Ausgabe 
27.6.1936
 
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Ein Glanzstück stellt schließlich die Nachbil­dung des Houses Wachenfeld, des Land­sitzes des Führers, dar, das in allen Einzelheiten der Wirklichkeit entspricht. Es steht so naturgetreu am Hang, daß es nicht schwer fällt, sich in eine Alpenlandschaft versetzt zu fühlen.

Das Besondere an all diesen für den Volkskunde­unterricht so wertvollen Modellen ist, daß sie durch­weg sehr glücklich in der Umgebung stehen und überall von frischem lebenden Grün der Sträucher und Pflanzen umgeben sind.

Die zahlreichen Modelle sind nicht die Arbeit der Schulkinder, sondern in weiterem Sinne der ganzen Dorfgemeinschaft. Die Handwerker stellten Material und Arbeitskraft mit Freude zur Verfügung und bauten an diesen Modellen mit aroßer Sorgfalt. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die

Tatsache, daß die Strohdächer des Pfahlbaues, des Blockhauses und des niedersächsischen Bauerngehos­tes von einem alten Einwohner des Ortes geschaffen wurden, der als letzter und e i n z i^ e r Mann im weitem Umkreis die schaff u n g eines Strohdaches versteht und hand­werklich betrieben hatte. Interessant ist ferner, daß er aus den drei Dächern gleichzeitig drei verschie­dene Arten der Technik des Strohdaches veranschau- lichte. ,

So dokumentiert sich in der ganzen Anlage eine Fülle der fleißigen Arbeit für die Jugend, eine Fülle der Aufopferung für eine gute Sache, eine lebendige Auffassung von volkskundlicher Arbeit für die Schule und darüber hinaus der Zusammenarbeit von Dorf und Schule in wahrhafter Volksgemein­schaft.

S.JL-fport

Rekord-fflugtag in Hirzenhain.

LPD. Fliegerlager Hirzenhain, 26. Juni. Der gestrige Tag brachte die bisher größten Er­eignisse im Hirzenhainer Segelslug-Wettbewerb. Der örtliche Streckenrekord, der beim vorjährigen Wettbewerb von Schilling-Bottrop mit 152 Kilo­meter ausgestellt werden konnte, wurde beträchtlich überboten, und zwar einmal von Schilling selbst, der in Meeder in der Nähe von Koburg niederging und damit eine Strecke von 218 Kilometer bewäl­tigte. Seine Leistung wurde noch überboten durch die von H e i d e r i ch - Düsseldorf, der auf dem Flugplatz von Koburg landete. Die Entfernung be­trägt 224 Kilometer. Das Wetter war außerordent­lich günstig, so daß sämtliche Maschinen an den Start gehen konnten. Es wurden 15 Ueberland- flüge ausgeführt, von denen 13 über Strecken von mehr als 45 Kilometer führten.

Eine hervorragende Leistung vollbrachte wieder der Flieger Arends von der Landesgruppe Rheinland, der am Vortage nach Frankfurt a. M. geflogen und dort auf dem Flughafen Rhein-Main gelandet war. Er meldete sich gestern aus der Nähe von Schweinfurt und hat mit 153 Kilometer die drittlängste Tagesstrecke bewältigt. 140 Kilometer schaffte der Pilot Peters von der Landesgruppe XI, der in Nüthingen bei Bad Kissingen niederging. Der Pilot Bromen setzte seine Maschine bei Hün­feld auf und legte damit eine Strecke von 103 Ki­lometer zurück. 98 Kilometer erzielte der Flieger Dr. Jahnke- Gießen mit einem Streckenflug, der bis Erzhausen bei Darmstadt führte. Andere Flie­ger landeten im Kreise Schlüchtern, in der Nähe von Fulda sowie in Oberhessen und in der W e t t e r a u.

Die gestern erzielten Höhen stellen sich den Streckenleistungen würdig an die Seite. Sie sind durchschnittlich mit 15 0 0 bis 18 00 Meter über Start anzunehmen.

Schneller als Tlurmi.

tz

-

Donald R. Lash, amerikanischer Langstreckenläufer und Student der Universität in Indiana, unterbot den von Nurmi gehaltenen Weltrekord über zwei Meilen um 1,3 Sekunden. Lash lief die Strecke in

8:58,3 Minuten. (Associated-Preß-M.)

Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.

Hans Herrmann 5. Sieger bei den Deutschen Junlorenmeisterschaften.

Starts in Kassel und Frankfurt.

Auf Grund ihrer guten Leistungen bet den Gau- Juniormeisterschaften in Marburg, wurden H. Herrmann und I. Rudolph zu den deutschen Ju- nioren-Meisterschaften nach Stuttgart entsandt. Während Rudolf durch eine Zerrung behindert aus­fiel, konnte Herrmann mit seiner bis jetzt besten Leistung im UO-Meter-Hürdenlausen aufwarten. Er erzielte sowohl im Dor- als auch im Endlauf die für ihn gute Zeit von 17,2 Sek.

Zu den am Sonntag in Kassel stattfindenden vor- oliimpischen Gaumeisterschaften hat die Spielver­einigung 1900 Bepperling, Jung, Fr. Koch und Kilo und Peters gemeldet. Fr. Koch star­tet im 200-Meter-Lauf. Die Mittelstreckenrennen sollen nach Aussagen des Gausportwarts sehr stark besetzt fein, so daß Bepperling und Peters schwer zu kämpfen haben werden. Immerhin kann bei beiden mit Plazierung gerechnet werden. Kilo hat seine Meisterschaft im Diskuswerfen zu verteidigen, was ihm sicher gelingen wird. Jung, der Doppel­meister des Vorjahres, dürfte seinen zahlreichen hes- fischen Meisterschaften zwei weitere hinzufügen und zwar im Stabhochsprung und 400-Meter-Hürden- laufen. Ebenso startet Jung, nach seinen letzten guten Leistungen in Worms zu urteilen, mit Aus­sichten im Dreisprung, worin jedoch Jakobs aus Fulda Sieger werden sollte.

Zu den 5. Nationalen IG.-Jugend-Wettkämpfen in Frankfurt a. M. wurde nur der L-Jugendliche Berthold Goß gemeldet. Ihm darf man mit eini­ger Sicherheit zwei Siege voraussagen, denn es ist nicht anzunehmen, daß der hessische Junioren- meister sich von seinen Alterskameraden im 100- Meter-Lauf abhängen lassen wird. Im Kugelstoßen kann mit einem überlegenen Sieg gerechnet werden, denn bei den Kreismeisterschaften lag seine Marke über vier Meter weiter als diejenige des zweiten Siegers.

BfB.-Reichsbahn-Leichtaihletik.

Am kommenden Sonntag startet vom VfB.-R. Otto Luh bxi den Gaumeisterschaften in Kassel

im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Im Kugelstoßen wird er wohl feinen Titel erfolgreich verteidigen. Im Diskuswerfen muß sein Abschneioen abgewar­tet werden.

Die Jugendlichen der A» und 6-Klasse starten in Hanau beim Sportfest des Dunlop Sportvereins. In der A-Klafse werden Kley und Helmut M ö l l mit großen Aussichten an den Start gehen. Horst M ö l l und Stürmer bestreiten die 800 Meter. Kurt Nies, W. Kröck, vervollständigen die Mannschaft. Bei den ö-Jugendlichen sind es,- dicke, Linkmann, A. Oehler, Lipphardt und Büd endend er, die jeweils in ihren best­liegenden Konkurrenzen starten werden.

Sommerspiele im Iachamt I.

Die Sommerspielzeit im Kreis VIII (Lahn-Dill) wird am kommenden Sonntag mit den Spielen der Meisterklasse eröffnet. Auf der Ochsenwiese in Wetz­lar treffen sich die Mannschaften von 1846 Gießen, 1847 Wetzlar, Tv. Ballersbach und Tv. Steinbach (Dillkreis). Wer die meisten Aussichten haben wird, kann schlecht vorausgesagt werden. Der Gaumeister Gießen wird sich strecken müssen, um gegen die von Willi Loh trainierten Wetzlarer Turner zu gewin­nen. Trotz alledem besteht kein Grund, anzuneh­men, daß es zu einer Ueberraschung kommen wird. Die Gießener Mannschaft ist neu überholt und sollte auch in diesem Jahre gut dafür fein, Gau­meister zu werden. Die Mannschaften aus Ballers­bach und Steinbach werden kaum in das Spiel­geschehen eingreifen. Sie werden unter sich genau wie im vergangenen Jahr den letzten Platz aus­spielen müssen.

Die Rundenspiele der übrigen Klassen, die in diesem Jahre leider nicht den Zuspruch gefunden haben, werben innerhalb der Handballsperre durch­geführt. lieber Einteilungen, Paarungen usw. gehen den Vereinen noch Mitteilungen zu.

Spielvereiniguna 1900 Gießen.

1900 MG.Batt.

Am heutigen Samstag treten die Blau-Weißen der Mannschaft des MG.-Batls. gegenüber. Die Sol­daten haben sich bereits gut eingeführt, denn am vergangenen Samstag gelang ihnen ein 2:1-Sieg gegen den VfB-Reichsbahn. Berücksichtigt man, daß die Grün-Weißen nur mit einer kombinierten Mannschaft antraten, so fei festgestellt, daß die Sol­daten dem Spielverlauf entsprechend höher hätten aeroinnen müssen, da sie bedeutend mehr vom Spiel gatten. In der Mannschaft selbst stehen verschiedene Spieler, die bestes Fußballverständnis zeigen. Der Mittelläufer, rechter Verteidiger, rechter Läufer und die beiden Halbstürmer halten jeden Vergleich mit den Spielern unserer Bezirksklasse aus.

Die Platzbesitzer vermeiden daher jedes Risiko und treten mit ihrer derzeit stärksten Mannschaft an, um die Soldaten zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu bewegen. Es wird daher zu einem Treffen kommen, das über den seitherigen Kämpfen mit Militärmannschaften stehen wird.

1900 Liga Tufpo. Kirchhain.

Als Abschluß der diesjährigen Serie tragen die Kirchhainer das Rückspiel auf dem Trieb aus. Das Vorspiel konnten die Blau-Weißen gewinnen. Auch diesmal wird damit zu rechnen sein, daß dies der Fall ist, denn die Gäste sind nicht mehr der Gegner früherer Zeiten. Die Frage ist allerdings die, wie die Blau-Weißen das Samstagspiel überstehen und ob sie noch genügend Stehvermögen besitzen.

1900 II Klein-Linden.

Die Gäste haben in letzter Zeit beachtliche Resul­tate erzielt, besonders auf eigenem Platze mußten Mannschaften aus höheren Klassen Niederlagen ein­stecken. Die Reserve der Blau-Weißen wird daher gut tun, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Aufstellung ist zwar recht stark, damit ist jedoch nicht gesagt, daß unbedingt ein Sieg her­auskommt.

1900 Ah. Lollar Ah.

Vor dem Ligaspiel treffen die beiden obigen AH - Mannschaften aufeinander. Die Blau-Weißen, die diesmal vollzählig antreten, werden versuchen, den Spieß umzudrehen, denn beim Vorspiel waren es die Gäste, die das bessere Ende für sich hatten.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfB.-R. 2. Igd. Spvgg. 1900 Gießen 2. Jgd. 2:2.

Am vergangenen Mittwoch standen sich auf dem Waldsportplatz die 2. Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Dieses Spiel dürfte von beiden Mannschaften das beste gewesen fein, das sie in der vergangenen Spielsaison gezeigt haben. Man sah bei ihnen nicht nur technisches Können, sondern vor allen Dingen auch den nötigen Einsatz, um sich damit durchsetzen zu können. Das Resultat ent­spricht dem Spielverlauf und wird auch in jeder Beziehung den gezeigten Leistungen gerecht.

VfD.-R. II Hauborn.

Die 2. Mannschaft fährt nach Nauborn bei Wetz- lar zum Rückspiel. Die Gießener haben das Vor­spiel auf eigenem Gelände verloren und man glaubt nicht, da durch Absagen eine kombinierte Mann­schaft antreten muß, daß diese sich dort durchsetzen wird. Besonders schwer sollte es den Gießenern sollen, sich gegenüber der vollkommen auf Kampf eingestellten Gastgebermann schäft durchzusetzen. Eine knappe Niederlage wäre keine Ueberraschung.

VfB.-R. 2.Jgd. Dlefeck 1. Igd.

Am Samstagabend stehen sich die obengenann­ten Mannschaften auf dem Waldsportplatz im Ge­sellschaftsspiel gegenüber. Trotz aller Bemühungen hat die Wiesecker Jugend ihre frühere Spielstärke bis heute nicht mehr erreicht. Trotzdem spielt sie einen ansprechenden und vor allen Dingen fairen Fußball. Hinzu kommt, daß jeder der Spieler mit ungeheurem Eifer und vollkommenem Einsatz kämpft. Trotzdem erwartet man die Gießener als knappen Sieger, da grabe sie in letzter Zeit eine große Leistungssteigerung erreichen konnten.

ballspiel hiesiger Schüler gegen Schüler aus Tretz voraus, bei dem Treis mit 1.0 Sieger vnev.

Wettkampfschießen des ÄebietsLaubach im Deutschen Reichskriegerbund.

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gen Kameradschaften des Kyffhauserbundes att. N 13 Mannschaften, die aus je 4 Schutzen bestan- den hatten je 15 Schuß (5 fmenb, 5 liegend und 5 stehend freihändig) abzugeben. Es^ siegte die zu- letzt angetretene Mannschaft von Al te n h a i n mit 476 Ringen, die zu den Vorausscheidungskampfen um den Reinhard-Ehrenpreis und den Wander- ehrenpreis des Deutschen Reichsknegerbundes (Kyff- Hauserbund) herangezogen wird.

Die übrigen Mannschaften erzielten folgende Er- a e b n i f f e: Freienseen I. 446 Ringe, Laubach I. 439 Ringe Ruppertsburg I. 372 Ringe, Laubach II. 370 Ringe' Wetterfeld 351 Ringe, Klein-Eichen 350 Ringe Ruppertsburg II. 344 Ringe, Gonters irchen i Z18 Ringe Laubach HL 314 Ringe, Gonterskirchen II. 309 Ringe, Gonterskirchen III. 276 Ringe und Freienseen II. 254 Ringe.

Die besten Einzelsieger waren: 1. Karl Becker (Laubach). Er erbte t wen E.chenkranz; 2 Richard Rahn (Attenham): 3. Gustav Grumg (Freienseen): 4. Karl Traum (Freienseen): 5. Hern- rieh Wahl (Laubach): 6. Heinrich Rahn (Altenhain): 7. Wilhelm Rahn (Altenhain): 8 Heinrich Walter (Freienseen); 9. Heinrich Stengel (Laubach). D?e Tage seh r en scheibe errang Heinrich Wahl (Laubach). Nach Ehrung der Sieger durch Ueberrei- chung von Preisen brachte Kreiswart Wenzel em Sieg-Heil auf Führer und Vaterland aus.

VfB.-R. 2. Igd. Lich 1.3gb.

Am Sonntag stehen sich im letzten Pflichtsplel beide Mannschaften gegenüber. Die ®.iefeenn^n^nb/nn in überraschender Weise das Vorspiel gewonnen. Es wäre aber verkehrt, hieraus auf einen einwand­freien Sieg der Hiesigen zu schließen, da gerade Die Licher Mannschaft als Kampfmannschaft bekannt isl-

VfB.-R. 3. Igd. Heuchelheim 2. Igd.

In diesem Spiel sollten zwei gleichwertige Mann­schaften um den Sieg kämpfen.

VfB.-R. 2. Schüler Heuchelheim 1. Schüler.

Die Kleinsten des VfB. stehen zum ersten Male der neuaufgestellten Schülermannschaft von Heuchel­heim gegenüber.

,z $G.$eufoniazz Watzenborn-Steinberg Watzenborn-Steinberg I Sportverein Lollar I.

Am morgigen Sonntag stehen sich wiederum die beiden ersten Mannschaften von Wakenborn-Stein­berg und Lollar gegenüber. Das Vorspiel zu diesem Kampf endete in Lollar mit einem 6:3-Sieg der Steinberger. Man sollte annehmen können, daß es auch in diesem bevorstehenden Spiel zu einem Siege der Steinberger reichen sollte, zudem sie auf eigenem Platze und vor eigenem Publikum zu kämpfen gaben. Der Sieg ist ihnen allerdings nicht mit Sicherheit Zuzusprechen, da die Gastgeber aus den verletzten Schäfer und außerdem auf Lang verzichten müssen.

Rlainzlar Jugend Lollar Jugend 12:0.

Die neuaufgestellte Jugendmannschaft von Mainz­lar trug gegen die gleiche Mannschaft aus Dollar auf dem Mainzlarer Sportplatz ein Handballspiel aus. Beide Mannschaften zeigten ein schönes und flüssiges Spiel, das mit einem Sieg der Einheimi­schen 12:0 endete. (Halbzeit 6:0). Dem Spiel ging gleichfalls auf dem hiesigen Sportplatz ein Fuß-

2. Kreis-Tuni- und Schwinunsest des Turnkreises Wellerau-Vogelsberg in Laubach

Am 4. und 5. Juli findet in Laubach das dies­jährige Kreisturnfest des Turnkreises Welterau - Vogelsberg unter der bewährten Leitung des Kreisführers Dr. S i e g e r t (Stockheim) statt. Die Uebertragung dieser sportlichen Veranstaltung be­deutet für den Laubacher Turnverein eine besondere Auszeichnung.

Ein Rückblick auf die turnerische Vergangenheit in Laubach zeigt, daß der Turngedanke in unserem Städtchen schon früh Wurzel gefaßt hat. Als in den Jahren um 1840 auf dem alten Festplatz der Hälle" von der damaligen Jugend das Turnen in erhöhtem Maße gepflegt wurde, und sich dann viele Anhänger der edlen Turnsache 1848 zur Turngemeinde Laubach" zusammenschlossen, da sah sich noch im gleichen Jahre die hiesige S-.dtoerroal- tung veranlaßt, zur Hebung dieses Sportt- eine Turnhalle errichten zu lassen. Während ihres jetzt 88jährigen Bestehens hat die Turngemeinde 1848 Laubach viele und gute Anhänger des Turnsportes gestellt und wird sie auch für die Zukunft stellen, wenn es auch wie aus den alten Protokoll­büchern ersichtlich Jahre gegeben hat, in denen der Turnbetrieb bedeutend nachließ. Jedenfalls haben sich bann immer wieder geeignete Kräfte ge­funden, die in dem körperschulenden Turnen ein Lebensbedürfnis sahen und ihm wieder Achtung und Ehre zu verschaffen wußten.

Als sich dis alte Turnhalle bald nach der Jahr­

hundertwende als zu klein und baufällig erwies, legte die Stadt im Jahre 1910 den Grundstein zu einer neuen Turnhalle zwischen derHülle" und derBleiche", die heute allen Erfordernissen des vielseitigen Turnsportes entspricht. Mit dem Abbruch der Turnhalle wurde gleichzeitig eine wesentliche Verbesserung der Verhältnisse auf dem Fest- und Turnplatz geschaffen. Dadurch, daß die Bleiche bei allen größeren sportlichen Veranstaltungen in Mit­benutzung genommen wird, sind die Turnplatzver­hältnisse für das bevorstehende Kreisturnfest sehr günstig, während die Schwimmwettkämpfe in dem landschaftlich schön gelegenen Schwimmbad rei­bungslos stattfinden können.

Die einzelnen Festausschüsse der Laubacher Turn­gemeinde 1848 sind jetzt mit den lokalen Vorarbei­ten unermüdlich beschäftigt, vor allem die Woh­nungskommission, die sich zur Ausgabe gemacht hat, alle Wettkampfteilnehmer in Privatquartiere unter- zub^ingen. Am Samstagnachmittag finden die Schwimmwettkämpfe, die Kämpfe der Altersklassen und andere Vorführungen statt.

Da für den Sonntag nur noch das Riegenturnen, die Freiübungen sowie die Siegerehrung mit Schlußansprache vorgesehen sind, bleiben den Tur­nern und Festbesuchern, die in großer Zahl erwar­tet werden, noch Stunden gemütlichen Beisamm'n- seins. Für einen würdigen Empfang der Turngäste ist das Städtchen gerüstet.

Handball im Sporlkreis Gießen.

Der letzte Sonntag vor der Sperre sieht nicht den Spielbetrieb, den man sonst gewohnt ist. Ein wei­teres Zeichen dafür, daß die meisten Vereine über­spielt sind und der Ausspannung bedürfen. Darüber hinaus ist es bei der augenblicklich herrschenden Witterung wahrlich kein Vergnügen, Handball zu spielen. Aus allen diesen Gründen wird die Ruhe wenn es auch hie und da immer noch entgegen­gesetzte Meinungen gibt vom 1. Juli bis 15. August überall begrüßt.

Von den wenigen Spielen, die ftatirmben, sollen die wichtigsten herausgegriffen werden. Da ist bei den Aufstiegspielen der 2. Kreisklasse bu letzte Be­gegnung

Tv. Alsfeld Tv. Grunlngen.

Die Alsfelder haben im Vorspiel eine empfind­liche Niederlage einstecken müssen und werden un­ter diesen Umständen natürlich alles versuchen, um das Resultat zu revidieren. Ob und inwieweit ihnen das gelingen wird, hängt davon ab, wie Grünin- gen antritt. Hat es seine komplette Mannschaft zur Stelle, wird Alsfeld auch auf eigenem Platze nicht viel ausrichten können.

Nachdem der Tv. Allendorf (Lumda) seine Mann­schaft zuruckgezogen hat, sind die Aufstiegspiele mit Dem Treffen in Alsfeld erledigt. Meister der 2. Kreis­klasse ist, wie bereits erwähnt wurde, Tv. Duten­hofen Aber auch alle übrigen Mannschaften haben gezeigt, daß sie mit Recht Staffelsieger geworden sind.

Auch die Jugendrunde ist erledigt; Kreisjugend­meister 1935/36 ist die Jugendmannschaft des Tv L-a n g - G ö n s. Mit ihr hat eine Mannschaft den Titel errungen, die ihn verdient. Denn es dürfte zur Zeit über den heimischen Kreis hinaus keine Jugendmannschaft geben, die Lang-Göns in irgend­wer Weise gefährlich werden könnte. Darüber hin- aus verfügt Lang-Göns über ausgezeichneten Nach­wuchs, so daß der Bestand der Mannschaft allzeit gewährleistet ist. ö

Freundschaftsspiele.

Spogg. 1900 Gießen Tv. 1846 Gießen Igd.

®er JSpielDerfefyr zwischen den Gießener Juqend- mannschaften muß als außerordentlich rege bezeich- net roerben. ©ettrifc ein schönes Zeichen dafür, in

Äanbt9er man heute besonders unter J°9C^annte Lokalkämpfe auszutraqen

Dou3üft)®le SpiEl Cnben roirb' W nicht TV. Dukenhofen TV. Hausen.

nn^Qmen ?? drei Mannschaften in Dutenhofen hh 5 tre^en ?le beiderseitigen aktiven, bann anhpr ^nb schließlich bie Schüler aufeiw

Bufenhnfo Sp!5l ber L Mannschaften sollte UnterSh1 T^9^ bleiben. Allerbings dürfte der Unterschled nur sehr gering sein, weil bie Mann- offenCtCn beibe" Übri-

TV. Garbenhelm TV. Lützelllnben.

2)as Vorspiel hat Lützellinben sicher gewonnen Es wirb auch morgen roieber ben Sieger stellen Cm mne E°""sch°s.t Äur Seit wieder gut in' üorm ist, wahrend bei Garbenheim immer noch

Mängel auftreten, die verhängnisvoll werden können.

TV. Münchholzhausen MTV. Gießen.

Der MTV. Gießen hat in seinen letzten Spielen ausgezeichnete Leistungen gezeigt, so daß es wohl möglich sein roirb, baß er auch biefe erneute Be­gegnung siegreich gestalten roirb. Münchholzhausen hat von seiner einstigen Kampfkraft viel eingebüßt unb roirb beshalb ben Wiberstanb nicht entgegen­setzen können, ben der MTV. verlangt. Ein in­teressantes Spiel werden sich bie beiberfeitigen Jugendmannschaften liefern. Hier stoßen zwei gleichwertige Gegner aufeinander, so daß ber Kampf vollkommen offen ist.

TV. Burgsolms TV. Wehlar Igd.

Die Burgsolmser Jungens werben sich anftrenaen müssen, wenn sie ehrenvoll gegen Wetzlar bestehen wollen. Ihr gutes Abschneiden in ber letzten Zeit gibt auf alle Fälle zu ben besten Hoffnungen An­laß.

Jugendpflichttnrnier in Lang-Göns.

Unter Leitung von Kreisfachamtsleiter Luh und Kreisjugendwart Z ö r b roirb am Sonntag erstmalig eine berartige Veranstaltung durchgeführt. Zweck ist, den Mannschaften mehr als seither die Möglich­keit zu geben, untereinander zu spielen, um damit voneinander zu lernen. Bei dem starken Jugenb- fpielbetrieb im heimischen Kreis roirb sich bas sicherlich auswirken und viele Mannschaften werden Gelegenheit haben, ihre Spielstärke zu heben.

Wer nun dieses erste Turnier gewinnen roirb, ist schlecht vorauszusagen. Wenn es zu keiner Ueber­raschung kommen roirb, möchte man an ben neuen Kreisjugendmeister TV. Lang-Göns glauben. Auf alle Fälle verspricht bie erste derartige Veranstal- tung einen guten Verlauf zu nehmen, zumal auch der TV. Lang-Göns alles bereits in ausgezeichneter Weife vorbereitet hat.

von Gramm unter denletzten Acht".

In Wimbledon herrschte am Freitag Regen­wetter, so daß der Spielbetrieb nicht so gefördert werden konnte, wie an den vorhergehenden Tagen. Aus diesem Grunde blieb auch der Besuch hinter den bisherigen Ziffern zurück. Das meiste Publikum fand noch das Spiel unseres Meisters Gottfried v. Gramm mit dem spanischen Davispokalspieler Enrico Maier, der dem Deutschen beim Davispokal- fampf in Barcelona eine Niederlage beigebracht hatte. Von (Tramm hatte schwer zu kämpfen, ge­wann den ersten Satz erst mit 10:8 und ben zwei- ten mit 6:2, mußte aber ben britten mit bem glei­chen Ergebnis an Maier abgeben. Der vierte Satz entschied bann von (Tramms Sieg, ber mit 10:8, 6:2, 2:6, 6:2 gewann.

In her nächsten Runbe bürste ber Australier Jack ^ruwsord, der in dem (Englänber Lee kein schwe- res Hindernis haben bürste, ber Gegner bes Deut- ajen sein. Von ben übrigen Spielen bes Tages i|t noch die Ueberraschung zu erwähnen, bie durch Ausscheiden des amerikanischen Frauendoppels Babcock-van Ryn entstand. Die Amerikanerinnen o ^"Engländerinnen Allister-Nuthall 6.4, 4:6, 6:3 geschlagen.