Ausgabe 
27.5.1936
 
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Oberheffen

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!knk. - bW !«i m. Die Gäste wurden von Kurdirektor ^rei» Da l?rrn v. Wechmar herzlich begrüßt. Die finni-

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25 Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

Schram's Puddingpulver muß es sein.

Derin'Schram's Puddihg schmeckt fein!

* Bad-Nauheim, 26. Mai. 2 0 finnische lerzte besuchten in den letzten Tagen auf Ein­ladung des Hessischen Staatsbades Bad-Nau­

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Hinteren Eingang des Gebäudes. Sie sah in das kleine Wohnzimmer Jens Petersens. Da saß er schon über Schulhefte gebeugt.

Jens Petersen", rief sie leise.

Er fuhr auf:

Fräulein Benedikte?"

Kann ich Sie sprechen?"

Ich komme gleich." Er nahm sich gar nicht erst die Zeit, aus der Tür zu gehen. Mit einem Satz war er über das Fensterbrett des ebenerdigen Zimmers.

In fliegender Eile erzählte Benedikte dem Freunde, was geschehen war.

Warum ist er denn gegangen?" fragte Petersen.

Benedikte wurde rot:

Wir wir hatten eine Auseinandersetzung."

Sie war nicht imstande, mehr zu sagen. Still senkte sie den Kopf. Ihr war, als müßte er ihr ansehen, warum sie Hans-Hermann abgewiessn hatte. Er schaute auf ihren gesenkten blonden Schei- tel. In ihm stieg es heiß und sehnsüchtig auf: sie jetzt in seine Arme nehmen dürfen, ihr jetzt sagen können, was er für sie fühlte. Aber er durfte in diesem Augenblick nicht an sich denken. Sie war in Sorge um ihren Verwandten. Und er teilte diese Sorge, so wenig freundlich Hans-Hermann ihm auch in den letzten Wochen entgegengekommen war.

Der alte Josua hat recht. Da oben auf der ,Burg<, das ist kein Aufenthalt für einen Menschen wie Hans-Hermann", äußerte er bedenklich.

Sie haben auch von irgendwelchen Gerüchtett

Josua sprach davon."

Ich gebe nichts auf Gerüchte", wehrte er ab. Ich meine es in einem andern Sinne. Die Men­schen da oben führen das Leben von Leuten, denen Geld nichts bedeutet, es ist ein nichtstuerifches Leben. Hans-Hermann aber scheint mir nicht genug gefestigt, um dann wieder in den harten Kampf des Daseins hineinzufinden."

Was soll man tun?" fragte Benedikte angstvoll. Ach, Jens Petersen, ich fühle mich Hans-Hermanns Vater gegenüber gewissermaßen verantwortlich, weil ich meinen Detter mit hierher genommen habe. Wenn dem Jungen etwas zustößt, ich meine seelisch, ich könnte nicht wieder froh werden."

(Fortsetzung folgt!)

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vernommen.

Finnischer Aerztebesuch in Bad-Nauheim.

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3r. Lübbecke im Kurfürstenzimmer desRömer" willkommen geheißen. Hieran schloß sich ein Rund- ,ang durch den Römer, die Altstadt und das Goethe- »aus an. Die finnischen Gäste schieden in großer Dankbarkeit von ihren Gastgebern und versicherten, in ihre Heimat zurückzukehren mit der größten Be­wunderung und dem Willen, ihren Landsleuten das wahre Deutschland schildern zu wollen.

An der Hochspannungsleitung tödlich verunglückt.

Lpd. Büdingen, 26. Mai. Der Elektromonteur Dilli K e h l aus Selters (Kreis Büdingen) verun- ilückte bei Montagearbeiten an der Höch­st an n un g s l e i t u n g in der Nähe des Hofes Lreidenhöhe tödlich. Er war mit einer Leiter der Leitung zu nahe gekommen und fiel dadurch dem Strom zum Opfer.

Landkreis Gießen

CO Klein-Linden, 26. Mai. Der Spar» - nd Darlehenskaffen-Verein Raiff- i i f e n hatte für Samstagabend feine Mitglieder in das GasthausZur deutschen Eiche" zur Jahres- dauptversammlung eingeladen. Direktor Karl Lotz irstattete den Jahres- und Geschäftsbericht, aus dem «. a. zu ersehen war, daß die Mitgliederzahl im Berichtsjahr 165 betrug. Ueber die Bilanz berichtete Eenossenschaftsrechner Wilhelm Fourier. Aus Der Rechnung sind folgende Zahlen entnommen: Die Höhe der Darlehen betrug 23 210 Mark. Die Verzinsung für Darlehen betrug 5 v. H. bei Dar­lehen gegen Bürgschaft, 5,5 v. H. gegen solche mit Schuldschein. An Zinsen wurden 1348 Mark gut­geschrieben. Der Umsatz im Warengeschäft betrug $8 952 Mark. Die Forderungen für Warenlieferun­gen beliefen sich am Bilanztag auf 1642,73 Mark. Bei der Landesbauernkasse in Frankfurt hatte die Genossenschaft am Bilanztage ein Guthaben von 4184,95 Mk. Der Reingewinn betrug 204,58 Mark. Dividende wird in Höhe von 3 v. H. ausbezahlt.

satzungsgemäß ausscheidenben Mitglieder wurdet wiedergewählt. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen.

§ Göbelnrod, 26. Mai. Auf Veranlassung des Ob st- und Gartenbauvereins fand am Sonntag ein Rundgang durch die Obstanlagen unsrer Gemarkung statt. Der Vereinsvorsitzende, Baumwart Fuchs, sprach dabei über die Bedeutung der Obst« baumpflege in der Erzeugungsschlacht und machte die Rundgangteilnehmer mit der fachgemäßen Aus­führung aller Baumpflegearbeiten, insbesondere auch mit der Schädlingsbekämpfung eingehend bekannt. An dem Rundgang nahmen zahlreiche Baumbesitzer teil.

Obbornhofen, 26. Mai. In den letzten Wochen wurde hier eine Umgestaltung des Kir­chenplatzes vorgenommen. Das vor Jahrzehnten dort gepflanzte Buschwerk hatte sich stark verbreitert, so daß die angelegten Wege nur schwer zu begehen und die Freilandflächen von Wildpflanzen aller Art bestanden waren. Auf Anregung unseres neuen Pfarrers Schäfer und unter feiner tatkräftigen Mithilfe wurde eine Auslichtung des Zierstrauch­werkes vorgenommen und das Wegenetz neu her­gerichtet. Gegenüber der Haupttür des Gotteshauses wurde ein erhöhtes Blumenbeet geschaffen und zu beiden Seiten des Kirchweges Rosen- und Blumen­pflanzungen angelegt. Schön wirkt auch die Einfas­sung des Pfades zum Friedhof, deren Linienführung der Einzäunung gut angepaßt wurde. Die ganze Anlage ist mustergültig und trägt den Forderungen moderner Landschaftsgestaltung in jeder Hinsicht Rechnung.

A Aus der mittleren Wetterau, 26. Mai. Sommer- und Wintergetreide versprechen eine gute Ernte. Der Roggen ist in die Aehre geschossen. Die kühle Witterung der letzten Zeit hat den Halm besonders gekräftigt, so daß die Gefahr der Lagerung nicht zu erwarten ist. Bei Winterwei­zen tritt vereinzelt Rost auf. Besonders üppig hat sich die Wintergerste entwickelt, deren Aehren bereits blühen. Für Gerste und Hafer war die Witterung auch recht günstig, die Bestockung erfolgte gleichmäßig, so daß keine Fehlplätze sichtbar sind. Die Kartof­feln stehen reihenweise. Der gleichmäßige Stand ist eine Folge des fast allgemein durchgeführten Saatgutwechsels. Vielfach hört man Klagen über Schäden an den Saaten von Dickwurz und Zucker­rüben. Vereinzelt tritt die Larve des Rübenaas­käfers, landläufigDickwurzwurm" genannt, so stark auf, daß Aecker umgelegt werden müssen. Der vor vier Wochen gesäte Lein ist schon handhoch ge-, wachsen. Da die Freihaltung von Unkraut eine wichtige Kulturmaßnahme für diese Faserpflanze ist, geht man eifrig an die Bekämpfung der Disteln. Erstmalig sieht man auch Aecker mit Futtergemenge­bau unter Beimischung von Sonnenblumensamen. Auch der Körnermaisbau hat heuer neue Anhänger gefunden, da die Erträgnisse im Vorjahre recht zu­friedenstellend und lohnend waren. Winterraps und Winterrübsen gehen der Reife entgegen, so daß in diesem Jahr noch eine Zweitfrucht nachgebaut wer­den kann.

Kreis Bübingen.

§ Nidda, 25. Mai. Altem Brauche gemäß tra­fen sich gestern dahier die 50-Jährigen des Kirchspiels Nidda, wozu außer Nidda noch die Gemeinden Bad Salzhausen, Kohden, Michelnau und Unter-Schmitten zählen, zu einem gemütlichen Stelldichein. Von einst 44 Schulkameraden deckt schon zehn der kühle Rasen. Nach dem Treffen am Marktbrunnen begab man sich im geschlossenen Zuge zur Stadtkirche, wo Pfarrer Siegfried Werner zu Viernheim, einer der Schulkameraden, in der Festpredigt eine zu Herzen gehende Ansprache hielt. Nach dem Gottesdienste besuchte man die Gräber der einstigen Pfarrer und Lehrer. Einem Rund­gang durch das Heimatstädtchen schloß sich ein ge­meinsames Mittagsmahl in derAlten Post" an. Die offizielle Feier mit Angehörigen und geladenen Gästen wurde durch Ansprachen, Musik- und son­stige Unterhaltungsoorträge unter Austausch von fröhlichen Erlebnissen aus der Jugendzeit bis tief in die Nacht hinein ausgedehnt.

O N i d d a, 26. Mai. Infolge massenhaften Auf­tretens der Blutläuse ordnete die Bürgermeiste­rei auf Grund einer Polizeiverordnung des Kreis­amtes Büdingen an, daß mit der Vertilgung der Schädlinge sofort begonnen werden muß. Erfolgt die Vernichtung der Blutläuse innerhalb einer be­stimmten Frist nicht, so wird die Beseitigung seitens Oer Stadt auf Kosten der Säumigen ausgeführt.

hen Gäste besichtigten mit großem Interesse die !ade- und Kuranlagen, das Balneologische Unioer- iräts-Jnstitut, das W. C. Kerckhoff-Jnstitut, das jonitzkystift und das Deutsche Kurheim. Die tech- i schen Erklärungen bei der Führung durch die lade- und Kuranlagen gaben Oberbaurat Lau- ann und Dr. Müller. Professor Weber brach über die Methode derHerztonaufnahmen". Jm Kerckhoff-Jnstitut gab Professor Koch Erklä- nngen über die Forschungsaufgaben des Instituts mb führte die Gäste durch das Haus. Prof. L u e g cklärte die Bestimmung des Konitzkystiftes und be- 'chtete über die Heilerfolge in der Anstalt. Im putschen Kurheim hatte Direktor Lis so die Füh­lung durch das fiaus übernommen. Die finnischen -äste waren überwältigt von dem Gesehenen. Sei einem gemeinschaftlichen Abendessen, bei dem kurdirektor Freiherr v. Wechmar nochmals seine Säfte begrüßte, sprach einer der finnischen Herren -n Namen seiner Kollegen den Dank für die Gast- reundschaft, die man ihnen entgegenbrachte, aus. Sein Gruß galt besonders auch dem Ehrenmitglied ler finnischen AerztegesellschaftDuodecim", Prof. Leber. Der finnische Redner erklärte, er und eine Kollegen sähen in dieser Reise die Idee der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständ- risses der beiden Völker verwirklicht. Für Montag lotte die Firma E. Merck (Darmstadt) zu einem besuch ihrer Fabrikationsanlagen eingeladen. Ein weistündiger Rundgang erregte hie Bewunderung er Finnen. Auf der Rückfahrt hatten die Gäste üe große Freude, das LuftschiffHindenburg" be- lchtigen zu können. In Frankfurt wurden die Herzte und ihre Damen im Namen der Stadt von-

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Roman von Marlise Kölling.

Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.

Iraner dr n Kind und dritten Sohn des Schweinesütterers - < 5laui> Andreas Müller, beschäftigt auf dem Hofgut Cngeltal bei Altenstadt, die Ehrenpatenschaft

Nach unserer gestrigen Aussprache wirst Du wohl selbst fühlen, daß es besser ist, wenn ich gehe. Ich wünsche Dir alles Gute.

Hans-Hermann."

Benedikte war blaß geworden. Stumm legte sie den Brief auf den Tisch zurück.

Um Gottes willen was ist denn geschehen?" Fräulein Giesecke beugte sich erschreckt herüber. Benedikte wies kraftlos auf den Brief:

Lesen Sie."

Und dany brach sie in Tränen aus. Es war zu unvermutet. Sie hatte doch wirklich an Hans-Her- mann gehangen. Und wenn sie ihm auch nicht eine Liebe geben konnte, wie er sie gefordert hatte, mußte er deswegen so von ihr gehen? Was würde man nun im Dorfe sagen! Was für einen Eindruck mußte das machen!

Aber vor allen Dingen, was wurde mit dem Jungen? Er hatte ja überhaupt kein Geld. Was würde er beginnen? Was würde fein Vater sagen? Sie war sicher: alle würden ihr Vorwürfe machen. Und sie hatte doch nichts getan. Die Angst um Hans-Hermann schnürte ihr das Herz ab.

Fräulein Giesecke wollte sie trösten, aber Bene­dikte konnte jetzt kein Wort vertragen. Sie mußte zuerst allein mit sich fertig werden, und dann mußte sie den einzigen guten Freund ins Vertrauen ziehen: Jens Petersen.

Jens Petersen ging mit unruhigem Gesicht vor Benediktes Garten auf und ab. Es war schon fünf Dftinuten vor acht und gleich Zeit zum Schulbeginn. Um diese Zeit pflegte Benedikte schon längst auf zu jein und im Garten zu arbeiten.

Ach, da kam sie endlich. Sein Gesicht strahlte auf. Auch ihre Augen wurden froh. Schnell kam sie zum Zaun gelaufen und reichte ihm die Hand herüber:

Guten Morgen, Jens Petersen."

Guten Morgen, Fräulein Benedikte! Wo sind Sie denn gestern abend gewesen? Ich kam mit dem Segelboot an Ihrem Garten vorbei nichts hat fid) gerührt."

Benedikte lächelte:

Große Einladung, Jens Petersen. Denken Sie, >ich war gestern mit Hans-Hermann oben auf der »Burg'."

Auf der ,Bürg'? Wie kommen Sie denn da hin?"

..Erst einmal fein mit einem schnittigen Wagen", nedte Benedikte. Dann erzählte sie Jens Petersen, was sich gestern ereignet hatte. Sie berichtete von dem Besuch Steffens' und der Einladung auf die Burg".

."Ein entzückender Abend", schwärmte sie,so leicht und beschwingt! Es hat mir nur eins leid getan: Sie hätten mit dabei sein müssen!"

Ich glaube kaum, daß ich in diese Gesellschaft passe.

3*ns sagte es merkwürdig unfreundlich.

Jia, beißen Sie nur nicht gleich! Haben Sie etwas gegen die Leute da oben?"

Nein."

Es kam merkwürdig abweisend und etwas zögernd ^^aus. Und plötzlich sagte Jens Petersen hastig:

Entschuldigen Sie, ich muß hinüber! In zwei Minuten fängt der Unterricht an."

Er verabschiedete sich eilends von Benedikte. Da draußen auf der Straße kam auch schon ein Trupp

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pn'S 9er Führer Ehrenpate beim 13. Sind.

Bübingen, 26.Mai. (LPD.» Der Führer

Kino d Reichskanzler hat bei dem 13. leben- ü-n Kind und dritten Sohn des Schweinesütterers

Als sie das Zimmer verließ, stand Josua im Gange. Er sah Die Tränenspuren auf Benediktes Gesicht:

Weiß ich, wohin junger Herr gegangen fein", sagte er geheimnisvoll,er telephonieren hinauf nach ,Burg', ist schönes junges Mädchen ihm ent­gegengekommen. Hat er Koffer hereinfahren machen auf ,Burg'. Ist nicht gut, daß er fein dort. Viel Geld und niemand weiß, woher."

Benedikte erschrak heftig:

Wie meinst du das, Josua?"

Josua schüttelt bekümmert seinen Wollkopf:

Ich nicht wissen. Aber Leute reden soviel im Dorf, nicht gut für jungen Herrn dort fein oben."

Benedikte konnte es kaum erwarten, bis die Schule aus war. Als sie das fröhliche Lärmen und Toben der Kinder vor dem Schulhaus hörte, eilte sie durch den Garten über die Wiese zum

rbsflugzeug- Rangsdorf!

in der Straßensammlung 18,39 Mark, für die Jugendherbergen 14,14 Mark.

<3 Saubringen, 26. Mai. Bei der Samm- lung für den VDA. wurden hier durch Sam­melheftchen 20 Mark gesammelt. Bei dem Reichs- Opfertag wurden 25 Mark aufgebracht. Infolge eifriger Werbetätigkeit für den zivilen Luftschutz ist die Mitgliederzahl der hiesigen Gruppe des Reichsluftschutzbundes ständig im Wachsen begriffen. Gegenwärtig gehören der Gruppe etwa 15 v. H. der gesamten Einwohnerzahl als Mit­glieder an.

wg. Großen-Buseck, 26. Mai. Die Wer­bung für die Adolf - Hitler - Freiplatz­spende in unserer Ortsgruppe ist vorläufig ab­geschlossen. In Großen-Buseck werden fünf, in Burkhardsfelden drei SA.-Männer und in Oppen­rod ein SA.-Mann Aufnahme finden, für SS.- Männer sind sechs, bzw. je eine Stelle gezeichnet worden, an Kinder-Freiplätzen wurden 34, bzw. acht bzw. neun zur Verfügung gestellt. Die hiesige NS. -Frauenschaft veranstaltete am Sams­tag im Saale des Gastwirts Wagner einen Werbeabend fürMutter und Kind". Dazu waren auch die Mitglieder des Alice-Frauen- vereins und zahlreiche weitere Volksgenossen er­schienen. Nach der Begrüßungsansprache der Frauen- schastsführerin, Frau Schneider, folgten schön gesungene Lieder der Frauenschaft, Gedichtvorträge von Schulkindern, einige Theaterstückchen und musi­kalische Darbietungen einer Schülerkapelle mit Geige und Ziehharmonika. Den Abschluß der Dar­bietungen bildete eine Verlosung von Säuglings­wäsche und Küchengeräten, die größtenteils von den Frauenschaftsmitgliedern gestiftet waren. Dem Reichsmütterdienst konnte aus dieser Verlosung ein ansehnlicher Betrage zugeführt werden. Mit dem Gruß an den Führer und dem gemeinsamen Ge­sang der ersten Verse des Deutschland-Liedes und Horst-Wessel-Liedes schloß der Abend. Auf dem Anger inmitten des Dorfes sind im Laufe der letzten Woche begrüßenswerte Erneuerungen der Blumen- und Strauchanlagen, wie auch eine Erweiterung des Springbrun­nens durchgeführt worden. Die Gemeindeverwal­tung hat ferner am Rande der nahegelegenen Wäl­der eine größere Anzahl Ruhebänke aufstellen lassen. Diese Verbesserungen werden allgemein dank­bar begrüßt.

Reiskirchen, 26. Mai. Am Sonntag hielt die hiesige Spar - und Darlehenskasse im SaaleZum Hirsch" ihre diesjährige Generalver­sammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Sebastian Schmidt leitete die Versammlung mit einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder ein. Dann erstattete der Kontrolleur Philipp Stumpf den Geschäftsbericht von 1935. Zu Anfang des Jah­res waren es 347, Ende des Jahres 345 Mitglieder. Die Spareinlagen vermehrten sich um rund 1300 Mark. Eingelegt wurden im Berichtsjahr 73 822, abgehoben 72 555 Mark. Der größte Teil des ab­gehobenen Geldes wurde für Bauzwecke in Reis­kirchen und Umgegend verbraucht. In feinem Be­richt richtete der Kontrolleur einen Aufruf zum Sparwillen. Am Nationalen Spartag ergab sich der Betrag von 4200 Mark. Die Schulsparkasse von Reiskirchen und Hattenrod erbrachten im verflosse­nen Jahr den Betrag von 1170 Mark, seit dem Bestehen der Kassen einen Betrag von 17 810 Mark. Reservefonds und Betriebsrücklage betragen rund 27 000 Mark. Der Umsatz stieg von 2 598 814 Mark im Jahre 1934, auf 3 001 110 Mark im Jahre 1935. Das Warengeschäft belief sich im abgelaufenen Jahre im Soll auf 28 800 Mark, im Haben auf 31 825 Mark. Die Steigerung ist hauptsächlich durch den Absatz von Obst (Zwetschen) zu verzeichnen. Auf Reiskirchen entfielen rund 6000 Mark. Die hiesige Sparkasse hatte im vergangenen Geschäfts­jahr einen Reingewinn von 1602,15 Mark, der wie folgt verteilt wurde: 4 v. H. Dividende, der Rest für Reservefonds und Betriebsrücklage. Am Schluffe feines Berichtes wies der Kontrolleur auf den Mann hin, der mit übermenschlichem Willen und durchschlagender Energie rechtzeitig das Steuer unseres Staatsschiffes in die heutigen Bahnen lenkte, auf unseren Führer Adolf Hitler. Auf ihn wurde ein dreifaches Sieg-Heil ausgebracht. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Aus dem Vorstand sind ausgeschieden Hein­rich Philipp S ch v m b e r und Wilhelm Albach , Grünberg, der erstere aus Gesundheitsrücksichten, der letztere wegen zu starker anderweitiger Inan­spruchnahme. Als Direktor wurde der Ortsbauern- führer Heinrich Fritzel neugewählt. In den Auf- fichtsrat wurden neugewählt Philipp Damm XI. und Adolf Horn, Burkhardsfelden. Die übrigen

Dem Winterhilfswerk werden 30 Mark überwiesen. Die Versammlung beschloß, den Reingewinn nach Abzug der Versammlungsunkosten dem Reservefonds au überweisen. Dem Vorstand, Aufsichtsrat und Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorsitzende Des Aufsichtsrates August Naumann berichtete über die gesetzliche Revision, bei der sich keinerlei Anstände ergeben haben. Nach Wiederwahl bzw. Neuberufung in den Vorstand setzt sich die Leitung der Genossenschaft folgendermaßen zusammen: Vor­sitzender: Karl Lotz; Stellvertreter: Friedrich L u h; Beisitzer im Vorstand: Otto Hahn, Wilhelm Stein und Heinrich Ufer. Dem Aufsichtsrat ge­hören an: als Vorsitzender: August Naumann; Stellvertreter: Ludwig V o 1 k IV. und als Beisitzer: EhrPoph Bocking, Friedrich Klein, Anton Weller und Ludwig W eilet I.; Genossenschafts­rechner ist Wilhelm Fourier. Zum Schluß for­derte der Vorsitzende noch zu stärkstem Einsatz für die Genossenschaft im Interesse der Mitglieder auf und brachte ein Sieg-Heil auf den Führer aus.

A G r o ß en - L i n d e n, 26. Mai. Dieser Tage konnte die älteste Einwohnerin unseres Ortes, die Landwirtswitwe Katharina Wag- n e r, Frankfurter Straße 103, ihren 91. Ge­burtstag feiern. Die Schulkinder im Alter von 10 bis 14 Jahren sammelten in ihrem Ver­wandten- und Bekanntenkreis für den Volks- bund für das Deutschtum im Auslande den Betrag von 47 Mark. Am Samstag und Sonn­tag wurde für den gleichen Zweck eine Haus- und Straßensammlung durchgeführt, wobei durch den Verkauf von Kornblumen 46,48 Mark eingingen, obwohl beide Sammlungen wegen der Sammelpause im Sommer dicht aufeinander folgten. Weitere Mittel fließen dem VDA. hier für seine völkische Schutzarbeit durch die monatlichen Beiträge der Schulgemeinschaft zu. Dieser gehören im laufenden Schuljahr etwa 120 Schüler als Mitglie­der an. Die Erwachsenengruppe des VDA. umfaßt 36 Mitglieder. Zu dieser Zahl kom­men jedoch die vielen hier ansässigen Eisenbahn­beamten hinzu, die auswärts in ihren Betrieben die Mitgliedschaft des VDA. erworben haben.

Lollar, 26. Mai. Bei der durch Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe des V o l k s b u n b e s für das Deuts chtum im Aus 1 ande veranstal­teten Haus- und Straßensammlung ging ein Be­trag von über 38 Mark ein. Die vor einiger Zeit durch die Schulkinder durchgeführte Heftchensamm­lung erbrachte etwa 51 Mark.

I Lollar, 26. Mai. Die hiesige Gemeinde- gruppe des Reichsluftschutzbundes ver­anstaltete am Sonntagabend im SaalbauZur Linde" eine Feier aus Anlaß des dreijährigen Be­stehens des Bundes. Zu Beginn begrüßte Der Ge­meindegruppenführer Lehrer Eberle die Mit­glieder des RLB. und die übrigen Besucher. So­dann hielt er einen Vortrag, in dem er die Grün­dung und Entwicklung des RLB. in den drei Jahren seines Bestehens zeigte. Weiter behandelte der Red­ner die Frage der Notwendigkeit des Luftschutzes und warb für den Luftschutzgedanken und den RLB. Seine Rede klang in einSieg-Heil" auf Führer und Vaterland aus, an das sich das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied anschlossen. Der Spielmanns- zug des Jungvolks trug durch feine schneidigen Märsche, der Musikzug der SA. durch feine guten Darbietungen, der Turn-Gesangverein durch seine schönen gemischten Chore und Fräulein Elli Fuchs durch ihre sehr gut vorgetragenen Mundartgedichte wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. In seinem Schlußwort dankte der Gruppenführer allen Mitwirkenden. Leider wies die Feier im Hinblick auf die Größe der hiesigen Gemeindegruppe, die über 800 Mitglieder zählt, einen schlechten Besuch auf, eine Folge der Häufung aller möglicher Ver­anstaltungen in den letzten Tagen. Die von dem RLB. am 23. und 24. Mai durchgeführte Haus- und Straßensammlung erbrachte den Be­trag von nahezu 52 Mark.

# Staufenberg, 26. Mai. Die Bau­tätigkeit in unserem Orte ist bis jetzt rege. Gegenwärtig wird an zwei Neubauten gearbeitet, mit weiteren Bauten ist in der nächsten Zeit zu rechnen. Am Sonntagabend hielt Dr. Mi11er - meier im Lokale des Gastwirts Geißler einen Vortrag über die Bedeutung des Luftschutzes auf dem Lande.

> Mainzlar, 26. Mai. Die von den Schul­kindern durchgeführte Sammlung für den VDA. erbrachte in der Blocksammlung 18,55 Mark,

flachshaariger Kinder vorbei. Als sie Jens Petersen bemerkten, stürzten sie auf ihn zu. Er hätte zehn Hände haben mögen, um alle die sich ihm entgegen» streckenden Kinderhändchen zu fassen. Sie hingen an ihm, lachten, erzählten. Von dem fröhlichen kleinen Volk umquirlt, schritt der junge Lehrer der Schule zu.

Benedikte blieb mit einem Gefühl des Unbehagens zurück.

Was hatte Jens Petersen nur? Er war doch sonst immer so beherrscht und gleichmäßig. War es ihm nicht recht, daß sie oben auf derBurg" Besuch gemacht hatte?

Plötzlich kam ihr ein Gedanke: Er dachte wahr­scheinlich, sie würde von nun an zuviel da oben sein, es könnte ihm etwas von ihr genommen werden. Sicherlich, das war der Grund. Da wurde sie wieder fröhlich.

Dummer, lieber Jens Petersen, weißt du denn nicht, daß niemand und nichts mich von dir fort- nehmen kann?! Er war ganz gewiß ein bißchen eifersüchtig. Zum ersten Male, daß er das zeigte!

Aber wenn er eifersüchtig fein konnte, dann war er ihr ja gut. Warum sprach er da nur niemals? Fühlte er nicht, wie sie zu ihm stand? Vielleicht war es seine Sprödigkeit und Scheu, er fand mög­licherweise nicht das rechte Wort und den rechten Weg.

Gut denn, warten, geduldig sein, nicht drängen. So wie der Frühling in den Sommer überging, die Zeit des Werdens in die Zeit der Reife, so mußte wohl auch bei einem Menschen wie Jens Petersen die Liebe reifen.

13.

Als Benedikte zum Frühstück ins Wohnzimmer kam, sah sie Fräulein Giesecke mit sorgenvoller Miene dasitzen.

Auf dem Tisch lag ein Brief mit Benediktes Namen, die Handschrift war die von Hans-Her­mann.

Ich weiß gar nicht, was los ist. Kindchen", sagte Fräulein Giesecke,Herr Zedlitz hat sich vorhin sei­nen Koffer von Josua herunterbringen lassen, hat gepackt und das ganze Zeug durch einen Jungen aus der Nachbarschaft fortschaffen lassen.

Will er denn verreisen? Er hat mir gar nichts davon gesagt."

Voll böser Ahnungen öffnete Benedikte den Brief.

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