Nr. 123 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Donnerstag, 28. Mai (936
Zm Feuer der Skagerrakschlacht.
Nach deutschen und englischen Erlebnisberichten.
Von Inh Otto Busch, Korvettenkapitän a. D.
I.
lieber diese Schlacht — bei den Engländern „Battle of Jütland" genannt — ist von berufener, und leider auch von unberufener Seite viel geschrieben worden. Was den Laien interessiert, ist weniger das Geschehen selbst in seiner verwirrenden Folge, als die Episode, das Einzelerleben des Mitkämpfers, die Haltung des Mannes, der während des Donners der ununterbrochenen Kampfhandlung auf der Brücke, am Kanon, hinter den Feuern, im Maschinenraum, am Scheinwerfer oder hinter dem Ausstoßrohr auf einem der Zerstörer stand. Diesem Einzelerleben ist in den meisten über die Schlacht erschienenen Werken ein viel zu geringer Raum bewilligt worden. Wenn hier der Versuch gemacht wird, aus Einzelschilderungen von Mitkämpfern ein Bild zu geben, so kann die Auswahl naturgemäß nur gering sein, sie wird aber charakteristische Szenen enthalten, die historische Unterlagen in Berichten haben, die dem Verfasser eingesandt wurden.
„Rauchwolken an Backbord!*
Fächerförmig vor der Kiellinie der deutschen Schlachtkreuzer steuern die Kleinen Kreuzer „Elbing", „Pillau", „Frankfurt", „Wiesbaden" und „Regensburg". „Frankfurt" führt die Flagge des Führers der II. A. G. (= zweiten Aufklärungsgruppe) Kon- treadmiral Bödicker, „Regensburg" den Kommodorestander des II. F. d. T. zweiten Führers der Torpedoboote) Kommodore Heinrich. Ganz auf dem linken Flügel läuft „Elbing". Gelangweilt steht der Wachhabende Offizier hinter dem
Der Führer der deutschen Hochseeflotte Admiral Scheer. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Rudergänger, zu oft schon sind sie hinausgefahren, hoffnungsfroh, endlich den Feind zu treffen, immer war es nichts. Zwar suchen die Ausguckposten in len Brückennocken (Enden der Brücke) gewohnheitsmäßig die Kimm, den Horizont, mit ihren scharfen Gläsern ab. Nichts. Keine Rauchwolke, kein Dampfer, nicht einmal mehr ein Fischersegel. Schöne, lange Dreischornsteinboote laufen hinter und neben den schmalen schlanken Kreuzern, die neusten und schnellsten der Flotte, die Boote der II. Flottille, drei allein hinter „Elbing": „B 109", „B110", „Bill". Weiß leuchten die Mützen der Offiziere von den niederen Brücken Auf „B 109" klettert ein Läufer den steilen Niedergang zur Brücke hoch, balanciert geschickt das Tableit mit den dicken Porzellantassen: den Kaffee für den Kommandanten und W. O. (= Wachhabenden Offizier). Leise schlingert das schmale, lange Boot, an der Reeling stehen ein paar Heizer der Freiwache und sehen achteraus (= nach hinten) dorthin, wo die schweren, schwarzen Rauchwolken der fünf Schlachtkreuzer dem Verband folgen. Breitschäumende Bugsee leuchtet schneeweiß vor den mächtigen Formen der Großen, denen Torpedoboote der IX. Flottille in Zickzackkursen gegen U-Bootsangriffe zur Seite laufen. Vom Gros der Linienschiffe, das weit hinten steht, ist nichts mehr zu sehen.
Der Kreuzerkommandant, Fregattenkapitän Mad- lung, hebt das Glas, weit im Westen in der diesigen, blaugrauen Ferne steht eine zarte Rauchwolke wie mit feinem Pinsel hingetuscht über der See. Schon meldet der Ausguckposten:
„R a u w ol ken an Backbord!" links.)
„Wird ein Dampfer sein" meint der Kommandant und hebt den Kopf zur Signalbrücke:
Hier! (Signalmaat! Winkspruch an „B 109": Rauchwolke an Backbord untersuchen!"
Der Signalmaat der Wache, Halbleibs über der Reeling liegend, hebt die Hand:
„Jawohl: Rauchwolke an Backbord untersuchen!"
Ein Signalgast winkt das Boot an und gibt, als drüben „verstanden" gezeigt wird, seinen Spruch ab. Zwei Boote, „B 109" und „B 110", froh, eine kleine Unterbrechung zu haben, brausen los. Breit wirbelnde Schaumbahnen springen hinter ihren Hecks hoch, die Nasen heben sich aus dem Wasser, laut brummen die Heizraumventilatoren, Maschinentelegraphen klingeln.
Es ist etwa 3 Uhr nachmittags, als die Boote neben dem kleinen Frachter — es ist der Dampfer „U. Fjord" unter dänischer Flagge — längsseit gehn. Auf der Brücke der „Elbing" beobachtet alles interessiert den Vorgang.
Der N. O. (= Navigationsoffizier) neben dem Kommandanten läßt das Doppelglas von den Augen.
„Donnerwetter, Herr Kapitän, was ist das? Auf- schläae bei den Booten!"
„Alarrrrm!" befiehlt der Fregattenkapitän.
Schrillend gellen die Alarmglocken durch alle Decks, drüben wuchten plötzlich Granataufschläge bei Dampfer und Booten aus dem Wasser, hell leuchten die schäumenden Wassersäulen in der Sonne, zerstieben, fallen zusammen. Weit im Westen erscheinen feine, dünne Masten, darunter dunkelgrüne, schlanke Schiffskörper, hellbraune Oelwolken über graugrünen Schornsteinen: Der Feind!
„Beide Maschinen äußerste Kraft voraus! Hart Backbord!"
Englische Kreuzer jagen unsere Boote, die vom Dampfer sich loslösen und nordwärts steuern. Schiffe des I. englischen Leichten Kreuzergeschwaders: „Galatea“, „Phaeton“, „Inconstant“ und „Cordelia“.
Während das Signal „Klarschiff zum Gefecht" mit Trommel und Horn markerschütternd durch den Kreuzer dröhnt, dreht „Elbing", gefolgt von den anderen, mit höchster Fahrt heran.
3 Uhr 32 Minuten schlägt auf 130 hm (= Hektometer) die erste Salve der Skagerrakschlacht aus den drohend erhobenen Rohren des Kreuzers. Kur§ darauf haut der erste Treffer drüben auf „Galatea“ ein. Nach Norden zu entwickelt sich das einleitende Gefecht der Kleinen Kreuzer. Kampfeifer und Freude auf allen Gesichtern, endlich, endlich nach langen Jahren vergeblichen Wartens, vergeblicher Vorstöße der Feinde! Lachend wirft der W.O. seine Zigarette über Bord:
„Gott sei Dank, nun sind sie da!" —
Auf dem Führerboot der deutschen VI. Torpedobootsflottille, „G 41", ruft der Kommandant Kapitänleutnant Böhme von der Brücke an Deck:
„Keßler ans Ruder!"
Keßler ist der Gefechtsrudergänger, er kann bei Windstärke 10 den Pfropfen einer Schaumpulle ansteuern. Ein Rudergänger, dem es so leicht keiner nachmacht in der Flotte!
„Aha, dicke Luft", bemerkt der Maschinentelegraphenposten, als her Obermatrose erscheint und das Ruder vom Vorgänger übernimmt:
„Was ist los, Hiafl?" zischt er dem Bayern zu. Der deutet nach Westen:
„Rauchwolke im Westen, zwei sind schon dabei von der II. Hoffentlich is dös net wieder an Fisch- dampser?"
Ein Signalgast ruft vom Scheinwerferstand:
„Winkspruch von .Frankfurt': befinde mich im Gefecht mit feindlichen Leichten Kreuzern!"
Auch hier: Klarschiff zum Gefecht! Alle deutschen Kleinen Kreuzer laufen mit einem Male äußerste Kraft, die Boote folgen. Unruhig tritt der Flottillenchef, Korvettenkapitän Max Schultz von einem Fuß auf den andern. Ihm geht das viel zu langsam! Der Kommandant nickt und sieht hinüber zur „Wiesbaden", die vor den Flottillen läuft. Da kann der Torpedobootsmann nicht mehr an sich halten, ein Wink zum Scheinwerferdeck:
„Winkspruch an .Wiesbaden': Flottillenchef an Kommandanten, bitte oorlaufen zu dürfen, um schneller an den Feind zu kommen."
Die ganze Brücke strahlt, am liebsten hätten sie Hurra gerufen, die Männer!
Ueberraschend schnell kommt die Antwort, vom Kreuzerkommandanten, Fregattenkapitän Reiß,
Lustbild von dem Marine-Ehrenmal in Laboe.
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K DM ;
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Ein Ueberblick über das Marine-Ehrenmal in Laboe, das am Samstag eingeweiht wird. (Scherl-Bilderdienst-M. — Freigegeben durch RLM. Urbahns-Ktel Nr. 7.)
und der Signalmaat ruft sie selbst hinunter zur Brücke, laut, damit es auch ja alle hören:
„Antwort von »Wiesbaden': K. (= Kommandant) an Fch. (= Flottillenchef) bitte sehr, ich k a n n s Ihnen nachfühlen!"
Mit dreimal äußerster Kraft prescht „G 41" vor, die Flottille hinterdrein, dem Feinde entgegen. —
Verheerender Treffer.
Zwei Stunden später tobt der Kampf der beiden Schlachtkreuzerflotten. Von 6.25 Uhr an liegt „Queen Mary“, das „show-ship“, das schönste der englischen Flotte, in den deckenden Salven der „Derfflinger". Wenig später bricht es unter gewaltigen Explosionen auseinander. Zwei lieber« lebende werden von unseren Torpedobooten geborgen, wenige noch von englischen Zerstörern. Obermaat Francis, einer dieser Wenigen, berichtet über den verhängnisvollen Treffer:
„Dann gab es eine furchtbare Detonation. Ich steckte meinen Kopf aus dem Turm (= Geschützturm), fiel jedoch vor Schrecken fast wieder zurück.
die 10-em-Geschütze, die unser Turm hatte besetzen sollen, waren völlig zerstört und das Schiff hatte schwere Schlagseite. Der Turmostizier befahl, den Turm zu räumen und wir kletterten heraus, rutsch» ten aber wegen der starken Schlagseite ab. Wir krabbelten nun das steile Deck hoch, wo wir allerlei Leute versammelt fanden, bereit, über Bord zu gehn. Ich rief ihnen zu: Kommt her, Kerls, wer kommt mit zum Schwimmen?
Das Schiff machte den Eindruck, als würde es noch lange Zeit schwimmfähig bleiben, doch sagte mir ein inneres Gefühl, daß es besser wäre, ins Wasser zu gehn. Ich kletterte über den Schlingerkiel und war bald im Wasser. Als ich etwa 50 Meter geschwommen war, gab es einen riesigen Krach. Die ganze Luft war voller Trümmerstücke und ich tauchte, um nicht von ihnen getroffen zu werden. In diesem Augenblick stieß ich gegen einen Gegenstand, der sich als Hängematte erwies und mich über Wasser hielt. Nach endloser Zeit fischte mich der Zerstörer „Petard" auf. Ich konnte niemand erkennen, weil meine Augen verletzt waren."
(Zweiter Teil folgt.)
Kampf dem Verderb!
Eine ernste Mahnung an Alle!
ZdR. Es gibt in Deutschland zwei Gruppen, die den Kampf gegen den volkswirtschaftlichen und den hauswirtschaftlichen Verderb heute in der Hauptsache durchzuführen haben: Bauer und Hausfrau.
3n der Stabt kann man sich nur schwer einen Begriff darüber machen, mit welchen Erlrags- schädigungen allein der haupl-Kulturpflanzen unsere Landwirtschaft jährlich rechnen muh. Durch Krankheiten und Schädlinge werden diese Verluste auf rund V/i Milliarde Mark geschäht, durchschnittlich also 18 v. h. des Wertes unserer Ernte!
Vor der Getreideernte verlieren wir 5 v. H. durch Rost- und Brandkrankheiten und 10 v. H. durch Getreidefliegen, Feldmäuse und andere Schädlinge. Bei einer Ernte von 40 Millionen Zentner Kartoffeln entstehen durch Lagerfäule, Trockenfäule und andere Krankheiten rund 10 Millionen Zentner Verlust Die Gemüseernte verliert durch Faulen, Krankheiten, Raupen und Maden rund 20 v. H., unsere Obsternte sogar 30 v. H. im Jahresdurchschnitt. Gelingt es, diese Verlustzahlen herabzudrücken, so wird damit ein großer Teil unserer Lebensmitteleinfuhr aus dem Auslande überflüssig.
Nun kommt es aber nicht nur auf das Landvolk an, daß hier für gesundes, widerstandsfähiges Saatgut gesorgt und eine erfolgreiche Schädlingsbekämpfung durchgeführt wird, auch die Hausfrauen in Stadt und Land müssen im Kampf gegen den Verderb mitarbeiten, sobald Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fische usw. auf den Markt und in die Läden kommen. Ihre Sorge gilt dem Vorra t s s ch u tz, her richtigen Aufbewahrung her Le
bensrnittel, her wohlhurchhachten Zubereitung und einer umsichtigen Resteoerwertung.
keine Lebensrnittel dürfen verderben. In Zeiten des Ueberfluffes Heißt es einzukochen und einzukellern, damit im Winter Vorräte vorhanden find, es heiht, die Nahrungsmittel richtig aufzubewahren und vor Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer zu fchühen.
Der Wert der Vorräte, die durch die deutschen landwirtschaftlichen Betriebe und die eigene Hauswirtschaft gehen, beträgt allein 2,5 Milliarden Mark. In den gesamten deutschen Haushaltungen gehen durch unsachgemäße Behandlung der Nahrungsmittel Werte in Höhe einer Milliarde verloren! Auch auf der Reichsnährstandsschau in Frankfurt a. M. konnte man in recht anschaulicher Weise lernen, wie durch die enge Zusammenarbeit des Reichsnährstandes und des Deutschen Frauenwerkes die Voraussetzungen zur Durchführung des Kampfes gegen den Verderb geschaffen worden sind.
Am 25. Mai haben der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und die Reichsfrauenführerin Frau Gertrud Scholz-Klink dem Volkswirte fchaftlichen Verderb diesen Kampf angesagt.
Es gilt, beim Erzeuger begonnen, über den Verteiler sämtliche Erzeugnisse, die mit Wühe und Schweiß dem deutschen Boden abgerungen wurden, vor Verlusten zu schützen, um Deutschlands Unabhängigkeit zu sichern.
Ohne viel Kleinarbeit gibt es keine große Lek stung. Und hier kommt es gerade auf die Klei, nigteiten an!
Ein Gkagerrak-Plah in Gießen.
*55
Aus Anlaß der zwanzigsten Wiederkehr des Tages der ruhmreichen Schlacht am Skagerrak, welche in Kiel-Laboe mit der feierlichen Einweihung des deutschen Marine-Ehrenmals im Rahmen eines Staatsaktes begangen wird, hat der Führer des Marine-Sturmbannes 11/34 Gießen, Oberscharführer Mettenheimer, die Stadt Gießen ersucht, in Gießen einen Straßenzug zum Gedenken an den großen Tag von Skagerrak und an die Helden dieser großen Schlacht zu benennen. Diesem Antrag wurde durch die Stadtverwaltung entsprochen. Da die Umbenennung einer vorhandenen Straße ober eines Platzes wegen der damit verbundenen zahlreichen Aenderungen schwierig gewesen wäre, ist man in großzügiger Weise an die Schaffung eines neuen Platzes im Eichgär - tengelänbe gegangen. Dieser Platz, zu dem Baurat G r a v e r t die Entwürfe geschaffen hat, wird nun von vornherein technisch und künstlerisch unter dem Gedanken gestaltet werden, ein G e - dächtnisplatz für die Kämpfer vom Skagerrak zu sein.
Der Skagerrak-Platz in Gießen wird auf dem Gelände vor der Pestalozzischule, zwischen der Fröbelstraße (längs der Pestalozzischule herziehend) und der Schlageter-Allee (an den Eiswiesen), entstehen und durch einen großen See gekennzeichnet sein, der in einem Becken von rund 25 Meter Breite und 75 Meter Länge gefaßt wird. Von her Pestalozzischule bzw. von her Fröbelstraße her (siehe obige Abbilbung bes Entwurfes) führen breite Freitreppen zu einer großen Plattform, bie bie obere Begrenzung bes Wasserbeckens bilbet. Von her Plattform gelangt man links unb rechts auf weiteren Treppen zu einem Fußweg, her, etwas höher gelegen, rings um bas ganze Becken führen wirb. Begrenzt wirb bie Anlage zu beiben Seiten von Hecken unb je einer Baumreihe, bie ben Abschluß zu ben an beiben Seiten bes Wasserbeckens entlangsührenben Verbinbungsstraßen zwischen her Fröbesitraße unb her Schlageter-Allee bilben. Die Plattform wirb zu beiben Seiten von breiten Sockeln flankiert, auf benen sich hohe eiserne Fahnenmaste, mit hem Dreizack bes Wassergottes Neptun gekrönt, erheben werben.
Im Wasserbecken, zwei bis drei Meter von der Plattform entfernt, trägt ein Sockel eine große Steinplatte mit einem ßorbeertranj unb her Inschrift „Skagerra k". Die Platte schließt ungefähr mit her Höhe bes Wasserspiegels ab, so baß her Lorbeerkranz auf hem Wasser zu schwimmen scheint. Ein Sinnbilb bes Grabmales bes unbekannten Matrosen.
Die feierliche Grunbsteinlegung biefer Platte wird am Pfingstsonntag, 31. Mai, 11.15 Uhr erfolgen. Die Arbeiten für bie Fertigstellung her gesamten Anlage werden freilich noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Zur Zeit ist man noch mit der Ausschachtung des Beckens unb hem Aufwerfen her beiben Verbinbungsstraßen beschäftigt; bie 'Bepflanzung mit ben Grün- unb Saumanlagen soll noch in diesem Herbst erfolgen.
Die enbgültige llebergabe her fertigen Anlage und die feierliche Einweihung des „Skagerrak-Platzes" wird am nächsten Skagerrak-Tage, im Jahre 1937, stattfinden. Als Traditionsplatz der Mari n e - S A. wird er stets zum Gedächtnis an unsere Helden vom Skagerrak mahnen.
Mit der Schaffung dieses Platzes steht Gießen an erster Stelle in Deutschland. Wohl sind in Berlin und Stettin schon Straßenzüge in Skagerrak-Plätze umbenannt worden; der Skagerrak-Platz in Gießen stellt jedoch bie erste große Erinnerungsstätte im Reiche bar, bie eigens neu geschaffen würbe.
Von bem oben abgebilbeten Entwurf sinh Postkarten hergestellt worben, bereu Erlös für ben Lorbeerkranz bestimmt ist. Aus Anlaß her Grunbsteinlegung veranstaltet her Marine-Sturmbann 11/34 am Samstag, 30. Mai, einen Karne- rahschaftsabenh.
Die Festfvlge für ben Pfingstsonntag, 31. Mai, sieht folgenbe Veranstaltungen vor:
7 Uhr: Großes Wecken. 10 Uhr: Kranznieber- legung auf bem Lanbgras-Philipp-Platz. 10.30: Kranz- nieberlegung am Gefallenenbenkmal her Marine- kamerabschaft. 10.40 Uhr: Abmarsch sämtlicher angetretener Formationen zur Pestalozzischule in ben Eichgärten. 11.15 Uhr: Grunbsteinlegung zum Skagerrak-Platz. Ansprache bes Oberbürgermeisters her Stabt Gießen. 11.45 Uhr: Abmarsch her For-


