indem sie sich für einen ordnungsgemäßen Bezug der Gebührnisse einsetzt.
5. Allen noch leistungsfähigen und leistungswilli- gen Frontsoldaten und Kriegsteilnehmern, Kriegerwitwen, Kriegerwaisen und Kriegereltern Arbeit und Brot geben und sich mit allen Mitteln für die Sicherung des Arbeitsverhältnisses einsetzen, insbesondere sich die Berufsausbildung und Berufsumschulung der Kriegerwaisen bzw. der Frontsoldaten und Kriegsteilnehmer mit Rat und Tat angelegen sein lassen.
6. Allen Mitgliedern im Rahmen der verfügbaren Räume ihrer Erholungsheime im Gebirge und an der See einen verbilligten Sommer- oder Winter-Urlaub ermöglichen, auch im Benehmen mit den örtlichen Stellen Ermäßigungen für Theater, Kino usw. verschaffen, sowie sie an den KdF-Veranstaltungen und Urlaub sahrten teilnehmen lassen.
7. Allen Mitgliedern kostenlose^ Rechtsberatung gewähren und sie an die örtlichen Rechts
anwälte des NS-Iuristenbundes zur Prozeßführung verweisen.
Ueber alles Nähere, sowie die sonstigen Vorteile einer Mitgliedschaft bei der NSKOV. geben die Ortsgruppen- und Stützpunkt-Obmänner jederzeit bereitwilligst Auskunft.
Und die Pflichten für all das: Besuch der Monatsversammlungen und der sonstigen Veranstaltungen des Bundes; Monatsbeitrag von 0,90 NM., der den kostenlosen Bezug der monatlich erscheinenden Bundeszeitjchrift und im Todesfall für alle Neueintretenden unter 64 Jahren — die Gewährung von 100 RM. Sterbegeld in sich schließt. Der Eintritt, dessen Gebühr sonst 1 RM. beträgt, ist während der Werbemonate vom 15. Februar bis 30. April gebührenfrei.
Kameraden und Kameradenfrauen! Der Führer ruft uns durch seinen Beauftragten, den Pg. und Kameraden Hanns Oberlindober! Wir scharen uns um das Hakenkreuzbanner in der NSKOV!
Oberheffen.
Generalversammlung der Molkereigenoffenschast Hungen.
[]] Hungen, 26. April. Die Molkerei- Genossenschaft e.G.m.b.H., Hungen, hatte ihre Mitglieder zu ihrer 42. Generalversammlung im Saale des Gasthofes „Zur Traube" eingeladen. Das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder legte beredtes Zeugnis dafür ab, welch großes Interesse der Entwicklung des Genossenschaftswesens entgegengebracht wird. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Fritz Hesse (Hungen) eröffnete die Versammlung. In ehrenden Worten wurde zunächst der im Weltkriege und der im Kampfe um die nationale Erhebung gefallenen Kameraden gedacht. Insbesondere fand der Vorsitzende ehrende Worte für den im vergangenen Jahre verstorbenen langjährigen Direktor Oßwald Klingelhöffer und für die verstorbenen Gründer und Aufsichtsratmitglieder: Otto Wolf (Wohnbach), Karl Schneider (Berstadt), Otto R o n t h a l e r (Langd), Gustav Kohlheyer (Hungen) sowie für den Milchfuhrmann Heinrich Hofmann (Rabertshausen).
Sodann erstattete Geschäftsführer Heinrich F r u- tig den Jahres- und Geschäftsbericht, sowie den Abschluß im Gewinn- und Verlust-Konto. Daraus war zu entnehmen, daß der Geschäftsgang der Molkerei-Genossenschaft die erfreuliche Feststellung kennzeichnet, daß die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung eine stetige ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1935 wurden von den der Genossenschaft an- geschlossenen 1377 Mitgliedern insgesamt 7 809 328 Liter Milch eingeliefert. Der Durchschnittspreis für die Milch betrug pro Liter 13,05 Pfennig einschließlich der Werkmilchstützung. Von der Einlieferung wurden 2 132 743 Liter als Frischmilch abgesetzt, 20 420 Liter verkäst, 9033 Liter für Schlagsahneherstellung verwendet, 5 647132 Liter verbuttert und hiervon 440 965 Pfund Butter gewonnen.
Die im Jahre 1935 von dem Milchwirtschaftsverband aus dem Fonds der Ausgleichsabgabe monatlich laufend zugewiesenen Werkmilchstützungsbeträge betragen insgesamt 75832,43 Mark, die monatlich an die Mitglieder mitausgeschüttet worden find. Der Bruttogewinn auf Molkerei- Konto einschließlich der sonstigen Einnahmen beträgt insgesamt 122,499 Mark, die Gesamtunkosten einschl. der vorgenommenen Abschreibungen auf die Anlagen und sonstigen Aktiven 119 414,78 Mark, so daß die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 3084,22 Mark abschließt.
Im Anschluß hieran gab Direktor Schneider einen ausführlichen Erläuterungsbericht zu den einzelnen Posten der Jahresrechnung und der Bilanz. Der Versammlung konnte die erfreuliche Mitteilung gemacht werden, daß auf das Bruttomilchgeld 1935 eine zweiprozentige Nachzahlung zur Ausschüttung kommen soll. Der Revisionsbericht für das Jahr 1934 wurde der Versammlung vorgelegt. Bean- standunaen haben sich nicht ergeben. Weiterhin konnte dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt werden.
In den Vorstand der Genossenschaft wurde der Landwirt Walter Seibert (Hungen) neu gewählt. Die ausscheidenden Aufsichtsr^tsmitglieder Balser (Bettenhausen), Schäfer (Inheiden), Lindemeier (Obbornhofen), Eifer (Wohnbach) und Koch (Dillingen) wurden wiedergewählt.
Direktor Schneider sprach anschließend in ausführlicher Weise über Verwertung, Bezahlung der Milch nach Fettgehalt, Reinheitsbewertung der Milch und über die neue Auszahlungsweise des Milchgeldes. Sodann sprach der Leiter des Milchprüfringes Dr. Hartmann (Frankfurt a. M.) über Fragen und die getroffenen Maßnahmen auf dem Gebiete der Milchwirtschaft. Die Ergebnisse, die der Bauer durch die neu ergriffenen Maßnahmen auf dem Gebiete der Milchwirtschaft gesammelt habe, zeigten im besten Sinne des Wortes, daß die neu beschrittenen Wege die richtigen sind, um zu dem Ziele zu kommen, nämlich im Laufe der Zeit mehr und mehr die Selbstversorgung des deutschen Volkes aus eigener Scholle sicherzustellen. An dem Bauern liege es, mit all seinen Kräften dazu bei- 511 tragen, was zur Erreichung dieses Zieles notwendig sei.
Nachdem Ortsgruppenleiter Kirchhöfer zu der Versammlung gesprochen hatte, schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer des deutschen Reiches und Volkes die in allen Teilen gut verlaufene Versammlung.
Reichslustschutzbund
Busecker und Lumdatal.
Am Freitag wurde in Lollar der Film „Volk in Gefahr" gezeigt. Am Nachmittag fand die Vorführung für Jugendliche, abends für Erwachsene statt. Nach Worten der Begrüßung durch Gemeindegruppenführer Lehrer Eberle sprach der Ortsgruppenführer Dr. Haas (Alten- Buseck). Er wies auf die Notwendigkeit des Luftschutzes hin, streifte den Werdegang des Reichsluftschutzbundes und erläuterte dessen Aufgaben und Ziele. Der Film „Volk in Gefahr", vom Reichsluftschutzbund kürzlich herausgebracht, hat überall dort, wo er bereits aufgeführt wurde, starke Aufmerksamkeit und lebhafte Zustimmung gefunden. Der Film wurde für staatspolitisch wertvoll erklärt. Das ganze Volk muß die Gefahren aus der Luft kennen und die Möglichkeiten der Abwehr. Dazu ist der Film geschaffen. In packenden Bildern zieht das vielseitige Gebiet des Luftschutzes und vor allem des Selbstschutzes der Zivilbevölkerung an dem Zuschauer vorüber. Nicht weniger fesselnd sind auch die Bilder von der Reichsluftschutzschule und von
der vorjährigen Berliner Lustschutzübung, an der auch der Sicherheits- und Hilfsdienst stark beteiligt war.
Haushaltsplan der Stadt Lauterbach.
Lauterbach, 25. April. Die jüngste Ratssitzung galt der Beratung der Voranschläge für das Haushaltsjahr 1936. An größeren Arbeiten sind vorgesehen die Erweiterung des Friedhofsweges, bedingt durch den Postneubau, die Verlegung der Wasserleitung in die Bergstraße und die Friedhofserweiterung. Für sonstige Arbeiten im Tagelohn rund 11700 Mark, für unvorhergesehene Fälle stehen außerdem noch weitere 13 820 Mart zur Verfügung. Bürgermeister Thiele trug dann den Voranschlag der Stadt vor und gab hierzu die notwendigen Erläuterungen. Der Voranschlag schließt in der Abteilung für den Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 301050 Mark ab und in der Abteilung für das Vermögen in Einnahme und Ausgabe mit 19 540 Mark. Die Gesamteinnahmen und Ausgaben betragen somit 320 590 Mark, das sind rund 33 000 Mark weniger als im Rechnungsjahr vorher. Das Aufkommen an Sondersteuern ist mit 34 600 Mark ausgewiesen, die Reichssteueranteile erbringen rund 34 000 Mark, der Umlagebedarf ist auf 63 000 Mark festgesetzt. Der Umlagebedarf soll durch Erhebung von Grund- und Gebäudesteuer, Gewerbesteuer und Sondergebäudesteuer aufgebracht werden, deren Steuersätze, gemessen an den sonst in Hessen erhobenen Durchschnittssätzen, rund 50 v. H. niedriger liegen. Zur Erläuterung gab Bürgermeister Thiele die errechneten Durchschnittssteuersätze in Hessen bekannt. Die Bürgersteuer mit 300 v. H. ist ebenfalls niedriger, als in den meisten Gemeinden. Nach eingehender Beratung stimmte der Rat dem Haushaltsplan und der Haushaltssatzung zu.
Im Anschluß daran trug Bürgermeister Thiele den Voranschlag für das städt. Elektrizitätswerk vor. Er gleicht sich in Einnahme und Ausgabe mit 111730 Mark aus. Der entsprechenden Haushaltssatzung, sowie dem Voranschlag stimmte die Ratsversammlung in der vorliegenden Form zu.
Der Bürgermeister gab sodann einen Ueber- blick über das Vermögen und die Schulden der Stadt Lauterbach. Das voranschlagsma- ßig ermittelte Vermögen der Stadt Lauterbach beträgt rund 2 580 000 Mark. Die Erträgnisse aus diesem Vermögen betragen rund 130 000 Mark. Die Schulden der Stadt betragen unter Berücksichtigung der noch aufzunehmenden 100 000 Mark zur restlosen Finanzierung der Arbeitsbeschaftungsmaß- nahmen im Jahre 1935 rund 550 000 Mark. Für Zinsen und Tilgung sind hierzu aufzubringen rund 33 500 Mark.
Landkreis Gießen.
wa. Großen-Buseck, 26. April. Die Bautätigkeit hatte in unserem Dorfe in diesem Frühjahr einen regen Aufschwung zu verzeichnen. Außer verschiedenen Um- und Anbauten an Wohnhäusern wurde schon eine geräumige Scheune in der Grünberger Straße fertiggestellt. Auch ist schon in den letzten Tagen in derselben Straße mit den Ausschachtungsarbeiten eines Wohn- Hauses begonnen worden. Außerdem sollen noch im Laufe des Jahres verschiedene Wohnhäuser in der Weidengasse und in der Wilhelmstraße fertiggestellt werden. Die Weidengasse selbst wurde vom Ausgang des Dorfes bis zur Weißmühle neu chauffiert. In der Wilhelmstraße werden gegenwärtig Wasser- leitungs- und Kanalisationsanlagen gebaut. Weiterhin soll noch eine Scheune in der Adolf-Hitler- Straße bis zur Ernte fertiggestellt werden. Die Errichtung einer Turnhalle auf dem Gemeindegarten bei der Schule „auf dem Tal" ist vorgesehen. Mit den Erdarbeiten des Schwimmbades ist begonnen worden.
* Allendorf a. d. Lda., 27. April. In der Nacht zum Sonntag brach auf dem Grundstück von Heinrich Z i n f e r in einem Holzschuppen Feuer aus, dem der Holzschuppen mit dem dar- inliegenden Brennholz trotz fofortigen Eingreifens der Feuerwehr zum Opfer fiel. Außer dem nieder- gebrannten Schuppen mit Inhalt ist zum Glück weiterer Schaden nicht entstanden. Die Brand- ursache ist noch unbekannt.
+ Grünberg, 26. April. Das bei der Turnhalle an der Gießener Straße gelegene A n w e s e n des kürzlich verstorbenen Hermann I ö ck e l wurde am Samstag öffentlich versteige r t. Als Kaufliebhaber traten nur die beiden Anlieger auf, die Gebote abgaben. Gastwirt und Metzgermeister Otto Schmitz erwarb das Haus für 4000 Mark, während Landwirt Karl Schäfer die Scheune für 3000 Mark erstand.
* Beltershain, 26. April. Das 7jährige Söhncken des Arbeiters Zahrt erlitt durch einen Beilhieb eine schwere Handverletzung. Der Junge mußte zur Behandlung in die Gießener Klinik gebracht werden.
□ 21 u s der Wetterau, 25. April. Nach der Besserung des Wetters find unsere Landwirte wie- der mit verstärkter Kraft an die Frühjahrs- bestellung gegangen, die bislang geruht hatte. Die Dickwurzsamen sind gelegt, die Vorbereitung der Aecker zum Legen der Kartoffeln werden gegenwärtig getroffen. Die Frühkartoffeln sind größtenteils gelegt. Trotz der kalten und nassen Witterung sind die Aussaaten gut oorangegangen. Die Winterfrucht hat sich gut bestockt, die Sommerfrucht ist restlos aufgelaufen. Wiesen und Kleeschläge sind allerdings etwas zurückgeblieben, denn sie verlangen zur Entwicklung genügend Wärme. In allen Gemarkungen sehen wir in diesem Jahre vermehrten Rapsanbau, der sich zur Zeit in den
gelbblühenden Aeckern, die wie Flecken eingestreut sind, bemerkbar macht. In den Gärten sind die Aussaaten noch nicht beendet; auch hier wird das Versäumte schleunigst nachgeholt. Ein großer Teil des Frühobstes steht in Blüte, lieber den Fruchtansatz läßt sich noch nichts abschließendes berichten. Allerdings hat das bereits abgeblühte Edelobst durch die letzten starken Fröste nicht unwesentlichen Schaden genommen.
Kreis Friedberg.
= Butzbach, 25. April. Im Kinosaale des „Hessischen Hof" veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Reichsluftschukbundes einen Filmabend, der von dem Leiter der Gruppe, Obmann Dr. Gans, mit kurzen Worten über die Bedeutung des RLB. eingeleitet wurde. In dem anschließenden Film „Volk in Not" wurden alle Möglichkeiten eines Luftangriffes, deren Auswirkungen, aber auch zugleich das Verhalten der Bevölkerung gezeigt. Die Vorführung fand allseitiges Interesse. Der Obmann schloß mit einem Hinweis auf die Bedeutung der Hauswarte im Ernstfälle den Abend in der üblichen Weife. — Gestern abend hatte die NS.-Kulturgemeinde zu ihrer 7. Veranstaltung im großen Saale des „Hess. Hof" eingeladen. Diesmal war es nicht ein Bühnenstück ober Bunter Abend, sondern ein intereffanes Thema wurde von dem bekannten Physiker Stadthagen aus Ber
lin in einem Experimentalvortrag über „Scheinwunder des Okkultismus" behandelt. Der Redner zeigte in Versuchen, wie diese Lehre vom „Verborgenen" (Hellseherei usw.) weiter nichts ist als Schwindel. An einer ganzen Anzahl von Beispielen deckte er diese „Kunst" auf.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
* Krofdorf, 26. April. Der 5jährige Ernst Will, Sohn des Landwirts Will, erlitt beim Spiel eine schwere Kopfverletzung, die seine Aufnahme in die Chirurgische Klinik in Gießen nötig machte.
* Waldgirmes, 26. April. Die Landwirtsehefrau Christine Hofmann zog sich durch einen unglücklichen Fall einen Unterschenkelbruch des linken Beines zu. Frau Hofmann mußte der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden.
Kreis ßieöenfopi
♦ Wilsbach, 26. April. Der 70jährige Land- wirt Jakob Jakob III. von hier zog sich durch einen Unglücksfall einen Bruch des rech- t e n Oberarmes zu. Der bedauernswerte Mann wurde zur Behandlung der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt.
Kreistag in Schotten.
♦ Schotten, 25. April. Unter dem Vorsitz von Regierungsrat Schwan fand heute im Sitzungssaale des hiesigen Rathauses die ordentliche Jahrestagung des Kreistages des Kreises Schotten statt.
Regierungsrat Schwan leitete die Sitzung mit herzlichen Worten der Dankbarkeit für die großen Taten des Führers und Reichskanzlers zum Besten des deutschen Volkes ein, wobei er insbesondere auf das weltgeschichtliche Werk des Führers im verflossenen Jahre und in der jüngsten Zeit verwies und mit eindrucksvollen Worten die treue Gefolgschaft aller deutschen Männer und Frauen bei der Vollendung der großen Mission Adolf Hitlers hervorhob.
Hierauf beschäftigte sich der Kreistag mit der Rechnung der Krerskaffe fürdas Rechnungsjahr 1 9 3 4. Die Rechnung schließt in der Abteilung Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 200 433,95 Mark, in der Abteilung Vermögen in Einnahme mit 85 724,64 Mark, in Ausgabe mit 31024,73 Mark, mithin mit einem
Einnahmerest von 54 699,91 Mark ab. Die Rechnung wurde einftimmig, vorbehaltlich der Nachprüfung durch die Oberrechnungskammer, genehmigt.
Im Anschluß an den Verwaltungsbericht wurde der Kreiskassenvoranschlag für das Rechnungsjahr 19 3 6 beraten. Der neue Voranschlag schließt in der Abteilung Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 175 190 Mark, in der Abteilung Vermögen in Einnahme und Ausgabe mit 55 155 Mark ab. An Kreisumlagen sollen unter Beibehaltung der vorjährigen Ausschlagssätze 70000 Mark erhoben werden. Das Vermögen des Kreises beziffert sich auf 96682 Mark, die Schulden sind mit 89 941 Mark ausgewiesen. Der Kreistag stimmte dem Voranschlag in der Fassung des Kreisausschusses zu.
Damit war der Beratungsstoff erschöpft. Der Vorsitzende schloß die Sitzung mit dem Treuegelöb- nis des Dogeisbergkreises Schotten für den Führer und mit dreimaligem, freudig aufgenommenem Sieg-Heil-Ruf auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler.
Oie neue Anschrift des Reichssportführers.
Die Dienststelle des Reichssportführers, sowie die Büros des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen ziehen am 28. und 29. April, wie bereits gemeldet, in das Haus des Deutschen Sports. Die Anschrift lautet: Haus des Deutschen Sports, Berlin-Charlottenburg 9, Reichssportfeld; Fernsprechanschluß: J 9, 6211. Die Dienststelle des Reichssportführers und die Büros des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen sind daher an den Tagen vom 27. April bis 2. Mai geschloffen.
Helmut Fischer in großer Form.
Heuer Europa-Rekord im 100-Meler-kraul.
Eine ganz glänzende Schwimmleistung vollbrachte unser Freistilmeister Helmut Fischer bei den Olympia-Prüfungskämpfen in Berlin. Der Bremer unternahm einen offiziellen Rekordversuch über die 100-Meter-Strecke, der von bestem Erfolge gekrönt war. Fischer schwamm die Sttecke in 56,8 Sekunden und erreichte damit einen neuen Europarekord.
Deutsche Meisterschaften der Gewichtheber.
In Möhringen (Württemberg) wurden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Gewichtheber in der Bantam-, Feder- und Schwergewichtsklasse entschieden. In allen drei Klassen wurde recht erbittert um den Sieg gekämpft und es gab durchweg gute Leistungen. Die Kämpfe in den Drei Klassen ergaben die Endsiege von S ch u st e r (München) im Bantamgewicht mit 530 Pfund, von Walter (Saarbrücken) im Federgewicht mit 580 Pfund und von Manger (München) im Schwergewicht mit 790 Pfund.
OerKampf um den Davis-Pokal beginnt
Zwei deutsche Siege in Barcelona.
Wundervoll klares, sonniges Wetter herrschte in Barcelona, als mit den beiden ersten Einzelspielen des Länderkampfes Deutschland — Spanien der diesjährige Davis - Pokal - Wettbewerb begonnen wurde. Die Platzantage des TC. del Turo war mit rund 3000 Zuschauern restlos ausverkauft. Unter den Ehrengästen befand sich der deutsche Generalkonsul Dr. Köcher.
Die große Ueberraschung des ersten Tages war der junge Berliner Henner Henkel, der Spaniens Meister Enrico Maier in drei hart umstrittenen Sätzen nach prächtigem Kampfe 6:4, 7:5, 8:6 schlug. Vorher hatte Gottfried v. (Tramm bereits den 41jährigen spanischen Altmeister Manuel Alonzo 6:3, 6:4, 6:3 geschlagen.
Deutschland führt also nach dem ersten Tage mit 2:0 Punkten und benötigt aus den restlichen drei Wettbewerben nur noch einen Punkt zum Gesamt- fiege.
Deutscher Sieg auch im Doppel.
Am 'Sonntag fiel mit dem Kampf im Doppel die Entscheidung zugunsten unserer Vertreter. Das deutsche Doppel von Cramm-Lund siegte gegen Maier-Blanc 6:3, 6:3, 9:7 und holte damit für Deutschland den dritten entscheidenden Punkt heraus. — Wiederum war der Platz mit 2500 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt. Sie alle zollten den hervorragenden Leistungen der Deutschen den verdienten starken Beifall, wobei besonders die kleine deutsche Kolonie „von sich reden
Frankfurter Eröffnungsrennen.
Glänzender Start auf der Riederräder Bahn.
Ein wunderbares Bild bot sich an dem herrlichen Frühlingstag auf der schmucken Niederräder Bahn den 7000 Zuschauern, die sich zu den Eröffnungsrennen des neugegründeten Frankfurter Rennvereins eingefunden hatten.
Eingeleitet wurde der Sonntag mit dem Preis von Hessen-Nassau über 1400 Meter, den der von vornherein überlegene Stahleck, vom Start weg führend, sicher gewann.
Der erste Niederräder Sieger in der neuen Rennzeit wurde im Begrüßungs-Flachrennen gesattelt. Trainer Mätzigs Fuchshengst Sa.ro siegte nach einem sehr schönen Ritt von Odlt. W. Hasse im Ziel sehr sicher gegen den Erlenhofer Goliath unter L. Schmeer.
Im Preis vom Sportfeld ging Stahl- e ck noch einmal ins Rennen und konnte auch unter dem bayrischen Artilleristen Oblt. K a u p e r t ganz knapp gegen Ilmenau und Stober seinen zweiten Sieg an diesem Tage Heimbringen.
Im Preis vom Flughafen Rhein- Main gewann in überlegener Weise ein zweites Niederräder Pferd, O. Silbernagels Edina, die im Ausgleich sehr gut weggekommen war. Nach kurzer Führung von Bema übernahm Edina die Spitze, um sie bis ins Ziel nicht mehr abzugeben.
Das Offiziers-Jagdrennen wurde ausgezeichnet geritten. Mika ging zunächst in Führung und kam noch als Erste in den Einlauf, wo Skapa- slow energisch nach vorne gebracht wurde und den letzten Sprung bereits in Führung nahm, als Mika stürzte. Skapaflow siegte so unangefochten vor Dalfin.
Das Frankenstein-Jagdrennen wurde unter Führung von Assagai vor Gnade und Jnge- maus bis in die Diagonale gebracht; dort nahm Gnade die Spitze, konnte sich aber gegen die schar- fen Angriffe von Jngemaus nur bis zum Einlaufbogen halten. Jngemaus kam mit klarem Vorsprung in die Gerade und ging als Siegerin durchs Ziel.
Im Preis vom Main ging das Feld unter Führung von Perugia auf die Reise, doch nahm gegenüber Luftklappe die Spitze und gab sie erst kurz vor dem Ziel an Aicha ab. Osterluzei, die gegenüber am Schluß des Feldes gelegen hatte, kam mit mächtigem Vorstoß noch auf den zweiten Platz knapp vor Stohno und Luftklappe.
7lS!l. am Start zur Englischen TT.
Rennleiter Moore von den Neckarsulmer Werken hat sich nunmehr entschlossen, sich an der Mitte Juni stattfindenden Englischen TT (Tourist Tsophi) mit einer drei Mann starken Stteitmacht zu bebeteiligen. Namentlich sind jedoch die Teilnehmer noch nicht genannt.
Europarekord
in der 4 mal 200 Meter-Kraul-Staffel
Anläßlich des Wasserball-Länderkampfes Ungarn gegen Oesterreich gingen im Budapester Hallenbad auch die ungarischen Olympia-Schwimmer an den Start. Sie erzielten eine ganze Reihe schöner Erfolge, vor allem in der 4 mal 200-Meter-Staffel, wo sie den von Ungarn selbst gehaltenen Europarekord von 9:24,8 auf die kaum glaubliche Zeit von 9:07,2 drückten. Wenn es den Ungarn bei den Olympischen Spielen in Berlin gelingt, eine ähnlich gute Zeit in dieser Disziplin zu schwimmen, so dürste ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen, in diesem Rennen hinter den Japanern den zweiten Platz zu besetzen.
Meisterschasts-Fußballkümpfe.
Vorrunden-Schluß der Gaugruppen-Spiele.
Gruppe 1, in Dortmund: FC. Schalke 04 ge- gegen Pol. Chemnitz 2:3 (1:0); in Berlin: Berliner SV. 92 — Hindenb. Allenstein 3:1 (1:0).
Gruppe 2, in Altona: lob. Eimsbüttel gegen Werder Bremen 1:6 (1:2); in Hindenburg: VR. Gleiwitz — Dikt. Stolp 5:0 (3:0).
Gruppe 3, in Frankfurt: Wormatia Worms gegen 1. FC. Nürnberg 2:2 (1:1); in Eßlingen: Stuttgarter Kickers — 1. SV. Jena 1:0 (1:0).
Gruppe 4, in Mannheim: SV. Waldhof gegen Fort. Düsseldorf 0:4 (0:2); in Hanau: 1. FC. Hanau 93 gegen Kölner CfR. 3:0 (1:0).


