Ausgabe 
28.8.1936
 
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Kamera i\ leeres Wort,

Minister Georg Grippe gestorb

Aus Washington wird gemeldet: Nach längerem Leiden ist am Donnerstag der Kriegs- ~ Dem an den Folgen einer

Eltern! Erzieher!

Besucht am Sonntag die Veranstaltungen des Bannes 116.

Oer amerikanische Kriegsminister Oern gestorben.

Kreis Büdingen.

tt Mittleres Niddatal, 27. Aug. Bei den gegenwärtigen günstigen Wetterverhältnissen dürfte die Getreideernte in etlichen Tagen völlig unter Dach und Fach gebracht sein. Von früh bis spät in die Nacht herrscht auf den öffentlichen Dreschplätzen lebhaftes Treiben. Die Körnerer­träge sind verschieden, doch ergeben sie ein zu­friedenstellendes Resultat. Für die Unterbringung der überaus großen Strohmenge reichen die Räume in der Hofreite nicht aus, deshalb errichtet märt vielfach vor den Dörfern Schober. Die Grummeternte ist in vollem Gange. Infolge des ausgiebigen Regens haben sich alle Futtergrä­ser derart reichlich entwickelt, daß mit einer großen Menge Grummet von vorzüglicher Güte gerechnet werden kann. Wenn auch hier und da einzelne Aepfelbäume, namentlich die der Wirtschafts­äpfel, einen fast guten Behang zeigen, die ein Stützen notwendig machten, so ist doch der Ertrag im allgemeinen als unter mittelmäßig zu be­zeichnen. Dagegen sind die Zwetschenbäume fast ohne Ausnahme derartig reich mit Früchten beladen, daß überall Stützen angebracht werden mußten, um dem Brechen der Aeste vorzubeugen.

Kreis Schotten.

A Schotten, 27. Aug. In der Umgegend tritt, wie anderwärts, der Keuchhusten stark auf. Jedenfalls dürfte die feuchte Witterung der letzten Zeit wesentlich zur Verbreitung dieses unliebsamen Gastes beigetragen haben.

Kreis Alsfeld.

4= Deckenbach, 27. Aug. Die Getreide­ernte in unserer Gemarkung ist bis auf einen kleinen Teil Hafer zu Ende. Die Ohmtal-Dresch- Gesellschaft, der unser Ort als Mitglied angehört, ist gegenwärtig mit einer völlig neuen Dresch­garnitur hier beim Vordrusch an der Arbeit. Der Körnerertrag zeigt, daß die früheren Befürchtun­gen hinsichtlich de.s Ernteausfalls zum Glück nicht begründet sind, dagegen das Ergebnis zufrieden­stellend ist. Unsere Bauern sind jetzt mit der Grummeternte eifrig beschäftigt. Bei der O b st e r n t e ist der Ertrag an Aepfeln und Bir­nen groß, bei Zwetschen ist er sogar sehr gut. Die letzten Ferienkinder, die aus Berlin

Die neuen Briefmarken mit dem Porträt König Eduards VIII., die jetzt erscheinen, werden in Werten zu %,1%2 und 2^- Pence verausgabt. Der Wert zu 1 Penny soll erst Mitte September heraus, kommen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

hier ein inoffizieller Müllplatz aufgetan. Jetzt schas fen dort Arbeiter mit Hacken und Schaufeln. Kipp, loren fahren auf Schienensträngen. Erde wird be. wegt, und vor dem Schulgebäude ist bereits eine große planierte Fläche entstanden. Ein Spiel, platz für die Kinder der Riederwaldkolonie ist im Werden.

Ebenso wird nebenan, durch den Fahrweg ge. trennt, fleißig gearbeitet. Wagen des städtischen Fuhrparks fahren auf die aus Bohlen hergestellte Rampe. Sie bringen Schutt und nicht riechenden Abfall. Alles wird in der welligen Bodensenke zer- hackt und zerkleinert. So entsteht aus Schutt und anderem alten Material eine ein Meter hohe Va. dendecke, die dann, mit Mutterboden versehen, enb sprechend bepflanzt werden soll. Hinter diesem Ge. lände sollen dann später, um die vorhandene Kana- lisation besser auszunutzen, Einfamilien. Häuser mit Kleingärten errichtet werden.

Auch an den mit Wasserpflanzen bestandenen Flächen des alten Erlenbruches tnirt) gearbeitet Man baut Spazierwege und stellt die Verbindung wege nach der Straße her. Richt lange mehr, und vom Eingang der Riederwaldkolonie, den ganzen Erlenbruch entlang, wird der Weg nach Enkhem an schönen Anlagen, an einem Kinderspielplatz und an bunten Kleingärten vorüberführen.

fetter im Bauernhof.

Bereits bet dritte Brand in diesem Iahre.

LPD. F u l d a , 27. Aug. Im Kreisort Almen- dorf brach in dem Anwesen des Bauern Heil,, das in diesem Jahre schon zweimal von einem: Schadenfeuer heimgesucht worden war, wiederum, Feuer aus. Obwohl die Feuerwehren schnell zm: Stelle waren, brannten die Scheune, in der be­reite die gesamte Ernte untergebracht war, sowie! die Stallungen vollständig nieder. Man, vermutet, daß wie auch in den vorhergehenden, Fällen wieder Brand st iftung vorliegt. Die; Untersuchung ist eingeleitet.

Som Zug überfahren und getötet

LPD. Hersfeld, 27. Aug. Im Kreisort! Niederaula wurde der in den 70er Jahren, stehende Schreinermeister Martin Schäfer, als, er an einem Bahnübergang die Gleise überquerte,, von einem herannahenden Zuge erfaßt und gut: Seite geschleudert. Der alte Mann war auf her: Stelle t o t. Man nimmt an, daß er das Warnungs» geläut überhört hat.

Wenn keiner nachaeben w ll.

LPD. Hadamar, 27. Aug. Zu einer Ver­kehrsstörung recht eigener Art kam es durch die; Starrköpfigkeit zweier Kraftfahrer in der Borngassi? in Hadamar. Durch ein vor einem Hause haltendes; Personenauto war die Fahrbahn zur Hälfte ver­sperrt, als zwei Kraftwagen, der eine in Richtung Limburg, der andere von entgegengesetzter Seite,,

Oie Sturmfahnenweihe -er SA -ReiterstandartelHGießen

Für die am 30. August, vormittags 10 Uhr. aus dem Trieb in Gießen statt­findende Sturmfahnenweihe der SA.-Reiterstandarte 147/Gießen treffen die Ab­ordnungen der einzelnen Stürme bereits am Samstagabend per Landmarfch und per Bahntransport ein. Die Abteilungen haben ost 50 und mehr Kilometer zurück­zulegen. Es ist noch anzuerkennen, daß die Vater der SA.-Reiter nach anstrengendster Erntearbeit dennoch ihre Pferde zur Verfügung stellen, damit ihre Söhne an der Sturmsahnenweihe teilnehmen können. Auch für die jungen Reiter ist es ein gutes Zeugnis, daß sie nach der aufreibenden Erntearbeit, die vom frühen Morgen bis in die späte Rächt dauerte, auch die weiteren Strapazen noch aus sich nehmen, um nach Gießen zu kommen.

Die Väter und Pserdebesiher werden sich freuen, wenn sie ihre Söhne als stramme Reiter am Sonntag aus dem Trieb in Gießen sehen können, und manchem alten Kavalleristen und Artilleristen wird es warm ums Herz werden, wenn er seiner eigenen Dienstzeit gedenkt, als er selbst stolz hoch zu Roß saß.

Für die Zuschauer ist aus dem Trieb ein großer Raum an der Artilleriekaserne entlang reserviert, von wo aus alles bestens übersehen werden kann.

Der Führer der Reiterstandarte 147/Gießen.

Al. d. F. b.: L e i p o l d. Truppführer.

den hat, wobei der Bühnenboden einen neuen Belag erhielt, daß alle sonstigen Einrichtungen und Apparaturen der Bühne zum Teil erneuert, repariert ober gereinigt wurden, sind Vorkehrun­gen, die nach außen weniger in die Erscheinung treten. Don ganz besonderer Bedeutung ist neben der Drehbühne der elektrische Antrieb des Rund- Horizontes, der in einer Höhe von 18 Meter und 30 Meter Rundung, nunmehr in den 60 Sekun­den abläuft und innerhalb dieser Zeit die voll­kommene Schließung der Dorderbühne gegen die Hinterbühne ermöglicht. Ganz besonders wichtig sind die wesentlich technischen Verbesserungen der Beleuchtungsanlage, die vor allem in den beiden völlig neuen Be'leuchtungstürmen zu beiden Sei­ten des Bühnenrahmens und der Neuanlage einer heb- und senkbaren Beleuchterbrücke quer über die ganze Bühne hinweg und parallel zum Büh­nenrahmen bestehen.

Alle diese Neuerungen bringen es mit sich, daß das Stadttheater Gießen mit Beginn der Spiel­zeit eine völlig neuzeitlich eingerichtete Bühne be­sitzt, die mit all ihren Möglichkeiten bereits in der EröffnungsvorstellungDonna Diana", dem bezaubernden altspanischen Lustspiel von Moreto, in der Inszenierung des Intendanten m die Er­scheinung tritt.

sehr gut; teilweise reicht er an die Heuernte men­genmäßig heran. Die Heuböden werden in diesem Jahre übervoll, und damit ist die Grundlage der Winterfütterung gegeben. Auf den Getreidefeldern treten gemarkungsweise in diesem Jahre sehr stark die H a m st e r auf, so daß man geradezu von einer Hamsterplage sprechen kann. Die Gemeinden ver­güten für Alttiere 30 bis 40, für Jungtiere 15 bis 20 Rpf. Auf diese Weise nur ist es möglich, diese schädlichen Nager, die nicht unbeträchtliche Mengen Frucht für den Winterbedarf in ihren Höhlen auf- stapeln, zu bekämpfen. Die Hackfrüchte stehen gut. Einzelne Spätkartoffelsorten verfärben sich be­reits. Die Reife beginnt bald. Von allen Obstarten bringen nur die Zwetschen einen Doller- tr a g. Die Bäume hängen übervoll und müssen un­bedingt gestützt werden. Die ersten Rapsaus- s a a t e n sind bereits vorgenommen. Schon jetzt läßt sich sagen, daß die Anbaufläche dieser bedeu­tungsvollen Oelfrucht wiederum im Steigen begrif­fen ist. Es ist dies ein Zeichen dafür, daß die Forde­rungen der Regierung auf fruchtbaren Boden gefal­len find. Der Flachs ist geerntet und steht zu­nächst noch auf Haufen. Er wird von den Samen befreit und den Sammelstellen zugeführt.

gleichzeitig an dieser Stelle zusammentrafen. AM keiner wollte einige Meter zurücksetzen, um dm anderen vorbei zu lassen, und es blieb schlietziW nichts anderes übrig, als die Polizei herbeizuruseu die zur Feststellung des Tatbestandes beide Fahrn mit zur Wache nahm. Hier warf der eine FatM feinem Kollegen Trunkenheit vor, worauf sofort durch einen Arzt eine Blutprobe entnehm^ ließ, die er als Beweismaterial für das GegenM nunmehr in der fälligen Beleidigungsklage zu oei.1 wenden gedenkt.

Kreis Wetzlar.

<£ Rodheim a. d. Bieber, 27. August. Ablauf dieser Woche wird auch das der mW. Bevölkerung bereits zur Gewohnheit geworoeor. Brummen der Dreschmaschine oerstu^ m e n. Die Frucht ist gedroschen und die arbeit des Landmanns getan. Nach dem günftig^ Winter und dem feuchten Frühjahr durfte hier ojj gemein mit einer guten Ernte gerechnet wem doch haben die vielen Niederschläge des Somme die teilweise sogar die Einbringung des Oetre^ außerordentich erschwerten, den Ertrag viels durch Lagerung der Frucht beeinträchtigt, so v- man allgemein jetzt von einer guten M111e_ ernte sprechen kann. Der feuchte Sommer w aber dem Wachstum der Futterpflanzen und Wiesen günstig, so daß die Hackfruchtern - recht ergiebig zu werden verspricht, wie a der Grummetschnitt der Wiesen als beb ders gut anzusprechen ist. Günstig erscheinen a die Aussichten der Kartoffelernte. Die träge der Gärten sind an denen des oerganfle 1 Jahres gemessen als reichlich zu bezeich . wenn auch der Behang der Kernobstari teilweise nicht voll befriedigt. Dagegen bart einer guten Zwetfchenernte gerechnet den. Leider hat aber der Wind der letzten WoM den Obstabfall stark vermehrt und ist auch ou Astbruch in den Obstanlagen teilweise recht beträte licher Schaden entstanden. Die Beerenerni - insbesondere die Johannisbeerernte, war gm, Ertrag der Gemüsegärten ist allgemein befriedigen

rschen Sparkassen Ende des Jahres 1934 über einen Spareinlagenbestand von 515,73 Mill. RM., dar­unter 43,53 Aufwertungs-Spareinlagen. Der Spar- einlagenzuwachs in 1935 einfchl. gutgefchriebener Zinsen stellte sich auf 43,60 Mill. RM. ober 8,5 v. H. bes Jayresanfangsbestandes, ber Zuwachs ohne Zinsgutschriften auf 25,37 Mill. RM. ober 4,9 o. H. bes Jahresanfangsbeftanbes (Reichsburch- fchnitt 4,1 v. H.). Die Neueinzahlungen stellten sich auf 264,76 (241,67), bie Zinsgutschriften auf 17,13 (17,68), gegenüber Rückzahlungen von 239,39 (217,77), fo baß einfchl. ber ausgeroiefenen 37,89 Aufwertungsspareinlagen am Jahresenbe 559,33 (515,73) Mill. RM. vorhanden waren. Gleichzeitig erhöhte sich bie Zahl der Sparkonten auf 1,60 (1,58) Mill. Stück Sparbücher. Die Aufwertungskonten ginaen auf 580 200 (642 500) zurück. Die hesien- nasiauischen Sparkassen erreichten in ihrer Gesamt­heit 83 v. H. des Spareinlagenbestandes von Ende 1914. Die erhöhte Spartätigkeit setzte sich im laufenden Jahre fort. Am 30. Juni 1936 wurden 570,79 Mill. RM. Spareinlagen für 1,612 Mill. Stück Sparkonten verwaltet.

* Haufen, 28. Aug. Der verstorbene amerika­nische Kriegsminister Georg Dem, stammt väter­licherseits und mütterlicherseits aus Deutschland. Der Vater von Minister Georg Dem Johannes Dem, geboren am 25. Oktober 1850, war der Sohn von Müllermeister Johannes Dem aus unserem Orte. Ebenso stammt die Mutter, eine geborene Dem, aus Hausen.

Die Vorfahren von Minister Dem, der unge­fähr 55 Jahre alt war, lassen sich in den hiesigen Standesamtsregistern, (Kirchenbüchern) zurück­verfolgen bis in bas 17. Jahrhundert. Am 7. Ok­tober 1693 wurde hier ein Johannes Dem ge­boren. Er ist der Ahnherr in männlicher und weiblicher Linie bes 1693 geborenen Johannes Dem, ältester Sohn. Johannes Melchior Dem, geboren am 12. Dezember 1725, ist bes Ministers Stammvater väterlicherseits; von einem jüngeren Sohn, Johann Konrab, geboren am 30. Novem­ber 1734 stammen bie männlichen Vorfahren von Georg Derns Mutter ab.

Von ben Vorfahren väterlicherseits waren mehrere Müllermeister. Ihnen gehörte bie Häusermühle, bort wohnt noch jetzt eine Base bes Ministers. Mehrere Ahnherren väterlicherseits und auch mütterlicherseits waren Bürgermeister in Hausen. Verwandte von Georg Dem leben in Hausen, in Alsfeld und m Hamburg. _ ,

Der Vater von Minister Dem, Johannes Dem, besuchte die höhere Schule in Gießen und wan­derte 1868 nach Amerika aus. Einige Jahre später kam er wieder nach Deutschland, um sich hier eine Lebensgefährtin auszuwählen. Nach Amerika zu­rückgekehrt, ließ er feine Bafe, Margarete Elisabeths Dem, zu sich nach USA. kommen. Der Ehebund wurde in den Vereinigten Staaten geschlossen. Dort sind auch alle Kinder dieser Ehe, also auch Minister Georg Dem, geboren. Johannes Dem war zuerst Farmer, später wohnte er in ber Salzseestabt (Salt Lake City) im Staat Utah unb genoß bort großes Ansehen. Er erlangte burch Kupferminen unb an­dere hohe gewinnbringende Unternehmungen ein großes Vermögen. Dem war ein kluger und um­sichtiger Geschäftsmann. In feinem Wesen war er schlicht und einfach und hielt treu zu seiner deutschen Heimat.

Nach dem Weltkriege kam er 1920 als 70jähriger nochmals nach Deutschland. Dem Schreiber dieser Zeilen erzählte er,Die in Amerika verbreiteten Schauernachrichten ließen mir keine Ruhe, ich wollte mich mit eigenen Augen von Deutschlands Zustand überzeugen." Dem reifte gegen Ende 1920 nach Amerika zurück und starb 8 Tage nach feiner Heimkehr nach USA. Anfang 1921.

Georg Dem selbst hat seine Stammheimat nur einmal gesehen und habet bie Mühle im Tal be­sucht und dabei auch feiner Base einen Besuch ab- geftattet.

Unsere Bühne in neuer Gestalt.

Aus dem Dramaturgischen Büro des Gießener

hierher zur Erholung gekommen waren, haben heute unseren Ort verlassen, unb sind nach Hause zurückgekehrt. Den Kinbern ist ber Aufenthalt in ben hiesigen Familien sehr gut bekommen.

Kleine Strafkammer Gießen.

Der 42 Jahre Konrad Heftrich aus Frank­furt wurde vorn Amtsgericht Vilbel neben anderen Delikten wegen Bettelns in eine Haftftrafe von sechs Wochen genommen. Außerdem wurde seine Unterbringung in ein Arbeitshaus angeorbnet. Die seitens der Amtsanwaltschaft, sowie des Angeklag­ten hiergegen eingelegte Berufung wurde kosten­pflichtig zurückgewiefen.

Der 32jährige Friedrich Hofmann aus Nieder- Wöllstabt hatte mit einem Komplicen aus einem (Stalle in einem ©arten drei Hasen entwendet. Das Amtsgericht Friedberg verurteilte ihn zu einer Ge­fängnisstrafe von sechs Monaten, wogegen der An­geklagte Berufung verfolgte. In ber gestrigen Haupt- verhanblung stellte sich heraus, baß bei bem An­geklagten bie Voraussetzungen des strafverschärfen­den Rückfalls Dorliegen. Die Kleine Strafkammer erkannte daher auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und legte dem Angeklagten die Kosten bes Verfahrens auf.

Preußen.

Oie Sparkassen in Hessen-Nassau im Lahre 1935.

Fwd. Unmittelbar vor feiner biesjährigen Ver- banbstagung in Bab Ems legt ber Sparkafsen- unb Giroverbanb für Heffen-Naffau feinen Bericht für 1935 vor. Danach verfügten die heffen-nasfau-

Aus bem Arbeitsbereich wird mitgeteilt, daß die Hypothekenausleihung auf 222,55 Mill. RM. lang­fristige Hypotheken, also um 17,62 erhöht, ausge­dehnt würbe. Sie entfällt auf 74 300 Einzelbewilli­gungen mit bem Durchschnittsbetrag der Hypothek von 2993 RM. Es entfallen davon 174,57 Mill. RM. auf städtische Grundstücke (Durchschnittsbetrag 3749), 47,53 Mill. RM. auf landwirtschaftliche Hypotheken (1710 RÄt.), 72,30 Mill. RM. für Wohnungsbau 3757 RM.). Bei diesen spielten Kleinwohnungs- unb Sieblungskrebite eine bebeutenbe Rolle. Das Kommunal-Neukrebitgefchäft ruht bekanntlich noch. Von ben im Jahre 1935 neu ausgeliehenen 53,71 Mill. RM. waren 36,56 Mill. RM., also runb 68 v. H. Arbeitsbeschasfungskrebite. Dabei über­wogen bie langfristigen Hypothekenkrebite. Auch der Perfonalkredit wurde gepflegt, das Handwerk er­hielt 43,83 Mill. RM. in runb 26 600 Einzelkrebiten. Die ßiquibitätsreferoen der heffen-naffauifchen Spar­kassen sind weiter erhöht worden. Am 15. Januar 1936 war das Liquiditäts-Soll im Durchschnitt voll erreicht, von einigen Sparkassen sogar wesentlich überschritten.

Aus Müllplöhen werden Gartenantagen.

Entrümpelung der Landschaft in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Aug. Frankfurt hat in den letzten Jahren viel für die Verschöne­rung seiner Straßen, Plätze und Anlagen getan. Prächtig denen sich heute die Uferstraßen des Mai­nes, häßliche Baulücken in der Innenstadt ver- jchwinden, im Zuge ber Altstadtfanierung wird ebenfalls aufgeräumt, unb an zahlreichen anberen Stellen der Stadt werden kleinere Arbeiten durch­geführt.

Auch an der Peripherie der Stadt hat man sich um dieEntrümpelung" der Landschaft bemüht. Zahlreichewilde" Abfallgruben erfordern Besei­tigung. So entstanden aus ben Müllplützen in der Nähe bes Sandhofs prächtige Spiel- und Ruhewiesen, und auch bas Gelände am Erlenbruch vor der Riederwaldschule wird augen­blicklich aufgeräumt. Alte Konservenbüchsen, Ofen­rohre, Taschenlampenbatterien, Matratzen, Blech­eimer, Emaillegeschirre, alte Besen, Bürsten und Drähte lagen zerstreut zwischen wild-wucherndem dürftigem ©ras. Im Laufe der Jahre hatte sich

Stadttheaters wird uns geschrieben:

Wer in letzter Zeit durch die Johannesstraße ging, dem verriet seit Wochen schon, daß im Theater was Besonderes los sein müße. Täglich fuhren an ber Hinterfront des Theaters Lastwa­gen vor, luden bald schwere Eisenbalken ab, brachten morgen frisches Holz, ober es wurden geheimnisvolle Maschinenteile abgesetzt. So ging dies bunte Treiben bereits seit Wochen unb ist nunmehr beenbtt. Mancher fragte neugierig, was das alles wohl bedeutet! Auf oft gestellte Fragen wurde auch stets bereitwilligst Auskunft erteilt. Hanbelte es sich doch um ben Umbau unserer Bühne.

Die kommende Spielzeit des Stadttheaters kün­digt sich für ben Außenstehenben zunächst also recht eigenartig an. Währenb ein Teil bes dar­stellenden Personals darunter eine Reihe von neuoerpslichteten Kräften noch irgendwo drau­ßen meist mehr verregnete als schone Ferienzeit genießt, ober auf derProbebühne" bie Stücke zur Bespielung ber Bäber Nauheim unb Ems einftubiert, währenb Intendant unb Dramaturg die Vorarbeiten ber kommenden Spielzeit been - den, die technischen Abteilungen ihren Fundus einer gründlichen Aufbesserung unterziehen, die Theaterkasse in unermüdlicher Arbeit all der vie­len Wünsche unserer Abonnenten gerecht zu wer­den sich bemüht, während alledem bauen fleißige Hände unsere Bühne um, damit am Montag, bem 31. August, wenn die eigentliche Probenarbeit für den Winter beginnt, alles bis zum i-Tüpfelchen fertig unb in bester Ordnung ist.

Mit Beginn ber Spielzeit wird die Bühne sich ben Besuchern in neuem Gewände zeigen. Die Bühne wurde von Grund auf umgebaut. Vor allem erhielt unser Theater die maschinell betrie­bene Drehbühne. Durch diese Neueinrichtung ist es möglich geworden, bie für den Umbau ber Szenen notwendige Zeit auf ein Mindestmaß her­abzusetzen. Auch läßt sich ein schneller Szenen - wechsel bei offenem Vorhang unb wenn erforber- lich sogar bei beleuchteter Bühne bewerkstelligen. All die Vorteile, die der Zuschauer von der moder­nen Bühnentechnik erwartet sind uns mit dieser Neueinrichtung ber maschinell betriebenen Dreh­bühne zuteil geworden. Daß dabei gleichzeitig eine vollkommene Ueberholung ber Bühne stattgesun-

Oberhessen.

Landkrpls Gietzen.

4 Mainzlar, 27.Aug. In ihrem Garten am Hause erntete eine hiesige Einwohnerin einen Krautkopf (Weißkraut) von 11% (elfem- halb) Pfund.

= ©roßen-Linden, 27. Aug. Heute nach­mittag ereignete sich auf ber Straße nach Klem- ßinben, unweit bes Bergwerkswalbes, ein | chwe - rerAutounfall. Ein Ehepaar aus Frankfurt wollte, mit feinem Kraftwagen in ber Richtung Gießen fahrend, einen ßaftroagen überholen, als in entgegengesetzter Richtung plötzlich ein anderer Kraftwagen kam. Die Dame, als Fahrer des ver­unglückten Autos, zog derart stark bie Bremse, daß der Kraftwagen mit ber linken Seite gegen einen tarfen Straßenbaum flog unb infolge ber hohen Fahrgeschwindigkeit durch den ungeheuren Anprall rechtsseitig gegen den nächsten Baum geschleudert wurde. Die Fahrerin kam mit dem Schrecken da­von, der Ehemann erlitt einen Nasenbein- und Unterkieferbruch und wurde sofort in bie Gießener Klinik verbracht. Der Kraftwagen wurde völlig demoliert und mußte abgefchleppt werden. Die Straßenbäume erlitten schwere Beschädigungen.

)( A u s d e r 2B e 11 e r a u, 27. Aug. Infolge der günstigen Witterung der letzten Tage sind die Ernte­arbeiten gut fortgeschritten. Von einzelnen Nachzüglern abgesehen, ist die gesamte Frucht im Seil und bis auf ben Hafer unb teilweise Weizen eingefahren. Bis zur nächsten Woche dürften die Erntearbeiten beendet fein. Das sonnig-warme Wet­ter veranlaßte unsere Bauersleute, die Grum- m e t e r n t e rasch zu erledigen. Vielfach sind schon ganze Wiesengründe leer geworden. Der Ertrag ist

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