Ausgabe 
29.4.1936
 
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Mittwoch, 29.ApriI 1936

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Nr. 100 viertes Blatt

9. Ji.Sport

1900 2. Schüler Lich 1. Schüler 5:1.

Zu gleicher Zeit mit der Paddler-Gilde Gießen eit auch der Wiesecker Kanuklub sein Anpaddeln

zu

Die

3m Zeichen der fünf Ringe

& ÄS der » muß -«erdtng- den ganzen nach.

JJte ... , rr-rv.x a .qq 7 ffpn Wintpr über Hausieren.

ften Winter über pausieren.

den über 400 Meter Freistil mit 4:38,7 Minuten

,23on ausnützen kann keine Rede sein, Mutter,"

Nachdruck verboten!

3 Fortsetzung.

im ab.

Jahreshauptversammlung des Tv. Hungen.

Die Vorbereitungen der amerikanischen Schwim­mer sind vollkommen daraus abgestellt, um bei den Olympischen Wettkämpfen in Berlin für die in Los Angeles durch die Japaner erlittene Schlappe Revanche zu nehmen. Man ist schon jetzt in ameri­kanischen Schwimmerkreisen recht zuversichtlich. Vor altem glauben die Weltrekordinhaber Peter F l ck, Jack Medica und Adolf Kiefer auf ihren Spezialstrecken mit Sicherheit zu olympischen Siegen kommen zu können. Ihre Hoffnung scheint auch nicht ganz unberechtigt. Alle drei haben in den beiden letzten Jahren eine ständig aufsteigende Form gezeigt. Fick hält den Weltrekord über 100

Ungarns Eishockey-Olympiamannschaft, die nach den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen ohne Genehmigung ihres Verbandes eine Gastspielreste durch Deutschland unternahm, hatte sich wegen die­ser Disziplinlosigkeit zu verantworten. Die Strafen fielen jedoch glimpflich aus, denn die Spieler wur­den nur bis Mitte Dezember gesperrt. Der Kapitän

pen waren: _

Krafträder bis 250 Kubikzentimeter: Kern- Darmstadt (Horex) 0 P., Scherhag-Niederlahnstein (Ardie) 0 P.: bis 500 Kubikzentimeter: H. Wiest- Darmstadt (NSU.), Brodbeck-Darmstadt (NSU.), Juaenheim (Triumph), Feder-Idstein (NSU.) alle 0 P.- über 500 Kubikzentimeter: Stork und Kirch­ner-Kaiserslautern (beide BMW.) 0 P.; mit Seiten­wagen, über 600 Kubikzentimeter: Breimer-Nieder- zwehren (Zündapp), Amm-Niederzwehren Heidt- Niederzwehren (Zündapp), Frey- Gießen und Weiß-Gießen (beide Zündapp), Bender-Nieder- Ramstadt (BMW.).

Kraftwagen bis 1200 Kublkzentime- : Trippel-Darmstadt (Adler), Ober-Darmstadt

Widmer-Heppenheim (BMW.), Wiest-Darmstadt (BMW.), Kolwes-Koblenz (BMW.); über 2000 Ku­bikzentimeter: Rinner-Darmftadt (Ford), K. von Kressenheim-Niederzwehren (Horch).

Anpaddeln des Wiesecker Kanuklubs.

schoß ihn. Lollar führte nun 2:1! Immer wieder ziehen die Lollarer vor des Gastgebers Tor. In den letzten Minuten spielte Lollar auf Halten. Es gelang. Schiri Böcher (Gießen) war ein gerechter Leiter. Mit diesem Sieg führt Lollar die Tabelle weiterhin ungeschlagen mit 8 Punkten vor Burg und Aßlar (gewann in Wetzlar 2:1) mit je vier Punkten an.

Die Reserve trat mit einigen Anfängern und sehr viel Ersatz an und unterlag ehrenvoll mit 4:0 (2:0) gegen Burg II.

Die Jugend war in Wieseck zu Gast und erreichte ein ehrenvolles Unentschieden von 1:1.

Die Kleinen schossen den Vogel ab. Sie erzielten gegen ihre Kameraden aus Klein-Linden einen schönen Sieg von 5:0 Toren.

Das Neichssportamt errichtet!

Durch Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 23. April 1936 ist zur Bearbeitung aller Sportfragen im Geschäftsbereich des Reichsministers des Innern ein Reichssportamt errichtet worden. Der Leiter dieser Behörde führt die Bezeichnung Reichssport­führer. Mit der Durchführung des Erlasses, ins­besondere der Zuständigkeit des Reichssportamtes ist der Reichsminister des Innern beauftragt worden.

DD -Fahrt durch den Odenwald.

Aufgabe sicher.

Großen-Linden I 1900 II 7:3.

Die Reserve war bestrebt, die hohe Niederlage der Junioren in den Verbandsspielen zu korrigie­ren, mußten allerdings erfahren, daß die Turner nicht mit sich spaßen ließen. Wenn auch zahlreicher Ersatz in den Reihen stand, so ist an dem derzeit guten Leistungsvermögen der Hüttenberger nicht zu rütteln.

1900 1. Jugend Klein-Linden 1. Jugend 3:1.

Die 1. Jugend lieferte ein schönes Spiel und gewann auf Grund der besseren Technik. Klein- Linden konnte zuerst in Führung gehen, mußte sich bann jedoch dem besseren Spiel der Blau-Weihen beugen.

1900 2. Jugend Lich 1. Jugend 4:2.

Einen überraschenden Sieg holte sich die 2. Jugend in Lich. Die Mannschaft zeigte ihr bestes Spiel und schliv den Gegner verdient. Kein schwacher Punkt war in der Mannschaft, besonders gut waren der Tcxrmann und Linksaußen.

ment!"

Frau Agathe schob das Papier von sich, als * /n-isi-ßx..,Ich begreife deine

Die 2. Schülerelf errang einen klaren Sieg gegen Lich. Die Gastgeber gingen in Führung, mußten sich aber bald den Ausgleich und noch weitere vier Tore gefallen lassen, ohne selbst noch einmal

die Wirklichkeit.

Also einen Augenblick, Onkel, ich bin flleid) mie- ber ba, nur schnell etwas frisch machen , mit diesen Worten verschwand Benedikte in ihrem kleinen S'^Bas^mirb sie nur jagen", äußerte Frau Zed­litz aufgeregt, kaum baß sich bie Tur hinter Bene- bikte geschlossen hatte,eine wahnsinmge Idee non Hubert' Dies Testament sieht ihm ähnlich. Immer andere Menschen in eine Zwangslage bringen, immer alles nach seinem Kopfe, ohne zu fragen, was andere dazu sagen."

Frau Zedlitz bekam vor Aerger rote Flecke auf den schmalen Wangen.

Der alte Oberst stand auf, ging mit feinem etwas stelzbeinigen Schritt nachdenklich im Zimmer auf und ab. Nun blieb er mit einem Ruck stehen und sah seine Base an: ' . _ , ,

Ob bas gerabe so wahnsinnig von Hubert war, liebe Agathe, bas weiß ich nicht einmal."

Verteidige bu ihn noch", fuhr Frau Agathe auf, solange er lebte, habt ihr euch boch immer m den Haaren gelegen."

Weil wir ben berühmten Zeblitzschen Dickkopp hatten, alle beibe", lachte ber alte Oberst,aber im Grunde war der Hubert doch ein ganzer Kerl, wenn auch mächtig verschroben."

Und die größte Verschrobenheit ist dies Testa-

Bei Kirchhain waren Verteidigung und Läufer­reihe die besten Mannschaftsteile. Dem andauern­den Druck der Blau-Weihen konnten sie jedoch nicht immer standhalten. Der Sturm hatte in den bei­den Außen und dem Halbrechten die schwächsten Spieler. . .

Bei 1900 war die Hintermannschaft einwandfrei. Wißmar, dessen Aufstellung einiges Bedenken ver­anlaßte, überraschte nach der angenehmen Seite. In ber Läuferreihe war Heilmann Angelpunkt ber Geschehnisse. Der Sturm hatte verschiedentlich Pech bei seinen Aktionen. Restlos überzeugen konnte er allerbings nicht. Für grüßere Aufgaben wirb er noch Veränderungen erfahren müssen.

Der Schiebsrichter, ber vor keine allzu großen Schwierigkeiten gestellt würbe, entlebigte sich seiner

Jungen mit bem hast bu boch wohl anbere Pläne." _ r. v ,

Gehabt, liebe Agathe. Aber die sind mir durch die Zeiten eklig zerschlagen worben. Die meisten Berufe finb ja auf Jahre hinaus überfüllt. Hans- Hermann ist außerbem keiner von denen, die ihre Ellbogen gebrauchen können, ist mir zu schlapp, ber Junge. Würbe ihm ganz gut tun, er tarne mal in eine ganz anbere Umgebung. Wäre nicht in der Zeit, als er heranwuchs, alles schleifen gegangen, unser Gut und alles, was wir uns so erspart hatten, der Junge säße heute auf ber eignen Scholle unb wüßte, wohin er gehörte. So ober"

Der alte Oberst seufzte auf. Was hatte es fchon für einen Zweck, immer wieder über das Unab­änderliche zu stöhnen? Hans-Hermann würbe nie­mals ein guter Jurist werden. Und Benedikte? War sie nicht auch eigentlich auf einem völlig fal­schen Platze? Alle Arbeit in Ehren, aber dies Mädel tagaus, tagein hinter der Zahlkasse, es kam ihm vor wie ein Rennpferd vor einem Wagen. Rem, vielleicht hatte Hubert mit all feinen Verrücktheiten diesmal das Richtige getroffen.

Wohlgefällig sah er Benedikte entgegen, wie sie jetzt rank und schlank, vielleicht ein bißchen zu schlank ins Zimmer trat. Sie hatte sich umgezvgen, trug einen weichen hellblauen Pullover, selbst gearbeitet, ber eng um bie jugendliche Gestalt lag. Der dunkel­blaue Rock ließ bie schlanken Hüften und den gertenartigen Wuchs plastisch hervortreten. Das blonde Haar leuchtete wie Gold. Was für em schönes Mädel, dachte der alte Oberst, er hatte nun einmal eine Schwäche für diese Nichte. Und die Hoffnung, daß Benedikte und fein Junge einmal ein Paar werden würden, war einer feiner Liev- lingsgedanken. . ..

Na, kleiner Blaßbürger", er streichelte ihr die Wange,setz dich mal her, bist ja machttg schmal geworden in der letzten Zeit. Die Geschastshockerei ist wohl bißchen viel für dich?

Nicht so schlimm, Onkel", Benedikte setzte sich auf ihren Platz unb zog bie Platte mit ben beleg- ten Brötchen heran,außerbem gibt s ja bald Feier-

: tage, da kann man wieder em wenig .Landluft schnappen. Nur schade, gerade wenn man im besten

i Begriff ist, die Stadt zu vergessen, dann muß man ! wieder zurück." , , ,,

l (Fortsetzung folgt:)

eben gut zu tun, ba müssen alle 'ran. Das Ge- beihen ber Firma ist ja auch für uns Angestellte sehr wichtig."

Frau Zeblitz zog schmerzlich bie Stirn zusammen. Es siel ihr immer noch schwer, sich baran zu ge­wöhnen, baß Benebikte ihr Brot wie tausend an­dere junge deutsche Menschen verdienen mutzte. Der Hochmutsteufel sitzt ihr immer noch im Nacken", wie Bmedikte mitunter zu ihrem Vetter Hans-Hermann sagte. Die Erinnerung an die frü­heren Zeiten trübte der alten Dame den Blick für

Frankreich mit 225 Athleten.

Jetzt steht die französische Beteiligung an den XL Olympischen Spielen in Berlin auch zahlen­mäßig fest. In einer Sitzung beschloß das franzo- fi ehe Olympische Komitee, eine Streitmacht von 225 Aktiven und je zwei offizielle Vertreter für jede Sportart zu entsenden. Im einzelnen Iieat eine genaue Mannschaftsaufstellung zwar noch md)t vor, doch wird davon gesprochen, daß sich m der Mannschaft 40 Leichtathleten, 25 Schwimmer, 18 Fechter, 15 Radfahrer, 10 Ringer und 16 Segler befinden werden. Die Kosten für die Reife tragt das Französische Olympische Komitee.

Dreisichere" Goldmedaillen.

Der Turnverein 1848 Hungen hielt Deutschen Haus seine Jahreshauptversammlung Vereinsführer Adolf Steller gab bie auf bem 23. Deutschen Turntag beschlossene Uebersuhrung ber Deutschen Turnerschaft in ben DRL. bekannt. Mit einbrucksvollen Worten wies ber Vereinsfuhrer auf bie Bebeutung biefes Schrittes hin. Dem an- fchließenb gegebenen Jahresbericht war zu entneh­men, baß sich im verflossenen Vereinsjahre wesent- liehe Aenberungen nicht ergeben haben. Der Tum- betrieb bei ben Altersturnern ist als sehr gering zu bezeichnen, währenbbem bie Entwicklung des Jugenbturnens günstig zu nennen ist. Der Mit- glieberbeftanb hielt sich mit Ab- unb Zugängen auf ber seitherigen Hohe. Die Rechnungsablaae erfolgte durch ben Turner Hch. Frutig unb sch mit einem geringen Überschuß ab. Als Rechnungs­prüfer würben bie Turner Karl Schmalz und Fritz Emmerich bestimmt. Im *-*«**- *«

Im Anschluß daran wurde eine völkische Aus­sprache abgehalten, die eine Reihe von Fragen brachte, die sich mit dem Führer, mit den Begriffen Volk und Volkstum, mit dem Thema Staatsgrenzen unb Dolksgrenzen, ferner mit ben Fragen ber weltanschaulichen Grundlagen des deutschen Sportes im neuen Staat, mit bem Reichsbund für Leibes­übungen u. a. m. beschäftigten. Die völkische Aus­sprache würbe von bem Vereinsdietwart Möser geleitet. Die Spvrtkameraben wußten bie gestellten Fragen ausgezeichnet zu beantworten. Nach einer gemeinsamen Fahrt lahnaufwärts fanb man sich zu einem unterhaltsamen kamerabschaftlichen Bei­sammensein in ber Babenburg ein. Im Rahmen ber Veranstaltung würbe eine Sammlung für bas HilfswerkMutter und Kind" durchgeführt Die Sammlung brachte ben Betrag von 10 Mark.

Versammlung erstattete Oberturnwart Ernst Schmalz in großen Zügen Bericht über ben kürzlich ftattgefunbenen Kreisturntag in Gießen. Seine Ausführungen gipfelten in ben bort gegebe­nen Anregungen zur zweckmäßigen Belebung bes Turnbetriebes. Zum stellvertretenben Vereinsführer wirb infolge Ausfcheibens bes burch Arbeit über­lasteten seitherigen stellvertretenben Vereinsführers W. S h l e r ber Turner unb Dietmar! bes Vereins Ernst Emmerich bestimmt. Weiterhin wurde bie Abhaltung einer einmal wöchentlich ftattfinbenben Schülerinnenturnstunbe beschlossen. Zum Turnwart mürbe ber Jugenbturnmart K. Schmalz bestimmt. Die Versammluna mürbe nach reger Aussprache in ber üblichen Weise geschlossen.

Steifen im Olympiajadr.

9Jlarfe.

Ist' hier eben ein Theaterbesucher mitten aus ber Vorstellung fort?"

Der Beamte grüßte militärisch:

,Jawohl, Herr Krimmalrat, in einem schwarzen Privatwagen. Schwere Klasse. Vor schätzungsweise fünf Minuten."

Verbammte Geschichte, natürlich wieder zu spat Haben Sie gesehen, in welcher Richtung bas Auto ^,Nach bem großen Stern zu, Herr Kriminalrat."

Der Kriminalrat überlegte einen Augenblick. Dann eilte er zum Fernsprecher unb telepjon erte. Mit sehr ärgerlichem Gesicht kam er wieber zuruck.

Natürlich, wieber weg", sagte er

Der Schupo sah ibn fragenb an, aber Kriminal- rat Rönn schien keinerlei Neigung zu haben, wei­terzusprechen. Er sprang in bie Autotaxe, knallte die Tür zu unb fuhr gleichfalls davon.

3.

hielt auch der Wiesecker Kanuklub sein Anpaddeln ab. Aus ber Badenburg fand man sich zur Flaggen- hissung ein. Neben ber Fahne bes Reiches wehte auch bie Fahne bes Reichsbunbes für Leibesübun­gen und der Wimpel bes Wiesecker Kanuklubs am hohen Mast im Hof ber Ruine Babenburg. Die Flaggenhiffung würbe mit bem breifachenSieg- Heil^ auf den Führer beschloßen.

Der Gau 15Westmark" des DDAC. veranstal­tete am Sonntag seine Zuverlässigkeitsfahrt durch ben Obenwald mit Start und Ziel in Darmstadt. Das Fahreraufgebot stellten neben bem DDAC. bas NSKK. und die anderen Gliederungen der Partei sowie die Wehrmacht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in sportlicher Hinsicht die Bergprüfung über 2,2 Kilometer. Den Anstieg zum Rondell" schaffte der BMW.-Fahrer Stork aus Kaiserslautern in 1:54. Die Mannschaften des JR. 97 tarnen dank ihrer vorzüglichen Leistungen in ben Besitz bes vom Reichsstatthalter (Bauleiter Sprenger gestifteten Silberpokals. Die Träger ber Golbplaketten in ben einzelnen Wertungsgrup-

Das Opernhaus lag mit feinen (Bangen unb bem ; großen Vestibül leer ba. Zu öen (Barberobefrauen und Dienern heraus tönte gedämpft die Musik durch die geschloffenen Türen. Es mochte gegen Mitte des zweiten Aktes fein, als ein Auto vor bem Gebäude hielt. Ein Herr stieg eilig aus und eilte an dem Pförtner vorüber. Doch plötzlich ver­hielt er den Schritt unb überlegte einen Augenblick.

Ach bitte, ich habe eine bringende Nachricht an einen Herrn. Er sitzt Loge zwei, Platz sechs. Kann ich hinein?" t .

Der Pförtner schüttelte den Kopf:

Unmöglich, mein Herr. Ich darf wahrend der Vorstellung niemand emlassen."

Aber ber Herr wirb bringen!) gebraucht Er ist Ax'zt. Meine Frau ist schwer erkrankt. Ich muh itlnjann,qne'6en Sie bitte zum ersten Rang hinauf Der Logenschließer wird Ihnen weiter Bescheid

Der" Herr eilte rasch die Treppe empor.

Der Logenschließer von Loge zwei?" fragte er eine Garberobefrau.

D°r"«°ae:sch7ehe?käm herbei. Der cherr riß

einem Trinkgeld in die Hand.

Würden Sie dies bitte dem Herrn aufSitz sechs bringen? Ich warte mit dem ^uto unten.

Der Logenschließer verschwand Er uberias oen Zettel:Nina wieder schwerer erkrankt. Bitte s f '"öffnete er die Tür der Loge Unwillig schaute sich der flerr auf S.fc 6 um .BeiLogen schließer winkte ihm, der Herr erhob sch s > meüe eine Entschuldigung gegen feine Nachba und verließ ben kleinen Raum.

1900 1. Schüler Atten-Duseck 1. Schüler 0:0.

Im Schüler-Pflichtspiel trennten sich die Geaner,

Erfolg zu kommen.

Sportverein 1920 Lollar.

Aufstiegspiel Burg I Lollar I 1:2 (1:0).

Am letzten Sonntag fanb schon bas Rückspiel zwischen beiden Mannschaften statt, Lollar konnte den Vorspielsieg mit demselben Resultat wieder­holen. Burg hatte Anstoß und zog gleich vor Lol­lars Tor. Allmählich fand sich Lollar. Mitte der ersten Hälfte gab es eine Ecke für Burg. Der Ball kam gut herein. Ein Verteidiger köpfte dem Lol­larer Hüter den Ball aus den Händen. Ein kurzes Hin und Her und das Führungstor für Burg fiel. Bis Halbzeit sah man verteiltes Spiel. Nach ber Pause war Lollar bauernb überlegen. Löhr brachte einen schönen Schuß aus kurzer Entfernung zum Ausgleich an. Jede ber Mannschaften wollte jetzt den Sieg erringen. Der Gastgeber brachte jetzt eine harte Note ins Spiel. Es gab ein Strafstoß für Lollar. Gabriel kam aus ber Verteidigung unb

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CRoman von Marlise Köllinq.

Urheberrechtsfchutz: Verlag Oskar Meister, Werbau.

In ben fommenben Wochen unb Monaten wird Deutschland einen Reiseverkehr aufzuweisen haben, der unsere Verkehrseinrichtungen und alle damit zusammenhängenden Wirtschaftszweige auf eine hohe Belastungsprobe stellen wird. Die bereits vor­liegenden Anmeldungen zeigen, daß die Mehrzahl unserer ausländischen Olympiagäste nicht nur nach Berlin kommen, sondern vor oder nach der Olym­piade andere Gegenden Deutschlands bereisen ober Kuraufenthalte nehmen werben. So wirb sich also ber Gästestrom über bas ganze Reich verteilen, unb allerorts werben bereits Vorbereitungen hier­für getroffen. Eine weitere Steigerung wirb der innerdeutsche Reiseverkehr burch bie Fahrten un­fern deutschen Volksgenossen von und nach Berlin als Olympiabesucher erfahren. Neben den vielen Gefellschafts- und Gruppenreisen mit Bahn, Auto­bus und Flugzeug werden auch viele Motorrad­fahrer, Radfahrer und selbst Fußwanderer in der Reichshauptstadt erwartet. Eine Reihe meist behörd­licher Einrichtungen wird in Berlin die Unterkunft, Verpflegung, gesellschaftlichen Veranstaltungen unb anberes mehr organisieren, so daß jeder Olympia- besucher alles aufs beste vorbereitet finden wird.

und Adolf Kiefer ben im 100-Meter-Rückenschwim- men mit 1:04,9 Minuten. Diese drei Zeiten sind selbst von ben Besten ber Japaner bisher noch nicht annähernd erreicht worden. Fick und Medica können sich zudem auf einwandfreie Siege über bie japa­nische Auslese berufen, bie sie im Vorjahre in Tokio beim Länderkampf errangen.

Bisher 20 White-Star-Olympiareisen.

Ein weiteres Beispiel von bem ungeheuren Inter­esse bes Auslandes für bie kommenden Olympischen Spiele in Berlin ist bie Tatsache, baß allein bie amerikanische Cunard-White-Skar-Linie nicht wem- qer als 20 Gesellschaftsreisen zu ben Olympischen Spielen veranstaltet. Die Reisenden werben auch durchaus sachkundig betreut werden, denn bie Schiffahrtsgesellschaft hat eigens zu diesem Zweck eine Reihe ber bekanntesten Sporttrainer verpflich­tet, die als sachkundige Führer mitfahren.

Ungarns Eishockeymannschaft bestraft.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Tuspo. Kirchhain 1900 I 0:2.

Die Reise nach Kirchhain konnten die Blau-Wei- ßen siegreich beenden. Wenn der Sieg auch nur 2:0 lautet, so muß festgestellt werden, bah bem Spiel­verlauf entsprechend ein anderes Resultat hätte zu­stande kommen müssen. Den aroßten Teil der Kampfhandlungen diktierten die Blau-Weißen, unb wenn ber Gastgeber wirklich mal zu Worte kam, bann war es nur ein Aufflackern, bas von ber 93er- teibigung Zeiler-Lippert schnell wieber abgeschwächt wuröe.

Bei Beginn bes Spieles finb bie Blau-Weißen sofort im Angriff. Zahlreiche Schüsse gehen aufs Tor, boch meist finb sie zu ungenau. Erst nach Ab­lauf einer Viertelstunbe fiel bas erste Tor. Ein gutes Durchspriel von Heilmann übör Rinberknecht zu Enbers schlug bieser flach ins Netz. Weiter brän= gen bie Gäste und bie Hintermannschaft ber Kirch­hainer gerät stark in Bebrängnis. Den Blau- Weißen will jeboch nichts mehr gelingen. Enbers schießt in aussichtsreicher Stellung knapp baneben. Einen Eckball, ben Enbers in bie lange Ecke köpft, hebt Garth über bie Latte unb Ranft hat mit zwei Schüssen ebenfalls Pech.

Nach ber Pause basfelbe Bilb! 1900 brängt unb brängt, aber zu Erfolgen will es nicht kommen. Das Pech verläßt bie blau-weißen Stürmer nicht. Erft in ber Mitte ber zweiten Hälfte fällt bas zweite Tor. Heilmann, ber bei einem Eckball mit auf­gerückt war, schlug ben abgewehrten Ball über bie Kopfe ber Abwehrmauer ins Netz. Nun bemühen sich bie Gastgeber stark um Verbesserung bes Resul­tats. Zeller unb Lippert waren jeboch auf ber Hut und bie beiben aussichtsreichen Chancen machte Wißmar in großer Manier unfchäblich. Diese Pe- riobe war schnell vorüber unb bas Enbe ftanb weiterhin im Zeichen ber Blau-Weihen.

Ich habe Ihnen dies zu übergeben, mein Herr", dem Geschäft auch (o ausnutzen? Für die paar sagte der Schließer, Der Herr nahm den Z°tt°h Mark^ ^ann kein- Rede sein, Mutter,"

Zu dumm! Ja, da muß^ich fort, -m Arzt kann ermibcrk Benedikte ruhig, vor den Feiertagen ist eben niemals über feine Zett verfugen .sagte er .

halb zu dem Schließer.Wollen Sie mir schnellstens meine Garderobe besorgen."

Eine Minute später verließ der Herr in Hut und Mantel eiligst das Gebäude. Ein Schupo, der vor dem Theater auf- und abpatrouillierte, sah ihn m bas wartende Auto, einen großen schwarzen Tou­renwagen, einsteigen und davonfahren.

Der Wagen mochte kaum fünf Minuten ver­schwunden sein, als eine Autodroschke vor dem Theater hielt. Ein Herr sprang heraus Er schlug seine Rockklappe zurück, zeigte dem Schupo seine

Als Benedikte daheim ankam fand sie die Mut­ter und den alten Oberst ihren Onk l m

einer ziemlichen Ausregung. Aus dem Eßtisch, unter ber Lampe, glänzte ein gelbliches Papier mit einem Amtssiegel, baneben lag ein dicker Brief. Oeoens- hoe, las Benebikte, während sie der Mutter unb bem Onkel guten Abenb sagte.

Wo bleibst bu nur solange, Benebikte", meinte

Fr°u Z-dlitz mit ihrer ^m°r °kva-^ Nagenden @efäi)rli(i)eg.Ich begreife d-in-

fttzt"i7m°r zu tun hast. Warum läßt du dich in Ruhe nicht, es geht dach fchließiich auch um deinen

Nur für eins muß jeber Besucher selber sorgen: für Beschaffung, Mitnahme unb zweckmäßige 93er- menbung feines Reifegelbbeutels. Die Beschaffung ber benötigten Summe wirb bis bahin wohl meist mit Hilfe bes Sparkassenbuches erfolgt fein, diezweckmäßige" Verwendung hangt von bem Geschmack jebes einzelnen ab, unb über eine zweck­mäßige Art ber Mitnahme bestehen auch keine Zweifel, wenn man sich z. B. eines Rob, bes Reise» trebitbriefes ber beutschen öffentlichen Spar- und Girokafsen bebient. Dieser Rob wirb neuerbmgs auch für zwei zusammenreisende Personen ausge- l Schmalz uno j g^ben. Solch eine Reisekreditbrief macht die Mit- Im Verlaufe ber | nähme von barem Gelbe überflüssig; bie Reisekasse