Ausgabe 
27.7.1936
 
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ArbeiisdieOSommerfest im Philosophenwald

Oberheffen

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Nachdruck verboten!

35 Fortsetzung.

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r5ZahfeZtveigverein Echzell-esBHE.

Echzell, 26.Juli. Der hiesige Zweigoerein des Vogelsberger Höh en -Clubs (VHC.) feierte heute sein 25jähriges Stiftungsfest. Die Orts­gruppe wurde im Jahre 1911 von dem rührigen Prof. Gg. Bender (Frankfurt a. M.) gegründet, wobei der Zweigverein Schotten damals Pate stand. Altbürgermeister Friedr. Schmidt begrüßte im Deutschen Haus" die zahlreich erschienenen Mit­glieder des VHC., wies auf die Bedeutung der Wandervereine hin. Er eröffnete die Feier mit einemSieg-Heil" auf Führer und Vaterland.

Der Rechner Wilh. Gros gab einen Ueberblick über die Geschichte des Zweigvereins und gedachte der dahingeschiedenen Mitglieder, insbesondere der Gefallenen. Dann zeichnete er die fleißigen Wan­derer des letzten Jahres mit dem goldenen Ehren­zeichen aus. Dr. Bruchhäuser (Ulrichstein), der Vorsitzende des Gesamtoereins, überbrachte die Glückwünsche des VHC. und überreichte acht Mit­gliedern das Ehrenzeichen für 25jährige treue Mit­gliedschaft. Ausgezeichnet wurden Altbürgermeister Friedr. Schmidt, Rendant Wilh. R e i tz V., Phil. Stoll II., Otto Haller, Hch. Stoll VIII., Wilh. Gros, alle von Echzell, Phil. Reitz II., Weckesheim, und Lehrer Wilh. K a n tz , Beienheim. Amtsgerichtsrat Lutz überbrachte Grüße und Glückwünsche des Zweigoereins Frankfurt a. M. Apotheker S c r i b a die von Schotten, Rektor D e rn (Offenbach a. M.) die des Süd- und Weft-

Warum schreist du denn so?" fragte Steffens Kollege von unten herauf.Laß dock das Mädel in Ruh. Was will er denn von Ihnen?" fragte er, die paar Stufen heraufspringend.Es ist ja eine Schande, wie du dich benimmst, Rolf."

Geh!" keuchte Steffen.Tu mir die Liebe und aeh. Was wir miteinander auszumachen haben, schert keinen dritten."

Da machte der andere wieder kehrt.

Also", hob Steffen etwas gemäßigter wieder an. Du bist wirklich"

Ich bin wirklich, ja."

So laß mich doch ausreden!"

Es ist nicht nötig."

Wann heiratet er dich?"

Maria hielt den Kopf gegen die Holzwand ge­drückt und lächelte.So eine heiratet man doch nicht."

Ich werde ihn zwingen! Verlaß dich drauf, daß ich ihn zwinge. Morgen bin ich bei ihm. Er braucht sich nur zu mucken, hat er eine Kugel im Kopf."

Maria lächelte noch immer.Du wirst doch zuerst mit ihm reden, nicht?"

Natürlich, zuerst rede ich mit ihm."

Dann wirst du ja hören, was er sagt."

Ja, das werde ich. In vierzehn Tagen macht er Hochzeit mit dir."

Ich erwürge sie, dachte er, als noch immer dieses Lächeln in ihrem Gesicht stand.Anfpeten sollte ich dich du du!"

Dirne", ergänzte sie ruhig.Du hast es schon einmal gesagt. Damals in Grainau. Es wäre nicht nötig gewesen, daß du es wiederholt hättest."

Ein jäher Schrecken durchfuhr ihn, als er spürte, daß sie seinen Händen zu entgleiten drohten.Mach jetzt kein Theater!"

Da war sie schon zusammengebrochen.

Den Kopf zur Seite gefallen, lag sie vor ihm auf den Brettern. Er sah auf sie herab, nagte an der Unterlippe, bekam einen bösen Zug um den Mund, zuckte die Achseln und ging die Treppe hinab. Als er wieder zurückkam, befand sich der Kollege bei der Ohnmächtigen.Was hast du denn Tolles gemacht?" schalt er.Läßt sie liegen, als ob sie ein Tier wäre. Pack an!"

Ich will nicht!", sagte Steffen.Sie ist auch gar nicht schwer. Du kannst sie auch allein zu Bett tragen."

Im selben Augenblick schlug Maria die Augen auf und sah ihn an.

Ist Ihnen jetzt wieder besser?" fragte der andere. Sie sind ein bißchen übermüdet, ja?"

Ja.. ."

Soll ich Ihnen ein Pulver geben, daß Sie schla­fen können?"

Bitte!"

Zu zweien brachten sie das Mädchen nach seiner Kammer. Fünf Minuten später war Maria ein­geschlafen.

Was war denn?" fragte Rolfs Kollege ärgerlich. Was habt ihr denn miteinander gehabt?"

Verfluchtes Gold!

Vornan von I. Schneider-Zoerstl.

Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

Herren Stadtfrack? A Freundin Daß i nel lach! Hast das Wort früher amal ghört? Und wann's dann genua habn, dann derfst noch froh sein, wann s dir nix hinterlassn. Hast d' Würschl zählt? Sechs Dutzend müssens sein."

Ja, Frau Ehringer. Es sind aber nur achtund- vierzia Stück."

Jessas Maria? Was tu i mit achtundvierzig Stück! Die greifen mich ja, wann s' net langen. Magst übrifahrn mit d' Bretteln auf die Grandl Hütten, ob f uns net aushelfen könnt, die Anna- mirl? Am Nachmittag kriegst sie f wieder. I schick den Taverlnunter, wann er kimmt."

Maria hatte schon die blaue Schürze abgelegt und strich sich das Kleid zurecht.Wieviel soll ich bringen, Frau Ehrmger?"

Was uns halt abgeht. Wann s' keine hergeb'n will, sagst ihr, i hätf noch a Fasst Bier gut. Sie weife schon. Jetzt tummel dich. Js das a Kreuz, wann man seine Augen net überall haben kam Gibt mir der Schlawiner blofe achtundvierzig StA und i hab' ausdrücklich gsagt sechs Dutzend."

Als Maria die Skier anschnallte und die Bin- düng auf ihre Haltbarkeit prüfte, sah sie zwei Ge> ftalten den glitzernden Hang heraufkommen, er­kannte sie sofort und bekam einen harten Zug um. den Mund, der sich auch in den Augen wider- spiegelte.

Zu spät, mein Freund! Diel zu spät!" *

Fünf Stunden später fand man sie.

Die Wirtin deckte die Hände über die 21 ugen, ob die Bergwacht die Tragbahre im Flur auf die ®reb ter stellte.Daß i dran schuld sein muß! Grad U weinte sie.Wegen vierundzwanzig Würscht. Uno is so a braves Madl gwesn! So a lebfrischer Kerl! Grad gern angschaut hat man s'! Und jetzt das!"

Das zu Tal bringen, ins Krankenhaus nach Wit-' tenwald, war nicht allzu schwierig. Der Schnee wal­fest. Rolfs Gehirn vermochte keinen einzigen vel" nünftigen Gedanken mehr zu fassen. Wolfgang stol" perte dahin, wie ein Berauschter.Glauben Sie,, dafe es noch Hilfe gibt?" fragte er einmal aus- feinem Brüten heraus.

Ich weife es nicht!"

Und das ist ein Arzt, dachte Wolfgang Amfelman--

*

Rolf Steffen bat, bei der Untersuchung, die der Chefarzt vornahm, zugegen fein zu dürfen. wurde ihm als Mediziner zugestanden.

Der ergraute Kopf des Arztes hob sich für eine"- Augenblick.Das ist nun schon der zweite Fall diefer Woche. So blödsinnig hat der Sport aus" geartet. Schade um jedes junge Leben!" * Gibt es keine Rettung mehr, Herr Chefarzt- stellte Rolf die bange Frage.

Ich hoffe nicht!" Während er der Kranken­schwester ein Anweisung gab, sagte er, ohne Step' jene leichenblasses Gesicht zu gewahren:Was Yl" ein solches Dasein noch für einen Wert? Mochte Sie als Gelähmter weiterleben?" ...

Sie denken an eine Lähmung?" preßte R Rolf ab, und half ihm den Gipsverband anlege

Haben Sie nicht die gleiche Vermutung?' stag der Chefarzt und horchte auf das schmerzliche mern der Verunglückten.Wir wollen ihr no eine zweite Spritze geben, Schwester. Diesmal etw kräftiger. Ich kann sie jetzt nicht wach brauchen.

(Schluß folgt-)

verstand es, eine frohe Stimmung vorzubereiten. Eine kleine Künstlergruppe, ebenfalls von den Ar­beitsdienstmännern gestellt, brachte ein Varietö- Programm zur Aufführung. Die Kapelle spielte fleißig zum Tanz auf. Allzu rasch vergingen für beide Teile die frohen Stunden.

Sommerfest in Kloster Arnsburg.

Der gestrige Sonntag brachte uns erfreulicher­weise wieder einmal günstigeres Wetter, so daß das von der NS.-GerneinschaftKraft durch Freude in Kloster Arnsburg veranstaltete Sommerfest einen sehr starken Besuch zu verzeichnen hatte. Den musi­kalischen Teil der Veranstaltung hatte die Standar­tenkapelle N. W. 4 Friedberg übernommen. Die Darbietungen standen durchweg auf beachtlicher Höhe und ernteten reichen Beifall. Ein großer Teil des Nachmittags war den Kindern gewidmet. Be­sondere Anziehungskraft übte dabei das beliebte Kasperltheater aus. Lange Zeit nahm bei der gro­ßen Beteiligung dasWurstschnappen" in Anspruch. Wer hierbei leer ausging, wurde beim Sackhüpfen und Eierlaufen durch Schokolade entschädigt. Die vorgesehene Aufführung der Heimatspiele Wetterau konnte nicht durchgeführt werden, da die Spieler an dem Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg teilnehmen. Es ist jedoch vorgesehen, daß die geplante Aufführung gelegentlich des am 1. und 2. August im Hardtwäldchen in Gießen stattfindenden Sommerfestes nachgeholt wird.

Nach eingetretener Dunkelheit konzertierte die Standartenkapelle bei Fackelbeleuchtung in den Ruinen der ehemaligen Klosterkirche. Außerdem wurden Volkstänze aufgeführt. Im übrigen ver­gnügte sich jung und alt während des ganzen Festes bei Volksbelustigung und Tanz. Das Som­merfest gab vielen Veranlassung, die alte ehrwürdige Klosterruine mit ihren schönen Anlagen zu be­sichtigen.

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(Eine Unterredung!"

Die muß aber reichlich aufregend gewesen sein. Kennst du sie von früher her?"

--Ich wollte sie einmal heiraten!"

Und jetzt?"

Heiratet sie ein anderer! Ich fahre gleich nachher zur Station und dann weiter nach Grainau. Dort wohnt nämlich der Betreffende. Morgen bringe ich ihn mit. In vierzehn Tagen heiratet er sie. Wenn erNein" sagt, schieße ihn ihn über den Haufen."

Aber Wolfgang Amselmann sagte wederJa" nochNein", sondern saß nur zuerst verblüfft, dann vollkommen entgeistert seinem erregten Besucher gegenüber und war nicht fähig, auch nur einen Ton über die Lippen zu bringen. Erst nach einer langen Weile sprach er kopfschüttelnd:Das ist ja gar nicht möglich, Herr Steffen! Da müßte Fräu­lein Terry ja geradezu wahnsinnig geworden jein."

Sie hat sehr klar gesprochen", höhnte Rolf.Es widert mich an, noch einmal alles zu wiederholen, was sie gesagt hat."

Ader das kann sie doch nicht gesagt haben!" rief Wolfgang verzweifelt.Sie müßte zuerst den Verstand verlieren, um so etwas behaupten zu kön­nen. Meine Geliebte! Ich bitte Sie, Herr Steffen! Die wenigen Stunden, die wir zusammen verbrachten, waren angefüllt mit Grübeln und Sor­gen über das schreckliche Geschick ihres Vaters. Nicht einmal ein Flirt hat zwischen uns bestanden. Dazu war die Zeit viel zu ernst und zu traurig. Und dazu, Herr Steffen, haben wir uns auch zu lange gekannt, und überdies habe ich Maria viel zu doch geschätzt, um nur ein Spiel mit ihr zu treiben.

Sie hat es aber doch selbst gesagt!" beharrte Rolf.Sie kann doch nicht alles aus der Luft ge­griffen haben. Ein Mädchen setzt sich doch nicht selbst herab."

Wolfgang war verzweifelt.Ick begreife nicht mehr!" sagte er stöhnend.Ich komme selbstver­ständlich mit Ihnen. Meine Mutter und mein Bru­der sind heute nach München gefahren, Kommer­zienrat Terry zu besuchen. Ich werde ihnen einen Zettel hinterlassen, damit sie wissen, wo ich bin. Sie werden sehen, Herr Steffen, in dem Augenblick, wo ich Maria gegenübertrete, bricht das ganze Lügenwerk zusammen denn eine Lüge ist und bleibt es. Ich kann mir ja gar nicht denken, was sie damit bezwecken wollte. Vielleicht ist das Ganze der Beginn einer Krankheit."

Der Lois, der in Garmisch gewesen war, stapfte mit schweren Schuhen in den Flur. Als er die Tür öffnete, stieß er einen freudigen Ueberraschungs- juchzer aus.Jefasss, der Steffen! Wo kimmst denn du auf einmal her? Haft etwa gar das Freiln Maria mitbracht?"

Fräulein Terry befindet sich auf der Sennefelder Hütte", sagte Wolfgang.Es ist gut, daß du da bist. Ich fahre nämlich mit Herrn Steffen zu ihr. fürchte, daß es dringend nötig ist, daß wir sie heimholen.--Hast du irgendwie einmal bemerkt,

Lois, daß Fräulein Terry Anzeichen von Wahnsinn zeigte?"

Don Wahnsinn?" sagte der Lois mit weitge­öffneten Augen.A na, a so weit wird's doch net gfehlt sein mitn Freiln Maria! Wär net schlecht! Herrgott, so a Madl! A na", sagte er noch einmal. Hast leicht mit ihr grebt, Stesfn?"

die Arbeitsmänner mit sauberen weißen Schür­zen angetan sehr eifrig um das Wohl ihrer Gäste bemühten, ihre Augen überall hatten, be­scheiden nach den Wünschen der Gäste fragten und dann sehr rasch mit dem Gewünschten zur Stelle waren. Sehr beliebt waren die Würstchen, die es als Spezialität gab und die in rauhen Mengen ver­tilgt wurden.

Im Laufe des Nachmittags war den zahlreichen Gästen auch Gelegenheit gegeben, die vorbildliche Unterkunft unserer hiesigen Arbeitsdienstmänner zu besichtigen. Das Fest in seiner Gesamtheit, m seiner guten Organisation war für die Arbeits­dienstabteilungJustus von Liebig" ein schöner äußerer, aber auch ein schöner moralischer Erfolg, der dem Lager sicherlich manchen neuen Freund gewonnen hat.

Kameradschastsabend mit dem Arbens- dienst Gießen in Danbrinaen.

Am Samstagabend hielt der Arbeitsdienst von Gießen in den Sälen der Gastwirte Erb und Schäfer zu Daubringen einen Kameradschafts­abend ab, zu dem sich viele Einwohner unseres Dorfes, besonders die Jugend, eingefunden hatten. Mit dem Musikzug der Abteilung 1 zogen sie gegen 2lbend mit klingendem Spiel von Gießen her zu Fuß in das Dorf ein, um zunächst zum Abendessen zu Gast bei den Einwohnern zu sein. In einer launigen Ansprache legte Feldmeister Krämer den Zweck des Abends dar: Die Arbeitsdienst­männer, die seit einem Jahr in der Saubringer Gemarkung Wiesen entwässerten und Feldwege verbesserten, wollten auch einmal in einiaen gemüt­lichen und frohen Stunden in nähere Berührung mit der Bevölkerung kommen. Feldmeister Krämer

Unwetter über dem Dusecker Tal.

wg. Großen-Buseck, 26. Juli. Gestern gegen 14.30 Uhr ging ein Gewitter mit einem wolkenbruchartigen Regen über unsere Gemarkung nieder. Auf den Feldwegen stand das Wasser mit­unter fo hoch, daß es den von dem Wetter über­raschten Bauern auf dem Felde von oben her in die Schuhe eindrang. Im Dorfe selbst waren in wenigen Minuten verschiedene Straßen unter Wasser gesetzt und glichen reißenden Strömen, da die Kanalisation das Wasser nicht alles fassen konnte. Um diesem liebel für die Zukunft abzuhelfen, fall nun mit einer vor­schriftsmäßigen Kanalisation in der Bismarckstrahe, Alten-Busecker Weg, Bahnhofstraße, Zeilstraße und Grünberger Weg in absehbarer Zeit begonnen werden.

Mit dem Motorrad tödlich verunglückt.

$ Nidda, 26. Juli. Gestern früh morgens ereig­nete sich am Eingang des Nachbardorfes Ran­stadt ein schweres Motorradunglück, dem ein blühendes Leben zum Opfer fiel. Der 28jährige Gehilfe des hiesigen Forstamtes, Hermann Bechtold, Sohn von Landwirt Louis Bechtold dahier, stürzte auf unerklärliche Weife vom Mo­torrad und zog sich sehr schwere Kopfverletzun­gen zu. Der sofort hinzugezogene Arzt ordnete die Ueberführung des Schwerverletzten in das Kran­kenhaus zu Büdingen an, aber unterwegs ver­schied er schon.

aaues vom VHC. und überreichte Im Namen des Reichsoerbands deutscher Gebirgs- und Wander, vereine eine Wimpelschleife. Die Feier mar sinn, gemäß umrahmt von trefflichen musikalischen und gesanglichen Darbietungen. Dem 25. Stiftungsfeste des hiesigen VHC. gab die Anwesenheit des Reichs, wanderfuhrers Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner (Darmstadt) eine besondere Weihe. 23on der Versammlung stürmisch begrüßt, kam er noch am späten Nachmittag von einer Erinnerungsfeier auf dem Äeyzberg im Taunus zu seinen oberhessi­schen Wanoerleuten.

Landkreis Gieße«.

£ Wieseck , 26. Juli. Gestern abend hielt der Turnverein e. V. eine gut besuchte General- Versammlung ab. Der stellvertretende Vereinsführer Lotz gedachte des in der letzten Woche verstorbenen Mitgliedes Gottfried Hoffmann, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Sodann gab er einen längeren Bericht über das abgelaufene Kreisturnfest und die hierbei geleistete gemeinsame Arbeit, der es nur zu danken sei, daß das Fest, wie von vielen Fachleuten beurteilt, mustergültig verlief. Sein Dank galt der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung, den Mitgliedern für ihre Mitarbeit und ganz besonders der Wiesecker gerschaft für die Bereitstellung von weit über 500 Quartieren. Zum Schluß stellte er fest, daß der Turnverein stolz sein könne auf das gute Gelingen der Veranstaltung und das Kreisfest in jeder hin. sicht für den Verein ein voller Erfolg gewesen sei. Mit einem Turnerlied und dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen. Nach, dem man bereits am gemütlichen Teil angelanzt war, trafen, von einer Gauvorstandssitzung von Gießen kommend, Kreisfachamtsleiter und $er« einsführer Daupert mit dem Gaufachamtsleiter Brunst (Kassel), Kassierer Herzog und Staffel, führer Dr. Schäfer, Kreisführer im DRL., ein. Nach Begrüfeungsworten von Karl Daupert an die Gäste sprach Gaufachamtsleiter Brunst noch einige Worte über Werdegang und Ziele der deutschen Turnerei im DRL. Noch längere Zeit verbrachte man mit den Gästen in echtem Turnergeist.

wg. Großen-Buseck, 26. Juli. Die Ernte- arbeiten in unserer Gemarkung find trotz des schlechten Wetters der letzten Zeit rüstig vorwärts- geschritten. Raps und Wintergerste sind bereits ein­geerntet und die Dreschmaschine hat bereits mit den Drescharbeiten auf dem hiesigen Hofgut Esau be­gonnen. Der Schnitt der Sommergerste ist beendet, der des Roggens hat begonnen. Alle Getreidearten haben sich gut entwickelt, doch hatte sich allenthalben Lagerfrucht gebildet. Infolge der noch anhaltenden Niederschläge werden meist des leichteren Austrock­nens halber dünne Garben gebunden. Die Graser der Wiesen weisen für die Grummeternte einen guten Stand auf. Auch der Klee steht sehr gut. Kartoffeln und Dickwurz versprechen eine gute Ernte. Die Aus­sichten der Kernobsternte sind kaum als mittelmäßig zu bezeichnen, demgegenüber bringt das Steinobst eine reichlichere Ernte. Sämtliche Gartengewächse stehen sehr gut.

Kreis Büdingen.

A Stockheim, 24. Juli. In den von den letz­ten schweren Regengüssen überfluteten W i e s e n i m Niddertale, seitlich der Vogelsbergbahn, geben sich täglich zahlreiche Störche ein Stelldich­ein. Die Nacht verbringen diese Vögel meist aus hohen Bäumen und etwa zehn auf dem zur Zeit: noch unbenutzten hohen Schornstein der bald in: Betrieb gesetzten Flachszubereitungsanstalt (frühe-- ren Aktien-Zuckerfabrik).

Rolf nickte.Sie hat sich beschuldigt, daß sie die Geliebte Herrn Amselmanns gewesen sei."

Js ja net währ!" rief der Lois in helles Lachen ausbrechend.Ja, wieso denn? Das is doch net wahr! Das weiß i jetzt haargenau!"

Sie hat es selbst gesagt."

Jetzt weiß i nimmer bin i der Lois, oder bin i a anderer", sagte dieser kopfschüttelnd.Meinst net, Steffen, daß da nimmer ganz richtig is, bei der Freiln Maria? Daß ihr irgendwas durcheinander- kommn is im Hirnkaftl drinn? Aaß an Dafett hat? Oder heißt's net a fo?" fragte er verlegen, als über Steffens Gesicht ein flüchtiges Lächeln huschte.

Defekt", klärte Wolfgang ihn auf.

Also an Defekt! Bist doch a Doktor, Steffen. Du mußt dich doch in so was auskennen. Sind die Leut gftuiüert und kugeln fünf Jähr und länger auf einer Hochschul umeinander und nacha wissn s' net amal so viel, als sich unser einer auskennt. Schon, daß sortglaufn is, das is nix richtigs gwesn. Warum is denn gangn? Weiht, i mein, Steffen i mein bloß", sagte er, da Rolf stumm blieb. Die Krankheit hat's schon in sich ghabt, wie sie sich bei uns niederglegt hat. Und nachher naus in die Kältn und wer weiß wie lang kein Unterschlupf mehr gfunbn und nix Warms im Leib ghab-t und etroan an die Angst, es könnt s' aner abfangen. Verstehst, Stessen?"

Rolf verstand. Sein Gesicht war ganz blaß ge­worden. Ader er war noch nicht ganz überzeugt. Gestern, als sie mit mir sprach, hat sie noch voll­kommen klar geredet."

Hast gmeint!" fiel Lois ihm dazwischen.Weißt, die Narrischen sind oft schlauer, wie die gscheitesten Leut."

Es wäre schrecklich!", meinte Wolfgang.Ich möchte keine Zeit mehr verlieren. Wenn die Mutter und Hylmar kommen, dann erzählst du ihnen, wie sich alles verhält, Lois. Sagst ihnen auch, daß ich nach der Sennefelder Hütte bin und Maria für alle Fälle mitbringe. Du hälft ein Zimmer bereit."

Da fehlt sich nix, Herr Amselmann. Jetzt schau i um einen Schlittn, und wann's gut geht, nachher habn wir's am Abend schon wieder da, das Freiln Maria. Die wird schon wieder", tröstete er Stef­fen, um dessen Mundwinkel es zitterte.So um die zwanzig is ma net so leicht zum Umbringen. Da halt ma noch allerhand aus. Das weißt ja selber, Steffen."

Aber der hörte es nicht mehr. Er hatte schon den Raum verlassen.

Die Sennefelder Hütte lag in die wundervolle Klarheit des Wintertages gebettet. Weiß in weiß strahlte das Tal herauf, glitzerten die Berge her­nieder.

Das Skivolk war zu neuen Taten und Aben­teuern ausgezogen. Es war ganz still in der großen, niederen Stube. Nur aus der Küche waren der Lärm von Geschirr und Herdringen und die gutmütig scheltende Stimme der Wirtin zu vernehmen.

Wegn so an Lassen töt i mir a noch die Augen rotmeinen, Mizzerl. Muß denn grab der sein? Kimmt wieder aner. ©lei heut machst d' Augen auf und schaust. Gibt sovül fesche Mannesleut, Die auf der Hüttn einkehrn. Wird doch amal aner dabei sein für dich. Hör' mir auf mit die Gstudierten! A Holzknecht is mir lieber. Was wolln j' denn, die

Unsere hiesige Arbeitsdienstabteilung, die drau­ßen im LagerJustus von Liebig" am Philo­sophenwald ihr eigenes Leben im Dienste der Volks­gemeinschaft führt, dokumentierte am gestrigen Sonntag, daß sie auch unmittelbar der Volksver­bundenheit zu dienen vermag. Sie veranstaltete ein rvohlgelungenes Sommersest. Gleichzeitig brachte das Fest den Beweis, daß sich der Arbeitsdienst bei der Bevölkerung unserer Stadt und der Um­gebung aller Sympathien erfreut. Das Sommersest war so gut besucht, wie es sich die Veranstalter nur wünschen konnten.

Der Sonntagvormittag brachte zunächst bei prächtigem Wetter ein Frühkonzert, zu dem sich bereits viele Zuhörer auf einem Morgenspazier- gang eingefunden hatten. Das Gruppenorchester, in Dillenburg stationiert, bot unter der Leitung des Musikzugführers K n a f ausgezeichnete Marsch­musik, aber auch gute Darbietungen als Konzert- Orchester. Die Zuhörer verbrachten eine angenehme und unterhaltsame Stunde in der reizvollen Um­gebung nahe am Lager. Der Nachmittag brachte bann das eigentliche Sommerfest, das von den Ar­beitsdienstkameraden mit der ihnen eigenen Gründ­lichkeit vorbereitet worden war. Auf dem Festplatz waren zahlreiche Bänke ausgestellt, die vielen Be­suchern Platz boten, für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt, der Jugend war viel Gelegen- heil zum Tanz geschaffen worden, die Räume der Unterkunft selbst, die für dieses Sommersest ver­fügbar gemacht worden waren, hatten grünen Schmuck erhalten und boten sich fesllich dar.

Das prächtige Wetter des gestrigen Nachmittags lockte denn auch viele Besucher hinaus. Aus Gießen, aber auch aus Wiefeck und anderen Orten der Nach­barschaft kamen sie herbei, so daß sich unter den herr­lichen Eichen am Philosophenwald bald ein buntes, lebensvolles Bild ergab, an dem man seine Helle Freude haben konnte. Mit großer Freude werden viele der Gäste auch den schonen, von den Arbeits- bienftmännern selbst angelegten Rosengarten zum erstenmal berounbert haben.

Der Musikzug ber Gruppe füllte ben Nachmittag und die Abendstunden eifrig mit guter Musik. Immer wieder und unermüdlich spielten die Arbeitsdienst­männer zum Tanze auf. Selbstverständlich gab es auch für die Kinder allerlei Unterhaltung. Beim Wurstschnappen lagerte die Jugend in dichten Scharen um das Tanzpodium, und immer wieder klang lautes Lachen durch die Bäume, wenn es den Kleinen gelang, die Würstchen zu schnappen. Heftig begehrt waren dann die bunten Luftballons, die zur Verteilung gelangten. Selbstverständlich gab es auch Brezeln für die Jugend, die außerdem auch mit be­gehrlichen Augen den Stand mit ben gerosteten Zuckermanbeln umringte.

Die Sensation des Nachmittags wie auch des Abends bildeten die Aufführungen des Weltvarie- tös, daserste Kräfte aus allen Ländern der Welt" verpflichtet hatte. Da horte man nach luftiger An­sage die Gesänge der Donkosaken und sah ihren Nationaltanz, man erlebte den Teddy-Bill als Kunstschützen, ber allerdings vergeblich gegen die Skepsis seiner Zuschauer ankämpfte, bann sah man noch diekleinsten Arbeitsmänner der Welt", die auf eine ulkische Weise zustandekamen. Ein origi­neller Boxkampf zwischen dem größten und dem kleinsten Ärbeitsmann, Feuerfresser usw. konnten bei kleinen Eintrittspreisen außerdem bewundert werden.

Zum angenehmen Aufenthalt der Gäste und zu ihrer Befriedigung trug nicht wenig bei, daß sich

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