den Danakilwüsten. Der westliche Rücken geht Antalo nach Süden, er wird durch den Einst
von
revolutionäre
Idee
und
Antalo nach Süden, er wird durch den Einschnitt der Samra unterbrochen, um sodann sich vom Gutba Heriat, der 2750 Meter hoch ist, nach dem Amba Alabschi hinzuziehen. Zwischen diesen beiden Rücken fließt der Mai M e s c i c gegen den Paß, der durch den Amba Aladschi führt. Es muß den Italienern also gelungen fein, ohne daß von sonderlichen Kämpfen berichtet worden wäre, die Höhenzüge und die Talsenke zu bezwingen, darunter den hohen Gutba Heriat.
Die Eroberung des Berges Aladschi ist ein bedeutender Erfolg der Italiener. Die Abessinier hatten sich bei Tagora auf der steil nach Westen abfallenden Flanke des Gebirges aufgestellt, weiter den Aladschi in den Mittelpunkt ihrer 23er»
ganze Gebiet ist unwegsam. Die Bergrücken und Hänge, die in schroffen Terrassen gegen die tiefeingeschnittenen Täler abfallen, bieten an und für sich dem Kleinkrieg der Abessinier günstiges Gelände. Wenn trotzdem die Italiener so schnell den Amba Aladschi eroberten, dann spricht das für die Ueberlegenheit der modernen Aus- r ü ft u n g , der die Abessinier nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen haben und jetzt zur Einnahme dieser Schlüsselstellung geführt hat.
Die vielen Talsenken, die sich zwischen dem Amba Aradam und dem Amba Aladschi hinziehen, werden durch zwei Rücken gebildet, die auf den Amba Aladschi zulaufen, der sich bis zu 3410 Meter erhebt. Gegen Osten bildet der eine Rücken die Wasserscheide zwischen dem inneren Abessinien und
A-ßerhem aber würde eine derartige freundschaftliche und vertraglich festgelegte Verbindung im direkten Nutzen für die am Mittelmeer interessierten Nationen liegen, soweit sie sich für die Abschaffung der besonderen, im Augenblick noch in Kraft befindlichen Gesetzgebung für Ausländer auf ägyptischem Boden einsetzten. Die Tatsache, daß Ausländer, die sich in Aegypten vergangen haben, nicht vor ägyptischen Gerichten abgeurteilt werden dürfen, sondern vor besondere europäische Gerichtshöfe ihrer Nationen kommen, ist einer der Haupt- anariffspunkte der nationalistischen Wafd, die — nicht ganz zu Unrecht — im 20. Jahrhundert nach einer allgemeinen und gleichen Gerechtigkeit für Aegypter und Ausländer rufen unb die B e s e i t i ° aung dieser Privilegien fordern. Als seinerzeit der bekannte englische Prokonsul in Aegypten, Lord Cromer, sich für die Abschaffung dieser besonderen Privilegien einsetzte und zu Diesem Zweck bei den verschiedenen Nationen an- wurde ihm der Bescheid gegeben, daß man die Abschaffung erst dann befürworten könne, wenn eine genügende militärische Macht in Aegypten die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit garantieren würde. — Die Entwicklung Der Verhandlungen zwischen Großbritannien und Aegypten in den nächsten Wochen wird erweisen wie weit man auf eine derartige Einigung im Sinne eines freundschaftlichen militärischen Bünd- nisses zwischen den Beteiligten rechnen kann. Soll- ten die Verhandlungen jedoch nicht zu einem gün- 1Wn Ergebnis gelangen (und angesichts der Poli- tik der Wafd mit ihrer Mitverantwortlichkeit an den kürzlichen blutigen Studentenunruhen muß man einen unbefriedigenden Ausgang für möglich hab ten), dann bleibt uns nichts anderes übrig, als mit jenem Franzosen zu sagen: „Ce n’est pas le provisoire qui dure! — Dann bleibt es eben b e i dem vorläufigen Zustand".
Rom, 28. Febr. (DRV.) Der von Marschall Ba- doglio gedrahtete Heeresbericht lautet: „Die Truppen des 1. Armeekorps haben Amba Aladschi erobert. Seit heute vormittag 11 Uhr weht auf der Höhe dieses Berges, der den Heldentod To- sellis und der ©einigen sah, die italienische Flagge."
Vom Kriegsberichterstatter des DNB. wird dazu aus Asmara gedrahtet, daß mit der Besetzung des Bergmasfios des Amba Aladschi durch das I. Armeekorps ein wichtiges Einfallstor nach Abessinien in die Hände der Italiener ge-
Der Führer anwortete: „Als ich dieses Buch schrieb, war ich im Gefängnis. Es war die Zeit, als die französischen Truppen bns^"'*"--
Heuer Erfolg italienischer Waffen an der abessinischen Aordfront
Mit der Eroberung des Ambi Aladschi befindet sich die Zugangsstraße zum abessinischen Hauptquartier Oessie in italienischer Hand.
teibigung einbezogen und ihr rechter Flügel lehnte sich an den Ort Corbeta oder Enda Moeni an. Die italienischen Truppen haben trotz aller natürlichen Hindernisse den Sieg davongetragen. Die Eroberung des Amba Aladschi bedeutet vielleicht einen Wendepunkt im italienisch-abessinischen Krieg.
Abessinischer Hilferuf in London.
London, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der abessinische Gesandte in London, Dr. Martin, ersucht die englische Oeffentlichkeit in einem Aufruf um eine private Anleihe, damit Abessinien Waffen für seine Verteidigung kau- f e n könne. In dem Aufruf heißt es, daß die Abessinier „oerteidigungslos" hingemetzelt würden, während der Völkerbund seine Erörterungen fortsetze. Die Abessinier feien überzeugt, daß sie mit einer privaten Rüstungsanleihe in der Lage wären, ihre Feinde wirksam und rasch niederzuwerfen.
Der Kaiser von Abessinien sprach in einer Unterredung mit einem Sonderkorrespondenten des „Daily Telegraph" die Hoffnung aus, daß der Völkerbund die Ausdehnung der Sanktionen nicht mehr hinauszögern werde. Er fei überrascht, daß überhaupt Vorschläge für eine Abtrennung abessinischen Gebietes erörtert worden seien. Abessinien sei immer noch bereit, eine Völkerbundshilfe für seine Entwicklung zu begrüßen, bestehe aber auf der Aufrechterhaltung seiner vollständigen Souveränität.
Bietet der Sowjetpakt Frankreich wirklich Sicherheit? Abgeordnete der Rechten fordern Rückkehr zur einjährigen Dienstzeit.
Deutschland wünscht die Freundschaft mit Frankreich.
Unterredung eines französischen Journalisten mit dem Führer.
Paris, 28. Febr. (DNB.) Der „Paris Midi" veröffentlicht eine Unterredung des französischen Schriftstellers Bertrand de Jouoenel mit dem Führer und Reichskanzler, die vor einigen Tagen, also vor der Ratifizierung des fowjet- russisch-französischen Beistandspaktes durch die französische Kammer, stattfand. In dieser Unterredung erklärt der Führer und Reichskanzler u. a.:
„Ich weiß, was Sie denken. Sie meinen: ,Hitler macht uns Friedenserklärungen, ist er aber wirklich aufrichtig?< Wäre es aber nicht besser, wenn Sie, anstatt psychologische Rätsel zu lösen versuchen, einmal die berühmte französische Logik anwendeten? Wäre es nicht ein Ruin für beide Länder, wenn sie erneut auf dem Schlachtfeld zusammenstießen? Ist es nicht logisch, baß ich für mein Lanb bas Vorteilhafte st e erstrebe? Und ist bieses Vorteilhafteste nicht b e r Friede. Ich will beweisen, daß der B e g r i f f der Erbse i n d s ch a f t zwischen Frankreich und Deutschland ein Unsinn ist. Das deutsche Volk hat dies verstanden. Es ist mir gefolgt, als ich eine viel fchwie- rigere Versöhnungsaktion unternahm, als ich zwischen Deutschland und Polen versöhnend eingriff."
Bertrand de Jouoenel kommt dann auf bes Führers Buch „Mein Kampf" zu sprechen, in dem sehr schlimme Dinge über Frankreich gesagt seien. „Dieses Buch wirb nun in ganz Deutschlanb als eine Art politische Bibel angesehen. Es wird verkauft, ohne baß bie aufeinanberfolgenben Ausgaben in ir- genbeiner Hinsicht bezüglich ber Stellen über Frankreich einer Korrektur unterzogen würben."
Paris, 28. Febr. (DNB.) Einen Antrag auf sofortige Wiebereinführung ber einjährigen Dienst» Zeit in Frankreich hat eine Gruppe rechtsgerichteter Abgeordneter eingereicht. Sie beruft sich babei mit nicht zu verkennenber Ironie auf ben angeblichen Sicherheitsfaktor, ben ber fowjetrus- fifch-franzöfifche Pakt für Frankreich bedeute. Die Einführung ber zweijährigen Dienstzeit fei mit bem „Gespenst ber rekrutenarmen Jahre unb ber möglichen Gefahr eines Angriffes" gerechtfertigt worben, bem sich Frankreich allein gegen» übergefehen hätte. Das Parlament hätte bei ber Aussprache über ben Sowjet-Pakt bas Versprechen erhalten, baß bas sowjetrussische Heer im Kriegsfälle an Frankreichs Seite stehen würbe. Zwei hervorragenbe Parlamentarier, bie sich persönlich von ber Kampfkraft bes russischen Heeres überzeugt hätten, Herr io t unb Pierre C o t, hätten besonders barauf hingewiesen, baß bie Efsek- tiobeftänbe des sowjetrussischen Heeres bie st ä r k - ft en ber Welt seien, unb baß man von nun ab bank ber ersten unb besten Fliegerei auf ber Welt an bie regelmäßige Verwenbung ber „f l i e g e n b e n 23 r i g a b e" benfen könne, bie auf dem Luftwege hinter die feindlichen Stellungen befördert würde. „Unter diesen Umständen", so heißt es in der Begründung, „halten wir es für angebracht, das Opfer, das wir gezwun- aenermaßen der französischen Jugend auferlegt haben, nicht länger fortzufetzen und sofort zur einjährigen Dienstzeit zurück- z u k e h r e n.
Das „Echo de Paris" erklärt, die Sowjets hätten am Donnerstag einen künstlichen Erfolg davongetragen. Sie hätten die gewünschte Abstimmung durchgesetzt, aber sie hätten nicht die gefühlsmäßige, wirkliche und tiefe Zustimmung Frankreichs erhalten. Sie hätten den schweren psychologischen Fehler begangen, s i ch die nationalen Parteien zu entfremden, obwohl diese schwach, uneinig unb ohnmächtig unter normalen Umständen fein mögen, sie würben bas lebenbige unb treibenbe Element bes Vaterlanbes werben, fobalb sich eine außenpolitische Gefahr ab» zeichne unb wichtige Entscheibungen zum öffent-
Die eingezeichneten Stellungen finb burch bie letzten Operationen überholt. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
fallen ist. Der Amba Alabschi beherrscht ben Weg nach bem abessinischen Hauptquartier D e s s i e. Jeber Versuch ber abessinischen Streitkräfte, nördlich von Dessie ben Vormarsch ber Italiener aufzuhalten, kann aus biefer tarfen Schlüsselstellung heraus wirkungsvoll oer» hinbert werben. Das I. Armeekorps marschierte am Donnerstag unb Freitag, ohne Wiberstcmb zu finben, in b re i Kolonnen vor. Lebiglich süblich bem Amba Alabschi kam es zu kleineren Patrouillengefechten mit ber Nachhut ber auf bem Rückzug be» finblichen Truppen Mulughetas. Sämtliche Gebirgspässe unb Tal st raßen bes Amba Alabschi finb gleichfalls von ben Italienern besetzt, so baß militärisch gesehen bie italienischen Streitkräfte mit bem Sieg einen wichtigen Erfolg zu verzeichnen haben.
Unter ben Truppen ber Norbfront herrscht große Begeisterung. Man erinnert sich an ben Helben» kampf bes Majors T o s e l l i in Dezember 1895. Die Heimatstabt Tosellis hat bem 1. Armeekorps eine Fahne gestiftet, bie am Freitag auf bem Amba Alabschi gehißt würbe. Die eingeborene Bevölkerung soll bie Truppen ber vormarschierenben Italiener freunblich ausgenommen haben. Die Eingeborenen sollen ben fliehenben Solbaten Mulughetas bie Waffen geraubt unb sie zum Teil niebergemacht haben. Den Vormarsch beckte auf ber rechten Flanke in Verbinbung mit bem (Eingeborenen» forps bas III. Armeekorps. Seit Donnerstag haben biefe beiben Heereskörper eine neue Aktion eingeleitet. In Kreisen bes italienischen General- stabes an ber Norbfront ist man sehr zuversichtlich. Man erklärt, baß mit ber Eroberung bes Amba Alabschi ber Zusammenbruch ber abessinischen Norbfront in immer greifbarere Nähe rücke.
LiJL ^roßten Spannung zwischen unseren beiden Landern. Ja, wir waren Feinde, unb id) stanb zu meinem Lanbe, wie es sich gehört, gegen Ihr Lanb, genau wie ich zu meinem Lanbe gegen basere viereinhalb Jahre lang in ben Schutzen» graben gestanben habe! Ich würbe mich selbst verachten, wenn ich nicht im Augenblick eines Kon» sliktes zunächst einmal Deutscher wäre.
Aber heule gibt es keinen Grund mehr für einen Konflikt. Sie wollen, daß ich mein Buch korrigiere, wie ein Schriftsteller, der eine neue Bearbeitung feiner werke herausgibt. 3d) bin aber kein Schriftsteller. 3ch bin Politiker. Weine Korrekturen nehme ich i n m e i • ner Außenpolitik vor, die auf Verständigung mit Frankreich abgesiellt ist! wenn mir die deutfch-französifche Annäherung gelingt, fo wird das eine Korrektur dar- fküen, die würdig ist. weine Korrektur frage ich in das große Buch der Geschichte ein!“
Auf die Frage nach Deutschlands Haltung zum französisch - s o w j e t r u s s i s ch e n Bei- stand sp a kt antwortete der Führer: „Sind Sie sick denn in Frankreich bewußt, was Sie tun? Sie [affen sich in das diplomatische Spiel einer Macht hmelnziehen, die nichts anderes will, als d i e großen europäisch en Völker in ein Durch- elnanber zu bringen, aus bem biefe Macht allein ben Vorteil zieht. Man
Vorsichtige« Abwarten In Gens, veltransportsperre statt Lelsperre wird erwogrn.
Lonbon 29 Febr. (DNB. Funkfpruch.) Die Morgenblaktter bekräftigen sich mit ber vorausficht- luben Entwicklung ber Genfer Besprechungen. „Daily Telegraph glaubt zu wissen, bie englische Regierung fei zu bemSchluß gekommen, baß eineDeltrans» F°VLPlrru bie praktischste Lösung unb wirk- samsteMaßnahme wäre. Diesen Stanbpunkt werbe Eben in Genf voraussichtlich vertreten. Für eine eigentliche Oelsperre seien bie Bebingun- gen noch nicht gegeben, ba bie Delüeferun- Sen an Italien burch anbere als burch militärische lcaßnahmen nicht abgeschnitten werben tonnten Wen* ber Völkerbunb vorausginge, würbe Englanb jeboch bereit sein, bie hoppelte Sanktion einer Oel- sowohl wie einer Transportsperre in Kraft zu setzen. Da aber Englanb ebenso wie Frankreich in Genf nicht bie Initiative ergreifen würben, bleibe es abzuwarten, ob ein anberer Vertreter bes Acht- zehner-Ausschufses eine Oelfperrs Vorschlägen werbe.
Die neue Lage.
Ueberraschenb schnell ist nach ber Einnahme ber befestigten Stellungen ber Abessinier am Amba Arabam bie Position am Amba Alabschi von ben Italienern genommen worben. Der Amba Alabschi ist für bie Italiener ein Schicksalsberg. Am 7. Dezember 1895 würbe bort bas vom General Arismonbi vorgeschobene Korps bes Majors Tofelli in Stärke von 2500 Mann vom Vater des jetzigen Korpskommanbanten Ras Seyum, bem Ras Mangascha, völlig vernichtet. Es war bie Einleitung zu jenen Kämpfen, bie mit ber Schlacht von Abua am 1. März 1896 enbeten unb burch bie Italien gezwungen würbe, auf bas Abkommen von Utfchalli zu verzichten, bas feit bem 2 Mai 1889 aanz Abessinien unter italienisches Protektorat gestellt hatte. Nach 40 Jahren hat also Jta- hen nicht nur bie Scharte von Abua ausgewetzt, sonbern auch bas Gebirgsmassiv bes Amba Alabschi genommen, wo einst bas Unglück ber Italiener begann. Der Jubel ber Italiener ist baher sehr oer» stanblich.
3n ben Kämpfen Dom 15. Februar war Ras
UJ u 8a am Amba Arabam geschlagen worben. Dieses Bergmassio wurde oon ben Italienern mit schwerer Artillerie belegt, so baß bie Abessinier bort keine Stützpunkte mehr finben fonn» ten. Wieberholte Gegenangriffe, bie bei Hellem Tage und ohne Artillerieoorbereitung oon ben Abessiniern ausgeführt würben, scheiterten. Don ben Dioisio- nen, bie ben Amba Arabam nahmen, zeichnete sich bie aus Subtirol befonbers aus. Jebenfalls lag ber ■ ui.a Arabam nur 15 Kilometer oon ben italie» mjchen Ausgangsstellungen entfernt. Die Bezwm- w!Lnie h8i^erSes' ber ein ziemlich ausgebehntes dkateau bilhet, formte nur mit großen Truppen- muffen oon ben Italienern burchgeführt werben enen etwa gleichstarke abessinische gegenüberftan' d'° °b°r feine Artillerie unb kaum moderne in größerer Zahl besaßen.
• ^bruar rnelbete General Baboglio, 5J! ’ genommen worben. Dieser Ort, ber nur ift abPr nmlCr Üblich des Amba Arabam liegt, Ambo i 30 Kilometer oom
zimba Alabschi entfernt. Doch bie 'Rer- bey °b-"ini'ch°n Arm« scheint °m n. MiÄ , |o?c,t »reicht worben zu sein, baß teren6» m oi rbe,s ""deren unb zerkliiste- teren Amba Aladschi geschlagen wurde. Das
Aegypten.
Von Lord Lloyd, ehemaligem britischem Oderkommiffar in Aegypten.
Die kürzlich neu aufgenommenen Versuche, zu einer enbgültigen Lösung bes ägpptischen Problems im Sinne eines bauerhaften Bünb- nisses zwischen ben beiben Länbern stößt augenblicklich — trotz ber optimistischen Presseberichte in Englanb — täglich auf neue Wiberstänbe. Ohne auf bie politische Vergangenheit ber ägyptischen Regierungen näher eingehen zu wollen, kann man barauf Hinweisen, baß bie augenblickliche Koalitionsregierung in Aegypten nur bem bloßen Namen nach eine berartige Regierung barfteüt unb baß bie Gegensätze zwischen bem nationalistischen Wafb unb ben gemäßigteren Parteien auch für bie Zukunft zu groß fein werben, um eine schnelle Bereinigung ber gespannten Lage zwischen ben beiben Völkern herbeizuführen. Vielleicht war auch ber Zeitpunkt, ben man für bie Neuaufnahme biefer Verhanblungen wählte, nicht sehr glücklich, ba er noch unter ben Nachwehen der Stubentenkrawalle in Kairo stanb unb man sich oielleicht im englischen Auswärtigen Amt nicht genügenb in bie Geschichte berartiger mißglückter Versuche unter Macbonalb (1924), Saroat (1927) unb Henberson (1930) oertiefte, bie klar zeigt, baß Verhanblungen selbst unter DoCfommen normalen Verhältnissen scheiterten.
Ganz abgesehen jeboch oon biefen Unruhen erleichtert bie augenblickliche politische Situation bie Durchführung ber begonnenen Verhanblungen keineswegs. Durch ben italienisch- abessinischen Konflikt unb bie Tatsache bes hornigen palästinischen Problems ist Aegypten, bas bazu noch ben Suezkanal einhüllt, zu einem anerkannt erstrangigen Punkt geworben — eine Tatsache, bie bie beiben Verhanblungspartner noch mißtrauischer macht, als sie es oon Natur schon finb.
Die militärischen Punkte ber Verhanb- lungsergebniffe werben bas größte Interesse bei allen interessierten Nationen finben, unb oielleicht sollte man gerabe wegen ihrer großen Bebeutung schon jetzt näher auf biefen wichtigsten Teil eines möglichen englisch-ägyptischen Vertrages eingehen. Unter bem im Jahre 1930 geschlossenen Pakt würbe Englanb zugestanben, im Falle eines Kriegs 8500 Solbaten mit befonberer Erlaubnis ber ägyptischen Regierung zu lanben unb sie zum Schutze bes Sue^kanals zu oerroenben. Heute hat sich bie Lage bereits herart geänbert, baß bie in Aegypten an« wesenbe britische Streitmacht, bie genau hoppelt so groß i ft, nicht nur oon her Regierung gebilligt, sonbern sogar oon her nationalen Wafb- partei begrüßt würbe. Aber selbst biefe hoppelte Anzahl Solbaten wäre im Falle eines Krieges natürlich DoIIfommen ungenügenh, um ihre Aufgaben mit nur einiaer Hoffnung auf Erfolg burchführen zu können. Aus biefem Grunbe wäre her Abschluß eines militärischen Bünb- n i ff e s zwischen Großbritannien unb Aegypten be- fonbers begrüßenswert. Dieser Plan bestünbe barin, bie bereits in (Stammtruppenteilen bestehenbe ägyptische Lanbesarmee technisch unb zahlenmäßig auf bie Höhe zu brinaen und bie freunbfchaftliche Zusammenarbeit zwischen biefen Truppen unb ben in Aegypten befinblichen Solbaten anzubahnen. Durch einen solchen Schritt würbe in jenem Winkel bes Mitt^änbischen Meeres enblich jene Stabilität geschaffen werben, bie ben Länbern feit langen Jahren sehlt — oielleicht gerabe wegen ber Abwesenheit einer berartigen Wehrmacht.
lichen Wohl notroenbig werben. Die LanbesoerteiÄ- gung gehöre zum Bereich ber 23aterlanbsfreunbe unb nicht zu bem ber Verräter, bie oon einem fremben Lanbe bezahlt werben. Die in ber französischen Kammer entgegen ber Aufassuna ber nationalgesinnten Abgeordneten feierlich übernommene Verpflichtung bringe bas französische Gewissen in Wallung.
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Das französische Abgeorbnetenhaus hat ben Mi- litäroertrag mit Sowjetrußlanb gutgeheißen. Es hat bamit sich unb Frankreich a u f ber bolschewistischen Linie fe ft gelegt Was bas f ü r Frankreich künftig noch zu bedeuten hat, ist oon einer nicht geringen Zahl oon Warnern in Frankreich selbst wiederholt zum Ausdruck gebracht worden. Die gleichen Kreise machten aber auch auf die für Europa drohenden Gefahren aufmerksam, die auch wir immer wieder mit aller Klarheit herausgearbeitet haben. Dennoch hat Frankreich das engmaschige System der Militäroerträge um den Pakt mit ber Sowjetunion erweitert. Dieser Pakt wirb aber kaum bie ewig um ihre Sicherheit besorgten Gemüter beruhigen. Nach Versailles rüsteten sie gegen bas entwaffnete Deutschlanb auf, bann würben Militäroerträge abgeschlossen, später kamen feierliche Abmachungen zugunsten bes allgemeinen Friebens unb ber befonberen französischen Sicherheit hinzu. Im Anschluß baran rüstete Frankreich noch mehr auf. Heute hat es sich bie Bolschewisten zum Bunbesgenossen gemacht, ohne sein Aufrüstungstempo zu stoppen. Wer aber mit dem Bolschewismus paktiert, oerfchreibt sich ihm, wer mit ihm marschiert, bereitet ihm ben Weg. Dieser Weg ist auf bem letzten Komintern-Kongreß in Moskau erneut abgesteckt worben. Wir tenen ihn. Mag man auch an her Seine nur bie sowjetrussischen Bajonette sehen unb wähnen, baß sie bem französischen Volke zur Verfügung stehen. Diese Bajonette gehören aber ber Garbe ber bol» schewistischen Weltreoolution. Dieser Garbe ist Frankreich als Bunbesgenosse an bie Seite getreten. Mehr braucht oon uns zu ber Rati- fizierung nicht gesagt zu werden. Die Senatoren und der französische Präsident haben jetzt bas Wort.
Die öffentliche Meinung Amerikas sei g e g S n jede weitere Verzögerung, ba sie eine Verwicklung in europäische politische Fragen befürchtet.
s -ortet! zieht. Man
öarf bie Tatsache nicht aus ben Augen oerlieren, baß Sowjetrußlanb ein politischer Faktor ist, bem eine explosioe, ----r - ; " _ _
eine gigantische R ü st u n g zur" Verfügung stehen. Als Deutscher habe ich bie Pflicht, mir über a\‘bhiUh2kli,^VlUp‘!Knflfüa3 "uyr-ieine herartige Lage Rechenschaft abzulegen. Der 8 et besstztsn.Es war im Augenblicks Bolschewismus hat bei uns keine Aussicht durchzw
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