Probleme hinslellt
fen, um die gegenwärtigen Probleme zu
lösen.
durchkreuzen zugunsten einer Regierung, die durch
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der auf- anfeine
offenkundig gescheitert ist, als er gerufen wurde, den Frieden herzustellen und recht zu erhalten. Ich habe mein Bestes getan,
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Erste Ratstagung in Genf
Wenig Neigung für den chilenischen Reformantrag
London, 26. 3uni. (DNB.) Vor dem Konser- vativen-Verband in New Lastle-on-Tyne erklärte der frühere Luftfahrtminister Lord London- d e r r y u. a.» wir sollten die Angebote, die Hitler der Well gemacht hat, nicht in einem knauserigen oder pedantischen Gei st aufnehmen. Der Weltfrieden hängt in erster Linie von einer Verständigung zwischen Frankreich, Deutschland und Großbritannien ab. Wir sollten endgültig mit diesem Ziel vor Augen arbeiten, anstatt dem Irrlicht eines theoretischen Lehrsatzes zu folgen, der einen sogenannten Völkerbund, in dem drei große und mächtige Nationen nicht vertreten sind, als die Lösung aller internationalen
einen Völkerbund,
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Kriegsmaterialtransporte offenzuhalten, hat Eng- land in eine unangenehme Zwickmühle gebracht. England will auf der einen Seite seiner historischen Meerengenpolitik getreu die Russen, mögen sie nun Bolschewiken oder Zaren sein, nicht in das Mittelmeer lassen, wobei sicher auch in London nicht übersehen wird, daß als Auswirkung des französisch-sowjetrussischen Militärpaktes im Falle kriegerischer Verwicklungen Frankreichs das Auftreten sowjetrussischer Flottenstreitkräfte im Mittelmeer eine für England vielleicht höchst unbequeme Lage schaffen könnte. Auf der andern Seite legt England seit einiger Zeit besonderen Wert auf gute Beziehungen zu Moskau, weil es in der Roten Armee Blüchers im Fernen Osten eine Sicherung vor Uebergriffen Japans auf die englischen Interessen in China oder gar in der Südsee sieht. Die gefürchtete Auseinandersetzung in Ostasien könnte sogar für England das freie Durchfahrtsrecht der russischen Schwarze-Meer-Flotte durch die Dardanellen schmackhaft machen. In Tokio dagegen ist man aus begreiflichen Gründen gegenteiliger Meinung und sucht die Gewährung des Durchfahrts- rechts an die Bolschewiken unter allen Umständen zu verhindern. Man sieht auch an diesem Beispiel, wie die nationalen Interessen für die Einstellung der Völker zu politischen Bindungen ausschließlich entscheidend sind.
jedoch in ihrer Opposition gegen die jüdischen Neber« griffe. Die englische Regierung ist auf jeden Notfall vorbereitet, wenn es zu Unruhen kommen sollte.
Mit Besorgnis werden auch die Berichte erwähnt, daß 2 00 arabische Scheichs in der transjordanischen Hauptstadt Amman Zusammentreffen werden. Besonders wichtig werde dabei die Haltung des Emir A b d u l l a von Transjordanien sein. Man fragt sich, ob er in der Lage sein werde, die aufwieglerischen Beduinenelemente im Zaum zu halten. In London rechnet man nicht damit, daß die transjordanischen Araber, wenn sie revoltieren sollten, die Grenze nach Palästina überschreiten werden, um die Araber zu unterstützen. Reuter schreibt, daß die Wurzel der Unruhen die jüdische Durchdringung des Landes sei. Man habe berechnet, daß die Juden zur Zeit ein S e ch st e l des Landes kontrollierten.
Attentat auf einen Zug in Palästina.
Jerusalem, 26. Juni. (DNB.) Am Freitagfrüh entgleiste ein glücklicherweise nur mit wenigen
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wirkliche Fühlung mit Deutschland herzustellen. Ich finde in Deutschland menschliche Wesen wie alle anderen, mit denselbenVorzügen und denselben Fehlern. Sie habey eine Leidenszeit durchgernachl, die wir niemals gekannt haben, und infolgedessen ist es schwierig für uns, ihre Empfindungen genau zu erkennen. Von dem deutschen Regierungssyslem möchte ich nichts sagen. Die Diktatur ist allen unseren Gedankengängen fern. Wenn aber eine Diktatur Leistungsfähigkeit schafft, wenn sie einer Ratio» Glauben und Idealismus einflöht, dann müssen wir dafür sorgen, daß die Demokratie, an die wir glauben, dieselben Ergebnisse erzielt. Laßt uns alles in unseren Kräften Stehende tun, um Vertrauen allen Ländern einzuflöhen und besonders gegenwärtig Deutschland und Italien! Ich hebe diese Länder hervor im Hinblick auf die gefährlichen Elemente in England, die in einem Falle nicht an die Ehrlichkeit Deutschlands glauben und die im anderen Falle wünschen, ihre Entrüstung über Italien zu zeigen, indem sie die Sanklionspolilik fortsehen. Diese beiden Standpunkte zeigen einen vollständigen Mangel an jeder gesunden Perspektive. Lord Londonderry erklärte dann, daß der Völkerbund in seiner gegenwärtigen Form nicht in der Lage sei, einen Krieg zu verhindern oder einen angefangenen Krieg zu beendigen. Man müsse daher eine neueOrganisation schaf -
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Zeigt Verständnis für Deutschland!
Oer ehemalige britische Lustfahrtm mister Lord Londonderry über die Bedeutung einer Zusammenarbeit Deutschlands, Englands und Frankreichs für den Frieden.
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nen die Gefahr riesengroß werden läßt, daß aus einem „unteilbaren Frieden" ein neuer großer Weltkrieg wird, sondern ein System zweiseitiger Nichtangriffspakte, das die Gewähr bietet, jeden Brand sofort zu lokalisieren, wird für Europa den Frieden erhalten. Das eben umschriebene Problem hängt auf das engste zusammen mit der Völkerbund sre form, wie sie auf Grund des setzt zur Liquidation stehenden Abessinienkonflikts zwischen dem Völkerbund und Italien von vielen Seiten für dringend notwendig gehalten wird wenn die Dölkerbundsidee als solche überhaupt noch aus der Krise in eine verheißungsvollere Zukunst hinüberqerettet werden soll. England vor allem hat aus dem so gänzlich mißglückten Sanktionsfeldzug des Völkerbundes gegen den „Angreifer Italien die Lehre gezogen, daß ber vielgenannte Artikel 16 des Völkerbundsstatuts, der die Verpflichtungen der Dölkerbundsmitglieder zu Sanktionen gegen einen festgestellten „Angreifer" und die gegenseitl- gen Beistandsleistungen bei Durchführung der Sanktionen enthält, einer gründlichen Ueberpru- fung bedarf, um zu vermeiden, daß Dolkerbunds- staaten sich ihrer Verpflichtungen entziehen und damit die Sanktionen illusorisch machen. England hat geglaubt, auf diesen Sanktionsartikel ein System kollektiver Sicherheit gründen zu können. Es hat aber erfahren müssen, daß stet- die eigenen nationalen Interessen der Boikerbnndsmstgsteder entscheidend waren für den «rad ihrer Bete stgung an dem Sanktionsfeldzug und ihrer B-r-itw,ll,g- keit zu Hilfeleistungen für den „»utz°rsten Fall eines Krieges mit dem „Angreifer . 2Iud) in 3u tunft wird sich kein Volk bereits,nden, in Erfüllung irgend welcher Verpflichtungen aus der Volker- bundssatzung und eines anderen Paktsystems toi lektioer Sicherheit in einen Krieg zu ziehen, der
seinen nationalen Interessen offensichtlich zuwiderläuft.
Aus dieser Lehre des Abessinienkonflikts die praktischen Folgerungen zu ziehen, ist nun Aufgabe des Völkerbundes. Aber England scheint keinen Wert daraus zu legen, ohne eigene sorgfältige Prüfung und ohne Fühlungnahme mit Frankreich dieses Problem in Genf in aller Oeffentlichkeit behandeln zu lassen. Es ist deshalb für Vertagung auf den Herbst. Auch die Locarno frage ist für eine Erörterung in Genf noch nicht reif, solange die Aussprache mit Deutschland infolge der englischen Rückfragen in Berlin noch nicht weiter gediehen ist. Es bleiben also die Sanktionen, deren Aufhebung bereits beschlossene Sache ist. Allerdings die Anerkennung der Annektion Abessiniens will England in Genf „weder vorschlagen noch ihr zustimmen". Die von England mit den Mächten des östlichen Mittelmeeres geschlossenen Beistandsabkommen sollen in Kraft bleiben und die im Mittelmeer getroffenen Flotten- maßnahmen nicht abgebaut werden solange die „Periode der Ungewißheit" dauert, das heißt solange England nicht einen Mittelmeerpakt mit oder ohne Italien unter Dach und Fach hat. Die römische Presse unterstellt den Engländern die Absicht die Dardanellen-Konferenz in Montreux für diese Zwecke des Zustandebringens eines Mittelmeerpaktes auszunützen. Italien ist ja aus eigenem Willen in Montreux nicht vertreten, wohl aber die Mitglieder der Kleinen Entente und des Balkanbundes, die neben Frankreich und Spanien für den geplanten Mittelmeerpakt in Frage kommen. Aber für England haben sich in Montreux noch andere Sorgen aufgetan. Die Forderung der Sowjetrussen, die Dardanellen auch im Kriegsfall für sowjetrussische Kriegsschiffe, Truppen- und
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, besichtigt am 29. und 30. Juni Truppen- teile des Heeres im Bereich des Wehrkreises V (Stuttgart). Bei dieser Gelegenheit wird der Generalfeldmarschall dem Reichskommissar für das Saarland einen Besuch abstatten.
Genf, 26. Juni. An der heutigen Sitzung des Völkerbundsrates nahm für Abessinien Ras Nasi b u teil. Er hatte jedoch keine Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, da Eden die Aussprache durch den Hinweis auf die Versammlung abschnitt. Eden schlug hinsichtlich der Locarno-Frage vor, eine Befragung der Ratsmitglieder über den Zei-t punkt zu veranstalten, an dem sich der Rat mit der Frage des Locarno-Vertrages beschäftigen könnte. Diesem Vorschlag wurde zugestimmt.
Der chilenische Delegierte begründete hierauf das Verlangen seiner Regierung, die Völkerbundsreform auf die Tagesordnung der bevorstehenden oder jedenfalls der ordentlichen Septembertagung zu setzen. Chile halte an dem Grundsatz der Universalität fest und wünsche daher, daß diejenigen Staaten, die dem Völkerbund nicht angehörten, gebeten werden, sich über ihren E i n- tritt in den Völkerbund zu äußern.
Litwinow warf die Frage auf, ob der chilenische Vorschlag nicht praktisch auf einer Zerstörung des Völkerbundes hinauslaufen würde. Man wisse nicht, ob ein neuer Bund besser wäre als der gegenwärtige. Vielleicht werde die Aussprache über die Sanktionen zu der Schlußfolgerung führen, daß der Völkerbund reformiert werden müsse. Er glaube, daß der Pakt nicht versagt habe, sondern daß man die Waffen, die der Pakt biete, nicht angewandt habe.
Auch der rumänische Außenminister T i t u l e s c u hielt die Unbestimmtheit des chilenischen Antrags für bedenklich. Sobald einmal beschlossen wäre, daß die 26 Artikel des Paktes durch noch unbekannte andere Bestimmungen ersetzt
Englische Gorge um Transjordanien.
London, 26. Juni. (DNB.) In Regierungskreisen ist die Stimmung der Beduinen- bevülkerung Transjordaniens Gegenstand der Besorgnis, da man ein Uebergrei- fen der arabischen Bewegung in Palästina befürchten muß. Der Oberkommissar in Jerusalem ist auch für die Ruhe und Ordnung in Transjordanien verantwortlich. Die Beziehungen zwischen den transjordanischen und palästinensischen Arabern sind zwar kühler Natur, sie einigen sich
Wahrer Iriedensgeisi.
Die für die Außenpolitik ihrer Länder verantwortlichen Staatsmänner Englands und Frankreichs haben sich vor ihrer Abreise nach Genf zu den Tagungen des Völkerbundsrats und der Völ° kerbundsoersammlung vor ihren-Parlamenten ausführlich über ihre Ansicht der weltpolitischen Lage und die daraus sich ergebenden Folgerungen geäußert und dafür den Beifall der überwiegenden Mehrheit ihrer Volksvertretungen erhalten. Sie könnten also nun unbeschwert von parlamentarischen Rücksichten wahrhaft großzügig und konstruktiv, mit dem Freimut, den eine starke innerpolitische Position und das Bewußtsein erlauben, mit sich selber über seine eigenen Absichten im Reinen zu fein, unverzüglich den Kurs ansteuern, der ihrer Meinung nach zu dem von allen gleichermaßen als vordringlichste Aufgabe bezeichnetem Ziel der W i e- derherstellung der europäischen Zu - fammenarbeit führt. Aber weit gefehlt. Was so simpel klingt, hat in den Gedankengängen der Diplomaten nichts an seiner alten Kompliziertheit verloren. Hinter den der Oeffentlichkeit vorgetragenen großen und deshalb auch einfachen Aufgaben europäischer Politik lauern die alten Bedenken, das alte Mißtrauen, die alten Sonderinteressen, die alte Unaufrichtigkeit und bereiten schon die Fallen und Sackgassen vor, in denen sich die ehrlichen Bemühungen um die Wiederherstellung einer europäischen Zusammenarbeit tot laufen sollen.
In den großen Parlamentsreden der letzten Woche ist unschwer der Wunsch der leitenden Staatsmänner in Paris und London erkennbar, den guten Willen zu einer Verständigungspolitik zu betonen und es wird ihnen auch nicht die Aufrichtigkeit bestritten werden können, diese Friedenspolitik ehrlich zu wollen, schon allein weil sie für England sowohl wie für Frankreich ein Gebot der politischen Zweckmäßigkeit ja vielleicht der Lebenserhaltung ist. Aber diese Bereitschaft wird von soviel wenn und aber begleitet, mit soviel Vorbehalten, Einschränkungen und Bedenken aus der alten, aber anscheinend unergründlichen Mottenkiste des Mißtrauens und Argwohns verklausuliert, daß schon allein diese von solchen Rückständen einer Zeit erbitterten Kampfes aller gegen alle niemals gereinigte Atmosphäre eine ernste Belastung für jedes Gespräch über neue Grundlagen einer europäischen Zusammenarbeit bedeuten muß. Wenn z. B. der englische Außenminister Eden auf der einen Seite feststellte, daß die Mitarbeit Deutschlands für den Frieden Europas nicht zu entbehren fei und England sich nichts Besseres wünsche als die Zusammenarbeit mit Deutschland, auf der anderen Seite aber erneut die Notwendigkeit der einseitigen militärischen Bindungen Englands zum Schütz der französischen und belgischen Grenze betonte und auf die in Berlin gestellte Rückfrage zu sprechen kam, ob Deutschland den gegenwärtigen Stand Europas anerkenne, so zeugt dieses Nebeneinander noch von einer Einstellung, die peinlich an jene Zeiten erinnert, in denen man mit Deutschland nur in der Rolle des bis an die Zähne bewaffneten Gendarmen mit vorgehaltenem Revolver „verhandeln" zu könne, glaubte und von dem Verhandlungspartner vorweg erst Beweise seines guten Willens forderte, selber aber Vertragsbrüche und Hinterhältigkeiten als das gute Recht des Siegers bedenkenlos für sich in Anspruch nahm.
Noch deutlicher erhellt dies trotz der außerordentlich konzilianten Form aus der außenpolitischen Erklärung des neuen Kabinetts der D o l k s f r o n t in Frankreich. Zwar hält man sich in wohltuender Weise fern von jenen noch zu Zeiten Flandins durchaus üblichen Spitzen, Ausfällen und Verdächtigungen gegen den deutschen Nachbar, man würdigt den Frontkämpfergeist, in dem des Führers Friedenswille wurzelt und sagt aufrichtige Prüfung der deutschen Vorschläge zu. Aber man spricht im gleichen Atemzuge auch schon wieder mit warnend erhobenem Zeigefinger von den „Lehren, Erfahrungen und Tatsachen", die angeblich Frankreich zur äußersten Vorsicht mahnen müssen. Und dann kommen wieder die altbekannten Schlagworte vom „unteilbaren Frieden" und von der „kollektiven Sicherheit", die bei Licht besehen nichts anderes bedeuten als der Versuch einer Rechtfertigung der französischen Bündnispolitik im allgemeinen und des Militärpaktes mit derSowjet- Union im besonderen. Die Moskauer Diplomatie bedient sich ihrer mit besonderer Vorliebe, um ein Mittel zu haben, sich in alle europäischen Dinge einzumischen, und in Paris und London will man es nicht wahr haben, daß es der französisch-sowjetrussische Pakt war, der die machtpolitischen Voraus- setzunqen in Westeuropa für ein Luftabkommen sowohl wie für einen Vertrag über Rüstungsbeschränkungen so gründlich verschoben hat, daß weder diese als Ergänzung des Locarnopakts gedachten Abmachungen irgendwelche Aussicht auf Verwirklichung hatten, noch Deutschland langer darauf verzichten konnte, seine Sicherheit gegen die Drohung einer französisch-sowietrussisch-tschecho- slowakischen Militärallianz alten Stils m eigener Aufrüstung und Wiederherstellung seiner Mültar- hoheit in den besonders gefährdeten westlichen ®^PTran37fUt ü n d n i s s y st e m , un- ter dem anscheinend auch das neue Vo^sfrontkabi- nett die „kollektive Sicherheit" begreift, das aber in Wahrheit nichts anderem dient als der Aufrechterhaltung der in Versailles geschaffenen Vormachtstellung Frankreichs in Europa ist unvereinbar mit einem auf Verständigung und Zusammenarbeit freier und gleichberechtigter Volker beruhenden europäischen Frieden. Nicht Öre Sicherung eines „unteilbaren Friedens durch Regionalpakte und etn unübersehbares Netz von ®^pfhd)tungen, die bei jedem Konflikt zweier europäischer Natio-
3.3-5
werden sollen, könnte von einer Autorität des l y v „ „ .
Völkerbundes nicht mehr gesprochen wer- die Gewalt eines Angreifers eingeben. Außerdem sei es in der heutigen verworrenen setzt ist. Unser Volk hat das Recht sich frei zu re- Lage, die voller Kriegsgefahren sei, nicht gieren, nicht verloren.
an der Zeit, den Völkerbund zu entwaffnen, um ihn --------
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Soldaten besetzter Personenzug der Haifa—Pda- Bahn. Der Lokomotivführer und ein Soldat wurden unter der umstürzenden Maschine begraben und konnten nur als Leichen geborgen werden. Zwei andere Soldaten wurden schwer verletzt. Die Untersuchung ergab, daß zwei Schienen g e l ö st waren und so die Lokomotive und den ersten Wagen zur Entgleisung brachten. Im Augenblick der Katastrophe eröffneten d i e Attentäter auf die in den Hinteren Wagen mitfahrenden Soldaten ein heftiges Gewehrfeuer. Auf beiden Seiten gab es mehrere Verletzte.
Südlich von Nablus wurde eine Militärpatrouille von Freischärlern überfal- l e n. Eine zweite Patrouille, die zum Schutz der Durchführung von Reparaturarbeiten an der Telegraphenleitung beordert war, wurde gleichzeitig von einer Gruppe Araber in Stärke von etwa 50 Mann überfallen. Auf ihre Notsignale wurden so- fort Truppen und Flugzeuge ausgesandt. In dem sich entspinnenden Gefecht wurden drei Araber getötet und mehrere Soldaten verletzt. Die Araber zogen sich in das Gebirge zurück.
an der Erfüllung der Aufgaben zu hindern, für die er geschaffen worden sei.
Der französische Außenminister D e l b o s erklärte, es liege Frankreich fern, den Pakt für Unzulänglichkeiten verantwortlich zu machen, die ihm nicht zugerechnet werden könnten. Es wäre sehr gefährlich, zu hochstrebende oder zu bestimmte Pläne in Angriff zu nehmen, die alles verderben könnten. Mit Nutzen könnte man dagegen gewisse bescheidene greifbare Vorschläge ins Auge fassen, die die Grundsätze der kollektiven Sicherheit verstärken würden. Er bitte den Rat, feine sofortige Entscheidung zu treffen, damit man auf der n ä ch st e n Versammlung etwaige Anregungen entgegennehmen könne.
Diesem Vorschlag schlossen sich Eden, der polnische und der türkische Außenminister an. Der chilenische Delegierte erklärte, daß es für seine Regierung entscheidend sei, zu verhindern, daß die ganze Welt in eine Katastrophe hineingezogen würde.
Der Negus fordert vom Völkerbund sein Recht.
Genf, 26. Juni. (DNB.) Der Negus hat in seinem Hotel die Presse empfangen. Er hält feine Ansprüche unvermindert aufrecht und verlangt in scharfen Worten, daß derVölkerbundseinenVer- pflichtungengerecht wird. Er sagte u. a.: Wir sind hier als Sprecher des abessinischen Volkes und wir werden unsere ganzen Kräfte der Verteidigung seiner gerechten Sache widmen. Unsere Regierung im Westen ist die einzige rechtmäßige Regierung unseres Landes. Der Völkerbund kann sie weder verleugnen noch ihr Handeln einschränken oder
186. Jahrgang 5
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