Ausgabe 
27.5.1936
 
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Setlkänipse im deuWen Lustspott

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9Jl.-Sport

schärfend müsse das ganze Verhalten des Ange­klagten vor und in

mufikkammer, u. a. die Mozart-Variationen op. 132. Das Wendling - Quartett spielte mit Professor Dreisbach aus Stuttgart Regers letztes Werk, das Klarinetten-Quintett A-dur op. 146. Das ab­schließende Orchesterkonzert in der Festhalle brachte u. a das Requiem für Alt, Chor und Orchester und die Vaterländische Ouvertüre. Im ganzen brachten die Freiburger Festtage des Meisters würdige Feier­stunden. die einen Ueberblick über das gesamte musikalische Schaffen Regers gestatteten.

Straffreiheitsgesetz, eine Bestrafung könne daher nicht erfolgen. Gegen M a s s e n g e i l beantragte der Anklagevertreter eine Gesamtgefängnis- strafe von 1 Jahr 8 Monaten. Straf-

Reichswettbewerb für Segelflugmodelle. - Internationaler Sternflug jur Olympiade. - Kunstflugmeisterschast.

Heute voll Arbeit, Gewinn und Geschäft. Aber was heißt das alles mehr als ein Kratzer am Saume der Stille, aus der plötzlich in den Mittag der ge­schäftigen Stadt das Laub der Buchen schwebt: vergeßt nicht, es ist Herbst und wir sterben zur Zeit. Vögeln gleich schwebt es und läßt aus den Turmlöchern der Schwarzen Kirche die Tauben aufschwirren, so dicht, daß wir nicht mehr wissen, ob Vögel oder Laub kreisend niedersinken. Der Schnee läßt nicht mehr lange auf sich warten. Ebene und Stadt und die großen Dörfer deckt er zu und vernebelt die Berge, die nie vergessen kann, wer sie sah.

Wettbewerb 1936 für Segelslugmodelle zu Pfingsten auf der Wasserkuppe der Rhön und einem Internationalen Stern-

Olympia-Ausscheidung im Degenfechten.

Der Reichsfachamtsleiter Erwin C a s m i r hatte am Samstag und Sonntag nochmals die Degen­fechter zu einem Ausscheidungsfechten nach Frank­furt a. M. berufen. Insgesamt unterzogen sich zwölf Degenfechter dieser letzten Prüfung vor den Olym­pischen Spielen. Das Ausscheidungsfechten, das diesmal beim Frankfurter Tv. 1860 stattfand, wurde in zwei Runden ausgetragen. Wieder schienen Ler- don, Schröder und Röthig am beständigsten, wieder erfuhr man aber auch die merkwürdige Tatsache, daß der schlechteste Fechter in der ersten Runde sich in der zweiten als der Beste erwies. Diesmal war Hauptmann H e i g l derjenige Fechter, der nach dem 12. Platz in der ersten Runde den ersten Platz in der zweiten Runde belegte.

Das Gesamtergebnis der beiden Runden bringt folgende Rangfolge: 1. Röthig 14V-r S., 29 P.; 2. Schroeder 14^ S., 29 P.; 3. Benkert 14 S., 28 P.; 4. Lerdon 14 S., 28 P.: 5. Esser 13 S., 26 P.; 6. Uhlmann 12 S., 24 P.; 7. Klingenberg 10^ S., 21 P.; 8. Heigl 10 S., 20 P.; 9. Mersch 10 S., 20 P.: 10. Geiwitz 8% S., 17 P.; 11. Rosen­bauer 6H S., 13 P.; 12. Adam 4% S 9 P. Bei Gleichheit von Siegen und Punkten entschied das bessere Tresferoerhältnis über die Rangfolge.

Aus diesem und den voraufgegangenen Ausschei­dungsturnieren werden nun von jedem Fechter die Durchschnittsleistungen errechnet werden. Die ersten sechs Fechter dieser Rangliste werden die Olympia- Degenmannschaft bilden. Jetzt aber darf bereits als sicher gelten, daß Lerdon, Röthig und Schröder der Mannschaft angehören werden.

ganze Verhalten des zlngi der Hauptverhandlung in Be­tracht kommen, insbesondere aber die Tatsache, daß

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Sochschulnachrichien.

Ernannt wurden: Professor Dr. Johannes Friedrich, Extraordinarius für orientalische Philologie an der Universität Leipzig, zum Or­dinarius daselbst; Professor Dr. Wolfgang Lintzeh Extraordinarius für Tierphysiologie an der Land­wirtschaftlichen Hochschule Berlin, zum ordent­lichen Professor an der Universität Jena; Profes' sor Dr. Hans Dörries, Extraordinarius für Geographie an der Universität Münster, zum ordentlichen Professor daselbst.

Heins Rekord im Hammerwerfen nicht anerkannt.

Dem deutschen Hammerwurs-Rekord, den der Hamburger Hein am vorigen Sonntag in Berlin mit 52,84 Meter aufgestellt hatte, mußte leider die Anerkennung versagt bleiben. Beim Nachwiegen des Gerätes stellte sich nämlich heraus, daß das Gerät um 67 Gramm zu leicht war. Das amtliche Organ des Fachamtes Leichtathletik nimmt zu dieser Angelegenheit Stellung und richtet an Veranstalter und Vereine noch einmal die scharfe Mahnung, die Geräte vorher auf ihr Gewicht und ihre Beschaf­fenheit hin zu prüfen. Es dürfte gerade imOlympia- jahr nicht vorkommen, daß ein Rekord nachträglich der Mangelhaftigkeit des Gerätes wegen nicht an­erkannt werden könne. Derlei Leichtfertigkeit um eine solche handelt es sich auch in den voraus­gegangenenBerichtigungen" liegt keineswegs im Interesse des deutschen Sports, und in Zukunft wird, wie das Leichtathletik-Organ weiter sagt gegen Veranstalter und Vereine, denen mangelndes Verantwortungsbewußtsein zum Vorwurf gemacht werden muß, mit exemplarischen Strafen vorge­gangen.

Anwärter auf die von dem Königsberger B l a s k mit 51,66 Meter seither gehaltene deutsche Rekord­marke ist jetzt der Mannheimer Greulich, dem vor kurzem ein Wurf von 52,02 Meter gelang.

SporiamtKrast durch Freude".

Heule folgender Kursus:

Allgemeine Körperschule, Frauen undMänner. Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Oer Prozeß gegen frühere Handwerkskammerangestellte

Freispruch für Röhr, 2 Iahre Gefängnis für Maffengeil.

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Am gestrigen zweiten Verhandlungstage gegen die ehemaligen Angestellten der Handwerkskammer- Nebenstelle in Gießen Röhr und M a s s e n g e i l nahm die Beweisaufnahme den grüßten Raum ein. Während der Angeklagte Röhr auf Grund der Zeugenaussagen es wurden nicht weniger als 24 Zeugen sowie ein Sachverständiger gehört, außerdem wurde noch eine große Menge Beweis­material in Form von Akten usw. beigezogen erheblich entlastet wurde, brachte die Beweisauf­nahme bezüglich des Angeklagten M a s s e n g e i l eiH recht ungünstiges Ergebnis. Insbesondere haben zwei Zeugen im Gegensatz zur Voruntersuchung ihre Aussagen in wesentlichen Punkten zugunsten Röhrs revidiert, so daß bei dieser Sachlage von einer straf­baren Handlung Röhrs nicht mehr die Rede sein konnte. Das von dem Sachverständigen abgegebene Gutachten gipfelt in der Feststellung, daß es ihm durch die unordentliche und auch gercäezu unlogische Buchführuna unmöglich aewesen sei, einen vollkom­menen Abschluß herbeizuführen.

Ordnung und Sauberkeit, eiserne Pflichtauf­fassung und Pflichterfüllung", so eröffnete der Ver­treter der Anklage sein Plädoyer,sind Qualitäten, die von jedem Beamten und Angestellten zu erwar­ten sind." Mißbrauch des Vertrauens der vorgesetz­ten Dienststelle seien insbesondere bei dem Angeklag­ten M a s s e n g e i l an der Tagesordnung gewesen. Während dem Angeklagten Röhr, nach Auffassung des Vertreters der Anklagebehörde, lediglich eine ver­suchte Untreue nachzuweisen sei, habe sich M äs­se n g e i l einer Anzahl Betrügereien, Unterschla- aungen, Urkundenfälschungen, sowie der Untreue schuldig gemacht. Die Straftaten Röhrs, der im Gegensatz zu M a s s e n g e i l einen sehr guten Ein­druck in der Hauptoerhandlung gemacht habe, fielen nach der Erklärung des Staatsanwalts unter das

Ihre Entscheidung, gegen die eine Berufung nicht zulässig ist, wird am Pfingstmontag getroffen und verkündet.

Das zweite große luftsportliche Ereignis des Sommers, der Internationale Sternflug am 29. und 30. Juli nach Berlin, wird vom Aero- Klub von Deutschland im Einvernehmen mit dem Reichsluftsportführer veranstaltet. Zugelassen sind hierzu Sportflugzeuge aller Kategorien, sowie Land- und Wasserflugzeuge. Letztere landen auf dem Rangsdorfer See bei Berlin. Der Stern­flug wird in zwei getrennten Gruppen für Flug­zeuge mit ausländischer Zulassung und für deutsche Flugzeuge ausgetragen. Der Start beginnt am 29. Juli um sechs Uhr mitteleuropäischer Zeit. Am 30. Juli müssen die teilnehmenden Flugzeuge zwi­schen 14 und 16 Uhr in Rangsdorf-Berlin lanoen. Flugzeuge, die vor oder nach diesem Zeitpunkt ein­treffen, werden nicht gewertet. Von jedem Teilneh­mer am Sternflug muß eine Mindeststrecke von 500 Kilometer zurückgelegt werden, wobei bet Tag und Nacht geflogen werden darf.

Zweck der Veranstaltung ist die Vereinigung einer möglichst großen Anzahl ausländischer Sport- flieg er zur Olympiade in Deutschland. Daraufhin sind auch die Teilnahmebedingungen abgestellt.

An Preisen stehen unter anderen Ehrenpreise des Organisationskomitees für die XI. Olympiade, der Reichsluftsportführers und des Aero-Klubs von Deutschland zur Verfügung. Nennungsschluß ist am 1. Juli 1936.

Nach dem Eintreffen der Wettbewerbsflugzeuge am 30. Juli gelangt auf dem Flugplatz Rangsdorf die Internationale Kunstflugmeister- schäft zur Austragung, deren Endkämpfe im Rahmen eines Großflugtages auf dem Tempelhofec Feld am 31. Juli stattfinden. Zu diesem Flugtag ist ein gemeinsamer Flug sämllicher ausländischer Maschinenen nach Tempelhof vorgesehen. Am Sonntag, 2. August, wird der Aero-Klub von Deutschland noch einen Empfang der Gäste im Haus der Flieger veranstalten. Während und nach Beeir« digung der Olympischen Spiele ist den ausländischen Fliegern Gelegenheit gegeben, unter Führung vorn Mitgliedern des Aero-Klubs durch Touristik-Flüg< die landschaftlich schönsten und interessantesten Ge­genden Deutschlands kennenzulernen.

Zeitschriften.

Eugen Diesel veröffentlicht im Maiheft der euHcfjen Rundschau" (Verlag Bibliogra- phlsches Institut AG., Leipzig) einen Aufsatz zur FrageWie können Völker sich verständigen?" Aus­gehend von den Begebenheiten beim Zusammen­eben der Einzelwesen innerhalb der Volksgemein- ^.wickelt er die Schwierigkeiten und Unter­schiede, die sich bei dem Zusammenleben der Völker ergeben. Durch Propaganda und politische Situatio­nen entstehen Feindschaft und Freundschaft unter den Volkern verhältnismäßig leicht, wobei aller- dings nicht zu übersehen ist, daß die Feindschaft leichter entsteht als die Freundschaft. Eugen Diesel stellt fest, daß in Europa ein neuer politischer Stil heraufzieht. Das Deutsche Reich ist dabei, einen solchen Stil zu erarbeiten, aber die anderen Länder auch, jedes auf seine Weise. Es besteht die Gefahr, daß dieser Unterschied in Form und Wesen erneut 3U schweren Mißverständnissen führt. Nationen sind verwandte und durch fortschreitende Verständigung immer verwandter gewordene Menschengruppen, die sich schließlich auf Grund politischer Entwicklun­gen aus Vertrauen und dem ernsthaften Willen zur Verständigung zu großen Gruppen zusammenge­schlossen haben. Eine ungeheure Summe von Leid, Opfer, Begeisterung und Zielbewußtsein ist nötig gewesen, um solche Ergebnisse zu erreichen. Noch mehr wird gefordert werden, um das Gesetz der neuen Zeit zu erfüllen. Werden die Völker hierzu imstande sein?

Naumann, Ziegler Ad., (Klinkel), Römer; Klinkrl (Ziegler (Ad.), Ziegler W-, Kreiling, Geißler, Löhr.

Naunheim zog gleich mächtig los. Lollar war auch nicht müßig. In der vierten Minute landete ein Biij von Löhr am Pfosten. Keusch auf der anderencit( schoß mancheSachen" haushoch über den Kasten. Haltert wurde von Gabriel kaltgestellt. Dann mar meistens verteiltes Mittelseldspiel. Fünf Minuten vor Halbzeit paßte Geißler schön zu Kreiling. Diesel lief einige Schritte und schoß an dem herauslaufen- den Tormann vorbei zum einzigen Tor des Tage, ein.

Nach der Pause wechselten Klinkel und Ziegler Ad. die Plätze. Naunheim kam jetzt ganz groß ins Spiel. Die Lollarer Hintermannschaft ließ sich nicht schlagen. In der letzten Viertelstunde versuchte e; Naunheim mit Umstellungen; aber auch jetzt gelang nichts mehr. Beim Schlußpfiff verließ Lollar als glücklicher Sieger den Platz. Dem Spielgeschehen nach wäre ein Unentschieden der gerechte Ausgang gewesen. Neeb von Naunheim und Gabriel von Lollar waren die besten Spieler auf dem Felde.

Die zweite Mannschaft

spielte in Staufenberg mit nur zehn Mann und außerdem noch mit sechs Ersatzleuten. Es gelang ihr nicht ganz, die 4:2-Niederlage vom Vorspiel zu forri- gieren. Jedoch mit 1:1 zog sich dieKrick"-Mann- schast sehr gut aus der Affäre.

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Ebene spülte als Kinder bargen wir Muscheln aus den Bächen und meinten, sie stammten aus der See Talfläche, die nur von Rittern zum ersten­mal unter den Pflug gedrückt werden konnte, so adlig frei streckt sie sich bis an die Steinbrust der Karpathenmauer, die herüber wuchtet in schwe­bendem Blau und Weiß. Die Ritter des Deutschen Ordens rodeten die Wildnis und setzten ihre Bauern an, über deren ersten Saatgang die Marienburg schützend aufftieg, die heute zerbröckelt. Die Ritter wurden vertrieben, bauten ihre zweite Marien­burg an die Nogat. Die Bauern ziehen weiter die Furchen seit siebenhundert Jahren. Und welche Bauern! Nicht die singenden, milden Winzer des Kokeltals oder die träumerisch-dichtenden des Har- bachgeländes, nein! Ordensbauern sind es, die im­mer die Grenze vor den Augen sahen. Sie legen das Saatgut wie an der Schnur in den fetten Bo­den, rechnen den Ertrag bis aufs Quäntchen genau und wissen, daß Gott den Klugen mehr hilft als den Betern. Drum fahren sie auch nicht mit den ratternden Gebirgswagen, wo am Leiterbaum die Lisse im Ring quietscht; sie fahren mit den doppelt so großen Wagen der Ebene, bretterunv zimmert, polternd, haben starke hohe Pferde, haben Knecht und Magd, wissen, wie man Zuckerrübe ver­einzelt, die Zichorie erntet, die Pfefferminze sät. Wenn ihre Glocken erklingen im dumpfen lang­samen Ruf, schwillt das Geläut über das hastige Bimmeln der rumänischen Kirchen hinaus; und das dünne fernerher tastende Rufen ungarischer Ge­meinden hört man nur wie einen Hauch. Dunkel und ernst fällt ihre Tracht, wenig Bänder zieren die Mädchen, während gen Sonnenuntergang in den Weinstrichen Tanz und Jubel in den Kleidern füttert. Hier fahren sie stumm auf das Feld, die roten Haare der Bauern und die Sommersprossen der Frauen leuchten. Auch der Rumäne ist hier ernster und zog die deutschen Schaftstiefel an. Das ®rün der Felder aber leuchtet heller als sonstwo, leuchtender blendet der Karpathenschnee, reiner bringt das flüssige Erz der Luft aus der Lunge ungeheurer Wälder, die auf allen Seiten in wei­ter Rundung dies Burzenland, dies Meer der Frucht, umlagern. Die Walder atmen in dieKron- ftabt" hinein, umschlingen sie mit engen Talwänden, umrauschen sie mit Buche und Tanne und bergen in heimlichen Tiefen noch den kaiserlichen Baum der Edel-Eibe.

In Kronstadt betet die Natur für die Menschen, Denn diese bauten Fabriken auf und lassen Schorn- steme rauchen: köpften am Galgenberg die Bösen, standen auf den Festungen der Stadt, den heute zemeselnden und sinkenden, schlugen den Handel um bis Nürnberg und Adrianopel und haben die Vergangenheit gerettet in ein brausend tätiges

Der deutsche Luftsport steht gegenwärtig vor zwei großen Ereignissen: dem Reichs­wettbewerb 1936 für Segelslugmod," Pfingsten auf der Wassert

flug anläßlich der Olympiade am 29. und 30. Juli nach Berlin mit Austragung der Inter­nationalen Kunstflugmeisterschast.

Deutschland muß ein Volk von Fliegern wer­den!" Diesen Ausspruch des Reichslustfahrtministers Hermann G ö r i n a hat sich der deutsche Luftsport zu eigen gemacht. In ständig zunehmendem Maße begegnen feine Bestrebungen dem Verständnis und der Anerkennung weitester Bevölkerungskreise. Durch Großveranstaltungen in allen Teilen des Reiches wird der Lustsportgedanke nach jeder Rich­tung hin gefördert.

Vom 30. Mai bis 1. Juni veranstaltet der Reichs­luftsportführer auf der W a s s e r k u p p e der Rhön den diesjährigen Reichswettbewerb für Segelflugmodelle. Er soll den gegen­wärtigen Stand der Ausbildung im Modellbau feststellen, die Entwicklung neuer Segelflugmodelle fördern und darüber hinaus eine Werbung für den Luftsportgedanken im allgemeinen und den Modell­flugsport im besonderen darstellen. Bewerber um den Ehrenpreis des Reichsluftsportführers sowie weitere Ehren- und Geldpreise sind die Luftsport- Landesgruppen des Reichsluftsportführers. Teil­nahmeberechtigt sind die Mitglieder der Ortsgruppen des Reichsluftsportführers, der Luftsportscharen, der Hitler-Jugend und der Modellbau-Arbeitsgemein­schaften des DJ. sowie die Schüler aller deutschen Volks-, höheren, Berufs- und Fachschulen, soweit sie der HI. oder dem DJ. angehören, im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren.

.Für den ersten Wettbewerbstag ist Hand st art, für den zweiten Hoch- bzw. S e i I ft a r t vorge­schrieben. Zur Ermittlung der Gesamtleistung er­folgt Wertung nach Zeit und Strecke. Bei Einzel­preisen wird dagegen Zeit oder Strecke gewertet. Für die Zeitmessung gilt die Dauer des Fluges, als Strecke die kürzeste Entfernung zwischen Start- und Landepunkt, bzw. dem Punkt, an dem das Modell zuletzt gesehen wurde. Die Teilnehmer am diesjährigen Reichswettbewerb werden sich ziemlich anstrengen müssen, hielt sich doch beim Modellwett­bewerb 1935 das schwanzlose Modell des 1. Preis­trägers ohne jeden Antrieb schon 37 Minuten und 41 Sekunden in der Luft. Das Preisgericht besteht aus einer ^ehnköpfigen Kommission mit dem Reichs- luftsportführer Oberst Mahnte an der Spitze.

Max-Reger-Fest in Freiburg.

In der vergangenen Woche wurde in der Städti­schen Festhalle in Freiburg das 10. deutsche Max - Reger-Fest eröffnet. Dem festlichen Akt wohn­ten neben der Witwe des Meisters Vertreter der Stadt, des Staates, der Wehrmacht und der Be­wegung bei. Oberbürgermeister Dr. H 0 fner sprach Begrüßungsworte im Namen der Stadt. Professor Hasse (Köln), ein Freund Regers, zeichnete ein Bild vom Schaffen und Wirken des Meisters. Zwanzig Jahre nach dem Tode Regers und drei Jahre nach der nationalsozialistischen Revolution könne man feststellen, daß der Ausstieg Regers un­aufhaltbar sei. Die Gestalt dieses Musikers, die wie die eines Klassikers wirke, habe in der Reihe der deutschen Meister einen Platz errungen, der ihm nicht leicht wieder genommen werden könne. Wäh­rend das erste deutsche Reger-Fest sich nur an eine begrenzte Zuhörerschaft wendete, solle heute das ganze deutsche Volk an der Ehrung des Meisters teilnehmen. Die Reger-Feste sollen dazu dienen, zwischen Reger und dem deutschen Volke die Fäden innerer Zusammengehörigkeit zu knüpfen. Das Programm dieser Feierstunde umfaßte denSin­fonischen Prolog zu einer Tragödie" und dieHiller- Variationen". Generalmusikdirektor Franz K 0 n - witsch ny, der die Gesamtleitung des Festes innehatte, war mit dem verstärkten städtischen Or­chester ein feinsinniger Interpret der Werke, wofür ihm das fast ausverkaufte Haus herzlich dankte.

Das erste Orgelkonzert bestritt Professor Günther Ramin aus Leipzig, der unter anderem Tokkata und Fuge in d-moll op. 129 spielte. Das zweite Orgelkonzert mit dem Passauer Domorganisten Otto Dunkelberg brachte u. a. Phantasie und Fuge über b a c h. 3n den beiden Kammermusikoeranstal­tungen wirkten u. a. Karl Hermann Pjllney aus Köln und Professor Alfred Hoehn aus Frank­furt mit. Im ersten Orchesterkonzert dirigierte Pro­fessor Dr. Peter Raabe, Präsident der Reichs-

Siebenbürgische Landschaft.

Von Heinrich Zillich.

Der siebenbürgische Dichter Heinrich Zil- lich lieft heute auf Einladung der NS.- Kulturgemeinde in Gießen aus seinen Wer­ken. Dem neuesten Heft der von P. Alver- des und K. B. v. Mechow betreuten Zeit­schriftDas Innere Reich", das auch einen ausgezeichneten Beitrag über siebenbürgische Kunst enthält, entnehmen wir mit Erlaub­nis der Herausgeber den folgenden Abschnitt. Wie soll ich das Geheimnis dieser Landschaft aus einen Nenner bringen? Ich taste und zwinge es nicht. Wo Osten und Westen unter nordischem Eis und südlicher Sonne hundert Täler besetzt halten, bei dreierlei Volk, und das vierte das noch zu nennen ist die langhaarigen Wanderzi­geuner von Ort zu Ort jagen, da ist die Vielfalt so bunt, daß Schwermut und Frohsinn, Reichtum und Kargheit nur durch die Gabelung eines Wegs getrennt werden. Schwermut der lehmigen Täler, durch das die Büffelherden ziehen und manchmal die weiße Wolle der Schafe, Hundelaut manchmal und vielleicht der dünne einfältige Ton der Hirten­flöte! Aber unvergleichlich die strotzende Wein- landfülle in jenem Tale der Völkerwanderung, wo die deutschen Kleinstädte Schäßburg und Mediasch liegen. Sie trinken die perlende Rebenflut in sich hinein, die Bottiche schwappen über, die Winzer stehen auf den Wingertstufen und blicken hinunter schweißüberströmt in die Welt, die nur aus Sonne, Grün und einem dunklen Waldschatten zu bestehen scheint in alle leuchtende Ewigkeit hinein und dort in der Ecke einen Förderturm ausströmenden Erd­gases duldet. Zwei Stunden Wegs weiter gegen Kronstadt rauscht der Geisterwald, trommeln die Spechte, rastet die Stille, leicht bewegt vom Vogel­sang, die fürchterliche Stille, in der hier die Räuber feit ebenso langen Ewigkeiten saßen wie drüben der Frohsinn lachte; sie lauerten auf die Reisenden und sind noch heute nicht ganz ausgestorben. Immer nach etlichen Jahren steht einer auf, der lange schlief, hält die Wagen an, die jetzt oft Autos sind, und raubt sie aus. Angstvolle Stille, das Murmeln einer eisigen Quelle, fernher der Schlag der Holz- knechte oder das harte Rattern kleiner fiebenbürgi» scher Gebirgswägen, jener Leiterwägelchen, die in allen Teilen beweglich über jede Unebenheit weg­jag en. Ist die Steigung zu schwer, hilft ein Fluch und die Pferdchen fliegen wie Vögel.

Und dann du, göttlichste Hochfläche, die ich je sah, meine innigste Heimat, Burzenland, um die Krone der Städte gelagert, um Kronstadt; Tal­mulde, wo einst ein Meer wogte, das dich zur

der Angeklagte die Verfehlungen dazu benutzte, um auf recht großem Fuße zu leben.

Nach etwa Inständiger Beratung verkündete das Gericht seine Entscheidung, nach der Röhr frei- gesprochen und der Angeklagte Maffengeil zu einer Oefamtgefängnisftrafe von 2 Jahren verurteilt wurde. Auf diese Strafe werden 4 Monate Untersuchungshaft angerechnet. In der Urteilsbegründung bezog sich die Straf­kammer im wesentlichen auf die Ausführungen des Vertreters der Anklage. Insbesondere betonte der Vorsitzende, daß der Angeklagte Röhr sich nicht strafbar gemacht habe, zumal er von Anfang an bestimmte Erklärungen abgab und evtl. Ver­fehlungen zugegeben habe, während Massen- g e i l einen denkbar ungünstigen Eindruck machte und nur das zugegeben hätte, was ihm positiv nach­gewiesen worden fei. An sich habe der Angeklagte M a s s e n g e i l wegen schwerer Urkundenfälschung eine Zuchthausstrafe verwirkt. Das Gericht habe ihm jedoch noch einmal mildernde Umstände zuge­billigt. Mit Rücksicht darauf, daß die Veruntreu­ungen lange Jahre hintereinander erfolgt feien, fei aber eine exemplarische Strafe am Platze gewesen.

Da in Anbetracht der hohen Strafe für den An­geklagten Massengeil bei dem Gericht Flucht­verdacht bestand, wurde Haftbefehl erlassen und der Angeklagte unmittelbar nach Beendigung der Sitzung in bas Landgerichtsgefängnis einge- liefert.

Retten. Von 21 bis 22 Uhr, Untversitäts-Rett- inftihit, Brandplatz.

Reue kdF.-Sportturse im Freien.

Donnerstag, von 17.30 bis 19 Uhr, Leichtathletik und Waldlauf, Universitätssportplatz.

Samstags, von 17.30 bis 19 Uhr, Reichssport­abzeichen, Universitätssportplatz.

Sonntags, von 8 bis 10 Uhr, Tennis, Städtische Tennisplätze am Schützenhaus.

Sonntags, von 9 bis 11 Uhr, Reichssportabzeichen für NSBO.-Bereitschaft und Werkscharen.

Montags, von 17.30 bis 19 Uhr, Allgemeine Kör­perschule, Universitätssportplatz; von 18 bis 19 Uhr, Rettungsschwimmen, Müllersche Badeanstalt; von 18 bis 19 Uhr, Schwimmen für Anfänger, Müllersche Badeanstalt.

Fußball in Naunheim.

Lollar, der Neuling der Bezirksklasse, schlägt den Oautigaanroärter Naunheim auf dessen Gelände 1:0 (1:0).

Diesem Spiel sah man mit Bangen entgegen. Tor­wart und rechter Läufer mußten ersetzt werden. Dem aut amtierenden Schiedsrichter K 0 0 b (Garbenheim) stellten sich beide Mannschaften in folgenden Aufstel­lungen: Naunheim: Kern; Schäfer, Dokter; Küster, Neeb, Ulm; Adam, Becker, Haltert, Pfeiffer, Keusch; Lollar: Schermuly; Hörstel, Gabriel;

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