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unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Galt es doch, einer stets fleißigen Persönlichkeit die letzte Ehre zu erweisen. Sie starb im Alter von neunzig Jahren.

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Deine weihnachlssreude hat nur dann ihre Be­rechtigung, wenn du anderen, die bedürftig sind, Areude durch ein weihnachspaket gemacht hast!

LPD. Der Beschwerdeausschuß des Getreidewirtschaftsoerbandes Hessen- Nassau hat seinen Sitz im Verwaltungsgebäude der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25. Beschwerden und Eingaben, für die der Beschwerdeausschuß des Getreidewirtschaftsverbandes zuständig ist, sind zu richten:An den Vorsitzenden des Beschwerdeaus­schusses bei dem Getreidewirtschaftsverband Hessen- Nassau, Frankfurt a. M., Dockenheimer Landstr. 25." Da von dem rechtzeitigen Eingang der Beschwer­den bei dem Beschwerdeausschuß des Getreidewirt­schaftsoerbandes die Wahrung der vorgeschriebenen Fristen abhängt, ist es zur Vermeidung von Rechts- nachteilen notwendig, daß die genaue Anschrift be- achtet wird.

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Preußen.

Kreis Weilar.

+ Rodheim a. d. Bieber, 28. Nov. Unweit der Amtmannsmühle scheuten gestern die Kühe eines hiesigen Landwirts vor dem ausströmenden Dampf der Lokomotive der Biebertalbahn. D i e Kühe rannten gegen den Zug. Eines der beiden Tiere, eine hochträchtige Kuh, wurde getötet.

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7 0. Geburtstag. Trotz seinen hohen Alters vermag der Jubilar noch seinen Beruf auszuüben.

<£ Ettingshausen, 27. Nov. Gestern abend wurde in unserem Orte die erste Verdunke­lungsübung durchgeführt. Der größte Teil der Einwohnerschaft hat die hohe Bedeutung einer sol­chen Hebung erkannt und dementsprechend gehan­delt. Die Häuser waren fast ausschließlich vorschrifts- mäßig verdunkell. Für die Durchführung der Hebung stellten sich Feuerwehr und SA. zur Der- fügung. Im hiesigen Gemeindewald wurden dieser Tage die Holzhauerarbeiten in An­griff genommen. Es sollen viertausend Festmeter Holz geschlagen werden. 32 Volksgenossen, in fünf Rotten eingeteilt, finden dabei zusätzlichen Verdienst.

4- Grünberg, 27. Nov. Eine notwendige Reparatur an der Heizung im Volksschul­gebäude ergab für die Schüler am heutigen Freitag einen unterrichtsfreien Tag. Die Klassen unternahmen entweder kleinere Gänge, oder sie be­tätigten sich in Ballspielen auf dem Sportplatz. Die H-izunasanlage in der Volksschule wurde im Söhre 1908 eingebaut, es ist dies die erste größere Re­paratur.

Kreis Schotten.

§ Ruppertsburg, 27. Nov. Auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe wurde auch hier der Be­schluß gefaßt, durch Anlage einer M a u l b e er­st f l a n z u n g die Voraussetzung für Seidenbau zu schaffen, wie er ja vor mehr als 60 Jahren im benachbarten Laubach schon betrieben wurde. Die Gemeinde hat 1000 Setzlinge bestellt, die im kom- > menden Frühjahr verpflanzt werden. Sie will da­durch auch zu dem Gelingen des Dierjahresplanes

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die Dielfad» 5 zur Schaffe» lrbeit erlaufe plom-Ingenit,

Elternabend in Großen-Linden.

Uraufführung des Landschulheim-Filmes. - Ein Abend der Gemeinschaft Elternhaus und Schule.

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10 bis 30 Pf. *

Eine öffentliche Mahnung der S t a d t k a s s e zur Bezahlung des vierten Ziels der Gemeindesteuern und der vierten Rate Bür­gersteuer 1936 enthält unser heutiger Anzeigenteil, säumige Zahler seien besonders darauf hingewiesen.

♦♦ Eine allgemeine Viehzählung fin­det am 3. Dezember statt. Die Stadtverwaltung

beitragen.

HI Ruppertsburg, 28. Nov. Die hiesige Ortsgruppe des Voltsbundes Kriegsgräberfürsorge hielt am Mittwoch eine sehr gut besuchte schöne Feierstunde ab, in der die Ziele und Aufgaben des Dolksbundes den Be- suchern vor Augen geführt wurden. Heber 100, zum Teil bunte, Lichtbilder ließen die bereits geleistete Arbeit des Bundes eindrucksvoll erkennen. Gesang­liche Darbietungen umrahmten den Vortrag.

* Eichelsdorf, 27. Nov. Der Adjutant der Kreisleitung Schotten, Heinrich D a h m e r, wurde als kommisiarischer O r t s g r u p p e n l e i t e r, Zel­lenleiter undBürgermeister unserer Gemeinde

Landkreis Gießen

00 Klein-Linden, 28. Nov. Die NS.-G. »Kraft durch Freude" veranstaltet am heutigen Samstagabend im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" gemeinsam mit dem Landschafts- bundVolkstum und Heimat" und der Heimat­vereinigungSchiffenberg" einen Dorfgemein­schafts abend. Lehrer Rau, der Beauftragte des Volksbildungswerks Klein-Linden, wird einen Vortrag halten über das Thema »Kriegs- und Not­zeiten in Klein Linden während des 17. und 18. Jahrhunderts". Der BDM. und der Männer- ge angvereinHarmonie" werden an dem Abend mitwirken. Der Eintritt ist für alle Volksgenossen frei. u c»

cx) Eberstadt, 27. Nov. Im Saale der Neuen Schule fand eine D ortragsveranstaltung statt. Ein Wolgadeutscher sprach an Hand von ßW- bildern über die Not der Geistlichen und der kirch­lich gesinnten Menschen in Rußland. Der Tat­sachenbericht hinterließ bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck. Dieser Tage wurden die m unserem Orte für das Winterhilfswerk ge- spendeten 300 Zentner Kartoffeln ihrem Bestim­mungsort zugeführt. Hnsere Einwohnerschaft hat erneut ihre Opferbereitschaft bewiesen.

/V B e l l e r s h e i m , 28. Nov. Heute feiert Frau Lina Bopp Wwe., geb. Köhler (aus Inheiden), m geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburls- tag Am Donnerstag wurde ttn hiesigen Ge- meinde- und Markwald die Holzhauer arbeit durch drei Rotten von je sechs Mann aufgenom­men. Zur Fällung kommen 1800 Meter Nutz- und

>nnO°b3b o r n t) o f e n , 27. Nov. Kommenden Sonntag wird in feierlichem Rahmen das nun fer- tiggestellte R a t h a u s g e b ä u d e seine Weihe er­holten. Gleichzeitig soll mit diesem festlichen Akt die neu gegründete Freiwillige Feuerw ehr, die zum erstenmal in der Neuuniformierung antritt, ihre Weihe erhallen. . .

* Hungen, 27. Nov. Der einzige hier noch lebende Altveteran von 1870/71 Wilhelm Philipp Kohlheyer begeht am 30. November seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar, der zu­gleich der älteste Einwohner unseres Städtchens ist wurde im Feldzug 1870'71 bei Gravelotte ver­wundet. Er gehört einem alteingefesienen Hungener Bauerngeschlecht an. Wenn er auch infolge eines körperlichen Leidens schon seit Jahren das Zimmer hüten muß, so nimmt er doch noch verhältnismäßig regen Anteil an dem Tagesgeschehen.

-- Ober-Bessingen, 28.Nov. Am kom­menden Montag feiert der Schuhmachermeister Karl Würtz in körperlicher und geistiger Frische seinen

Gießen, 28. Nov. Auf dem heutigen Wochen- ararkt kosteten: D. f. Molkereibutter, XA kg 1,57 Mk., - Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, Das Stück 4 bis 10, Eier, Bulgaren, Klasse B 11, Wirsing, kg 6 bis 10, 50 kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, % kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, % kg 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Hnterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, % Kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel, % kg 25 bis 30 Pf., 50 kg 30 Mk., Birnen, % kg 10 bis 25 Pf., Nüsse 45 bis 60, Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf^ Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Enten 90 Pf. bis 1,10 Mk., Tauben, Das Stück 50 Pf., Blumenkohl 50 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie

I Kirtorf, 27. Nov. Die D r e s ch a rb e i t e n in unserer Gemeinde haben dieser Tage für dieses Jahr ihr Ende gefunden. Am Sonntag wurde im Saale von Johs. Becker durch die Gaufilm- stelle der F i l mF r i e s e n n o t" gezeigt. Im Hin­blick der besonderen Wichttgkeit dieses Fllmes war

Lpd. Die Geltungsdauer der Sonn- , lagsrückfahrkarten nach Wintersport- platzen verlängert. Die Geltungsdauer der -nach den Wintersportplätzen des Taunus, Vogels- berges, der Rhön, des Odenwaldes und des Schwarz­waldes ständig aufliegenden Sonntagsrückfahrkarten wird, wie im vorigen Winter, auch für den kommen­den Winter während der Zeit vom 1. Dezember 1936 Lis 31. März 1937 auf Samstag vormittag ausge- Lehnt. Eine weitere Verlängerung der Geltungsdauer bis zum April 1937 bei günstigem Wintersportwetter bleibt Vorbehalten. Die Sonntagsrückfahrkarten nach den Wintersport-Zielbahnhöfen gelten also zur Hin­fahrt jeweils von Samstag 0 Hhr bis Sonntag und zur Rückfahrt jeweils von Samstag bis Montag 24 Hhr (Ende der Rückfahrt). Bei den in diese Zeit fallenden Festtagen gelten die Karten in gleicher Weise vom Tage vor Feiertag bis zum Tage nach einem Feiertag, ausgenommen Weihnachten und Ostern, für die besondere Anordnungen gellen.

Fwd. Hasen- und Kaninchenfelle nicht f o r t w e r f e n ! Die Fachgruppe Haute und Felle der Wirtschaftsgruppe Groß-, Ein- und Ausfuhr­handel fordert auf, Hasen- und Kaninchenfelle nicht fortzuwerfen, sondern der Verwertung in der Hut- unb Hutstoffindustrie zuzuführen. Im Wildhandel ist dies bereits selbstverständlich, die Kaufleitte sollen aber auch ihre Kunden dazu anhatten, solche Felle nicht fortzuwerfen.

Fwd. Verwertung alter Glühbirnen. Im Rahmen der Sammlung wertvoller Alt- und Abfallmaterialien ist der Rohproduktenhandel auf­gefordert worden, auch ausgebrannte Glühbirnen zu sammeln, damit die wertvollen Metalle des Sockels als Rohstoff erhalten bleiben.

Großes Iuaendoericht Gießen

Ein Niähriq-s Mädchen aus Sich war b-,chu^ Mat, am 16. September in Bellersheim vorsätzlich ein Gebäude in Brand geftedt zu haben indem sie das Anwesen des W. Sch. m ®etter^et?k dem sie zu dieser Zeit b-schastigt °>°r, anzundete^ Degen Brandstistung verurteute sie da- Große Jugendgericht zu einer G e f a n g n l s st r a f e v o n einem Jahr und zur Tragung der Kosten des Verfahrens. Acht Wochen der Hntersuchungshaft wurden der Angeklagten auf ine Strafe an^rechnesi Von der Strafe muß die Angeklagte noch weitere vier Monate Gefängnis verbüßen, hinsichtlich der Reststrafe wird Strafaufschub bewilligt und die Bewährungsfrist auf fünf Jahre festgesetzt.

Grüningen, (Kreis Gießen), 27 Nov. Dor einigen Tagen traf hier der in unserem Dorfe im Jahre 1867 geborene Johannes Schäfer, der als 17jähriger nach Amerika auswanderte, zum Besnch ein. Er hatte sich während einiger Wochen das deutsche Vaterland in seinen schönsten Teilen angesehen und sich davon überzeugen können, daß in Deutschland alles anders ist, als im Ausland gesagt und geschrieben wird. Nun will er einige Zeit bei seinen Verwandten verleben. Arn ver­gangenen Mittwochabend hatte er seine Schulkame­raden, seine Freunde und den ihm nahestehenden Adam Jsheimschen Gesangverein zu einigen tarne- radschaftlichen Stunden in die Sina- und Turn­halle eingeladen. Im Verlaufe des Abends wurden viele Erinnerungen, Erlebnisse und Geschehnisse aus dem Laufe der 52 Jahre, die Johannes Schäfer fern der Heimat weilte, ausgetauscht. Ganz be­sonders unterhiell man sich über die Kriegs- und Nachkriegsjahre, wahrens der Schäfer in brief- lichem Verkehr mit seiner deutschen Heimat stand und immer seine Hilfe anbot. Der Gesangverein verschönte die Stunden durch manches Heimat- und Vaterlandslied. Ortsgruppenleiter und Bürger­meister M a r st e l l e r hieß den Heimattreuen Mann in seiner H-imcttgemeinde willkommen und bat ihn, seine im neuen Deutschland gewonnenen Eindrücke in weitem Kreise jenseits des Ozeans kundzutun. Dem lieben Freund und Gönner ließ der Adam Jsheimsche Gesangverein im Laufe des Abends eine bletbende Ehrung zuteil werden. Nach einer Samm­lung für das Winterhilfswerk, die den Betrag von 15 Mark erbrachte, schloß der Vereins- Vorsitzende Friedrich die Stunden kameradschaft­lichen Beisammenseins in üblicher Weise.

Tages müsse es so weit kommen, daß jedes Kind in jedem Jahr einmal einige Tage im Schulland­heim zubringe.

Ministerialrat Ringshausen

wies in feiner Ansprache darauf hin, daß heute die Jugend den Blick in die Weite gewinne, daß der Blick auf das Große gerichtet sei, auf das ganze Vaterland, auf das Reich, das uns der Führer ge­geben habe. Die Jugend solle zu einem frohen Volk erzogen werden, denn nur einem frohen Volke gehöre die Zukunft. Mit dem Wissen allein seien die Lebensaufgaben nicht zu bewältigen, wenn nicht der unbeugsame Wille und ein unerschütterlicher Glaube hinzukommen. Den Willen zur Tat und den Glauben an das deutsche Volk lebe uns der Führer täglich vor. Nachdem der Redner noch den Blick in die Vergangenheit, in jene Zeit gelenkt hatte, da volksfremde Elemente das völkische Leben deutscher Menschen zu entwurzeln versuchten, wies er abschließend darauf hin, daß es gelte, alle deut­schen Tugenden neu lebendig zu machen, die Er- ziehung zur charaktervollen Persönlichkeit durch den charaktervollen Erzieher zu fördern und auf dem jetzt beschrittenen Weg zu bleiben.

Die Darbietungen des Abends

brachten einen frisch-fröhlichen Ausschnitt aus dem Leben der Großen-Lindener Schuljugend im Schul­landheim. Die Kinder zeigten, wie sie chre Frei­zeit ausgestaltet hatten, sie gestalteten eine Schul- gemeinschaftsstunde mit viel Gesang, Musik und Volkstanz, und führten luftige Gespräche in ihrer heimatlichen Mundart.

Den Höhepunkt des Abends steltte die Erstauf­führung des Filmes dar, der durch Schulrat Lo­rentz (Darmstadt) während des Schullandheim­aufenthaltes der Großen-Lindener Jugend an der Bergstraße ausgenommen worden war. Der Bild­streifen zeigte in vollkommener Weise die Fülle der Erlebnisse der Kinder und gestattete einen tiefen Einblick in die Gemeinschaft, wie sie sich im Schul- landheim entwickelte. Der Film war ein Zeugnis sprühenden und unverbildeten Lebens, der Lebens­freude, wie es schöner nicht zu denken war. Für dis Großen-Lindener wurde der Film natürlich zu einem besonderen Erlebnis, well die Eltern hier ihre Kin­der im Fllmbild sähen und die Kinder sich selbst auf der Leinwand begegneten.

Bürgermeister Michel versprach am Schluß des Abends, daß er dafür sorgen werde, daß nächstes Jahr jedem Kinde die Möglichkeit gegeben werde, solche Tage in einem Schullandheim zu verleben. Herz­lichen Dank sagte er den Lehrkräften der Schule, die alle Verantwortung und Arbeit übernahmen, um den Kindern dieses Erlebnis zu ermöglichen.

Rektor Siegfried schloß den gehaltvollen . Abend mit dem Gedenken an den Führer. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied klang ; der Abend aus.

Großen-Linden, 28 Nov. Die Schule : Großen-Linden hatte für den gestrigen Freitag abend in Schaums Saal zu einem Elternabend ein« geladen, der sehr gut besucht war. Einen großen Teil der Vortragsfolge bestritten die Kinder der Schule. Sie leiteten mit chren kraftvoll gelungenen Vaterlands-, Volks- und Heimatliedern und ihren Gedichten über zu den Ansprachen und zu Film­vorführungen, und sie waren sichtlich stolz darüber, gah sie wieder einmal in ihrer Sing- und Spielge- meinschaft vor die Eltern treten konnten.

Rektor Siegfried

wies in seiner Begrüßungsansprache auf die selbst- verständlich gewordene enge Verbundenheit von Elternhaus und Schule hin, und begrüßte dann die Gäste des Abends, Schulrat Nebeling, Orts­gruppenleiter Will, Bürgermeister Michel, die Vertreter der HI. und des Jungvolks, schließlich auch den Vorstand der Schule. Im Verlaufe des Abends konnte er auch Ministerialrat Rrngs- haufen und Schulrat Lorentz (Darmstadt) willkommen heißen.

Der Redner erinnerte bann in die Schulland­heimarbeit als einen Ausdruck nationalsozialistischen Kulturwillens und betonte, daß die Schule bestrebt sei, das künftige deutsche Volk in der heuttgen Ju­gend stark zu machen für den Lebenskampf und diese Jugend im Willen zur Gemeinschaft zu er- ziehen. Der Aufenthalt im Schullandheim, der die Jugend bei Wanderungen, beim Spiel, beim Sport, bei Bauernbesuchen, in der Beobachtung der Natur, der Landschaft, in geschichtlicher Betrachtung der Heimat usw. vereinige, sei ein Weg zu dieser er» strebten Erziehung. Im Landschulheim bahne sich Lebensunmittelbarkeit, Gemeinschaftswille und Ka­meradschaft an. Das höhere Lebensziel, das in der Gemeinschaft begründet ist, sei wohl allen den Kin­dern von Großen-Linden nach ihren Schullandheim- Aufenthalten (1935 im Vogelsberg, 1936 in Hep­penheim) bewußt geworden. Mit der Verlesung eines eindrucksvollen Berichtes über die Tage des Aufenthaltes an der Bergstraße beschloß Rektor Siegfried seine beifällig aufgenommene Ansprache.

Schulrat Nebelmg-Aießen

wies darauf hin, daß die Schule mit der Einfüh­rung von Schullandheim-Aufenthalten vor neue Aufgaben gestellt sei. Der Schullandheirn-Aufenthatt sei ein Teil der Erziehungsarbeit der Schule zum Nationalsozialismus. Dankbar habe man dafür zu sein, daß die Versuche gelungen sind. Großen-Lin­den habe dabei Pionierarbeit geleistet, und der Elternschaft von Großen-Linden sei besonderer Dank zu sagen für das Vertrauen, das sie den Erziehern ihrer Kinder entgegenbrachten. Die Arbeit und der . Erfolg feien des Einsatzes wert gewesen. Die Ju- r genb werde durch solche Schullandheim-Aufenthalte . mittiger, stärker und selbstsicherer gemacht. Eines

weist in einer Bekanntmachung in unserem heuti­gen Anzeigenteil auf diese Zählung hin. Interessen­ten seien besonders darauf aufmerksam gemacht.

** Diehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag, 1. Dezember, findet hier Rindvieh- (Nutz­vieh-) Markt statt, am Mittwoch, 16. Dezember, wird Schweinemarkt abgehalten.

** Freie Vereinigung ehern Anaehö- ri g e r d e s R. - I. - R. 2 2 2. Sett 1919 treffen sich alljährlich die Angehörigen des R.-J.-R 222, um in schlichter Form die Erinnerung an die Schlacht bei Lodz zu feiern, in der das Regiment nach dem Schutzengrabenkampf im Westen zum ersten Male in offener Feldschlacht Beweise seiner Tapferkeit oblegen konnte. In diesem Jahr wird Kamerad Pfarrer Kornmann, 3/222, einen Lichtbilder- rortrag über seine Teilnahme an dem deutsch-fran­zösischen Frontkämpfertreisen im Mai 1936 in Ver­dun halten. Im übrigen fei auf die heutige Anzeige

[eroiefen.

nPD. Derfendung von Weihnachts- paketchen nach dem Ausland. Kleinere Weihnachtssendungen an Empfänger im Ausland werden vielfach alsWarenprobe* oder auch als Mischsendung" zur Post gegeben. Die Versender übersehen dabei leicht, daß die meisten Länder nur folche Warenproben zulassen, die keinen Handels­wert haben und nicht zollpflichtig sind und daß bei den sog. Mifchsendungen jeder Gegenstand für sich die für ihn gültigen Gewichts- unb Ausdehnungs- grenzen nicht überschreiten darf. Aus solchen kleinen Verstößen gegen die bestehenden Bestimmungen er­geben sich fiir Empfänger und Absender nicht selten viel Aerger und Verdruß (Nacherhebung von Ge­bühren, Zollschwierigkeiten ober gar Beschlagnahme). Waren mit Handelswert, auch wenn sie zollpflichtig sind, können dagegen nach fast allen Ländern in ssog. Päckchen versandt werden. Es empfiehlt sich lür jeden, dem die einschlägigen Bestimmungen -nicht geläufig sind, vor der Absendung von Weih- nachtspaketchen nach dem Ausland bei den Post- anstalten Auskunft über die allgemeinen Versen- Dunasbedingungen, über Zollverhättnisse, Einfuhr­beschränkungen usw. einzuholen.

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die Veranstaltung gut besucht. Dieser Tage wurde die Flachsablieferung in unserem Orte vorgenommen. Der Flachs wurde von den Bauern und Landwirten zusammengefahren und aufgeladen. Dann rollten einige Wagen nach der Bahnstation Ehringshausen; von dort ging der Flachs an die Haupt-Ablieferungsstelle Frankfurt (Main) ab. Es wurden in unserem Orte fast 160 Zentner zusammengebracht, ein Beweis dafür, daß. sich jeder an dem Anbau des Flachses beteiligt hatte, zum Nutzen und Segen unseres Volkes und Vaterlandes. Am Mittwoch wurde die älteste Ortsbürgerin, Frau Katharine Honstein Wwe.,

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Abfchlußrechnnng der 150-Lahrfeier der Stadt Grünberg.

+ Grünberg, 28. Nov. Am gestrigen Freitag­abend sand die Schlußsitzung des Hauptausschusser für die 7 5 0 - I a h r f e i e r statt, die sich mit der Rechnungsablage beschäftigte. Die von Stadtrechner Gehringer oorgetragene Rechnuna schloß mit einer Einnahme von 3686,27 Mark und einer Aus­gabe von 3428,14 Mark ab, so daß ein Heberschuß von 258,13 Mark verbleibt. Wie Bürgermeister Wagner mitteilte, soll der Heberschuß als Fonds für Werbemaßnahmen der Stadt Verwendung fin­den und zur Deckung der Kosten des demnächst er­scheinenden Werbeprospektes dienen. Er konnte wei­ter feststellen, daß die Feier einen erfreulichen Be­weis für Heimcttsinn gezeigt und ebenso allseitige Mitwirkung von den verschiedensten Seiten erfah­ren habe. Daß die Feier, begünstigt vom Wetter, einen guten Verlauf genommen habe und daß ihr Eindruck bei den zahlreichen Besuchern allseits ein guter war, sei ihm von verschiedenen Seiten ver­sichert worden. Auch (Bauleiter und Reichsstatthalter Sprenger habe sich anerkennend ausgesprochen. Gut eingefügt in die Deranstaltuna habe sich auch die Heimatausstellung, die allseits Anklang gefunden habe. In der Aussprache wurde im wesentlichen nochmals der gute Verlauf der Feier unterstrichen. Mit Dankesworten an alle Mitwirkenden bei der Gestaltung dieser bedeutungsvollen Feier für die Stadt schloß Bürgermeister Wagner die Schluß­sitzung.

Deutschamerikaner

besucht seine alte Heimat.

* Lützellinden, 28. Nov. Am morgigen Sonntag feiern Georg Schäfer, Landwirt und Hausschlachter, und Frau Marie, geb. Engel, das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 75., seine Frau im 74. Lebensjahr. Beide - ; (v- I sind noch sehr rüstig und nehmen an allen Haus- und ® Lu 11 ,e ^elb-arbeiten teil. Georg Schäfer hat von 1881 bis 1884 beim Jnf-Regt. 116 in Gießen gedient.

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