Ausgabe 
27.11.1936
 
Einzelbild herunterladen

Zreitag, 27. November 1956

Hr.278 Erstes Blatt

186. Jahrgang

h.p;

das

In

er-

Zweck der Marktordnung

III

Bad-Nau!

//

Nr. 2145/4J

klang von Körper, Geist und Seele. Auch bei wissensmäßigen Schulung müsse jedes Wort

i diese Wasr ] im bekannt»

der auf

r wird der iner 'Nasch- spart Arbeit das schwere Wäsche üb?7

wir betraten j ir unsere

Die Reichskulturkammer steht über den überlebten Begriffen modern und reak­tionär. Ihre Arbeit soll ebenso abhold sein dem modern erscheinenden Groh- mannstum, hinter dem sich künstlerisches Richtskönnen verbirgt, wie sie abhold ist dem reaktionären Rückschritt, der der Ju­gend und ihren gesunden Kräften den Weg verbauen will. Deutsche Kunst braucht fri­sches Blut. Wir leben in einer jungen Zeit, ihre Träger sind jung, die Ideen, die sie erfüllen, sind jung ... Auch der Künstler, der dieser Zeit Ausdruck geben will, mutz jung empfinden und neu gestalten. Nichts wäre irrtümlicher, als wenn die Gründung der Reichskulturkammer, die der Entwick­lung und nicht dem Stillstand dienen soll, so verstanden würde, als wäre damit dem Banausentum die Bahn frei gemacht und der Jugend der Weg nach oben versperrt.

Dr. Goebbels.

standesmäßigen Waffen gegen seine Unsicherheit liefern könne. Daneben mässe unser gesamtes Leben mit einem der bäuerlichen Grundhaltung ent­sprechenden Lebensstil durchdrungen werden. Die lebensvolle Persönlichkeit, die allein zur Führung und Lehre berufen sei, entstehe erst aus dem Drei-

Reichsarbeitstagung der Reichsbetriebsgemeinschaft Druck.

DieReichsbetriebsgemeinschaftDruck trat in Leipzig zu einer Reichsarbeitstagung zu­sammen. Ueber 700 Betriebssichrer, Vertrauens­männer, Amtswalter und Gefolgschaftsmitglieder nahmen an der Tagung teil. Den Auftakt bildete ein Fackelzug der Leipziger Jugend. Etwa 1200 ju­gendliche Fackelträger zogen nach einer Ansprache des Gaubetriebsgemeinschaftsleiters Henke zum Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Goerdeler wies in seinem Willkommensgruß darauf hin, daß Leip­zig aufs engste mit dem graphischen Gewerbe ver­bunden sei. Mit Familienangehörigen stehe der sie­bente Teil der Einwohnerschaft mit dem graphischen Gewerbe in Verbindung. Reichsbetriebsgemein­schaftsleiter Ebenboeck (Berlin) erklärte, die Tagung werde ein Markstein in der Geschichte des gesamten deutschen Gewerbes sein.

I*«l> Qu |M.

des eichs-

Berlin, 26. Nov. (DRV.) Für die gemein­same Jahreslagung der Reichskul­lurkammer und der Deutschen Arbeitsfront 7l S G.Kraft durch Freude" in der Phil­harmonie am Freitag, dem 27. November 1936. 12 Uhr, ist folgende F e st f o l g e vorgesehen:

An die großen Toten, von Wilhelm B er* g e r. Für gemischten Chor und Orchester. Bruno Kittelscher Chor. Berliner Philharmonisches Or­chester unter Leitung von Prof. Bruno Kittel.

Worte ausGöh von Bertichingen" von 3. Wolfgang von Goethe. Gesprochen von Heinrich George.

Beherzigung, Lied von Hugo Wolf. Or­chesterinstrumentation Arno R e n t s ch, Kammer­sänger Rudolf Bockelmann, Berliner Philhar­monisches Orchester, unter Leitung von General­musikdirektor Prof. Dr. Peter Raabe.

Ansprache des Leiters der Deutschen Arbeits­front, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley.

Konzert A-dur für Orgel und Orchester, von G. Friedrich Händel. Einleitung und Ersten Sah. Orgel Prof. Fritz h e i l m a n n. Berliner Philharmonisches Orchester unter Leitung von Ge­neralmusikmeister Raabe.

Ansprache des Präsidenten der Reichskultur­kammer, Reichsminister Dr. Goebbels.

Gebet der Jugend, von herm. Zitcher. Für gemischten Ehor, Knabenchor, Sopransolo und Orchester. Bruno Kittelscher Ehor. Knabenchor des hohenzollerngymnasiums. Sopransolo T. B r i e nt Berliner Philharm. Orchester, unter Leitung von Prof. Bruno Kittel.

Die Veranstaltung in der Philharmonie wird in der Zeit von 12 Ahr bis 13.45 Ahr von allen deutschen Sendern und vom Deutschen Kurz­wellensender übertragen.

Festaufführung im DeutschenOpern- haus am Freitag, dem 27. November 1936, 19.30 Ahr,Der Fliegende Holländer", Ro­mantische Oper in drei Akten, von Rich. Wagner. Musikalische Leitung Arthur R o t h e r, Inszenie­rung Wilhelm Rode, Bühnenbilder und Kostüme Paul h a f e r u n g. Mitwirkende: Wilhelm Rade, Berta Stehler, Luise Willer, Eyvind La­tz o l m, Wilh. S ch i r p, Günther Treptow, Chöre: h. Lüddecke; Technische Leitung: Kurt h e m m e r l i n g.

Goslar, 26. Roo. (DRV.) Anläßlich IV. Reichsbauerntages in Goslar richtete der %

Lahrestagung der Reichskulturkammer.

Oie Festfolge für die gemeinsamen Veranstaltungen mit der NG.-Gemeinschast Krast durch Freude".

praktische Leben ausgerichtet sein.

Des Führers Gruß an das deutsche Landvolk

Oie Haupttagung des Reichsbauernrats

Wirtschaftliche und kulturelle Aufbauarbeit des Reichsnährstands.

preiswert, deshalb zu

Oie Last des Lebens erleichtert!

NSG. Reichsstatthalter, (Bauleiter Sprenger beglückwünscht die NS. - GemeinschaftKraft durch Freude", Gau Hessen-Nassau, zum drit­ten Jahrestag mit folgenden Worten:

Kurz nach der Machtübernahme durch Adolf Hit­ler schuf unsere siegreiche Bewegung die National­sozialistische GemeinschaftKraft durch Freude". Sie gab damit ihrem unerschütterlichen Willen Ausdruck, Schluß zu machen mit einer Auf­fassung, die nur die Last des Lebens und feine Schattenseiten faf). In den 3 Jahren ihres Bestehens hat die NS.-GerneinschaftKraft durch Freude" ein umfangreiches Programm durch­geführt. Sie gestaltete die Arbeit schöner, sorgte für wahre Bildungsmöglichkeiten, gab dem Feier­abend des schaffenden Menschen Inhalt, kräftigte durch Sport und Wandern unser Volk in breiter Front und erschloß die Heimat und die Schönheiten der Welt denjenigen, die früher an die Enge ihres Wohnsitzes gebunden waren. In stolzer Freude blicken wir auf unser Werk, das in der kurzen Zeit von 3 Jahren schon so reiche Früchte getragen hat. Ich weiß mich eins mit den Männern und Frauen in den Fabriken und sonstigen Arbeitsstätten an Rhein und Main, wenn ich der NS.-GerneinschaftKraft durch Freude" zur Wie­derkehr des Tages ihrer Gründung ein erfolg­reiches weiteres Wirken wünsche.

e Woche j Ubr iti bei <5 n Friedhofs« )»19-34. ,|

Dann nahm der Reichshauptabteilungsleiter Dr. Korte das Wort zum Arbeitsbericht über

diesen Tagen begeht die Reichskultur* kammer ihr dreijähriges Bestehen. Am

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

iüsielshetz

&) Wie bete -chatt q K-n,Cchch, Werkstatt B- ltung feftgi. r wieder y ' wie wir

emeBra.; werden toniu

: GS rden dort^

Erscheint rügitch. nutzer ä Annahme von Anzeige»

Sonntags und Feiertags V pH für öte Mittagsnummer

x« SS: H a A OO> A ** MK « AA^^ A-M 6is8,,-Uhr^"7

KW G ivnviicr anjeiger SS infolge höherer Gew-I. V Stellen-, Verein-., gemein-

WZM General-Anzeiger für Oberhefsen BsSs

Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf.

Zranifurt am Main 116.>6 vrnck uttö Verlag: vrühl'sche Unwerfitats Such- und Stctnöniderci R. Lange in Gießen. Zchriftiettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8

Was er erstrebte, war nur, daß unsere Hochschulen wieder ein deutsches Gesicht erhielten. Geist und Wissenschaft eines Volkes wüchsen empor aus der Weltanschauung, die in diesem Volke leben­dig sei. Heute müsse auch die Wissenschaft am Bauerntum sich nicht nur ausrichten, sondern sie könne sogar durch dasselbe gesunden und erstarken. Es gelte, die Wurzel des Geistes wieder in den Boden des Volkes hineinzusenken. Rur so könne wieder die Wissenschaft echter Ausdruck kulturellen Schaffens des Volkes fein. Denn Kultur fei Einheit des Blutes und Empfindens, und sie gehe hervor wie Darre sageaus dem geruhsamen Wachsen bodenverwurzelten Schöpfertums. Die Richtung unserer wissenschaftlichen Arbeit dürfe nicht vom Volk weg, sondern müsse zum Volke hinführen, der Le­benssinn der Wissenschaft erfülle sich im Dienst am Volk.

Der kommissarische Stabshauptabteilungsleiter im Reichsnährstand Dr. Kinkelin sprach über Bauernglaube als Ah neuer b e". Der Bauernglaube sei für ein bäuerlich bestimmtes Volk der Grundstock der Gesamtglaubenshaltung. Ein Glaube ohne Erlebnis sei tot. Aus dem Gesetz, das dem Blut innewohne, erlebe der Bauer das Gött- licke als den Inbegriff aller Ordnung oder umge­kehrt: Erlebe er die Ordnung als das Wissen des Göttlichen. Aus diesem Erlebnis der göttlichen Ord­nung würden dem Bauern seine eigenen mensch­lichen Ordnungen, die er dasRecht" nenne. In allen alten Bauernrechten finde man diesen Ur­sprung des Rechts lebendig in dem Ausdruck vom göttlichen Recht" oder in dem SatzGott ist das Recht". Das Odal sei geweihter Boden und heiliges Land. Bauernglaube sei kein Aberglaube. Er wisse, daß er nur ernten könne, was er gesät habe, er wisse, daß seine Bitte um eine Gabe gepaart sein müsse mit dem Entschluß, nicht auf ein sogenanntes Wunder zu warten, sondern die Arme zu regen. Es sei für ihn selbstverständlich, daß nur der Dienst am Boden, der Dienst am Blute, das heißt der Dienst am Volke schlechthin der wahre Dienst am Göttlichen sei.

Stabshauptabteilungsleiter Motz sprach über die Führererziehung. Das neue Führertum müsse be­stimmt sein aus dem Blut heraus. Das fei eine Frage der Auslese. Wo auch ein Führer stehen möge, er müsse mit der gefühlsmäßig richtigen Einstellung ein solides Wissen verbinden, mit dem er dem etwa weltanschaulich Schwankenden die ver-

Hauptabteilungsleiter H a i d n umriß die Aufgabe, Vas Reichserbhofgesetz nicht nur paragraphen­mäßig anzuwenden, sondern in den Herzen und Hirnen des Landvolkes zu verankern, vor allem bei iiier Jugend und den Frauen. Weitere Aufgaben leien die Stärkung des Sippenbewußtseins und die oziale Betreuung der Menschen. Er wandte sich gegen den reinen Bargeldlohn der Landwirtschaft. In den letzten drei Jahren l>abe sich das Einkommen des ledigen Land­arbeiters um 40 bis 50 v. H. gehoben, während es rür den verheirateten Landarbeiter um rund 15 bis 25 v. H. gestiegen fei. Haidn kam weiter auf das '«hr wichtige Aufgabengebiet des sozialen und kul- Arellen Lebens auf dem Dorfe, die Wohnungsfragen, ;u sprechen. Dem Werkwohnungsbau komme e ine besondere Bedeutung zu. Bisher seien rund $0000 Wohnungen instandgesetzt und Über 10 000 neue Werkswohnungen gebaut worden.

Erfolge der Erzeugungsschlacht.

Reichshauptabteilungsleiter II Dr. Brummen- ittum sprach überUnsere ArbeitamHo f". Die Arbeit erscheine umso schwieriger, weil das deutsche Volk heute bei annähernd gleicher Bevölkerungs- - ahl von einer um 15 v. H. kleineren Flache als >or dem Kriege ernährt werden müsse, und weil der Mehrverbrauch von sechs Millionen Arbeitslosen, die wieder voll in den Ernährungs- Prozeß eingeschaltet wurden, aus eigener Scholle beschaffen werden müsse. Die Nahrungs - und sutter mitte lein fuhr von drei Milliarden Nark in Durchschnitt der Jahre 1929 bis 1932 sei uf 1,25 Milliarden Mark 1933 bis 1936 gesun­ken. Schon in dieser Zahl zeige sich der Erfolg er Erzeugungsschlacht. Die Erträge aller Acker- «üchte in Deutschland hätten sich im Laufe von 0 Jahren fast verdoppelt. Durch Aufiütteln aller Rückständigen werde sich eine weitere und schnellere Ertragssteigerung als bisher erzwingen lassen. Wie weitgehend der Bauer bereit gewesen fei, an der Srzeugungsschlacht mitzuarbeiten, zeige sich vor uUem darin, daß seit 1933 die Verwendung i on Stick st offdüngemitteln um 37,4 i. H., von Phosphorsäure um 58 v. H., von £ a I i um 53 v. H. und von K a l k um 74 v. H. ge­legen sei. Auf dem 6 a a t g u t g e b t e t e seien swoße Erfolge zu verzeichnen. Allein beim Ge­treide habe 'die Hochzuchtanbaufläche eine Steige- c-erung von 13 000 auf 60 000 Hektar aufzuweisen, kur Herabsetzung der großen Verluste bei den Kar­toffeln seien rund 2000 Dämpfkolonnen mit einer - agesleiftung von rund 1,5 Millionen Doppelzent­ner zur Verfügung gestellt.

Der Obmann des Forschungsdienstes (Reichsar- Izeitsgemeinschaften der Landbauwissenschaft) Prof, ^r. Conrad Meyer, stellte u. a. fest: der National- lozialismus sei alles andere als wissenschaftsfeindlich.

,9'Web 5,i 'ebtsunju ]erü xlunge [ und mußte 3 gebracht w

22. September 1933 wurde das Reichskulturkammer- aesetz durch die Reichsregierung verabschiedet; es folgte unmittelbar darauf die Veröffentlichung der amtlichen Begründung dazu, wenig später erschienen die beiden Durchführungsverordnungen zu diesem Gesetz, und am 15. November 1933 wurde die Neichskulturkammer durch Reichsminister Dr. Goebbels in Anwesenheit des Führers in der Berliner Philharmonie feierlich errichtet. Dr. Goebbels entwickelte in feiner programmatifchen Eröffnungsrede eingehend den Sinn und die Auf­gaben der neugeschaffenen Kammer, berief Staats­sekretär Funk zum Vizepräsidenten und ernannte die Präsidenten und Präsidialräte der sieben Einzel* kammern für Musik, bildende Kunst, Theater, Schrifttum, Presse, Rundfunk und Film. Was mit der Errichtung der Reichskulturkammer geschaffen wurde, war damals in feiner ganzen Bedeutung und eminenten Tragweite noch nicht zu übersehen und abzuschätzen. Heute, am dritten Jahrestage ihrer Gründung wissen wir, was mit der Reichskultur* kammer geschaffen wurde: eine einzigartige Orga­nisation, in deren Obhut und unter deren Führung das gesamte kulturell schöpferische Leben unseres Volkes sich entwickelt, blüht und gedeiht. Es wurde in Deutschland vor drei Jahren ein Werk geschaffen, welches in großzügiger Weise dem Gesamtaufbau­plan der nationalsozialistischen Regierung entsprach und sich einordnete; es wurde in Angriff genom­men die restlose Zusammenfassung aller schöpfe­rischen Kräfte im kulturellen Raum unseres Volkes zu einer straffen, wohlgegliederten, leicht überseh­baren Einheit und Gesamtheit. Es wurde damit zum ersten Male in der Geschichte überhaupt eine klare und gesetzlich festgelegte Form der Verbun­denheit von Staat und Kultur gefunden; zum ersten Male hatte hier ein Staat seinem Willen Ausdruck gegeben, künsllerische Betätigung irgend­welcher Art in seinen Grenzen fortan nicht mehr als eine mehr oder minder zufälliae Erscheinung, jedenfalls als eine Privatangelegenheit des einzel­nen Künstlers gelten zu lassen. Ein Staat, welcher als ein Grundprinzip erkannt und verkündet hatte, daß alle echte und große Kunst vom Volke ausgeht und auch dem Volke dienen muß, wenn anders sie Daseinsberechtigung haben soll, ein solcher Staat mußte konsequenterweise auch die äußere und in­nere Form finden, in der solche Gedanken sich ver­wirklichen ließen. Diese Form wurde in der Organi­sation des Kulturkammerwerkes gefunden. Mit der Errichtung und dem Ausbau der Reichskulturkam­mer in allen ihren Untergliederungen wurde in der Tat das eigentliche, von Anfang an erstrebte Ziel erreicht: Eingliederung auch des gesamten künst­lerischen Schaffens in die große und untrennbare Schicksalsgemeinschaft von Volk und Staat.

Wie völlig neu und einzigartig der zugrunde­liegende Gedanke und die Ausführung der Idee war, geht daraus hervor, daß es nirgendwo in der Welt eine Parallele, geschweige denn ein Vorbild gibt für eine Einrichtung, wie sie mit der Kultur­kammer geschaffen wurde. Nirgendwo im Ausland gibt es eine staatliche Betreuung der Kunst und des Künstlers in einer auch nur annähernd ähn­lichen oder vergleichbaren Form. Es ist also, das dürfen wir heute feststellen, vor drei Jahren in Deutschland etwas Einzigartiges geschaffen wor­den ein Werk ohne Vorbild und ohne Vergleich, geschaffen von den Männern, die der Führer mit dieser grundlegend wichtigen und für die gesamte Nation bedeutsamen Aufgabe betraut hatte. An ihrer Spitze stand und steht Reichsminister Dr. Goeb­bels als der großzügige, temperamentvolle, an­regende und die Richtung weifende Führer, als Vater und Mäzen, als Förderer und Betteuer der

. Hause ynfcre Arbeit am Menschen

Gießen 1 "

Drei Jahre Reichskulturkammer

Die größten kulturellen Leistungen der Menschheit verdanken ihren Auftrag, ihren Antrieb und ihre Erfüllung immer nur jenem autoritären Willen, der die mensch­lichen Gemeinschaften geschaffen und geführt hat. Der autoritäre Wille ist zu allen Zeiten der größte Auftraggeber für die Kunst ge­wesen."

Adolf Hitler, aus der Kulturrede auf dem Parteitag 1936.

, ii.,-b Ä fgSSM M

&e^|

<ie|nd

[ein Gebiet:Unsere Arbeit am Markt". Insgesamt seien 5 Millionen Erzeuger, 650000 Verteiler und 320 000 B e - und Verar­beiterbetriebe, zusammen also etwa 6 Mil­lionen felbftänfcige Existenzen für die Marktord­nung organisatorisch im Reichsnährstand erfaßt. Die Marktordnung wolle die Voraussetzungen für eine steigende und sichere Erzeugung schaffen. Dies werde am besten durch ein festes Preisgefüge und einen sicheren Absatz erreicht. Die Be­trachtung des gesamten Preisgefüges zeige, daß die Preise der Verbrauchsaüter des Bauern rmmer noch um 28 v. H. Über dem Preisstand von 1913 lägen, während der Bauer für feine Ver - kaufserzeugniffe im Wirtschaftsjahr 1935/36 nur 1 v. H. mehr als im letzten Dorkriegsjahre be­kommen habe. Der Stand der ^Betriebsmittel preise und Arbeitslöhne des landwirtschaft­lichen Betriebes dürfte insgesamt immer noch gut im 10 o. H. über dem Stand der letzten Vorkriegs- ohre liegen. Gleichberechtigt neben dem Erzeuger- >chutz stehe der Verbraucherschutz als das andere große Ziel der Marktordnung. Ein absolut tarres und unabänderliches Preisgefüge liege nicht m Sinne der Marktordnung, da eine lebendige Ordnung auch eine lebendige Anpassung an die Ztotwenoigkeit des Lebens fordere. Das dritte Ziel ;.ei die Ordnung der Warenbewegung mit Hilfe des Marktausgleiches und der Markt- iberwachung.

bauernführer R. Walter Darre an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm:

Das Führerkorps des Reichsnähr­standes ist zum IV. Reichsbauerntag in der Reichs- bauernftabt zusammengetreten, um vor dem deut­schen Volk Rechenschaft abzulegen über das zweite Jahr der landwirtschaftlichen Erzeugungs­schlacht und um Richtlinien entgegenzu­nehmen für den verstärkten Einsatz des Bauern­tums im Rahmen des Vierjahresplanes. Hinter sei­nem treuen Führer als seinen alten Gefolgsleuten, mein Führer, steht das deutsche Landvolk straff in Reih und Glied, bereit zu jedem Einsatz, den Sie befehlen. Wir grüßen Sie, mein Führer, in gläubigem Vertrauen zu Ihnen und Ihrem gro­ßen Werk. Gez. R. W. D a r r 6,

Reichsbauernführer."

Der Führer hat daraufhin dem Reichsbauern­führer geantwortet:Für das Bekenntnis der Treue und Gefolgschaft, das Sie mir im Namen der zum IV. Reichsbauerntag versammelten deutschen Bau­ernführer ausgesprochen haben, sage ich Ihnen aufrichtigen Dank. Mein Gruß gilt dem ganzen deutschen Landvolk, das Wissen und Können aufs äußerste anspannt im Kampf um das hochgesteckte Ziel deutscher Nahrungsfieiheit. Kraftvoll führt feit Jahrhunderten die Faust des deutschen Bauern in Frieden den Pflug, in Not und Gefahr das Schwert zum Schutz deut­schen Blutes, für die Freiheit deutschen Bodens. Daß unter Ihrer Führung, Pg. Darre, das deutsche Landvolk jede, auch die schwer st e Ausgabe lösen wird, ist meine feste Zuversicht.. Ihr

gez. Adolf Hitler."

Goslar, 26. Nov. (DNB.) Am Donnerstagfrüh wurde in der Stadthalle von Goslar die erste Sjaupttagung des Reichsbauernrates, die mit der Erstattung größerer Rechenschaftsbe­richte über die Arbeit des Reichsnährstandes und mit grundsätzlichen Vorträgen ausgefüllt ist, er­öffnet. Der Sprecher des Reichsbauernrates, Mini­sterpräsident a. D. Granzow, konnte dabei neben den Vertretern der Wehrmacht, des Staates und der Partei zahlreiche ausländische Lauernabordnungen begrüßen, und zwar aus Argentinien, Belgien, Dänemark, Danzig, Eng­land, Estland, Island, Italien, Japan, Jugoslawien, Lettland, Norwegen, Oesterreich, Polen, Südafrika, Schweden, aus der Schweiz, aus der Tschecho­slowakei und aus Ungarn. Besonderen Beifall hielten die Vertreter Japans und Oesterreichs.

|I.1Mil d'° Sieb,,.

"'m

rte auf |/'l bek9e|d)(eüv. > b »urb,. ntenfiaus