Ausgabe 
28.9.1936
 
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dann als Wander- Sädten des Gaues Wiesbaden, Worms,

Von Frankfurt aus wird sie ausstellung in allen größeren gezeigt werden. So in Mainz, Darmstadt und Gießen.

ßine große Kunstausstellung im Gau Heffen-Naffau.

Herr werden konnte. Die Amtsenthebung des bis­herigen Postkommissars R y k o w kommt nicht über­raschend. Seit dem Trotzkistenprozeß, in dem von einigen Angeklagten Beschuldigungen gegen ihn er- hoben wurden, die aber nicht bewiesen werden konn­ten, war damit zu rechnen, daß Rykow in irgend­einer Form abgeschoben werden würde.

Der ungarische Innenminister von K o z m a hat erklärt, die Regierung sei weit davon entfernt, gegen irgend jemand einen Zwang zur M a g y a r i s i e rung seines Namens auszuüben. Es gebe keinerlei Maßnahmen der Regierung, am wenigsten

Die Abwertung des holländischen Gulden

erstmalig Anregungen zu den zu schaffenden Bil­dern gegeben hat. So wurde von der Landesleitung angeregt: Veranstaltungen der Partei und Partei­organisationen, Redner, Volksfeste, Landjahr, Sied­lungen, Luftschutz, Veranstaltungen der Wehrmacht wie Aufmärsche, Zapfenstreich, Fliegerstaffeln, The­men aus Wirtschaft, Verkehr und Technik wie Schiffahrt, Bergbau, Reichsautobahn, Weltflug­hafen, Brückenbau usw. und schließlich die mannig­faltigsten Themen aus dem Bauerntum, Volkstum undSport. Die eingesandten Arbeiten werden von vier Referenten der Kammer und dem Landesleiter nach sehr strengen künstlerischen Gesichtspunkten juriert. Die Jury wird außerdem Fahrten in den Gau unternehmen und die Künstler in ihren Ateliers be­suchen, um dort sofort das Beste auswählen zu können. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger über­nommen. Anfang November wird die Ausstellung in den Römerhallen in Frankfurt eröffnet werden.

Disziplin des englschen Volkes in Geldsachen. Sie yöhte die Löhne in einer geradezu reoolu»

Ktvungen werden würde, den Goldstandard preis- Igeben, und zwar nach einer nicht zu verantwor- tnden Schwächung des Gotdvorrats der Rieder-

Lissabon, 28. Sept. (DKB. Funkspruch.) Ge­neral Queipo de Llano hat am Sonntagabend in seiner Rundfunk-Ansprache über den Sender Se­villa die Einnahme von Toledo amtlich bestätigt. Er fügte hinzu, daß die Begeisterung über die Helden des Alcazar und ihre Befreiung allgemein sei. Aus Spanien und aus der ganzen welk seien bereits zahlreiche Glückwünsche einge­troffen. Die Verteidigung des Alcazars von Toledo werde ewig in der Geschichte Spaniens fortleben, als eine Tat, die sich würdig an die größten Hel­dentaten vergangener Jahrhunderte anreihe. An- läßlich der Befreiung Toledos fanden am Sonntag­abend in Sevilla begeisterte Kundgebungen statt.

Der Sender von La Loruna berichtete: Bereits in der Rächt zum Sonntag feien nationale Abtei­lungen in die Stadt eingedrungen, um sich von der Widerstandskraft der roten Besatzung zu überzeugen. Nachdem man festgestellt habe, daß diese gleich null sei, hätten sich die verschiedenen Heeressäulen zum Sturmangriff fertig gemacht, der Sonntagnachmittag eingeleitet wor- den sei. Um 20 Uhr fei es zu heftigen Rah- kämpfen in den Straßen der Stadt gekommen. Um 21 Uhr habe ein Bajonettan-

Die Sprengung des Goldblocks.

(Sfoatefefrdär Reinhardt über die beispiellosen Erfolge der Wirtschaften und Finanzpolitik des Dritten Reichs.

griff auf das Rathaus eingesetzt. Einige Augenblicke später sei die Stadt restlos in den Händen der Rationalisten gewesen. General Barela habe persönlich die überlebenden Berteidiger des Alcazar befreit. Line Abteilung habe schnell den Bahnhof und eine Brücke beseht, um den Roten den weg abzuschneiden.

Geiselmord in Bilbao.

ie Ausfuhr von Gold zu verbieten, Lös diese Ausfuhr nicht gedeckt ist durch ein authen- Mes Zertifikat der Riederländischen Bank. Des fiteren wird die Effektenbörse am Montag, em 28. und Dienstag, dem 29. September, g e - ch lassen sein. Nähere Mitteilungen über die Mchten der Regierung werden am Montag, dem L. September, veröffentlicht werden.

Toledo von nationalistischen Truppen erobert.

Oie Verteidiger des Alkazar befreit. Großer Jubel im nationalen Spanien.

mit einer Ansprache des Direktors der lippischen Landesbibliothek Dr. Weigand eröffnet. Dr. Alfred Bergmann, der Begründer der reich­haltigen Ausstellung, sprach über die Entstehung und den Aufbau dieser Sammlung.

Gewaltiger Anteil Deutschlands an der Verminderung der Weltarbeilslofigkeil

Zum erstenmal veranstaltet in diesem Jahre _ Reichskammer der bildenden Künste Landesleitung Hessen-Nassau eine große Kunstausstellung, die einen Ueberblick über das wirklich wertvolle Kunst­schaffen im Gau Hessen-Nassau bieten soll. Alle Künstler, die Mitglied der Kammer sind und im Gau Hessen-Nassau wohnen, sind aufge­fordert, sich an der Ausstellung zu beteiligen, sofern sie sich den hohen Anforderungen, die bei einer Veranstaltung der Landesleitung gestellt werden, gewachsen glauben. Die von den Künstlern einge» sandten Bilder müssen Neuschöpfungen im Rahmen dieser Veranstaltung sein. Neuartige bei dieser gro­ßen Ausstellung ist auch, daß die Landesleitung

englische Regierung stürzte sich, ohne daß überhaupt ein wirklich sichtbarer und absolut zwingender Grund vorlag, in die Pfundabwertung eine ge­niale Torheit nannte man es damals, sie und die Regierung der Vereinigten Staaten gingen so­zusagen auf freien Stücken in die Abwer­tung hinein. Es war ein überraschend vorgetragener Vorstoß zugunsten des Exportes bzw. in den USA. zugunsten der Erhöhung der Preise.

In Frankreich liegt die Situation völlig anders. Die französische Regierung hat nicht hinter sich die

Mendi". Um die Erschießuna zu verbergen, hat man an Bord der Schisse nach Land zu Holzplanken errichtet. Der Beauftragte des Genfer Internationa- len Roten Kreuzes, der Schweizer Dr. Junod, ist am Sonntag zum zweiten Male mit derAisne" nach Bilbao gefahren, um von den roten Macht­habern zu erreichen, daß sie keine weiteren Geiseln erschießen. Die Roten haben die bringen» den Bitten und Vorstellungen Dr. Junods a b - schlägig beschieden.

Rundfunkrede des Ministerpräsidenten.

D e n h a a g , 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der illändische Ministerpräsident teilte in einer Rund- nkrede am Montag früh mit, daß sich die hollän- sche Regierung gezwungen sehe, den Gulden bjuroerte n. Ein Gesetzesvorschlag über die . Schaffung eines Währungsausgleichs. I hnb 5 sei dem Parlament bereits zugeleitet wor- tan. Die höhe des Ausgleichsfonds werde 300 Mil- läonen Gulden betragen. Der Ministerpräsident be­knie, daß die holländische Regierung zur Aufgabe ks Goldstandards gezwungen worden sei, da sonst pi? Gefahr nahegelegen hätte, daß der Gulden zum -süpielball der internationalen Spekulation gewor- =tn wäre. Dies hätte unvermeidlich zu schwersten iBoldoerlusten der niederländischen Bank führen aussen. Eine rigorose Anwendung der Diskont- »raube hätte der Wirtschaft neue schwere Opfer I jferlegt. Eine gewisse Preissteigerung der j isländischen Güter werde eintreten. Dies gelte je- Kch nicht hinsichtlich der inländischen ? Baren. Nachdrücklich warnte der Ministerpräsi- L >-nt vor Hamsterei und unberechtigter Preistrei- || frei. Die Regierung werde jedem Preiswucher j ufs strengste entgegentreten, lieber die höhe der ; Ibmertung könnten vorläufig noch keine Mitteilun- fefn gemacht werden. *

Der holländische Handelsminister teilte Vertretern 5 Lebensmittelhandels mit, daß die wqierunq jeder unberechtigten «Steigerung io n Lebensmittelpreisen mit allen ihr Ur Verfügung stehenden Mitteln entgegen» -eten werde. Ein Gesetzentwurf gegen unberech- □te Preiserhöhungen von Gütern, Die n st - ungen und mieten ist bereits fertig- schellt. Ferner ist eine Reihe von Maßnahmen ge- ' «offen worden, um Preissteigerungen der ßebens- - rüttel zu verhindern. So werden die Zahlungen an Ausfuhrprämien für landwirtschaftliche Erzeug­te mit geringen Ausnahmen eingestellt. Weiter .folgte eine Reihe von Verfügungen um die Vor - Lrqung der Bevölkerung mit Kartoffeln, Getreide I ~ib Fleisch sicherzustellen.

j Wichtiger Stellenwechsel m Moskau.

Utiuiiiuyryivui, siter im Jnnenkornrnissariai, der vormaligen GPU, a g o b a , sowie ber Volkskommissar für Post und Telegraphie Rykow ihrer Aemter entsetzt -erden. Jagoda wird an Stelle von Rykow zum Volkskommissar für Post und Telegraphie bestimmt, Iihrend an seiner Stelle zum Jnnenkommlssar und es der GPU der bisherige Parteisekretär Je- >ow ernannt wird. Er ist einer der engsten itarbeiter Stalins. Aus Arbeiterkreisen hervor­gangen, war er 1929 stellvertretender Landwirt- aftskommissar, Mitglied des zentralen Dollzugs- ppsschusses und Vorsitzender des Parteikontrollaus- touffes. Er gehört sämtlichen führenden Instanzen sie Partei und des Staates an und genießt den iuf, ein rücksichtsloser Verfechter der Sialinschen 'Eischen Linie zu sein.

Kunst und Wissenschaft.

Grabbe-Woche in Detmold.

Die unter der Schirmherrschaft von Reichsmini­ster Dr. Goebbels stehende Grabbe-Woche in Detmold wurde mit einer feierlichen Ehrung des Dichters an feiner letzten Ruhestätte auf dem Fried­hof an der Weinbergstraße würdig eingeleitet. Zahl­reiche Vertreter der Parte« und des Staates sowie der Gliederungen der Bewegung hatten sich dazu eingefunden. Um das Grab Grabbes und feiner Mutter waren SA. und HI. aufmarschiert, hinter dem Grabstein nahmen drei Sturmfahnen der SA. Aufstellung. Darauf traf der Deranstaier der Grabbe- Woche, Reichsstatthalter und Gauleiter Dr Meyer, mit seiner.Begleitung ein. Das Musikkorps des Fliegerhorstes Detmold spielte zu Beginn der Feier­stunde Musik aus WagnersRienzi". Dann nahm der Bürgermeister der Stadt Detmold, Keller, das Wort. Er würdigte den großen Sohn der Iip- pifchen Landeshauptstadt als Kämpfer feines Dol- kes, in dem er oft allein stand. Grabbe fei ein Gipfelmensch gewesen, Gipfelmenschen standen allein. hierauf wurde eine große Anzahl von Kränken am Grabe niedergelegt. Im Auftrage des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staats- rais Hanns I o h st, sprach dann der Vizepräsident der Schrifttumskammer, Ministerialrat Wißmann, Berlin. Er würdigte das Ringen des Dichters der feiner Zeit voraus künftige Entwicklungen gesehen und in seinen Werken in großartigen Visionen ge­staltet habe. Die deutsche Gegenwart wsise um ferne Leistungen und feinen Wert. Dies Wissen dürfe man nie wieder erlöschen lassen.

Mit Beethovens HymneDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" klang die Feierstunde aus. An- schließend wurde im Musiksaal des Lippischen Lan- destheaters die Krabbe-Gedenkausstel­lung in Gegenwart des Reichsstatthalters und Gauleiters Dr. Meyer und zahlreicher Ehrengäste

tionären Weise, ohne auf der anderen Seite d i e Preise stabil halten zu können. Die Regie­rung hat weder Streiks noch Fabrikbesetzungen ver­hindern können, aber auch der Wirtschaft für die Kostensteigerungen durch Lohnerhöhungen, Arbeits­zeitverkürzungen und andere Maßnahmen sozialpo­litischer Art keinen Ausgleich durch Umsatzsteigeriing bieten können.

Im Besitz des französischen Publikums befinden sich rund 34 Milliarden Geldscheine. Der franzö­sische Geldumlauf übersteigt den deutschen z. B. um ein Vielfaches. Blum hat infolgedessen t e i n e Kon­trolle über das Geld f e I b ft. Die 34 Mil­liarden Franks im Besitz des Publikums können selbst bei den vorsichtigsten Maßnahmen der Banken und Sparkassen nicht eine panikartige Flucht in die Sachwerte verhindern. Was die Regierung praktisch damit gewinnen will, ist ziemlich unklar. Sie hat die Löhne um ungefähr 40 v. h. im Durchschnitt er­höht. Sie vermindert jetzt die Kaufkraft des Franks um rund 30 v. h., nachdem vorher bereits die Preise in ganz Frankreich um rund 15 bis 20 o. h. an­gezogen hatten. Was dem Arbeiter also auf der einen Seite durch die Lohnerhöhung gegeben wurde, ist ihm auf der anderen Seite durch Preissteigerung und Frank-Abwertung genommen worden. Der am meisten Geschädigte in diesem Spiel aber ist der französische Sparer, dessen Rente um ein Drittel verkürzt wird. Die innerpolitischen Folgen kann man sich leicht ausmalen. Wer weiß, wie das Kabinett die nächsten Tage überstehen wird. Viel­leicht ertönt morgen schon der Schrei nach einem neuen Poincars, der in einer ähnlichen Lage vor zehn Jahren mit eiserner Hand das Steuer Herum­riß, den Frank stabilisierte und ein Kabinett der nationalen Einigkeit arünbete.

International gesehen, liegen die Dinge etwas anders. Es ist ja nicht so, daß nun etwa in Con­bon wie in Newyork der ständige Goldabfluß aus Frankreich, der infolge der innerpolitischen Erschütterungen und der wirtschaftlichen Experi- mente Blums allein in der letzten Woche etwa 220 Millionen Mark in Gold ausmachte, mit reiner Freude betrachtet worden ist. Diese Goldausfuhr Frankreichs zwang die Vereinigten Staaten und England zu dauernden Gegenmaßnahmen, um um­gekehrt ein unerwünschtes Ansteigen ihrer Währun­gen zu verhindern. Wir möchten glauben, daß beide Länder, dieses Kampfes müde, umso eher bereit waren, auf die französischen Vorschläge einzugehen, die ihnen bereits vor drei Monaten unterbreitet worden sind, als die Bank von Frankreich 50 Mil­liarden Francs an Gold noch zur Verfügung hatte. Eine Summe, die selbst gemessen an den rätselhaft hohen Währungsausgleichsfonds in London und Newyork eine Macht darstellt.

Wenn wir die Vereinbarung zwischen Frankreich, USA und England genau studieren, sehen wir eine sehr bestimmte und positive Zusage Englands und eine etwas abgeschwächte der USA. Alle drei Mächte strebten feit Jahren nach einem Wäh­rungsausgleich. Keine wollte vorangehen, weil sie der anderen mißtraute. Jetzt ist gleichzeitig mit der Währungsstabilisierung auch die Verein­barung getroffen worden, nach Möglichkeit a u f d i e Handelspolitik einzuwirken. Unzweifel­haft ein Schritt auf dem Wege einer internationa­len Bereinigung der Handelshindernisse.

Schon tauchen in London wie in allen anderen Nachrichtenzentralen Gerüchte über eine bevor­stehende neue Weltwirtschaftskonferenz auf. Man wird ihnen mit größter Skepsis gegen» überstehen müssen. Vergessen wir nicht, daß die erste und entscheidende Ursache des heutigen Chaos in der Weltwirtschaft und in der Weltfinanz d i e inte r n ationale Schuldenverguickung ist. Mögen die letzten Jahre auch diese Grundtat» fache ein wenig überdeckt haben, so würde jede Er­örterung allgemeiner Art sich sofort wieder an die­sem Kern festbeißen. Ohne Lösung des internatio­nalen Schuldenproblems ist keine Bereinigung der Handelsverhältnisse denkbar. Das Deutsche Reich hat immer wieder der Welt bargelegt, daß cs seine Devisenpolitik nur unter Zwang führen mußte. In den letzten Erklärungen Dr. Schachts kam der Ab- scheu vor diesem Wirrwarr in geradezu drastischen Sätzen zum Ausdruck. Wir können in Deutschland jede Bereinigung des Währungskrieges und des Kampfes aller gegen alle auf dem Weltmarkt nur willkommen heißen. Deutschland wird von der Franken-Abwertung nicht berührt und kann der weiteren Entwicklung aus den Vereinbarungen zwischen Frankreich, England und den Vereinigten Staaten mit aller Ruhe entgegensetzen, da der neu« Plan und die Deoisenmaßnahmen das Reich vor allen Zufälligkeiten schützen.

Kleine politische Nachrichten.

Auf Vorschlag des italienischen Regierungschefs hat der König von Italien Reichsminister Dr. Frank die höchste italienische Auszeichnung, das Groß- kreuz des Mauritiusordcns, verliehen. Hauptamtsleiter Dr. D r e ß l e r wurde zum Groß» offizier der Krone von Italien ernannt.

Der Leiter der GPU. kaltgestellt.

1 Moskau, 27. Sept. (DNB.) Amtlich wird eine perorbnung bes Präsibiums des zentralen Vollzugs- "Usschusses bekanntgegeben, nach der der bisherige

einem Jahr nationalsozialistischer Staatsführung, erhöhte sich um 1,2 Milliarden; 1935 um 2,6 Mil­liarden und 1936 hofft man sogar rund 5 Mil» liarden Steuern mehr einzunehmen, als 1933. Dabei muß aber immer wieder betont werden, daß keine Steuererhöhung wäh­rend dieser Zeit erfolgte, sondern sogar teilweise erhebliche Ermäßigungen gewährt wur­den. Staatssekretär Reinhardt betonte, daß nach feiner Meinung die Höhe ber wirtschaftlichen unb finanziellen Aufwärtsentwicklung bes neuen Deutsch- lanb noch lange nicht erreicht sei, unb baß er mit einer weiteren erheblichen Stei­gerung bes Steueraufkommens in ben Jahren 1937 unb 1938 rechne, bie sich aus ber mel­ieren bedeutenden Belebung ber beutschen Wirt - schäft ergeben werbe.

Staatssekretär Reinhardt nahm dann noch Stellung zu den Abwertungsmahnahmen der französischen Regierung und ihren Folgen. Die deutsche Währung ist stabil; sie wird unter keinen Umständen abgewertet. In Deutschland denkt niemand an verantwortlicher Stelle an Währungsexperimente, und es wird hier nichts geschehen, was das große Ausbauwerk Adolf Hitlers erschüttern könnte."

Der in diesem Jahr vom Führer aufgestellte neue Dierjahresplan werde mit seinen Ergebnissen die ganze Welt in Staunen versetzen. Schon jetzt habe man z. B. die F l a ch s e r z e u g u n g von 15 000 auf 40 000 Tonnen im Jahre erhöht, die Wollerzeugung vom 5. v. H. des Gesamtbe­darfs im Jahre 1933 auf rund 20 v. H. heute er- höht. Während man im Jahre 1935 16 Millionen Kilogramm Zellwolle herstellte, steigt die Lei- stung in diesem Jahhre auf 40 bis 50 Millionen Kilogramm, die im nächsten Jahre von ben noch be- stetzenben inbustriellen Einrichtungen sogar auf 70 bis 80 Millionen Kilogramm gesteigert werben kann und soll. Diese gewaltige Anstrengung bes beutschen Volkes werbe in ben fommenben vier Jahren noch ganz anbere Ergebnisse auf­weisen können. Staatssekretär Reinharbt schloß mit bem Hinweis, baß Deutschlanb voller Zuversicht ber Zukunft entgegengehen kann, wenn alle Volksge­nossen unb -genossinnen im Rahmen ber vom Füh­rer gestellten Aufgaben ihre Pflicht erfüllen.

Königswusterhausen, 27. Sept. (DNB.) Auf einer Führertagung ber SA.-Gruppe Berlin- Brandenburg gab Staatssekr. SA-Grupppenführer Reinhardt einen Einblick in die Finanzpolitik des Dritten Reiches unb zeigte babel die hohen Pflichten auf, die jeder einzelne bis zum restlosen Gelingen ber vom Führer gestellten Ausgabe zu erfüllen hat.Schon heute ist bie Erfüllung bes ersten Vierjahresplanes bes Führers Wirklichkeit geworben, mit ber man erst eigentlich im Frühjahr 1937 rechnete. Heute haben wir nur noch rein statistisch 1 Million Arbeitslose, von benen allerdings 500 000 nur zeitweilig ohne Be­schäftigung und im freien Spiel des Kräfteaus- taufches zu decken geradezu notwendig find. In ver­schieden gelagerten Berufen hat Deutschland sogar schon einen fühlbaren Mangel an Arbeits­kräften. Die anderen 500 000 sind Kräfte, die man eigentlich als nicht mehr voll einsatz­fähig ansehen kann. Man kann also heute prak­tisch in Deutschland kaum noch von einer Arbeits­losigkeit sprechen, da man mit einem gewissen Pro­zentsatz Nichtbeschcistigter immer rechnen muß.

Deutlicher spricht noch die Statistik über den Zugang an Beschäftigten, die seit 1933 rund 6 Millionen verzeichnet. Aber selbst ein internationales Forum muß heute dem Ratio­nalsozialismus bescheinigen, daß der be­schrittene Weg der einzig richtige war und bleibt. Die Zahl der Arbeitslosen der Welt wurde Rußland nicht milgerechnet 1932 auf 26 Millionen geschäht; heute verzeich­net man ungefähr 19 Millionen Arbeitslose in der Welt. Bon den 7 Millionen wieder in den Arbeitsprozeß eingeschalteten haben allein 5

Millionen in Deutschland Arbeit gefunden!

Diese Erfolge waren aber nur möglich durch die Ablösung des Parteienstaates durch eine weitsichtige Politik Adolf Hitlers.

Aber nicht nur die Wirtschaft gesundete in diesen drei Jahren, sondern auch die öffentlichen Finanzen. Man braucht sich weder im Jnlande noch vielmehr im Auslande ben Kopf zu zerbrechen, wie Deutschland z. B. die Aufrüstung finanziert; man muß nur in ben Statistiken zu lesen lernen. Das Steueraufkommen im Jahre 1934, also nach

In einer seiner ersten Reben nach ber Bilbung seines Kabinettes versprach ber französische Minister­präsident Blum, ben Franken mit allen ihm zur Verfügung stehenben Mitteln zu halten. Unb so nahm er in sein Kabinett als Finanzminister Vin­cent Auriol auf, ber als einer ber hervorragenb» ten Gegner ber Franken-Abwertung galt. In ber Folgezeit hat bie Regierung Blum wirtschaftlich eine Politik verfolgt, bie zusammengenommen mit ben ozialen Erschütterungen s i e selb st in eine gslage versetzte, aus ber es kaum iberen Ausweg als ben ber Franken-Abwer­tung geben konnte. Dies ist bas Entscheibenbe, bas Unterschiebliche, zwischen ber jetzt vorgenommenen Franken-Abwertung unb ben vorangegangenen Ab­wertungen bes Pfunbes unb bes Dollar. Die

Indischen Bank, hat die Regierung in voller Ueder- iJnfHmmung mit der Ansicht der Riederländischen tank beschlossen, vom 2 7. September ab

Der Wechsel im sowjetrussischen Jnnenkornrnissa- jjt wirft ein grelles Licht auf bie gegenwärtig vor °) gehenbe tiefgreifende Umschichtung in »! artei unb Staat der Sowjetunion. Die Er- . -nming bes bisher allmächtigen Chefs der GPU. | °yoda zum Postkommissar, die praktisch eine L | a Uft e I lu n g bedeutet, kann in ihrer Be- Hutung gar nicht hoch genug eingeschatzt werden. l'Wba war nach dem Tode Dshershins'is Verkorpe-

bes Geistes ber Tscheka und ber GPU., woran I die Schaffung bes Jnnenkommissariats, in dem * GPU. in ihrer alten Form auf ging, f einerlei Änderung mit sich brachte. Der Einfluß des oftens des Jnnenkornrnisfars würbe vielmehr noch ; 'durch wesentlich erhöht, daß dem Jnnenkommis- iTt!aLunter Leitung Jagodas die großen^ Wege» Jtfb Kanalbauten unterstellt wurden. Offenbar hat wachsende Unzufriedenheit und Gärung m ver- ^ebenen Gebieten ber Sowjetunion den Sturz '<l g o d a s herbeigeführt, weil er trotz feines 1 '-rrorregiments dieser «Strömungen nicht mehr

Cftem ber Zusammenarbeit sein, das dis allgs- Line Wohlfahrt fördern, aber gleichzeitig bie Inter­nen ber Nationen sorgfältig wahren würbe. Es hnbele sich barum, nicht den wirtschaftlichen Natio- tzlismus oollstänbig zu beseitigen, sonbern einen -esunben Nationalismus mit einem Usunben Internationalismus auszu- L y n e n.

Mdausfuhrverbol in Holland.

Den Haag, 27. Sept. (DRB.) Die nieder- Sndische Regierung veröffentlichte am onntag kurz nach Mitternacht folgende amtliche ittellung:

Nachdem die Regierung nach den angekündigten ährungsmahnahmen in Frankreich ihre Absicht kanntgegeben hatte, ihre eigene Däh- vngspolitlk unverändert sortzuset- en, hat der seitdem gefaßte Beschluß der chweizerischen Regierung die nieder- adische Regierung gezwungen, ihre Haltung er­nt zu überprüsen. Rachdem nunmehr die Rieder- nde das einzige Land der Welt geworden ch das seine Goldparität unverändert i lassen hat und dadurch in stärkstem Maße den ruck aus die Wechselkurse und auf seinen Gold- i irrat zu fühlen haben wird, kann die Möglichkeit, e heutige Währungspolitik aufrechtzuerhalten, > \d)t länger als noch vorhanden ange- . hen werden. Um zu verhüten, daß man schließlich

St. Jean deLuz, 28. Sept. (DNB.) roten Machthaber von Bilbao setzten bie Erschie­ßungen ber in ihren Hänben befindlichen Geiseln systematisch fort. A n Bord bes Dampfers D u i l a t e s" sind am «Samstag 2 5 Geiseln erschossen worben, 14 an Bord bes DampfersAltuna Menbi" unb 45 an Borb bes GeiselschiffesAranzazu