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ist. Alle Interessenten wollen sich umgehend auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, vor- anmelden. Der Teilnehmerpreis beträgt einschl. Fahrt, Verpflegung und Unterkunft 38 Mark, mit Skikurs 43 Mark. Die Abfahrt erfolgt in Frank- turt a. M. am 25. Dezember gegen 22 Uhr. Die Urlaubsorte, in denen unsere Urlauber ausgenom­men werden, sind Fischbachau, Hundham, Bayrisch- Zell, Schliersee und die Umgebung.

Spielzeug für dos WHW

NSG. Die Schulkinder werden in den nächsten Tagen Spielzeug sammeln. Dabei kommt manches Püppchen wieder ans Tageslicht, Spiele, die längst nicht mehr benutzt werden. Ein Schaukelpferd hat den Schwanz verloren, in der Puppenstube sind keine Vorhänge mehr am Fenster, und manches arme Puppenkind muß frieren, weil ihm die Mot­ten das Kleidchen zerfresfen haben.

All die schönen Dinge, die viele Kinderherzen erfreuen sollen, müssen auch schön brauchbar in die Hände der neuen Eigentümer kommen. Die NS.- Frauenschaft hat es deshalb in unserem Gau über­nommen, all die kleinen Schäden an den Spielsachen zu reparieren, die von Frauen repariert werden können. Wozu haben wir den Bastelkurs des Reichs­mütterdienstes besucht und gelernt, aus wenig Mit­teln die schönsten Dinge herzustellen? Und über­haupt, welche Mutter wäre nicht glücklich, wenn sic ein Puppenkind anziehen kann, oder eine Puppen­küche einrichten darf!

Jetzt gibt es nur noch eine große Frage: Werden die Schulkinder, die von Haus zu Haus gehen, auch viele Spielsachen bekommen für ihre kleinen Kame­raden? Viele geschickte Frauenhände warten schon darauf, die Sachen recht schön herzurichten.

Oer Reichsknegeopferführer ttt Gießen

Am kommenden Montag, 30. November, wird der Reichskriegsopferführer, SA.-Brigadeführer Hanns Oberlindober, in einem geschloffenen kleinen Kreis in Gießen einen Vortrag halten. Wie wir von der Kameradschaft Gießen der NSKOD. hören, trifft der Reichskriegsopferführer am Montag gegen 14 Uhr mit dem Auto am Hotel Schütz ein. Ein Chrenfturm der Kameradschaft Gießen der NS.- Kriegsopferversorgung wird vor dem Hotel Schütz zur Begrüßung des Reichskriegsopferführers Auf­stellung nehmen.

Äon der Universität.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Mit der vertretungsweise» Wahrnehmung des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte wurde vom Reichserziehungsminister auch für das Winter­semester 1936/37 der Dozent Dr. W. K i e n a st (Berlin) beauftragt.

Geheimrat Professor Dr. R. Sommer in Gie­ßen wurde auf Grund seiner Verdienste auf dem Gebiete der Familienforschung und wegen Schaffung des Liebig-Museums von der Kaisers. Leopold.-Ca- rolin. Deutschen Akademie der Naturforscher in Halle zum Mitglied ernannt.

Dozent Dr. Valentin Horn wurde vom Reichs- erziehungsminister zum nichtbeamteten ao. Pro­fessor ernannt. Zugleich hat Professor Horn einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Aarikultur- chemie bei der landwirtschaftlichen Hochschule in Ankara (Türkei) erhalten und angenommen.

Dem Assistenten am Institut für theoretische Phy­sik an der Universität Gießen Dr. I. Meixner, wurde die Würde eines Dr. phil. habil, verliehen.

Alte Sparbücher beachten!

Es kommt häufig vor, daß alte Sparkassenbücher achtlos beiseite liegen, oder gar vernichtet werden in der Annahme, sie seien wertlos. In den meisten Fällen unterliegen diese Sparbücher jedoch der Auf­wertung. Es empfiehlt sich daher, zur Vermeidung von Verlusten nach vorhandenen alten Sparbüchern nachzusehen und diese gegebenenfalls der zuständi­gen Sparkasse zur Aufwertung bzw. zur lieber- schreibung oder Auszahlung schnellstens vorzulegen.

Oer Dienstweg

in Kirchenfragen ist einzuhalten.

LPD. Mit sofortiger Wirkung hat der Landes- ausschuß der Evangelischen Landeskirche Nassau- Hessen angeordnet, daß Berichte und Eingaben der Pfarrämter und Kirchenvorstände an die landes- kirchlichen Behörden unbearbeitet zurückqereicht wer­den, wenn sie über nicht landeskirchliche Stellen

Wege im Rebel.

Roman von Käthe Mehner.

(Copyright by Auswärts-Verlag, Berlin SW 68.)

19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

In dem erregten Zustand ihrer Nerven übersah Olga Willnoffs Scharfsinn diesmal das Wichtigste: datz sie selbst Ralf Rammelt auf die große Chance aufmerksam gemacht hatte, die für ihn in eben diesem Gutachten begründet lag! Daß es für ihn, wenn er klug war, die einzige Möglichkeit zur Rache bedeutete, daß er das Gutachten behalten mußte, um sich der Macht zu bedienen, die es ihm über das Schicksal des verhaßten Nebenbuh- lers über das Schicksal Gerhard Brands ver­schaffte!

Lächelnd beobachtete Rammelt indessen sein Gegenüber. Etwas Grausames trat in seinen Blick. Sie hatte wohl Katze und Maus mit ihm spielen wollen, die Kleine! Aber nun war er an der Reihe! Wenn sie alle so schlecht waren, Ianna ihn be­trog, Olga die Freundin verriet, warum sollte er zurückstehen?

Mit einer unmerklichen Bewegung beugte er sich vor, ergriff mit fast brutaler Gewalt ihre Hände, um Olga in seine Arme zu ziehen.

Olga wehrte sich nicht, erwiderte heiß seine Küsse. Hatte sie nun doch gewonnen? zuckte es ihr durch den Sinn.

Doch nur Sekunden dauerte der Rausch.

Mitten hinein ertönte plötzlich das schrille Signal der Hausklingel.

Unwillkürlich schraken beide zusammen. Dann eilte Rammelt ans Fenster, um nach dem späten Besucher zu sehen.

Ein Telegramm für Sie, Herr Doktor!"

Es war die Stimme des Telegraphenboten. Eilig lief Rammelt hinunter, die Depesche in Empfang zu nehmen.

Sinnend blickte er auf das gefaltete Papier in feiner Hand, riß es dann auf. Es war ein Tele- Sramm von Ianna, in dem sie ihre Ankunft auf en morgigen Tag ankündigte. Allem Anschein nach schien es verspätet angekommen zu sein.

Aus ins Märchenland!

Advents-Schau des Iröbelseminars.

Das Fröbelseminar tritt heute und morgen mit einer Schau an dis Oeffentlichkeit, die wieder ein­mal alle Vielseitigkeit und Lebensnähe der Arbeit dieses Instituts verrät. Die diesjährige Advents- lchau wird in den Dienst des Kindes gestellt; dies­mal lautet der TitelAuf ins Märchenland".

Märchenstimmung und vorweihnachtliche Stim­mung erfüllten das ganze Haus. Die Räume sind erfüllt von dem frischen Geruch der Tannenzweige und Girlanden Adventskränze und Tannenzweige sind geschmückt mit buntem, selbstg^ertigtem Schmuck. Märchenbilder, von den Schülerinnen selbst gezeichnet und farbig gemalt, schmücken die Türen zu den verschiedenen Bezirken des Märchen- reiches, das ungemein vielgestaltig ist. Da gibt es ein märchenhaft ausgeftattes Zimmer, das allein demFroschkönig" gewidmet ist. In einem tiefen Brunnen können die Kinder, die das Märchenreich besuchen, nach der goldenen Kugel suchen. Ein an­deres Zimmer birgt ein Wunderkabinett mit meh­reren Guckkasten, in denen man herrliche Märchen­darstellungen wie auf dem Theater sieht. Aber auch ein richtiges Theater fehlt nicht. In einem schön ausgeschmückten Raum ist eine Schattenbildbühne aufgebaut, auf der das Märchen vomDornrös­chen" aufgeführt wird. In einer traulichen Stube werden den Kindern von einer Märchentante schöne Märchen erzählt. Auch eine Teestube ist eingerichtet, in der die Gäste Tee trinken und Weihnachtsgebäck essen können, das die Schülerinnen gebacken haben. So wird den Gästen des Fröbelsennnars also viel Unterhaltung geboten.

Neben der bunten und luftigen Ausstattung des Märchenlandes fehlt aber auch die alljährliche Aus­stellung nickt, zu der alle Abteilungen des Hauses, auch die Kinder vom Kindergarten und vom Kin- deryort, beigetragen haben. Da sieht man viele schöne, handgefertigte Dinge aus einfachem Mate­rial, selbstgemalte Bilderbücher und Legespiele, schöne Märchengestalten, geschnitzt und modelliert, und vieles andere mehr. Gleichzeitig zeigt das Frö­belseminar eine Ausstellung von Märchenbüchern und wertvoller Jugendliteratur, eine Schau, die vielen Eltern sicherlich reiche Anregungen geben wird.

Märchen und Sagen in der nationalsozialistischen Erziehung.

Aus Anlaß der Märchentage und der Märchen- bücherausstelluna des Fröbesteminars sprach zum besseren Verständnis Lehrer Metzler aus Frankfurt am Main gestern abend im Zeichensaal der Schiller­schule überMärchen und Sage in der national­sozialistischen Erziehung". Er machte seinen Zuhö­rern die seltsamen Bindungen von Märchen und Kind verständlich, die auch die Jahrzehnte der Tech­nik und des Materialismus nicht zu lösen vermoch­ten. Er ging dem Ursprung der Märchen nach und zeigte, wie Die immer wiederkehrenden Motive aus grauer Vorzeit stammen, und durch das glückliche Zutun einiger Menschen aus dem Volke zu dem kost­baren Schatze deutschen Volkstums wurden. So wie die Brüder Grimm diesen Schatz aus dem Volke für das Volk retteten, haben andere in anderen Volkstumskreisen u. a. in Schleswig, in Tirol und Siebenbürgen, solche Märchen gesammelt, und aus den Vergleichen untereinander ist ersichllich, wie diese Motive in ihrem Wesen die gleichen innerhalb des deutschen Volkstums sind und nur in der Eiaen- art der Dolksstämme eine andere Prägung erhielten. Der Vortragende machte auf die feinen Unterschiede der Motive der Volksmärchen aufmerksam.

Der Sagenkreis stellt ihnen gegenüber die heldische Gesinnung in den Vordergrund, und in den Götter­sagen sind die germanischen Götter immer in stolzer Kameradschaft und Verbundenheit mit den Menschen geschildert. In den Dichter- ober Kunstmärchen ist schließlich ein Uebergang auch für den Erwachsenen geschaffen. An den Vergleichen zwischen französischen und deutschen Märchen gleicher Motive lieh der Vortragende die in dem verschiedenen Volkstum be­gründeten Unterschiede der deutschen Wesensart ver­ständlich werden.

In seinem Schlußwort zeigte Lehrer Metzler, wie die Welt der Märchen und Sagen die Heran­wachsende Jugend noch einmal ihre eigenen Span­nungen des Lebens durchleben läßt und sie sorgsam hmüberführt in den Alltag und in den Kampf des Lebens.

eingereicht werden. Der Landeskirchenausschuß ist aber zu Besprechungen und Beratungen bereit, die der Befriedung der Landeskirche dienen.

Gestaltende Kräfte im heimischen Brauchtum.

Vom Ortsring Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat wird uns geschrieben:

All die Feste, die das Jahr uns bringt, sind mit bestimmten Bräuchen verknüpft, über deren Sinn die wenigsten von uns etwas zu sagen wissen. War­um sah man in diesen Tagen in den Bäckerläden den Märdesmann" (Martinsmann) ausstehen? War­um gibt man dem Weihnachtsgebäck seine ganz be? stimmten Formen, die ihm schon seit Urväterzeiten eigen sind? Was will die Fastnacht mit ihrem Mum­menschanz in den Städten oder dem brennenden Rad in manchen Gegenden unserer Landschaft? Solche Fragen sind eigentlich so naheliegend, und doch ist's mit dem Wissen um diese Dinge nicht son­derlich bestellt.

Es ist deshalb erfteulich, daß sich der Ortsring Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Hei­mat für dielen Winter die Aufgabe gestellt hat, in seinen sämtlichen Veranstaltungen den Fragen des Brauchtums auf den Grund zu gehen. Die Reihe dieser Veranstaltungen wird am nächsten Dienstag eröffnet durch einen lehrreichen Filmvortrag des Brauchtumsreferenten für den Gau Hessen-Nassau, Dr. Winter (Heppenheim a. d. B.). Er wird über dieD i e gestaltenden Kräfte im heimi­schen Brauchtum" sprechen. Schon seit Jahren bearbeitet der Vortragende das Brauchtum und handwerkliche Gestalten, insbesondere im Odenwald. Seitdem ihn Ministerialrat Ringshausen zum Brauchtumsreferenten für das ganze Landschafts- aebiet berufen hat, konnte er feinen Forfchungs- vereich wesentlich erweitern. Gleichzeitig wurde Dr. Winter mit der Durchführung der volkskundlichen Landesaufnahme, der Schaffung einer öffentlichen volkskundlichen Landeskartei und der Herstellung volkskundlicher Filme beauftragt. So kommt es,

daß Dr. Winter über 15 000 Aufnahmen aus den Gebieten des Brauchtums und des handwerklichen Schaffens besitzt, eine Summe, wie sie auf gleichem Gebiet kaum eine andere Landschaft Deutschlands aufzuweisen vermag. 26 volkskundliche Filme sind bisher von ihm gedreht und, soweit vorführungs­fertig, mit großem Erfolg aufgeführt worden. Erst vor wenigen Wochen lief in Bremen anläßlich der deutschen Volkskundetagung Dr. Winters großer Odenwälder Fassenachtsfilm" und fand in den Kreisen der Wissenschaft die höchste Anerkennung.

Bei seinem Vortrag in Gießen wird Dr. ©in« t e r aus diesem, durchweg selbst hergestellten Bild- und Filmmaterial eine sorgfältige Auslese im Licht­bild und Film zeigen, aus allen Teilen unseres Gaues, aus den verschiedensten Brauchtumsgebieten und dem darauf fußenden handwerklichen Form­schaffen. Seine begleitenden Worte werden die Zu­sammenhänge zu wecken verstehen, die zwischen Brauchtum und gestaltendem Formschaffen, zwischen deutschem, arteigenem Urglauben und so manchen Brauchtumsresten bestehen. Da wird der alte Sinn­gehalt so mancher, heute nur gedankenlos benutzter -Zierformen wieder lebendig. Herz und Raute, Kranz und Baum, Rute und Spirale, 8-Linie und Hakenkreuz erfahren aus dem Wesen unserer Land­schaft heraus ihre tiefe Sinngebung. Volks- und Heimatlieder eines Mädchenchors werden der Ver­anstaltung eine besonders gemütvolle Note geben. Jeder Volksgenosse hat Zutritt. Man beachte die heutige Anzeige.

Kreissängertag in Gießen.

Der diesjährige Kreissängertaa des Sänger- kreises Gießen XII/3 im Gau XII des Deutschen Sängerbundes findet am morgigen Sonntag in der Gastwirtschaft Faulstich in Gießen statt. Bereits um 13 Uhr beginnt die Tagung des Musikaus- fchufses, an der sämtliche Chorleiter des Sänger­kreises teilzunehmen haben. Die Sitzung der Ver- einsfichrer beginnt um 14.30 Uhr. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung (Sän- gerbundesfest Breslau, Gausängertag in Worms,

Wertungssingen 1937) ufw., tft es unbedingt» Pflicht aller Pereinsführer, zu der Tagung zu er. scheinen.

OieWohlfahrtSbriefmarken desWSW.

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregie, rung hat die nachstehende Verfügung an alle unterstellten Behörden, Gemeinden, Gemeindeoer» bände und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts gerichtet:

Wie in den Vorjahren werden auch in diesem Jahre Wohlfahrtsbriefmarken herausgegeben, die als amtliche Freimarken zur Frankierung aller Postsendungen zugelassen sind. Während in den vergangenen Jahren die Wohlfahrtsbriefzeichen von der Deutschen Nothilfe vertrieben wurden, erfolgt in diesem Jahre ihre Propagierung erstmals als Wohlfahrtsbriefmarken des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes". Der Reinertrag aus dem Ver­kauf der Wohlfahrtsbriefmarken, die in diesem Jahre die Straßen und Bauten Adolf Hitlers zei­gen, fließt restlos dem Winterhilfswerk des Deut­schen Volkes zu. Irgendwelche Wohlfahrtsvereine oder -verbände werden an dem Erlös nicht beteiligt Die postalische Gültigkeit erlischt mit dem 30. Juni 1937. Die Dienststellen des Winterhilfswerks und der NS.-Dolkswohlfahrt sind Mit dem Verkauf der Marken beauftragt.

Ich mache die Beamten ufw. aller hessischen Be- Hörden auf diese Aktion des Deutschen Winterhllfs- werks aufmerksam und erwarte von ihnen, daß auch sie sich für den Vertrieb der Wohlfahrtsbriefzeicken, sei es durch Selbstoerwendung oder durch Verkauf an Dritte, restlos einsetzen.

Im Hinblick auf die große Aufgabe des Winter­hilfswerks wird ausnahmsweise gestattet, daß Be- stellisten bet allen Dienststellen zur Entgegennahme von Bestellungen über Wohlfahrtsbriefzeichen in Umlauf gesetzt werden dürfen.

Gutes Licht Gute Arbeit.

Unter dieser Parole findet im Rahmen der Aktion des Amtes fürSchönheit der Arbeit" der Deut­schen Arbeitsfront am morgigen Sonntagvormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, eine Kundgebung statt, bei der durch einen Demonstrationsvortrag und durch die Vorführung eines Tonsilms den Be­triebsführern, Gefolgschaftsmännern, Handwerks­meistern, Gesellen und Lehrlingen die vielfachen Verwendungsmöglichkeiten des Lichts zur Schaffung günstigerer Verhältnisse bei der Arbeit erläutert werden sollen. Den Vortrag wird Diplom-Ingenieur Meißelbach (Berlin) halten. Neben den vorge­nannten Persönlichkeiten sind auch alle übrigen Interessenten aus dem Kreis Gießen zu der Ver­anstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weite­res ist aus der gestrigen Anzeige der DAF., der Industrie- und Handelskammer und der Kreisyand» werkerschaft Gießen zu ersehen.

Polizeibericht.

Einbruch in eine Gastwirtschaft in 7lieber-2BöUffabt

In der Nacht zum 26. November drangen Ein­brecher nach Zertrümmerung einer Fensterscheibe in eine Gastwirtschaft in Nieder-Wöll stabt ein. Mittels Brechwerkzeugs wurde die Büfettkasse erbrochen und mit dem vorgefundenen Schlüssel ein im Wirtsraum befindlicher Zigarettenautomat ge­öffnet und der Geldinhalt entwendet. Der Täter nahm den im Automaten vorhandenen Geldaus- fangfaften mit. Dieser Geldkasten ist etwa 37:8 cm groß und besteht aus Aluminium. Entwendet wur­den etwa 50,00 RM. Die Ermittelungen nach dem Täter wurden durch die Kriminalpolizei Gießen in Verbindung mit der Gendarmerie getätigt. Per­sonen, die den beschriebenen Geldauffangkasten des Zigarettenautomaten finden, werden gebeten, der nächsten Gendarmeriestation oder Polizeibehörde Nachricht zu geben.

Am Sonntag, 15. November, gegen 19 Uhr stellte ein Dienstmädchen auf dem Wege von der Schützen­straße Zu den Bleichen, einen Koffer und Kar­ton mit Kleidungsstücken auf kurze Zeit ab, um sich eine Hilfe zum Transportieren zu holen. Alr das Mädchen nach einigen Augenblicken zurückkam,

Prachtvolle Tevviche und ab arte Fenster- Dekorationen sind en Sie augenblicklich in der Plock- straße Nr. 11 ausgestellt. Das bekannte Teppich- u. Gardinenhaus Ludwig, Geise und Pfaff, früher Brumlik-Haus, Frankfurt a. M., Liebfrauenstr. 1-3, veranstaltet diese sehenswerte Schau wertvoller Er­zeugnisse der deutschen Teppich- und Gardinen- Industrie. Versäumen Sie nicht, sich diese Schau anzusehen. 7omV

Langsam schob er es dann in seine Tasche, stieg die Treppe wieder hinauf. Ianna! Ianna! Ianna! rief es bei jedem Schritt in ihm. Warum hatte sie ihn betrogen!?

Verschwunden war jetzt das grausame Lächeln von seinem Gesicht. Nur der Schmerz wühlte noch in ihm. Schmerz und Qual, daß er sie auf immer verlieren sollte.

Einen Augenblick blieb er stehen, preßte die Hände an die Schläfen. Aber dann gewann wieder der Gedanke an Gerhard Brand Raum in ihm. Aufs neue verzerrte Haß seine Züge.

Dann ging er hinein.

Erwartungsvoll hob Olga den Kopf, sah den Hereintretenden unter gesenkten Lidern an.

Nun, mein Freund? Hoffentlich angenehme Nachrichten?"

Rammelt betrachtete Olga mit fast spöttischem Blick. Sie hatte sich halb liegend in die Kissen zu­rückgelehnt, aber ihre gewollt verführerische Pose wirkte nicht länger auf ihn. Fast begriff er fein eigenes Tun nicht mehr. Verflogen war die Stim­mung von vorhin. Was hatte er nur an diesem koketten, herzlosen Geschöpf finden können!?

Olga hatte sich indessen ausgertchtet. Schmeichelnd versuchte sie, seine Hände wieder zu umfassen.

Was hoben Sie denn? Ralf? Du ...? Sag doch ..."

Ich habe gar nicht gemerkt, daß wir Brüder- schäft miteinander getrunken haben!" antwortete Rammelt schneidend, indem er ihr seine Hand ent­zog.Ich glaube übrigens, daß es schon sehr spät ist, Fräulein Willnoff! Vielleicht gestatten Sie mir jetzt, daß ich Sie nach Hause fahre?"

Aus Olgas Gesicht war alle Farbe gewichen. Ohnmächtige Wut tobte in ihr. So kurz vor dem Ziel, und doch das Spiel verloren! Und nicht nur das, Rammelt demütigte sie auch noch.

Langsam erhob sie sich, tastete nach ihrer Hand­tasche. Dann gab sie mit fast heiserer Stimme ihre Antwort zurück:

Tut mir leib, wenn ich Sie zu lange aufgehal­ten habe, Herr Doktor! Sie werden sich aber ge­wiß denken können, daß ich nur noch auf das Gutachten gewartet habe! Jetzt brauchen wir ja wohl nicht länger Versteck miteinander zu spielen."

Sie sind im Irrtum! Wie ick bereits faate, ist das Gutachten noch nickt fertiggestellt, und ich kann es Ihnen daher auch nicht geben!"

Nun gut, Herr Doktor, wenn Sie so entschlossen sind, werden Sie ja auch entschlossen sein, die Kon­sequenzen zu tragen!"

Olgas- Stimme hatte so eigentümlich geklungen, daß Rammelt, der sich inzwischen am Schreibtisch zu schaffen gemacht hatte, sich doch erstaunt um» wandte.

s,Unb darf ich fragen, was das für Konsequenzen

Sprühend vor Zorn sah Olga ihn an. Seine spät- tische Ruhe brachte sie um den letzten Rest ihrer Fassung. Erregt ballle sie die Hände, so daß die Knöchel fast weiß wurden, lachte dann schrill auf:

Die Konsequenzen, Herr Doktor? Die Konse- quenzen sollten Ihnen nicht bekannt sein? Nun, da bin ich ja besser unterrichtet als Sie! Genügt es Ihnen vielleicht, wenn ich Ihnen da einiges von Ihren Beziehungen zu Herrn Direktor Heller er­zähle, von einem interessanten Geheimkonto, in dem es schwarz auf weiß steht, daß ein gewisser Dr. Ralf Rammelt sich mit Spekulattonen befaßte, die das Licht der Oeffentlichkeit mit Recht zu scheuen hatten ..."

Starren Blicks hatte Ramrnell zugehört. Jähes Entsetzen schüttelte ihn plötzlich.

Woher hatte Olga dieses unheimliche Wissen um seine verschwiegendsten Angelegenheiten? Wie hatte sie es fertiggevracht, die geheimsten Winkel seiner Vergangenheit aufzudecken?

Eine furchtbare Ahnung stieg in ihm auf. Wie im Fieber, zitternd an allen Gliedern, schloß er eine Schublade seines Schreibtisches auf, riß sie heraus, wühtte zwischen den darin befindlichen Pa­pieren.

Schweißbedeckt, mit verzerrtem Gesicht, hielt er endlich inne. Was er suchte, war fort. Es war das Geheimkonto, und nur Olga Willnoff konnte es genommen haben!

Keuchend ging Rammelts Atem, als er sich jetzt umwandte. Wie in äußerster Entschlossenheit waren seine Gesichtsmuskeln gespannt.

Erst jetzt sah er, daß Olga einen kleinen Revol- oer in ihrer Rechten hatte, dessen Lauf genau auf fein Herz gerichtet war.

Machen Sie bitte keinen Lärm, Herr Doktor! Sie brauchen sich auch nicht nach dem Telephon umzublicken. Ich habe es nämlich auf alle Falle durchgeschnitten! Je eher Sie mir das Gutachten ausliefern, desto schneller sind mir fertig. Dafür,

daß Sie mir nichts ausplaudern, bürgt ja wohl dieses!"

Höhnisch hielt Olga mit der Linken das Geheim­konto Rammelts in die Höhe.

Einen Pulsschlag lang starrten die beiden Gegner sich haßerfüllt an.

Dann, mit einem wilden, überraschenden Sprung war Rammelt an Olgas Seite, preßte ihre Hand, die den Revolver trug, rang mit ihr, versuchte, ihr die Waffe zu entreißen.

Ein Schuß krachte.

Fast gleichzeitig gellte ein furchtbarer Schrei.

Mit dumpfem Schlage verkündete die Turmglocke die zweite Stunde des neuen Tages.

Dor dem Portale einer Prioatklinik im Westen der Stadt hielt eine dunkelblaue Limousine, der ein Mann in schwarzem Anzug und steifem Hut ent­stieg. Obwohl es totenstill auf der Straße war, blickte der Herr sich mehrmals vorsichttg um, ehe er mit schnellen Schritten auf bas Portal zu- ging. Dann aber drückte er mit beiden Händen so heftig auf die Klingel, daß es deullich bis auf die stille Straße klang.

Sekunden vergingen.

Dann wurde ein Schlüssel von innen im Schloß gedreht. Die Tür öffnete sich, und in ihrem Rah­men erschienen der Pförtner und die Nachtschwester, beide mit unwilligen Mienen über die laute Stö­rung, und bereit, den rücksichtslosen Besucher mit harten Worten zu empfangen.

Als dann freilich im Schein des hellen Lichtes das Gesicht des späten Gastes sichtbar wurde, kam in die Züge der noch jungen Nachtschwester ein mitleidiger Zug, so daß sie fast nachsichtig fragte:

Was wünschen Sie denn, bitte?'z

Bitte vielmals um Entschuldigung, Schwester!" stammelte der Fremde.Aber dringende Hilfe ist nötig! Ich habe eine junge Dame im Wagen. Schwerverwundet, Ein Unglücksfatt! Vielleicht auch ein--Selbstmordversuch ...Ich habe sie auf­

gefunden. Konnte gerade noch das Schlimmste ver­hindern ..."

Während Rammelt noch stammelnd diese Satz« herausstieß, war der Pförtner bereits am Auto, hob eine in einen langen Mantel gehüllte, wie leb­los in feinen Armen hängende Gestatt aus dem Innern des Wagens und trug sie die Stufen empor- (Fortsetzung folgt!)

Sir 6ie Mi iu feiern, m -4^grabenkMP oi Diener F W Mn konnte. 3r flirrer Sornmo Mag über seine Wen Frontkamp L halten. 2m ubi taemie(en.

W. Versen Zeichen naä Wachtssendungc skn vielfach al Msendung" zu Ansehen dabei leii M Warenprobe, Art haben und ni tat sog. Mischsend tit für ihn gultigi mnzen nicht übers drrstöhen argen d geben sich für Em Diel Aerger und ! bühren, Zollschwier Waren mit Hande, sind, können bage fog. Päckchen oerf Ä \M, dem i M Msig sind nachtrMchrn n -Galten lushir dungsbedinMge bescyriinkungen 1

Lpd. Dir Y tagsruckfah Platzen oer nach den Wint berges, her Rhöi Goldes ständig c roird, wie im voi den Winter währ bis 31. März 19. behnt. Eine weite, >s zum April 19; leibt Vorbehalten ?en Wintersport»;

jeweils von W Rückfahrt je:

(Ende bei ftnben Festtag Ne vom Tage (Jem Feiertag, ^rn, für die b rlmerfen! LKtschastsM Mel fordert ai fMen, fon JLWtoBhh J oies bereits sei s IMiünerfe

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