Ausgabe 
28.12.1936
 
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Seeckt war der Gründer

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Tschiangkaischek wieder in Nanking

der letzten

Völker.

Reuter berichtet aus Rom, daß bei

Der Rekrutenmangel in der englischen Armee Ein Notschrei des britischen Kriegsministers.

noff, griffen einen Gast tätlich an und beschädig» ten Möbel. Die Hotelleitung ersuchte telephonisch um militärische Hilfe Doch war eine kleine Truppe, die später eintraf, nicht imstande, die Ordnung wie­der herzustellen. Die Zioilpolizei ging mit dem Gummiknüppel gegen die Soldaten vor. In der Zwischenzeit hatten die Leute auch in den Nachbar­gebäuden Sachschaden verursacht, und erst in der

ihrLeben aufs Spielsetzten, um Dampfer­ladungen nach Spanien zu bringen, verpflichteten

die Tschiangkaischek unmittelbar vor dem Abflug aus S i a n f u an Tschanghsueliang und General Danghuchen, einen Unterführer Tschanghsueliangs, richtete, stellte er fest, daß die beiden nunmehr ein notwendiges Verständnis für die Wohlfahrt der Nation zeigten und von ihren Versuchen, besondere Forderungen zu stellen, ab­gegangen seien. Die beiden hätten sich aus sei­nem Tagebllch überzeugen können, daß er nur die Wohlfahrt der Nation angestrebt habe, jedoch nichts gegen sie plante. Da sie nunmehr bereit seien, ihre eigenen Fehler zu berichtigen, seien sie berechtigt, weiterhin seine Untergebenen zu! bleiben. Tschanghsueliang hat nach der Ankunft in! Nanking in einem Brief an Tschiangkaischek die Bereitwilligkeit ausgesprochen, eine Strafe über sich ergehen zu lassen, um den Grund­satz der Disziplin aufrechtzuerhalten und dem Land ein strenges Beispiel für die Zukunft zu geben. Er erklärt, daß sein Vorgehen und fehle Leichtsinnig­keit zum Vergehen des Ungehorsams und der Diszi­plinlosigkeit führte, worüber er sich im tiefsten schäme. Wenn die Belange des Landes es verlang­ten, werde er auch den Tod nicht scheuen. Auf pri­vate Freundschaft solle keine Rücksicht genommen werden. Er bittet, seine Erklärung als aufrichtig und ehrlich zur Kenntnis zu nehmen.

In Peiping hat es starkes Befremden aus­gelöst, daß die Truppen der Zentralregierung an­gewiesen wurden, sich aus der Scheu si- Vrovinz zurückzuziehen. In politischen Kreisen Cbinas wird der gute Ausgang der Krise in erster Linie den überlegenen Nerven Tschiangkaischeks zugeschheben, dessen per­sönliches Ansehen gewalUg gestiegen sei. In Zu­kunft werde Tschiangkaischek gegen die Gewalttätig­keiten widerspenstiger Provinzqenerale mit abso­luter Sicherheit an das chinesische Volk appellieren können. Eine wesentliche Aenderung der chinesischen Innen- und Außenpolitik sei jedoch nicht zu erwar-I ten. Die Kommunisten hätten durch ihren Mißerfolg in Sianfu für lange Zeit alle Aus-I sichten verloren.

Hungersnot im roten Spanien.

Grauenvolle Berichte über das Wüten der bolschewistischen Tscheka

Meeren.

5. Eine Zusicherung für die A u f r e ch t e r h a l - tung des Status quo im Mittel- meer in bezug auf militärische Positionen, Flottenbasen und Einflußsphären der beiden

Radiotelegramm des roten Zivilgouverneurs von Santander aufgefangen, in dem mitgeteilt wird, daß in Santander sich besonders der Man­gel an Brot bemerkbar mache. In den nächsten Tagen könnten auch selbst die kleinsten Rationen Reis, Zucker, Hülsenfrüchte und Del nicht mehr ausgegeben werden, da die Vorräte völlig aufgebrauchb feien. Die Seifenvorräte seien ebenfalls schon aufgeteilt, so daß Seife aus dem Handel verschwunden sei. Der bolschewistische soge­nannteStaatsanzeiger" veröffentlicht eine Der- ordnung, nach der Wasser nur noch in Ort­schaften mit weniger als 2000 Einwohnern kosten­los abgegeben werden darf.

Für Moskau in den Tod.

Sowjetrutzlands große Lieferungen verpflichten.

Unterredung zwischen dem britischen Botschafter in Rom, Sir Eric Drummond, und dem Grafen Ciano die endgültige Fassung des Mittelmeer­abkommens festgelegt wurde. Der Entwurf geht nunmehr nach London zur letzten Billigung. Auch Reuter erklärt, daß er fünf Punkte umfaßt.

zuerhalten.

Eine Zusicherung auf Achtung der Inter­essen beider Völker.

Eine Zusicherung, daß der freie Zugang zum Mittelmeer aufrechterhalten werden wird.

Eine Zusicherung auf einen freien und ungehinderten Verkehr auf allen

Holländischer Marxistenführer als Werber.

A m st e r i> a m, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der holländische Marxistenführer I. N o o t e r ist von der Amsterdamer Polizei verhaftet worden. Nooter steht im dringenden Verdacht, umfang­reiche Werbungen für die Roten in Spanien unter den holländischen Ar­beitslosen durchgeführt und organisiert zu haben. Unter der Vorspiegelung, daß er Arbeits­stellen auf Handelsschiffen vermitteln könne, machte er sich an Arbeitslose heran und verstand es, seine ahnungslosen Opfer dem sog.Comite nationale de defense du puple kspa^ne" zuzuleiten, von dem sie zu Kriegsdiensten für die Roten in Spanien abgeschoben wurden. Nooter hat sich damit gegen das holländische Straf­gesetz vergangen, das ausdrücklich jede Werbung für fremde Heere und Truppen in Holland ohne königliche Genehmigung unter Strafe stellt. Man nimmt an, daß Nooter bei seinem verbrecherischen Treiben eine Anzahl von Helfershelfern ge­habt hat.

$ünf Punkte des englisch-italienischen Mittelmeer-Abkommens.

London, 27. Dez. (DNB.) Die AgenturCen­tral News" berichtet aus Rom, daß die italienisch­englischen Vereinbarungen über das Mittelmeer folgende fünf Punkte umfassen würden:

1. Eine Verpflichtung, den Frieden aufrecht-

ralstabes der türkischen Armee ernannt, deren Erliegen er mit seinen geringen deutschen Streitkräften nicht zu verhindern vermochte.

Nach der Nooemberrevolte war Seeckt zunächst im Januar 1919 beim Grenzschutz im Osten Oe- neralstabschef beim Führer des Armee-Oberkom-

Nacht gelang es, die Ordnung wieder herzustellen.

Weitere Ausschreitungen ereigneten sich am Abend .....o, ' . .

des ersten Weihnachtsfeiertages, als englisches Mi- die spanischen Kommunisten, wenn es notig lei. litär gewaltsam in Läden und Gast-^für Sowjetruhland zu sterben. (/ stätten eindrang, und sich alkoholische Getränke aneignete. Die Geschäftswelt von Ban­galore ersuchte die Behörden, Maßnahmen zu tref-

Nanking, 26. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) Marschall Tschiangkaischek traf Samstag mittag im Flugzeug auf dem Militärflugplatz in Nanking ein. Eine Stunde später kam auch Tschanghsueliang auf dem Flugplatz von Nanking an. Tschiangkaischek, der von seiner Frau und seinem Schwager T. V. Soong begleitet war, wurde auf dem Flugplatz freudig begrüßt. Außer rund 300 Regierungsbeamten und Parteivertretern hatte sich eine Menschenmenge von etwa 10 000 Köpfen zum Empfang Tschiangkaischeks eingefun­den. Auch Abordnungen der Universitäten, Schulen und Pfadfinder hießen ihn willkommen. Ganz China feiert die Ankunft Tschiangkaischeks in Nanking in Freudenkundgebungen. In Nanking und in anderen großen Städten knatterten die ganze Nacht hindurch Feuerwerkskörper. Auf dem Nan­kinger Flugplatz fand am Sonntag eine gewal­tige Versammlung statt, die einberufen worden war, um Tschiangkaischek zu feiern. 300 000 Teil­nehmer aus allen Berufskreisen jubelten bei der Kundgebung, die wohl die größte Veranstaltung in der chinesischen Republik gewesen sein dürfte, Tschiangkaischek zu. Die Menschen waren seit 5 Uhr morgens in unabsehbaren Kolonnen nach dem Ver- ammlungsplatz marschiert. Der Nankinger Bürger­meister verwies darauf, daß auch die größten Män­ner Chinas, Konfuzius und Sunyatsen, chwere Prüfungen zu bestehen hatten, weil auch ie gefangengesetzt worden waren. Der Kriegsminister verlas eine Erklärung, in der betont wurde, daß die von der Regierung während der Sianfu-Krise ergriffenen Maßnahmen das neue China als eine wohlorganisierte Na­tion der Welt gezeigt hätte.

Tschiangkaischeks erste Amtshandlung war der Befehl zur sofortigen Einstellung aller Feindseligkeiten und 3ur Zurückziehung der Regierungstruppen aus der Provinz Schensi.'Das chinesische Auswärtige Amt hat bekanntgegeben, daß die Freilassung Tschiangkaischeks bedin­gungslos erfolgt sei, da Tschanghsueliang seinen Irrtum eingesehen habe. In einer Ansprache

Aeuiahrsempfang beim Führer am 11 Januar.

Berlin, 27. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat für die üblichen Neujahrs­empfänge im kommenden Jahr Montag, den 11. Januar, bestimmt. An diesem Tage wird der Führer und Reichskanzler um 12 Uhr mittags imHause des Reichspräfidente n", Wil- helrnstraße 73, in der hergebrachten feierlichen Form zur Entgegennahme und Erwiderung ihrer Glück­wünsche die hier beglaubigten ausländischen Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath, empfangen.

Vorher wird der Führer und oberste Befehls- Haber der Wehrmacht die Glückwünsche der Wehrmacht entgegennehmen, als deren 23er» ! tretet der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blom­berg, der Oberbefehlshaber des Heeres, General­oberst Freiherr von Fritsch, der Oberbe­fehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral h. c. Raeder und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, sich beim Führer melden werden. Ferner wird der Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert die Glückwünsche der Bevölkerung der Reichshauptstadt darbrin­gen. Am gleichen Vormittag findet auch der tra­ditionelle Empfang einer Abordnung der Halloren beim Reichsoberhaupt statt.

Für die militärischen Ehrenbezeugungen wird während dieser Zeit eine Ehrenkompanie des Heeres mit Musik im Ehrenhof desHau­ses des Reichspräsidenten" aufziehen. Nach Abschluß der Empfänge wird der Führer und oberste Befehls­haber der Wehrmacht vom Balkon der Reichs­kanzlei aus den Vorbeimarsch der Ehren­kompanie abnehmen.

OieEiserne

jetrus fisch en Proletariats und sagte wörtlich:Die Unterstützung, die Spanien durch das tägliche Eintreffen sowjetrussifcher Dampfer mit Waffen und Munition zuteil werde, verpflichte die spanischen Kommunisten zur Hergabe ihrer letzten Kraft für die gemeinsame Sache? (!)

Die berüchtigte Kommunistin Passionaria erklärte u. a., Die Tatsache, daß sowjetrussische Ar­beiter Ueberstunden machten (gezwungener­weise, d. Schriftlg.), um Spanien zu helfen, die Tatsache, daß sowjetrussische Seeleute

London, 27. Dez. (DNB.) Starkes Aufsehen erregt in der englischen Oeffentlichkeit ein Artikel des Kriegsministers Duff Cooper in der Zeit­schriftHome and Empire". Wenn die Armee, so schreibt Duff Cooper u. a., nur 5 v. H. der wehrfähigen Männer des Volkes besäße, wäre ihr Personal komplett und sie wäre in der Lage, die lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen, die ihr bei der Verteidigung der britischen Küsten, der Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicher­heit im Reich gestellt würden. Die reguläre Armee leide schwer, ja verhängnisvoll unter Mannschafts- mangel.Die beunruhigendste Tatsache, die wir nur unter Gefährdung unserer Selbsterhaltung außer acht lassen können, ist, daß das englische Sy st em der Rekrutierung zusammen­brechen wird, falls diese fortfährt, so unbefriedi­gend zu sein, und wenn nicht eine große und sofortige Wendung eintritt. Wenn ich die dringende nationale Notwendigkeit der Rekrutie­rung hervorhebe, so wünsche ich damit festzustellen, daß wir jetzt Rekruten erhalten müssen und nicht erst dann, wenn Feindseligkeiten auszu­brechen drohen. Jetzt brauchen wir die Männer, damit sie bereit sind, wenn ein Not­fall eintritt."

Der Rekrutenmangel in der Armee beschäftigt

auch die gesamte Sonntagspresse. Besonders ein­gehend äußert sich dazu derSunday Dispatch", der sogar eineRekrutierun^krise" feststellt. Der regulären Armee würden im März nächsten Jahres 12000 Mann fehlen. Der Oberste Kriegsrat der Armee habe daher die Regierung davon unter­richtet, daß es 1937 unmöglich sein werde, die über See stationierten Truppen überall in ausreichendem Maße zu ergänzen oder abzulösen, wenn sich die Rekrutierung der Armee nicht bessere. In den näch­sten Monaten werde eine ganze Anzahl von Sol­daten aus Indien und dem Fernen Osten nach Hause kommen, deren Dienstzeit abgelaufen sei. Die Sachverständigen befürchten, daß diese Tat­sache das Ende der freiwilligen Re­krutierung bedeute. Es bleibe wohl nichts anderes übrig als die Einführung einer Sonderform der Wehrpflicht in der Heimat, damit die ausgebildeten Soldaten für den Dienst in Uebersee zur Verfügung stünden. Man werde außerdem Sonderoergünstigungen für diejenigen einführen müssen, die sich bereit er­klärten, Ueberfeebienft zu leisten. Interessant ist, daß gleichzeitig auch die Flotte An­strengungen macht, um ihr Personal zu ergänzen. In der britischen Flotte fehlt es vor allem an Mechanikern und Hilfsingenieuren.

oberft a. D. von Seeckt hat sich auch als Militär­schriftsteller einen Namen gemacht. Seine Werke Gedanken eines Soldate n",Die Zu­tun f t d e s Reiches",M o l t k e , ein Vorbild" unb seine im November 1932 erschienene Abhand­lungD i e Reichswehr" fanden außerordent­lich große Beachtung und Anerkennung.

Leitung des General st abes, und im Herb 1920 wurde er zum ChefderHeeresleitung ernannt. In dieser Stellung gelang es ihm, die neue Armee, die Reichswehr, Schritt für Schritt wie­der zu einem brauchbaren, seinen Zweck erfüllenden Instrument tu machen.

Anfang Oktober 1926 nahm Generaloberst von Seeckt seinen Abschied, weil es zwischen ihm und dem damaligen Reichswehrminister Geßler zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen war. Während seiner kurzen Zugehörigkeit zum Reichstag hat Generaloberst von Seeckt stets eine Regierungs­beteiligung der NSDAP, gefordert. Im Frühjahr 1935 kehrte er von einer langen Chinareise nach Deutschland zurück. Die chinesische Regierung ver­lieh ihm später einen ihrer höchsten Orden. General-

Sa l a m a n c a, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) In der nationalen Zeitung ABC. wird ein erschüttern­der Bericht eines spanischen Kauf­mannes veröffentlicht, dem es gelang, an Bord eines ausländischen Kriegsschiffes aus dem roten Spanien zu entkommen. Danach sind die Marxisten während der ersten Tage ihres Wütens hauptsäch­lich damit beschäftigt gewesen, unter Anführung eines roten Komitees zu plündern, zu stehlen und die Bevölkerung all ihrer Habe zu berauben. Van Leuten, die Bankguthaben unterhielten, erpreßten ie unter Gewaltanwendung und Todesdrohungen die Abtretung und Uebereignung iprer Bankguthaben. Friedliche Einwohner, die sich nie in die Wirren eingemischt hatten, wur­den kurzerhand verhaftet. Sie waren dann die ersten, die beim Eintreffen anarchistischer Horden ermordet wurden. Sommerfrischler, die ick zu dieser Zeit dort aufhielten, wurden z u chweren Feldarbeiten unter Aufsicht be­waffneter Anarchisten gezwungen.

Eine der ersten Taten war bann bie Bilbung einer Tscheka in Gijon. Jebe Nacht würben Gefangene aus ben Gefängnissen geholt unb aus reiner Morbgier erschossen. Niemanb war in einer Wohnung sicher, ba Angehörige ber Tscheka nachts in die Wohnungen eindrangen und willkür­lich Erschießungen Vornahmen. Da die Gefängnisse infolge der ständigen Einlieferungen über füllt waren, führten die Angehörigen der Tscheka eines Tages mehrere hundert Gefangene schwer ge- esselt auf d i e Plattform des Leucht­turmes und stießen sie von hier ins M e e r h i n a b. Der größte Teil der auf so viehische Art Ermordeten waren Arbeiter. Die Zahl der von ben Anarchisten Ermorbeten beläuft sich auf etwa 7000.

Der Bericht des ABC. spricht bann von ber großen Hungersnot, bie in Asturien herrscht. Die von ber Lebensmittelkommission festgesetzten Rationen könnten nicht zur Verteilung gelangen, ba nur völlig unzureichenbe Mengen vorhanden wären. Im übrigen haben bie Roten basAbhörennationalerSenderunter Todesstrafe verboten. In Gijon seien allein aus diesem Grunde über 20 Personen erschossen worden. In Salamanca wurde ein

R e i ch s w e h r, die er aus dem Durcheinander der verschiedenen Freikorps herausführte. Auf der von ihm geschaffenen Grundlage konnte der natio - nalsozialistische Staat militärisch auf­bauen. Der Führer hat die Verdienste des Generalobersten von Seeckt stets außerordentlich hoch anerkannt. An seinem 70. Geburtstage er­nannte der Führer und Oberste Befehlshaber der deutschen Wehrmacht den Generalobersten von Seeckt zum Chef des Infanterie-Regiments 67 in Spandau. Die Ehrungen, die dem Jubilar an diesem Festtage zuteil wurden, galten einem ber verdienstvollsten deutschen militärischen Führer. Noch kurz vor seinem Ableben hatte Generaloberst von Seeckt in voller Gesundheit im Kreise seiner Soldaten auf einer Weihnachtsfeier geweilt. In Trauer steht die deutsche Nation nun an der Bahre eines Mannes, der sich in seinem langen Soldaten­leben große Verdienste um sein Vaterland er­worben hat.

Die pariser presse zum Tode Seeckts

Paris, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Pari­ser Presse ergänzt die Nachricht vom Tode des Ge­neralobersten von Seeckt durch ausführliche Lebens­beschreibungen. DasJournal" erklärt, General von Seeckts Aufgabe fei dadurch erleichtert worden, haß sich die Verfasser der Friedensverträge nichts besse­res ausgedacht hätten, als Deutschland die Militär- dienstpslicht zu verbieten und ihm die Bildung eines Berufsheeres aufzuzwingen. Die Organisie­rung der Reichswehr sei das Meister- werk Seeckts gewesen. Er sei der große Künst­ler der militärischen Wiedererstehung Deutschlands.

Sorge für Alte Kampfer.

Die Befreiung von derPflicht zum Ersatz vonFürsorgekosten

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Nach dem auf Ver­anlassung der NSDAP, und auf besonderes Bemühen des Stellvertreters des Füh­rers von dem Reichsminister des Innern, Dr. Frick, und dem Reichsarbeitsminister, Seldte, eingebrachten und von der Reichsregierung am 22. Dezember 1936 beschlossenen Gesetz über die Befreiung von der Pflicht zum Ersatz von Fürsorgekosten sind Kosten ber öffent­lichen Fürsorge, bie v or bem 1. Januar 1935 aufgeroenbet mürben, bem Fürsorgeverbanb weder von den Unterstützten noch von seinem Ehe­gatten, seinen Eltern oder seinen Erben zu ersetzen. Das Gleiche gilt für die Kosten einer in der Zeit vom 1. Januar bis 1. Juli 1935 gewährten öffent­lichen Fürsorge, sofern der Unterstützte oder, falls ein zuschlagsberechtigter Angehöriger von der öffent­lichen Fürsorge unterstützt worden ist, der Haupt­unterstützungsempfänger vor dem 28. November 1932 aus der Krisenunterstützung wegen Erreichung ihrer Höchstdauer ausaeschieben war. Auch bie gegenüber bem Unterstützten Unterhaltungspflichti- gen brauchen bie vorbezeichneten Kosten bem Für- forgeoerbanb nicht zu ersetzen. Sicherheiten für bie Ansprüche bes Fürsorgeverbanbes auf Ersatz ber Kosten sind freigegeben. Jedoch können Ersatzleistun­gen, die bis zum Tage der Verkündung des Gesetzes (24. Dezember 1936) bewirkt worden sind, nicht zu- rückgefordert werden.

Das Gesetz entlvricht einem feit langem von ber Partei gehegten Wunsche, ba zahlreiche alte Kämp­fer vor ber Machtergreifung wegen ihrer Zugehö­rigkeit zur nationalsozialistischen Bewegung aus ihren Arbeitsstellen entlassen würben unb vielfach bie größten. Schwierigkeiten hatten, roteber eine neu» Arbeitsstelle zu finden. Sie waren dann in ber Zeit ber Arbeitslosigkeit vielfach auf öffent­liche Fürsorge angewiesen. Es erschien nicht erträglich, biese Volksgenossen weiter un­ter bem Druck ber Ersta11ung ber Für - forgefoften zu lassen, eine Last, die ihnen we­gen ihres Eintretens für bie nationalsozialistische Bewegung aufgebürbet worben ist. Im übrigen bleibt ber Grunbsatz, baß bie Empfänger öffent­licher Fürsorge verpflichtet finb, bie Fürsorgekosten zu ersetzen, unberührt. Das Gesetz bebeutet eine einmalige Ausnahme von biesem Grunbsatz, bie sich nicht wiederholen wird.

Ausschreitungen englischer Soldaten in Indien.

London, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Unter der UeberschristBritische Truppen plündern in­dische Läden" berichtet derDaily Telegraph", daß am Heiligen Abend und erneut am ersten Weih­nachtsfeiertag in Bangalore (Indien) 300 An­gehörige des 1. Bataillons des Wiltshire-Regiments eine Panik verursacht hätten. In Gruppen von 30 bis 40 Mann verschafften sich die Soldaten g e - waltsam Eintritt in das Hotel Fu-

nfrafmafor anerkannt. Unter Mackensen war er bann später ber geistige Leiter bes erfolgreichen Feldzuges vom Herbst 1915 gegen Serbien. 3m Feldzug gegen Rumänien im Sommer unb Herbst 1916 hatte er als Chef bes Stabes ber Heeresfront bes Erzherzog-Thronfolgers Karl bie Aufgabe, beren Zusammenwirken mit ber Armee von Falkenhayn unb von Mackensen sicherzustellen. Schließlich würbe Seeckt zum Chef bes Gene-

manbos Norb, halb barauf trat er als Chef bes Allgemeinen Truppenamtes in bas Reichswehrministerium ein. Als Leiter ber militäri- scheu Vertretung mußte er bie beutsche Aborbnung auf bem schweren Gang nach Versailles begleiten. Anfang 1919 übernahm er an Stelle Gröners bie

b?l°monca, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) In Madrid fand am Sonntag eine Massenver­sammlung statt, an ber hauptsächlich auslän­dische Kommunisten teilnahmen. Die Ver­anstaltung, die über alle roten Senber verbreitet würbe, ftanb im Zeichen ber engen Ver­bindung mitSowjetrußland unb brachte wieder einmal klar unb beutlich ben Beweis ber sowjetrussischen Einmischung in Spanien unb ber ft a n b i g e n Waffenhllfe Moskaus für

.,» 'Ntoi* d-'der Bertabtgungeaustouffes", Metje. gab in schen A r b e i t sfr an t mit der 4 R ei» s. fiommuniflcna<fur spanischen st r a ß e n s a m m l u n g in den Dienst des Witter.

H»k bie fi n U ** verherr- hllsswerkes 1936/37 stellen. Ais Ansteckzeichen gibt

i e f rH i f*P, V ' «*- I . b.eA dieEiserne Rose", die in ber Kunstgie-

fjerei Gleiwitz-O. S. ber Preußischen Bergwerks» unb Hütten-A.-G. unb in ber Kunstgießerei Harz- gerobe im Harz hergestellt worben ist.N e u n M i l» lionen solcher Abzeichen finb in Harzgerobe, weitere sechs Millionen in Gleiwitz-O. S. angefertigt worben. Der Gußeisenverbrauch stellt sich insgesamt auf 500 Tonnen. Beide Betriebs konnten auf Grunb bieses großen Auftrages einer großen Anzahl von Arbeitslosen mehrere Monate hmburch Beschäftigung geben, in Gleiwitz z. B. 70 Männer unb Frauen für sieben Monate.