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Ur. 253 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Mittwoch, 28. Oktober 1936

hat aber den

Der

ren

selbst angenommen habe. Herr v. Ribbentrop

Ueberraschunqen und Enttäuschungen im stärksten werde außerdem bemüht sein, die Vorurteile zu MaLe erlebt hat? Die Vorgänge in Spanien und zerstreuen, die in gewissen englischen Kreisen immer im Londoner Nichteinmischungsausschuß sollten doch noch gegen den Nationalsozialismus beständen, dem Kritiker genügend zu denken geben, um ihn zu'Echo de Paris" sagt, daß sich die Normalisierung

neue erfolgreiche Vorstoß der Nationalisten, der von General V a r e l a geleitet wird, schreitet unauf­haltsam fort. Es wurde ein weiterer beacht- licher Geländegewinn erzielt, einige Ortschaften konnten beseht werden. Bei dem siegreichen Vor­marsch spielt die Kavallerie des tollkühnen Majors M o n a ft e r i o eine entscheidende Rolle. Das nächste Angriffsziel ist der Madrider

hält: .. ..

deutsch-englischen Freundschaft. Er Presseoertretern zugleich klar gemacht,

leben". _ , .

Wir fragen das englische Blatt, ob mcht gerade die britische Politik in den letzten Tagen solche

Paris, 27. Oft. (DNB.) Der Amtsantritt Ribbentrops wird auch in der Pariser Presse mit ausführlichen Kommentaren begleitet. DerM a - t i n" betont, daß die Erklärungen, die der deutsche Botschafter bei seiner Ankunft in London abge­geben habe, darauf hindeuteten, daß er in aller­erster Linie die englische Regierung von der Ge­fahr des Kommunismus in ganz Europa überzeugen will. Angesichts der Entwicklung des spanischen Bürgerkrieges werde sich diese Aufgabe für ihn wesentlich leichter gestalten, als er dies

Bei feiner Ankunft in London hat Botschafter von Ribbentrop jetzt noch einmal ganz deutlich ausgesprochen, was er für feine große Aufgabe hält: die Herstellung einer wahren Freundschaft. ~

achtlassung der Sonderausgaben für die Gemeinden und Departements auf mindestens 1,5 Milliarden beziffert worden. Nicht mit einbegriffen in die Haushaltsaufstellung sind die Ausgaben für d i e Landesverteidigung, die Beschäftigungs­bauten und Kriegsmaterialergänzung bzw. -an- fchaffung. Die Ausgaben hierfür sollen für dieses Jahr etwa 4,7 Milliarden betragen; ebenso find die Ausgaben für d i e Luftwaffe und für Die erste Tranche des Flottenbauprogram ms nicht in der oben genannten Haushaltssumme ein­begriffen.

Wie man weiter erfährt, wird sich das Par­lament mit der Genehmigung zusätzlicher Mittel für die Landesverteidigung zu befassen haben, da neuerdings auch für die französische Nordgrenze Befestigungsarbei­ten vorgesehen sind. Nach Unterredungen des Landesverteidigungsministers D a l a d i e r mit dem Innenminister S a l e n g r o und Arbeits­minister Lebas soll sich der Landesverteidi­gungsminister in Begleitung des Generalstabs­chefs zu einer Studienreise in die nördlichen Grenzgebiete Frankreichs begeben, um die notwendigen Schutzmaßnahmen im einzelnen zu beschließen. DerMalin" be­merkt hierzu, daß Frankreich diese Zwangslage, nun auch die Nordgrenze in Verteidigungszu­stand sehen zu müssen, dem belgischen Neutralltätsbeschluß zu verdanken habe. Als nächste Etappe der durchzuführenden

Flughafen Gelafe, der offen vor den natio­nalen Stellungen liegt, während im Hintergrund bereits das Häuser meer der Haupt st a d t mit bloßem Auge sichtbar wird.

Portugal und Londoner Ausschuß.

London, 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) In einer Note an den internationalen Nichtein­mischungsausschuß erklärt die portugiesische Re­gierung, daß sie das Recht habe, sich jeden Augenblick von dem Nichteinmischungs­ausschuß zurückzuziehen. Portugal be­gründet diesen Anspruch damit, daß die britische Regierung die Statuten des Ausschusses verletzt habe, indem sie dem Ausschuß ohne angemes­sene Untersuchung die Beschuldigungen ge­gen Italien, Deutschland und Portugal vorgelegt habe, die ursprünglich von dem roten Madrider Außenminister" beim Völkerbund in Um­lauf gesetzt worden waren. Ueber diese Feststellung hinaus enthält die Note Portugals, die die formelle Antwort auf die Beschuldigungen der marxistischen MadriderRegierung" darstellt, keine Andeutung, ob Portugal tatsächlich die Absicht hat, in der nahen Zukunft den Nichteinmischungsausschuß zu verlas­sen. Die Madrider Beschuldigungen werden in der Note im einzelnen zurückgewiesen.Daily Telegraph" meldet, daß die portugiesische Note nach Ansicht amtlicher Kreise das Fortbestehen des Nicht­einmischungsausschusses erschwere. Dazu trage auch bei, daß die portugiesische Regierung im Begriff stehe, Die nationalistische spanische R e - gierung des Generals Franco anzuerken- n e n.

Madr'd in SM

Sevilla, 28. Off. (DNB. Funkspruch.)

Frankreich geht an die Befestigung seiner Nordgrenze

Reue Mittet für die Verstärkung der französischen Lustwaffe. Umfangreiches ©feuer« Programm des Kabinetts Blum.

Lage Europas geöffnet hat.

Das Echo in Paris

Ein willkommenerBotschaster.

Sieht englisch aus und spricht englisch wie ein Landeskind" so kennzeichnete eine Londoner Zei­tung Joachim von Ribbentrop, als er am 11. August vom Führer zum deutschen Bot­schafter in London ernannt wurde. Der bri= tisch» Pressemann.Hrrach Damit Das höchste Lob aus, das ein fremder Diplomat aus dem Munde eines Engländers überhaupt erhalten kann. Nun, da Rib­bentrop in London eingetroffen ist, um fein Amt anzutreten, konnte man dieselbe freundliche Begrü­ßung bei den meisten englischen Blättern feststellen. Ribbentrop gilt ja Drüben in Der öffentlichen Mei­nung nicht nur als ein besonDerer Vertrauensmann des Führers, fonDern auch als ein Mann, Der in außergewöhnlichem Maße Die allgemeine Geistes­haltung unD Die befonDeren Eigenschaften Des Lan­des kennt, in Dem er seine verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben soll. Diese intime Kenntnis des englischen Wesens ist für einen auslänDischen Mis­sionschef natürlich besonDers wertvoll, und beDeutet eine wesentliche Erleichterung seiner Aufgabe.

Diese Aufgabe ist für einen Deutschen Botschafter trotz Der zahlreichen persönlichen Beziehungen, Die Ribbentrop seit langen Jahren in EnglanD unter­hält, oDer Die er in Der jüngsten Zeit neu geknüpft hat,.nicht leicht. Noch immer wirkt,Das Ergebnis des Weltkrieges bei Den Briten in einer Weife nach, Die das Deutsch-englische Verhältnis oft Ungünftig beein­flußt. Noch immer gibt es an Den maßgebenden Stellen in LonDon Einflüsse, Die das Mißtrauen gegen das nationalsozialistische DeutschlanD nähren. Andererseits kann man Den Beginn eines Mei- nungsumschwungs in EnglanD sehr Deutlich erken­nen, unD zwar seit der Zeit, da Ribbentrop zum ersten Male in die große Politik eintrat und als Beauftragter für Abrüstungsfragen im Mai 1934 seine Reisen nach London, Rom" und Paris unter­nahm. Alle folgenden Unternehmungen Front­kämpferbesuche, deutsch-englisches Flottenabkommen, Völkerbundsverhandlungen nach dem 7. März in London usw. waren gleichfalls von Der Ab­sicht getragen, Das Einvernehmen zwischen Der Deut­schen und englischen Politik zu fordern und zu ver­bessern.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Paris, 27. Oft. (DNB.) Als Ergebnis des Ministerrates, Der am Dienstagnachmittag zusam­mengetreten ist, erwartet man Die Einberu­fung Des Parlaments zum 5. November. Ueber Die Haushaltspläne unD Die Steuer­reform berichtetParis Soir", Die LanDesver- teiDigungsausgaben würben überhaupt nicht in den Haushalt hineingenommen. Sie würden auf einem besonderen Konto geführt, das durch b e / sondere Einkünfte gespeist werde. Die E i n- kommenssteuer soll um ein Fünftel von über 80 000 Franks im Jahr erhöht werden, aber keinesfalls 35 v. H. überfteigen. An die Stelle Der Umsatzsteuer tritt eine wahrscheinlich öprozen- tige Abgabe bei Der Fertigstellung Der Erzeugnisse, bevor sie in Die HanD Des Einzelhandels kommen. Für Bodenprodukte werde Die Umsatzsteuer über­haupt gestrichen. Für Nahrungsmittel soll Die Be- förberungsfteuer in Wegfall kommen. AußerDem ist eine Kriegspensionskasse vorgesehen. Zur Bekämpfung Des DoppelverDiener- tums soll Die Regierung infolge Der Einsprüche aus Der Öffentlichkeit eine weniger ft arte Formel vorsehen, als anfänglich geplant war. Den Beamtenruhegehaltsempfängern soll private geistige oDer künstlerische Betätigung nicht untersagt roerDen.

Der Finanzminister Vincent A u r i o l hat Den PräsiDenten Der Republik über Die verschieDenen Finanzprojekte unterrichtet. Vincent Auriol soll Dem PräsiDenten mitgeteilt haben, Daß auf Der Aus­gabenseite Des Haushaltsplanes rund 47,252 Milli­arden stehen würden. Das Defizit fei unter Außer-

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warum er Die Deutsch-englische Zusammenarbeit für so überaus wichtig hält: weil sie eine vitale Not- wenDigkeit beiber Nationen im Kampfe gegen Den Kommunismus ist. Diese un- mihverstänDliche BegrünDung seines FreunDschasts- wunsches hat man Dem Deutschen Botschafter in einigen englischen ReDaktionen offenbar übel ge­nommen. DerDaily Telegraph", Der oft als Sprachrohr des englischen Außenamtes ge­braucht wirD, versichert zwar, Daß auch Das bri­tische Volk Die FreunDschaft Des Deutschen Volkes wünsche, aber er beDauert es gleichzeitig, Daß Rib­bentrop seine Absicht für eine engere Zusammen­arbeit auf Die Gefahr Des Kommunismus gestützt habe, Denn es gebe anbere, nicht weniger wichtige GrünDe für eine VerstänDigung. AnschließenD meint das Blatt, man fei in England entschlossen, sich nicht von Gefühlsfragen politischer Weltanschau­ungen beeinflussen zu lassen, oon denen andere Länder beherrscht würden.

Nun ist es zweifellos richtig, Daß Die kommu­nistische Gefahr nicht Die alleinige unD ausschließliche Ursache für Das Verlangen des Dritten Reiches nach einer deutsch-englischen Freundschaft bildet, aber es ist zweifellos ebenso falsch, zu glauben, das neue Deutschland lasse sich in feiner Außenpolitik oon irgendwelchen Gefuhls- fragen weltanschaulicher Art leiten und versuche etwa, dies weltanschauliche Gefühl auch in anderen Ländern zu verankern. Der Nationalsozialismus ist keine Exportware, er gilt nur für Deutschland. Auf dem Felde Der internationalen Politik Dagegen ist für Den Nationalsozialismus nur Der Wunsch maß­gebend Die Sicherheit Des R ei ch e s unD Den FrieDen zu wahren sowie mit allen ande- ren Volkern in FreunDschaft zu leben, ohne Unter- fchieb ihres politischen Glaubensbekenntnisses. Erne FreunDschaft zwischen zwei ßänbern kann jedoch nur ausgebaut roerDen auf Dem Prinzip Der welt­anschaulichen Nichteinmischung einerseits unD auf der gleichen realen Erkenntnis Der Tatsachen anDerfcite. <. . < rc-

Eine solche Tatsache ist D i e b e w u ß t e Ein­mischung Des Moskauer Bolschewis­mus in Die inneren Angelegenheiten anderer Lan­der. Sie kann auch vomDaily Telegraph nicht abgestritten werden, und es wäre gut, wenn sich dieses Blatt gerade jetzt einer Rede erinnern würde, Die Ribbentrop vor kurzem bei einer Jour- naliftentaguna in München gehalten hat und in der es hieß:Bei Der Beurteilung außenpolitischer Großen muß Der Realpolitiker sich klar machen, daß mit Dem Erscheinen Des Bolschewismus ein völlig neuer Faktor in Das außenpolitische Kräftespiel eingetreten ist, Der eine latente G- °hr für alle V ° 1 k e r darstellt und der geeignet ist politische K-vnb.natwnen und Kalku­lationen der alten Schule der Vorkriegszeit hm- sällig zu machen. Der Autzenpolitiker, der dies nicht in Rechnung stellt, wird zwangsläufig Ueber- raschungen und Entlaubungen er-

Schwere Aiederlage der Roten vor den Toren Madrids.

Eskorial und Aranjuez von nationalen Truppen umzingelt. Moses Rosenberg fleht Moskau um Hilfe an. Flucht der Bevölkerung vor der Herrschaft des roten Mobs.

Verstaatlichung der für die Landesver­teidigung arbeitenden Fabriken steht die Ver­staatlichung eines Rüstungswerks in 211 ü t- Haufen und die der Vaffenfabriken Brandt bevor. Der Kabinellsral hat ferner auf Antrag des Luftfahrtministers Lot Maßnahmen be­willigt, diediefranzosifche Luftwaffe beträchtlich v e r st ä r k e n. Die Kosten be­tragen 5 Milliarden Franken. Anstatt der 1000 Flugzeuge, die nach einem früheren Plan die französische Luftwaffe erhalten sollte, soll der Luftfahrtminister eine noch größere Zahl von M a f ch i n,e n, die für Angriff und Ver­teidigung verbessert seien, beschleunigt beschaf­fen. Auch die Schaffung neuer bzw. die Ver­größerung zahlreicher vorhandener Flug­plätze sowie die Verbesserung der Besatzung der Flugzeuge ist vorgesehen.

Der größte Teil Der Besprechungen Des Mi- nifterrats war Der außenpolitischen Lage geroiDmet. Außenminister Delbos hat eine StunDe lang seinen Kollegen in großen Zügen Den StanD Der Vorbereitung Der Westmächte-Kon- f e r e n 3 in LonDon, sowie Die Auswirkungen Der belgischen Neutralität angefünDigt unD Die Lage im spanischen Bürgerkrieg auseinander- gesetzt. Hervorgehoben roirD, Daß Die Regierung er­neut einstimmig ihren unabänderlichen Entschluß zur Einhaltung Der Nichteinmischungs­verpflichtungen in Die spanischen Angelegen­heiten wieDerholt habe.

Der englisch-italienischen Beziehun - g e n am Mittelmeer Durch Die Vermittlung DeutschlanDs vollziehen roerDe. Eigentlich wäre es Die Rolle Frankreichs gewesen, Diesen Vermittler zwischen LonDon unD Rom zu spielen: aber einmal habe Die französische Regierung es nicht oerstanDen, Diese Aulgabe zu übernehmen, unD anDererfeits habe auch LonDon Frankreich nie eine so wichtige Rolle übertragen wollen. Auf alle Fälle sei eine Annäherung zwischen LonDon, Berlin unD Rom schon begonnen. Frankreich laufe Dabei Ge­fahr, abseits zu stehen unD sich allein in Der zweifelhaften Gesellschaft S 0 wjet- ruß 1 a n D 5 wiederzusinden. Der Volksfrontregie­rung sei es gelungen, Frankreich zu isolieren unD es mit seinen italienischen VerbünDeten zu ver­ärgern.Journal" bezeichnet Die Diploma­tische Lage Deutschlands als ausgezeichnet. Heute habe Berlin Die Wahl zwischen verschiedenen poli­tischen Richtungen. Es sei aber sicher, Daß Die Reichsregierung nichts unternehmen werDe, was gegen EnglanD gerichtet fein könnte. Der Deutsche Botschafter treffe in London ein im Augenblick der Uebergabe Der belgischen Note, in Der sehr klar Die Zustimmung Belgiens zur Deutschen Auffassung über Die Organisierung Des FrieDens in Westeuropa zum Ausdruck komme, eine Auffassung, die auch in England nichtmißfallen werde.

jetbotschaster Moses Rosenberg soll nunmehr selbst von Der Unmöglichkeit überzeugt sein, Die HauptstaDt gegen Den Angriff Der nationalen Trup­pen erfolgreich zu oerteiDigen. Rosenberg soll sich an Moskau gemanDt unD Der Sowjetregie­rung Die beforgniserregenDe Lage in MaDriD mit­geteilt haben. Er soll DringenD neue Jnstruk- tionen unD Hilfe erbeten haben. Die Flucht Der MaDriDer Bevölkerung, besonDers Der Frauen, nimmt täglich größere Ausmaße an. Auf Der LanDstraße nach Valencia, Die im Augenblick noch Die einzige Möglichkeit zur Flucht darstellt, rollen Tag unD Nacht Autos unD Last­wagen mit Dem Gepäck Der Flüchtlinge, von Denen viele versuchen, nach Barcelona zu entkommen. In MaDriD nimmt Die Herrschaft Der anarchi- stischen HorDen immer grauenvollere Formen an. Die MovDtaten Dieser HorDen erregen selbst unter Den Marxisten große Empörung. Immer mehr kommen sie zu Der Ansicht, Daß sie unter Der Herrschaft Des ärgften Pöbels stehen.

Gegen den SoWipakt.

Dämmernde Erkenntnis der Gefahren des Bolschewismus.

Paris, 27. Okt. (DNB.) Senator Henri H a y e, Bürgermeister von Versailles, will Die Regierung aufforDern, Den französisch-sowjetrufsifchen Pakt zu k ü n D i g e n oder wenigstens einer neuen Prü­fung zu unterziehen. Der Senator erklärt: Die Gefahren, in Die Der FrieDe Frankreichs Durch unser Abkommen mit SowjctrußlanD gerät, roerDen so groß, Daß Die Vertreter Des LanDes vielleicht in kürzester Zeit vor einer großen Verantwortung stehen. Ich führe auf Den Pakt mit Den Sowjets Den Bruch Des französisch-belgischen B ü n ö n i f f e s zurück. AußerDem muß ich auf Die plötzlichen Gefahren aufmerksam machen, in Die uns SowjetrußlanD hineinziehen kann, wenn es seinen Plan Der Einmischung in Spanien ausführt. Eine Der wesentlichen Bestimmungen Des Paktes von SowjetrußlanD ist nicht eingehalten worden, nämlich Die Verpflichtung Der Sowjets, oon jeDer Einmischung in Die inner- französischen Verhältnisse abzusehen.

Im Wagram-Saal in Paris fanD eine Mas­senversammlung gegen Den Kommu­nismus statt, Die von nationalen unD katholischen

Burgos, 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) General P o z a s , Der kürzlich zum DerteiDiger von Madrid ernannt worden war, hat seine erste Schlacht verloren unD Damit einen großen Teil Des Ver­trauens, Das Die Marxisten ihm entgegengebracht haben. Die Truppen General Pozas' hatten einen Dreitägigen Angriff auf Das von Den Nationalisten besetzte 111escas unternommen. 6000 Mann rourDen von ihm eingesetzt. Die nationalen Truppen, Die Durch glänzenD geleitetes Artilleriefeuer unter­stützt rourDen, schlugen Die roten Truppen in Die Flucht. Am Dienstag finD Die nationalen Truppen ausi ihrem Vormarsch auf Der Straße IIles - cas MaDriD bis auf 18 Kilometer an Die HauptstaDt herangekommen. Sie haben Die Orte Torrejon De CalcaDa, Torrejon De Velasco unD Grinon besetzt. Die roten MorDbrenner erlitten große Verluste an Menschenleben unD Mate­rial. Die Nationalisten eroberten zehn FelDgeschütze unD viel anDeres Kriegsmaterial. Von Der roten Front liefen Polizei unD Militär zu Den Natio­nalisten über.

Ein von Den Marxisten eingeleiter Angriff im Kampfabschnitt Eskorial rourDe abgewiesen unD Die Ortschaft El Eskorial vollstänDig von Den natio­nalen Truppen umzingelt. Die Besetzung von Aranjuez, Das ebenfalls vollkommen einge- schlossen ist, steht unmittelbar bevor. Die Ortschaft Ciempozuelos in Der Nähe Des MaDriDer Flug­hafens Getafe ist von Der Bevölkerung verlassen roorDen. Sieben nationale Flug­zeuge haben am Dienstagnachmittl^g Madrid überflogen und die Bahnhöfe sowie verschiedene öffentliche Gebäude erneut bombardiert.

Die Nachricht von der Niederlage rief in M a - brib große Bestürzung hervor. Der Sow-

überzeugen, baß Deutschland sich bei feinem Ab­wehrkampf gegen den Bolschewismus nur durch die Realität der Dinge, nicht aber durch ungewisse Stimmungen und Gefühle bestimmen läßt. Vielleicht wird die englische Presse den Nationalsozialisten Ribbentrop zu späterer Zeit noch einmal mit dem Ehrentitel eineswillkommenen Botschafters" aus­zeichnen, weil er der englischen Nation die Augen vor der kommunistischen Gefahr und vor der wah- ' Ev.