Samstag, 28.November 1956
Gießener Anzeiger (Generalanzeiger für Oberhessen)
ür.279 Drittes Blatt
Das Rote Kreuz an der Gulaschkanone
An der Feldküche auf dem Kasernenhof. — (Aufnahme: Kempf.)
b Fachoptika
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Herr Kühne verlieh dem rechtmäßigen Ottokar
gerade die" "richtig? Mischung 3FSS&tt uÄ Und zuletztkam ja doch der Augenblick, wo man
xfatin, ich muß «erst
Gießener Gtadttheater
Curt Götz: .Lngeborg".
Arbeit an den verschiedenen Gulaschkanonen verteilt. Beim Anblick des zu verwendenden Materials, wie Erbsen, Kartoffeln und vor allem der riesigen Speckseiten, wurden manche Augen groß. Die Verpflegung von 1250 Mann erfordert große Mengen und jeder Kesses faßt bis 180 Liter. Für eine ganze Kompanie hatte noch keine von den Frauen gekocht. Doch hier stand die Sachkunde bewährter Unteroffiziere und Mannschaften treu helfend zur Seite.
Herr Kühne führte Regie; er ist der richtige Mann für so ein Stück, er kann dergleichen, wie er des öfteren bewiesen hat, in der angemessenen Form in Szene setzen: er legte die Aufführung, mit dem rechten Gefühl für das spezifische Gewicht des Stückes, nicht auf einen Komödienstil an, den es gar nicht hat, sondern auf eine gepflegte, gut zurechtgemachte, witzige, spritzige, im Grunde natürlich unverbindliche Lustspielunterhaltung. (Wir erinnern an das Motto von Wilde.) Und es wurde auf dieser Linie allenthalben sauber und fließend gespielt. — Die von Herrn Löffler entworfene Dekoration gab der Szene den vorschriftsmäßig ele- aanten Rahmen, hätte aber, für unfern Geschmack, farblich ein wenig gedämpfter sein können.
Fräulein Prinz spielte die Titelrolle — sehr leicht, sehr scharmant, wie es sein muß; immer an der gewissen Grenze entlang, die hier leicht überschritten werden kann, immer auch mit dem spielerischen Unterton, der sich dem Stil der Inszenierung einfügte. Uebrigens: sah sehr gut, frisch und jugendlich aus und führte, was immer gern gesehen wird, nebenbei eine kleine häusliche Modenschau vor.
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Herr Lindt gab den Peter. Von Peter heißt es bei Götz: „Obendrein sitzt um seine Mundwinkel ein Teufel, in seinem Lächeln ein Weib." Das ist ja ein bißchen viel verlangt, aber Herr Lindt tat. was er konnte, und hielt sich, anfangs frech, später im aufreibenden Kampf mit seiner Anständigkeit, Ingeborgs Anzüglichkeit und auch mit der Erdbeerbowle, sehr wacker.
Da dieser Lehrgang der erste in einer hessischen Garnison war, erschienen einige Leiterinnen der Landes- und Kreisverwaltung des Alicefrauenver- eins vom Roten Kreuz, um ihn zu besichtigen.
Gerne wetden alle Teilnehmerinnen an diesen Kursus zurückdenken, der für sie sehr lehrreich war. Die kameradschaftliche Hilfsbereitschaft der Mannschaften zeigte auch hier wieder die enge Verbundenheit vom Roten Kreuz und Wehrmacht.
Wenn der Adventskranz schon unter der Lampe hing und das Zimmer nach frischen Tannen roch, dann mußte es auch im ganzen Haus nach selbst- gebackenem Kuchen riechen. Das glaubten wir Kim der wenigstens; — und es war ja auch wirklich so, daß der Weihnachtsmann nie kam, ohne daß die Pfeffernüsse fertig waren. Aber das war so eine Sache mit den Pfeffernüssen.
Erst blätterte eines Tages die Mama in einem alten Kochbuch nach Rezepten. Viele, viele Zettel lagen in dem Buch: vergilbt und etwas brüchig und mit Eselsohren und mit braungewordener Schrift. Man sagte uns dann wohl, das hätte noch die Großmutter geschrieben, und vielleicht hätte die es auch schon von ihrer Großmutter. Ja, es war gar nicht auszudenken, wie alt solche Rezepte schon sein mochten. Und was das alles für geheimnisvolle Dinge waren, die daraufstanden: Kardamom und Zimt, Succade, Nelken, Pottasche und was es an Unbekanntem noch mehr gab: schrecklich wilde Sachen für uns Kinder. Aber das schönste war ja, daß wir am. nächsten Tag zum Kaufmann gehen durften, um diese Siebensachen einzuholen. Es wurde dabei gehörig von allem probiert, von den Rosinen und den Mandeln und dem Kandiszucker. Nur diesen Gewürzkram in den Tüten, den konnten wir nicht brauchen. Erst, wenn der Teig fertig gerührt war, gab es wieder eine große Aufregung, damit die Schüsseln nicht so sauber ausgekratzt wurden, denn wir konnten tagelang bir Anna böse sein, wenn sie nicht genug für uns zu schleckern ließ.
Es war ein großer Augenblick, und wir hatten alle Hände voll zu tun, daß wir mit den Schüsseln fertig waren, bis die ersten Kuchen aus dem Ofen kamen. Ganz schlimm ging es zu, wenn es zu toll wurde, wurden wir aus der Küche rausgeschmis- sen. Immerhin, das schmeckte, frischgebackene Kuchen aus der Tasche wegzufuttern!......
uns wieder brauchte. Denn nur ein, zwei Sorten wurden daheim gebacken, der Rest mußte auf großen Platten zum Bäcker hingetragen werden. Dabei durften wir helfen, und man betraute uns diesmal sogar damit, das fertige Gebäck nach einigen Stunden wieder abzuholen. Es war so üblich, daß dazu der größte Wäschekorb benutzt wurde. Ja, es waren damals Zeiten!
Nun war es vielleicht so an die fünf Minuten bis zum nächsten Bäcker hin, wir beschlossen also, einen kleinen Wagen mitzunehmen. Der Bäcker war ein netter Mann, er hatte ein herzhaft gutes Lächeln, das uns vor Weihnachten besonders festlich schien. Wenn er lachte, wippten ihm die vollen Backen. Er half uns dann den gefüllten Korb auch richtig hinzustellen, er deckte das weiße Tischtuch drüber, und los ging es in vollem Braus die Straße lang.
Ach, war das schön! Und bald war es nun Weihnachten, und drei volle Tage hatte es geschneit, und es gab noch immer mehr Schnee!
Keine hundert Meter weit hielten wir an, um zu prüfen, ob alle Pfeffernüsse auch wohlgeraten waren. So nahmen wir von allen eine Probe und wühlten nach immer neuen Sorten, satt und unzufrieden, daß eigentlich nichts mehr in uns hineinwollte. Na, dann nicht, also wieder auf die Karre mit dem Korb.
Von da an war das Interesse an den Kuchen nicht mehr groß. Es machte viel mehr Spaß, auf dem Schnee zu rutschen oder auch mal anzuhalten und einen großen Haufen Schneebälle hinzulegen, um sofort ein fürchterliches Geballer zu beginnen, wenn Kameraden durch die Straße kamen. Wäre es zu anderer Zeit gewesen, wäre die Geschichte auch sehr gut gegangen. Aber zwei „Mann" gegen acht, die sich mittlerweile angesammelt hatten, das war denn doch ein bißchen hart.
Es wurde ein entsetzlich toller Kampf.
Schließlich wurde die „Festung" mit Gebrüll gestürmt, und das hieß hier ganz genau so viel, als daß sie binnen eines Augenblicks geplündert war. Denn der Rest von 25 oder 40 Pfeffernüssen war wohl nicht der Rede wert, um damit nach Hause zu gehen. Wir aßen also stumm die letzten ihres Stammes auf und sahen schließlich in den leeren . Korb und fragten uns: Was nun?
Ja nun, die Folgen waren sehr erklärlich. Wir bekamen mächtig Prügel - die wir allerdings ratenweise an die Plünderer zuruckbezahlten — aber (sorvas kommt von sowas) wir bekamen damals keine Pfeffernüsse vor dem Fest. Dor allem aoef • durften wir ein paar Tage später nicht zum Backer l gehen, um den Korb mit einer neuen Ladung Pfef- fernüsse abzuholen — und gerade das hatte doch i solchen Spaß gemacht.
Nationalsozialistische «iiT^mn Kriegsopferversorgung Kameradschaft Gießen.
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rich Forster ist, als Dichter, auch unseren Kindern kein Unbekannter mehr, denn er hat ihnen schon oft durch seine schönen Stücke so manchen fröhlichen Nachmittag bereitet. Die Spielleitung des Märchens wie immer Karl V o l ck. Der Kapellmeister Ernst Bräuer hat die musikalische Leitung des Märchens und hat eine eigene Bearbeitung der Musik geschaffen. Die Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung liegt in den Händen der Balletmeisterin Irmgard Zenner. Die Kostüme schuf Sophie Buchner — die Bühnenbilder Karl Löffler. Mitwirkende: Das gesamte Schauspiel- Personal. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr und endet 17.30 Uhr. Außer Miete. — Am Abend geht der große Erfolg „Zarewitsch" Operette von Franz Lehär in Szene. Die musikalische Leitung hat Hans H. Hampel. Die Spielleitung fuhrt Paul Wr e d e. Leitung der Tänze: Irmgard Z e n- n e r. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr. — Ä .
Dienstag, 1. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, „Jngeborg" Komödie von Curt Goetz. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Dienstag-Miete. 11. Vorstellung. — Mittwoch, 2. Dezember, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr „Der Zarewitsch" Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Mittwoch-Miete. 11. Vorstellung. — Freitag, 4. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr Erstaufführung „Seiner Gnaden Testament" Komödie von Hjalmar Bergman. Spielleitung: Hans Geißler. Freitag-Miete. 12. Vorstellung. — Sonntag, 6. Dezember, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr, 6. Morgenveranstaltung. „Musik um Weihnachten Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr. „Prinzessin Allerliebst" oder: „Der wundersame Regenschirm". Märchenspiel von Friedrich Forster. Spielleitung: Karl V o l ck. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Außer Miete — Anfang 19 Uhr, Ende 21.20 Uhr. Zum 14. Male,
Raffinesse; es stand ihm gut. — Frau Stirl als Tante Ottilie war gar nicht so, wie es erst schien, sondern gab bald, schon vor der Bowle, eine Menge spaßiger Sachen zum Besten. Sehr hübsch machte endlich Herr Frickhoeffer den Diener, Herrn , Konjunktiv", der, wenn man Götz glauben darf, „eigentlich gar nicht vorhanden ist".
*
Das Publikum schien.sich höchst angeregt zu unterhalten. hth.
Em Korb voll Pfeffernüsse.
Von Max Martens.
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Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr „Prinzessin Allerliebst — Der wundersame Regenschirm", Märchenspiel; 19 bis 22 Uhr „Der Zarewitsch". — Gloria- Palast: „Das Mädchen Irene". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Arme kleine Inge". — 83. SS.- Standarte: 20.15 Uhr, Konzert des Musikzuges und Kameradschaftsabend im Cafä Leib. — DAF., Amt für Schönheit der Arbeit: 10 Uhr, Kundgebung „Gutes Licht — Gute Arbeit", Vortrag von Dipl.- Jng. Meißelbach, anschließend Tonfilm „Das Licht" im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. — Vortrag: „Nahrung und Ernährung", von Prof. Dr. Bür- ker, 11.30 Uhr, im Physiologischen Institut. — Sanitätsverein Gießen: 14.30 Uhr, Mitgliederversammlung im Burghof. — Reichsfachgruppe Imker, Ortsfachgruppe Gießen: 14 Uhr, Jahresfchlußver- fammlung bei Hopfeld. — Kaninchen- und Pelz- Ausstellung der Kreisfachgruppe Gießen: 16 Uhr in der Turnhalle am Oswaldsgarten. — Spieloereinigung 1900: Fußballmeisterfchastsspiel Burg gegen 1900; 20 Uhr Familienabend im Frankfurter Hof. — Adventsfeier in der Stadtkirche, 20 Uhr, es spricht Prof. D. Schlosser (Herborn). — Fröbel- seminar, Gartenstraße: 15 bis 19 Uhr, Märchentag für groß und klein.
Sladtthealer Gießen.
Heute abend findet die 4. Vorstellung für den' Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt. Zum letzten Mal der große Erfolg „Figaros Hochzeit", Oper von W. A. Mozart. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Kapellmeisters Paul W a l - t e r. Die Spielleitung führt der Intendant. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse.
Am morgigen Sonntagnachmittag findet die erste Aufführung des Weihnachtsmärchens statt. Es geht das Märchenspiel „Prinzessin Allerliebst" ober ■ „Der wundersame Regenschirm" nach Walter Barths Dichtung von Friedrich Forster in Szene. — Fried- dern nur in ihrer Phantasie gesehen. Ihr Gemahl
die Feldküchen besichtigt
und erklärt. Dann wurden die Schülerinnen auf die
Das Entgegenkommen der Wehrmacht ermöglichte es, ungefähr 15 Angehörigen des Gießener Alicefrauenvereins vom Roten Kreuz, sich Kenntnisse in der Bedienung der Feldküchen zu erwerben. An sechs Vormittagen der abgelaufenen Woche waren Samariterinnen und Vorstandsmitglieder eifrig bemüht, in den Feldküchen des Infanterie-Regiments 116 die Mahlzeiten zu bereiten. Ein lieblicher Duft, wie man ihn sonst nur im Manöver kennt, verbreitete sich über den Kasernenhof.
Nachdem die Teilnehme- rinnen am Montagvormittag von Stabszahlmeister Roth begrüßt worden waren, wurden
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Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
NSLB., Kreis Gießen, Mädchenerziehung: 15 Uhr Vorträge über „Der Lehrgang m volkstümlichen Handarbeiten im Juni 1936 irt der Mab- henberufsschule in Gießen. — „Stadtheater: 19.30 Hs 22.30 Uhr „Der Zarewitsch . —
Seltersroeq: „Das Mädchen Irene - Si^fpiel- 5 aus, Bahnhofstraße: „Donner, Blitz unb Sonnen- ttein." - Kaninchen- und Pelzausstellung ber Ureisfachgruppe Gießen 16 Uhr in ber Turnhalle im Oswaldsgarten. — Biblische Woche der Lstther- zemeinde: 20 Uhr Vortrag
a. M. „Gehet em durch bie enge P orte in der Kapelle des Alten Friedhof. — Frob-lf-mi- nar, Gartenstraße: 15 bis 19 Uhr Marchentag für zroß «nd klein.
letzte Aufführung „Der Bettelstudent", Operette von Carl Millöcker. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Außer Miete.
Die IHänner- und Frauenvereinigung der matthäusgemeinde Gießen veranstaltet am 1. Advent 20 Uhr in der Stadtkirche eine große Adventsfeier unter Mitwirkung des Pofaundenchors Lang-Göns, der Choralvereinigung und des Jugendmusizierkreises. Die Ansprache wird der bekannte Forscher nassauischer Geschichte und jetziger Direktor des Predigerseminars Herborn Prof. D. Schlosser halten. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist herzlich eingeladen. (Siehe heutige Anzeige.)
7lGD., Ortsgruppe Gießen-Ost.
Vetr. Lebensmittel-Opferring.
Die Sammlung wird Dienstag, 1., und Mittwoch, 2. Dezember, von der NS.-Frauenfchaft burchge- iührt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mttgliedskarte zur (Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben.
Es wird gebeten, daß sich außer den Mitgliedern auch diejenigen Volksgenossen beteiligen, die in der Lage sind, das WHW. zu fördern.
Betr. kohlenversorgung.
Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine bis zum 5 Dezember, täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen eine Wertquittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr in Zahlung genommen werden.
Sie sich bitte ien Räucher [durchdachte ähr für eine e. Auch iur hwaren sind kulation be- lütten auber sparen W izeiücbe Ge- ustellen D“ ten- erwarten?
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Götz der es wissen muß, hat (1- t ©eite 29) den Unterschied erläutert: „Die Stuckeschreiber .
ZUMALXM- '■KfLn hm hat und bei der man sehr unter Me Ob-rfläch- fchürf-n kann unb soll) non nornhcr- ein aus. *
Das Thema- zwei Männer und eine Frau Enie
Lösungen des Problems sind fett Urgroßvaters Z-Oen ausvrobiert unb bnrchexerziert worben - ton Wn unb Stücke,chre,bern, .mmerw^r, laut unb leist, tragisch unb harter, Dur unb Mo . Eine besriebigenbe Lösung g'bt-s nicht, bas sa Fdion Goethe in ber „Stella . Gotz wech zwar auch keine neue Löfung. aber er gibt betn b custfpielhast neuen Akzent: bi- br-i Hauptpersonen setzen sich srieblich zu einer Bowle um^ben TM ^'°D^n''b°ar7Lan''nielleicht^b°i aller W mäßigen Ungezwungenheit, den unbewußt deutschen Beitrag in ber Behandlung des m aller Welt beliebten Themas erkennen: das PrEem wird als Problem erkannt und von allen Beteiligten und jjogar Unbeteiligten fachlich erörtert.
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Bei Götz ergibt sich bas breieckig- Problem aus einer SchLlerliebe: bas heißt: die Ist.rM Frau hat den berühmten „Andern" nicht tn Wirklichkeit, fon>
verwandelt sich, um beide von dem Phantom zu erlösen, in die ideale Phantasiegestalt, indem er ihr vorschwindelt, jener geliebte Unbekannte sei er selbst gewesen. Als dann der Richtige erscheint, muß er den Schwindel aufgeben. Am Ende wird Jngeborg selbst ganz offen vor die Wahl gestellt: Ottokar ober Peter. Unb ba stellt sich oerblüffenber» weise heraus: sie liebt sie alle beide — Ottokar und Peter. Das ist schlimm. Und Peter und.Ottokar ihrerseits haben sich, allerdings bei schwindender Bowle und wachsender Beschwipsthett, schon zuvor wiederholt ihrer aufrichtigen Sympathie versichert. Eine schreckliche Situation. Zum Glück kommt sie, unseres Wissens, nur in Lustspielen vor. Wie das ausgeht, und wie Götz sich aus der Affäre zieht, läßt man sich am besten* irn Theater erzählen. —
Jngeborg" gehört zu den wenigen Stücken von Turt Götz, bi- ber Herr unb Meister nicht p-r|°nlich mit feiner Frau unb [einem "brrgen Enfemb^e be uns g-fpi-lt hat: wir haben es IM Jahre 192S |et □et ae Dielt Ein Stück mit einer alten unb [ehr geliebten Fabel: [eit Goethe. M Sbfen unb Äjaupt. ßhifenbera und Löns, seit Den uran toten ’ öen Ungarn, ja sogar den Engländern ein Thema von unerschöpflicher Anziehungskraft auf tiie Dichter und die Stückeschreiber.
Kameraden, die mit bem Ehrensturm zum Empfang unseres Reichskriegsopferführers antreten wollen, sammeln sich um 13.30 Uhr am Montag, 30. November, auf ber Geschäftsstelle, Gießen, Bahnhofstraße 38. Dienstanzug (bunkler Anzug, NSKOV. - Mütze, Hakenkreuzarmbinbe, schwarzer Binder, Orden unb Ehrenzeichen. Um 19 Uhr tritt der Ehrensturm auf dem Landgraf-Philipp-Platz an.
Hitler-Jugend Bann 116 Gießen
Am Sonntag, 29. November, findet im HJ.-Heim in Klein - Linden eine Führertagung der Ge- folgschaftsführer und Stellenleiter statt. Beginn 8.30 Uhr, Ende gegen 16.30 Uhr. Die angesetzten Wochenendschulungen fallen für diesen Tag aus.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Glücklicher Advent!
Dieser Tage wurde ich daran erinnert. Ich ging <n einem Schulgebäude vorüber, aus dem lernende Stimmen in den Tageslärm drangen. Es wurde i tffenbar etwas eingeübt, denn die Stimmen klan- : »en gleichmäßig wie im Chor, verstummten dann । är eine kurze Weile und begannen wieder in ' chythmischer Weise etwas herzusagen. In den innen Pausen aber vernahm ich eine ruhige unb -olle Stimme, bie freunblich ihre Anweisungen gab: sie Stimme der Lehrerin.
Es war vom Advent die Rede, woraus sich entnehmen ließ, daß die Klasse mit weihnachtlichen Vorbereitungen beschäftigt wurde. Und der Eifer, nit dem die Kinder dieser Aufgabe oblagen, ließ in der Sache keinen Zweifel. Denn der Zauber, en bie vorweihnachtliche Zeit zu entfachen versteht, indet ja gerabe in der Vorstellungswelt der Kiner seinen schönsten Widerhall und läßt ihre fröh- iche Bereitschaft zur Innigkeit werden. Aber eben ie Stimme der Lehrerin rief jene Erinnerung wach.
Ich sah mich wieder mit bem Ranzen zur Schule ehen zu jener Lehrerin, bie wir alle gern hatten nb die eine besondere Gabe haben mochte, uns leinen den Unterricht schmackhaft zu machen. Zur ldventszeit aber verstand sie es in wunderbarer Zeise, uns auf bas Weihnachtsfest hinzuleiten. )chon Wochen vorher schrieb sie in die linke Ecke er Wandtafel mit Kreide eine große Zahl. Diese fahl hatte für uns etwas Bedeutungsvolles, denn e wurde an jedem Morgen ausgewischt und durch ine andere ersetzt. Und jeden Morgen geschah das tüt einer Andächtigkeit, die uns sehr feierlich limrnte. Denn es waren zu Herzen gehende Hinreise und Erklärungen, mit denen die freundliche Ehrerin den Vorgang begleitete.
Die Zahl bezog sich auf das Weihnachtsfest und ezeichnete die Anzahl ber Tage, bie noch bis zum rstlichen Ereignis ablaufen mußten. Obwohl die Zache verhältnismäßig einfach war, erfüllte sie uns on einem Tage zum anderen immer wieder mit roßer Spannung. Die Lehrerin mußte sicherlich ine ausgezeichnete Kennerin der Kinderfeele sein, aß es ihr gelang, uns solchermaßen jeden Tag mm Beginn des Unterrichts in eine freudige Stimmung zu versetzen, aber sie konnte es wiederum nur, weil bas kindliche Gemüt gerade für die weihnachtliche Poesie so überaus empfänglich ist.
Indessen lebt diese Empfänglichkeit auch bei uns Erwachsenen noch. Sie tritt zwar nicht so deutlich n Erscheinung wie bei der Schuljugend, aber sie ft plötzlich wieder da, wenn uns bei einem Gang 'urd) bie Straßen ein Tannenreis ober einAboents- «cht grüßt. Es ist ein freubiges Wiebersehen mit dtoertrauten Dingen, an denen unser Herz hangt, vnb bie wir nicht vergessen können, ldventszeit ist Die eine Erinnerungsfeier an schöne und glückliche tage ber Jugend, unb wenn sie jetzt wieber ihre Lichter leuchten läßt, so wollen wir uns ihrer freuen wie bamals, als wir noch tm Schulzimmer nit heller Kinberstimme bie ersten Wechnachts- freber sangen... . H.W.bch.
Befr. Urlaubsfahrt 1/37 Schliersee — Oberbayern vom 25. Dezember bis 3. Januar 1937.
Für bie{e Urlaubsfahrt liegen schon eine ganze Reihe Anmelbungen vor. Wir machen alle Urlauber barauf aufmerksam, baß ber Anmelbeschluß für diese herrliche Winterfahrt bereits am 10. Dezember Rezept bei Erkaltung, Grippe!
Man rühre ie einen Eßlöffel Klosterfrau-Meliffen- geiü und Zucker in einer Taffe gut um, gieße kochem des Waffer hinzu und trinke möglichst heiß. Zwei Portionen dieses wohlschmeckenden Gesundheits- Grogs (Kinder die Hälfte) vor dem Schlafengehen einnehmen. Darauf schläft man gut, wacht häufig wie neugeboren auf und freut sich: Erkaltung und Grippe geben rasch zurück. Holen Sie deshalb sofort bei Ihrem Apotheker oder Drogisten den echten Klosterfrau-Melissengeist. Flaschen zu RM. 2.95, 1.75 und 0.95. (Bitte ausschneiden!) I7005V


