Rosemeyer nach einer Fahrt über 504 Kilometer
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DKW.-Äoppelsieg in Belgien
Benz).
! Luigi Fagioli (Mercedes-Benz), I. W. Rens (Bu-
Reit- undFahrturmer der SA.-Reiter in Londorf
Brennftoffpumpe1 atoang u>n' jum An- jubelten ihm di- Zuschauer 3u. Ben*, tonnte « M Inn, zu Fuß mußt- d-r M-.st-rfahr-r zur B°r -.st-n -men Be-und-r-rn M't Wm °n zu dnn-
ken. Zehn Minuten vor 15 Uhr passierte Bernd
3-t Ägehen.
von also
Ob zu Hause oder auf Reisen: Chlorodont immer abends als Letztes !
chitsch im vergangenen Jahre.
Nach der 19. Runde übernahm Caracciola Fa- qiolis Wagen. Der Endspurt brachte _aber keine Veränderungen mehr. Rosemeyer und Stuck konnten ungehindert dem Siege zufahren. Unter ungeheurer Begeisterung und Anteilnahme ging Rosemeyer in die letzte Runde. Ueberall, wo er mit seinem silbergrauen Auto-Union-Wagen auftauchte,
gatti), Marchese Brivio (Alfa Romeo).
3jene Dreyfus (Alfa Romeo), Louis Chiron
ÜLrnd Rosemeyer drehte in der dritten Runde oif um sich einen Vorsprung vor den übrigen ßftrern zu verschaffen. Sein Abstand von Lang, Guncciola, Stuck, Nuoolari und Chiron wurde tarier größer, und schließlich meldete der Laut- ssscher die Zeit von 9:56,6 Minuten für Rose- misrs Runde, eine Zeit, die bisher noch niemals fn eine Nürburgrunde erreicht wurde. Großer M!'l belohnte die Prachtleistung des jungen Auto- Uü'nfahrers. Inzwischen schied Wimille (Bugatti) 1^5 Sevori und Seaman hielten an der Box.
Rosemeyer ging mit 30 Sekunden Vorsprung m bit vierte Runde. Lang war Zweiter vor Nuoolari, hr > Stuck wieder passiert hatte. Auch Caracciola IMKe anhalten, ehe er weiterfahren konnte, waren Dir Konkurrenten vorbeigerast. „Caratsch" ließ sich er?: davon nicht beeindrucken, wie der Teufel Ri'3e der Meister des Nürburgringes hinter seinen Ofnern her. Vorne drehte Rosemeyer unbehin- dtt seine Runden, er hielt ein Mittel von 134,9 .t. In der fünften Runde blieb das Bild un- ir mbert, Rosemeyer, Lang, Nuoolari, /stuck, von *lus und Chiron bildeten die Spitzengruppe. Mincciola blieb auf der Strecke liegen, ein De-
legenes Rennen und gewann über die 272 Kilometer (20 Runden) mit dem erstaunlich guten Durch- schnitt von 117,255 Stundenkilometer, wobei er eine Rekordrunde von 120,591 Stundenkilometer herausholte. Den zweiten Platz belegte Winkler mit 111,171 Stundenkilometer.
In der 350-ccm - und 500-ccm-Klasse gab es englische Siege. Mellers kam auf Velocette mit 123,693 Stundenkilometer zum Siege bei den 350-ccm-Maschinen. Der Engländer Frith fuhr hier zwar mit 130,990 Stundenkilometer die schnellste Runde, mußte aber nach acht Runden aufgeben.
Bei den Halbliter-Maschinen kam Europameister James Guthrie auf Norton erneut zu einem Erfolge. In 2:24,04 Stunden (135,264 Stundenkilometer) legte er die 24 Runden zurück. Zweiter wurde sein Markengefährte White, während den dritten Platz Oskar Steinbach auf DKW. belegte. Guthrie fuhr mit 138,305 Stundenkilometer die schnellste Runde des Tages.
Grandioser deutscher Autosieg auf dem Nürburgring
Iernd Rosemeyers großer Tag.—Vor 350 OOO Zuschauern. — Triumph der Autounion.
Der Start.
I lturz vor 11 Uhr hatten sich die Wagen in der iitgeloften Reihenfolge formiert, sie standen von linö nach rechts:
Lazio Nuoolari (Alfa Romeo), Hans Stuck (Auto- Union), Jean-Pierre Wimille (Bugatti).
fmdolf Caracciola (Mercedes-Benz), Manfred von Brauchitfch (Mercedes-Benz).
lseoeri (Alfa Romeo), Graf Trossi (Maserati), Bernd Rosemeyer (Auto-Union).
I (-aeaman (Maserati), Hermann Lang (Mercedes-
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i den von d.-u! teten Wiesm elsbergbahn, p : ch e ein Eick: t Vögel nitii'i t aus dem jur K- iftein her M ß mgsanD W'
das Ziel.
Den zweiten Platz sicherte sich Stuck. Als Dritter überfährt der Italiener Brivio das Zielband, dann folgten Hasse (Auto-Union), Caracciola mit Fagiolis Wagen und eine Runde zurück schließlich noch von Delius (Auto-Union) und Lang mit dem Wagen Brauchitschs. Von 20 Gestarteten erreichten nur sieben das Ziel.
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Festzug und Turnier.
Ein wunderschöner Sommertag begünstigte das Reitturnier am Sonntag. Bereits zu den Vorprüfungen am Vormittag hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden. In den Mittagsstunden führte ein Festzug durch das schmucke, saubere Dörfchen, das mit seiner altehrwürdigen Kirche, in deren Schatten die Grabmale der Herren von Rabenau an eine große Vergangenheit mahnen, ein reizvoller Flecken in der schönen Rabenau darstellt.
Die Organisation des Turniers war ausgezeichnet. Don dem im Schatten der Bäume verborgenen Sattelplatz führte eine Telephonverbindung zum Führungsturm, der mit großen Hakenkreuzfahnen sich ausgezeichnet vom grünen Hintergrund abhob. Unter den Klängen des Musikzuges der SA.-Rei» terftanbarte 147 unter Musikzugführer Helfrich- Hirzenhain ritten die Turnierteilnehmer, freudig begrüßt, ein. Der Ritt in Schlangenlinien bot eine bunte Reiterwiese als Auftakt des Turniers, die viele Freude bereitete.
Dann setzte das Jagdspringen ein, für das eine Anzahl Hindernisse aufgebaut war. Die kleine Schar des NS.-Reiter-Korps aus Londorf fand mit ihren Uebungen großen Beifall und bewies, was zielbewußter Wille zu leisten vermag. Ferner wurden gute Dressurprüfungen gezeigt, die bewiesen, daß die Mitglieder der früheren Reitvereine jetzt als SA.-Reiter gute Fortschritte gemacht haben. Ein wunderschöner Anblick war auch die Eignungsprüfung der Wagenpferde, der Zwei- und Einspänner, die gute Ergebnisse zeitigte.
Viel Spaß bereitete ein Maskenrennen im leichten Galopp durch das ganze Feld.
Für das Gruppenspringen waren leider nur wenige Meldungen eingegangen und doch erlebten die Zuschauer hieran viel frischen Reitergeist, der in dem Dahinstürmen der Pferde, dem leichten Schwung über die Hürden und dem auf dem feuchten Rasen gedämpften Getrappel erst richtig die Schönheiten des edlen und ritterlichen Sportes offenbart.
Brigadeführer Schmidt, Bad-Nauheim, der dieser Veranstaltung beiwohnte, fand bei aller Würdigung der Schwierigkeiten und der noch zu leistenden Aufgaben, viel Freude an dem Unter- nehmungsgeist der SA.-Reiter.
Der Turnierleitung unter Obertruppführer S ch u d t, dem Sturm 4/147 der SA.-Reiter, den Richtern, dem Führer der SA.-Reiter-Standarte 147, L e i p 0 l d, Major (E.) Freiherr Röder von Diersburg, Rottenführer W. K l i n g s p 0 r - Gladenbach, die vor recht schwierigen Aufgaben standen und allen Beteiligten ist zu danken, für diese schöne Reitersportveranstaltung der Rabenau.
Am Abend fand dann die Preisoerteilung statt, bei der auch die Gießener SA.-Reiterkameraden wertvolle Geschenke mit nach Hause nehmen konnten.
Das Ergebnis:
1. Bernd Rosemeyer- Deutschland (Auto- Union) 3:48:39 Stunden (131,6 Stundenkilometer) neuer Rekord.
2. Hans Stuck- Deutschland (Auto - Union) 3:52:36.2 Stunden (129,5 Stundenkilometer).
3. Marchese Antonino Brivio- Italien (Alfa Romeo) 3:57:05 Stunden (127 Stundenkilometer).
4. R. H a s s e - Deutschland (Auto-Union) 3:59:13.1 Stunden (125,9 Stundenkilometer).
5. Fagioli/Caracciola (Mercedes-Benz). Eine Runde zurück:
6. Ernst von Delius- Deutschland (Auto- Union).
7. Lang/Brauchitsch (Mercedes-Benz).
Der Sieger.
Als Bernd Rosemeyer, der glückliche und verdiente Gewinner des großen Rennens, langsam zu seiner Box fuhr, führten seine treuen und bewährten Helfer einen wahren Freudentanz auf. Bernd würde sofort von zahlreichen Personen umringt, die ihm alle ihren Glückwunsch aussprechen wollten. Korpsführer Hühnlein war der erste, der Bernd beglückwünschte und ihm den Siegerkranz umhängte. Dann wurde Rosemeyer auf die Schultern gehoben und im Triumph weggetragen. Als vier Minuten nach dem Eintreffen Rosemeyers auch Hans Stuck
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i Wetter zufrieden.
Uchon am Samstagabend war Adenau mit Frem- h überfüllt, es war unmöglich, für Geld und all» Worte noch eine Unterkunft zu finden und inmoch stärkerem Maße als im Vorjahre und hu diesjährigen Eifelrennen gingen die Motor- i|i( tfreunoe dazu über, sich am Samstag ihre Zelte in «en Wäldern entlang der Rennstrecke zu bauen. )inder Nacht zum Sonntag riß der Zustrom der 1 immobile und Motorräder nicht ab. Dabei war in erfreuliche Fahrdisziplin festzustellen, r e i ■ i iin g s 10 s wickelte sich der ungeheure V e r -
Auf der Rundstrecke von Floreffe (13,6 Kilometer) wurde am Sonntag der Große Motorrad-Preis von Belgien entschieden. Unter den Fahrern befanden sich auch mehrere Deutsche, die auch zu schönen Erfolgen kommen konnten.
In der Klasse bis 175 c c m, deren Fahrer 18 Runden = 248,8 Kilometer zurückzulegen hatten, sah es ganz nach einem überlegenen Sieg von Walfried Winkler auf DKW. aus, der nach vier Runden schon einen Vorsprung von zwei Minuten hatte, als der Deutsche wegen Kerzenschadens aufgeben mußte. Sieger wurde der Franzose T a r i g i auf M.M. mit 95,2 Stundenkilometer. Wie stark Winkler überlegen war, zeigt seine Rekordrunde mit 108,079 Stundenkilometer, die er schon gleich nach Beginn des Rennens fuhr.
In der 250-ccm-Klasse erwiesen sich dann die DKW.-Maschinen wiederum als unschlagbar. Arthur Geiß fuhr ein großartiges und über-
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Eine mehrjährige Erfahrung im Reitsport, dazu ein wunderschöner Turnierplatz inmitten der reizvollen Rabenau und nicht zuletzt ein guter Zuspruch der Bevölkerung aus weit und breit bilden den Dreiklang, der das große SA.-Reit- und Fahr- turnier in Londorf auszeichnet und es ähnlichen Veranstaltungen z. B. in der Wetterau gleichsetzt. Die Londorfer Reiter sind ihrer Tradition treu geblieben und hoffentlich hat dieses, ihr 5. Turnier ihnen neue Freunde auch aus Gießen gewonnen, damit die weiteren Veranstaltungen in den nächsten Jahren die Londorfer Turniere zu den größten Reitersportfesten Oberhessens werden lassen.
Das diesjährige Turnier begann mit einer Vielseitigkeitsprüfung, bei der Pferde, die in der Landwirtschaft und im Gewerbe gehen, verwendet wurden. Die Beteiligung war sehr stark, wenn auch der Geländeritt unter dem am Samstag so heftig niedergegangenen Regen litt. Als weitere Uebungen waren eine Reitprüfung, Kleinkaliber- Schießen und ein Keulenweitwurf zu bewältigen. Dieser Vorentscheidung folgte die zweite, ein G e - länderitt für SA., Wehrmacht und Reitervereine über eine Strecke von 6 Kilometer. Außerdem wurden Dressurprüfungen in zwei Klassen, der Klasse A für SA. und HI. auf Pferden, die in der Landwirtschaft und im Gewerbe gehen und in der Klasse L für SA., Wehrmacht und Rettervereine durchgeführt.
Der BegrüßunqSabend.
Ein Begrüßungsabend für die Turnierteilnehmer, verbunden mit einem Kameradschaftsabend in der Festhalle beschloß den ersten Tag. Der Leiter des Turnieres und Führer des veranstaltenden Retter- SA.-Sturmes 4/147, Obertruppführer Schudt, rief den Kameraden der Retter-SA. und des Reichs- Heeres sowie allen anderen Teilnehmern ein herzliches Willkommen zu. Auch der Ortsgruppenführer und Bürgermeister Becker begrüßte die Erschienenen im gastlichen Londorf. Der Führer der Reiter- Standarte 147, Truppführer Leip old (Gießen), gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß die junge Reiter-SA. durch ihren Sturm 4/147 die Tradition der Londorfer Turniere übernommen hat. Er würdigte die in langen Jahren zielsicher und in dem besten Bestreben geleistete Arbeit der Reit- und Fahrvereine, die unbeirrt um die Zeitverhältnisse einen wichtigen und wertvollen Dienst am deutschen Volke geleistet haben und dankte allen alten Reitern, die 3um größten Teil heute in die Reiter-SA. übergegangen sind. Seine besondere Anerkennung galt dem Förderer dieser Rett- und Pferdesportveranstaltungen, die ein hohes Maß reiterlichen Könnens entwickelten und den Londorfer Veranstaltungen einen Ehrenplatz unter den ländlichen Reiterver- anstaltungen sicherten. Wie hoch diese Arbeit ein- zuschätzen ist, erkennt man aus den hohen Aufgaben, die der Führer der Reiter-SA. gestellt hat. Ihm galt auch der Treuegruß, in den Die Festversammlung freudig einstimmte.
am Ziel erschien, steigerte sich der Siegesjubel noch einmal. Auch Hans Stuck wurde gebührend gefeiert.
Korpsführer Hühnlein feierte dann bei der Siegerehrung den glückstrahlenden Sieger. Er betonte, daß er sich freue, diesem jungen Bernd Rosemeyer zum zweiten Male zum Siege Glück wünschen zu können und überreichte ihm den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers.
Ein Telegramm an den Führer.
Karpssührer Hühnlein verlas auch das Telegramm, das er nach Schluß des Rennens an den Führer und Reichskanzler sandte:
„Für den zehnten Großen Preis von Deutschland für Rennwagen setzten Sie, mein Führer, selbst die Trophäe des Sieges aus und gaben dem deutschen Kraftsahrsport damit höchsten Ansporn und Verpflichtung. Ich bin stolz und glücklich, Ihnen melden zu können: Die Entscheidungsschlacht der Motoren im .Großen Preis von Deutschland 1936‘ und damit Ihren Preis, mein Führer, gewann am Vorabend der Olympischen Spiele nach einem mörderisch großen Rennen gegen die Elite der Renn-' sahrer Europas ein deutscher Fahrer auf deutscher Maschine, Berndt Rosemeyer auf Auto-Union. Zweiter wurde gleichfalls auf Auto-Union fein Kampfgefährte Hans Stuck. Heil mein Führer!
gez. Hühnlein."
Mercedes-Benz im Pech.
Mercedes-Benz fuhr wiederum kein glückliches Rennen. Zwei Wagen mußten an die Box gestellt werden und die Maschine Chirons landete zertrümmert im Graben. Ein Glück, daß dem sympathischen Franzosen nichts Schweres zugestoßen ist. Manfred von Brauchitfch war auch diesmal wieder ein Pechvogel. Caracciola gab sich alle Mühe, durch „Umfteigen" einen besseren Platz zu erkämp- fen, aber es gelang nicht. Eine ganz großartige Leistung sah man von dem jungen Hermann Lang, der unser zweiter Rosemeyer ist. Ohne den gebrochenen Finger hätte er sicher eine noch weit bessere Rolle gespielt. Mit Lang zusammen muß man auch den langen Sachsen Hasse erwähnen, der ebenfalls eine große Fahrer-Zukunft hat.
! e r ab.
hopf an Kopf standen die Menschen von den riii en Morgenstunden ab am Start- und Zielplatz. )ld) den fabelhaften Trainingsleistungen waren nie Erwartungen auf das höchste gestiegen. Von Dbute zu Minute steigerte sich die Spannung. Zen Minuten vor dem Start wurde die Flaggen- panbe vorgenommen. Dann richtete der Führer lei! deutschen Kraftfahrsportes, Korpsführer Hühnern, noch einige Worte an die Zuschauer, deren Zoll man auf über 350000 schätzte.
lernb Rosemeyer — um das Ergebnis lowegzunehmen — der junge Ehemann Bernd, jctnnn das Rennen nach einer blendenden Fahrt in meuer Rekordzeit. 3:48:39 Stunden benötigte Rtsmeger für die etwas über 500 Kilometer lange Stecke und er holte dabei ein Stundenmittel von 131)6 Kilometer heraus. Auch die schnellste Runde )«! Rennens wurde von dem Auto-Union-Fahrer in :56,6 Minuten (137,6 Stundenkilometer) gedreht in da außerdem die Helfer Bernds m i t 2 8 Seim d e n einen neuen Rekord f ü r Rei- ! e wechsel aufstellten, wurde die Fahrt Rose- nuers zu einer dreifachen Rekordleistung.
Weiter wurde Hans Stuck (Auto-Union), der ni 3:52:36.2 Min. (129,5 Stundenkilometer) zwar ja vier Minuten langsamer als Bernd war, aber inner noch unter dem bestehenden Nürburg-Rekord ! Hin.
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angeführt. Allerdings waren damals auch die Witterungsverhältnisse ganz anders.
In die 13. Runde kam Caracciola hinter Rosemeyer und Nuvolari bereits als Dritter. Vierter war Stuck vor Chiron. Fagioli war noch ziemlich dabei, er fuhr gleichmäßig ruhig. Auch Hasse hatte nach Reifenwechsel Anschluß behalten.
Chiron stürzt - Nuvolari steigt aus.
Dann wurde auch Chiron vom Schicksal ereilt. An der Antoniusbuche kam der Franzose mit dem linken Hinterrad auf die Grasnarbe und dadurch ins Schleudern. Der Wagen fegte einen Zaun von zehn Meter weg und sauste dann in eine Schlucht, wo er vollkommen zertrümmert, Chiron unter sich begrabend, liegen blieb. Chiron hatte aber Glück im Unglück, denn er trug nur Schnittwund en davon, mußte aber ins Adenauer Krankenhaus transportiert werden.
Schon 2:25 Minuten Vorsprung hat Rosemeyer in der 14. Runde vor Nuvolari. Die Fahrt Rosemeyers riß die Zuschauer immer wieder zu großem Beifall hin. Die Geschwindigkeit hatte kaum nachgelassen. Der Vorsprung Rosemeyers verringerte sich etwas, als der Auto-Union-Fahrer an die Box mußte, um ein Vorderrad und beide Hinterräder 3u wechseln. Caracciola mußte mit Langs Wagen ebenfalls anhalten, er verlor dabei viel Zeit und gab schließlich auf. Stuck hielt jetzt den dritten Platz.
Inzwischen hatte sich am Schwalbenschwanz em großer Kampf abgespielt. Nuvolari wurde von Stuck überholt und gleich darauf wurde gemeldet, daß der Italiener nicht mehr im Rennen liegt. Nuvolari, der große Gegner der Deutschen, stieg wegen Kerzenschadens aus. Turmhoch überlegen waren nun die beiden Auto- Unionwagen mit Bernd Rosemeyer und Hans Stuck am Steuer. Erst vier Minuten hinter diesen beiden Fahrern folgte Brivio, der zweite Scuderia Ferrari-Mann.
Die Eiegesfahrt der Auto-!lnion-Wagen.
Die Schlußphase des Rennens war eine einzige Siegesfahrt der Auto-Union-Wagen. Die Zuschauer waren immer noch aufgeregt, denn sie fürchteten, daß sich noch etwas Schlimmes ereignen könnte. Man dachte an das Pech von Manfred von Brau-
Nach fünf Runden war der Stand des Rennens: 1. Rosemeyer (Auto-Union) 50:48,4 Min. (134,6 km/st), 2. Lang (Mercedes-Benz) 51:15 (133,6), 3. Nuvolari (Alfa Romeo) 51:55,4 (131,7), 4. Stuck (Auto-Union) 52:27,2 (130,4).
In der sechsten Runde wurde der Alfa-Romeo- Fahrer Raymond Sommer (Frankreich) überrundet, nachdem dieses Mißgeschick dem Holländer Rens bereits längst passiert war. Ueberhaupt konnten sich von den Ausländern nur Tazio Nuoolari und Marchese Brivio ziemlich bei der Spitze halten. Rosemeyer hielt sein Tempo, nach sechs Runden betrug seine Geschwindigkeit immer noch 134,6 km/st.
Dann hielt der Spitzenreiter am Ersatzteillager. In fieberhafter Eile wurden die Hinterradreifen gewechselt, aber trotzdem konnte Lang an den Tribünen vorbei als Erster in die siebente Runde gehen, ehe Rosemeyer wieder startbereit war. In der achten Runde drehte von Brcmchitsch mächtig auf, zu Beginn der Runde lag er noch an 13. Stelle, er machte aber dann viel Boden gut. Nuvolori, der an dritter Stelle lag, hatte eingangs der achten Runde 1:10 Minuten Rückstand auf Lang, mußte aber halten, tanken und Reifen wechseln, so daß Stuck wieder auf den dritten Platz vorrücken konnte. Auch v. Delius und Brivio machten am Ersatzteillager halt. Hasse, der zum ersten Male mit einem Rennwagen ein Rennen fuhr und sich dabei ausgezeichnet hielt, machte im Hinterfelde Jagd auf Fagioli. Dreyfus schied wegen Maschinenschadens aus.
Lang und Caracciola wechseln.
Vor Beginn der neunten Runde ging auch Lang ans Ersatzteillager, um die Hinterradreifen zu wechseln, so daß Rosemeyer wieder zur Führung kam. Ueberraschend stieg der junge Lang aus, um Carrac- ciola Platz zu machen. Das Publikum protestierte schon, daß der sympathische und tapfere Nachwuchsmann des Mercedes-Stalles nicht mehr weiterfuhr, als bekanntgegeben wurde, daß sich Lang einen Finger aebrochen hatte. Seine hervorragende Leistung erschien nun begreiflicherweise noch in einem besseren Lichte und als er wenig später mit geschientem Finger wieder an der Box erschien, wurde er stürmisch gefeiert.
250 Kilometer in 1:22,55 Std.
In die zehnte Runde ging die Spitze in folgender Reihenfolge: 1. Rosemeyer mit großem Vorsprung vor Hans Stuck, Nuvolari und Chiron, der unerhört gleichmäßig fuhr. Lana setzte sich in Brauchitschs Wagen, doch mußte er das Rennen mit einer Runde Rückstand aufnehmen. Caracciola folgte an fünfter Stelle in Langs Wagen, Haffe hatte in prächtiger Weife Fagioli überholen können. Zu Beginn der 11. Runde wechselten Stuck und Chiron die Reifen und tankten.
Bernd Rosemeyer hatte die Hälfte des Weges in 1:22:55 Stunden (133,3 Stundenkilometer) zurück- gelegt, eine Geschwindigkeit, wie man sie auf dem Nürburgring in einem Großen-Preis-Rennen nicht für möglich gehalten hatte. Als Vergleich sei die Siegeszeit von Rosemeyer beim diesjährigen Eifel- rennen mit einem Mittel von 117 Stundenkilometer
(Mercedes-Benz).
Qyolmont)eleq=Iapper (Maserati), R. Hasse (Auto- Union), Ernst von Delius (Auto-Union).
Jian Zanelli (Maserati), Raymond Sommer (Alfa ' Romeo).
<3Dei Minuten vor 11 Uhr stimmten die Motoren hr einzigartige Melodie an. Punkt elf Uhr wurde Startzeichen gegeben. Alles jubelte den Fahrern lii.Manfred v. Brauchitfch hatte einen Bom- entart, er schoß förmlich an Wimille vorbei an öieSpitze, hinter ihm fetzte sich Rosemeyer fest und liain folgten die Wagen in dichter Reihenfolge. M ungeheurer Spannung wurden die ersten Meinigen von der Strecke erwartet und nicht enden- mcienöer Jubel begrüßte die Fahrer, als sie die eis Runde hinter sich gebracht hatten. An der §sKe lag noch Brauchitfch, hundert Meter vor Ic^.'meyer, Hermann Lang, Caracciola, Stuck und Smolari. Zanelli hielt bereits nach der ersten Siriibe an der Box und fuhr nicht weiter. Das Feld vci jetzt schon ganz auseinandergezogen, das ^olußlicht" bildete der Holländer I. W. Rens mit fin’m Bugatti. In der zweiten Runde ging Rose- mer im „Karussell" an Brauchitfch vorbei und Wie das Feld mit 300 Meter Vorsprung vor Lang nl Caracciola an den Tribünen vorbei. Hans Glitf erhielt einen Sonderbeifall, als er auf der KZgeraden an Nuvolari vorbei auf den vierten Dcg ging. Manfred von Brauchitfch, der Pech- D.'cl-l, mußte am Erfatzteillager halten und konnte eil nach vier Minuten Aufenthalt den Kampf Diener aufnehmen.
gründe — Rosemeyers Nekordrunde
i er „Große Preis von Deutschland", das größte ncmrsportliche Ereignis des Jahres, hatte wieder ’innal die ganzen Freunde des Motorsports m feinen Bann gezogen. Adenau erlebte zum zweiten DUe in diesem Jahre „seinen" großen Tag. In den lefcen Tagen hatte sich glücklicherweise das Wetter Je njeteC!S zeii ssert und die Hoffnungen, daß endlich einmal
>d)e ein Großer Preis im strahlenden Sonnenschein ent*
dessen i? di -ben werden konnte, waren begründet. Alle Be-
Eodann leisten waren mit dem prächtigen, nicht zu heißen


