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entsprochen und hn Hafen von Barcelona die gewünschte Sicherheitszone zur Verfügung gestellt. Die Sicherheitszone ist der britischen Regierung auf dem Wege über die Admiralität mitgeteilt worden. Der Konteradmiral, der das III. britische Kreuzer- aeschwader vor Palma kommandiert, hat an Bord des Kreuzers „Arethufa" eine funkentelegraphische Mitteilung des Militärgouverneurs von Mallorca erhalten. Die Sicherheitszone ist zwischen dem Lande und der offenen See südlich einer Linie, die von Osten nach Westen verläuft, etwa drei bis vier Meilen südlich des Leuchtturmes auf dem Wellenbrecher von Barcelona.
Bolschewistendampfer unter englischer Flagge.
Salamanca, 27 Rov. (DNB. Funkspruch.) Nach Meldung des nationalen Rundfunks hat die spanische National-Regierung Beweise in den Händen, daß die Transportschiffe der spanischen Bolschewisten die englische Flagge hissen, um die nationalen Kriegsschiffe zu täuschen. So konnte beobachtet werden, daß ein Handelsdampfer der Bolschewisten, der von Marseille mit einer Waffenladung nach Barcelona fuhr, die englische Flagge führte. Ein anderes Transportschiff der Roten passierte unter englischer Flagge die Meerenge von Gibraltar und lief dann einen Hafen an der katabrischen Küste an, der sich in den Händen der Bolschewisten befindet.
Neuer japanisch-sowjetmssischer Grenzzwischenfall.
Tokio, 26. Rov. (Ostasiendienst de/ DRB.) Die Agentur Domei meldet, daß bei einem Zusammenstoß bei Suifenho an der Ostgrenze von Mandschukuo japanische Truppen zehn Tote und sieben Schwerverletzte zu beklagen hätten. Acht Japaner würden noch vermißt. Dieser Grenzzwischenfall sei der größte und schwer st e der letzten Zeit. Roch kein Grenzzwischenfall habe so viele Opfer gefordert. Die Hsingking-Regierung und die Kwantung-Armee seien über diese neue provokatorische Sowjetaktion empört. Gleichzeitig wird gemeldet, daß Moskau unter Verdrehung der Tatsachen bei dem japanischen Geschäftsträger wegen der Grenzverletzung und der Beschießung sowjetrussischer Grenzwachen p r o t e st i e r t und eine Bestrafung der Schuldigen gefordert habe.
Der ungarische Gtaaisbesuch in ÖRom.
Flottenschau vor dem Reichsverweser.
Neapel, 26. Nov. (DNB.) Bei schönem Herbstwetter fand im Golf von Neapel die große Flottenschau zu Ehren des ungarischen Reichsverwesers von Hort^hy statt, an der 125 Einheiten der italienischen Kriegsmarine mit über 20 000 Mann Besatzung teilnahmen. Der Duce traf in selbstgesteuertem Wasserflugzeug im Hafen von Neapel ein. Eine Stunde später brachte der Hofzug den König von Italien und Kaiser von Aethiopien und den ungarischen Reichsverweser nach Neapel. Der Herrscher und sein Gast begaben sich an Bord des Admiralsschiffes „Zara". Die Gemahlin des Reichsverwesers und die italienische Kronprinzessin gingen an Bord des Kreuzers „Aurora", während zahlreiche Ehrengäste, darunter auch das deutsche Botschafterpaar der Flottenschau an Bord des Riesendampfers „Rex" beiwohnten. Auf der Höhe der Insel Capri begann dann die Parade.
Die Trinksprüche, die gegen Ende der Flottenparade bei einem Frühstück auf dem Admiralsschiff „Zara" zwischen dem Reichsverweser und dem König und Kaiser Viktor Emmanuel gewechselt wurden, standen ganz unter dem starken Eindruck, den das Flottenschauspiel auf den Reichsoerweser als früheren Seeoffizier machen mußte. H o r t h y sprach von dem Kampf zur See, „der keine Rachsucht kenne, und in dem der einstige Gegner später zum Freund wird". Nach 18 Jahren atme er wieder Meeresluft, fühle unter sich wieder die Kommandobrücke zittern. Was das für ihn bedeute, sei leicht zu verstehen, und lebhafter Dank erfülle ihn für diese unvergeßlichen Stunden. „Auf der Adria, um die wir ritterlich kämpften, haben die italienischen Schiffe den Bug auf neue ruhmreiche Stellungen in sehr viel größeren Meeren gerichtet. Diese Schiffe, die heute eine der stärksten Flotten der Welt darstellen, suchen in musterhafter Disziplin, bereit zum Sieg, ihre Zukunft in fernen Horizonten." — Der König und Kaiser erklärte, niemand habe mehr und besser als chorthy die volle Bedeutung der Parade ermessen können. Alle Seeleute Italiens seien stolz, ihn heute in voller Gemeinschaft von Herz und Geist bei sich gehabt zu haben. Die Erinnerung an den ritterlichen Kampf in der Adria sei zu einem „weiteren Band in der tiefen Freundschaft geworden, die das faschistische Italien mit der vornehmen und ritterlichen magyaxrschen Nation verbinde, ein Band der gemeinsamen Erinnerungen, der gegenseitigen Achtung und Bewunderung".
Wie ungarische Blätter aus Rom melden, wurden die offiziellen Beratungen zwischen den ungarischen und den italienischen Staatsmännern abgeschlossen. Bei den Beratungen sei auch diesmal das oollsteEinvernehmender Leiter der Außenpolitik der beiden Länder festgestellt worden. Sicherem Vernehmen nach wird das italienische -Königspaar den Besuch des ungarischen Reichs- verwesers und seiner Gemahlin im Mai nächsten wahres in B u d a p e st erwidern. Der Besuch Mussolinis werde kurze Zeit nach dem Besuch des Königspaares erfolgen.
Kleine politische Nachrichten.
Am Donnerstagvormittag sprach Reichsminister Dr. Goebbels im Thronsaal des Ministeriums SU den L a n d e s st e l l e n l e i t e r n und R e f e - renten des Reichsministeriums für Dolksaufkla- rung und Propaganda. Nach kurzem Rückblick über Die bisherigen Erfolge der politischen Propaganda wies Dr. Goebbels auf die i n n e n - u n d a u ß e n- politische Zukunftsaufgabe der nationalsozialistisch en Volksaufklarung hm.
Der Minister ging auf zahlreiche Einzelheiten und Problemstellungen ein, deren Klärung für die Aus- nchtung der politischen Propaganda von Bedeutung
Die immer wieder auftauchenden Gerüchte über territoriale Absichten Italiens oder sonstige umstürzlerische Pläne, die es mit seiner Spanienpolitik verfolge, besonders im Hinblick auf die Balearen oder andere spanische Gebiete, werden von amtlicher italienischer Seite in aller Form dementiert.
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Der Genfer Berichterstatter des „Jntransigeant" meldet, die italienische Regierung habe in Paris und in London wissen lassen, daß Italien aus dem Völkerbund austreten würde, wenn eine Abordnung der bolschewistischen Gewalthaber aus Valencia am 7. Dezember in Genf zur Sitzung des Völkerbundsausschusses zur Reform der Völkerbundssatzungen z u g e l a s - s e n werden würde.
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Die albanische Regierung hat die spanische Nationalregie r^lng in Burgos anerkannt, eine natürliche Folge der antikommunistischen Politik der albanischen Regierung.
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Donnerstag traf der rumänische Außenminister Antonescu in Warschau ein. Er wurde von
dem polnischen Außenminister Beck empfangen. Mittags stattete der Minister dem Marschall Rydz- Smigly, dem Ministerpräsidenten Skladkowski und dem Außenminister Beck Besuche ab und wurde vom Staatspräsidenten empfangen. Der Nachmittag war mit politischen Besprechungen ausgefüllt.
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In Krakau besetzten rund 1000 Studenten das Universitätsgebäude, um eine Sympathiekundgebung für Warschau und Wilna zu veranstalten. Der Senat der Krakauer Universität hat darauf die Vorlesungen und Uebunaen an der Universität eingestellt. — Die Posener Studenten besetzten das dortige Akademische Haus, das sie bis zur Erfüllung ihrer Forderungen nicht verlassen wollen.
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Der belgische Ministerpräsident van Zeeland traf zu einem Besuch in London ein. Er wird eine Aussprache mit Eden haben.
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Im Khaisora-Tal in Waziristan an der indischen Nordwe st grenze wurde eine britische Abteilung von Angehörigen des Stammes der Tori Khel überfallen, gegen den die britischen Militärbehörden einen Demonstrationsmarsch geplant hatten, weil dieser Stamm einem gefährlichen Fakir Unterschlupf gewährt hatte. Die Eingeborenen wurden erst nach Einsatz von Flugzeugen vertrieben.
Der Reichsbankpräsident in Iran.
Der Kaiser von Iran und der Thron- folger empfingen in Rescht Dr. Schacht und seine Begleitung, wobei Reichsbankpräsident Dr. Schacht dem Kaiser ein Führerbildnis in silbernem Rahmen mit eigenhändiger Unterschrift des Führers überreichte. Der Kaiser dankte herzlich und unterhielt sich längere Zeit mit den deutschen Herren.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist von der Hauptstadt des neuen Türkenreiches Ankara nach Teheran, der Hauptstadt des alten Persien, geflogen. Er ist nun auch vom Schah von Iran empfangen worden. Der Schah-in-Schahan, der König der Könige, Ri z a Khan, hat die uralte, aus der Zeit der Griechenkriege stammende Bezeichnung Persien durch ein Dekret vom Dezember 1934 verworfen. Das Land wird jetzt als Iran und die Einwohner als Iraner bezeichnet. Damit ist seit dem 22. März 1935 offiziell der Staat Iran an die Stelle des alten Persien getreten. Im Lande selbst aab es von jeher bloß den Namen Iran, d. h. Arierland, Ariana, und schon der alte Jranerkönig Darius I. nannte sich mit Stolz „Arier aus arischem Samen", denn die Bewohner des Landes hatten aus ihrer Abstammung vom Zweige der Jndogermanen nie einen Hehl gemacht und die Bezeichnung Arier als edel im Vergleich zu den unterworfenen oder verdrängten Stämmen schon vor 2000 Jahren hervorgehoben.
Die Geschichte Persiens oder Irans ist in den groben Grundzügen wohl jedem Deutschen vertraut. Aber die Jßerfer waren niemals die Barbaren, als die die Griechen sie hingestellt haben, sondern eine edel veranlagte Rasse, die genau wie die germanische jahrhundertelang den Römern unbesiegbar blieb, erst die Schwärme der Araber, die nachher von den Mongolen vertilgt wurden, brachten Persien in Abhängigkeit.
Das jetzige Iran ist das Werk eines Mannes, des jetzigen Schahs R i z a K h a n , der im Februar 1921 mit iranischen Truppen auf Teheran und Kasvin marschierte, die Bolschewiken und Engländer, die das alte Persien in „Einflußzonen" geteilt hatten, vertrieb und daran ging, Iran zu einem nationalen Staat zu machen. Ihm ist es zu verdanken, daß die allgemeine Wehrpflicht eingeführt wurde, und Iran als ein moderner Staat entstand. Gleichzeitig wurden die Konzessionen der Ausländer stark beschränkt. Vor allem in Süd- perfien, dem vielleicht reichsten Erdöllande der WeU, wurden die Gerechtsame der Anglo-Persian-Oil Cie. stark beschnitten. Das Bohrrecht dieser Erdölfirma wurde fast auf die Hälfte eingeschränkt, der Anteil der persischen Regierung an den Erdölvorkommen wurde auf ein Fünftel bestimmt, und nach 66 Jahren wird die Konzession des englischen Kapitals erlöschen, die iranische Regierung also freie Verfügung über die Oelquellen erhalten. Ferner wird jetzt beschleunigt an dem großen Verbindungsweg Trapezunt — Täbris gebaut. Automobilstraßen sind zum Teil schon fertig und vertzinden die Türkei, den Irak und Iran mit dem OsiBn, sie werden nach Afghanistan und Indien durchgeführt werden. Denn Iran ist eins der wichtigsten Verbindungsländer zwischen Indien und dem Nahen Osten. Seine Bevölkerung von etwa 11 Millionen Einwohnern auf einem Gebiet von über 1% Millionen Quadratkilometer hat sich der Regierung des neuen Schahs unbedingt eingefügt. Iran zähll heute zu den bestorganisierten Ländern der mohammedanischen Welt. Seine guten Beziehungen zu Deutschland, die u. a. ihren Ausdruck darin finden, daß im vorigen Jahr eine Prachtstraße in Teheran den Namen Goethestraße erhielt, werden durch die Besprechungen Dr. Schachts noch enger geknüpft werden.
Die fundierte Reichsschuld ist infolge der im Juli erfolgten Auflegung einer Reichs- anleihe im dritten Vierteljahr 1936 von 11,64 auf 12,62 Milliarden gestiegen, während die s ch w e- bende Schuld, die von 3,17 auf 2,88 Milliarden sank. Der weiteren Konsolidierung dient die neue Anleihe des Reiches, die bis zum 5. Dezember gezeichnet werden kann und zu den üblichen Bedingungen dem Geldmarkt dargeboten wird. Die Voraussetzungen für einen Anleiheerfolg sind insofern gegeben, als einmal die Menge des anlagesuchenden Kapitals nach allen Ausweisen der Kreditinstitute usw. groß ist und dann die 4Vrprozenti- gen Schatzanweisungen bei einem Zeichnungskurs von 983/4 eine Rendite von 4,67 v. H. aufweisen, die wesentlich höher ist als die der meisten Aktienpapiere. Weiter fällt das Kursrisiko fort. Die in erhöhtem Maße freigewordenen Mengen Kapital zeigen sich auch in der Zunahme des Umlaufs der Sola-Wechsel der deutschen Golddiskontbank, die Ende Oktober bereits über 400 Millionen RM. ausmachten, und in den niedrigen Sätzen des Tagesgeldes. Die neue Anleihe wird zu 10 v. H. im Dezember bezahlt, die zweite Rate- mit 40 v. H. ist im Januar fällig, da der Jahreswechsel größere Einnahmen an Zinsen usw. bringt, die zur Bezahlung der neuen Reichsanleihe Verwendung finden werden. Mit der neuen Reichsanleihe werden innerhalb von zwei Jahren zusammen Über 4 Milliarden kurzfristige in langfristige Reichsschuldverschreibungen umgewandelt worden sein. Es ist schon im Interesse der Fortführung der Wirtschaftsentwicklung geboten, die Anleihe zu zeichnen. Diese Aufwärtsentwicklung der deutschen Wirtschaft zeigt sich übrigens auch darin, daß in den ersten sieben Monaten des laufenden Rechnungsjahres d i e Einnahmen an Steuern usw. des Reiches auf fast 6,5 Milliarden gestiegen sind, also nicht weniger als 1,1 Milliarde mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres.
„Wir sind nicht der Auffassung, daß man mit der Werbung allein jedes Erzeugnis groß machen kann — ohne Beachtung seiner Güte..'. In Deutschland soll die Werbung nur für die wirkliche Leistung eingesetzt werden!" Diese Worte aus der Eröffnungsrede des Staatssekretärs Funk beim Kontinentalen Reklame-Kongreß 1936 in Berlin sind ein Programm. Sie räumen mit dem gelegentlich gehörten Vorurteil, daß Werbung nur für den kapitalistischen Wirtschaftsprozeß geeignet sei, endgültig auf. Sie bekennen sich klipp und klar zu der Notwendigkeit gesunder Werbetätigkeit. Daß die Werbung freilich im Dritten Reich dank der Schaffung des Deutschen Werberats ein völlig neues Gesicht erhalten hat,
wird niemand leugnen. Alle marktschreierische Reklame ist verpönt und an Stelle der Lautstärke in der Werbung kommt es heute auf die Ueber- ^eugungsstärke an. Ueberzeugen wird man aber den Verbraucher auf die Dauer nur mit dem Erzeugnis, das Qualität und Gediegenheit, Zweckmäßigkeit und Wohlfeilheit in glücklichster Weise verbindet. Wähkend bisher vielfach die Ansicht bestand, daß Werbung eine Tätigkeit sei, die jeder beliebige betreiben könnte, wissen wir heute, daß zur rechten Werbung ein gesundes, ausgedehntes Wissen, ein feines Fingersvitzengefühl und vor allem psychologisches Einfühlungsvermögen gehört. Gerade mit Rücksicht auf die hohen Anforderungen, die dieser Beruf an Wissen und Einfallsfreudigkeit des einzelnen Werbers stellt, ist eine gründliche Schulung des Nachwuchses unerläßlich. So wurde Anfang dieses Jahres als erste Einrichtung dieser Art in der Reichshauptstadt die Höhere Reichswerbeschule ins Leben gerufen, an die mit Recht große Hoffnungen geknüpft werden. Welche wirtschaftliche Bedeutung der Werbung zukommt, geht aus der Tatsache hervor, daß mehr als 50 000 Personen hauptberuflich in der deutschen Werbewirtschaft ihr Brot finden und jährlich etwa eine Milliarde Mark für Zwecke der Werbung ausgegeben wird. Professor Hunke berechnet, daß davon allein für 300 bis 350 Millionen Mark auf Schaufensterwerbung, für rund 280 Millionen auf Anzeigenwerbung, für 250 Millionen auf Werbung durch Drucksachen usw. entfallen. Eine rechte Anschauung von dem Ausmaß der deutschen Werbewirtschaft gewinnt man durch die Feststellung, daß sie ihrer Größe nach dem Wert der gesamten deutschen Automobilproduktion entspricht. Mit Hilfe dieser Wirtschaftswerbung in Höhe von etwa 0,5 v. H. des Umsatzes der Wirtschaft und fast 2 v. H. des Volkseinkommens wurden mehr als 200 Milliarden Mark umgesetzt.
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Die großen Drei, also London, Paris und Neuyork, sind durch den Zutritt der Kleinen, der Schweiz, Holland und Belgien, zu einem Block zusammengeschlossen worden, der nach der erfolgten Abwertung der Währungen versucht, diese Währungen zu sichern. Es ist verständlich, daß man, allerdings vor allem in London mit Vorbehalten, diese Erweiterung des Währungsblockes begrüßt und es so hinstellt, als ob damit die Angleichung der Währungen, also das Ende der Währungskrise, schon greifbar nahe gerückt fei und ein neuer Goldstandard nach Ablauf einiger Zeit bestimmt werden könnte. Aber das sind vorläufig Tauben auf dem Dache, denn innerhalb dieses Währungsblockes kämpft jedes Land, besonders England gegen Amerika, einmal um den Vorteil,
den es aus der Entwertung feiner Wahrung gegenüber den anderen Entwertungen erreichen will, und ferner ist das Abkommen über die Währungsan- gleichung und die Ankündigung des amerikanischen Staatssekretärs Morgenthau über die Zulassung von Goldankäufen durch die Währungsbanken der an- geschlossenen Länder in Amerika doch bis jetzt ziem» lich illusorisch geblieben, da gerade der G o l d • strom nach Amerika aus den übrigen Ländern mit entwerteter Währung stark zugenommen hat. Es ist also das Gegenteil von dem eingetreten, was man erwartete. Jedenfalls steht einer Währungsangleichung doch zunächst die gewaltige internationale Verschuldung entgegen, der Gegensatz der Goldbesitzenden und Der anderen Mächte, wobei es eigentlich selbstverständlich wäre, daß sich zunächst ein Schuldnerblock bilden müßte, statt eines Währungsblockes. Aber trotz aller dahingehenden Bestrebungen sind wir von dem Schuldnerblock noch ebenso weit entfernt, wie von einer Bereinigung des Währungswirrwarrs.
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Das Statistische Reichsamt veröffenllicht eine Uebersicht über den Welthandel. Der Umsatz- wert im Welthandel liegt danach um 4V< o. H. im dritten Vierteljahr 1936 höher als im zweiten Vierteljahr und um 10 v. H. höher als im dritten Vierteljahr 1935. Das Umsatzvolumen ist aber nur um etwa 2 bis 5 v. H. gestiegen, die Hälfte der Zunahme des Umsatzwertes ist auf die Preissteigerung der umgesetzten Waren zurückzu führen. Immerhin ist die langsame Besserung nicht zu verkennen, und auch Lloyds, das große englische Versicherungsinstitut, sagt in seinem Jahresbericht, daß zwar noch viele Wünsche offen blieben, jedenfalls aber seien ,chie allgemeinen Aussichten mehr ermutigend und die Mehrheit derjenigen, die in diesem lebenswichtigen Geschäft tätig sind, darf in die Zukunft mit größerer Zuversicht auf eine Rückkehr günstigerer und beständigerer Verhältnisse blicken." Auch hier wird die Erhöhung der Weltmarktpreise für Rohstoffe als Ursache der Besserung angeführt. Dann aber auch die Belebung des Schifffahrtsmarktes. Während noch vor drei Jahren Schiffe mit einer Gesamttonnage von 12 Millionen Tonnen stillagen, hat sich diese Ziffer auf 4,3 Millionen Tonnen verringert, allerdings spielte dabei das Abwraken des alten Schiffsmaterials eine Rolle. Insgesamt waren am 30. Juli rund 31,5 Millionen Tonnen in Lloyds Register aufgenommen. Davon waren rund eine Million Tonnen Neubauten, 0,2 Million mehr als im Vorjahre.
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Die Goldgewinnung der Welt zeigt feit 1933 wieder einen stetig fortschreitenden Aufschwung, während sie 1932 zum erstenmal den Höchststand der Vorkriegszeit überschritt. Nach den Berechnungen des American Bureau of Metall Statistic belief sich die Goldgewinnung der Welt ohne die der Sowjetunion in den ersten % Jahren 1936 auf 20,64 gegen 18,3 Millionen Unzen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einer Steigerung um 12,8 v. H., während die Welterzeu- gung in den vorangegangenen Jahren nur um 5,7, 4,3 und 2,4 v. H. zugenommen hat. Die Sowjetunion hat chre ehemals beträchtliche Goldausfuhr erheblich eingeschränkt, das amerikanische Schatzamt hat in den letzten Jahren aber nicht nur die gesamte Goldgewinnung der Welt aufgekauft, sondern bezeichnenderweise darüber hinaus auch noch anderen Ländern einen Teil ihrer monetären Goldreserven entzogen Gerade aber in der ungerechten Verteilung des Goldes liegt der Hauptschlüssel zu dem Niedergang des Welthandels.
Aus aller Wett.
Der Führer ehrt drei hundertjährige.
Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Emilie K o e p p e in Kottbus, der Frau Johanna Kopp in Hamburg und der Frau Luise Dorothee Steinmetz in Eschwege aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres persönliche Glückwunschschreiben und Ehrengaben zugehen lasten.
Die Gruft der Pfälzer Kurfürsten.
Bei den Wiederherstellungsarbeiten in der Heilig» Geistkirche in Heidelberg wurde im Orchester die Gruft ausgedeckt, in der die Gebeine der Kur - fürsten von der Pfalz ruhen, die seit 1410 in der Kirche begraben sind. Die Grabstätte, welche die Gebeine von 78 Toten enthält, war seit 1886 nicht mehr betreten worden.
Vorsicht mit Därmeflaschen.
Welchen Leichtsinn noch Volksgenossen beim Anwärmen der jetzt in der kalten Jahreszeit viel gebrauchten Bettwärmeflaschen an den Tag legen, zeigt ein Fall, der sich in Jdar-Oberstein zutrug. Dort stellte man eine Metallwärmeflasche auf den Herd, ohne den Verschluß zu lösen. Durch den oei der Erwärmung entstehenden Dampfdruck explodierte die Flasche in dem Augenblick, als ein Kind sich über den Herd neigte, um auf das Summen des Wassers in der Flasche zu hören. Es wurde im Gesicht erheblich verbrüht und mußte ins Krankenhaus gebracht werden.
Explosion einer Wäschetrommel.
In einer Kasseler Waschanstalt war ein Klempner mit zwei Lehrlingen mit der Reparatur einer großen eisernen Wäschetrommel beschäftigt. Als der Klempner mit einer offenen Kerze xum Besichtigen der Reparaturstelle in die Trommel steigen wollte, explodierten die darin befindlichen Gase. Der Klempner wurde sehr schwer verbrannt, während die Lehrlinge mit dem Schrecken davonkamen.
Folgenschwere Gasexplosion bei 7Neh.
Im Laboratorium des Gaswerks von Montigny bei Metz hat sich eine E x p l o s io n ereignet. Das Gebäude ist eingestürzt. Das Unglück hat drei T o - b e s o p f e r gefordert, die aus den Trümmern des eingestürzten Gebäudes geborgen werden konnten. Unter Öen. fieben Verletzten befindet sich auch der erste Ingenieur, der lebensgefährliche Brandwunden erlitt. Die Ursache des Unglücks konnte noch nicht festgestellt werden. Zur Zeit der Explosion waren die Arbeiter mit dem Einbau eines neuen Reglers für die Gasverteilung beschäftigt.
Todesurteil an einem Mörder vollstreckt.
Die Justizpresseftelle Berlin teilt mit: Am Freitagfrüh ist in Berlin-Plötzensee der am 1. Dezember 1911 geborene Albert Rüdiger aus Berlin-Mariendorf hingerichtet worden, der durch
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