Ausgabe 
28.10.1936
 
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9 Jl.-'Sport

Sturm

gute Aufbauarbeit, verstand sich mit dem ausgezeichnet, so daß Erfolge nicht aus-

zwölfzylindrigen Rennmotor neuester Konstruktion, jedoch erbaut unter Verwendung von Erfahrungen, die bei Mercedes-Benz schon auf ähnliche Konstruk­tionen vor dem Kriege zurückgehen. Schon damals wurde für Flugmotoren die Stahlbauart an Stelle der sonst üblichen gegossenen Zylinderblöcke einge­führt, denn bei Flugmotoren galt damals schon die zwingende Vorschrift weitgehendster Verminderung des Baugewichtes.

Als vor drei Jahren in das 750 Kilogramm schwere Fahrgestell der Grand-Prix-Rennwagen ein entsprechend leichter, aber enorm leistungsfähiger Motor eingebaut werden sollte, konnte Mercedes- Benz auf Grund der Erfahrungen mit Flugmotoren einen geschweißten Stahlmotor besonders leichter Bauart entwickeln. Dieser Achtzylinder in Reihen­bauart, der als Hochleistungsmotor selbstverständlich von zwei oben liegenden Nockenwellen betätigte hängende Ventile aufwies, kehrt bei genauer Be-

großer Form befand und mehrere Tore auf Konto buchen konnte.

Augenblicksbild von C a r a c c i o l a s Weltrekordfahrten auf der Autobahn Frankfurt a. M.Darmstadt im neuen Rennwagen der Daimler-Benz. (Presse-Bild-Zentrale-M.)

bleiben konnten. In der 1. Halbzeit spielte Heu­chelheim mit dem Wind und konnte zwei Treffer anbringen und in der 2. Halbzeit gegen den Wind noch dreimal erfolgreich zu sein. Der junge Sturm bewährte sich sehr gut, vor allem der Mittelstürmer W. Schmidt und der Halblinke W. Steinel, die auch die Torschützen waren. Das Ergebnis beweist deutlich, daß eine Mannschaft auch mit Nachwuchs­spielern bei gutem gegenseitigem Verständnis etwas leisten kann. Dem Spielverlauf nach hätte Großen- Buseck das Ehrentor verdient.

Die 2. Mannschaft mußte sich gegen Grüningens I. zu Anfang des Spieles zwei Tore gefallen lassen, die bis Schluß, trotzdem Grüningen nur noch verteidigte und alle Spieler sich vor dessen Tor befanden, nicht mehr aufgeholt werden konnten.

Die 1. Jugend, die durch das Ausscheiden ver­schiedener Spieler in die 1. Mannschaft stark ver­jüngt wurde, fuhr mit 10 Mann zum fälligen Verbandsspiel nach Wißmar und konnte einen siche-

Heuchelheimer nicht gewachsen. Die Hintermann­schaft wehrte ruhig und sicher ab, die Läuferreihe leistete "

ren 5.0-Sieg erringen. Insbesondere sind die Lei­stungen des Linksaußen hervorzuheben, der sich in sein

Der in der Nacht zum Dienstag niedergehende und bis in die ersten Morgenstunden dauernde Regen verhinderte am Dienstag die Fortsetzung der Rekordversuche der Daimler-Benz-AG. auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt. Günstiges Wetter vorausgesetzt finden die Versuche ihre Fortsetzung am heutigen Mittwochmorgen

Selbst Leute, die mit den heute für Rennwagen möglichen Geschwindigkeiten vertraut sind und wissen, was aus einem zur Verfügung stehenden bestimmten Baugewicht von Motor und Fahrgestell an effektiver Leistung herauszuholen ist, waren über die phantastischen Rekordgeschwindigkeiten des neuen Mercedes-Benz-Rennwagens am Montag überrascht und erstaunt.

Zum erstenmal hat ein Straßenrennwagen eine Geschwindigkeit von über 100 Sekundenmeter über­schritten, vorwärtsgerissen von einem 600pferdigen

Earacciolas Rekordsahrten mit 600 PS

Heute weitere Versuchsfahrten.

Sporivereins zu dem erwarteten Sieg. Rüddings- hausen kam in Launsbach nur zu einem Unent­schieden und erlitt dadurch seinen ersten Punkt­oerlust. Wieseck konnte gegen Staufenberg den er­warteten Sieg erringen, mit 3:2 fiel derselbe je­doch ziemlich knapp aus. Hohe Resultate gab es in der Gruppe Wetzlar Büblingshausen gewann gegen Aßlar II 8:1 und scheint dadurch wieder an seine frühere erfolgreiche Form anzuknüpfen. Sport­freunde II zog in Münchholzhausen mit 0:4 den kürzern.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Gegen Großen-Buseck, den stärksten Gegner die­ser Gruppe, mit 5:0 zu gewinnen hätte niemand vorausgesagt. Großen-Buseck, wuchtig und körper­lich spielend, war dem flachen Kombinationsspiel der

Der Sport im Dienst des WHW

Die Sammeltage der Fachärnter.

Auch diesmal wieder wird sich der deutsche Sport in den Dienst des Winterhilfswerkes stellen und fein Teil beitragen zur Linderung der Not. Das Fachamt Handball führt die Reinerträge eines großen Werbetages, der am 8. November veran­staltet wird, dem WHW zu. Höhepunkt des Tages ist die Begegnung in Magdeburg zwischen dem PSV. Magdeburg und Hindenburg Minden, also zwischen dem alten und neuen deutschen Meister. Auch der deutsche Hockeysport hat seinen Opfertag für diesen Termin festgesetzt. Der Buß­tag in Preußen, Mittwoch, 18. November, ist als Opfertag für den Fußballsport bestimmt worden. In Köln stehen sich die deutsche Na­tionalmannschaft und eine Gauelf des Mit­telrheins gegenüber. Für Sonntag, 29. November bat der Radsport seinen WHW.-Tag anbe­raumt. Es folgt dann am 6. Dezember der Ten- n i s s p o r t. Äm 4. April findet derTag des deutschen Rudersportes" statt und die Kanufahrer habenihren" Tag am 25. April. Für das Fachamt Geräteturnen mußte eine Son­derregelung getroffen werden. Den Vereinen dieses Fachamtes ist, zugestanden worden, ihre Winter- hilfsoeranstaltunaen je nach Wahl in der Zeit vom 1. November 1936 bis zum 1. April 1937 durchzu­führen und die Einnahmen den örtlichen Leitungen zuzuführen. Die gleiche Regelung wurde mit dem Fachamt Schwerathletik, dem Bergsteigeroerband und dem Reichsverband der deutschen Gebirgs- und Wandervereine getroffen, die ihre Sammlung im Rahmen der von jedem Verein durchzuführenden Abende veranstalten.

Die Ergebnisse der Kreisklaffenspiele

Klein-Linden Ruppertsburg 4:2; Steinberg gegen Lich 2:2; Steinbach Leihgestern 3:2; Heu­chelheim Großen-Buseck 5:0; Hungen Gar­benteich 0:6; Ulm Niedergirmes 0:2; Ehrings­hausen Holzhausen; Spfr. Wetzlar Philipp- stein 3:2; Leun Oberbiel 4:4; Burgsolms gegen Albshausen 3;3; Nauborn Steindorf 3:0; Stein­berg II Großen-Linden 10:1; Heuchelheim II gegen Grüningen 0:2; Launsbach Rüddingshaufen 2:2; Wieseck Staufenberg 3:2; Büblingshausen gegen Aßlar II 8:1; Münchholzhausen Spfr. II 4:0.

Durch den Sieg über Ruppertsburg hat sich Klein-Linden den zweiten Tabellenplatz gesichert. Eine kleine Ueberraschung gab es in Steinberg. Der SpitzenreiterTeutonia" Steinberg mußte sich auf eigenem Platz ein Unentschieden gegen die Rasenspieler aus Lich gefallen lassen. In Steinbach kam es zu dem erwarteten starten Kampf, den die Platzbesitzer knapp für sich entscheiden konnten. Großen-Buseck wurde in Heuchelheim glatt 5:0 ab-- gefertigt. Auch Garbenteich scheint sich wieder ge­funden zu haben, denn der hohe Sieg in Hungen kommt überraschend. Nieder-Girmes mußte in Ulm hart kämpfen, um zu dem Siege zu kommen, der für die weitere Führung erforderlich war. Den Sportfreunden gelang ein knapper Erfolg gegen Philippstein. Oberbiel dagegen kam in Leun nur zu einem Unentschieden. Burgsolms mußte sich auf l eigenem Platze gegen Albshausen mit demselben Resultat zufrieden geben. Der Tabellenführer der Gruppe Wetzlar B, Steindorf, wurde in Nauborn 3:0 geschlagen. Steinbergs Zweite zeigte sich im Gegensatz zu der Ersten von der besten Seite und fertigte Großen-Linden hoch mit 10:1 ab. Grünin- 1 gen kam in Heuchelheim gegen die Zweite des |

trachtung wieder als Ausgangspunkt für die nort Daimler-Benz für das LuftschiffHindenburg" ent­wickelten sechzehnzylindrigen, in V-Form gebauten Diesel-Motoren. Auch diese leichten, leistungsfähigen Motoren sind aus Stahlblech geschweißt und haben als Hochleistungsmaschinen je zwei oben liegende Nockenwellen auf den beiden in V-Form sitzenden Zylinderreihen.

Wenn nun für Mercedes-Benz die Notwendig­keit bestand, die Leistungsfähigkeit der Rennmotoren der Grand-Prix-Wagen ohne beträchtliche Steige­rung des Baugewichtes zu erhöhen, so waren diese Erfahrungen nur auf die Neukonstruktion eines Rennmotors zu übertragen. Gleich dem bisherigen Achtzylinder-Motor wurde der neue Zwölfzylinder als geschweißter Stahlmotor entwickelt, dessen zwei Sechszylinderblöcke in V-Form zueinander stehen. Vier oben liegende Nockenwellen betätigen die hän­genden Ventile. Zwei am Vorderrade sitzende Hoch­leistungskompressoren drücken die Verbrennungsluft in je zwei Doppelvergaser, die auf der Innenseite des V-förmigen Motorblocks angeordnet sind, so daß das Brennstoff-Luftgemisch auf dem kürzesten Weg über die ebenfalls beiderseits der Innenseite zuge­kehrten Einlaßventile in die Zylinder gedrückt wer­den kann. Die Auslaß-Ventile sitzen auf der Außen­seite der beiden Blöcke. Die Auspuffgase werden links und rechts durch Auspuff-Sammelrohre abge­führt.

Bei einer sehr hohen Verdichtung, die durch die Verwendung eines alkoholreichen Brennstoffge­misches möglich ist, und einer Drehzahl zwischen 5500 und 6000 Umdrehungen in der Minute leistet der neue Motor rund 600 PS.

DfB.-Reicksbabn Gießen.

Zugendfußball.

VfB.-R. Großen-Linden 1. Jugend 1:0. Der Gießener Jugend gelang es, die im Vor­spiel erlittene Niederlage, wenn auch knapp, jedoch verdient, wieder auszugleichen. In der 1. Halbzeit gingen die Gießener durch einen Kopfball ihres Mit­telstürmers in Führung. Dieses Tor sollte auch das einzige des Spieles sein.

VfB.-R. 2. Jugend Steinbach 1. Ju­gend 5:0. Wenn die Steinbacher Jugendmannschaft auch sehr eifrig kämpfte, so konnte sie doch nicht die technische Ueberlegenheit der Gießener damit aus­gleichen. Die Platzbesitzer errangen auf Grund eines guten Zusammenspiels 5 Tore und stellten damit den verdienten Sieger.

V f B.- R. 3. I u g e n d V f B.- R. 4.1 u g e n d 4:7. Die 4. Jugend stellte die einheitlichere Mannschaft und errang einen in dieser Höhe verdienten Sieg.

Die 2. Schirlermannschaft spielte gegen die 1. des Turnvereins 1846 und errang einen eindeutigen 5:3-Sieg. Die Turner waren in jedem Mannschaftsteil den VfB.ern unterlegen. Dazu traten sie noch nicht einmal komplett an.

Kurze Sportnotizen.

Die Ulmer O l y m p i a f e ch t e r Geiwitz und Uhlmann werden in Anerkennung ihrer Verdienste bei den Olympischen Spielen von Reichs­fachamtsleiter Erwin Cosmir durch Ueberreichung einer Urkunde ausgezeichnet.

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Das Deutsche Reiterabzeichen in Gold erhielten vom Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts in Anerkennung ihrer Verdienste SS.-Oberscharführer O. Lengnik und der Gewnner der broncenen Olymviaplakette in der Dressur Major Podha-jski (Wien).

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Beim er ft en KdF. -Eissportabend im Berliner Sportpalast zeigten wieder die deutschen Olympiasieger Maxie Herber - Ernst Baier ihr vor­zügliches Können.

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