kann also weder gestohlen werden, noch verloren- aehen, und für zahlreiche Einlösestellen des Reisekreditbriefes — in Berlin z. B. in allen Stadtgegenden — ist gesorgt. Also auch auf diesem Gebiet ist im Olympiajahr für Sicherheit und Bequemlichkeit unserer Gäste alles geschehen.
Kurze Sportnotizen.
Paul da Bruyn, der deutschamerikanische Langstreckenläufer, der 1932 in Los Angeles für Deutschland am Marathonlauf teilnahm, ist zu vorolympischem Training jetzt in Berlin eingetroffen. Er wird hier zusammen mit unserer Langstreckler- Garde trainieren.
Unsere Olympia-Reiter werden demnächst an einem großen internationalen Turnier, dem in Warschau vom 30. Mai bis 8. Juni, teilnehmen. Die deutsche Reitermannschaft startet in folgender Besetzung: Rittmeister Momm, Hauptmann von Barnekow, Rittmeister E. Hasse, Oberleutnant K. Hasse, Oberleutnant Schlickum und wahrscheinlich noch Oberleutnant Brinkmann vom Nachwuchs.
Eine Olympiaprobe der deutschen Degenfechter fand am Wochenende in Frankfurt am Main statt. Als bester Fechter dieser Waffe erwies sich der Berliner M i e r s ch mit 12 Siegen vor Adam-Wiesbaden mit elf Siegen und dem Ulmer U h l m a n n mit IOV2 Siegen. Geiwitz -
Ulm, Rosenbauer -Frankfurt und Benkert- Saarbrücken belegten die nächsten Plätze.
Juan Zabala, der argentinische Marathon- Olympiasieger von Los Angeles, gewann am Sonntag in Nürnberg ein 25 Kilometer-Straßenlaufen in 1:26,54 vor dem Berliner Siegers, dem Stuttgarter Bertsch, dem Berliner B r ä s i ck e und H e l b e r - Stuttgart.
Zabalas 20-Icm-Weltrekord, der am 19. April in München mit 1:04:00,2 Stunden aufgestellt wurde, ist jetzt vom Sekretariat des Internationalen Leichtathletik-Verbandes anerkannt worden.
„Rund um Köln" wurde am Sonntag als weiteres der großen deutschen Straßenradrennen ausgefahren. Bei den Berufsfahrern siegte in dem über 260 Kilometer führenden Rennen Bautz- Dortmund in 7:06,20 Stunden vor Weiß-Berlin und Umbenhauer - Nürnberg, bei den Amateuren (119 Kilometer) gewann Meurer- Köln in 3:46:38,8 vor Scheller-Nürnberg und W ö l k e r 1 - Schweinfurt.
Zwei Hockeykämpfe zwischen den Gauen Süowest und Baden fanden in Frankfurt statt. Bei den Männern siegte Südwest mit 3:0, bei den Frauen war Baden mit dem gleichen Ergebnis erfolgreich.
Wirtschaft.
Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
380: Neue Einheitsbedingungen der deutschen Textilindustrie. Anwendung ab 27. April 1936. — 381: Einführung der Devisenzwangswirtschaft in Polen. — 382: Tätigkeit australischer Prüfungsbeamter im Deutschen Reich. — 383: Einfuhranmeldungen für das dritte Vierteljahr in Lettland.
♦ P h. H 0 lzmann AG., Frankfurt a. M. Das Geschäftsjahr 1935 hat, wie der Fwd. von zuständiger Seite erfährt, eine gegen das Vorjahr erzielte Umsatzbelebung und Ertragssteigerung gebracht. Es kann mit einer Dividendensteigerung für das abgelaufene Jahr gerechnet werden. Ob die Erhöhung im Ausmaße um 1 bis höchstens 2 v. H. erfolgen werde, hänge von der Berücksichtigung verschiedener Umstände ab, die man bis zu der für Ende Mai vorgesehenen Bilanzsitzung übersehen könne.
* Unveränderte Dividenden im Salzdetfurth-Konzern. In den AR.-Sitzungen von Aschersleben, Westeregeln und Salzdetfurth wurde beschlossen, für 1935 den Hauptversammlungen am 27. Mai vorzuschlagen, nach angemessenen Abschreibungen und Rückstellungen wieder die gleichen Dividenden wie im Vorjahre zu verteilen Aschersleben und Westeregeln je 5 v. H., Salzdetfurth IVz d. H.).
Ahein-Mainische Börse.
rNittagsbörfe uneinheitlich. 3m Verlaufe schwächer.
Frankfurt a. M., 28. April. Die Börse eröffnete bei lebhaftem Geschäft nicht ganz einheitlich, aber zu den ersten Notierungen noch überwiegend fester. Es lagen weitere Käufe der Privatkundschast vor, während die Kulisse teilweise glattstellte. Gleich nach den ersten Kursen ergab sich am Aktienmarkt ein Rückschlag, der die meisten Papiere um 1 bis 1,50 0. H. zurückwarf, da plötzlich stärkeres Angebot herauskam. Im Verlaufe war die Haltung dann auf der etwas ermäßigten Basis widerstandsfähiger, aber noch recht unsicher. Chemische Werte lagen zunächst 0,50 bis 1 0. H. höher, IG. Farben gingen dann auf 166 nach 167 (166,75) zurück. Besonders schwankend lagen Montanaktien: Vereinigte Stahlwerke 89,65 bis 88,25 bis 88,50 (89,50), Mannesmann 92,25 bis 91,50 (92,50), Hoefch 102,13 bis 100,50 bis 101 (101,50), Klöckner 96,90 (97,65), Buderus 106,50 bis 106 (106), Rheinstahl unverändert 124,50. Am Elektromarkt notierten Siemens und Deutsch-Atlanten-Telegraf je 2 0. H. höher, dagegen Lahmeyer 1,75 v. H. und Schuckert 1,25 v. H. schwächer, die übrigen Werte gaben meist 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Im übrigen kamen anfangs zur Notiz: Deutsche Linoleum mit 172,40 (174,25), AG. für Verkehr mit 115,90 (115,40), Daimler mit 107,25 (107,50), Zement Heidelberg mit 142,50 bis 142,75 (142,75), Zellstoff Aschaffenburg 92,50 (92,75), Kunstseide AKU. 52,40 bis 52 (52,25) und Reichsbank mit unverändert 184,25. Von Auslandswerten Chade A bis C 364 (361).
Am Rentenmarkt waren Altbesitz stärker gedrückt mit 113,13 (113,60), Kommunal-Umschul- dung, Zinsvergütungsscheine und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen behauptet. Lebhaftes Geschäft hatten zertifizierte Dollar-Bonds, 6 v. H. Preußen und Spargiro 68 bis 67,65 bis 67,75
(67,50), 6,50 v. H. Frankfurter 65,50 bis 66 (65,25). Von Auslandrenten blieben Mexikaner behauptet.
Am variablen Rentenmarkt ergaben fick keine Veränderungen. 6 v. H. Vereinigte Stahlwerke fester mit 104,40 (104). Goldpfandbriefe blieben behauptet, Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen lagen etwas uneinheitlich. Fremde Werte lagen ruhig. — Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse schwächer.
An der Abendbörse schwächten sich die Aktienkurse weiter etwas ab. Im Durchschnitt ergaben sich Rückgänge von 0,25 bis 0,75 v. H., Südd. Zucker verloren 2 v. H. auf 199. Neben weiteren Abgaben der Kulisse lagen auch kleine Kundschaftsverkäufe vor, denen nur geringe Aufnahme gegenüberstand. IG.-Farben 165,50 (166), Hoesch 100,25 (100,50), Verein. Stahlwerke 88,65 (88,90), Buderus 104,75 (105,50), Mannesmann 91,25 (91,90). Entgegen der Allgemeintendenz weiter fest waren Lechwerke Augsburg, Taxe 110 bis 111 (108). Am Kassamarkt kamen Verein. Strohstoff Dresden nach mehrtägiger Pause mit 83 (84,25) wieder zur Notiz. Am Rente n m a r k t ergaben sich keine Veränderungen. Zertif. Dollar-Bonds waren gefragt und lagen 0,25 v. H. fester, 6proz. Preußen und Spargiro 67,75 bis 68.
U. a. notierten: Altbesitz 113, Schutzgebietsanleihe Zertif. 10,70, 6proz. Verein. Stahl 104,25, Krupp 104,40, 6proz. Mittelstahl 104,75, 4proz. Ungarn Gold 8,60, Anatolier I 41,65, AKU. 51,25, MAN. 110,50, Bekula 147, Buderus 104,75, IG.-Chemie volle 212, Daimler 105,50, Erdöl 118, Scheideanstalt 231, Dt. Linoleum 173, JG.-Farben 165,50, Gesfürel 137, Harpener 126,50, Hoesch 100,25, Holzmann E116, Klöckner E 95,25, Mannesmann 91,25, Muag 90,50, Schuckert 139, Südd. Zucker E199, Verein. Stahl 88,65, Westdeutsche Kaufhof 38, Commerzbank 88, Reichsbank 184,50, AG. für Verkehr 114,25, Voltohm 88, Verein. Strohstoff 83, Gritzner 30,25.
Frankfurter Obff- und Gemüfemackt.
Frankfurt a. M., 28. April. Gemüse: Gesamtbeschickung gut. Geschäft nicht besonders lebhaft. Spargelanqebot täglich zunehmend. Preise für Kopfsalat und Spargel rückläufig. Zunehmendes Angebot ital. Frühkartoffeln, Nachfrage bei fallenden Preisen gut. Geringes Angebot von ital. Erbsen war rasch vergriffen. U. a. notierten: Erbsen ca. 5 Kilogramm netto 3,00 ital., Gewürze! gr. Bdl. 30—40, Salat-Gurken St. 25—45, Karotten 8—12, Kohlrabi (Treibh.) St. 15—25, Kopfsalat (Treibh.) St. 10—18, Steige 30 St. 4,00—4,50 holl., Schlüpfer 35—40, Lattich 25—40, Radies 6—8, Rettich Bdl. 20—50, Stück 10—20, Eiszapfen Bdl. 10—15, Sellerie je nach Größe 5—25, Spargel I 70—80, II 50 bis 60, III 40—45, Spinat 3—6, Weißkraut 15—18 holl., Zwiebeln 10—11, 12—13 argen!
Obst und Südfrüchte: Deutsche Aepfelzu- fuhren merklich nachlassend, Nachfrage noch befriedigend, Preise unv., Apfelsinenangebot gut, Verkauf bei unv. Preisen zufriedenstellend. U a. notierten: Aepfel I 28—38, II 20—26, III 15—20, Roter Eifer 24—30, Apfelsinen blond 15—20 span., Blut 14—20 span., 22—25 ital., Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm 6,50 Kam., 6,50—7,50 Westind., Treibhaus-Erdbeeren 3,50—5,00, Smyrnq-Feigen, 25-Kilogramm- Kiste 10,00, Zitronen 300 und 360 St. 6,00 bis 7,50.
Kommunalpoü'iische Tagung in Alsfeld.
"X Alsfeld, 28. April. Am vergangenen Montag hielt die Kreisabteilung Alsfeld im Deutschen Gemeindetag unter dem Vorsitz ihres Obmannes, Bürgermeister Dr. Völsing, eine Arbeitstagung ab, an welcher auch das Kreisamt Alsfeld und die Kreisamtsleiter des Amtes für Kommunalpolitik teilnahmen. Die 84 Bürgermeister des Kreises Alsfeld waren nahezu vollzählig erschienen. Als erster Referent sprach K r e i s - oeterinärrat Dr. Schmidt-Alsfeld über
„Das Relchslierschuhgeseh".
Der Vortragende stellte an die Spitze seiner Ausführungen den Satz, daß die Tierschutzgesetzgebung ein Gradmesser für das sittliche Empfinden eines Volkes fei. Mit der Weiterentwicklung der Kultur ei auch das Verlangen nach einem staatlichen Tier- chutz immer stärker geworden. Der frühere Tier- chutz im Sinne der -Bekämpfung der Tierquälerei auf Grund des bekannten § 360 Ziffer 13 des StGB, sei mangelhaft gewesen. Es sei das Verdienst der nationalsozialistifchen Regierung, daß sie alsbald nach der Machtübernahme wirksame Maßnahmen für den Tierschutz ergriffen habe. Durch Verordnung vom 21. April 1933 über das Schlachten von Tieren wurde das Schächtverbot eingeführt, da es dem deutschen Empfinden nicht entspricht, Tiere ohne vorherige Betäubung zu töten. Eine mustergültige Lösung der Tierschutzfrage stelle das Reichstierschutzgesetz vom 24. November 1933 dar. Dr. Schmidt erläuterte sodann den grundlegenden Begriff der Tierauälerei nach dem neuen Gesetze und die neuen Vorschriften zum Schutze der Tiere. Von besonderem Interesse waren dabei die Ausführungen über Versuche an lebenden Tieren (Vivisektion). Hier seien die Ansichten sehr auseinandergegangen, insbesondere zwischen der Wissenschaft und den allgemeinen Tierschutzbestrebungen. Das Reichstierschutzgesetz stelle den Grundsatz des Verbotes der Vivisektion auf, allerdings mit gewissen Ausnahmen, die im Gesetz ganz genau auf
geführt seien. Die Wissenschaft könne nicht vollständig auf die Versuche an lebenden Tieren verzichten, z. B. bei Ermittlung der Tollwut. (Erfreulich fei, daß die Zahl der Anzeigen wegen Tierquälerei feit Erlaß des Tierschutzgesetzes ganz bedeutend geringer geworden sei. Auch sei eine bessere Behandlung der Pferde festzustellen. Als besonders wertvoll für den Gedanken des Tierschutzes erklärte der Redner die Mitarbeit der Schule. Das neue Tierschutzgesetz werde weiter ausgebaut werden.
Regierungsassessor Seibert vom Kreisamt Alsfeld sprach alsdann über
praktische Fragen aus dem Fürsorgerecht.
insbesondere über Angelegenheiten aus dem Jugendamt: Unterhaltsoerpflichtungen gegenüber unehelichen Kindern unter Darstellung der Rechtslage auf Grund des BGB. und der Betracht kommenden strafrechtlichen Bestimmungen gegenüber der Entziehung der Unterhaltspflicht.
In einem weiteren Referat behandelte Verwaltungsoberinspektor D i p p e l l vom Kreisamt Alsfeld das Therpa:
„Der Ausschlag der Gemeinde-, kreis- und Provinzialumlagen".
Der Referent gab auf Grund des hessischen Steuergesetzes für das Rechnungsjahr 1936 und des dazu erlassenen Ministerialamtsblattes eine systematische Darstellung des Aufbaues der einzelnen Steuerarten unter besonderer Berücksichtigung des Real- steuersperrgesetzes und der Besteuerung des älteren Neuhausbesitzes.
Unter Mitteilungen gab alsdann der stellvertretende Kreisdirektor Dr. Krüger einige all- gemeine Verfügungen an die Bürgermeister bekannt; der Kreisobmann gab einen Bericht über die kürzlich in Darmstadt stattgefundene Tagung der Kreisobleute von Hessen im Deutschen Gemeindetag.
Viel Post für den ersten Nordamerika Flug des 1.2. „Hindenburg".
Ein Besuch in der Auslandstelle des Frankfurter Bahnpostamts.
Lpd. F r a n k f u r t a. M., 28. April. In den ersten Maitagen geht die erste Luftpost mit dem Luftschiff „LZ 129% vom neuen Frankfurter Flughafen aus nach Nordamerika ab. Für diese Fahrt yat die Deutsche Reichspoft zwei neue Freimarken herausgegeben, eine zu 50 Pfennig in blauer und eine zu 75 Pfennig in grüner Farbe. Das Markenbild zeigt das neue Luftschiff auf einer Fahrt über die Meere und trägt am oberen Rand den Vermerk: „Mit LZ 129 nach Nordamerika." Um möglichst weiten Kreisen des In- und Auslandes Gelegenheit zu geben, Briefsendungen mit der ersten Nordamerikafahrt des Luftschiffes abzusenden, hat die Deutsche Reichspost für diese Fahrt ausnahmsweise zugelassen, daß neben Luftpostsen- buncjen nach Nordamerika und darüber hinaus auch gewöhnlichMund eingeschriebene Briefe sowie Postkarten an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten ein geliefert werden können.
Es ist also möglich, mit dieser ersten Fahrt Briefe ufro. abzufenden, die an den Auflieferer selbst gerichtet sind.
Solche Briefe müssen in freigemachten Briefumschlägen an das Bahnpostamt 19 in Frankfurt am Main eingesandt werden. Die Aufschrift auf dem äußeren Umschlag muß lauten: „Postsendungen für die erste Fahrt des Luftschiffs LZ 129 nach Nordamerika, Bahnpostamt 19 Frankfurt a. M."
Ein Besuch in der Auslandstelle des Bahnpostamts zeigt, daß von dieser Einrichtung, Briefe über Nordamerika an die eigene Anschrift zu senden, bereits außerordentlich rege Gebrauch gemacht wird. Tausende von Briefen und Postkarten warten bereits auf den Abflug mit dem Luftschiff „Hindenburg".
In der Hauptsache sind es Sendungen, die von Markenfammlern herrühren und zum Teil mit 50 und mehr Freimarken verschiedener Werte beklebt sind.
Besonders stark vertreten sind Sendungen aus Frankfurt a. M., Nürnberg, München, Hamburg, Berlin und anderen Großstädten. Aber auch das Ausland bringt dieser Versendungsmöglichkeit größte Beachtung entgegen. Ein Blick auf die Sortiertische und in die Derteilspinde zeigt, daß bereits Hunderte von Sendungen aus England, Schweden, Dänemark, Spanien, Frankreich, ja fast aus sämtlichen europäischen Staaten oorliegen, die nach der Reise über den Ozean mit dem Luftschiff
„Hindenburg" wieder auf gewöhnlichem Wege an die Aufgabeländer und an die Empfänger zurückgelangen. Selbst aus Süd- und Nordamerika und sogar von den großen Sunda-Jnseln liegen derartige Sendungen vor.
Augenblicklich warten über 10 000 Briefsendungen und über 2000 Einschreibebriefe auf ihre Beförderung.
Diese Zahl wird aber noch bedeutend größer werden, da der Zugang in den letzten Tagen ständig gestiegen ist. So hat allein eine Großfirma die Zusendung von mehreren tausend Briefen in Aussicht gestellt.
Die Sendungen erhalten sämtlich neben dem gewöhnlichen Tagesstempel den Aufdruck eines besonderen Bestätigungsstempels in roter Farbe mit der Angabe: „Deutsche Luftpost Europa- Nordamerika". Für die erste Fahrt ist außerdem ausnahmsweise vorgesehen, daß die Sendungen am Zielort der Fahrt in den Vereinigten Staaten und in Deutschland mit einem besonderen Stempel (Ankunftsstempel) bedruckt werden. Jeder Absender einer derartigen Luftpostsendung erhält so die Gewißheit, daß sein Brief auch tatsächlich mit dem Luftschiff „Hindenburg" die Reise über den Ozean gemacht hat. Die Gebühren betragen neben der Auslandsfreigebühr für die Beförderung mit dem Luftschiff bis Lakehurft für Briefe je 5 Gramm und Postkarten 50 Pfennig.
Eine Mutter vergiftet ihr Kind.
LPD Frankfurt a. M., 28. April. Wie die Polizei meldet, mietete sich am Sonntag eine 26- jährige Frau, die seither bei fremden Leuten in Untermiete wohnte, mit ihrem vierjährigen Kind unter falschem Namen in einem hiesigen Hotel ein. Gleich darauf gab sie ihrem Kind eine z u große Dosis eines Schlafmittels, so daß das Kind am Montagvormittag starb. Sie selbst nahm ebenfalls ein Schlafmittel und schnitt sich mit einer Rasierklinge die Pulsader an einem Arm auf. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Hier hat sich ihr Zustand inzwischen bereits gebessert. Die Mordkommission eilte sofort zum Tatort, um die nötigen Feststellungen Zu treffen. Die Frau gab bei ihrer Vernehmung an, daß sie sich schon feit langer Zeit mit dem Gedanken trug, mit ihrem Kind aus dem Leben zu scheiden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Neichsbankdiskont 4 0. $)., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frantturi a. !>L |
Benm
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittag- börsc
Datum
27-4.
28-4
27.4.
28.4.
6% Deutsche ReichSanleihe v. 1927
101
100,9
100,9
100,
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,5
97,4
97,4
6Vi% young-2lnleifje von 1930 ..
102,9
103
103,4
Deutsche Ant.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
113,6
113
113,5
113
<*/»% Deutsche Reichöpostschatzan
Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. Bolküstaat 1929
100,2
100,2
100,2
100,13
(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
98,25
_
4%% ehem.8% Hessische Landes-
baut Darmstadt Gold R. 12....
96,5
96,5
96,5
96,5
5%% ehem. sy2% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiauI
101
101,4
4/t°/o ehem. 8% Darmst. Komm.
Landcsb.Goldschuldverichr. N.6
92
_
_
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten ............
120
—
118,25
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
115,65
115,75
115,65
116
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Vank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
5%% ehem. 4'/r% Franks. Hyp.
Bank-Ligu.-Pfandbrtese.......
101,4
101,45
■—
_
5y2% ehem 4*4% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse.....
101,5
101,5
101,4
101,4
<y2% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
<y.% ehem. 7% Pr. Landespfank briefanst., Gold Komm. Lbl.VI
97
97
97
97
Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-88
108,8
108,9
108,9
108,9
4% Oefterretchtsaie Goldrente....
_
_
28,4
28,75
4.20% Lcsterrelchlsche Silberrente
1,75
1,75
1,65
—
4% Ungarische Goldrente ......
8,7
8,6
8,75
8,6
4% Ungarische Staalürente v. 1910
8,7
8,5
8,7
8,5
4!4% desgl. von 1913 .........
8,7
8,5
8,8
8,55
6% abgest. Goldmexikaner von 99
14,25
14,25
14,1
13,75
4% Türkische Bagda'dbahn-Anleihe
Serie 1.....................
—
—
—
—
$ranffuri a.M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abend- börst
Schluß- kurS
Schlußk. Miiiag- bön'e
Datum
27-4
28 4
27-4-
28 4
4% oe«gl. Sene II ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2%% Anatolier...........
7 9,75 5,55
42
6,75
9,75
5,5
41,65
10
6,8
9,7
5,55
41,75
6,7
9,4
5,5
41,75
Hamburg-Amerika-Pakel O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft . .. 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto-
Gesellschaft................o
15,65
16,9
115,4
112,5
91,5
88
15,25
16,75
114,25
88
88,25
15,9
28,5
17
115,4
113
91,5
88
15,25
28
16,65
114,65
114,25
88
88,25
Dresdner Bank..............o
88,5
88,5
88,5
88,5
Reichsbank ................ i$>
184,25
184,5
184,25
184,25
A.C.G......................o
Bekula.................... io
(Sieht. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 6H
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.s.EIektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ g
Rhein. West,. Elektr..........6
Schuckert L Co............... 4
Siemens 8 Halske............7
Lahmeyer S Co..............7
36,4
147,5
125,5
145,25
124,5
138,5
131,75
128,25
140,75
186,13
136
36
147
125,5
145,75
123
137
132
129,25
139
187
134,25
36,25
147,13
125,75
145,25
124,25
138
131,75
128,13
140,75
186,75
135,75
36,13
147
126,4
146
122,75
137
132,25
129,4
139,75
185,4
134,25
Buderus .............. 4
Deutsche Erdöl ..............4
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Reuesfen .. 8
Ilse Bergbau ............... 6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ...............8
Mannesmann-R Hren........O
106
119,13
128
101,5
132,25
97,65
92,5
104,75
118
126,5
100,25
131,25
95,25
91,25
106,25
119,4
128 101,75
168,5 132,5 97,75
92,5
105,5
118
127
100,5
168,5
131,5
95,75
91,9
Krankfuri a. M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittag« börse
Datum
27.4.
28 4.
27-4.
28 4.
ManSselder Bergbau.......
.. 5
139,5
—
140
138,25
Kokswerke ................
.. 6
—
—
130
129,25
Rheinische Braunkohlen ....
. 18
230,5
227,5
229,75
227
Rheinstahl ................
.. 4
124,5
123,5
124,25
124
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
89,5
88,65
89,4
88,9
Ltavi Minen .............
.. O
22,75
22,25
22,5
22,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
130
129,25
128,75
129,4
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
128
129
129,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y2
-
184
185
185
3- G. Farben-Indusme.....
.. 7
166,75
165,5
166,65
166
Scheideanstalt.............
9
231,5
231
-
-
Goldschmidt ..............
.. 6
113,25
112,25
113,25
112,25
Rütgerswerke .............
.. 6
130
129,75
129,65
128,75
Metallgeiellichaft...........
.. 4
125
125
125
125
Philipp Holzmann.........
.. 4
118
116
117,5
116,5
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
.. 7
.. 6
142,75
141,75
-
Schultheis Patzenhoser .....
.. 4
—
-
107,9
107
Aku (Allgemeine Kun Meide)
.. O
52,25
51,25
52,25
51,75
Bemberg.................
.. 5
88,65
87,5
89,25
87,5
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
129,5
129,25
129,13
128,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
92,75
92,5
93
92,5
Dessauer Gas .............
.. 7
——
—-
135,25
133,25
Daimler Motoren..........
.. 0
107,5
105,5
107,65
105,75
Deutsche Linoleum.........
.. 8
174,25
173
174,75
173
LrensteinL Koppel ........
.. O
—
—
80,75
81,25
Westdeutsche Kaufhof.......
.. O
39,25
38
39,25
38,4
Chade....................
TU
361
364
360
364
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
189
188
190,5
189,5
Contt-Gummi.............
.. 8
180,5
180
—
180,5
| Gritzner..................
.. 0
3M
30,25
I 30,65
30
| Matnkraslwerke Höchst O.M..
.. 4
96
96
' Süddeutscher Zucker
. 10
204
199
1 203,5
201
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L
27.April
28.April
Amtliche Geld
Notierung
»rief
Amtliche Notieruna
Geld
Dries
Buenos Aire
0,682
0,686
0,682
0,686
Brüssel ....
42,07
42,15
42,06
42,14
Rio de Ian.
0,136
0,138
0,136
0,138
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,84
54,94
54,84
54,94
Danzig-----
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,28
12,31
12,28
12,31
HeliingforS..
5,415
5,425
5,415
5,425
Paris .....
16,385
16,425
16,375
16,415
Holland ...
168,80
169,14
168,76
169,10
Italien.....
19,60
19,64
19,60
19,64
Japan ......
0,717
0,719
0,717
0,719
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,71
61,83
61,71
61,83
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,155
11,175
11,155
11,175
Stockholm...
63,32
63,44
63,32
63,44
Schweiz ....
81,03
81,19
81,02
81,18
Spanien....
33,96
34,02
33,94
34,00
Prag.......
Budapest ..
10,27
10,29
10,27
10,29
Reuyork ..
2,488
2,492
2,488
2,492
Banknoten
___________Öernn,28 April_________
Geio
25nci
Amerikanische Roten.......
Belgische Roten...........
2,44
41,92
2,46
42,08
Dänische Oioten ..........
Englische Noten ..........
12,245
12,285
Französische Noten........
16,325
16,385
Holländische Noten........
Italienische Noten.........
Norwegische Sloten ......
61,50
61,74
Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling
Rumänische Noten.......
——
_
Schwedische Noten........
63,10
63,36
Schweizer Noten..........
90,84
81,16
Spanische Noten..........
33,60
33,74
Ungarische Noten........


