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Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.
Frankfurt a. M., 26. Juni. Am Obst-
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Wegen Haffenschande verurteilt.
Frankfurt a. M., 26.Juni. (LPD.) Die Große Strafkammer verurteilte den 30jährigen Walter Otto wegen Rassenschande zu 15 Monaten Gefängnis. Der arische Angeklagte hatte im Sommer 1932 eine um drei Jahre ältere geschiedene Jüdin kennengelernt, zu der er auch noch nach Inkrafttreten der Nürnberger Gesetze Beziehungen unterhielt.
waren keine mehr an geliefert. Der Absatz trotz rückläufiger Preise schleppend. Sehr starkes Angebot herrschte in allen Gemüsearten. Es blieben Ueberstände in Blumenkohl, Erbsen, Karotten, Kohlrabi und Kopfsalat. Auch das Angebot von Frühkartoffeln war stark bei unzureichender Nachfrage. Die Preise lagen allgemein rückläufig. Es notierten u. a.: Blumenkohl 15 bis 35, Bohnen (Treib) 38 bis 40, Bohnen (dicke) 12 bis 13, Erbsen, Sack 6 bis 7, do. Gärtner 8 bis 10, Gewürzel, großes Bündel 30 bis 40, Salatgurken (Treib) la 15 bis 30, do. (Kasten) 8 bis 25, Einmachgurken 8 bis 10, Karotten, Bündel 4 bis 5, do. lose, V- kg 10, Kartoffeln, Erstlinge 8 bis 8V2, Kohlrabi 2Vr bis 5, Kopfsalat 3 bis 5, Petersilie 30 bis 35, Pilze, Pfifferlinge 38 bis 40, Radies, Bündel 3 bis 4, Rettich, Bündel 8 bis 10, do. Stück 5 bis 10, Rhabarber 5, Römischkohl 6 bis 8, Rote Rüben, Bündel 4 bis 6, Rotkraut 18 bis 20, Spargel, je nach Sorte 7 bis 28, Spinat 12 bis 13, Schnittlauch 25 bis 30, Weißkraut, früh 6 bis 10, Wirsing 4 bis 5, Zwiebeln mit Schlotten 3 bis 5, Erdbeeren la 32 bis 35, I 25 bis 30, II 20 bis 24, do. unsortiert 18 bis 20, Monats 60, Heidelbeeren 25 bis 28, Garten-Himbeeren 30 bis 35, Johannisbeeren 16 bis 20, Kirschen la 32 bis 35 und 20 bis 30, do. sauer 18 bis 22, Stachelbeeren, reife 20 bis 25, do. unreife 12 bis 14, Aepfel (auftral.), Kiste 18 bis 20, (Chile) 16 bis 18, Aprikosen 24 bis 28 (span.), 28 bis 32 (ital.).
Südfrüchtemarkt war das Erdbeeren- und Kirschenangebot gut. In Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren waren nunmehr verstärkte Zufuhren zu verzeichnen. Die Nachfrage war nicht befriedigend, bei fallenden Preisen. Ausländische Aprikosen genügend am Markt, Pfirsiche
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt, 26. Juni. Die Eier-Versorgung der städtischen Märkte bleibt unverändert unzureichend, da die Ueberschüsse der ostdeutschen Gebiete sowie der Einfuhren aus dem Auslande für die Einlagerung ausgenommen werden. Dom Landhandel werden dagegen laufend Eier in die Städte gebracht. Eine Besserung ist nach der jetzt erfolgten Beendigung der Einlagerung zu erwarten. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt-M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier S 10, A 9V-, B 9, C 8V2, D 8.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt, 26. Juni. Die Buttereingänge sind infolge des höheren Frischmilch-Bedarfs wieder kleiner geworden. Der Bedarf wird aber ausreichend aus dem vorhandenen Bestände gedeckt. Es notierten in Mark per 50 kg frei Frankfurt-M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 148, Feine deutsche Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 125, holländische Butter 148; Margarine A 97, B 86, C 56; deutsches Schmalz 95 bis 100.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft: 538: Bekanntmachuna KP 155 der Ueberwachungsftelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. — 539: Gebührenherabsetzung ab 1. Juli 1936 im überseeischen Fernsprechverkehr. — 540: Liste der Waren, die in Dänemark ohne ein Valuta- Attest eingeführt werden können.
elbst in genügenden Mengen zur Verfügung ge- tellt. Die Viehwirtschaft hat auskömmliche und tabile Preise dem Erzeuger gegeben und versieht )en Verbraucher mit gleichmäßiger Qualitätsware zu tragbaren Preisen. Die Eierwirtschaft bringt eine gleichmäßige Versorgung des Verbrauchers und dem Bauern einen besseren Verdienst.
Sonntag, 28. Juni.
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelmusik. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: „Kameraden". Worte: Heribert Menzel. Musik: Ernst Moritz Henning. 10.30: Chorgesang. 11.15: Südwestdeutsche Erzähler: Mario Heil de Brentani. 11.30: Von deutschen Blumen und Kräutern. Ein bunter poetisch-musikalischer Bilderbogen mit Gedichten. 12: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk: „Kasperle reist ins Bad". Ein Kasperlespiel von Hermann Dalichow. 14.45: „Guten Tag — Auf Wiedersehn!" Kleines Zeitkapitel vou bürgerlicher Lauheit und fauler Neutralität. Verfaßt und gelesen von Walter Richter. 15: Deutsche Scholle. 16: Volkssender 1936! 18: HJ.-Funk: Wer geht mit, juchhe, übern See. Allerlei Ernstes und Heiteres von der Waterkant. 18.30: Konzert. 19.50: Sportbericht. 20: Neue deutsche Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Der Volkssender 1936 ruft! 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
ZRonfag, 29. Juni.
6 Uhr: Air (Bach) — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienft. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: 50 Minuten Bravour! 15: Volk und Wirtschaft: Nahrungsmittel — frisch erhalten. Die modernen Verfahren. 15.15: Kinderfunk. L5.45: Nachmittagskonzert. 16.30: HJ.-Funk. 17: Klaviermusik. 17.30: „Schlagbäume dreier Länder". Bilder an der Reichsgrenze bei Perl. 18: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19: „Richthofen", Hörspiel von Thor Goote. 20: Nachrichten. 20.10: Opernabend. 22: Nachrichten (auch.
Die hinter den'Papieren angeführten Ziffern
>te Gesamtbörse behauptete ihre freundliche kyiunöftimmung.
Am Rentenmarkt bröckelten Kommunal-Umschul- bung noch leicht ab, dagegen Altbefitz-Anleihe eher fester. Mexikaner holten ihre Anfangsverluste wieder auf. Pfandbriefe lagen recht gut gehalten, aber Liquidationspfandbriefe zum Teil bis 0,25 v. H. schwächer. Im Freiverkehr Adler-Kleyer 107,50 (107), Wayh & Freytag 116,50 (114,50).
Tagesgeld wieder 2,75 v. H.
Abendbörfe weiter fest.
Die Festigkeit der Rheinstahl-Aktie führte zu weiteren Kurssteigerungen auch auf anderen Märkten. Gegenüber den Berliner Schlußkursen waren zahlreiche Werte um 0,50 bis 1 v. H. höher gefragt, ohne daß Material herauskam. So waren Rhein- stahl bei 143 (141,75), BMW. bei 139 (138,50), Otavi in größeren Posten bei 25 (24,50), Verein. Stahlwerke bei 96 (95,75) gesucht. Auch Mannesmann notierten 0,40 v. H. fester.
Anleihen blieben ruhig und gut gehalten. Auslandrenten ebenfalls still und ohne wesentliche Kursverschiebung. Im Verlaufe waren Spezial- werte weiter beachtet und erneut fester. Rheinstahl schlossen mit 143,75 (nochmals 0,75 v. H. höher), Mannesmann 0,25, BMW. um 0,25, Holzmann um 0,50 v. H. erhöht. IG.-Farben schlossen 174,13, Otavi 25, BMW. im freien Markt bei 139,50 v. H. gesucht.
Deutsche Anleihen unverändert. Von Auslandrenten Kronen-Bosnier 7,80 (7.95). 4proz. Schweizer Bundesbahn 1 0. H. niedriger. Es notierten: 6proz. Verein. Stahlwerke 102,75, Farbenbonds 136, Rhein. Hyp. Bank Goldpf. Liqui. 101,13, 4^proz. Oesterr. Silber-Rente 2,75, Lissabon 76, 4proz. Rumänen 5,65, 4proz. Schweizer Bundesbahn 228,50, 5proz. Mexikaner innere 6,30, dto. äußere Gold E 14,50, 4)^proz. dto. Irrigation 9, Adca 75,25, Commerzbank 92,50, DD-Bank 93, Dresdner Bank 93,25, Buderus 103,50, Harpener 126,50, Klöckner 106,25, Mannesmann 101,75 bis 102, Otavi 25, Hoesch HO, Rheinstahl 143,75, Laura- hütte 22,50, Verein. Stahlwerke 96,25, AKU. 55,65, AEG. 35,25, MAN. 123,50, BMW. E 139,25, Betula 152, Conti Gummi 191, Daimler 118,25, Deutscher Eisenhandel 114,25, Deutsche Erdöl 130, Scheideanstalt 269, IG.-Farben 174,13, Gesfürel 140, Goldschmidt 113,65, Hanfwerke Füssen 85,50, Hochtief 133,50, Holzmann E 123, Junghans 99,65, Lahmeyer 140, Metallgesellschgft 136,50, Moenus 89,50, RWE. 133,75, Schuckert 156, Zellstoff Wald-
enaen stehen 1N 1 An«
Reue Verordnung zurDurchführung der landwirtschaftlichen Schuldenregelung.
Fwd. Im Reichsgesetzblatt 1/57 wird eine achte Verordnung zur Durchführung der landwirtschaftlichen Schuldenregelung veröffentlicht, die für das Zwangsvergleichsverfahren ergänzende Vorschriften enthält für den Fall, daß ein Bauer, für den ein Schuldenregelungsoerfahren schwebt, auch im Wege des Zwangsvergleichs nach den allgemeinen Vorschriften der Schuldenregelungsgesetzgebung nicht entschuldet werden kann, weil er den zur Verzinsung und Tilgung der verbleibenden Schulden erforderlichen Betrag nicht aufzubringen imstande ist. Danach sind bei der Varablösung, die nur zulässig ist, wenn sie im Vergleichsoorschlage vorgesehen ist, die nach Eröffnung des Verfahrens fällig gewordenen und bis zum Zeitpunkt der Ablösung aufgelaufenen Zinsen mit auszuzahlen und bei nicht mundel- sicheren Förderungen kann ausnahmsweise eine Ablösung mit Ablösungsschuldverschreibungen vorgesehen werden, wobei ein Abzug nicht stattfindet. Die zum Betriebe gehörenden Grundstücke des Bauern haften von der Bestätigung des Vergleichsvorschlags an für eine der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt zustehende jährliche Entschuldungsrente. Diese ist auf die Dauer von 52 Jahren zu erbringen. Sie ist eine öffentliche Grundstückslast und kann von dem Bauern jederzeit abgelöst werden. Der Baper, sein Ehegatte und der künftige Anerbe sind verpflichtet, ihr Vermögen zur Minderung oder zum Ersatz der Ablösungsmittel des Reiches zur Verfügung zu stellen.
Wird in einem Entschuldungverfahren nach Maß
bungen erhalten.
Rbein-Maiuische Börse.
THittagsbörfe weiter freundlich.
Frankfurt a. M., 26. Juni. Die Börse war für Spezialwerte etwas lebhafter und allgemein weiter freundlich. Vor allem gaben die Verwaltungs-Aufführungen in der HV. der IG. Farben sowie die nun feststehende Dividendenerhöhung um 2 0. H. bei Rheinstahl der Bankenkundschaft und der Börse Anregung. Auch sprach man unbestätigt über Aktien-Tauschtransaktionen im Komplexe Rhein- stahl-JG. Farben. IG. Farben lagen um 0,75 v. H. fester, daneben auch Metallgesellschaft bei größeren Umsätzen um 2,40 v. H. erhöht. Von Montanwerten führte Rheinstahl mit einer Kurssteigerung von 3,25 0. H., es folgten Hoesch mit 1,75 0. H., Mannesmann bei ebenfalls größeren Umätzen um 1, Mansfeld 1,25 v. H., Otavi 0,75 v. H., Verein. Stahlwerke 0,90 v. H. Elektrowerte ruhiger, aber ebenfalls fester, wobei Felten 1,25 0. H., Licht & Kraft 1,13 v. H., Akkumulatoren 2,75 v. H.; Gesfürel 0,75 v.H. anzogen. Durch Zufallsorder Schuckert noch 0,50 v. H., AEG. 0,13 v. H. leichter. Auch die Nebenmärkte zumeist freundlicher. Zu erwähnen die Kurssteigerung bei Muag 0,25 v. H., Kaufhof 0,50 v. H., Holzmann 0,50 v. H., Hanfwerke Füssen 0,50 v. H. Reichsbankanteile eröffneten 2 v. H. schwächer, also zum gestrigen Berliner Schlußkurs unverändert.
Der Rentenmarkt blieb unverändert ruhig. Alt- besitz roieöer 112,50; Kommunal-Umschuldung auf 88,60 (88,75) abgeschwächt. Don Auslandsrenten waren Mexikaner nach den bisherigen Steigerungen knapp gehalten, 4,5proz. Irrigation um 0,25 0. H., 4proz. Gold-Mexikaner um 0,05 v. H. leichter.
Der weitere Verlauf blieb fest unter Führung von Montanwerten. Rheinstahl erhöhten sich aus 141,25, gewannen also nochmals 1,25 v. H., Otavi weitere 0,65 0. H., Hoesch 0,75 v. H., Verein. Stahlwerke nochmals 0,25 v. H. Holzmann gaben spater l v. H. nach. Südd. Zucker notierten 226 (226,50).
aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Nachtkonzert.
Dienstag, 30. Juni.
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Alemannische Rundschau. 10: Schulfunk. Die Orgelbornkirmes in Boppard, Hörfolge von August Verleger. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast — Seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. Die Elbe, eine deutsche Verkehrsader. 15.15: Die deutsche Frau. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Jndustrievolk — einst und jetzt! Hörfolge vom Aufstieg des deutschen Arbeiters. 18: Unterhaltungskonzert. 18.30: VIII. Italien. Ein Funkbericht von der olympischen Trainingsarbeit. 19: Abendmusik am hessischen Hose. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Volksmusik. 21.40: Richard Strauß, sein sinfonisches Schaffen: Don Juan, Tondichtung Werk 20 (1887/88). 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: 550jähriges Jubiläum der Universität Heidelberg. Welttreffen ehemaliger Heidelberger Studenten.
Rhein-mainischer Getreidemarkt.
Die Umsatztätigkeit schrumpft mangels Angebot weiter zusammen Soweit noch Weizen von der Landwirtschaft abgeliefert wird, sind die Landmühlen Abnehmer, während an die Großmühlen im Rhein-Maingebiet fast kaum mehr Weiten herankommt. 2^m Oberrhein ist norddeutscher Weizen nur noch vereinzelt angeboten, meist in wenig befriedigender Qualität. Die Mühlen sind also auf die Verarbeitung der eigenen Bestände sowie die Zuweisungen der RfG. angewiesen.
In Roggen ist das Bild ganz ähnlich. Die großen Mühlen verarbeiten ihre eigenen Bestände, die Landmühlen benötigen lausend Zuweisungen der Reichsstelle. Neuer Roggen dürfte Mitte des Monats aus den Sandgebieten angeliefert werden.
Der Gersten markt ist völlig umsatzlos, dagegen hat sich am Hafer markt das Bild ge- ändert, da die Eigner nunmehr im Hinblick auf die nahe Ernte ihre Bestände verkaufen wollen. Das Angebot, besonders von norddeutschem Hafer, ist reichlich und auch etwas billiger geworden. Die Abschlüsse bewegen sich jedoch in engen Grenzen.
Weizenmehl ist genügend vorhanden, wenn auch neue Abschlüsse zur Zeit von den Mühlen nicht getätigt werden. Die Nachfrage der Bäcker hat sich in der letzten Zeit hauptsächlich auch auf die geringeren Brotmehle gerichtet. Die Abschlüsse in ostdeutschem Roggenmehl kommen ziemlich lang- sam heran, so daß gelegentlich Mangel an greifbarer Ware besteht. Jedoch können die Wünsche der Bäcker allenthalben befriedigt werden.
Am Futtermittel markt hat der Bedarf für Kleie wieder nachgelassen. Auch Futtermehle sind schwer verkäuflich, dagegen werden Schnitzel und Oelkuchen, soweit diese noch vorhanden sind, lebhaft begehrt. Kartoffelflocken haben recht gute Umsätze, während Biertreber nur mäßig gefragt sind.
Das Rauhfuttergeschäft ist noch völlig unentwickelt, so daß das große Angebot von neuem Heu trotz der nachgebenden Preise nicht unterkommt. Für Stroh sind zur Zeit die Fabriken wieder gelegentlich Abnehmer.
Wochenbericht der Schlachtviehmärkte
Frankfurt a. 21L, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt.
Auf allen Märkten entsprachen die Austriebe an Großvieh nicht der Nachfrage. Entsprechender Ausgleich wurde in Form von Gefrierfleisch und in Form von Frischfleisch geschaffen. Die Qualitäten waren auf allen Märkten mittelmäßig und haben gegenüber der Vorwoche keine Aenderung erfahren. Aufgetrieben waren in Frankfurt 187 Stück gegenüber der Vorwoche 225.
Die Kälberauftriebe entsprachen der Nachfrage. Frankfurt hatte eine Zufuhr von 1168 (1311) Tieren. Der Geschäftsgang war in Frankfurt und den anderen genannten Märkten mittel bis schleppend. Die Qualität der angelieferten Tiere war gut. Die Preise waren gegenüber der Vorwoche noch etwas rückläufig, und zwar gaben sie in Frankfurt um 4 RM., in Darmstadt um 9 RM., in Wiesbaden um 2 RM. pro 50 Kilogramm nach, dagegen waren sie in Mainz unverändert.
An Schafen war die Zufuhr in Frankfurt (102, in der Vorwoche 111) und Darmstadt gering Bei einem mittleren Geschäftsgang gaben die Preise in Frankfurt um 1 RM. nach, an den übrigen Märkten lagen sie unverändert.
Die Schweinemärkte deckten auf sämtlichen Märkten den Bedarf. Frankfurt hatte einen solchen von 4346 (gegenüber der Vorwoche 4983). Die Qualitäten waren gut, im allgemeinen kann festgeftcltt werden, daß die Schweine im Gewicht schwerer angeliefert werden, wogegen der Absatz an Fettschweinen stark zurückgeht.
Die Beschickung der Fleischgroßmärkte Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt war bezüglich Grohviel ungenügend, an Schweinen genügend, an Kälbern in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden ausreichend, in Darmstadt ungenügend.
Drei Jahre Marktordnung.
FWD. Am 29. Juni werben es drei Jahre, feit der erste Grundstein für die Gestaltung einer nationalsozialistisch bedingten Marktordnung gelegt wurde. Grundsatz und Ziel, das dieser Marktordnung vorschwebte, war Erzeugerschutz und Verb rauch er sch utz. Mit der geleisteten Arbeit hat es der nationalsozialistische Wirtschaftsftnn fertiggebracht, Einzelschaffen und Einzelkönnen in die Gemeinschaftsarbeit einzubauen, daß ein großes Gemeinschaftswerk entstanden ist. Alles geschah auf dem Wege der Selbstverwaltung, und so bildet die Marktordnung die Voraussetzung für die Durchführung der Erzeugunasschlacht, stellt zugleich emen Grundstein für die Arbeitsschlacht dar und ist Weg- bereiterin für §!e Nahrungsfreiheit Deutschlands.
Dalum
4% oesai. Seiie h ............
5% Numän. vereinh. Rente v. 1903 4V,°/c»Rumän.vereinh.Rentev.lSlg 4% Rumänische veryinh. Rente .
2J4% Anatolier..............
Hamburg-Amertka-Pake» ..... v Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd --------- 0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bant und Disconto-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank ••• 4 Reichsbank ................
Buderu» *
Deutsche Erdöl 4
Harpener......... • • • • - * •
Hoesch Eisen—Söln-Neuessea.. 8 ni(e Bergbau .........J
Ilse Bergbau Genüsse J Klöcknerwerke ...............
ManneSmann-Röhren ö
3n der Marktordnung zusammengefaßt ist die ^^chchlrtschaft, die Getreidewirtschaft, die Viehwirtschaft und die 6 i e r ro i r t • Ichaft. Bei der Milchwirtschaft wurde eine beachtliche Steigerung erzielt, bei der Getreidewirt, djaft der Brotpreis stabil gehalten und das Brot
ichere Forderung ganz oder teilweise nicht abgelöst, o erhält der Gläubiger in Höhe von 80 v.H. des nicht ablösbaren Forderungsbetrages Ablösungs- schuldverschreibungen. Durch deren Gewährung erlöschen die abgelösten Forderungen sowie die für die bestellten Grundpfandrechte. An Stelle von Ablösungsschuldverschreibungen können die Gläubiger nach dem Ermessen des Ernährungs- und des Reichsfinanzministers auch andere Schuldverfchrei-
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« für»
Gchlußk. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Dalum
25-6-
26-6.
25.6.
26.6
IRansieioer Bergbau.......
6N
137
139,5
137,5
140,75
Kokswerke ................
.. 6
——
——
128,13
129
Rheinische Braunkohlen ....
12
240,5
240,5
240,25
240,5
Nheinstahl ................
.. 4
136,75
143,75
136,5
141,75
Bereinigte Stahlwerke......
8¥i
94,5
96,25
94,4
95,75
Otavi Äinen .............
.. 0
23
25
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24,13
Kaliwerke Aschersleben......
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—
126,5
125
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Kaliwerke Westeregeln......
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123,5
125
123,75
124,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
1¥.
178
180
178,75
180
I. G. Farben-Industrte.....
.. 7
173,25
174,13
173,13
173,75
Scheideanstalt.............
.. V
269
269
—
—
.. 5
119
127
113
111,75
113,75
Rütgerswcrke .............
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129
127,75
129,4
Metallgesellschaft...........
.. 6
133,13
136,5
132,5
135,65
.. 4
121,5
123
120,13
122,65
Zementwerk Heidelberg ....
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140,5
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150
150
Schultheis Pahenhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 4
.. 0
.. 6
55,75
84
55,65
109,75
55,25
85
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55,4
84,65
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141
141,25
141,4
Zellstoff Aschaffenburg .....
Dessauer Gas .............
.. 0
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.. 0
102,4
118,25
104,5
118,25
103
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118,5
104,5
118,65 118
.. 8
186,75
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187,5
188,5
Orenstein & Koppel ........
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80,13
80,4
Westdeutsche Kaufhof.......
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45
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12
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199,75
198
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11
190
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31,65
31,75
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Mainkraftwerke Höchst a.M..
- 4
98,75
98,75
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Süddeutscher Zucker .......
10
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226
227,5
225,5
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend, börl-
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag. börse
25.6
26.6.
25.6.
26.6-
6,75
6,75
6,75
6,75
9,75
9,75
9,8
9,8
5,6
5,65
5,7
5,75
43
43,25
43
43,4
14,75
14,65
14,75
14,5
—-
31,75
35
16
16,25
16,13
15,75
122,25
123
122,5
122,25
115,5
116
116,5
117,5
92
92,5
91,75
92,25
93,25
93
93,25
93
93,75
93,25
93,75
93,25
195,5
194,25
193,65
195
Frankfurt a. M.
Äeriia
Schluß, kurs
Gchlußk. Abend, börse
Schluß, kurs
Gchlußk. Mittag« börse.
Oainm
25.6
26.i
25.6
26.6
6% Deutsche Retchsanleihe o. 1927
101,65
101,65
112,5
101,65
4% Deutsche Reichsanl. von 193t
98,13
98,5
98,5
98,5
6yi% Young-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
102,5
102,4
102,25
102
Auslos.-Rechten ............
4y,% Deutsche Reichspostschatzan
112,5
—
112,5
Weisungen von 1934, l.......
4Vi% ehem. 8% Hessischer Bolls-
100,2
100,2
100,25
100,2
staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 47i% ehem. 8% Hessische Lande»
98,75
98,65
98,75
98,9
bank Darmstadt Gold 81.12... 572% ehem. 4V,% Hess. Lande»
97
97
97
Hypothekenbank DarmstadtLiqu. 47i% ehem. 8% Darmst. Komm
101,25
101,13
—
Landesb.Goldschuldversckr. R.e Oberhessen Provinz-Anleihe mb
93,5
93,5
—
Auslos.-Rechten ..........••
Deutsche Komm. Sammelabl. An
123,5
123,5
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
119,65
119,5
119,75
119,65
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 571% ehem. 471% Franks. Hyp.
97
97
Bank-Liqu.-Pfandbrtese.......
6KZ% ehem. 47i% Rheinische
101,4
101,13
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. - -- 4y,% ehem. 8% Pr. Landespfand.
brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19
101,65
101,65
101,25
101,5
97,5
97,5
97,5
97,5
<’/?% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obi. 20
95
95
95
95,25
Steuergutsch.BerrechnungSk. 84-88
109,45
109,5
109,4
109,4
4% Oesterreichische Goldrente...
—
—
32,75
2,75
9,65
33 2,75 9,55 9,15
9,4 14,4
4,20% Oesterreichische Silberrente
4% Ungarische Goldrente.......
2,7
9,55
2,75
9,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
9,15
9,15
9,8
14,65
4'/r% deügl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99
9,4
14,8
14,5
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1...................
—
—
—
—
25.3unl
26.3unl
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
»rief
Geld
3rlr
Buenos liliii
0,685
0,689
0,678
0,682
Brüssel ....
42,00
42,08
41,99
42,07
Rio de Ian.
0,139
0,141
0,138
0,140
Sosta.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,74
55,86
55,65
55,77
Danzig ....
46,80
46,90
46,48
46,49
London....
12,485
12,515
12,465
12,495
HelsingsorS..
5,499
5,511
5,495
5,505
Parts .....
16,39
16,43
16,425
16,465
Holland ...
168,13
168,47
168,71
169,05
Italien.....
19,53
19,57
19,53
19,57
Iaoan......
0,731
0,733
0,729
0,73)
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
62,74
62,86
62,64
62,76
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,34
11,36
11,325
11,345
Stockholm...
64,37
64,49
64,27
64,39
Schweiz ...
80,88
81,04
81,04
81,20
Spanten...
33,95
34,01
34,02
34,08
Prag.......
10,28
10,30
10,295
10,315
Budapest ..
—
—
—
—
Neuyork ...
2,485
2,489
2,485
2,489
Berlin, 26. Juni
Geld
2,437
2,457
41,84
42,00
55,40
55,62
12,43
12,47
16,375
16,435
168,29
168,97
■■■
62,42
62,68
—■
——
——
——
64,05
64,31
80,86
81,18
33,68
33,82


