llr. 51 Erstes Blatt
Samstag, 29. Zebruar 1936
186. Jahrgang
Kampflose Llebergabe der aufständischen Truppen in Tokio?
p a n s führen werden. Trotzdem wird die
Spanien (reibt in kommunistisches Fahrwasser
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zierkorps mit den als Chef General erblickten
Mandschukuo ruhig beurteilt, die Geschäfte nehmen ihren gewöhnlichen Verlauf.
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Apolitischen Stellung der Sowjetunion im Fernen Osten führe. Dies werde von der japanischen Armee mit um so größerer Sorge verfolgt, als die bald zu erwartenden praktischen Auswir-
Vauern — und man sollte meinen, es müßte gerade der Armee hierauf in erster Linie ankommen — nur sehr gering. Das rauhe Klima und die Bodenverhältnisse machen es im allgemeinen dem japanischen Bauern unmöglich, mit dem bedürfnislosen und an das Klima gewöhnten Chinesen in Konkurrenz zu treten. Die japanische Auswanderung hat sich denn auch schon seit vielen Jahrzehnten vorwiegend nach dem Süden gewandt. Die Inselwelt der Südsee, Australien, Mexiko, Kalifornien bieten dem japanischen Siedler ein Klima, das ja weit mehr seinen Lebensgewohnheiten entspricht als die rauhe Witterung des ostasiatischen Festlands. Mit der Inselgruppe der Ryukyu und Formosa greift Japan schon weit um die chinesische Küste herum. Von hier aus bemüht sich die japanische Wirtschaft, in der Provinz Fukien Fuß zu fassen. Eine andere Stoßrichtung japanischer Wirtschaftsexpansion, der japanische Ansiedler zu folgen pflegen, zielt über die eben aus der amerikanischen Vormundschaft entlassenen Philippinen, auf denen große Hanf- und Koprakulturen sich bereits in japanischen Händen befinden, nach Insulinde, dem Kolonialreich der Holländer, das gegen einen Handstreich Japans nur mit Hilfe der englischen Flotte zu halten wäre. Mit den ehemals deutschen Inselgruppen der Karolinen, Marianen und Morschallinseln, die Japan als Dölkerbundsmandat erhalten und nach seinem Austritt aus dem Völkerbund behalten hat, besitzt Japan eine wertvolle strateoische Basis für ein weiteres Vordringen in der Südsee. Hier ist bereits die Hälfte der Bevölkerung japanisch und auch auf der ostindischen Inselwelt ist die japanische Einwanderung ständig im Wachsen.
Es liegt in der Natur der Sache, daß die auf die wirtschaftliche Durchdringung und allmähliche Be- berschung der Südsee gerichtete japanische Expansion nicht nur in den maßgebenden Wirtschaftskreisen volle Unterstützung findet, sondern daß fit auch von der Marine gefördert wird, die hier ihre Stützpunkte sucht für eine Auseinandersetzung mit den beiden angelsächsischen Seemächten, den einzigen ernsthaften Mitbewerbern um die Herrschaft über den Pazifischen Ozean. Wenn aber in der letzten Zeit das von der Armee mit aller Kraft forcierte Vordringen Japans auf dem ostasiatischen Festland weit mehr in die Augen fiel, so trug dazu wohl die wachsende Gefahr eines Zusammenstoßes mit Sowjetrußland bei, das in seinen fernöstlichen Provinzen unter dem Oberbefehl des sagenhaften Blücher eine zahlenmäßig starke und technisch wohlausgerüstete Armee zum Gegenstoß versammelt hat, mit dem zu rechnen ist. sobald javanische Truppen die sowjetrussische Interessensphäre in der Mongolei berühren. Die heftigen Grenzkon«
flikte der letzten Wochen ließen bereits ahnen, daß es mit dem Nachgeben auf beiden Seiten vorbei sein dürfte. Es ist kein Zweifel, daß der französisch- sowjetrussische Beistandspakt, dessen baldiger Ratifizierung die Pariser Kammer soeben zugestimmt hat, trotz aller offensichtlichen Gefahren, die der Pakt für den europäischen Frieden in sich birgt, auch die Spannungen in Ostasien sehr beträchtlich verschärft hat. Moskau hat nun die lang® enbehrte Rückendeckung im Westen, um im Fernen Osten nach langen Jahren vorsichtigen Lavierens gegenüber der japanischen Expansion jetzt als starker Mann auftreten zu können. Daß auch England im Hinblick auf die Lage in Ostasien anscheinend Moskaus Freundschaft sucht, stärkt die Stellung der Sowjetunion noch mehr. Diese beträchtlich verschlechterte machtpolitische Konstellation Hot in Japan große Sorgen bereitet und es ist kein Zweifel, daß diese außenpolitische Wolke dazu beigetragen haben wird, das Vorgehen der aktivistischen Elemente des Offizierkorps der Armee gegen eine Regierung auszulösen, deren schwächlicher und zögernden Haltung man die Schuld zuschob, daß nicht die Auseinandersetzung über die Herrschaft auf dem ostasiatischen Festland durchgeführt worden war, bevor sich die Gegner gebunden und Sowjetrußland den Rücken frei hatte. Wird der außenpolitische Kurs des neuen japanischen Kabinetts, wie zu erwarten ist, von Männern wie Araki und Tanaka bestimmt, so wird ein kriegerischer Zusammenstoß am Amurbogen und in der Mongolei zur größten Wahrscheinlichkeit, nachdem auch in Moskau der Wille zur Erhaltung des Friedens in Ostasien im sicheren Gefühle der Rückendeckung durch den Beistandspakt mit Frankreich eingeschlafen sein dürfte.
tun gen dieses Paktes zu einer weiteren
Verschlechterung der Stellun
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Madrid, 28. Febr. (DNB.) Wie „El Liberal" berichtet, hat der spanische Außenminister einer Gruppe der „Freunde Sowjetrußlands" erklärt, die Meinung der Regierung gehe dahin, so schnell wie möglich diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen mit der Sowjetrepublik aufzunehmen. Er hoffe, die Regelung sei eine Frage von wenigen Tagen. In Madrid sind auf Anordnung der Regierung sämtliche Parteilokale der spanischen Fasch i st e n (Falange Espanola) von der Polizei g e - schlossen worden. In Sevilla wurden in der Stadtverordnetensitzung drei Kommuni st en als Bezirksbürgermeister gewählt. Kommunistische Stadtverordnete richteten vom Balkon des Rathauses Ansprachen an die Menge wobei sie ankündigten, daß die am 16. Februar begonnene Revolution folgerichtig fortgesetzt werden würde.
Der spanische Ministerrat beschloß die Einstellung von 5300 Lehrern und Lehrerinnen im Laufe des Jahres sowie die Ersetzung sämtlicher Geistlichen und Ordensschwestern, die als Erzieher tätig sind, durch weltliche Lehrkräfte.
Der Kommunismus gewinnt in Spanien ganz offensichtlich immer mehr Oberwasser. Ueberall macht sich Moskaus Hand bemerkbar, überall sind die Jünger Stalins am Werke, die Massen getreu den Parolen der Kommunistischen Internationale aufzuputschen. Zwar suchen die Wahlsieger, d. h. die Parteien der gemäßigten Linken, ihre Macht zu untermauern, aber der Außenstehende kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob Spanien gegenwärtig seine Kerenski-Periode durchmacht: die Rechte wird hart bedrängt, ihre Vereinigungen und Organisationen werden unter Druck gesetzt oder aufgelöst, die Polizei wird in Verwirrung gebracht, die Bolschewisten aber bleiben ungeschoren. Ja, sie können sogar triumphierend verkünden, daß von der Regierung mancherlei unternommen wird, was sie gefordert haben, so daß also in den Augen der
Amerika wird ungeduAa.
Gegen weitere Verzögerungen auf der Flottenkonferenz.
London, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter beurteilen die Aussichten der Flot- tenkonferenz sehr pessimistisch. „Daily Mail" schreibt, das einzige Ergebnis der Konferenz werde wahrscheinlich eine Verständigung zwischen England und Amerika über die Tonnage der Kriegsschiffe und Über einen Programmaustausch sein. „Morning Post" meldet, der Führer der amerikanischen Abordnung Norman Davis habe in seiner gestrigen Unterredung mit Eden klar zum Ausdruck gebracht, daß die Geduld Amerikas so gut wie erschöpft sei. Man alaube, daß die amerikanische Abordnung innerhalb der nächsten 14 Tage nach Hause reifen werde.
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breiten Massen die Auffassung entstehen muß, als ob die Wahlsiege schon durch die Kommunisten geführt werden. Das ist zwar vorerst noch nicht der Fall, jedoch läßt sich nicht bestreiten, daß das kommunistische Element überall Hochburgen errichtet, von deren Türmen herab die bolschewistischen Parolen ungehindert verkündet werden. Wenn die Kommunisten in Sevilla vom Balkon des Rathauses verkündeten, daß die am 16. Februar begonnene Revolution folgerichtig fortgesetzt werde, so weiß jedes Kind, was „folgerichtig" heißt. Für Spanien bedeutet die Fortsetzung der Revolution die Auslösung neuer schwerer innerpolitischer Erschütterungen, Mord und Totschlag, Elend und Terror.
Marxistischer Putschversuch in Chile verhindert.
Santiago de Chile, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) In der chilenischen Hauptstadt gelang es, einen offenbar marxistischen Putschversuch im Keime zu ersticken. Ehemalige Offiziere des Heeres und der Polizei, die, wie von unterrichteter Seite verlautet, mit marxistischen Parteigängern in enger Fühlung gestanden haben sollen, versuchten höchste Kommandierende des Heeres aefangen zu nehmen, um auf diese Weise die Befehlsgewalt an sich zu reißen. Dank dem entschlossenen Auftreten des Oberkommandierenden der chilenischen Armee, General Novoa, gelang es, alle Weiterungen des Putschversuches sofort zu beseitigen.
Die Lage ist in der chilenischen Hauptstadt gespannt, aber ruhig. General Novoa versicherte der Regierung die unbedingte Treue des Heeres. Da auch die bewaffnete republikanische Miliz auf feiten der Regierung steht, scheint die öffentliche Ruhe und Ordnung als nicht gefährdet. 22 Teilnehmer des Putschversuches wurden verhaftet.
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Ausstrahlungen.
Es wurde hier schon versucht, die weltanschaulichen Hintergründe des blutigen Handstreichs darzulegen, den junge japanische Offiziere gegen die führenden Männer der Regierung unternommen haben, die sie als Gegner einer inneren Reform im Sinne einer Erneuerung des Kaisergedankens und eines entschiedeneren außenpolitischen Kurses im Sinne einer Sicherung der Vormachtstellung Japans in Ostasien empfanden. Die Nachrichten aus Tokio über den weiteren Gang der Dinge sind spärlich und widerspruchsvoll. Nur soviel scheint sicher, daß große Teile des Volkes mit den Führern der Aufstandsbewegung sympathisieren und auch das Kriegsministerium offenbar für die Beweggründe der jungen Offiziere das größte Verständnis zeigt. Die Regierung hat sich durch Vermittlung des Obersten Kriegsrats auf Verhandlungen mit den aufständischen Offizieren eingelassen, und es scheint, als ob man bei der Bestimmung des neuen politischen Kurses ihre Wünsche berücksichtigen möchte. Dafür spricht, daß der Name des Generals Araki als einer der kommenden Männer genannt wird. Araki steht dem jungen Offizierkorps der Armee besonders nahe. Er war schon im Jahre 1932 die Hoffnung der aus jungen Offizieren gebildeten politischen Geheimgesellschaft, die unter dem Motto „Gegen die Jnteressenwirtschaft der politischen Parteien, gegen den Kapitalismus und gegen die schwächliche Politik der Diplomaten!" den Ministerpräsidenten I n u k a i ermordete und nun erwartete, daß Araki, damals Kriegsminister, mit ihr gemeinsame Sache machen würde. Aber Araki versagte sich jeder ungesetzlichen Aktion.
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London, 29. Febr. (DRV.-Funkspruch.) Eine vom Samstagmillag dalierle Reuler-lNeldung aus Schanghai besagt, daß sich nach einer Mitteilung der japanischen Botschaft in Schanghai alle A u f - ständischen in Tokio um 11.30 Uhr Tokioer Zeil ergeben haben. Rach einem früher in Schanghai eingelaufenen Bericht hatte der Kommandant der Garnison um 5.30 Uhr morgens den Befehl ausgegeben, die Aufständischen aus ihren Stellungen zu entfernen. Um den Aufständischen die letzte Möglichkeit einer friedlichen Räumung zu geben, sei jedoch ein Vorgehen aufgeschoben worden. Später erfährt Reuter aus Schanghai, daß am Samstagmorgen Flugzeuge über den Stellungen der Aufständisch e n k r e i st e n. Sie warfen Flugblätter ab, die die Aufforderung zur llebergabe enthielten. Die Truppen des Garnisonkommandan- ten General K a f e h i i begannen hierauf den Vormarsch auf die von den Aufständischen befehlen Stellungen, die sich anscheinend kampflos ergaben. Es heißl, daß die Zahl der Aufständischen bereits auf 500 gesunken war, nachdem sich kleine Gruppen bereits während der Rächt ergeben hatten.
Der neue Kurs vom Militär bestimmt?
London, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Reuter berichtet, man glaube, daß die Führer der Aufständischen die Sympathie anderer Armeeteile genießen.; die Flotte sei jedoch durch die Ermordung der drei Admirale Okada, Saito und Suzuki verärgert. Das Gerücht, daß der frühere Kriegsminister und Eroberer der Mandschurei, general Araki, eine Militärdiktatur errichten werde, sei immer noch weit verbreitet. „Mor-
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General-Anzeiger für Oberhessen
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stens zu einem Teilerfolg des Aufstandes kommen. Von einigen Beobachtern werde sogar eine vollständige Ausschaltung der Gemäßigten, die Abschaffung der politischen Parteien und der Ueberreste des parlamentarischen Systems vorausgesagt. In diesem Falle seien sehr weitreichende Folgen in Japan selbst und im Auslande zu erwarten.
Der Eindruck in Mandschukuo.
D a i r e n , 28. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Die Ereignisse in Japan haben in der Mandschurei
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starken Eindruck gemacht. Wenn man auch der Meinung ist, daß die Vorfälle der letzten Tage durch die wachsende Unzufriedenheit der Armee mit den Auswüchsen des Parlamentarismus ausgelöst worden seien, fehlt es in Mandschukuo auch nicht an Stimmen, die d i e Unzufriedenheit mit der außenpolitischen Führung als Hauptgrund betrachten. Man weist darauf hin, daß der französisch-sowjetrussische Beistands- p a k t zu einer bedeutenden Verbesserung der rnili-
ning Post" meint, daß auf Grund der gestrigen Nachrichten aus Tokio der Eindruck in London verstärkt worden fei, daß d i e Lage von dem Militär beherrscht werde. Es dürfte rninde-
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Die Regierung begann mit energischen Gegenmaßnahmen, um die politische Bewegung im Ofs'i- zu unterdrücken. General M a z a k i, der jungen Offizieren sympathisierte, wurde des militärischen Erziehungswesens durch N a g a t a ersetzt. In seinen Reformen __________ die jungen Offiziere nur einen Versuch zur gänzlichen Unterdrückung ihrer „Schowa-Restau- ration", deren politisches und soziales Programm gestern schon in einer Depesche aus Peiping ausführlich bargelegt wurde. Nagata wurde am 12. August 1935 von dem Oberstleutnant A i z a w a ermordet. In der Gerichtsverhandlung gegen den Attentäter (Januar 1936) erwies sich, wie wert schon die Gedanken der Schowa-Reformbewegung weite Kreise des Volkes, namentlich Arbeiter und Bauern, aus deren Kreisen sich das Hauptkontingent der Armee und auch das junge Offizierskorps rekrutiert, erfaßt haben. Der Ausgang der Reichs» tagswahlen am 20. Februar ist vermutlich der Anstoß für die nächste Aktion dieser Kreise gewesen. Die radikale Seijukai, bisher die stärkste Partei des japanischen Reichstags, von Der Die Reformbewegung der jungen Offiziere noch Ber- ftändnis hätte erwarten dürfen, wurde geschlagen, und die gemäßigte M i n s e i t o ging aus den Wahlen so erheblich gestärkt hervor, daß die Regierung für ihr Programm einer vorsichtigeren Außenpolitik eine parlamentarische Stütze gefunden hatte. Nun setzten die jungen Offiziere, die nach Die® dem Wahlausgang die letzte Aussicht auf eine legale Verwirklichung ihrer Reformgedanken scheitern sahen, zu einer neuen Aktion der Tat an, deren Ausmaß diesmal allerdings wohl ohne Beispiel in der modernen Geschichte Japans dasteht, ein Beweis für den (S^aD der revolutionären Garung, in die das japanische Volk durch ben tragischen Zwiespalt zwischen außenpolitischem Wollen und wirtschaftlichem Können geraten ist.
Wir sagten schon, daß das junge Offizlerkorps der japanischen Armee zumeist den ärmsten Schichten des Volkes entstammt, die durch die überstürzte Industrialisierung des Landes in Den be= rüdjtigten Formen des Hochkavitalismus und durch den der Geldnot des rohstoffarmen aber hochgerüsteten Landes entspringenden Zwang zum Crport zu niedrigsten Schleuderpreisen auf em Lebensniveau herabgedrückt sind, das w.r Europäer uns trotz aller auch bei uns spürbaren Folgen des Welt krieqes und der Wirtschoftskrists m»t °°rzust-ll-n KS&&Ä äät-ä 4 a&nsrs wä s® Vorbildern gestalteten Verfassung, also Die flerr tonf/ hpr Parteien des Parlaments ebenso beseit - N-ll -i- di! ün°rtr°al!ch°n fokalen und w.r- Muten Kapital.Pmus, fönbern'bie b°s
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um ihre nationale Unabhängigkeit zu übernehmen. Es sind dieselben politischen Gedanken, die die sogenannte Kwantung-Armee beherrschen, die japanischen Truppen, die seit 1931 die Mandschurei für Japan erobert haben und auf die Loslösung Nord- chinas und die Beherrschung der inneren Mongolei hinarbeiten. Oft genug ist die Politik der Kwan- tung-Arrnee mit dem Kurs der Regierung in Tokio in Widerspruch geraten und es ist keine Ueberra- schung, daß unter den Opfern der Aktion vom 26. Februar sich der in Offizierskreisen besonders verhaßte Finanzminister Takahashi befand, der trotz seiner 82 Jahre der zähste Gegner einer uferlosen militärischen Expansion auf dem asiatischen Estland war, die den ohnehin durch Rustungsaus- aaben seit langen Jahren schwer belasteten Staatshaushalt ruinieren mußten. Es ist auch nicht verwunderlich, daß sich unter den Leidensgefährten des greifen Takahashi zwei Admirale befanden und die Regierung sofort Teile der Flotte zu ihrem Schutz nach der Hauvtstadt beorderte. Zwi- chen Armee und Flotte besteht nämlich über das außenpolitische Programm eine nicht unbeträchtliche Meinungsverschiedenheit und es ist für die Lagerung der politischen Kräfte charakteristisch, daß die' von den jungen Offizieren des Heeres heftig bekämpften hochkapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskreise, die durch ihren Druck auf die Regierung den Expansionsdrana der Kwantung-Armee auf'dem asiatischen Festland in Schranken zu halten sich mühten, das auf die Inselwelt der Südsee gerichtete außenpolitische Programm der Flotte begünstigthaben. Regierung undWirtschaftskreisewunsch- ten in China ein vorsichtiges, schrittweises Vorgehen eine allmähliche Durchdringung, ein gütliches Verhandeln mit Chian-kai-schek und der Nanking- Regierung, um einmal eine Wiederholung des chinesischen ' Wirtschaftsboykotts zu vermeiden, der seinerzeit der japanischen Ausfuhr tiefe Wunden geschlagen hat und zum andern nicht einen Zusammenstoß mit den beiden angelsächsischen Weltmächten in einem für Japan ungünstigen Augenblick heraufzubeschwören.
Der Armee erschien diese Politik der Regierung schwächlich und der großen japanischen Tradition unwürdig. Sie wollte nicht warten, bis die Fruchte überreif vom Baum fielen, sie wurde daher auch die eigentliche Triebkraft für den bewaffneten Vorstoß in der Mandschurei, für den Versuch, mit Gewalt Nordchina von Nanking zu losen und in der Mongolei den Sowjetrussen den Rang abzulaufen. Es tritt hier ein rein militärischer Imperialismus zutage, Denn wenn auch die Mandschurei und Nordchina eine Rohstoffbasis von großer Vielseitigkeit jungen sapanilchen Urtieren 1"Annnn battunb beträchtlichen Ausmaßen DarfteUqn, so sind Asiens koloniale Epoche .st beendetuno^gp ) ^sichten für eine Besiedelung mit japanischen die Führung der asiatischen Volker in lyrem Mun pi


