Ausgabe 
28.10.1936
 
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Wirtschaft.

kommen. Mit einem Schnitt und der treuen Hel­ferin, der Nähmaschine, kommt sie so fast kosten­los zu einem neuen Gewand. Der Wunsch, sich zu schmücken, veranlaßt jede Frau, selbst chand an­zulegen, sobald sie dadurch die Möglichkeit hat, sich flott und modisch zu kleiden.

Welch eine Freude ist es, den Hausvater einmal nicht mit Wünschen für die neue Kleidung plagen zu müssen! Wenn der Mann ab und zu so einmal überrascht wird von dem guten Willen seiner Frau, ist er das nächste Mal bestimmt bereit, ohne Brum­men für eine Neuanschaffung zu stimmen. Er ist ja dann überzeugt, daß es wirklich notwendig ist Manches schadhafte Wäschestück verwandelt sich durch Zutat der geblümten billigen Kunstseide noch

LPD. Mainz, 27. Okt. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Suber begann heute die Haupt­verhandlung gegen die im Giftmordprozeß Vogler als Zeugin vernommene Ehefrau Mar­garethe Rocker, geborene Gölsenleuchter, eine Kartenlegerin aus Wiesbaden. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Heinrichs, sie lautet auf Beihilfe zum Giftmord. Als Verteidi­ger ist der Angeklagten Rechtsanwalt Dr. Fung aus Mainz beigegeben.

Oie Anklage.

Der Vorsitzende verliest zunächst die Anklage. Hiernach wird der Angeklagten der Vorwurf ge­macht, der am 10. Juli 1936 vom Mainzer Schwur­gericht wegen Mordes in zwei Fällen und wegen Mordversuchs ebenfalls in zwei Fällen zweimal zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteil­ten 42jährigen Frieda Vogler aus Mainz-Kost­heim giftige Tabletten und Ampullen gegeben bzw. überlassen und sich dadurch der Beihilfe zum Gift­mord schuldig gemacht zu haben. Nach Lage der Akten gewinnt man, so meinte der Vorsitzende, den Eindruck, daß die Angeklagte in der Vorunter­suchung die Unwahrheit gesagt habe, um damit die bereits verurteilte Vogler undOnkel Ehrhardt" zu decken.

Aufgesordert, sich zu der gegen sie erhobenen An­klage zu äußern, bestritt die Angeklagte mit aller Entschiedenheit, daß sie irgend etwas getan habe, was einem Menschen schaden könne. Die der Vog­ler übergebenen Tabletten habe sie, die Angeklagte, von dem Chemiker Müller, zuletzt in Wiesbaden wohnhaft, erhalten. Der Vogler habe sie drei Röhr­chen, einmal 2 Stück und etwas später ein wei­teres, gegeben. Die Vogler habe ein Heilmittel ver­langt für ihren erkrankten Mann. Dies fei zu der Zeit gewesen, als dieser zwar noch am Leben, aber bereits erkrankt war. Frau Vogler sagte, daß ihr Mann ein Herzleiden habe, das er sich im Kriege geholt hätte. Die Vogler habe auch zu ihr gesagt: Je mehr ich bekommen kann, um so besser ist es!" Aus den Reden der Frau Vogler habe sie ent­nommen, daß diese den Tod ihres Mannes wolle.

Der Vorsitzende hält der Angeklagten nunmehr vor, warum sie trotz dieses Erkenntnisses die Ta­bletten verabfolgt habe. Bei ihrer Vernehmung am 11. Juli d. I., also ein Tag später als gegen die Vogler das Todesurteil gefällt wurde, hatte die Angeklagte zugegeben, daß Frau Vogler ihr der­maßen zugesetzt habe, daß sie ihr die Bitte nach Lieferung der Tabletten nicht abschlagen konnte. Das Protokoll über diese Verhandlung erkannte die Angeklagte seiner Zeit durch ihre Unterschrift als richtig an. In der heutigen Verhandlung mußte sie dieses vor dem Untersuchungsrichter abgegebene Protokoll selbst noch einmal vorlesen, nachdem sie erneut ihre Unterschrift anerkannt hatte.

Oer Spuk mit den Karten.

Im weiteren Verlaufe der Verhandlung äußerte sich die Angeklagte:Die Voller hat immer gesagt: ,Jch habe meinem Alten nichts gegeben, und dem Georg hat es nichts geschadet (Georg ist der Stief­sohn der Vogler und selbst knapp am Tode vorbei­gegangen). Diese Aeußerung der Vogler habe ich auch in den Kurten bestätigt gefunden. Die Vogler hat auch immer Angst vor dem Ausgraben ihres Mannes gehabt. In ihrer Hand (der Giftmörderin Vogler) habe ich Zickzack gelesen. Auch hieraus konnte ich entnehmen, daß die Unschuldsbeteuerun­gen der Vogler richtig waren. Weiterhin äußerte sich die Vogler mir gegenüber: ,Sie können mich foltern, wie sie wollen, ich habe nichts gemacht/ Daß sie (die Vogler) das Mittel haben wollte, um ihren Mann aus dem Wege zu schaffen, das wußte ich nicht. Oefters gebrauchte die Vogler den Aus­druck: ,Er gehe zu den Engelchen (ihr Mann). Guck' mal (in den Karten), ob er (der Geliebte der

in ein niedliches Kindernachthemd oder Nnterröck- chen. Blenden, Passen, Puffärmelchen kann man aus dieser zarten Kunstseide herstellen und so aus den alten Wäschestücken viele hübsche Kinderwäsche arbeiten. Den Weg zum Lumpenmann darf kein Kleidungsstück zu früh wandern. Jedes Stück Stoff findet mit der Zeit noch seine Verwendung. Die Ersparnis dadurch ist bedeutend. Eine Frau ohne Kramschrank hat nichts, worauf sie zurückgreifen kann. Nicht nur für sich selbst ist solch Wunder­schrank nützlich. An den langen, stillen Winter­abenden läßt sich aus seinem Inhalt so manches hübsche und nützliche Kleidungsstück zusammen­basteln, als willkommener Beitrag zum Winter- hilsswerk. S. W.

Vogler) mich heiratet und ob der Georg das Dar­lehen unterschreibt/ Ich habe die Vogler erst rich­tig kennengelernt, äls ihr Mann tot war. Für die Tabletten habe die Vogler lediglich Interesse gehabt wegen ihres Sohnes. Sie fei immer in großer Eile gewesen, daß ihr Mann sterben solle."

Die letzte Aeußerung der Angeklagten veran­laßt den Vorsitzenden zu der Frage: Woran konnte man ersehen, daß der Ehemann Vogler sterben werden?" Diese Frage beantwortete die Angeklagte dahin:An der spitzen Nase, auch sah ich es in den Karten, die Karten lügen nicht. Befahlt habe ich nichts bekommen. Die Tabletten habe ich der Vog­ler wohl gegeben, sie waren aber unschädlich. Da ich die Vogler los sein wollte, ließ ich sie in dem Glauben, die Tabletten seien schädlich und würden den Tod herbeiführen. Als sie mir sagte, daß Dr. Popp in der Leiche ihres Mannes Kalium gefun­den habe, konnte ich nur annehmen, daß sie (die Vogler) ihrem Mann etwas anderes gegeben haben müsse.

Oer Lebenslauf der Angeklagten.

Nun wird die Angeklagte über ihre Personalien verhört. Sie ist 1876 in Büttelborn geboren und hat noch fünf Geschwister. Nach dem Besuch der Schule war sie in verschiedenen Stellungen, zuletzt in Mainz, und lernte dort ihren Mann kennen, der vom 6. bis zum 20. Lebensjahre in Amerika ge­weilt hatte und in Mainz seiner Dienstpflicht ge­nügte. Ihr Mann begab sich sodann nach England, sie folgte ihm nach, worauf sie heirateten. In Eng­land hat sie von einer Inderin das Kartenlegen ge­lernt. Diese Kunst machte sie sich so zu eigen, daß sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einen Er­werb daraus machte. Si§ ließ sich in Wiesbaden als Kartenlegerin nieder. Ihr Mann kehrte jetzt aus England zu ihr zurück, konnte aber keine Arbeit finden, so daß die Angeklagte für den Unterhalt der Familie aufkommen mußte. Die Frage des Vor­sitzenden, warum sie die Vogler nicht gewarnt habe, wo sie doch dies alles aus den Karten lesen konnte, beantwortete die Angeklagte dahin:

Das Haus des Schreckens lag ba...»

auch für mich sah ich das Unglück. Zur Vogler sagte ich: Sie sinb ein böses Weib, warum haben Sie bas gemacht." Aus ihrem Betrieb als Kartenlegerin bezog sie ein gutes Einkommen. Sie nahm täglich bis zu 30 Mark ein, einmal bekam sie sogar für eine Beratung 60 Mark. Zu ihren Kunben zählte sie in ber Hauptsache Kurfremde. In Mainz hatte man sie ausgewiesen, weil bort bas Karten­legen nicht geduldet würbe. Mit starkem Tränenfall beteuert bie Angeklagte ihre Unschuld.

Vernehmung der Giftmörderin Vogler.

Nach einer kurzen Pause wirb unter allgemeiner Spannung bie zum Tobe verurteilte Giftmörberin Vogler als Zeugin vernommen. Nach kurzen Angaben über ihren Lebenslauf unb bie Vorgänge, bie aus dem großen Prozeß hinlänglich bekannt sinb, schildert sie, wie sie die Angeklagte kennen gelernt unb von ihr bie Tabletten erhalten habe. Gifttabletten habe sie von ber Angeklagten nicht verlangt. Die Zeugin beteuerte immer roteber ihre Unschulb. Wenn bie Tabletten giftig gewesen seien, bann sei nur Frau Rocker bzw. ber so oft genannte unb unauffinbbareOnkel Ehrhardt" daran schuld. Wenn es diesen Onkel nicht gebe, dann heiße er in Wirklichkeit Müller. Die Zeugin und die Ange­klagte beschuldigen sich dann in heftigen Vorwürfen gegenseitig. Sie bestreiten aber nach wie vor, Onkel Ehrhardt zu kennen, und sie bestreiten, daß die Tabletten giftig waren.

Kurz nach 20 Uhr wird bie Sitzung neuerdings unterbrochen, aber nach einer kurzen Pause bie Zeugenvernehmung fortgesetzt.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt standen 621 Stück Großvieh, 229 Fresser und 129 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hoch­tragende Kühe, 1. Qualität 450 bis 580 Mark, 2. Qualität 300 bis 400, 3. Qualität 180 bis 270; Rinder, V2- bis ^jährig 100 bis 150, a!v- bis 2jährig 130 bis 210, tragend 280 bis 450; Kälber bis 2 Wochen 18 bis 23, bis 4 Wochen 40 bis 55, bis 6 Wochen 50 bis 60 Mark. Marktverlauf: Schleppend, Tendenz schwach. Nächster Markt: 10. November.

*

* Konkurs Carl Frö hlich AG. (Lebens­mittelgroßhandlung), Frankfurt a. M. lieber bas Vermögen ber Carl Fröhlich AG., Frank­furt a. M., ist, wie ber Fwb. erfährt, bas Konkurs­verfahren eröffnet worben. Demzufolge wirb ber Ter­min zur Prüfung ber Gläubigerforberungen in bem bisher schwebenden Vergleichsverfahren aufgehoben. Nach bisherigen rohen Schätzungen sollten in ber Masse bes Vergleichsverfahrens etwa 50 v. H- liegen. An nicht bevorrechtigten Gläubigerforberungen waren 0,36 Millionen RM. angemelbet.

* Große Auslanbsaufträge für Phi­lipp Holzmann A G., Frankfurt a. M. Wie ber Fwb. erfährt, sinb ber Philipp Holzmann AG., Frankfurt a. M., zwei größere Bauaufträge im Aus- lanb übertragen worben. Bei bem einen Auftrag hanbelt es sich um bie Herstellung eines Vorfluters für bie Kanalisation ber Stabt Athen (Griechenlanb). Dieser Auftrag umfaßt bie Ausführung umfang­reicher Erb- unb Betonarbeiten zur Regulierung bes Kififsios-Flusfes. Die Baufumme beträgt runb 1,5 Millionen RM. Der anbere Auftrag würbe von ber portugiesischen Regierung erteilt unb bezieht sich auf ben Bau einer Schutzmole mit Kaianlagen im Hasen von Ponta Delgaba auf ber Insel Sao Miguel (Azoren). Zur Herstellung ber Mole unb ber Anlege­kais soll hier eine befonbere Bauweise unter Ver- roenbung von großen Eisenbeton-Schwimmkästen zur Anwendung gelangen. Der Gesamtumfang bieses Baues beläuft sich auf runb 2,5 Millionen RM.

Rhein-Mainische Börse.

Still unb abbröckelnd.

Frankfurt a. M., 27. Okt. Die Börse war auf allen Gebieten sehr ruhig. Die seit einigen Tagen zu beobachtende Zurückhaltung hat sich verstärkt. Die Kunbschaft blieb den Märkten mit Aufträgen fast völlig fern, während die Börse selbst, soweit sie noch Bestände hatte, weiter realisierte. Infolge­dessen bröckelten die Kurse an den Aktien­märkten Überwiegend weiter um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H- ab. Rückgänge erfuhren besonders wieder Bergwerksaktien; Hoesch 115,50 (117,50), Harpener 154,25 (156), Rheinstahl 151,75 (153), Verein. Stahl 122,25 (123,40), Klöckner, Mannes­mann und Buderus gaben bis 0,75 v. S). nach. Höher waren Ilse Genuß mit 153,25 (152). JG- Farben gaben bei kleinsten Umsätzen auf 176,25 (177) nach, sonstige Chemiewerte waren vorerst ohne Notiz. Auch Elektroaktien kamen ganz verein­zelt zum Kurs, AEG. und Schuckert je minus 0,25 v. H-, Siemens minus 1,25 v. H- Don Maschinen­werten blieben Muag mit 130,25 behauptet, Moenus unb Daimler bröckelten bis 0,50 v. H- ab. Im ein­zelnen eröffneten Gement Heidelberg 1, Rhein­metall 0,75, Aku 0,40 unb Felbmühle Papier 0,50 v. H- niebriger, dagegen lagen Reichsbank 0,25 und Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H- höher. Nach ben ersten Kursen stagnierte bas Geschäft fast vollkom­men, bie Kurse wiesen kaum Deränberungen zum Anfang auf.

Auch ber Rentenmarkt war sehr still. Etwas schwächer lagen Reichsaltbesitz mit 118,90 (119,25), für Kommunal-Umschuldung erhielt sich etwas Nach­frage bei unv. 90,40; im übrigen blieben die Kurse behauptet. Zertifiz. Dollar-Bonds bröckelten jeboch 0,13 bis 0,25 ab. Auslanbrenten lagen ruhig unb etwas schwächer, 4proz. Rumänen 7 (7,45), auch sonst lagen Mexikaner und Ungarn 0,25 bis 0,40 v. H- leichter, etwas höher nur Anatolier I mit 40,80 (40,40).

Im Verlaufe änberte sich an ber Gesamthaltung kaum etwas. Die Umsätze am Aktienmarkt blieben unbebeutenb, ebenso die Kursveränberun- gen. Meist ergaben sich mieber Abbröckelungen, nachbem zwischenburch verschiebentliche Besserungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H- eingetreten waren. Hoesch 116,50 bis 115,50 nach 115,50, Mannesmann 117 bis 116,50 nach 116,50, JG.-Farben 175,75 nach 176,25, Daimler 124,50 bis 123,90, AEG. bei größe­ren Umsätzen 40 nach 40,25. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere gaben vorwiegenb bis 1 v. H- nach.

Am Rentenmarkt hatten Kommunal-Um- schulbung mit 90,40 weiter Nachfrage bei lebhaften Umsätzen, sonst blieben die Märkte sehr ruhig. Ru­mänische Werte waren um 0,13 bis 0,25 v. H- er­

holt. Goldpfanbbriefe unverändert. Pfälz. Hyp- die meisten Serien mangels Angebots gestrichen Geld. Liquidationspfandbriefe unb Stadtanleihen nicht ganz einheitlich. Höher die beiben Mainzer mit 94 (93,25 bzw. 93,65).

Im Freiverkehr nannte man Ablerwerke 104, Ufa 66,50, Growag 90,75, Pokorny 120,50, Kali Wintershall 140,50.

Abendbörfe ruhig.

Die Abenbbörfe nahm einen sehr stillen unb im allgemeinen einen wenig veränberten Verlauf. Die Zurückhaltung bauerte fort. Die Abweichungen gegen ben Berliner Schluß hielten sich bei 0,25 bis 0,50 v. H-, wobei jeboch Rückgänge in ber Mehr­zahl waren. Lebhaftes. Geschäft hatten bei unsiche­rer Haltung Kunstseibe AKU., bie mit 93,25 bis 92,75 eröffneten, bann auf 93 erholt waren unb schließlich auf Großbankabgaben auf 92 nachließen (93,50). Auch 4prozentige Schweiz. Bundesbahn an- geboten unb auf 210 (214) ermäßigt. Etwas fester lagen Verein. Stahlwerke mit 121,50 bis 121,75 (121) unb Mannesmann mit 116,25 bis 116,75 (116,50). Auch Holzmann 1 v. H höher mit 133,50 (132,50) auf bie gemelbeten Auslanbsaufträge. Die Rentenmärkte lagen fast völlig geschäftslos, nur Schutzgebietsanleihen etwas gefragt unb höher. Von Auslandsrenten schwächten sich 4prozentige Rumä­nen weiter ab auf 6,70 (6,90).

U. a. notierten: 4,50 v. H Mainz von 1926 94, 4,50 v. H Mannheim von 1926 95,75, 5,50 v. H- Franks. Pfandbriefbank Liquid. 100,55, 6 v. S).

Mainkraft 100,25, 4 v. H- Rumänen 6,70, Schutzge­bietsanleihe Zertif. 11,25, do 1914er 11,30, 4 v. 5). Schweiz. Bundesbahn 210, Commerzbank 105,50, DD-Bank 107,50, Harpener 154, Klöckner 125, Mannesmann 116,25 bis 116,75, Hoesch 115,75, Rheinstahl 150,75, Verein. Stahl 121,50 bis 121,75, Otavi E 43,70, AKU. 93,25 bis 92,75 bis 92, Aschaf- fenburger Zellstoff 140,50, MAN. 121,50, Scheide- anstatt 279, Licht & Kraft 160,75, IG. Farben 176, Gesfürel 142,75, Holzmann 133,50, Junghans 105, Metallgesellschaft 149, Schuckert 162, Westdeutsche Kaufhof 62,25, Südd. Zucker 205, Schöfserhof 183, AG. für Verkehr 124 bis 123,75, Hapag 16,13, AG. für Verkehr 125,65.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 27. Okt. Das Angebot an Gemüsen blieb weiterhin sehr stark. Bei unbe­friedigendem Geschäft erfuhren die Preise keine Aenderungen, nur Feldsalat rückläufig. U. a. notier­ten: Blumenkohl, Stück 20 bis 40; Eskarol 5' bis 12; Feldsalat 30 bis 60; Karotten 3 bis 5; gelbe Kartoffeln, 50 kg 3,00 bis 3,20; Oberkohlrabi 3 bis 5, Unterkohlrabi 5 bis 6; Kopfsalat unter Glas 5 bis 10; Lauch 2 bis 5; Rettich, Stück 4 bis 8; Römischkohl 5 bis 6; Rosenkohl 20 bis 25; Rote Rüben 3V2 bis 6; Rotkraut 2 bis 4; Sellerie, je nach Größe 8 bis 35; Spinat 10 bis 15; Schwarz­wurzel 18 bis 25; Tomaten (Freiland) 20 bis 30, do. (Haus) 35 bis 45; Weißkraut 2 bis 3; Wirsing 2V2 bis 5; Zwiebeln 5 bis 6.

Obst und Südfrüchte: Das Angebot von Slepfeln und Birnen übersteigt die Nachfrage. Ge­schäft daher sehr stockend. Preise unverändert. Reich­liches ausländisches Traubenangebot, Geschäft bei unveränderten Preisen schleppend. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 40, II 20 bis 28, Wirtschaftsäpfel 16 bis 20, Goldparmänen I 30 bis 40, Boskop I 30 bis 35, Renetten 22 bis 25, Landsberger 30 bis 35; Bananen, 121/2=kg=$ifte 4,50 bis 5,50 (Kam.), Westind. 6,00 bis 6,50; Birnen I 22 bis 28, II 15 bis 20, Kochbirnen 8 bis 12, Mollebusch I 20 bis 22, II 15 bis 18, Pastoren 10 bis 15; Hasel­nüsse 30 bis 38 (ital.); Kastanien 18 bis 23; Quitten 20 bis 25; Trauben 41 bis 45 (holl.), 25 bis 32 (bulg.), 18 bis 23 (Ungar.), 20 bis 24 (ital.); Wal­nüsse (gewöhnliche) 30 bis 35; Zwetschen 16 bis 20; Zittonen, Kiste 300 und 360 Stück 10,00 bis 12,00.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen __ gibt Auskunft: 884: Anordnung WH 1 der Ueber« wachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare (Preisgestaltung der Schweinshaare). 885: Be­kanntmachung HP 1 der Ueberwachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare. Betrifft: Erzeuger­und Großhandelshöchstpreise für Schweinshaare. 886: Neue Bestimmungen Boliviens über die Wareneinfuhr. 887: Die Exporthandbücher: Deutsch - Jugoslawischer Industrie- und Handels­führer, Deutsch-Bulgarischer Industrie- u. Handels­führer, Deutsch-Griechischer Industrie- u. Handels­führer, liegen bei der Kammer zur Einsichtnahme auf. 888: Termine der Leipziger Frühjahrs­messe 1937.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach- mittag geschlossen.

Die zweite Auflage des Mainzer Gistmordprozesses. Oer Prozeß gegen die Kartenlegerin Rocker wegen Beihilfe zum Mord.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Retchsbankdiskont 4 v-H, Lombardzinsfuß 5 v. H- _____________________

Frankfurt a. Ul. |

Berlin

e

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. DL

Schluß­kurs

Echlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag- börfe

Schluß­kurs

Gchlußt. Abend- börfe

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag- börfe

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börfe

Schluß« kurs

Echlußk. Mittag- börfe

26-Oltober

27-Oktober

Amtliche Notierung

Geld | Bries

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

26.10.

2710.

2610

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Datum

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27 10

26.10.

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Datum

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26.10

27-10.

Buenos Alle Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig.... London.... HeliingforS.. Paris .....

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Jugoslawien Oslo..... :

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Lissabon .... Stockholm... Schweiz ...

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« «a. 1 n "Ar

0,691

41,92 0,145

3,047

54,32

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12,165

5,37 11,575 134,30

13,09 0,711

5,654

61,14

48,95

11,055

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57,19

22,73 8,771

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0,695 42,00 0,147 3,053

54,42 47,14

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11,595

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5,666

61,26

49,05

11,075

62,85 57,31

22,77 8,789

2,493

6% Deutsche RetchScmleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y,% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit

101,5

97,9

103

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97

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32

3,2

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97

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95

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101,5 97,9

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32

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10,65

11

15,3

4% Deögl. Serie n ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

2 y4% Anatolier ..............

8,4 12,25

7,45

16,25

15,9

124,5

105,25

107,5

107

192,5

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134 160,13 138,5

143 136,75 139,9

162 206,25 153,5

122 145,75

156

117,5

152 126,75 117,25

8,35

12

6,7

16,13

16 123,75

105,5

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107 192,75

40 166,75 133,25 160,75 138,5 142,75 137,13 139,5

162

205

121,75 145 154

115,75

153,25

125 116,75

8,45 12,25

7,4 40,65

16,25

39,5

16 124,9 126,5 105,25

107,5

107 192,25

40,9 167,25

134 160,75

138,5 143,5

136,75 139,4

162,75

207 154,75

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6,75 40,9

16,13

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16,25

124 125,5 105,5

107,5

107 192,75

40,4 167,25 132,65

161 138,25 142,75 137,25

139,5

161,75

206

154,75

122

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154

115,9

212

152,5 125,75

116,5

Mansfelder Bergbau....... 6%

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rhetnftabl .................. 4

Vereinigte Stahlwerke......3y,

Otavi Minen ............ O

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........b

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%

3. G. Farben-Industrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................6

Rütgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft............. 6

Philipp Holzmann...........4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................5

Zellstoff Waldhof ............6

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........O

159

239 153 123,4

44,9

136,5 195

177

280

125,5 139,5 149,5

133,5 159 158

95,25 115 167,75

140,4

124,75 168

60,5 447 207

175,5

I 32,65

99,5

1 205,25

158

236 150,75 121,75

43,7 144,5 136,5

194

176

279 124,75

137,5

149

133,5

158

158

92

114

170

140,5

124,4

167,75

62,25

436

176

32,25

99

205

158,5

140,65

239

153,4

123,65

44,65

144

137

195

177

125

138

149,5

134,25

105,5

94,9

115

167,5

142,5

111,13

124,5

168

91,5

60,5

445

207

175,25

32i!

158,5 138,5

236

151

121

43,9

144,5

135 195,13

176,25

124,65

138

149

132,5

104,5

93,5 113,5 169,5

141

110 124,25 167,25

90

62,5

438 207,9

176

32

41,91

0,145 3,047 54,32 47,04

12,165

5,37 11,575 134,14

13,09 0,711 5,654 61,14 48,95

11,055 62,73 57,19 22,73 8,771

2,489

41,99 0,147 3,053 54,42 47,14

12,195

5,38 11,595 134,40

13,11 0,713

5,666 61,26 49,05

11,075 62,85 57,31 22,77 8,789

2,493

4¥i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

V/i% ehem. 8% Hessischer ®olte staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

iy»% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold 81.12...

5yz% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

4'/,% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverschr. R.k

Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4'/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6J4% ehem. 4yz% Franks. Hyp.

Hamburg-Amerika-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank.............. 4

«eichsbauk ......... 12

A.E.G...................... O

Bekula............... 8

Elektr. Lieferungsgesellschaft ... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co............... 6

Siemens & Halske............ 8

Lahmeyer L Co.............. 7

Budapest ..

Neuyork...

6Vi% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ...

*y«% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanflalt, Pfandbriefe R. 19 4«4% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. CbL 20 Steuergutsch.Derrechnungsk. 34-38

4% Oesterreichische Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente

yanrnoten.

Berlin,27-Oktober

Geld

Brief

Amerikanische Belgische Rot Dänische Note Englische Note Französische ff Holländische? Italienische N Norwegische 9

Noten..............

n .................

n .................

oten...............

toten...............

2,451

41,80

54,16

12,14

11,525

133,96

60,98

62,56

57,04

2,471

41,96

54,38

12,18

11,565

134,50

61,22

62,82

57,26

Deutsche Erdöl .............. 4

Harvener................. 2%

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........ 8

Chade......................9

Accumulatoren-Fabrü.......12

Conti-Gummi.............. 11

Grttzner............. 0

Matnkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........10

toten ..............

rrpirfi. A 1OO Schilkina

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4y2% deögl. von 1913..........

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

5% abfleft Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1...................