,75 (102), da­gegen DD.-Bank 0,25 v. H. höher mit 104,25, Dresdner Bank unverändert 104. Gebr. Adt weiter erhöht auf 50 (49). Renten lagen fast völlig ge­schäftslos und unverändert. Auch Auslandswerte ohne Interesse.

U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 130,25, Reichsbahn-Dorzugsaktien 123,50, 6 v. H. NSU. 102,50, 4 v. H. Ungarn Gold 9,10, 4 v. H. Rumä­nen 5,50, 3Vs v. H. Jura-Simplon 199, AKU. 57,75, AEG. 38,40, Betula 155, Buderus 114,75.

Frankfurter Obst- und Gemüfemackt.

Frankfurt a. M., 28. Juli. Mit Ausnahme von Erbsen blieb das Angebot von Gemüsen aller Art ausreichend. Starkes Angebot von Stein­pilzen und Pfifferlingen. Geschäft schleppend, nur Bohnen lebhafter. Bohnen- und Erbsenpreise höher, sonst kaum verändert. U. a. notierten: Blumenkohl I 40 bis 60, II 25 bis 35, III 15 bis 22, Bohnen: Gärtner 12 bis 18, Wachs- 15 bis 16, Erbsen 28 bis 30, Salat-Gurken (Treibh.) 15 bis 30, Ein- mach-Gurken 100 St.: Salz 1,20 bis 1,70, Essig 0,60 bis 1,20, Karotten kg 4 bis 5, Kariofitin, Böhms Allerfrühefte 4,70 bis 4,80, Erstlinge 4,80 bis 5,00, Kopfsalat 4 bis 7, Kohlrabi 3 bis 5, Ret- tich 4 bis 10, Römischkohl 5, Rotkraut 5 bis 8, Spi­nat: Blätter 12 bis 14, Wurzel 14 bis 15, Tomaten (Treibh.) 20 bis 28, 16 bis 18 bulg., 15 bis 20 ital., Weißkraut 2% bis 4, Wirsing 3 bis 4, Zwiebeln: Gärtner 6 bis 6V2, Sachen 6%, Pfälzer 6)4 bis 6V2, Perlzwiebel 30 bis 40, holl. 12 bis 15, Pfiffer­linge 22 bis 25, Steinpilze 20 bis 22.

Obst: Außer Frühbirnen find die Anlieferungen verhältnismäßig gering. Sauer-Kirschen nur noch in Heinen Mengen angeboten. Geschäft im ganzen lebhaft, Preise allgemein rückläufig. U. a. notier­ten Sommer-Aepfel 15 bis 30, Früh-Aepfel 25 bis 30 Ungar., Aprikosen 35 bis 40 ung., Zuckerbirnen 8 bis 12, Bunte Juli-Birnen 20 bis 22, Königsbir« nen 28 bis 33 ital., Brombeeren 35 bis 38, Heidel­beeren 22 bis 24, Himbeeren 35 bis 38, Johannis­beeren 10 bis 13, Sauer-Kirschen 28 bis 30, türk. Kirschen 20 bis 22, Mirabellen 30 bis 35. Pfirsiche 30 bis 40, 28 bis 38 ital., Pflaumen 30 bis 32, Susinen 38 bis 42 ital., Spillinge 32 bis 35, Sta­chelbeeren 12 bis 20.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 644: Bezüglich des Besuches aus­ländischer Olympiagäste in deutschen Betrieben sind von der Reichswirtschaftskammer Richtlinien ergangen, die bei der Industrie- und Handelskam­mer zu erfahren sind. 645: Erschöpfung der Zahlungsmittel für den Reiseverkehr nach den Nie­derlanden.

1. August in Berlin ein Massenstart von Brief­tauben erfolgen, deren Flug den Beginn des größ­ten Sporttreffens der Welt auf deutschem Boden in alle Gaue tragen soll. Auch rund 300 Tauben aus der rhein-mainischen Landschaft werden bei den 3 0 0 0 0 aufgelassenen flin­ken Seglern dabei sein und nach ihren heimat­lichen Schlägen zurückeilen. Als Auszeichnung sind Plaketten und Medaillen für die Sieger vorgesehen.

Nevision im Maibach-prvzeß.

LPD. Frankfurt a. M., 28. Juli. Der vom Schwurgericht wegen Mordes an seinem Stiefvater zum Tode und wegen Totschlags an feiner Mutter zu lebenslänglichem Zuchthaus verur­teilte Erich M a i b a ch aus Bad Homburg hat gegen das Urteil Revision eingelegt.

Kreis Wetzlar

I Launsbach, 28. Juli. Der Haushalt- p l a n unserer Gemeinde liegt vor. Er schließt in Einnahmen und Ausgaben für das Rechnungsjahr 1936 mit 59 847 Mark ab. Folgende Steuersätze sind festgesetzt worden: Grundoermögenfteuer I 350 v. H., Grundoermögenfteuer II 305 v. H., Ge­werbeertragsteuer 350 0. H., Gewerbekapitalsteuer 350 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Der Fehl­betrag der Kirchenkasse soll, wie im Vorjahre, durch einen Zuschuß von 1000 Mark von der Zivilge­meinde gedeckt werden. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Zioilgemeinde, durch die die Erhebung von Kirchensteuern vermieden wird. Für die Anlage eines Schulgartens find im Haus­haltsplan 200 Mark vorgesehen und für Neubauten von Straßen und Wegen aus laufenden Mitteln 1200 Mark. Das Aufkommen an Grundoermögen- fteuer I und II beträgt 9600 Mark, an Gewerbe­steuer 1100 Mark und an Bürgersteuer 4000 Mark. Als Betriebsmittelrücklage ist ein Betrag von 2150 Mark vorgesehen.

Lpd. Dillenburg, 28. Juli. In einer bei Breitscheid im Dillkreis gelegenen Braunkohlengrube, in der zur Zeit ein Wetterschacht niedergebracht wird, ereignete sich, wie wir gestern bereits kurz berich­teten, in den späten Abendstunden des Montags ein schweres Unglück.

Durch einen Benzolmotor, den man aufgestellt hatte, um die Arbeiten zu beschleunigen, ent­wickelte sich Kohlenoxydgas.

Eine Anzahl Arbeiter erlitt schwere Gasver­giftungen. Vier wurden tot geborgen, drei wei­tere liegen schwer vergiftet im Krankenhaus. Außer­dem sind noch einige Leichtvergiftete zu verzeichnen.

Das Unglück ereignete sich in der Braunkohlen- grübe der Westerwälder Toninduftrie Breitscheid, wo man zur Zeit mit dem Niederbringen eines Wetter­schachtes beschäftigt ist. Diese Arbeiten werden von einer Mannheimer Baufirma ausgeführt. Um sie zu beschleunigen, hatte man einen Benzolmotor auf- gestellt, der offenbar nicht ganz in Ordnung war. Es entwickelten sich Kohlenoxydgase, unter deren Einwirkungen drei der dort tätigen Arbeiter das Be­wußtsein verloren.

Als gegen 20.30 Ahr das Unglück bekannt wurde, liefen einige Werksangehörige ohne Schutzvorrichtung in den Stollen, brachen zu­sammen und erlitten in dem vergasten Schacht schwere Vergiftungen.

Zwei andere mit Maskenapparaten ausgerüstete An­gehörige des Betriebes versuchten ihnen Hilfe zu bringen, was auch gelang. Leider waren die Wie­derbelebungsversuche bei einem der Vergifteten, dem 23 Jahre alten Schmied Walter W i l l w a ch e r aus Ober-Roßbach (Kreis Oberwesterwald), erfolglos. Außerdem konnte noch die Leiche eines der drei mit dem Niederbringen des Wetterschachtes beschäftigten Arbeiter der Mannheimer Firma geborgen werden. Um 22.30 Uhr traf der sofort alarmierte vorschrifts­mäßig ausgebildete Rettungstrupp der Gruben des Scheldetals ein, der in die Grube einfuhr mit dem Erfolg, daß gegen 23.30 Uhr ein weiterer Toter ge­borgen werden konnte. Das vierte Todesopfer befand

und eine Strecke wett mitaefchleift wurde, hat noch ein zweites Todesopfer gefordert. Der bei dem Un- fall schwer verletzte Mitfahrer Paul M e h l e r (nicht Möller) ist nach seiner Einlieferung in das Städtische Krankenhaus Mainz seinen schweren Verlet. zungen erlegen.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 30. Juli.

6 Uhr: Musik in der Frühe. Frühgymnastik. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Unterhaltungskonzert. 9: Melodien aus klassischer Zeit. 10: Unterhaltungs- konzert. 12: Musik am Mittag. Dazwischen: Dor- olympische Hörberichte. 13.45: Nachrichten. 14: Allerlei von zwei bis drei! 15: Kammermusik. 16: Unterhaltungskonzert. Dazwischen: Berichte von der Kunstflugmeisterschaft. 18: Musik am Nachmit­tag. Dazwischen: Vorolympische Hörberichte. 20: Nachrichten. 20.10: Welt-Kongreß für Freizeit und Erholung 1936, 8. Tag. Lichtfest auf der Alster. Ein Feuerwerk froher Melodien. Dazwischen (20.50): Echo des Tages. 22: Nachrichten. 22.15: Dorochin- pische Streiflichter. 22.30 bis 0.55 Uhr: Tanz und Untechaltung. Dazwischen: Fackelstaffellauf Olym. pia.Berlin. Das olympische Feuer erreicht Prag. Weihestunde am Altstadt-Rathaus. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht.

I Kinzenbach, 28. Juli. Der Haushalts­plan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 41 600 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundoermögenssteuer I 350 v. H. (des staatlich veranlagten Grundbetrages), Grundoermögenssteuer II 350 0. H., Gewerbe­ertragssteuer 500 v. H., Gewerbelohnsummensteuer 1000 vH. und Bürgersteuer 150 v. H. des Reichs­satzes. Die Kosten der öffentlichen Fürsorge sind von 5000 auf 3000 Mark zurückgegangen. Das Steuer­aufkommen beträgt: Grundvermögensteuer I = 5000 Mark, Grundoermögenssteuer II = 9000 Mk., ©emerbeertragsfteuer -- 500 Mark, Gewerbelohn­summensteuer = 950 Mark und Bürgersteuer = 1000 Mark. Die Gemeinde besitzt 41 Hektar Wald und 70 Hektar Acker- und Wiesenland. Die Einwohnerzahl betrug bei der letzten Personen­standsaufnahme 827.

Nbein-Mainische Börse.

INillagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 28. Juli. Die Börse lag wieder sehr still. Die Kursentwicklung für Aktien war uneinheitlich, wobei zu den ersten Notierungen leichte Abschwächungen überwogen. Die Kulisse trat in den meisten Fällen noch als Abgeber auf, wäh­rend die Kundschaft nur in wenigen Spezialpapieren Käufe tätigte. Montanwerte wurden durch Berichte vorn Roheisenmarkt und den Ausführungen des Stahlwerks-Verbandes etwas angeregt und hatten anfangs zumeist festere Kurse; bald oanach erfolg­ten wieder Abgaben, so daß abermals leichte Ab­schwächungen eintraten: Klöckner 120,65120 (119,75) Mannesmann 113,50112,75 (113), Ver­einigte Stahl 113,75113,25 (113), Hoesch 120119 (120), Buderus 115,25 (115,50), Rheinstahl 149,40 (149). Ilse Genuß verloren 1,25 v. H., Laurahütte 0,50 v. H. Elektrowerte setzten ihre Abschwächung fort, Elektr. Lieferungen1,40 d. Sy, Rheag 1 v. H., AEG., Gesfürel und Schuckert lagen be­hauptet. Von Auto-Aktien setzten BMW. 1,25 v. Sy fester ein, später aber 146,50 nach 147, Muag 115,65 (116), dagegen Moenus Maschinen 97,50 (97). IG. Farben bei kleinem Geschäft zunächst uno. 170, dann 169,75. Metallgesellschaft etwas stärker gedrückt mit 138,50 (140,50). Im einzelnen lagen AG. für Verkehr 0,50 d. Sy, Kaufhof 0,25 d. Sy, Feldmühle Papier 0,50 v. Sy, Deutscher Eisenhandel 0,25 v. Sy höher, Hapag gut behauptet mit 15,90, ebenso Aku mit 58, Deutsche Linoleum 0,25 v. Sy schwächer.

Am Rentenmarkt blieben Reichsbahn-VA. gefragt mit 123,50 (123,13), auch Altbesitzanleihe, Zinsvergütungsscheine und späte Schuldbuchforde­rungen bis 0,13 v. Sy höher, Kommunal-Umschul- dung unv. 88,25. Von fremden Werten gingen 4,50 v. Sy Irrigations-Mexikaner auf 10,25 (10,40) zurück und im 'Freiverkehr ließen Warschau-Wiener etwa 0,50 v. Sy nach, während Jugoslawische Rest­quoten gesucht blieben.

Im Verlaufe herrschte am Aktienmarkt aus­gesprochene Geschäftsstille. Lediglich in Montan- werten erfolgten bei stark schwankenden Kursen kleine Umsätze. Die Haltung war überwiegend etwas schwächer. Die später notierten Werte gaben zumeist bis 1 v. H. nach, Daimler verloren 1,75 v. H. auf 130,25, etwas höher lagen Scheideanftalt mit 271 (270) und Rheinmetall mit 149,25149 (148). Arn Einheitsmarkt wurden Gebr. Adt gesucht, Taxe 48 bis 49 (46), Niederrh. Leder Spier sollen morgen bei 95 (zuletzt im Juni 98) wieder notiert werden.

Auch der Rentenmarkt lag völlig geschäfts­los bei unveränderten Kursen, Altbesitz etwa 112,50 nach 112,65, auch Zertif. Preußen etwas leichter mit 67,5068. Goldpfandbriefe lagen unverändert. Li- quidationspfandbriefe und Stadtanleihen nicht ganz Deutsche Linoleum 173, Dt. Eisenhandel 144, ELG. 132,13, Licht und Kraft 157, IG. Farben 170 bis 169,90 bis 170, Gesfürel 142,75, Harpener 131,50, Holzmann 130,50, Klöckner 120, Mannesmann 113, Muag 115,50, Metallgesellschaft 137,75, Moenus E 97,50, Rheinstahl 149, Schuckert 162, Verein. Stahl 113,25 bis 113,75, Kaufhof 53,75, Commerzbank 101,75, DD.-Bank 104,25, Dresdner Bank 104, Reichsbank 196, Hapag 15,90, Olavi 28,50, Chem. Albert 125, Adt 50, Seil Wolff 95,25, Eichbaum­einheitlich. Industrie-Obligationen sehr ruhig, ebenso der Auslandsrentenmarkt.

sich in einem mit den vorhandenen Rettungsgeräten nicht zugänglichen Ueberbrud). Daraufhin wurde von Neunkirchen (Kreis Siegen) ein Rettungstrupp an­gefordert, der mit

besonderen Schuhapparaten gegen kohlenoxydgase ausgerüstet ist.

Nachdem dieser in den frühen Morgenstunden des Dienstag in Breitscheid eingetroffen war, konnte er um 5 Uhr das letzte Todesopfer bergen.

Bei den Toten handelt es sich neben dem schon erwähnten Willwacher um den 37jährigen Steiger Wilhelm Zander, der zuletzt in Bochum ansässig war, ferner um den 34jährigen Maschinisten Albert W e i n st 0 ck aus Obertasse! bei Bonn, sowie um den 38jährigen Bergmann Reinhard Schäfer aus Schönbach im Dillkreis. Die drei in die Kranken­häuser von Dillenburg und Herborn gebrachten Schwervergifteten ftamnun sämtlich aus Ober-Roh- bach. Ihr Befinden ist erfreulicherweise zufrie­denstellend, so daß keine Gefahr für ihr Leben besteht.

Der amtliche Bericht.

LPD. Dillenburg, 28. Juli. Heber das Un­glück auf der Braunkohlengrube bei Breitscheid gibt das Oberbergamt Bonn folgenden amtlichen Bericht aus:

Am Abend des 27. Juli ereignete sich im Unter­tagebetrieb der BraunkohlengruoeGlück auf" Phö­nix im Bergrevier Dillenburg ein Unfall, bei dem vier Bergleute tödliche und drei Bergleute leichtere Kohlenoxydgasvergiftungen erlitten. Lebensgefahr besteht bei diesen drei Bergleuten nicht. Die Gase entstammten einem Benzinmotor, der 3um Antrieb eines Kompressors in einer Strecke aufgestellt war. Die Bezirksrettungsstelle Siegerland, die Gruben­rettungsstelle Königszug-Dillenburg und ein Teil der Belegschaft der Westerwälder Tonindustrie ha­ben die Toten und Verletzten geborgen. Die berg­behördliche Untersuchung ist eingeleitet. Vertreter des Oberbergamts Bonn und der zuständige Berg­revierbeamte sind an Ort und Stelle.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M. |

2erl>n

Schluß­kurs

Schlußk. Abend» börse

Schluß­kurs

Schluß! Millag­börse.

Datum

27-7

28 7

27.7

28-7

5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

101,5

101,25

101,25

101,3

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,4

97,65

97,4

97,65

6*/2% Duung-Anleihe von 1930 ..

102,25

102,13

101,75

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............

112,5

112,5

112,5

112,5

414% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

100

100

100,1

100,1

414% ehcm. 8% Hessischer Volks float 1929 lrückzahlb. 102%) ...

98,75

98,75

98,75

4%% ehem.8% Hessische Lande« banl Darmstadt Gold N. 12...

97

97

_

_

b-/r% ehem. 4V,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

100,75

100,75

_

4*4% ehem. 8% Darmst. Komm

LandeSb.Goldschuldverschr. R.t

93,75

93,75

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mi' Ausloi.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

119,65

_

119,5

119,4

4 *A% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban!

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

b*/r% ehem. 4*4% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriefe......

101,13

101

5(4% ehem. 4*/r% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ...

101,4

101,4

101,4

101,4

4*4% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

*y2% ebem. 7% Pr. Landespfand hciesanst., Gold Komm. Obl.20

95

95

95

95

Steuergutich Verrechnungsk. 34-38

109,5

109,5

109,5

109,5

4% Oesterrelchtsche Goldrente...

30

30,5

4,20% Österreichische Silberrente

2,6

2,6

t% Ungarische Goldrente.......

9,13

9,1

9,1

9,2

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,5

8,5

8,5

4'4% desgl. von 1913........

8,7

8,65

8,7

8.6

6% abgeft. Goldmexikaner von 99

14,9

14,65

14,75

14,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie«.....................

-

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börle

Datum

27.7

28.7

27-7-

28-7.

4% oeegi. Serie n ...........

5% Numan, vereinh. Rente v. 1903

6,7

6,7

6,9

4)4%Ruman.vereinh.Nentev.l913

10,2

10,1

10,13

10,2

4% Rumänische vereinh. Rente

. -

5,5

5,5

5,5

5,55

2 *4% Anatolier ......... ..

44,25

44,5

43,65

44

Hamburg-Amerika-Paket .....

0

15,9

15,9

15,9

15,9

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

-

48,5

47,5

Norddeutscher Lloyd .........

0

16,9

16,9

16,9

16,9

21.®. für Verkehrswesen Akt. ..

0

118,25

118,75

118,25

118,4

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

127

126,5

126,25

Commerz, und Privat-Bank ...

4

103

101,75

103,25

102

Deutsche Bank und Tisconto-

Gesellschaft................

4

105

104,25

105,5

104

Dresdner Bank..............

4

105

104

106

104

Reichsbank ................

12

196,13

196

195

195,5

A.E.G......................

0

38,4

38,4

38,65

38,4

Bekula.....................

8

155,5

155

156

.155

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

133,75

132,13

132,75

132,13

Licht und Kraft .............

7

157,75

157

158

156,75

Feltens Guilleaume.........

4

139,25

138

139

136,25

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung

6

143

142,75

143

142,4

Rheinische Elektrizität ........

6

134

133,5

133,5

Rhein. Wests. Elektr..........

6

138,75

138,5

138,5

138

Schuckert LCo...............

6

163

162

163,5

162,5

Siemens & Halske............

8

206,5

204,5

205,5

202

Lahmeyer LCo..............

7

144

144,25

144

115,5

114,75

115,5

114,75

Deutsche Erdöl ..............

4

134

133 25

134,75

133,13

Harpener................. 2

y2

132

131,5

132

131,5

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

8

120

119

120,75

119,75

Ilse Bergbau ...............

6

173

Ilse Bergbau Genüsse........

6

138,5

137,25

138,25

136,75

Klöcknerwerke ...............

8

119,75

120

119,5

120,5

Mannesmann-Röhren........

8

113

113

113,4

112,65

Frankfurt a. M.

Derlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- lurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

27.7.

28.7

27 .7.

28.7

Mansselber Bergbau ..

.... 6K

148,5

149,5

149

149,5

Kokswerke ...........

...... 6

-

133,25

132,9

Rheinische Braunkohlen

.....12

228,5

231

Rheinstahl ...........

...... 4

149

149

149,25

148,75

Bereinigte Stahlwerke.

.... 3y,

113

113,75

113,65

113,5

Otavi Minen ........

......0

28,75

28,5

28,75

28,4

Kaliwerke Aschersleben.

......b

128,75

127

127

127

Kaliwerke Westeregeln.

......5

127,25

125,75

126,75

125,75

Kaliwerke Salzdetfurth

..... 7%

184

184

184,5

184,4

3. G. Färben-Industrie

.......7

170

170

169,9

170,13

Schetdeanstalt........

......9

270

271

Goldschmidt .........

...... 6

116,75

116,65

117

116.5

Rütgerswcrke ........

....... 6

135

134

132,25

Metallgesellschaft......

.......b

140,5

137,75

140,75

137,75

Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

....... 4

131,5

130,5

131,5

131

...... 7

151

150

.......6

Schultheis Patzenhofei ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................6

Zellstoff Waldhof ............ 6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren....... .... 0

Deutsche Linoleum........... 8

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Lonll-Gummi.............. 11

110,5

110

58

57,75

58,25

58,13

88,75

87,25

87,5

87

155

154,5

154,75

152,5

119,5

119

119

117,25

119,5

118,75

132

130,25

131

130,65

173,75

173

173,75

173

87,65

86,5

53,75

53,75

53,75

53,75

397,75

400

401

400

214

189

187

190,75

189,25

Grttzner....................01 36 I

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 gg

Süddeutscher Zucker ........ io| 223 1

33,9

97,5

223

33,65

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. 21L

Banknoten.

27.3UÜ

28 3u l

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

23nef

Geld

Drie _

Buenos Alle

0,684

0,688

0,683

0,687

Brüssel ....

41,91

41,99

41,89

41,97

Rio de Jan.

0,142

0,144

0,142

0,144

Sofia .....

3,047

3,055

3,047

3,053

Kopenhagen

55,65

55,77

55,63

55,75

Danzlg ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,465

12,495

12,46

12,49

Helstngfors.

5,495

5,505

5,495

5,505

Paris .....

16,415

16,455

16,415

16,455

Holland ...

168,76

169,10

168,75

169,09

Italien....

19,53

19,57

19,53

19,57

Iavan .....

0,727

0,729

0,727

0,729

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,64

62,76

62,62

62,74

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,325

11,345

11,32

11,34

Stockholm...

64,27

64,39

64,25

64,37

Schweiz ...

81,20

81,36

81,18

81,34

Spanien...

33,92

33,98

33,92

33,98

Prag^.....

10,28

10,30

10,28

10,30

BudWst ..

Neuyork ..

2,484

2,488

2,485

2,489

Äerli», 28. >uli i

Geld

---Mes

Amerikanische Noten..............

2,437

2,457

Belgische Noten..................

41,76

41,92

Dänische Noten .................

55,43

55,65

Englische Noten .................

12,425

12,465

Französische Noten...............

16,365

16,425

Holländische Noten...............

168,33

169 01

Italienische Noten................

'

Norwegische Noten ..............

62,40

62,66

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

64,03

64,29

Schweizer Noten.................

81,00

81,32

Spanische Noten.................

33,58

33,72

Ungarische Noten . . ........ ..