DersranzöffcheAußenministerüberdasAbkommen
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Lissabon, neral Q u e i p o das seit Tagen
27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ge- de Llano wies daraus hin, daß anhaltende schlechte Wetter
es fast unmöglich mache, auf den grundlosen Wegen die Artillerie in Stellung zu bringen. Noch ungünstiger seien die Auswirkungen des schlechten Wetters auf die Tätigkeit der Luftwaffe. Der Wettergott habe damit den Roten noch eine letzte Gnadenfrist gewährt, die aber wohl nicht lange anhalten werde. Wie katastrophal die Lage tatsächlich für die spanischen Bolschewisten sei, gehe u. a. auch aus einer Erklärung der berüchtigten „Pas« sionaria" hervor, die in einer Versammlung geäußert habe, wenn es nicht innerhalb von sechs Tagen gelingen sollte, die nationalen Truppen vor Madrid zu schlagen, wären die Roten voraussichtlich zur Aufgabe der Hauptstadt gezwun- a en, um sich bessere strategische Stellungen zu Der- schaffen.
Der Heeresbericht meldet, daß die Roten ander kantabrischen Front zu Angriffen vorgingen. Sie wurden jedoch von den nationalen Truppen zurückgeschlagen. Auch in dem Abschnitt
worden ist. Wie man das Volk praktisch an die Kunst heranführt und mit den unüberschätzbar reichen Gütern seiner Kultur vertraut macht, haben wir an zahlreichen repräsentativen Veranstaltungen großen Stils in den letzten Jahren immer aufs neue höchst eindrucksvoll und beispielhaft erleben können. Wir denken da etwa an die Abhaltung der großen Reichstheaterfestwochen, an die Reichsfestspiele in Heidelberg, an die Eröffnung der Dietrich- Eckart-Bühne, an die Grabbe-Woche in Detmold, an die Kleist-Feiern in Bochum und Frankfurt an der Oder, an die Maßnahmen zur künstlerischen Hebung des Films, die, wie man sich erinnern wird, auf der Internationalen Filmschau in Venedig so reiche Früchte getragen haben und hier vor dem Forum der ganzen Kulturwelt ihre für uns höchst ehrenvolle Anerkennung fanden: — nicht zu vergessen jene kulturfördernden Veranstaltungen wie die Woche des deutschen Buches und der Tag der deutschen Hausmusik, die wir erst in allerjüngster Zeit aufs neue miterlebt haben.
Wir können diese Betrachtung am dritten Jahrestage der Reichskulturkammer nicht besser abschließen und zusammenfassen als mit den folgenden Sätzen aus der Ansprache ihres Präsidenten am Tage ibrer Errichtung: „Kultur ist höchster Ausdruck der schöpferischen Kräfte eines Volkes. Der Künstler ist ihr begnadeter Sinngeber. Es wäre vermessen, zu alau.ben, daß seine göttliche Mission außerhalb des Volkes vollendet werden könnte. Sie wird für das Volk durchgeführt, und die Kraft, deren er sich dabei bedient, stammt aus dem Volke. Wir haben die schöpferischen Kräfte der Natton wieder freigelegt: sie mögen sich ungehindert entfalten und reiche Früchte ttaoen am Baum eines neuerstandenen Volkstums. Das ist der Sinn der Reichskulturkam-
aufzuhalten, könne man das sogar mit w o h l - wollender Duldung hinnehmen.
„Evening News" schreibt u. a., der Vertrag stelle klar, daß die Welt einem Kampfe zwischen dem Kommunismus und den autoritären Staaten gegenüberstehe, er sei eine Andeutung, daß d i e kapitalistische Demokratie dem Kommunismus nicht gewachsen sei und infolgedessen vor der Zerstörung nur gerettet werden
könne, wenn sich a u to r i t ä r e Kräfte vor den gemeinsamen Feind stellten. Daß der Pakt formell gegen die Komintern gerichtet sei und nicht gegeri Sowjetrußland, solle den Ländern wie Großbritannien, die den Kommunismus nicht gebrau- chen könnten, aber auch keinerlei besonderen Streit mit Sowjetrußland hätten, gestatten, mitzumachen und sich dem kommunisttschen Netz zu entziehen.
Das deutsch-japanische Abkommen findet in aller Welt aufmerksames Echo
Neue Spannungen in Frankreich
Konflikt zwischen Arbeitgebern, Negierung und Gewerkschaften Schwere Ausschreitungen in Paris.
Die Erklärung des Ministerpräsidenten hat in den Kreisen der Arbeiterschaft große Erregung ausgelöst. Es ist möglich, daß die Stellungnahme des Ministerpräsidenten zu den Forderungen der Arbeitgeber, die selbst innerhalb der Volksfront, nämlich bei den Radikalsozialisten, Zu- st i m m u n g finden, einen Konflikt heraufbeschwört, der den Bestand der Volksfront-Regierung gefährden könnte. Der Generalsekretär des marxistischen Gewerkschaftsverbandes C. G. T., Jouhaux, hat bereits mit der Regierung Fühlung genommen. Er hat erklärt, daß die Arbeiterschaft zu äußerstem Widerstand entschlossen sei.
Schon jetzt hat der Konflikt zwischen den Arbeitgebern und der marxistischen Gewerkschaft zu Ausschreitungen geführt. 200 Marxisten haben am Donnerstagabend das Verwaltungsgebäude des Arbeitgeberverbandes in Paris überfallen. Sie rissen das Gitter vor dem Gebäude nieder, drangen in das Haus ein. zerstörten die Einrichtung. schlugen auf vier im Hause arbeitende Elektrotechniker los und brachten ihnen zum Teil schwere Verletzungen bei. Einer der Arbeiter wurde so schwer verletzt, daß er in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Man befürchtet, daß dieser Konflikt zur Proklamierung des Generalstreiks in ganz Frankreich führen könnte.
Der Widerhall in London.
London, 26. Nov. (DNB.) Die Londoner Blätter lehnen fast durchweg das deutsch-japanische Abkommen ab. Die „Times" hüll die Bildung eines deutsch-japanischen ant'.kommunistischcn Blocks für bedauerlich und überflüssig und erklärt, daß England sich sicherlich nicht an dem Abkommen zwischen Deutschland und Japan beteiligen werde. Das Blatt bescheinigt den Sowjets, daß man sie jetzt m i t ihren eigenen Waffen geschlagen habe. „Sowjetrußland hat es sich selbst zu verdanken, wenn es seinen beiden starken Feinden eine so angenehme Interpretation geliefert hat. Sowjetrußland hat sich immer Mühe gegeben, in selbstherrlicher Form jede Verantwortung für die Tätigkeit der Komintern abzulehnen. Jetzt aber ist sie mit ihren eigenen Waffen geschlagen worden. Die Komintern bestehen zumZweck der Revolutionierung der Welt. Ihre Mitglieder und ihre Mittel sind vorwiegend sowjetrussischer Herkunft. Ihre Zentrale liegt in Sowjetrußland und das Haupt der Sowjetunion ist gleichzeitig ein ührendes Mitglied ihres Exekutivausschusses. Die lahmen Entschuldigungen, die die Regierung Stalins so oft vorgebracht hat, wenn ihr unterirdische Wühlarbeit auf dem Gebiete befreundeter Staaten vorgeworfen wurden, sind gewohnheitsmäßige Spitzfindigkeiten gewesen, und Sowjetrußlands Ansehen ist im Auslande durch die plumpen Ausflüchte, zu denen feine Herrscher immer wieder mit ihren Versuchen griffen, eine freundschaftliche Haltung mit feindseligen Pakten in Einklang zu bringen, schwer geschädigt worden."
Der „Daily Telegraph" meint, wenn beide Mächte den Bolschewismus bei sich bekämpfen wollten, so könnten sie vom praktischen Standpunkt aus gemeinsam auch nicht mehr tun als allein. Weder Deutschland noch Japan hätten ernsthaft eine kommunistische Gefahr zu fürchten, denn beide Länder verfügen über Regierungen, die zu handeln verstünden. Wenn aber der neue Vertrag gegen Sowjetrußland nur bedeuten solle, daß seine Herrschaft bei seinen Nachbarn sowohl im Osten wie im Westen nicht beliebt sei, so sei die Veröffentlichung überflüssig. Sowjetrußland müsse sich darüber klar sein, daß jede der großen Nationen sich den Bolschewismus vom Halse zu halten versuche.
Die „M o r n i n g P o st" meint, daß der Vertrag zweifellos die erste diplomatische Frucht des Nürnberger Parteitages sei, obwohl Deutschland nicht den geringsten Grund habe, die kommunistische Drohung zu fürchten. England werde bei aller Verdächtigung des Kommunismus sich nicht in einem Netz fangen lassen, das in erster Linie zur Erreichung der Interessen anderer ausgelegt worden fei. Diejenigen, die glaubten, Deutschland folgen zu müssen, würden damit in keinen Gegensatz zu jenen gebracht, die das nicht täten. Die gemeinsame deutsch-japanische Front gegen den Kommunismus berühre keine der englischen Interessen. Soweit es sich nur darum handele, die kommunistische Durchdringung in Europa und Asien
Guadalajara wurden rote Angriffe auf die vor kurzem eroberten Stellungen der Nationaltruppen zurückgewiesen. An der Madrider Front wurden die gewonnenen Stellungen ausgebaut und teilweise vorgeschoben. Auch hier machten die Bolschewisten Angriffsversuche, die ebenfalls ergebnislos blieben.
Nationale Fliegerstreitkräfte haben in der Nacht zum Donnerstag den Kriegshafen Eartagena mit zahlreichen Bomben belegt. Bei dem Luftangriff, der von 31 großen Bombenflugzeugen aus* geführt wurde, wurden die Oellager und Hafenanlagen durch Bombenabwurf i N Brand gesetzt. Außerdem konnten drei Handelsschiffe, die im Hafen vor Anker lagen, vernichtet werden. Der Luftangriff hat demnach großen Erfolg gehabt.
Oie Sicherheitszone im Hafen von Barcelona.
London, 26. Nov. Wie verlautet, hat Ml spanische Nationalregierung dem brittschen Ersuche»
Paris, 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zwischen dem französischen Arbeitgeberverband und der Volksfront-Regierung wie auch den Gewerkschaften ist ein schwerer Konflikt entstanden, der bereits zu Ausschreitungen in Paris geführt hat. Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten sich vor kurzem in der Frage des Arbeits - Vertrages auf eine Formel geeinigt, die dem von der Regierung empfohlenen Arbeitsrahmenvertrag Rechnung tragen würde. Jetzt haben sich die Arbeitgeber jedoch auf den Standpunkt gestellt, daß die dauernden Streiks und Fabrik- befetzungen gegen die Grundsätze dieses Rahmenabkommens verstoßen.
Eine Abordnung des Arbeilgeberoerbandes hal dem Ministerpräsidenten mifgefeilf, daß die Voraussetzungen für die Durchführung des Rahmenvertrages durch das Verhalten der Arbeitnehmerschaft hinfällig geworden seien. Vlum hat ziemlich ablehnend erklärt: „Meine Herren, ich habe nichts weiter dazu zu sagen: ich werde versuchen, die Folgen Ihres Verhallens nach Möglichkeit abzufchwä- chen!" kurz darauf hat der Ministerpräsident bekannkgegeben, er werde dem nationalen Mrl- jchaftsrat und auch dem Parlament Vorschläge unterbreiten, die auf die obligatorische Einrichtung des Schiedsgerichtsverfahrens bei Streiks hinauslaufen.
Das Journal des Döbats" meint, Frankreich müsse sich außerhalb der deutsch-japanischen Opposition halten, aber sich gleichzeitig auch vor jeder engen Berührung mit den Sowjets hüten. Es fei notwendig, dies nachdrücklich zu erklären, denn es gebe natürlich Leute, die Frankreich jetzt, indem sie das deutsch-japanische Abkommen als Vorwand nähmen, ganz auf die Seite Sowjetrußlands stoßen wollten. Vor allen Dingen müsse man aber danach trachten, den kommunistischen Bazillus, der Frankreich schwäche unö kompromittiere, aus dem in- neren Leben des Landes auszumerzen. Das „O e u v r e" glaubt nicht, daß dos Abkommen für Frankreich eine neue Gefahr schaffe. Der „P e - tit Parisien" schreibt, daß der Gedanke des Kampfes gegen den Kommunismus an sich verständlich fei. Die Form, in der das deutsch-japanische Abkommen ihn roiebergebe, sei jedoch unzulässig. Der „Excelfior" hebt die Ueberraschung der amtlichen Pariser Stellen hervor.
Der „Matin" erklärt u. a.: Der deutsch-japanische Vertrag laufe in keiner Weise irgend einem bestehenden Vertrag zuwider. Er berühre durchaus nicht die !Bö(terbunb5ab« kommen. Deshalb müsse man sich über die Unruhe wundern, die gewisse Länder verraten. Es handele sich jetzt nicht mehr darum, über den Vorteil oder den Nachteil sog. weltanschaulicher Blocks zu streiten. Der Kampf gegen den Kommunismus fei eingeleitet und die Völker seien aufgefordert worden, mit Deutschland und Ja-
Erfolgreicher Lustangriff auf den roten Kriegshafen Cartagena
Schlechtes Wetter hindert die Operationen.
pan zusammenzuarbeiten. Auf dem Achten Sowjetkongreß sei mehrfach zum Ausdruck gekommen, daß die einzig mögliche Hilfe für die Schwierigkeiten, die die Sowjetunion gegenwärtig durchmache, öie Brandstiftung in Europa fei.
„Abwehr nicht Angriff."
Die Meinung in Rom.
Rom, 26. Nov. (DNB.) Das halbamüiche „Gi orn ale d'Italia" sieht das Wesen der Verständigung zwischen Berlin und Tokio darin, daß es sich um eine Verständigung über d i e Abwehr, nicht aber über den Angriff handelt. Man könne zwar verstehen, daß gewisse revo- lutionäre und abenteuerliche Gruppen, die heute in einem großen Teil der europäischen Politik unglücklicherweise immer noch den Ton angäben, gegen diese Verständigung Sturm liefen. Völlig unverständlich aber sei es, wenn jene Parteien und Staatsmänner, die Weltreiche zu vertreten und zu verteidigen hätten, gegen diese bezeichnende Verständigung etwas einwenden wollten. „Die großen Weltteiche haben", so betont das Blatt, „von der kommunistischen Wühlarbeit alles zu verlieren. Italien ist selbstverständlich mit der Entwicklung der anttkommunisttschen Polittk verbunden, da es einmal unter die sowjetrussische Kriegserklärung gegen die faschistischen Staaten fällt und sich der zersetzenden Schäden des Kommunismus für die Kultur Europas und der Welt bewußt ist. „Giornale d'Jtalia" erinnert im übrigen daran, daß am gleichen Tage, an dem die beutfch» japanische Verständigung unterzeichnet wurde, Stalin in der Eröffnungssitzung des 8. Sowjetkongresses von neuem den Kriegsfluch gegen den Faschismus und die Nationen ausgestoßen habe, die polittsch und moralisch sich nach eigenem Gutdünken eingerichtet haben. Zum Schluß verweist das Blatt auf die kommunisttfchen Umtriebe in Frankreich, der Tschechoslowakei und Spanien, wo der Kommunismus die Maske abgeworfen habe und sich wie für eine eigene nationale Sache einfetze, und betont warnend, daß die kommunistische Tätigkeit der foge- nannten Intellektuellen die gefährli chste Form der kommunistifchen Wühlarbeit sei: „Wehe den Nattonen, die dieser Arbett nicht rechtzeittg steuern!"
Paris, 26. Nov. (DNB.) Außenminister Del - b o 5 äußerte sich vor dem französischen Ministerrat mit lebhafter Befriedigung über den Beschluß der Sowjetregierung, den Ingenieur S t i ck l i n g zu begnadigen. Die Regierung hoffe, daß diese Maßnahme zur Entspannung zwischen Berlin und Moskau beitragen werde. Leider könne der deutsch-japanische Vertrag, so erklärte Delbos abschließend, nicht als geeignetes Element zur Schaffung einer günstigen Atmosphäre gelten. Dieses eindeutig aus weltanschaulichen Grundsätzen aufgebaute Abkommen trage dem Kreuzzugsgeist Rechnung, den Frankreich ablehne, da es die allzu vielen wirklichen Konsliksursachen nicht noch durch mehr oder weniger konstrukttve Konslikselemente vermehren möchte.
Gegen die boWewisiische Gottlosigkeit.
Ausländsdeutsche evangelische Kirchen rufen zürn Kampf gegen denBolschewismus.
W i e n , 26. Nov. (DNB.) Die Vertreter der deutschen evangelischen Kirchen in Oesterreich, Bulgarien, Jugoslawien, Böhmen und Mähren-Schlesien waren am 24. und 25. November in Wien versammelt, um über gemeinsame kirchliche Angelegenheiten zu beraten. Sie faßten im Anschluß an ein Referat von Bischof Glondys aus Hermannstadt über die verhängnisvollen Auswirkungen des sowjetrussischen Bolschewismus einmütig eine Entschließung, die in folgenden Sätzen gipfelt:
„In vollem Bewußttein der den evangelischen Kirchen obliegenden Pflichten stellen wir uns ent= schloffen auf d i e Seite der gegen d i e dolfchewistifche Gottlosigkeit ringenden Kräfte. Wir sind gewiß, daß das evangelische Christentum berufen ist, an diefem Kampf entscheidend mitzuwirken, indem es durch Weckung der Ehrfurcht vor Gott die inneren Voraussetzungen für jene wahre Gemeinschaft verwirklichen hilft, die den Dien st am Ganzen über den Eigennutz des einzelnen stellt. Als Leiter deutscher evangelischer Kirchen wissen wir uns mit den auf solche Ziele gerichteten Bestrebungen im deutschen Volk aufseng st e verbunden und rufen alle verantwortungsbewußten evangelischen Christen zur tätigen Teilnahme an solchem Ringen auf."
deutschen Kunst und bet deutschen Künstler; er wählte sich die Männer aus, die mit ihm zusammen das neugeschasfene Werk im Geiste des Führers zu verwalten haben: zunächst die Präsidenten der sieben Einzelkammern — Generalmusikdirektor Dr. Raabe (Musik); Professor Adolf Ziegler (bildende Künste): Ministerialrat Dr. Rainer Schlösser (Theater); Staatsrat Hanns Johst (Schrifttum); Max Amann (Presse); Ministerialrat D r e ß l e r (Rundfunk) und Staatsminister Profefsor Dr. Lehn ich (Film). Jeder Einzelkammer ist überdies ein Präsidialrat beigegeben, dem außer dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und dem Geschäftsführer namhafte Kammermitglieder, bewährte und ausgezeichnete Vertreter des künsllerischen Lebens angehören. Es wurden ferner ernannt die Reichskulturwalter und die Landeskulturwalter, in denen die Reichskulturkammer in jedem der 31 politischen Gaue einen Vertreter besitzt, der stets zugleich der Landesstellenleiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda ist. Diese Anordnung entspricht sinnvoll der im Reichskulturkammergesetz festgeleg- ten Personalunion: der Neichsminister für Dolks- aufklärung und Propaganda ist zugleich Präsident der Reichskulturkammer. Nur durch einen so planvoll gegliederten und durchorganisierten Aufbau des großen Gesamtwertes war es möglich, die produk- ttve, vielfältig sehensreich sich auswirkende Kulturarbeit zu leisten, die mir erst jetzt, drei Jahre nach der Gründung, im vollen Umjang zu übersetzen, abzuschätzen und zu würdigen vermögen.
Was Dr. Goebbels in feiner Rede bei der Errichtung der Kulturkammer angekündigt hatte, erleben und besitzen wir heute als schönste Erfüllung. Wer unser heutiges kulturelles Leben auf allen Gebieten mit der Verwilderung der kulturellen Zustände vor dem Jahre 1933 vergleicht, kann die Arbeit ermessen, die in den hinter uns liegenden drei Jahren geleistet morden ist. Das deutsche Kulturleben ist heute von allen fremden, zerstörenden Einflüssen und Kräften gereinigt. Kunst und Künstler sind heute planmäßig und sinnvoll als wesent- licher Bestandteil in das Leben des Volkes und in den Aufbau der Nation eingeordnet. Im Reichs- fulturfenat, der bereits bei der Gründung der Reichskulturkammer vorgesehen war als ein Beirat, in den hervorragende, um Volk und Kultur verdiente Persönlichkeiten berufen wurden, wurde nach den Worten von Dr. Goebbels der Repräsentant des zeitgenössischen Kunst- und Kulturgewissens der Natton geschaffen. Vor einem Jahre, am 16. November 1935, ist der Reichskultursenat zu seiner ersten Sitzung zusammengetteten. „Der Senat braucht", wie Staatssekretär Funk in seiner Rede während der ersten Arbeitstagung im Thronsaal des Propagandaministeriums betonte, „für seine Sitzungen keine Oeffentlichkeit. Dagegen soll jeder offen und freimütig feine Meinung sagen und auch die Ansicht der anderen hören und schätzen lernen." Repräsentiert der Kultursenat fo das geistige und kulturelle Gewissen der Nation, so roar in der NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" die großzügige, umfassende und unentbehrliche Mittlerin zwischen Kunst und Volk, zwischen der Kulturkammer als der ständischen Zusammenfassung und Vertretung aller künstlerisch schöpferischen Menschen, und der Deutschen Arbeitsfront als der Zusammenfassung der Arbeiter der Faust geschaffen morden.
Am 15. November vorigen Jahres konnte Reichsminister Dr. Goebbels in einer Ansprache auf der zmeiten Jahrestagung der Kulturkammer in der Berliner Philharmonie den Abschluß des organisatorischen Aufbaus der Reichskulturkammer verkünden: die Kammer ist nunmehr judenrein, und ihre eigentliche kulturelle und soziale Arbeit kann in verstärktem Maße, mit breitem Einsatz aller verfügbaren Kräfte in Angriff genommen merben. Am gleichen Tage mürbe auch ber Kultursenat berufen, von besten Zusammensetzung unb Aufgabenbereich bereits bie Rede mar. Heute liegt nun mieber ein Jahr fruchtbarster kultureller unb sozialer Arbeit ber Kulturkammer hinter uns. Wenn mir heute zurückschauen, so ist zu sagen, daß in diesem Zeitraum — ganz abgesehen von den großen Summen, die für die Kunstpflege, für staatliche Aufträge, für die Stellung künstlerischer Aufgaben großen Stiles unb zur Förberung bes jungen Nachwuchses flüssig gemacht unb ausgegeben wurden — vor allen Dingen bie dem Präfibenten ber Gesamtkammer besonders am Herzen liegenden sozialen Aufgaben tatkräftig in Angriff genommen würben.
Es ist da in erster Linie der Errichtung einer Spende „K ü n st l e rd a n k" durch Reichsminister Dr. Goebbels aus Anlaß des zehnjährigen Jubiläums des Gaues Groß-Berlin zu gedenken. In der von Dr. Goebbels verlesenen Stiftungsurkunde heißt es u. a.: „Bis zur Durchführung der von mir vorbereiteten Neuordnung ber sozialen Fürsorge für die deutschen Künstler, insbesondere der geplanten, allgemeinen Altersversorgung, stelle ich am heutigen Tage eine Spende „Künstlerdank" im Betrag von zwei Millionen Reichsmark zur Verfügung. Es ift_ mein Wunsch, daß durch diese Spende der drückendsten Not der schaffenden deutschen Künstler nach Möglichkeit gesteuert wird. Diese Spende wird im Laufe eines Jahres vom heutigen Tage ab, unb zwar unter ber verantwortlichen Mitwirkung ber Kunstschafsenben selbst ausgeschüttet werden." Hervorzuheben ist ferner die erst kürzlich verkündete Neuordnung der sozialen Fürsorge für bie deutschen Schauspieler, insbesondere die Inangriffnahme einer ausreichenden Altersversorgung; auch an die soziale Staffelung ber Beiträge in ber Kunstkammer unb beim Reichsverbanb ber Deutschen Presse sei in biesem Zusammenhang erinnert. An solchen praktischen Verwirklichungen der dem Nationalsozialismus zugrunbe liegenben Ideen wird und muß der deutsche Kunstschäffenbe am deutlichsten und persönlichsten empfinden, daß der heutige Staat sich in der Tat um ihn, um seine Arbeit und sein Wohlergehen kümmert unb für ihn sorgt.
„Keine Zeit kann sich", nach einem Wort des Führers, ,cherausnehmen, von der Verpflichtung ber Kunstpflege entbunden zu sein. Sie würde im anderen Falle nicht nur bie Fähigkeit des Kunstschaffens, sondern auch die des Kunstverstehens unb Kunsterlebens verlieren." In solchem Sinne wurden die großen kulturpolitschen Aktionen ber letzten Zeit verstanden unb von der Kultur- kammer und ihren Untergliederungen ins Werk gesetzt. Neben der materiellen unb geistigen hreuung unb Leitung des deutschen Kunstschaffenden ergeben sich ihr eine Fülle großer unb für die Nation bedeutsamer Aufgaben, die sich alle in dem einen Ziele begegnen, ein möglichst natürliches, möglichst enges und möglichst herzliches Verhältnis zwi- fchen unserer Kultur im weitesten und allgemeinsten Sinne und unserem Volke in feiner Gesamtheit herzustellen. Es ist schon bei früheren Anlässen davon die Rede gewesen, was auf diesem Gebiet mit ber Pflege unserer künstlerischen Tradition unb mit der Wiedergutmachung manchen Unrechtes an großen Persönlichkeiten ber Vergangenheit geleistet
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